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Meine tapfere kleine Haflingerin: Tagebuch von feline (Gelesen: 264 mal)
feline
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79232 March, Germany
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20. Juni 2014 um 16:34
 
Ihr Lieben,

da ich ja mittlerweile nicht mehr gänzlich neu hier bin, wechsel ich doch mal von der Vorstellung neuer User zu den Tagebüchern.

Unsere Vorstellung, Eckdaten und die lange Krankenvorgeschichte mit Sehnenschaden und Belastungsrehe kann man mittlerweile bei den Fragen zu den Hufrehe - Tagebüchern finden - unter "Fragen zum Tagebuch von feline":

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1403285450/0

Hier werde ich jetzt versuchen, Euch ein bisschen auf dem Laufenden zu halten, was bei uns so passiert - und freue mich über rege Mitleser, Fragesteller und viele Hinweise/Anregungen/Vorschläge.

Und hier nochmal ein aktuelles Bild der kleinen Maus, die es hoffentlich irgendwann schafft, ein klein bisschen schneller zu laufen als das Pech, das sie in den letzten zweieinhalb Jahren manchmal verfolgt hat:


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Antwort #1 - 22. Juni 2014 um 16:16
 
So, heute erstmals ein Update von uns.
Tatsächlich verwirrt mich etwas, wie es der Kleinen geht:
Und zwar macht sie immer gegen Mittag ein Schläfchen in der Box, bei der sie i.d.R. auf der rechten Seite liegt. Sprich: das Rehebein liegt oben und kann eigentlich nicht einschlafen oder so...
Wenn sie dann aber aufsteht, scheint es ihr kurzfristig richtig dolle weh zu tun, d.h. die ersten ein zwei Minuten mag sie gar nicht auftreten, zieht die Nüstern hoch, wenn sie versucht zu laufen etc.
Der Huf ist aber weder warm, noch ist Pulsation zu fühlen.
Kurz drauf, wenn sie dann ein paar Minuten in der Senkrechten war, tritt sie aber ganz normal auf und läuft auch fleißig von A nach B. Und wenn sie ruhig steht, entlastet sie dann das andere Bein (Sehne).
So ganz versteh ich das nicht... naja...
Irgendwie würde ich ihr gerne sagen können: "Mensch, Mädel, steh doch bitte mal vorwiegend auf das andere Bein, glaub mir, das hilft!"
Ansonsten ist sie - wie immer - fröhlich (das Gemüt dieses Ponys ist einfach sensationell!!!), die Blutegelbissstellen heilen schön und das behandelte Sehnenbein ist auch schön schlank und kühl.
Mittwoch kommt dann das Rehebein dran!
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Antwort #2 - 24. Juni 2014 um 18:57
 
Das heutige Kapitel heißt "die wieder bisschen wilde Hilde"  Zwinkernd

Als ich heute auf den Hof gefahren bin, wurde ich schon mit einem Grinsen und Augenrollen von einer Miteinstellerin begrüßt. Den Grund hab ich dann direkt erfahren: Madame war auf dem Mini-Tagespaddock wohl sehr gut drauf und hat ein bisschen gebockt - einfach so, zum Zeitvertreib...

Ein kurzer Testspaziergang (4 Minuten), damit ich der THP morgen berichten kann, wie sie läuft, ergab ein äußerst munteres Pony, das flott und kräftig umherstapfte.

Ich hoffe jetzt einfach mal sie weiß was sie tut - nachdem sie zur Zeit ja immer so schlecht auftreten kann nach dem Liegen.

Und ich hoffe dass die Egel morgen gut beissen und ganz viel helfen - und dass mein Kreislauf fleißig mitmacht, bei all dem Blut  Augenrollen

Und ach ja, ne TCM-Kräutermischung werden wir jetzt noch bekommen - für Sehne und Rehe...

Ich werde dann berichten!
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Antwort #3 - 26. Juni 2014 um 10:36
 
Nun haben wir die zweite Runde egeln hinter uns gebracht - diesmal am Rehebein:

...

Was ich sehr interessant fand: als wir den Kronrand komplett rasiert hatten, konnte man sehen, dass sie an der Innenseite direkt über dem Huf eine leichte Schwellung mit Wärme hat, genau dort, wo die Hufwand auch immer ein bisschen unschön wächst (also irgendwie immer ein bisschen eingedellt nachwächst und nicht ganz grade runter). Irgendwie scheint dort die Belastung nicht optimal...  unentschlossen
Als die Egel dann an den Kronrand gelassen wurden, haben sich die meisten dann sofort an genau diese Stelle gesetzt und innerhalb von nichtmal ner halben Minute dort kollektiv festgebissen...
Und sie sind alle dort "satt" geworden, hier ist der Beweis:

...

Geblutet hats diesmal weniger als beim letzte Mal, dafür sind die Einbisse nun schon länger so ganz leicht am nachnässen...

Was mich allerdings insgesamt weniger glücklich macht, sind ihre Hufe. Sie sehen war immer ganz gut aus, wenn sie frisch bearbeitet sind, schon nach drei Wochen aber sind sie mir persönlich schon wieder zu lang, in der Zehe, zu flach, zu schief. Und dann eben diese leichte Schwellung (s.o.)
Ich bin echt ein bisschen ratlos. Woher könnte das denn kommen???
Allerdings hab ich jetzt von einer entfernten Bekannten gehört, dass wohl regelmäßig ein Hufschmied der Klinik Giessen in unsere Nähe kommt und Rehepferde sowie andere Sonderfälle ansieht und bearbeitet - mit tollem Erfolg. Werde mal gucken ob ich da mehr rausbekomm...
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Antwort #4 - 26. Juni 2014 um 23:45
 
Tja, dieses Tagebuch lohnt sich tatsächlich - bei uns passiert irgendwie viel. Diesmal aber leider wieder was Negatives:

Ich komme gerade von einem Spätabendbesuch im Stall - das geegelte Bein ist komplett dick - bis übers Sprunggelenk. Sieht aus wie ein dicker, fetter Einschuss, der Kronrand tut ihr total weh. Fieber hat sie aber zum Glück keines bisher...
Als ich die behandelnde THP angerufen hab, hat sie gemeint, dass das andere Pferd, das gestern Egel aus derselben Lieferung bekommen hatte, dieselben Symptome hat  Traurig  Traurig  Traurig  Traurig  Traurig

Sie hat es auch schon (rück)gemeldet...

Morgen früh fahr ich sofort wieder hin und guck, dann soll direkt der TA kommen. Wäre ja auch zu schön, wenn ich den TA mal nur zu den regulären Kontrollen sehen würde.

Ich bin fix und alle - bei uns wills einfach nicht weniger werden...

Werde wieder berichten!
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Antwort #5 - 27. Juni 2014 um 17:37
 
Heute morgen um sechs war das Bein immernoch genauso dick, die Einbisslöcher hatten angefangen zu nässen und waren ganz rot. TA hat ein Antibiotikum gespritzt, die Wunde unter Sedierung gereinigt (anders wars - wegen der Schmerzen und dem ständigen Bein-Wegziehen/Kicken - nicht mehr möglich) und mit einer krustenbildenden, antibakteriellen Paste eingeschmiert.
Montag das gleich Spiel nochmal...
Arme Maus, heute hat sie auch mal eine ganze Weile nicht mehr "gelächelt"...  Traurig
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Antwort #6 - 30. Juni 2014 um 17:17
 
Entwarnung: der TA ist sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf der Infektion. Bein ist schlank, kühl und wir durften die Bissstellen desinfizieren, ohne dass die Kleine sich gewehrt hat. Schätze es tut also nicht mehr wirklich weh Smiley
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Antwort #7 - 04. Juli 2014 um 14:10
 
Sooo, die Infektion ist überstanden - gestern sind wir erstmals wieder fünf Minuten gelaufen.
Mei, hat die sich gefreut. Und ich erst  Smiley

Jetzt haben wir erstmal ne umfassende homöopathische Entgiftung/Ausleitung begonnen - wegen der vielen Medis, die die Kleine schon bekommen hat im Verlauf der Geschichte...
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Antwort #8 - 11. Juli 2014 um 08:12
 
Hier mal wieder ein Update von uns:

Die kleine Maus ist wach und vergnügt und temperamentvoll (sie ist großartig!!!) und die Beine/Hufe gefallen mir eigentlich ganz gut, was Wärme und Laufen und so angeht. Allerdings mach ich aus lauter Vorsicht immernoch nicht viel, sondern nur so 10 Minuten täglich.

