Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Kastanien großes Adenom - Pathoanatomische Cushing (Gelesen: 11852 mal)
Pony
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27. November 2005 um 14:52
 
Das blutigere Bild zeigt ein Pferdehirn von unten. Man sieht links im Bild das Großhirn, im rechten oberen Bereich das Kleinhirn, rechts unten den Hirnstamm und etwa mittig unten dran das kastaniengroße Adenom, an dem noch die Hirnhäute (diese Fetzen) hängen. Das zweite Bild zeigt das Adenom isoliert.

...

...

[mem]die ungefähre größe wird als kastaniengroß angegeben!!


mit freundlicher Genehmigung Dr. Sonja Berger
Quelle:
Bildarchiv der Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre,
Veterinärmedizinische Universität Wien,[/mem]
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Mirchen
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Antwort #1 - 08. März 2006 um 19:17
 
Hallo,
was ist denn dieses Adenom genau?Ist das ein Geschwür das immer größer wird?Wie wirkt sich eine Pergolid behandlung aus? Smiley
grüße Kerstin mit Cushing Pony Samira
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Pony
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Antwort #2 - 08. März 2006 um 19:44
 
Adenom, ein gutartiger Tumor, der im Gegensatz zum Carzinom – auch Krebs genannt – in der Regel nur langsam wächst. Beim Primären Cushing-Syndrom sitzt der Tumor in der Nebenniere, beim Sekundären Cushing-Syndrom sitzt er im Gehirn an der Hyperphyse, der Hirnanhangdrüse. Diese produziert u. a. ein Steuerungshormon, das ACTH, welches die Cortisolproduktion der Nebennieren regelt. Für Pferdehalter ist eigentlich nur die letztgenannte Variante von Bedeutung, da Tumore in den Nebennieren bei Pferden äußerst selten sind.

das Adenom macht einen erhöhten Spiegel des adrenocortikotrophen Hormons, kurz ACTH genannt. Wie dies genau geschieht, ist noch nicht sicher erforscht. Wahrscheinlich ist, das der Tumor sowohl die ACTH-Produktion der Hirnanhangdrüse beeinflusst, zusätzlich aber die sogenannten melantropen Zellen des Tumors einen Stoff namens POMC (Proopiomelancotrin) erzeugen, welcher sich in ACTH umwandeln kann oder direkt wie ACTH die Nebenniere zur erhöhten Cortisolproduktion anregt. Dieser Effekt scheint sich im Hoch- und Spätsommer zu verstärken, denn Reheschübe bekommen unbehandelte Cushing-Pferde sehr häufig in dieser Jahreszeit, während sie im Frühling und Frühsommer - ansonsten die kritische Zeit für Fütterungsrehe – auf dem Wege der Besserung waren
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asci72
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Benjamin


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Antwort #3 - 09. März 2006 um 13:16
 
Das Pergolid wirkt nicht direkt auf das Adenom.
Man muss sich jedoch wegen dem Adenom selbst nicht unbedingt grosse Sorgen machen.
Nach Catherine McGowan (2005) sind direkte Effekte durch Ausdehnung des "Gehirntumors" sehr selten. Sie berichtet von nur einem bekannten Fall von Erblindung beim Pferd.
Darüber hinaus wird von (epileptischen) Krämpfen bei ECS-Pferden berichtet. Nach McGowan ist der Zusammenhang mit dem ECS jedoch nicht sicher bewiesen.
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Eddi




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Antwort #4 - 09. März 2006 um 16:06
 
Hallo asci,
das mag vielleicht nicht bewiesen sein, ich habe diese Anfälle bei einem ECS-Pferd selbst erlebt.
sie waren grausam!
Unter der Behandlung mit Pergolid ist das Pferdchen wieder richtig gut auf die Beine gekommen und ist wieder reitfähig geworden.

LG Eddi
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asci72
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Benjamin


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Antwort #5 - 09. März 2006 um 16:29
 
Hi Eddi!

Das weiss ich natürlich  Zwinkernd Du hast den Fall ja schon öfter beschrieben und er ist mir auch in guter Erinnerung geblieben. deswegen ja auch die Formulierung "nach McGowan" "nicht sicher bewiesen".

im Original heisst es folgendermaßen:

"While seizures (=Krämpfe) have been occasionally reported in horses with ECS, the cause of the seizures has not been demonstrated to be due to the pituiary desease".

Wobei ich mir auch etwas unsicher bin, ob jetzt mit "pituitary desease" das Adenom als solches gemeint ist, oder das ECS als Gesamtbild.

Eigentlich ging es mir hier nur darum, Kerstin und anderen die Panik vor der Diagnose "Hirntumor" als solches zu nehmen. Das schlimme am ECS ist ja in den meisten Fällen eben die Stoffwechselentgleisung, und nicht was der Tumor quasi "mechanisch" im Kopf anstellt, also Druck aufs Gehirn usw.

Natürlich würde ich selbst auch weiterhin Auffälligkeiten wie Muskelzittern, plötzliches Umfallen, (epileptische) Krämpfe usw mit einem ECS in Verbindung bringen. Auch wenn da noch nichts "sicher bewiesen" ist!

LG Anne
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Pony
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Antwort #6 - 28. Dezember 2006 um 21:33
 
Adenom als Tumor des Hypophysenvorderlappens (HVL). Klassifik.: histol. unterschieden als basophiles H. (aus Betazellen), chromophobes H. (aus Gammazellen), eosinophiles H. (aus Alphazellen). Die morphologische Zuordnung erlaubt keine funktionelle Zuordnung. Klinik: Hormonaktive H. werden i.d.R. an den Zeichen der Hormonwirkung erkannt, z.B. ACTH bildendes Adenom mit Cushing-Syndrom, Wachstumshormon-bildendes mit Akromegalie, Prolactin bildendes mit Galaktorrhö, Amenorrhö bzw. Hypogonadismus-Zeichen; hormonell inaktive Tumoren machen sich im Allg. durch Zeichen der Raumforderung bemerkbar. Häufigstes Symptom sind Sehstörungen. Es entwickelt sich eine heteronyme, meist bitemporale (seltener binasale) Hemianopsie, die zunächst meist inkomplett ist. Diagn.: Röntgenologisch lassen sich Veränderungen der Sellaregion nachweisen; ein Chiasmasyndrom mit langsamer Entwicklung der typischen beidseitigen primären Optikusatrophie tritt auf
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Petra1
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Antwort #7 - 26. August 2014 um 14:28
 
Hallo,
das thema ist ja nun schon alt ... vielleicht liest es ja trotzdem noch jemand .. wie ist das mit  augentränen und kopfschmerzen .. ist von kopfschmerzen auszugehen ?

lg petra
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Zoey
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Antwort #8 - 27. August 2014 um 10:15
 
Also bei Augentränen würde ich eher von Fliegen ausgehen oder eine Bindehautentzündung.
Kopfweh glaube ich auch nicht wirklich. Da müsste das adenom schon sehr groß sein und dann hätte man noch andere Symptome, da er dann ja für einen Überdruck im Gehirn sorgen müsste.
Wobei Kopfweh bei Pferden ziemlich schwer festzustellen ist. Sie können ja nichts sagen Griesgrämig

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Petra1
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Antwort #9 - 27. August 2014 um 12:17
 
ja eben weils schwer festzustellen ist wollte ich fragen ob davon auszugehen ist .. dass... Cool

andere blöde frage .. sitzt der tumar dann mittig oder mehr rechts oder links oder ist das unterschiedlich .. Durchgedreht
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Zoey
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Antwort #10 - 27. August 2014 um 19:23
 
Da es ein Hypophysen Adenom ist, gehe ich mal davon aus das es an der Hypophysen sitzt. Wenn ich das Bild richtig deute, wäre das unten, in der Mitte.
Ist aber nur ein Vermutung...

Hier mal ein Link über das Pferdegehirn
http://www.pferdchen.org/Pferde/Anatomie/Gehirn.html
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OsieW
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Tavli


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Antwort #11 - 28. August 2014 um 19:50
 
Cushipferde haben sehr gerne tränende Augen. Es kann ein Anzeichen sein, daß mit dem Pferd etwas nicht stimmt, wenn es dauernd tränende Augen hat, vor allem im Winter...
Allerdings weiß ich den Zusammenhang nicht...
Ligrüs,
Osie
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In Gedenken an Tavli

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verstorben am 26.1.2013
 
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