Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Stallwechsel? Bitte um Eure Meinung/ Erfahrung (Gelesen: 3687 mal)
Rambocat
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Hufreheforum.de


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Schorndorf, Baden-Württemberg, Germany
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17. Januar 2017 um 10:25
 
Hallo Ihr Lieben,

ich muss mich jetzt doch mal an euch wenden um ein paar neutrale Meinungen einzuholen und entschuldige mich gleich schon mal für den langen Text.
Ich hoffe das Thema ist in diesem Bereich richtig, falls nicht, liebe Mods, bitte gerne verschieben.

Es geht um das Thema Stallwechsel.

Wir sind ja vor 1,5 Jahren in einen kleinen Offenstall umgezogen, der eigentlich nach wie vor super für Samira ist. Noch mal zur Erinnerung: Samira, Merens-Mix, 12 Jahre, in der Vergangenheit mehrere Rehe Schübe und EMS Verdacht, Rehe-frei seit 3,5 Jahren.

Wir stehen wie gesagt in einem kleinen Offenstall, sie steht zusammen mit 2 anderen leichtfuttrigen Ponies. Die Ponies verstehen sich gut, dadurch dass sie alle leichtfuttrig sind wird die Koppel während der Weidezeit portioniert, was bisher auch sehr gut geklappt hat.
Auch wir drei Pferdebesitzer verstehen uns sehr gut, es ist eigentlich zu schön um wahr zu sein… Und jetzt kommt eben das Eigentlich.
Der Stallbesitzer ist leider ein Choleriker mit dem sich wirklich nicht vernünftig unterhalten oder argumentieren lässt. Ich will jetzt nicht im Detail darauf eingehen was alles vorgefallen ist, das würde den Rahmen sprengen, das Hauptproblem ist eigentlich, dass er denkt, er kann mit den Pferden machen was er will weil es schließlich sein Stall ist. Ein Beispiel möchte ich nennen, und zwar kommen dann solche Aktionen, dass ich vor zwei Wochen einmal glücklicherweise Samstag Mittags in Stall gefahren bin und unsere Ponies von der Weide geholt habe, weil er sie einfach drauf gelassen hat weil schießlich wäre es gefroren und dann könnten sie mit den anderen (zwei neue Einsteller, Warmblüter) zusammen sein.
Mir ist das Herz in die Hose gerutscht, ich habe keine Ahnung wie viel Gras Samira in den zwei oder drei Stunden verschlungen hat, es ist zum Glück auch nichts passiert, als ich ihn darauf angesprochen habe und ihm gesagt habe, er soll das bitte lassen, das ist gefährlich etc. hat er mich gleich wieder angebrüllt ich hätte keine Ahnung etc.pp. Er ist nämlich davon überzeugt, dass Samira gesund ist und gar nichts hätte, weil schließlich würde sie am schönsten von allen Pferden glänzen… mehr muss ich wohl dazu nicht schreiben.

Wie gesagt, solche eigenmächtige Aktionen kommen leider in unregelmäßigen Abständen vor und nach der letzten Eskalation, trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, den Stall zu wechseln. Ich kann ja nicht immer Patrouille fahren und schauen ob alles „in Ordnung“ ist. Wo der Stall am Anfang noch entlastend war, eben weil ich eine Zeitlang durch Umbau nicht so viel Zeit für Samira hatte und sie dort genügend Platz zur Verfügung hat, wird es mir zunehmend zur Last weil ich mir eben immer Sorgen mache was als nächstes kommt und man vor seinen Launen auch nicht sicher ist. Ich würde Samira niemals abgeben, aber wenn ich ehrlich bin, verliere ich zunehmend die Lust.

Nun bin ich in meiner Verzweiflung auf einen kleinen Stall gestoßen den ich mir gerne anschauen möchte.
Dort hätte sie eine Box mit angrenzendem großen Paddock, ca. 18 Meter lang und ein Teil davon befestigt. Es ist nur ein kleiner privat Stall was mir entgegen kommt, da ich nicht auf so viel Troubel stehe. Dort im Stall gibt es bereits ein Rehe Pferd, man hat also Erfahrung mit dieser Materie und kein Problem damit. Im Sommer je nach Wetter Tagsüber oder Nachts auf die Koppel, dann müsste sie aber wieder ihren Mauli aufziehen, wobei sie damit kein Problem hat. Ausreitgelände ist auch ganz nett soweit ich das bisher in Erfahrung bringen konnte und es gibt sogar eine kleine Halle (15x 30), was natürlich super wäre, weil dann kann ich sie wieder konstant bewegen.

Mein jetziger Stall hat zwar einen kleinen Platz, doch wie sich herausgestellt hat, ist der eigentlich nur in den Sommermonaten benutzbar, wenn er richtig trocken ist, sobald es regnet wird es sehr schmierig und rutschig und Samira will dann auch nicht mehr darauf laufen, also Trab geht aber Galopp geht gar nicht. Wir haben direkt angrenzend sehr schönes Gelände, aber arg viel kann ich den Wintermonaten halt auch nicht mit ihr machen, wenn überhaupt dann gehen wir unter der Woche vielleicht ne halbe Stunde spazieren.
Samira ist leider kein so souveränes Pferd und je nach Tagesform ist sie super entspannt im Gelände oder total schreckhaft und angespannt (was es für einen ebenfalls nicht so souveränen Reiter wie mich nicht immer einfach macht). Wir üben ja nun seit 1,5 Jahren daran, weil wir ja so gesehen keine Alternative haben, aber es wird nicht wirklich besser, weshalb ich eine Halle für mich nicht so schlecht fände.

Die Frage ist aber, ob das noch so toll für Samira wird?? Sie muss ja schließlich den ganzen Tag dort verbringen, deswegen sollte es eigentlich optimal für sie sein.
Ich weiß nicht ob ich ihr damit nicht schade wenn ich sie aus ihrer jetzigen Gemeinschaft rausreiße um sie dann in eine Paddockbox zu stellen, auch wenn der Paddock ziemlich groß ist.
Wie genau das dann funktioniert mit Pferden vergesellschaften und zusammenstellen, muss ich alles noch fragen. Mein „Problem“ ist eben, ob ich sie dort lassen soll und eben alles so hinnehmen wie es ist, oder doch (sofern der Stall in Frage kommt) umziehen?
Hat jemand von euch den Umzug von Offenstall und permanente Herde zu Paddockbox und stundenweise Herde gemacht? Oder Ähnliches?

Wäre schön, wenn ihr mir eure Gedanken und Erfahrungen mitteilen könntet, vielleicht hilft mir das ein wenig Ordnung in meine Gedanken zu bringen.

Liebe Grüße
Julia
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OsieW
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Tavli


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Antwort #1 - 17. Januar 2017 um 11:55
 
Hui, das ist wirklich schwierig. Ich persönlich bin der Meinung, daß Pferde als Herdentiere permanent Kontakt zur Herde haben sollten.
Allerdings kann ich Deine Bedenken bzgl. des jetzigen Stalles sehr gut verstehen. Mit cholerischen Menschen sollte man in keiner Abhängigkeit sein.
Schon gar nicht, wenn sie übergriffig sind. Er darf mit Deinem Pferd nichts machen, was Du nicht willst, es ist Dein Eigentum, so rechtlich gesehen.
Gibt es die Möglichkeit, im, anderen Stall die Paddocks zusammenzu legen, daß alle Pferde zusammen sein können?
Ligrüs,
Osie
Wieviele Stunden sind sie getrennt?
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In Gedenken an Tavli

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Lugi
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Antwort #2 - 17. Januar 2017 um 15:19
 
Weil Du nach eigenen Erfahrungen fragst: Ja, ich habe einen ähnlichen Wechsel mit meinem Pferd ausprobiert, auch wegen eines unzuverlässigen Stallbesitzers (allerdings nicht so extrem wie der Deine). Wir sind vom Offenstall mit Riesenpaddock und Dauer-Pferdegesellschaft in einen Boxenstall gezogen, wo Pony nachts in der Box und tagsüber zunächst mit Pferdegesellschaft im Paddock stand, dann aber fast ein halbes Jahr zwischen anderen aber alleine in seinem großen Paddock. Mein Pony wurde immer unglücklicher und ich mit ihm. Wir sind zurück gezogen in den alten Stall als Selbstversorger. Ich habe den Offenstall gepachtet und mir ein zweites Pony dazu gekauft. Beide sind nun völlig ausgeglichen und zufrieden.
Ich würde mein Pferd nie wieder alleine stellen, auch wenn er Pferdegesellschaft drum herum über Zäune hat. Er hat sich nur noch sehr wenig bewegt, konnte nicht mehr spielen, nicht mehr Fell kraulen, nicht mehr die anderen schicken. Währenddessen fiel sein schleichendes Unglück kaum jemandem auf. Aber als er wieder mit Kumpel zusammen stand, war er ein anderes Pferd!

Ich kann Dir nicht raten, was das richtige für Dich ist, weil ich Dich, Eure Stallsituation und den Stallbesitzer nicht kenne, aber ein Pferd alleine halten, wie gesagt, das würde ich nicht. Auch nicht mit nur stundenweise Pferdekontakt!
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Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
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Bjalla
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Antwort #3 - 17. Januar 2017 um 16:14
 
Grundsätzlich finde ich den Herdenkontakt wie in deinem jetzigen Stall besser als die Paddockbox.

Ich stand allerdings auch mal in einem Stall mit einem cholerischen Stallbesitzer. Daher weiß ich, dass diese Situation unerträglich sein kann.

Es ist schwer, in deinem Fall eine Entscheidung zu treffen. Aber ich würde mein Pferd nur in eine Paddockbox stellen, wenn gewährleistet ist, dass es tagsüber mit mindestens einem anderen Pferd zusammen auf der Weide oder einem Auslauf stehen kann (nicht nur wenige Stunden). Wenn dann die Paddockbox noch so gestaltet wäre, dass es nachts die anderen Pferde sieht und ggf. über die Trennwand hinweg Kontakt zu ihnen haben kann, dann halte ich das für vertretbar. Schön wäre es natürlich, wenn man z. B. zwei Paddockboxen miteinander verbinden könnte, so dass Samira zusammen mit einem anderen Pferd zwei Paddockboxen bewohnt. Da würde sich ja das andere Rehepferd anbieten.

Das sind aber nur grundsätzliche Gedanken. Es gibt Pferde, die brauchen den Herdenkontakt rund um die Uhr und andere sind froh, wenn sie zwischendurch mal ihre Ruhe und ihr Futter für sich haben. Außerdem kommt es darauf an, wie Samira sich mit den neuen Pferden versteht und ob es dort ein Pferd gibt, das sie so mag, dass z. B. die Zusammenlegung von zwei Paddockboxen möglich wäre. Und dann hängt alles noch davon ab, ob die Leute im neuen Stall überhaupt daran interessiert sind, so etwas möglich zu machen.

Auf der anderen Seite ist ein cholerischer Stallbesitzer, der macht, was er will, eine große Belastung für dich. Wenn du keine Lust mehr auf Pferdehaltung hast, weil dir der Stallbesitzer den letzten Nerv raubt und du dir dauernd Sorgen machst, ist deinem Pferd auch nicht geholfen.

Ich finde, die Haltung muss zur Persönlichkeit und den Bedürfnissen deines Pferdes passen. Aber auch du selbst darfst dabei nicht untergehen.

Im Zweifelsfall würde ich mich nach weiteren Ställen umsehen, wenn du zu dem Schluss kommen solltest, dass die beiden jetzigen Alternativen beide nicht dauerhaft geeignet sind.

LG
Kerstin
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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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cheyenne
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in der Ruhe liegt die
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Antwort #4 - 17. Januar 2017 um 20:03
 
Hallo,
also einem solch cholerischem, eigenmächtig handelen SB weiter mein Pferd anzuvertrauen hätte ich auch mortz Probleme.. Ärgerlich  da hat man ja keine ruhige Minute weil man Bedenken hat...allerdings würde ich auch nicht in den Paddockstall wechseln...Für die Nacht sehr schön, aber nicht für den ganzen Tag. Wir haben hier um die Ecke solch ein Stall. Die Pferde sind dort nicht glüclich und dümpeln auf ihren Paddocks rum..kommen sie dann mal für 2-3 Std (!) mal zusammen raus, gibts ein großes Gerenne und wuchtiges Austoben...sie müssen dann all ihre aufgestaute Energie rauslassen..auch unter den nicht so fitten.. Traurig  Dann stehen sie wieder 20 Std auf ihrem Paddock rum...nicht Pferdegerecht..sie brauchen den Kontakt und Fellpflege, müssen laufen, laufen laufen..miteinander, umeinander..Ich würde weiter nach einem geeigneten Stall suchen  Zwinkernd lg Cheyenne
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
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Rambocat
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Antwort #5 - 18. Januar 2017 um 10:15
 
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten und Meinungen! Kuss

Dann sind meine Bedenken ja nicht unbegründet.
Am Wochenende fahr ich hin und schaue mir den Stall an, dann sehe ich auch wie das läuft mit dem zusammen stellen. Wenn sie wirklich den ganzen Tag alleine wäre, dann kommt der Stall nicht in Frage und ich muss weiter schauen.

Ich denke, wenn sie tagsüber mit anderen zusammen wäre dann könnte der Stall eine Option sein. Ganz alleine geht nicht, aber wenn ich sie richtig einschätze, dann braucht sie auch nicht permanent Gesellschaft. Sie steht oftmals ganz abseits und döst vor sich hin und da sie sehr futterneidisch ist, ist es ihr auch lieber wenn sie in Ruhe fressen kann (das behaupte ich deswegen, weil wenn sie alleine ist beim Fressen, frisst sie deutlich langsamer und nimmt sich sogar Zeit fürs Kauen...)
Aber klar, sie braucht schon jemand mit dem sie Fellpflege betreiben kann. Toben ist jetzt eh nicht so ihrs, das macht sie einmal im Herbst und dann einmal im Frühjahr, ansonsten spart sie lieber Energie... Augenrollen Aber ich verstehe natürlich was ihr meint.

Hier in der Gegend gibt es viele Ställe (in meiner Preisklasse), das Problem ist halt, dass die meisten eben (Paddock)Boxen Haltung anbieten mit sehr wenig bis gar keinem Auslauf im Winter oder dann eben die Ganzjahresoffenställe. Aber unbegrenzt Weide geht eben nicht, muss ich euch ja nix erzählen.

Es ist wirklich frustrierend. Da dachte ich, ich hätte das perfekte Plätzchen für uns gefunden, aber dass der SB so cholerisch ist wusste ich damals nicht.
Selbstversorger lehnt ehr übrigens ab (das haben schon mal welche vor mir angeboten) weil raushalten will er sich ja nicht...

Wenn ich den Stall angeschaut habe, melde ich mich noch mal!

LG Julia
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Nucki Nuss
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† 19.08.2010 in Gedenken
an "Willy"


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Antwort #6 - 18. Januar 2017 um 10:19
 
Ich schließe mich meinen Vorrednern voll an.

Ein kolerischer und eigenmächtig handelnder Stallbesitzer geht gar nicht, gerade, wenn man ein Pony mit Vorbelastung oder eigenen Problemen hat.

Gucke einfach weiter nach einem geeigneten Stall. Irgendwann kommt einer, wo Du sagst, genau, dass ist er. Für die Ponys ist ein Umzug natürlich Stress aber manchmal geht es nicht anders, da muss man diesen Schritt gehen.

Ich kann Deine Vorliebe zu kleinen Höfen gut nachvollziehen, allerdings habe ich die schöne Erfahrung gemacht, dass unserer großer Hof (ca. 60 Pferde) für verschiedene Pferdebedürfnisse eingestellt ist und wir die Vorzüge eines gut geführten Hofes nutzen können. Dadurch habe ich viel mehr Zeit für mein Pferd und kann mich darauf verlassen, dass alles klappt und gemacht wird.

Viel Glück!
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starbuck
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Antwort #7 - 19. Januar 2017 um 10:52
 
Es geht ja letztlich nicht um Befindlichkeiten sondern beim Rehepferd und Stallbetreiber der entgegen aller Anweisungen das Pferd auf Graskoppel stellt um Lebensgefahr für das Pferd.

Da muss man dann letztlich wissen, wenn einem der optionale Stallkompromiss mit 18m Paddock nicht taugt (ggf. ja nur Übergangslösung), ob man damit umgehen kann als Besitzer das Pferd nach der nächsten SB-Aktion ggf. auch dauerhaft irreparabel geschädigt da stehen zu haben mit allen Konsequenzen und auch wenns ganz schlimm läuft (z.B. im Frühjahr unerlaubt aufs fette Mai-Gras) mit Einschläfern leben kann, wenn man das Tier unter Obhut des aktuellen SBs belässt....
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OsieW
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Tavli


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Antwort #8 - 19. Januar 2017 um 13:43
 
deutliche Worte, die den Kern treffen!
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In Gedenken an Tavli

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Rambocat
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Antwort #9 - 19. Januar 2017 um 14:39
 
ja das ist es halt.
Ist vielleicht gar nicht schlecht dass das so in aller Deutlichkeit gesagt wurde, weil früher oder später würde es wohl darauf hinauslaufen und das kann und darf auf keinen Fall passieren.
Letzten Endes müssen wir wohl beide Kompromisse eingehen...
Ich hoffe so sehr dass der Stall für uns in Frage kommt...

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Rambocat
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Antwort #10 - 22. Januar 2017 um 08:32
 
So, zur Info, die Suche geht weiter.
Habe mir den Stall angeschaut, aber sie wäre da halt wirklich alleine den ganzen Tag, also Kontakt nur über die Stromlitze und auch sonst gibt es noch einige Auflagen und Bedingungen, mit denen ich nicht so einverstanden bin.
Deswegen suchen wir weiter und ich muss halt nach wie vor Patrouille fahren...
Aber ich glaube fest daran, dass ich den passenden Stall für Samira und auch für mich noch finde  Smiley
Kann hier ja berichten wie es weitergeht...
LG
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Karisa
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Antwort #11 - 22. Januar 2017 um 12:24
 
Gibt es bei euch keine Ställe wo die Pferde unter Tags raus kommen und in der Nacht rein ?
Hab mir hier auch schon soooo viele Ställe angeschaut. Paddockboxen, super Heu mit Halle aber nur 2 Std raus.
Das geht meiner Meinung nach gar nicht. Die verkümmern ja geistig ohne Kontakt zu anderen.
Bei uns werden die Pferde im Winter auch auf die Wiese gestellt. Aber nur wenn 10 cm Schnee drauf ist.
Kenn das gut da unsere Pferde ja ganz besondere Ansprüche haben und das irgendwo immer mit " Spinnerei" abgetan wird.
Wenn du dich aber in deinem Stall gar nicht wohl fühlst und nur mit " Wiederwillen" dorthin gehst ist es für dich auch eine Belastung und auch nicht gut.
Schreib doch mal eine Anzeige in die Zeitung oder ins Internet und lass dich überraschen was alles angeboten wird.
Meistens so ab März gehen die die im Offenstall waren wieder zurück und es werden wieder viele Boxen frei. So ist es zumindestens bei uns so.
Drück dir fest die Daumen. Zwinkernd
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Rambocat
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Schorndorf, Baden-Württemberg, Germany
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Antwort #12 - 25. Januar 2017 um 07:52
 
Hallo Karisa,

so ist das leider bei uns, (Paddock)Box und wenn überhaupt, dann nur wenige Stunden am Tag auf kleinen Ausläufen mit anderen.
Es hat hier ein ganz neuer riesiger AktivLaufstall aufgemacht mit Heuautomaten und lauter so Zeug, die Fläche ist schon groß aber es sind halt auch 30 Pferde und was die dafür verlangen sprengt halt absolut meinen Rahmen.
Es gibt schon noch so ein paar kleine Privat Ställe wo die Pferde das ganze Jahr Tagsüber /Nachts auf die Koppel kommen, aber das geht ja leider bei Fräulein Pony auch nicht.
Inseriert habe ich schon  Smiley
Den letzten Stall den ich mir angeschaut habe, weswegen ich hier geschrieben habe, hab ich auch darüber „gefunden“.
Am Samstag schau ich noch mal einen an, das ist bei mir in der Nähe, ein kleiner Offenstall mit 4 Pferden. Allerdings bekommen sie da zwei mal am Tag ihr Heu in einer Heuraufe und da hab ich halt auch schon wieder Bedenken, weil Samira ihr Heu ja eigentlich abgewogen in Netzen bekommt und das funktioniert sehr gut gewichtsmäßig.
Wenn sie halt lose ihr Heu bekommt frisst sie wieder wie verrückt und verschlingt wahrscheinlich dazu noch die Hälfte von den anderen…
Ich komme mir ja selbst schon wie ein Jammerlappen vor, aber es ist echt richtig ätzend. unentschlossen

Ich schau ihn mir aber trotzdem mal an, das schadet ja nicht.
Aber ganz ehrlich, entweder ich arrangiere mich irgendwie in meinem jetzigen Stall und habe Mehraufwand durchs Kontrollieren, oder aber es läuft wohl doch auf ne Paddockbox hinaus…

LG
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Karisa
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Gersthofen, Bayern, Germany
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Antwort #13 - 25. Januar 2017 um 13:17
 
Das mit dem arrangieren kenne ich auch ganz gut.
Bei uns ist jeden Tag auch immer was anderes.
Wir haben zwar Vollpension aber ich schleppe auch jeden Tag Heu und Futter in den Stall weil es bei uns einfach immer so extrem von der Menge oder von der Heuqualität schwankt.
Dazu fällt den Stallbetreibern immer noch mehr Arbeit ein die auf uns Einsteller abgewälzt werden und wir zahlen trotzdem voll.
Ich würde mit dem neuen Stall jetzt nichts überstürzen. Zur Not warte wirklich noch bis es wärmer wird und mehr angeboten wird und lass dein Bauchgefühl sprechen. Erst wenn du ein wirklich gutes Gefühl hast mit dem du auch leben kannst würde ich zuschlagen.
Wir haben auch schon soooo viele Ställe angeschaut wo ich mir gedacht hatte wie kann man da sein Pferd einstellen. Ställe ohne Licht, ohne Wasser und vieles mehr. Du musst etwas finden was für dein Pferd passt aber auch was für dich passt.
Selbst wenn du dein Pferd in einen super tollen Aktivstall stellst heißt es ja nicht das dein Pferd dort auch glücklich ist. Es gibt Pferde die im Offenstall geboren sind und wenn die in eine Box kommen fühlen sie sich geborgen und finden es ganz toll. Ebenso Pferde die immer in einer Box wohnten fühlen sich im Offenstall frei.
Mein Wallach liebt seine Box. Er war ein Jahr im Offenstall und das hat ihm garnicht gefallen. Aber.... Er will trotzdem den ganzen Tag raus an die frische Luft. Nur ein paar Stunden wären ihm viiiiel zu wenig;)
Du kennst dein Pferd und weißt was sie braucht. Vielleicht kannst du ja mal mit deinem Stallbetreiber ganz ruhig sprechen und ihm auch sagen das wenn man die Pferde im Winter auf die Wiese stellt dass diese auch Koliken bekommen können. Vielleicht versteht er das besser wenn er ein Landwirt ist der von Kühen auf Pferde umgestellt hat. Denn es ist ja keine Kuh  Zwinkernd

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