Zudem haben wir eine homöopathische Behandlung begonnen, um ihr mal über die ganzen Medis hinwegzuhelfen. Findet sie prima: Aufmerksamkeit und kleine, süße Globuli... Und ich habe das Gefühl, dass sie auch echt gut und stabil drauf ist seither!

In ein paar Tagen steht nun der nächste Schmiedtermin an und ich werde ihn mal fragen, wie er gedenkt diesem schnell nach vorne wachsenden Rehehuf zu begegnen (der ja immer nach Beschlag prima aussieht und kaum ist der Schmied weg, wieder Unfug macht...). Werde ihn auch mal auf den anderen Schmied aus der Klinik ansprechen, denn er ist auch immer ganz offen für Fortbildung und Kooperation.

Und Tierarztkontrolle ist auch in ein paar Tagen. Und da hätte ich auch gleich eine Frage: Der erste (und hoffentlich einzige???) große Schub ist jetzt etwa 5 Monate her. Lohnt es schon, jetzt bald wieder Röntgenbilder zu machen? Und wenn ja, wann macht man die idealerweise? Direkt nach einem Neubeschlag um zu sehen, wie es im besten Falle aussieht? Oder direkt davor, wenn der Huf fröhlich flach vor sich hingewachsen war, als worst-case-Szenario sozusagen?

Danke und viele Grüße!
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Antwort #9 - 17. Juli 2014 um 21:22
 
So, nun war der Schmied da.

Er hat den langen und krummen Huf so gut es ging begradigt und gekürzt und dann neu beschlagen.

Röntgenbilder hatten wir vor dem Beschlag ja nicht mehr geschafft, aber der Schmied meinte zumindest von der Sohle her sieht es nicht so aus, als sei da nochmal was gewesen...

Und immerhin konnte sie diesmal in der kurzen Zeit ohne Eisen auch schon ein klein bisschen besser auf dem Huf stehen...

Hier nochmal aktuelle Bilder - von "schön" ist der Huf wegen des damaligen Schubs und des schnellwachsenden (Narben-)horns insgesamt noch gut entfernt, aber der Schmied hat schon ziemlich was wegschaffen können. So sieht er nun ganz fein aus, der Rehe-Huf, finde ich...


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Antwort #10 - 17. Juli 2014 um 21:34
 
Ach ja, ich vergaß: Sie läuft sehr gut mit dem neuen Beschlag. Stapft kräftig und gleichmäßig auf...
Auch sonst, sehr munter und gut gelaunt die Kleine  Cool
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Antwort #11 - 21. Juli 2014 um 06:28
 
Uih, wir sind WILD!

Meist vermute ich es schon, wenn die großen Ponyaugen beim Begrüßungs-Brummeln so schön blitzen!
Der Beweis lässt dann meist nicht lange auf sich warten!

==> Bergpony in Vollblut-Aktion  Augenrollen

Da kann man als Begleitung schon mal Muskelkater haben am nächsten Tag - auch wenns nur ein 10 Minuten-Spaziergang war...
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Antwort #12 - 22. Juli 2014 um 12:02
 
So, heute war nun der TA da. Hat umfassend die Zähne gemacht und die Füße kontrolliert.

Tatsächlich sieht man bzgl. des Sehnenschadens im Ultraschall immernoch deutlich die Folgen. Die Sehnen sind ein bisschen verdickt, nicht sauber trennbar (wohl auch etwas miteinander verklebt) und natürlich sieht man dort, wo der große Schaden war, auch noch Schatten. Aber alles in allem war er sehr zufrieden. Meinte das sei schon wirklich solide dafür, dass da vor zwei Jahren quasi nichts mehr war...
Und was natürlich schön war: Beim Vor-Führen meinte er, sie sei wirklich richtig richtig gut gelaufen auf beiden Beinen. Man sehe im Schritt - auch in Wendungen - nichts von Sehne oder Rehe.
Und sogar auf fünf kurzen Trab-Metern war sie erstmals so gut wie lahmfrei Smiley

In fünf Wochen, direkt vor dem nächsten Schmied, wird dann nochmal geröntgt. Bis dahin soll ich 15-30 Minuten Schritt spazieren, alles weitere sieht/beschließt man dann anhand der Bilder!

Ich drück uns jetzt einfach mal selbst die Daumen, dass es weiter begauf geht und da nichts mehr war oder kommt...
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Antwort #13 - 03. August 2014 um 18:25
 
Hier mal wieder eine kleine Nachricht von uns: Viel Neues gibt es nicht, aber das ist ja erstmal kein schlechtes Zeichen.
Seit die Kleine ihre homöopathische Behandlung bekommen hat, ist sie insgesamt sehr warm (klingt komisch, ist aber so - ich hab schon mehrmals Fieber gemessen, weil sie so warm gewirkt hat, es war aber nie was...).
Da aber wie gesagt das ganze Pony so warm ist - inkl. aller vier Hufe - deute ich es mal nicht als hufrehespezifisches Warnsignal.
Ansonsten ist sie munter und läuft eigentlich ganz okay, wobei ich nach wie vor noch nicht viel mit ihr mache. In vier Wochen gibts neue Röntgenbilder, danach kann man immernoch weitersehen...
Im Übrigen macht Hufrehe-Not ja erfinderisch: Nachdem die Kleine nun mehrmals mit großen traurigen Augen zugeguckt hat, wie ihr Boxennachbar Mash bekam (sie liebt Mash!!!), habe ich ihr heute dann ne Handvoll Equigard mit kleingeschnittenem Heu und heiß Wasser angerührt und solange ziehen lassen, bis es auch matschig war.
Uih, hat die sich gefreut, als sie endlich mal wieder nen "Mash-Eimer" bekam  Cool
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Antwort #14 - 18. August 2014 um 20:32
 
Hier mal wieder ein kleines Update:

Der Kleinen geht es - soweit man das "von außen" beurteilen kann - ganz gut.
Ich war jetzt ein paar Tage in Urlaub gewesen und hatte schon von den Zuhausegebliebenen gehört, dass sie sehr munter und motiviert war. So sehr, dass sie sich an zwei Tagen gar nicht getraut hatten, nen Spaziergang mit der wilden Maus zu machen...
Als ich dann das erste Mal wieder bei ihr war, stand sie mit großen Augen und Vollblutkragen auf dem Tagespaddock und ist sofort hochmotiviert mit mir losgestapft. Die Hufe waren kühl und so bin ich gleich mit ihr losgezogen. Hui, war die gut drauf. Musste mir unbedingt zeigen, dass sie durchaus auch auf der Stelle galoppieren kann  Augenrollen
Da musste ich dann schon sehr streng dreinschauen, damit sie sich halbwegs beherrscht hat  Zwinkernd
Momentan sind wir jetzt bei 15-17 Minuten Schritt (mit kurzen Aussetzern, weil sie so fröhlich ist...).
Jetzt bin ich mal sehr gespannt auf das nächste Röntgen in knapp zwei Wochen und hoffe, dass es halbwegs gut ausfällt. Ihr Verhalten etc. deutet ja nicht drauf hin, dass etwas sehr Schlimmes zu erwarten ist, aber sie ist auch sehr hart im Nehmen und den letzten Schub hatten wir ja auch erst im Nachhinein beim Ausschneiden bemerkt...
Na, jetzt freu ich mich erstmal, dass sie zumindest momentan so gut gelaunt und munter ist!
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79232 March, Germany
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Antwort #15 - 23. August 2014 um 21:39
 
Die Energie kommt ihr schier zu den Ohren raus!!!
Gestern sind auf einem angrenzenden Paddock zwei Pferde rumgerannt - und die Kleine ist auf ihren paar wenigen Quadratmetern kopfschüttelnd und mit Vollblutkragen piaffiert und hat Trab- und Galoppvolten gedreht  Schockiert/Erstaunt
Ich wäre - als ich auf dem Weg zum Stall mit dem Auto so an ihr vorbeigefahren bin - fast im Graben gelandet vor lauter Gucken  Zunge

Hab dann gedacht ich biete ihr mal was Besonderes und was "für den Kopf" und bin mit ihr auf den Platz zu Wippe und Podest - sie guckt einmal mit großen Augen - schwupps steht sie schaukelnd auf der Wippe - und hopp ist sie wieder unten - um zwei Sekunden später auf dem Podest zu stehen. Dort kraxelt sie dann auch wieder runter und guckt mich völlig verständnislos an - wie ich ihr aber auch sooo einfache Aufgaben stellen kann  Augenrollen

Oh Mannn, ich bin sooo gepannt aufs Röntgen kommende Woche!!!
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Antwort #16 - 28. August 2014 um 17:41
 
So - heute war Kontroll- und Röntgentermin. Und tatsächlich ergab sich zunächst kein konsistentes Bild:

Und zwar lief sie super - der TA war total zufrieden, weil sie sowohl auf der Geraden als auch in wirklich engen Wendungen gar keine Auffälligkeiten im Schritt mehr zeigt. Im Trab auf der Geraden tritt sie mit dem Sehnenbein kürzer, aber wirklich lahm ist das auch nicht mehr.
Auch das Abdrücken/die Zangenprobe war viel besser als letztes Mal. Nur an einer Stelle (vorne seitlich an der Zehe) hat sie bei starkem punktuellem Druck noch angezeigt, dass sie es nicht sooo toll findet - kein Vergleich aber mehr mit dem erschrockenen Wegziehen vor nem halben Jahr.

Als wir sie dann aber zum Röntgen mit dem Rehehuf auf das übliche Holzbrett gestellt und den anderen Hinterhuf angehoben haben, hat sie nach einiger Zeit total verkrampft, das angehobene Bein unter den Bauch gezogen und sogar angefangen zu zittern. Nach Abstellen des Hufes stand sie immernoch total verkrampft und sah aus, als hätte sie echt schlimme Schmerzen und wisse gar nicht, auf welches Bein sie überhaupt stehen soll. Beim Stehen auf dem Sehnenbein das Gleiche, nur nicht ganz so dolle. Das Ganze ist ja auch schonmal beim Beschlagen passiert - ich hatte das damals berichtet - und bisher habe ich immer gedacht, es hängt mit dem kurzen Barhuf-Stehen beim Schmied zusammen. Offensichtlich ja aber irgendwie nicht...

Der TA hat dann gemeint, ich solle sie mal direkt im flotten Schritt anführen und sie hat sofort entkrampft und ist dann ganz normal gelaufen.

Jetzt stehe ich irgendwie vor nem Rätsel. Alles deutet auf eine ganz gute Entwicklung bei Sehne und Rehe hin, bis auf diese (nun wiederholte) Situation beim Aufheben... Das schaut echt schlimm aus - aber so plötzlich es kommt so schnell ists auch wieder vorbei.

Morgen Mittag kann ich zum TA fahren und wir besprechen die Ergebnisse/Röntgenbilder - ich bin echt soooo gespannt!!!
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Antwort #17 - 29. August 2014 um 16:31
 
Soeben komme ich von der Besprechung der Bilder.
Natürlich habe ich in der Aufregung vergessen, sie auf diesem Betrachtungsgerät zu fotografieren, aber ich denke man kann auch auf meinen nun eher laienhaften Fotos erkennen, was man erkennen muss.

Der TA war sehr zufrieden - meinte da sei wohl ziemlich sicher nix mehr gewesen seit Februar. Und v.a. der Schmied habe seine Sache auch sehr fein gemacht...
Er sagt, das Problem beim Aufheben sei ziemlich sicher eine Arthrose weiter oben (Sprunggelenk, Knie oder Hüfte - da sie ja wenig bis nix gemacht hat die letzten Jahre, da eh schon ein bisschen vorbelastet war, durch die Sehnenverletzung immer schief stand und mit 18 ja auch nicht mehr die Jüngste ist).

Ich stell Euch jetzt einfach mal ein Röntgen-Bild des Rehehufs von damals (direkt nach dem Schub - Februar 2014), von heute (August 2014) und als Vergleich noch den Sehnenhuf heute (August 2014), der aber durch die Sehenenverletzung eh etwas komisch steht und nicht direkt als Vergleich herangezogen werden sollte.

Ich würde mich sehr sehr sehr freuen, wenn Ihr Euch das Ganze mal angucken könntet.


Rehehuf Februar:
...



Rehehuf August:
...



Sehnenhuf August:
...



Der TA meinte, es spräche nun nichts mehr gegen schrittweise mehr Bewegung und er meinte heute auch, dass sie von mir (da ich nicht sehr schwer bin) vielleicht sogar irgendwann wieder im Schritt reitbar sein wird. Ohhhh, das wäre sooo ein Traum. Daran hatte ich schon gar nicht mehr geglaubt  Durchgedreht
Was meint Ihr? Irgendwann? Kann das möglich sein???
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Antwort #18 - 10. September 2014 um 21:44
 
Heute war wieder Hufschmiedtag:
Er war mit den Röntgenbildern und der Stellung zufrieden, nicht aber so sehr mit der Hornsubstanz. Ist alles etwas brüchig und wächst nicht so gut wie es soll. Das ist aber leider ein Problem, das wir schon immer haben. Und in dessen Kontext wir auch schon so ziemlich alles durchhaben. Nur barhuf und viel Bewegung hat geholfen. Das geht aber nunmal nicht...
Naja, es ist trotzdem ganz gut geworden, denke ich. Was meint ihr? Der Rehehuf ist der linke Hinterhuf (der dunklere)...

...

...

...

Danke und viele Grüße!!!
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Antwort #19 - 14. September 2014 um 09:26
 
Wenn man ein Pferdchen hat, dass gesundheitlich nicht so viel Glück hat, kommt man ja früher oder später irgendwann an den Punkt, wo man sich schon mal fragt, warum man all die Sorgen, Kosten und Mühen eigentlich auf sich nimmt... Das ist meist kein böser Wille, sondern vielmehr einer Erschöpfung von Ressourcen (Geld, Zeit, Kraft). Ich war auch schon das ein oder andere Mal an diesem Punkt...

Ich möchte Euch heute daher mal eine Momentaufnahme schildern, die mir wieder vor Augen geführt hat, warum sich doch jede Mühe gelohnt hat:

Und zwar habe ich heute eine längere Dienstreise vor mir und werde wohl die nächsten acht Stunden im Zug sitzen. Daher dachte ich mir, ich gehe meine Maus heute schon sehr früh versorgen und entführe sie auf einen Frühmorgens-Spaziergang. Schon die Fahrt zu Stall hatte was - die ganze Welt hat noch geschlafen, überall Nebel. Meine Maus mussste dann auch zweimal hingucken, ganz verschlafen war sie noch am Frühstücksheu-Kauen.
Ich hab dann in Ruhe den Stall gemacht, um mich herum 20 friedlich kauende Pferde und bin anschließend mit ihr losgezogen, zu unserer täglichen Runde. Und es war so wunderschön.
Es war noch immer alles im Nebel und absolut still. Nur ein paar Krähen haben auf dem Feld geschäftig gewerkelt und gekrächzt. Das einzige was sonst noch zu hören war, waren die (absolut regelmäßigen!) Hufschläge meiner Kleinen und ihr Schnauben. Ein Blick zur Seite zeigte mir große, wache Augen und aufmerksam spielende Ohren. Ab und zu hielt sie an, um in die Ferne zu gucken. Manchmal minutenlang. Wir liefen etwa 20 Minuten - ganz still, ich hätte keinen Führstrick gebraucht. Es war so schön, dass ich mir gewünscht habe, der Rundweg würde nie enden...

Kleine Maus, ich hab Dich so sehr lieb!!!! Danke für diesen besonderen Morgen  Kuss
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