Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Kraftfuter (Gelesen: 126 mal)
Aimy
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Hufreheforum.de


Beiträge: 5

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13. Juli 2017 um 17:42
 
Hallo ihr Lieben,
da meine Stute vor 6 Jahren einen Reheschub erlitten hatte und am 06.06.2017 den zweiten habe ich angefangen mich sehr intensiv mit der Fütterung von Rehepferden zu beschäftigen und bin dabei auf dieses Forum gestoßen.
Ich muss ehrlich zugeben, ich habe immer der Futtermittelindustrie geglaubt  ,,was drauf steht wird wohl auch drin sein und gut sein " sozusagen. Laie eben.

Nun etwas zu meiner Stute sie ist sehr leichtfuttrig und neigt schnell dazu zu dick zu werden, und ist kolikanfällig.
So habe ich angefangen, ihre Heuportionen in Heunetzte zu stopfen, damit frisst sie auch bedeutend langsamer.
Morgens bekommt sie 2kg Heu, Mittags 3kg, und Abends 5kg. (Stute, 168cm groß, geschätzt 600kg).
Meine erste Frage , meint ihr die Heumenge ist gerechtfertigt? Was haltet ihr bei meinem Fall von Heu ab.lib.?
Ich muss dazu sagen, bevor ich angefangen habe die Heunetzte zu stopfen und sie es ,,normal" durch den Stall bekommen hat, war sie immer sehr futterneidisch und hat sofort alles schnell weggeputzt, mit den Heunetzten wo sie weiß, dass sie genug an Menge bekommt und es ihr keiner weggnimmt ist sie nicht mehr futterneidisch und bedeutend entspannter.
Die Wiese ist durch die Rehe erstmal komplett gestrichen.

Als Mineralfutter bin ich auf die Firma Atcom gestoßen und habe über sie auch schon viel positives gelesen, das wird wohl ihr MiFU werden.
Doch welches ,,Kraftfutter"?
Sofern möglich möchte ich die Maus wieder arbeiten, das heißt 5-6 mal die Woche reiten, Dressur, Springen, Stangenarbeit.

Doch die Fülle an verschiedenen Müslis die angeblich für Rehepferde so gut geeignet sind erschlägt einen ja bald.

Als ich angefangen habe zu recherchieren fiel mir sofort das Equigard von St. Hippolyt ins Auge, es liest sich auch toll.
Doch bei genauerem hinschauen bin ich doch etwas skeptisch geworden, Maiskeime, Apfelrester, Luzernehäcksel, gehört das in eine Rehefutter? Lippen versiegelt

Bei anderen namenhaften Futtermittelherstellern sah es ähnlich aus.

Meine derzeitigen ,,Favoriten" sind die Kwik Beet
Melassefreie Rübenschnitzel und das Agrobs
LeichtGenuss.

Nun würde ich gerne wissen ob von euch jemand schon Erfahrungen mit dem Futter gemacht hat oder einfach ein paar Meinungen hören zu diesem oder anderen Futtermitteln.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

LG
Angie und Aimy
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cheyenne
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in der Ruhe liegt die
Kraft


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Antwort #1 - 13. Juli 2017 um 19:09
 
Hallo und willkommen Smiley
der Reheschub ist ja noch nicht lange her, steht sie weich eingestreut? Hat sie Rehebeschlag? Bekommt sie noch Medikamente? Ausser Heu bitte gar nichts füttern, Kraftfutter braucht sie sowieso überhaupt nicht, auch wenn sie mehrmals die Woche bewegt wird, Heu reicht vollkommen, wenn sie was in dem Trog während der allgemeinen Fütterungszeit haben soll, kannst Du ihr eine Handvoll unmel. Rübenschnitzel geben, aber auch da nur wenig, eben das sie was im Trog hat aber sich nicht daran satt fressen soll, der Huf braucht ca ein Jahr um runter zu wachsen, jetzt ist er instabil, da sich die Lamellen lösten, also bitte nicht reiten, und bloss nicht longieren da die Fliehkräfte die dadurch entstehen an den Lamellen weiter Schaden anrichten , wurden Röntgenbilder gemacht? Mit der Bewegung warten, bis sie völlig schmerzfrei ohne Medis ist, und auch dann...gaaanz langsam mit spazierengehen anfangen, ohne enge Wendungen. Diese Erkrankung erfordert sehr viel Geduld, und zu frühes Trainieren kann schnell nach hinten losgehen. Auf die Weide würde ich sie nicht mehr lassen, es war ja schon der zweite Schub, also ist größte Vorsicht angesagt. Lies Dich am besten mal quer durch, da erhälst Du viele Tipps von Gleichgesinnten  Smiley  lg Cheyenne
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
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Aimy
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Antwort #2 - 16. Juli 2017 um 17:59
 
Hallo Smiley
Sorry, dass ich jetzt erst antworte.
Also wir versuchen sie immer weich zu stellen und einen Rehebeschlag hat sie ebenfalls bekommen.
An Medikamenten bekommt sie im Moment nur noch das PlantaDolar , reines Schmerzmittel nicht.
Röntgenbilder wurden gemacht .
Zum bewegen , im Moment gehen wir in der Halle spazieren , sie läuft jetzt auch schon wirklich sehr gut .
Im Schritt ganz normal .
Die Röntgenbilder schicke ich gleich mal mit :
https://picload.org/view/rppaallr/image.jpg.html
https://picload.org/view/rppaalil/image.jpg.html
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Bjalla
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Antwort #3 - 16. Juli 2017 um 21:01
 
Wenn deine Stute noch Schmerzmittel bekommt, solltest du sie nicht bewegen. Dazu zählt auch Führen in der Halle. Erst wenn sie ohne Schmerzmittel vollkommen schmerzfrei ist, kannst du anfangen, sie wieder zu führen.

Auf den Röntgenbildern ist eine Rotation des Hufbeins zu sehen. Außerdem ist die Zehe zu lang. Hat der Schmied die Zehe für den Rehebeschlag gekürzt?

Füttern solltest du im Moment nur Heu. Wenn sie abnehmen muss, gibst du ihr 1,5 % kg Heu ihres Sollkörpergewichtes. Wenn sie nicht abnehmen soll, 2 %. Kraftfutter musst du ihr später keins geben, wenn du sie wieder reiten kannst. Da reichen die unmelassierten Rübenschnitzel mit Mineralfutter. Die ganzen Rehefuttermittel sind nur gut für den Geldbeutel der Futtermittelindustrie. Wie du schon richtig gesehen hast, enthalten sie meist Dinge, die ein Rehepferd nicht bekommen sollte. Man will seinem Pferd etwas Gutes tun und schon tappt man in die Falle.
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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Aktueller Gesundheitszustand:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette

Haltung/Fütterung:
Bjalla lebt zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, ohne Einstreu. Gemeinsam bekommen sie Heu und etwas Knabberstroh über 24 h verteilt aus Futterkisten mit Heunetz, zusätzlich je 1 Handvoll Heucobs/Wiesenflakes, kurweise Bierhefe ohne Treber. Im Sommer gehen sie 30 – 60 Minuten auf die Weide.

Bewegung:
tägliche Bewegung (Ausritte und Bodenarbeit), Spaziergänge


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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Aimy
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Antwort #4 - 17. Juli 2017 um 13:04
 
Schmerzmittel bekommt sie keines mehr .
Nur ein Ergänzungsfuttermittel(PlantaDolar).


Die Zehe wurde vom Schmied gekürzt .
Abnehmen muss sie definitiv, da sind wir drin , allerdings muss man bei ihr ziemlich aufpassen, da sie sehr schnell zu Koliken neigt .

Wie seht ihr das Thema Weide / Paddock?

Liebe Grüße
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ISI Rider
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Mie Schatzi :)


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Altenboitzen, Niedersachsen, Germany
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Antwort #5 - 17. Juli 2017 um 13:14
 
Ich bin immer sehr vorsichtig mit Weide,  grundsätzlich sollte man im ersten Jahr nach der Hufrehe die Weide meiden.
Meine Stute hat EMS und ist Insulinresistent.... Sie geht seit 10 Jahren nicht mehr auf Weide.
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Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
Was du machst...
Oder WAS du hast.
Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast.


Aktuelle Fütterung Myra : Heu unbegrenzt, 100 gr Rüschis, 100gr Agrobs Wiesenflakes, 1 große Handvoll Luzernestängel pur, Bockshornkleesamen
Das Pony ist voll belastbar.


Tagebuch von Myra


Fragen zum Tagebuch von Myra
 
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Lugi
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Hünstetten, Hessen, Germany
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Antwort #6 - 17. Juli 2017 um 19:01
 
Das sehe ich so wie Isi-Rider. Nach dem Reheschub ein Jahr gar keine Weide, danach eventuell vorsichtig und minutiös anweiden (wirklich nur erst drei Minuten, dann 5, dann 7 usw. und sobald nachts die Temperaturen unter 6 Grad fallen, sollte Weide tagsüber wieder gestrichen sein - so halte ich es nach wie vor, obwohl bei uns die Rehe bereits 6 Jahre zurückliegt und das Pony keinesfalls zu dick ist. Es darf nur noch ein bis zwei Stunden Weide haben, und das auch sehr abgestimmt auf Gras und Wetterverhältnisse.). Trotzdem immer weiter Pulskontrolle usw.

Manche Pferde können wieder stundenweise aufs Gras, andere nicht mehr. Das ist individuell sehr unterschiedlich. Aber zunächst solltet Ihr die Fettpolster los werden.
Grasfreier Paddock und Bewegung mit anderen Pferden ist deshalb immer gut. (Im Schub und mit Schmerzen allerdings nicht.)
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Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 390 kg (momentan zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen , abends ca. 100g Luzernecobs (Trockengewicht), eine Handvoll Hafer, eine Handvoll getreidefreies Müsli +  Kräuter-Mineralmischung

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
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