Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Pferd mit Hufrehe kaufen? (Gelesen: 1230 mal)
Shally
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Hufreheforum.de


Beiträge: 3

Oberösterreich, Ober-Österreich, Austria
Zeige den Link zu diesem Beitrag Pferd mit Hufrehe kaufen?
21. August 2017 um 12:13
 
Hey Smiley
Ich hab mir gedacht, ich melde mich hier auch mal an und beschreibe mal meine Situation.
Also, ich überlege, ob ich mir ein mir bekanntes Pferd kaufe, die im Juni einen Reheschub(Futterrehe) hatte. Ich versuche das jetzt mal etwas zu strukturieren und einigermaßen klar darzustellen Durchgedreht

Über mich:
Ich bin (noch) 16 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums. Zurzeit bin ich auch auf der Suche nach einem Nebenjob. Reiterfahrung hab ich über ca. 10 Jahre einiges gesammelt, auch habe ich mir viel Wissen angelesen.

Über das Pferd:
Name: Sally
Alter: 7 Jahre
Rasse: Polnisches Warmblut
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=f16a82-1503310097.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=540731-1503310128.jpg

Vorgeschichte:
Es find eigentlich alles an, da war ich noch ein kleiner Zwerg Durchgedreht
Ein guter Bekannter meiner Familie, welcher im nächsten Ort wohnt, baute sich einen kleinen Privatoffenstall für zwei Pferde. Am Anfang waren das ein Warmblutwallach und eine Arabermix-Stute. Da die Stute charakterlich aber nicht so gut zu ihm gepasst hatte, verkaufte er sie 2009/10 und kaufte eine andere Stute. Wenige Monate später wurde festgestellt, dass er die Stute tragend gekauft hatte. Nachdem das Fohlen etwas größer wurde, entschied er sich dazu, den Wallach zu verkaufen, da er sich nicht mehr so gut mit der Stute vertrug und Asthma hatte. Das kleine Fohlen war Sally und ich kenne sie, seit sie wenige Tage alt ist. Nachteil bei Privatstall: Sally wurde nie abgesetzt. Sie wurde 4-jährig angeritten auf Western-/Freizeitbasis.
Anfang dieses Jahres erlitt ihr Besitzer einen Schlaganfall + Gehirnblutung und konnte nicht gehen und sprechen. Mittlerweile macht er gute Fortschritte.  So kam es dann, dass ich ab Februar täglich zu den Pferden geradelt bin. Anfangs hab ich sie nur betüddelt und geputzt, etwas später bastelte ich mir ein Knotenhalfter und fing an, die Basics etwas zu wiederholen(Anfangs konnte man die beiden nicht mehr halftern). Mit der Zeit kam es dann, dass ich beim Misten und Füttern mithalf.
Im Mai kam der TA zu den beiden, da die Mutter zu ihrer Stauballergie eine leichte Dämpfigkeit entwickelte und Sally ihre Rehe bekam. Ab da sollte ich die Mutter täglich etwas longieren, für Sally ließ er ein Mittel da, dass wir in ihr Mash. mischen sollten(http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=784615-1503310044.jpg). Etwa zwei Wochen später wurden die beiden, wie ich später erfuhr, an eine Händlerin verkauft. Sally war noch immer akut in der Rehe und konnte nur sehr wenig und sehr klamm gehen. Bis zu dem Zeitpunkte war ich Händlern eher neutral eingestellt, aber eine gewisse Abneigung hab ich jetzt schon entwickelt :‘D

Jetzige Situation:
Sally steht jetzt bei der Händlerin. Etwas zwiespältig sind die Aussagen der Händlerin schon.. Sally wird verkauft, wenn alles ausgeheilt ist. Jetzt wird sie im Herbst verkauft, also 3-5 Monate nach der Rehe. Auch, dass sie Sally das arme Pferdchen nicht alleine im Stall stehen lassen wollte, aber drei Tage nachdem sie angekommen waren, ist ihre Mutter schon(um 4.000€ teurer) weiterverkauft gewesen. Naja, man soll sich ja nicht beschweren. Ich hoffe nur, dass die gute Frau Ahnung von Rehepferden und ihrer Haltung/Fütterung hat und ihr ein guter Schmied und TA zur Verfügung steht.

