Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
Mindestanforderungen beim Abnehmen (Gelesen: 1653 mal)
madovni
Themenstarter Themenstarter
Junior
**
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 3

Wien, Wien, Austria
Zeige den Link zu diesem Beitrag Mindestanforderungen beim Abnehmen
22. April 2017 um 23:46
 
Hallo!
Also meine Situation ist folgende: In unserem Stall (5 Pferde) gibt es ein Pony (ca 15 Jahre), das schon immer zu dick ist. Fettpolster an den typischen EMS-Stellen, und der Hufschmied warnt natürlich immer vor einer drohenden Hufrehe. Bisher ist zum Glück noch nichts passiert, das Pony hat hin und wieder eine Fressbremse oben und nimmt alle paar Monate ein bisschen ab, dann aber auch wieder zu. Bewegt wird es unregelmäßig, es steht mit den anderen im Offenstall und kann da nach Belieben Heu fressen (Fresspausen haben sie meist ca 4 Stunden pro Tag, aber das variiert). Anderes Futter oder Leckerlies bekommt sie keine. Allerdings kommt ja jetzt die Wiese wieder dazu, die bei uns immer sehr kurz ist.
Im Moment sieht es so aus, dass sie jetzt so viel abgenommen hat, dass man die Rippen deutlich spürt, und im oberen Flankenbereich ist sie ein bisschen eingefallen. Der Rücken hängt auch mehr durch, aber an den Fettpolstern hat sich nichts geändert...
Bekommt man die weg, wenn man einfach die Fressbremse weiter nutzt, oder wird sie nur noch dünner werden,  den Speck aber behalten? hat man da nur mit genügend Bewegung eine Chance? Ich bin nur am Wochenende da und in den Ferien, wo ich was mit ihr machen könnte, sonst wird sie wie gesagt selten bewegt. Hat das einen Sinn, oder wird sie dann sowieso gleich wieder alles zunehmen, sobald die Bewegung wieder aufs momentane Maß zurückgeht? ich bin im Sommer 2 Monate weg. so ein Jojo-Effekt kann ja auch nicht gesund sein, oder?

hab leider gerade kein aktuelles Bild, aber die Fettdepots ssind ja eh immer ziemlich gleich...
...
Letzten Sommer haben wir dann eben mit Fressbremse begonnen, und ich hab auch laufend was mit ihr gemacht. Jetzt über den Winter sind allerdings die dicken Stellen mehr geworden, und gleichzeitig hat sie an den Rippen abgenommen und schaut generell "schlechter" aus.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Lugi
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 1570

Hünstetten, Hessen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Mindestanforderungen beim Abnehmen
Antwort #1 - 23. April 2017 um 10:05
 
Hallo,

das ist wirklich ein schwerer Brocken, zumindest auf dem Bild von 2014.
Es ist schwierig, Deine Fragen so pauschal zu beantworten, aber so viel kann ich sagen:
Ohne regelmäßige Bewegung ist es schwierig, wenn nicht sogar nicht möglich, das Pony wieder zu einer gesunden Figur und einem ungefährdeten Stoffwechsel zu bringen - das ist meine Einschätzung. Wenn Du beschreibst, dass die Rippen gut fühlbar, die Flanken eingefallen sind und der Rücken durchhängt, dann zeugt das zwar davon, dass das Pony schon gut abgenommen hat, aber es deutlich an Bewegung fehlt, denn wahrscheinlich hat sie vor allem an der Muskulatur abgebaut.

Es ist so, dass die Fettpolster als Depots erst ganz zum Schluss vom Organismus angegangen werden. Wenn das Pferd genügend regelmäßige Bewegung hat, kann es an Muskulatur nicht verlieren, denn die benötigt es für die Bewegung. Die Muskeln benötigen aber eben auch "Futter", damit sie funktionieren, also werden die Depots irgendwann angebrochen und langsam verbraucht (wichtig ist: Langsam!). Anscheinend ist die Diät jetzt im Winter genau richtig gewesen, wenn dazu regelmäßige Bewegung gekommen wäre, dann sähe es mit den Fett-Depots auch schon ganz anders aus. So ohne Bewegung ist es aber tatsächlich, wie Du vermutest, nicht gesund für das Pferd. Es baut ab, aber an den falschen Stellen. Der Organismus wird, sobald ein Mehr an Futter kommt (Gras!) sofort neue Depots für die kommenden Notzeiten anlegen (denn er hat ja so abgebaut). Muskeln werden allerdings eher nicht wachsen, denn die werden ja nicht benötigt.
Also, so schwierig das ist: Ohne Bewegung geht in dem Stadium meines Erachtens gar nichts.
Wie groß ist das Pony? Was kann man mit ihm machen? Ist es geritten, kann es gefahren werden? Gibt es nicht die Möglichkeit eine Reitbeteiligung oder "Pferdemädchen" zu engagieren? Wenn damit keine Kostenbeteiligung verbunden ist, könnte sich doch jemand finden, oder? Für das Pony und seine Gesundheit wäre das sehr wichtig. Denn die Rehegefahr wegen eines endgültigen Kippens des Stoffwechsels ist von Jahr zu Jahr größer. Jetzt im Alter von ab 15 Jahren treten vermehrt die Stoffwechselkrankheiten wie Cushing und EMS in Erscheinung - der Grundstein wird dafür schon Jhare vorher gelegt.

