Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Pseudo Cushing? (Gelesen: 1103 mal)
Sissi
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06. Juni 2017 um 12:48
 
Wenn mich die SuFu nicht trügt, wurde hierüber noch gar nicht diskutiert..?

Ich würde so gern einen wirklich kompetenten Tierarzt hierzu befragen, leider wüsste ich niemanden in meiner Nähe. Die Tierärztin aus Ö scheint ein tolles Programm zu haben:

https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&kat1=96&kat2=643&NID=5075

Ich vermute ja schon ewig, dass meine Pony Oma keinen Hirntumor und somit richtiges ECS hat. Sie steht 24/7 auf riesigen Weiden, hatte das letzte mal einen ACTH Wert von ca. 80 und ihr geht's einfach nur blendend - MIT 0,5 mg Pergolid am Tag.

Daher spiele ich schon seit langem mit dem Gedanken, das Pergolid auszuschleichen - aber es fehlt wie gesagt an richtiger Kompetenz.

Habt ihr Gedanken dazu?
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Bjalla
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Hufreheforum.de


Beiträge: 1781

Taunus, Germany
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Antwort #1 - 06. Juni 2017 um 17:05
 
Über dieses Thema habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen.

Ich denke, die Frau hat auf jeden Fall nicht unrecht. Dass die ganzen ECS-Pferde alle ein Tumor haben, glaube ich auch nicht. Vermutlich gibt es vielfältige Gründe, die dann zu den Cushing-Symptomen führen. Sie schreibt ja auch von Insulinresistenz, Selen-Überversorgung etc.

Die Frage ist nur, wie geht man richtig vor? Was sind beim jeweiligen Pferd die wahren Gründe für die Cushing-Symptome; wie findet, erkennt und beseitigt man sie?

Bei Bjalla habe ich wiederholte Entgiftungskuren nach Anleitung von PerNaturam gemacht – mit allerlei Kräutern und Basenpulver. Ich habe auch alles getan, um den Darm zu sanieren. Außerdem wurde Bjalla mit Osteopathie und Akupunktur behandelt. Nur eine KPU-Behandlung habe ich nicht durchgeführt, denn mir kam trotz all dieser Therapien und der Prascend-Gabe eine Hufrehe dazwischen – diesmal verursacht durch den Fehler des Schmiedes.

Bei der Darmsanierung und den Ausleitungskuren kommt außerdem hinzu, dass das Pferd auch mitspielen muss. Bjalla weigert sich inzwischen standhaft, irgendwelche Kräuterkuren zu fressen bzw. will ihre Heucobs nun auch ohne Kräuter nicht mehr fressen (allerdings ist sie erst so extrem, seit sie Prascend bekommt).

Theoretisch denke ich schon, dass man mit den im Artikel beschriebenen Maßnahmen vielen Pferden helfen kann, wenn sie fachkundig und unter ständiger Kontrolle durchgeführt werden. Vor allem, wenn der ACTH-Wert noch nicht extrem hoch ist. Ich glaube auch, dass so manches Pferd damit auf Prascend verzichten könnte bzw. eine geringere Dosis bräuchte. Aber ich denke, man braucht dann wirklich einen Tierarzt, der sich damit gut auskennt und ggf. eingreifen kann. Denn wenn es schiefgeht und das Pferd womöglich eine schlimme Hufrehe bekommt, ist auch niemandem geholfen.

Darum finde ich es sehr richtig, dass du dich informieren und dir ggf. einen auf diesem Gebiet kompetenten Tierarzt suchen möchtest. Ich fürchte nur, solch ein Tierarzt ist so gut wie gar nicht zu finden. Denn es ist ein Risiko, von der Standardtherapie abzuweichen, auf die Gefahr hin, dass ein Pferd Hufrehe bekommt. Als Tierarzt wird man dieses Risiko verständlicherweise nicht eingehen wollen, und die meisten Pferdebesitzer werden ihrem Pferd auch unnötige Schmerzen ersparen wollen. Von daher fürchte ich, wird es dazu wenig Erfahrungswerte geben. Außerdem wird es trotz allem viele Pferde geben, denen die Therapie dieser Tierärztin aus Österreich nicht ausreicht und die Prascend brauchen, weil die eigentlichen Auslöser der Krankheit bei ihnen nicht gefunden bzw. beseitigt wurden. Wie unterscheidet man zwischen denen, die Prascend brauchen und den Tieren, denen auch anders geholfen werden kann? Vor allem, wie unterscheidet man rechtzeitig, bevor eine Hufrehe entsteht?

Das sind die Gedanken, die ich dazu habe. Ich bin überzeugt davon, dass Prascend nicht die Lösung des Problems ist und würde gerne auf andere Maßnahmen umsteigen. Aber ich befürchte, ganz so einfach wie in dem Artikel beschrieben ist es dann doch nicht.
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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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Sissi
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Antwort #2 - 07. Juni 2017 um 08:05
 
Ja, an der TA - Kompetenz wird es wohl scheitern...

Mein Pony bekommt seit 10 Jahren Pergolid. In diesen 10 Jahren hab' ich ihre Haltung grundlegend geändert:

Früher bekam sie Hafer - heute nur noch Esparsette mit Luzerne
Früher stand sie nachts in der Box - heute komplett draussen
Das Heu war immer aufgefressen samt dem halben Boxeneinstreu - heute gibt es Heu ständig und ausreichend verfügbar
Damals wurde sie noch viel geritten - heute geniesst sie ein faules Rentner-Dasein.

Alles so Punkte wo ich denke, das hat doch sicher Einfluss auf ihre Symptome. Ihre beiden leichten Rehen hatte sie immer nach zu viel Hafer (Hafertonne geknackt).

Ach, so schwierig  Griesgrämig
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