Zu ihrer Rehe:
Es ist sehr wahrscheinlich Futterehe gewesen, da die beiden 24/7 auf die Weide durften und kurz vor ihrer Rehe auf zwei Weiden kamen, die endloses und hohes Gras hatten. Ihr Raufutter im Stall wurde immer in der gleichen Menge gehalten, also sie hatten so große „Futterboxen“(http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=4bb1d5-1503310163.jpg) in denen Großteils eingeweichtes Heu und auch ein Teil Heulage gefüttert wurde. Manchmal noch etwas Mash und ein paar Karotten. Als die Rehe diagnostiziert wurde, wurde die Futterration um etwa 2/3 reduziert.
Wie würde sie bei mir leben?
Also wenn ich sie kaufe, würde sie in einem Stall 10 Minuten von hier stehen. Bestenfalls steht sie in einer Box mit Paddock, ansonsten in einer großen Box ohne Paddock(bin mir gerade nicht sicher, ob noch eine Paddockbox frei ist). Es gäbe dort auch Weiden auf denen die Privatpferde alleine bzw. zu zweit stehen, Weide steht aber erstmal nicht zu Diskussion, sie sieht erstmal kein Gras Zwinkernd Der TA, der sie zuvor behandelt hat, ist im Haus neben dem Stall. Hufschmied müsste ich mich noch erkundigen, wer das ist, ansonsten kenne ich einen guten in der Nähe.
An erster Stelle steht natürlich, dass der Huf sich erstmal erholen kann, d.h. ich werde sie mindestens ein Jahr nicht belasten. Ich gebe mich auch gerne mit Spaziergängen und etwas Bodenarbeit/Horsemanship zufrieden. Sie später irgendwann mal zu Reiten wäre natürlich sehr schön, aber um das geht es mir nicht.

Wenn es irgendwelche Fragen gibt, immer her damit  Genauso mit sämtlichen Tipps rund um das Thema, ich habe mich zwar schon gut eingelesen, aber etwas Hilfe ist nie falsch.

Ich habe auch schon eine kleine Frage: Wenn wir zB vom TA wieder so ein Mittel bekommen, wo sollte man das daruntermischen? Mash ist ja nicht so optional für Rehepatienten..
(Sorry für den langen Text :‘D)

LG Shally
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Bjalla
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Hufreheforum.de


Beiträge: 1784

Taunus, Germany
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Antwort #1 - 21. August 2017 um 13:06
 
Herzlich willkommen im Forum der Fußlahmen  Zwinkernd

Hast du dich bereits entschieden, Sally zu kaufen? Oder erhoffst du dir von uns in dieser Hinsicht einen guten Rat?

Vorab: Ich kann sehr gut verstehen, dass du Sally kaufen möchtest. Denn ich bin selbst der Typ, der gerne alle retten möchte, besonders  wenn ich befürchten muss, dass das jeweilige Tier unter die Räder kommt. Und du scheinst Sally sehr zu mögen, wenn du dir schon so viele Gedanken gemacht hast.

Was mir spontan dazu einfällt:

Ist die finanzielle Situation geklärt, d. h. du kannst finanziell für Sally sorgen, auch wenn sie krank wird und es mitunter teuer wird? Immerhin gehst du noch zur Schule und als Rehepferdebesitzerin weiß ich, wie teuer ein krankes Pferd werden kann. Gibt es ggf. jemanden, der dich in dieser Hinsicht unterstützen wird (deine Eltern)?

Ich finde es super, dass du bereit bist, vorerst nur Bodenarbeit und Spaziergänge zu machen, damit Sally richtig gesund werden kann. Wenn man das konsequent durchzieht, ist das schon die halbe Miete. Aber du musst auch gewährleisten können, dass Sally richtig gehalten wird. Sie kann nicht nur in der Box stehen. Gibt es einen Paddock, auf den sie tagsüber kann, wenn sie nicht auf die Weide darf? Denn Bewegung, Luft, Licht und Pferdegesellschaft sind auch wichtig für sie. Auch ist es wichtig, dass sie die richtige Fütterung für ein Rehepferd erhält. Da ist weniger mehr.

Generell musst du wissen, dass ein Pferd, das einmal eine Rehe hatte, gefährdeter ist, wieder einmal Hufrehe zu bekommen als manch anderes Pferd. Da Sally aber noch jung ist, würde ich nach deiner Beschreibung davon ausgehen, dass sie bei konsequenter Haltung und regelmäßiger Bewegung (am besten täglich) gesund bleibt.

Du must dir also die Fragen stellen, ob du dir finanziell ein Pferd leisten kannst, ob du die für ein Rehepferd richtige Haltung bewerkstelligen kannst, ob du Sally regelmäßig bewegen kannst. Denn irgendwann ist die Schule vorbei und du studierst oder machst eine Ausbildung. Funktioniert das dann immer noch? Oder gibt es vielleicht jemanden, der dir helfen kann?

Grundsätzlich würde ich jemandem in deinem Alter eher abraten, sich ein Pferd zu kaufen, besonders wenn es nicht gesund ist. Andererseits klingst du sehr vernünftig und engagiert. Und ich weiß, dass mit dem unbedingten Willen, alles zu schaffen, Begeisterung und der Liebe zum Pferd manch einer mit schlechten Voraussetzungen mehr erreicht als jemand mit Geld und Zeit, der sich aber vielleicht nicht so engagieren kann oder will. Ich würde dir empfehlen, alles ganz genau zu durchdenken und auch mit realistischen Zahlen zu kalkulieren. Tierarzt, Schmied und Unterhalt sind teuer. Man braucht sehr viel Zeit für ein Pferd. Die beansprucht es auch, wenn man den ganzen Tag arbeiten muss. Das muss dir alles bewusst sein.

Nun zu deiner Frage: Das Medikament kann man sehr gut in einer großen Spritze (ohne Nadel) auflösen und dem Pferd damit direkt ins Maul geben. Mash würde ich auf keinen Fall geben, dann eher Heucobs. Davon aber auch nur eine geringe Menge. Wenn Sally jetzt schmerzfrei ist, dann braucht sie kein Medikament.
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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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OsieW
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Tavli


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Aachen, Nordrhein-Westfalen, Germany
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Antwort #2 - 21. August 2017 um 16:54
 
...dem ist nichts hinzuzufügen Smiley.
Knackiger hätte man es nicht auf den Punkt bringen können!
Auch von mir ein herzliches Willkommen.
Ich halte die Chancen, daß die Dame wieder gesund wird für recht hoch. Denn wenn der Grund der Rehe bekannt ist, dann kann man sie fürderhin vermeiden.
Gute Besserung der Dame!
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In Gedenken an Tavli

[url=http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1192292774][/url]

verstorben am 26.1.2013
 
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cheyenne
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in der Ruhe liegt die
Kraft


Beiträge: 1785
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Antwort #3 - 21. August 2017 um 17:34
 
Hallo,
es wurde ja bereits alles ausführlich erklärt. Ich denke, mit der richtigen Haltung / Fütterung  ( lebenslang-man darf nicht schluddrig dabei werden wenn dann alles wieder gut ist) wird das wieder Zwinkernd lg cheyenne
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
                               www.f-h-a-g.de     www.happy-kids-projekt.de
 
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Irene
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Hufreheforum.de


Beiträge: 843

Koblenz, Rheinland-Pfalz, Germany
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Antwort #4 - 22. August 2017 um 10:38
 
Oh schon wieder dieses Thema?  hä?
Schau vielleicht auch mal in dem nachfolgenden Thread, da wurde  das Thema bereits diskutiert und ausführlich besprochen  Zwinkernd

LG
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Tagebuch Amigo *Sehnen- und Lungenpatient*


Fragen zum Tagebuch von Amigo


Fütterung:
Heu 12kg gewässert, Alpengrün-Müsli 300g, Plantagines 70g, Magnobuild 25g, Magnokollagen 20g, Lamin 15g, Teufelskralle 25g, Leinöl
...und nun inhalieren wir auch täglich...
 
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ISI Rider
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Mie Schatzi :)


Beiträge: 5347

Altenboitzen, Niedersachsen, Germany
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Antwort #5 - 22. August 2017 um 12:50
 
Ehrlich gesagt, Nein! Du gehst aufs Gym und hast wenig Zeit und das auch in naher Zukunft.
Dein berufliches Leben beginnt gerade erst und du weißt nicht wohin die Reise geht.
Ein weiter Grund währe für mich die Boxenhaltung! Das Pferd hat sein Leben lang im offenstall gelebt....
Nicht böse sein, das ist nur mein Rat.

Vg Karin
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Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
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Aktuelle Fütterung Myra : Heu unbegrenzt, 100 gr Rüschis, 100gr Agrobs Wiesenflakes, 1 große Handvoll Luzernestängel pur, Bockshornkleesamen
Das Pony ist voll belastbar.


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