Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
Wer macht sich mal schlau über (Gelesen: 4456 mal)
Jumanji
Themenstarter Themenstarter
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


mein ganz privates Vergnügen
hier


Beiträge: 2795
Geschlecht: female
Zeige den Link zu diesem Beitrag Wer macht sich mal schlau über
15. November 2010 um 17:32
 
Cabergolin
Doxtinex
Zum Seitenanfang
  

Wo kämen wir denn dahin wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir denn dahin", und keiner ginge um zu sehen wohin wir kämen wenn wir gingen ?
Homepage Jumanji  
IP gespeichert
 
Pony
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1906

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Wer macht sich mal schlau über
Antwort #1 - 15. November 2010 um 17:43
 
Cabergolin

http://de.wikipedia.org/wiki/Cabergolin

und

http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Cabergolin.html

Parkinson: Herzklappenschäden durch Pergolid und Cabergolin – US-Pharmakologe rät von weiterer Verordnung ab
Donnerstag, 4. Januar 2007
Berlin/Mailand - Die Behandlung des Morbus Parkinson mit den Dopaminagonisten Pergolid und Cabergolin kann zu einer Schädigung der Herzklappen führen. Darauf weisen zwei Studien im New England Journal of Medicine hin. Ein US-Pharmakologe zieht eine Verbindung zu den Klappenschäden durch die Diätmittel Fenfluramin und Dexfenfluramin, die 1997 verboten wurden.

Die Valvulopathie von Fenfluramin und Dexfenfluramin ist gekennzeichnet durch Verdickungen der Herzklappen und der Chordae tendinea. Die gleichen Veränderungen findet man beim Carcinoid-Syndrom, das eine Folge der paraneoplastischen Produktion von Serotonin ist. Der Pharmakologe Bryan Roth von der Universität von North Carolina in Chapel Hill vermutet deshalb, dass Serotonin die Ursache für die Schädigung der Herzklappen ist (NEJM 2007; 356; 6-9).

Sie würden über 5-HT2B-Rezeptoren vermittelt, ein spezieller Subtyp der Serotoninrezeptoren, den es auch im Bereich der Herzklappen geben soll. Dies könnte erklären, warum nicht alle serotinergen Substanzen, die in der Medizin sehr zahlreich sind (Antidepressiva, Antipsychotika, Anxiolytika, Migränemedikamente und andere) die Herzklappen schädigen, sondern nur solche, die auch an 5-HT2B-Rezeptoren binden. Dazu gehört laut Roth das Migränemittel Ergotamin, das ebenfalls mit Herzklappenfehlern in Verbindung gebracht wurde, sowie Methylergonovin, der aktive Metabolit der „prototypischen valvulopathischen Substanz Methysergid“, wie Roth schreibt. Das Mutterkornalkaloid Methysergid wurde früher ebenfalls bei der Migräne eingesetzt, ist aber nicht mehr auf dem Markt.

Im Jahr 2000 fand Roth heraus, dass Fenfluramin und Dexfenfluramin potente 5-HT2B-Agonisten sind (Circulation 2000; 102: 2836-2841). Der Pharmakologe vermutet hier den entscheidenden Pathomechanismus der Valvulopathie. Im Jahr 2005 berichtete seine Arbeitsgruppe, dass die beiden Dopaminagonisten Pergolid und Cabergolin ebenfalls potente 5-HT2B-Agonisten sind, während dies bei anderen Dopaminagonisten wie Apomorphin, Pramipexol, Bromocriptin oder Lisurid nicht der Fall war (Expert Opin Drug Metab Toxicol 2005; 1: 377-87). Nach der Publikation kam es schon bald zu ersten Fallberichten über Patienten, die nach der Einnahme von Pergolid oder Cabergolin Herzklappenfehler entwickelten.

Diese Einzelfälle werden jetzt durch die beiden Studien verifiziert. Bei der ersten Studie handelt es sich um eine Analyse der General Practice Research Database (GPRD), welche die Krankenakten britischer Allgemeinarztpraxen sammelt (NEJM 2007; 356: 29-38). Unter 11.417 Patienten, denen Parkinsonmedikamente verschrieben worden waren, fand die Gruppe René Schade vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Berliner Charité 31 Patienten, bei denen eine Regurgitation an den Herzklappen nach Beginn der Therapie diagnostiziert wurde. Darunter waren 6 Anwender von Pergolid und 6 Anwender von Cabergolin. In einer genesteten Fall-Kontroll-Studie wurden sie jeweils 25 anderen Patienten auf der gleichen GPRD-Datenbank gegenübergestellt. Ergebnis: Pergolid und Cabergolin waren mit einem 7,1- und 4,9-fachen Risiko auf eine Regurgitation assoziiert.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die zweite Studie, die außerdem auf eine höhere Prävalenz hindeutet, als die geringe Fallzahl in der GPRD-Datenbank vermuten lassen könnte. Bei den GPRD-Patienten war allerdings nicht gezielt nach Klappenschäden gesucht worden.

Im Gegensatz dazu haben Renzo Zanettini vom Istituti Clinici di Perfezionamento in Mailand und Mitarbeiter gezielt Patienten untersucht, die seit wenigstens 12 Monaten Pergolid (64 Patienten), Cabergolin (49 Patienten) oder andere Dopaminagonisten (42 Patienten) einnahmen sowie 90 Kontrollen (NEJM 2007; 356: 39-46). Endpunkt war eine Klappeninsuffizienz nach den Kriterien der American Society of Echocardiography. Die italienischen Kardiologen fanden eine klinisch relevante Regurgitation (Grad 3 oder 4) bei 23,4 Prozent der Pergolid-Anwender, bei 28,6 Prozent der Cabergolin-Anwender, bei null Prozent der Anwender anderer Dopaminagonisten sowie bei 5,6 Prozent der Kontrollen. Pergolid war vor allem mit einer Regurgitation an der Mitralklappe assoziiert (relatives Risiko 6,3), während für Cabergolin das größte Risiko auf einen unkompletten Schluss der Aortenklappe (relatives Risiko 7,3) ermittelt wurde. Bei beiden Wirkstoffen wurden aber alle drei untersuchten Klappen (Aorten-, Mitral- und Tricuspidalklappe) in Mitleidenschaft gezogen.

Für Roth ist damit die Angelegenheit entschieden. Er riet Ärzten klar von den beiden Wirkstoffen ab, zumal es Alternativen gibt. Die von den US-Medien befragten Experten waren zurückhaltender. Michael Okun von der National Parkinson Foundation riet nur dazu, die Medikation zu überdenken, wie die New York Times berichtet. Der Hersteller Pfizer (Cabesil® und Dostinex®, beide mit Cabergolin) berichtete, dass der Firma bisher weniger als 100 Berichte über Herzklappenprobleme zugegangen seien. Valeant Pharmaceuticals, das in den USA Parkotil® (mit Pergolid, in Deutschland von Lilly) vertreibt, hält das eigene Medikament für sicher und effektiv.

Ganz so überraschend ist der Zusammenhang indes nicht. In den deutschen Fachinformationen von Parkotil® (nicht aber bei den anderen hier genannten Präparaten) findet sich ein Hinweis auf Herzklappenveränderungen, deren Inzidenz nicht bekannt sei. Regurgitationen würden jedoch bei „circa 20 Prozent oder mehr” Patienten auftreten, die aber „in praktisch allen Fällen asymptomatisch waren“. Es lägen nur relativ wenige Daten zur Reversibilität dieser Veränderungen vor. Als Vorsichtsmaßnahme wird vor Beginn der Behandlung bei allen Patienten eine kardiovaskuläre Untersuchung einschließlich Echokardiogramm gefordert, „um die Möglichkeit einer okkulten Herzklappenerkrankung zu untersuchen“. Für fibrotische Herzklappenveränderungen wird eine Kontraindikation ausgesprochen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26996
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1906

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Wer macht sich mal schlau über
Antwort #2 - 15. November 2010 um 17:45
 
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1906

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Wer macht sich mal schlau über
Antwort #3 - 15. November 2010 um 18:09
 
Cabergolin /Doxtinex wirkt nur an D2-Rezeptoren, Pergolid an D1, D2 Rezeptoren und deren Subtypen. Cabergolin gibt es für den Hund gegen Scheinträchtigkeit, heißt Galastop. Wohl nicht als Cushing Therapeutikum geeignet, leider.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken