Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fallberricht während der Therapie mit Pergolid (Gelesen: 6442 mal)
Pony
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29. Januar 2007 um 07:52
 
A. Grosche1, C. Ellenberger2, A. Uhlig1, G. F. Schusser1

Aus der 1Medizinischen Tierklinik (Leiter: Prof. Dr. G. F. Schusser) und dem 2Institut für Veterinär-Pathologie (Leiter: Prof. Dr. H.-A. Schoon) der Veterinärmedizinischen Fakultät Universität Leipzig

Zusammenfassung

Ziel: In vorliegendem Fallbericht werden spezielle diagnostische Möglichkeiten beim equinen Cushing-Syndrom (ECS) und der Verlauf einer Langzeitbehandlung mit Pergolid diskutiert. Material und Methoden: Zur Vorstellung gelangte eine 13-jährige Quarter-Horse-Stute mit Konjunktivitis, Hyperhidrosis, Polydipsie und Polyurie. Blut (inklusive ACTH-Konzentration) sowie Harn wurden untersucht und der Dexamethason-Suppressionstest durchgeführt. Zudem wurden MRT-Aufnahmen von der Hypophyse des Pferdes angefertigt. Die Bestimmung spezifischer pharmakokinetischer Parameter erfolgte nach oraler Gabe von Pergolidmesilat. Ergebnisse: Die Stute wies eine Neutrophilie, Lymphopenie, Hyperglykämie und Glukosurie auf. Die ACTH-Konzentration war auf 138,6 pg/ml erhöht. Der Dexamethason-Suppressionstest ergab eine gestörte Kortisolregulation. Die Hypophyse stellte sich im MRT kugelig vergrößert dar. Eine orale Behandlung mit 2 µg Pergolid/kg KM/d führte zur Symptomfreiheit. Die Halbwertszeit für Pergolid lag hier bei 6,8 Stunden. Innerhalb eines Jahres entwickelte die Stute ein gesteigertes Allgemeinverhalten mit rosseähnlichen Symptomen, sodass die Behandlung abgebrochen wurde. Zwei Monate später trat ein durch Hyperkortisolämie bedingter Schock auf, der zum Tod der Stute führte. Die Obduktion ergab ein Adenom des Hypophysenzwischenlappens. Klinische Relevanz und Schlussfolgerung: Der Dexamethason-Suppressionstest und die Bestimmung der ACTH-Konzentration stellten für die Diagnose des ECS hilfreiche Methoden dar. Mit dem MRT war der Hypophysentumor intra vitam hervorragend darstellbar. Allerdings eignet sich dieses Verfahren nicht für Routineuntersuchungen. Die orale Gabe von Pergolid erwies sich als eine wirksame Therapieform des ECS. Bei Langzeitanwendung ist jedoch mit Nebenwirkungen zu rechnen. Zur Reduktion der Nebenwirkungen könnte eine Gabe des Medikaments auf zwei Dosen pro Tag verteilt beitragen
Quelle
http://www.schattauer.de/index.php?id=1009&L=0&artikel=2129&cHash=8a71febfda

[mem]http://www.hufrehe.org/info/artikel-cushing.pdf[/mem]
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asci72
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Benjamin


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Antwort #1 - 30. Januar 2007 um 22:54
 
Möchte für die flüchtigen Leser und Kurzbesucher unseres Forums mal darauf hinweisen, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt !!
Wir haben hier im Forum bei vielen Pferden einen wesentlich günstigeren Krankheitsverlauf unter einer Pergolidbehandlung beobachtet. Also nicht den Mut verlieren..!!

LG Anne

@ Pony: dankeschön  Zwinkernd
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asci72
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Benjamin


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Antwort #2 - 07. Februar 2007 um 22:07
 

Vet Rec. 1996 Jul 13;139(2):41-3.
Pergolide treatment for Cushing's syndrome in a horse.

* Munoz MC, * Doreste F, * Ferrer O, * Gonzalez J, * Montoya JA.
Departamento de Patologia Animal, Facultad de Veterinaria, Universidad de Las Palmas de Gran Canaria, Spain.

A 16-year-old, male, Hanoverian horse had a three-month history of weight loss, hirsutism and polyuria/polydypsia. Examinations revealed neutrophilia, lymphopenia, hyper glycaemia and abnormalities in hepatic function. A tentative diagnosis of hyperadrenocorticism was made. The results of thyroid-releasing hormone and combined dexamethasone suppression and ACTH stimulation tests suggested the presence of a pituitary adenoma. The horse was treated with pergolide and beneficial clinical and biochemical responses were observed within one to six months.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Retrieve&dopt=Abstra...

16 jähriger Hannoveraner,
seit 3 Monaten Gewichtsverlust, Hirsutismus, Polyurie/Polydipsie (viel Pinkeln u. Trinken).
Neutrolphile, Lymphopenie, Hyperglykämie, anormale Leberfunktion
ab der Behandlung mit Pergolid waren klinische (äußerliche) und
biochemische Verbesserungen innerhalb von 1 bis 6 Monaten zu beobachten.
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ghariba
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alles wird gut oder sogar
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Antwort #3 - 09. November 2007 um 15:59
 
sind denn überhaupt mal schwerwiegendere nebenwirkungen, außer fressunlust, durchfall entstanden??
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Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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Antwort #4 - 09. November 2007 um 17:17
 
nein

wir hatten bisher nur 1 Pferd was das Pergolid nicht vertragen hat ,allen anderen ging es wesentlich schnell wieder besser

lg
Petra
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madahn
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Arabitisinfizierte


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Antwort #5 - 27. Januar 2008 um 21:23
 
In dem DK-Forum, in dem ich bin, schrieb eine, dass sie Pergolide ablehnen würde, da es Leberschaden verursachen kann... Keine weitere Begründung oder Bespiel.

Gruss Esther
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in Gedenken an Hicki


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Aktueller Gesundheitszustand: Figur okay aber kaum noch Rückenmuskulatur, geht lahm wegen Arthrose/Exostose in beiden Karpalgelenken
Fütterung: 2x täglich: 200g HorseLux Senior, 100g Lucerne Alfa Omega; über Nacht auf Gras, ca 6kg Heu auf 2-3 Mahlzeiten verteilt
das Pferd wird gearbeitet: gar nicht mehr


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miriam_cgn
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Antwort #6 - 02. November 2010 um 21:11
 
mir fällt bei meiner stute auch auf, dass pergolid eine sehr kurze halbwertzeit hat. wenn ich abends in den stall komme, steht sie verträumt bis lethargisch in ihrer ecke. ich gebe ihr dann das pergolid (zurzeit noch 0,25 mg) und gehe mit ihr auf der weide spazieren. die ersten 20 minuten schlürft sie mit hängendem kopf hinter mir her, dann geht sie immer schwungvoller und nach etwa 40 minuten kann ich sie kaum noch halten ...

wenn ich könnte, würde ich ihr pergolid zwei mal täglich geben, das ist aber leider organisatorisch nicht möglich. schade, dass es kein retard-präperat gibt.   

habt ihr ähnliche beobachtungen?

lg, miriam

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miriam_cgn
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Antwort #7 - 02. November 2010 um 21:16
 
zum fallbericht: wegen "gesteigertem allgemeinverhalten mit rosseähnlichen symptomen" würde ich pergolid nicht absetzen!
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