Schon zügige, längere (1 - 2 Stunden) Spaziergänge täglich, wenigstens alle zwei Tage wären für den Anfang gut. Ein paar Wochen später würde ich gymnastizierende Bodenarbeit und gymnastizierendes Longieren hinzu nehmen (nicht im Kreis herumschleudern) oder eben reiten oder (vom Boden) fahren. Auch Zirkuslektionen wirken gymnastizeirend, wen  man sie richtig macht.
So ein unterbeschäftigtes und deshalb vielfressendes Pony kann richtig aufblühen, wenn es plötzlich eine Aufgabe hat.
Ich drücke Dir und vor allem dem Pferdchen die Daumen, dass Du etwas ausrichten kannst!! Viel Glück! Jetzt im nahenden Frühling gibt es auch wieder mehr Leute, die sich nach Beschäftigung mit Pferden sehnen. Vielleicht findest Du ja jemanden, dem Du mit dieser Aufgabe eine große Freude machen kannst?

Zum Seitenanfang
  

Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
IP gespeichert
 
madovni
Themenstarter Themenstarter
Junior
**
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 3

Wien, Wien, Austria
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Mindestanforderungen beim Abnehmen
Antwort #2 - 23. April 2017 um 11:25
 
Vielen Dank für deine Antwort!
Sie ist ca 125cm, wird also geritten, auch von leichten Erwachsenen. Sie freut sich auch immer, wenn jemand was mit ihr macht, sie ist so dankbar, und mittlerweile haben wir es eben auch schon geschafft, allen klar zu machen, dass sie sich über Streicheleinheiten mindestens genau so freut wie über ein Leckerlie. Das war ganz am Anfang ja auch ein großes Problem..
Reitbeteiligung wird schwierig... das Nachbarkind kommt hin und wieder eine Runde ausreiten, aber dieser Enthusiasmus kommt und geht, da kann man sich nicht drauf verlassen. Sonst kommen auch immer wieder Kinder mit, die was mit ihr machen, aber da muss wer dabei sein, und das ist auch nichts regelmäßiges. Mehr fremde Leute wollen sie eigentlich nicht mehr am Stall haben, ist ja eigentlich eben ein kleiner Privatstall. Somit ist ihre Bewegung daran gebunden, wann ich oder meine Mama im Stall sind und noch zusätzlich neben unseren eigenen Pferden Zeit haben, und da könnten wir ja dann sowieso was mit ihr machen.
Ich versuche natürlich, so gut es geht, jetzt wieder mehr mit ihr zu machen, aber ich hab selber noch mein eigenes, das natürlich Vorrang hat, und das meiner Mama, wo ich versprochen habe es auch zu bewegen, wenn sie keine Zeit hat.
Also ich glaube, das größte der Gefühle wäre während der Woche einmal spazieren, und eben am Wochenende dann zwei Mal arbeiten. (was dann anfang Sommer, wenn ich weg bin, auf maximal 2x/Woche sinken würde, wenn überhaupt..) Sie springt auch sehr gerne, letztens habe ich ihr einen Sprung aufgebaut und sie einfach laufen lassen, da ist sie 20min durchgaloppiert und war danach kein bisschen außer Atem. Aber unterm Reiter merkt man die Gewichtsabnahme jetzt schon, dass sie schneller erschöpft ist..
würdest du die Fressbremse wieder regelmäßig rauf machen, oder eher nur bei Weidegang? und ich hab mal gelesen hier, dass Bierhefe und Zimt die Insulinaufnahme unterstützen und somit auch beim Abnehmen hilfreich sein sollen, ist da was dran, beziehungsweise an welche Konditionen wäre das gebunden?
und warum werden zuckerfreie Rübenschnitzel gefüttert an so viele EMS Pferde? (also zuckerfrei ist klar, aber wieso Rübenschnitzel?)
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
ISI Rider
Administrator
*****
Offline


Mine Schatzi‘s :)


Beiträge: 5370

Altenboitzen, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Mindestanforderungen beim Abnehmen
Antwort #3 - 02. Mai 2017 um 07:42
 
Weil sie nur 5% Zucker enthalten. Sie machen lange satt und das Pony hat was zu verdauen. Für Bierhefe brauchst du eine Trägermasse und da eignen sie sich gut für. In jedem anderen Futter ist meistens irgendetwas was EMS Ponys nicht dürfen.

Vg Karin
Zum Seitenanfang
  

Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
Was du machst...
Oder WAS du hast.
Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast.


Aktuelle Fütterung Myra : Das Pony ist verstorben

[center]
Tagebuch von Myra


Fragen zum Tagebuch von Myra
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken