Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Rückfälle (Gelesen: 10516 mal)
sahib
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15. September 2016 um 12:39
 
Habe da ein Thema, was mich beschäftigt. Gestern war meine TA da. Sie ist sehr zufrieden mit Haltung und Fütterung meines Hufrehepferdes (EMS-wahrscheinlich). Mein Pferd hat gut abgenommen, hat nun eine normale Figur. Bekommt zuckerarmes (7% Gesamtzucker) Heu in Portionen via Heuautomat, sonst nur zuckerfreies MiFu. Er bekommt keine Weide. Hat aber einen großen Auslauf mit 2000qm mit großem Offenstall. Zusammen steht er mit meiner Stute, die gesund ist. Beide Pferde sind nicht reitbar. Rehepferd ist Traumapferd, Stute hat schwere Athrose.

Nun äußerte ich meiner TA gegenüber, dass ich Angst habe, das er noch mal Rehe bekommt. Der Schub ist nun 1,5 Jahre her. Seit dem Rehefrei. Meine TA sagte, es gibt Pferde, die trotz konsequenter Haltung und Fütterung und Normalgewicht wieder an Hufrehe erkranken. Man läuft ja ziemlich gleichbleibend mit dieser Angst umher. Also ich habe ständig Angst davor, hole bei jeder Kleinigkeit die TA. Sie sagte, dass sie im Jahr zwei Pferde erlösen müsse, die trotz guter Haltung und Fütterung eingeschläfert werden müssten. Man wisse nicht bis in Deteil warum Pferde, die dünn sind, und richtig gehalten und gefüttert werden, erneut an Rehe erkranken.

Dies würde ich gerne zur Diskussion stellen.

1) Wie geht ihr mit der Angst um
2) Ist es tatsächlich so, dass wenn ein Rehepferd adäquat gehalten und gefüttert wird, trotzdem wieder Rehe bekommen kann?
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Bjalla
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Antwort #1 - 15. September 2016 um 15:13
 
Ein Rehepferd ist zwar tatsächlich eher als gesunde Pferde gefährdet, wieder Hufrehe zu bekommen, allerdings würde ich stark bezweifeln, dass diese Gefahr bei konsequenter Haltung besonders groß ist. Natürlich gibt es im Leben immer wieder Fälle, denen niemand helfen kann, obwohl alles richtig gemacht wurde. Aber für die große Mehrzahl der Pferde, die nach der Rehe entsprechend gehalten wird, halte ich die Gefahr für eher gering. Das betrifft besonders die Pferde, die nicht auf die Weide dürfen, weil dann mit zu langem Weidegang nichts verkehrt laufen kann.

Hundertprozentige Sicherheit wird man nie haben. Aber diese Sicherheit hat man auch nicht bei bisher gesunden Pferden, die z. B. urplötzlich an Kolik erkranken können.

Es kann natürlich sein, dass ein Pferd trotz konsequenter Haltung mit den Jahren ECS entwickelt und deshalb plötzlich wieder einen Reheschub bekommt. Besonders bei EMS-Pferden besteht die Gefahr. Da hilft es, das Pferd gut zu beobachten und im Zweifelsfall eine Blutuntersuchung machen zu lassen.

Ich finde es gut, dass deine Tierärztin darauf hinweist, dass ein Rehepferd wieder Rehe bekommen kann. Aber du solltest dir keine Angst machen lassen. Wenn dein Pferd jetzt fit ist, entsprechend gut gehalten wird und du es hinsichtlich ECS beobachtest, sehe ich keinen Grund zur Befürchtung, dass es erneut einen Reheschub bekommt.

Natürlich hat man immer die Befürchtung im Hinterkopf, dass wieder etwas passieren kann. Das geht vermutlich nie vorbei, was auch gut ist, um wachsam zu bleiben. Wenn man sein Pferd vor weiteren Reheschüben bewahren möchte, dann kann man aber nur nach derzeitigem Wissensstand das Beste für das Pferd tun und sich bemühen, in Sachen Pferdegesundheit immer auf dem Laufenden zu bleiben. Mehr als das geht nicht. Dann hat man meiner Meinung nach das Recht, einfach nur Spaß an und mit seinem Pferd zu haben. Das Pferd sorgt sich auch nicht, sondern lebt sein Leben. Ich versuche mich an meinen Tieren zu orientieren, die vermutlich relativ sorgenfrei durchs Leben gehen, und nehme mir ein Beispiel an ihnen. In den meisten Fällen klappt es gut. Wobei ich sagen muss, dass auch ich dazu tendiere, mir Sorgen zu machen, wenn etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Aber in Sachen Hufrehe lebe ich nach dem Motto: Wenn ich alles getan habe, was ich tun kann, dann bekommt Bjalla auch keine Hufrehe. Sollte es irgendwann trotzdem anders kommen, was ich nicht hoffe, kann ich mich immer noch darüber aufregen. Denn verhindern konnte ich es dann nicht.

Ich hoffe, ich konnte dich etwas beruhigen. Nur weil es irgendwo mal ein Pferd gibt, das aus unerfindlichen Gründen wieder eine Hufrehe bekam, bedeutet das noch lange nicht, dass das bei deinem Pferd auch so sein wird. Außerdem kennst du diese Pferde, die laut deiner Tierärztin eingeschläfert werden mussten, nicht. Womöglich gab es da doch eine Erklärung für den erneuten Reheschub, den deine Tierärztin nicht wissen konnte, weil der Besitzer es ihr nicht erzählt hat. Weiß man's?

Versuche einfach, positiv zu bleiben und die Zeit mit deinen Pferden zu genießen, wäre mein Tipp. Zwinkernd
Ich verstehe gut, dass du dir Sorgen machst. Aber man darf auch mit der Zeit wieder lockerer werden und die Sorgen langsam im Bewusstsein nach hinten schieben.

LG
Kerstin
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Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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Lugi
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Antwort #2 - 15. September 2016 um 18:06
 
Ich schließe mich voll und ganz den Worten von Kerstin an!!
Sehr gut geschrieben.
Ich denke auch, mit den vielen Sorgen und Ängsten im Hinterkopf ist niemandem geholfen. Versuche Dich davon zu befreien. ich finde auch, dass die Tagebücher hier im Forum eine gute Hilfe dafür sein können. Und hier sind doch meist die versammelt, die es ziemlich dolle getroffen hat.
Aber Du hast Dir wirklich konsequente Gedanken zur Haltung gemacht und diese in die Tat umgesetzt. Wer schafft es schon, tatsächlich das Heu zu analysieren und zuckerarmes zu füttern.
Respekt! Mach weiter so und ich würde fast meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Dein Wallach keine Rehe mehr bekommt! Und wenn es doch passiert, dann konntest Du es nicht verhindern.
Auch wenn es fatalistisch klingt, wir alle und auch unsere Tiere werden eines ganz 100%ig: irgendwann sterben. Um so wichtiger ist es, wenn wir die Zeit bis dahin miteinander genießen und uns die Freude und den Spaß nicht durch Sorgen verderben lassen. (- Das soll kein Freibrief dafür sein, sich nicht gut um seine Tiere zu kümmern - aber das tust Du ja längst.)
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DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
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cheyenne
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Antwort #3 - 15. September 2016 um 19:10
 
ich schliesse mich ebenfalls an, man wird natürlich immer ängstlich bleiben, aber die Angst sollte einen nicht beherrschen.
Du machst alles richtig und gibst gut acht auf Dein Pferd, werde wieder etwas locker und entspannter, das kommt euch Beiden zu Gute Zwinkernd
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
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Rambocat
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Antwort #4 - 16. September 2016 um 08:07
 
Guten Morgen,

ich melde mich ja nur sehr sporadisch zu Wort und bin eher stiller Mitleser, aber hier kann mich auch nur anschließen, zumal ich neulich mit meinen ehemaligen Stallkollegen erst eine ähnliche Diskussion hatte.

Die Angst ist immer da, ich zucke auch teilweise noch zusammen wenn das Handy klingelt und ich NICHT im Stall bin, vor drei Jahren hat es regelmäßig wegen Samira geklingelt und das sitzt auch bis heute noch in den Gliedern...

Mir ist es lange schwer gefallen zu akzeptieren, dass ich eben nun mal ein Rehlein mit vermutlich EMS und teilweise komischen ACTH Werten habe.
Aber seit wir umgezogen sind und (nach einigen Differenzen, die aber aus dem Weg geräumt werden konnten) Samira jetzt endlich, endlich Pferd sein darf, hab ich meinen Frieden damit gemacht.
Ich habe akzeptiert, dass die Möglichkeit besteht, dass sie vielleicht nicht alt wird. Und genau das war der Knackpunkt bei mir. Das ist so menschlich (finde ich), der Wunsch, alt und grau zu werden.
Aber denken Pferde auch so? Sie leben doch im Hier und Jetzt und machen sich vermutlich nicht mal Gedanken über den nächsten Tag, um es mal übertrieben darzustellen.
Wenn ich heute Nachmittag wieder zu Samira fahre und ihr zusehe, wie sie mit ihren Ponyfreunden auf der Wiese rumlümmelt, sich wälzt oder Fellpflege betreibt, dann geht mir das Herz auf weil ich weiß, dass es ihr wirklich gut geht und sie glücklich ist. Sie ist wie ausgewechselt im Vergleich zu früher.
Ich tue natürlich mein Möglichstes, damit das auch noch jahrelang so bleibt, das ist keine Frage, aber man weiß es eben nicht und um wieder zurück zum Thema zu kommen, die Angst geht nie ganz weg, nein, aber ich habe für mich beschlossen, dass es nicht darauf ankommt, wie LANGE Samira lebt, sondern WIE sie lebt.

Ich hoffe ich konnte das einigermaßen gut erklären, was ich meine  Smiley

Liebe Grüße
Julia

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Nucki Nuss
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Antwort #5 - 16. September 2016 um 09:58
 
Ich schließe mich voll meinen Vorrednerinnen an! Sehr gut geschrieben!

Rehe ist wie ein Teufel. Unberechenbar, nicht planbar und schmerzhaft.
Aber: jedes Pferd ist individuell und wenn man versucht zu optimieren, dann bleibt man hoffentlich verschont. Du machst so viel Gutes - es müsste klappen.
Freue Dich über jeden schönen Tag und denke nicht an die schlimmen zurück. Dann wird das Smiley
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sahib
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Antwort #6 - 16. September 2016 um 11:37
 
Hallo zusammen,

vielen dank für Eure Worte. Das macht mir Mut. Ich liebe meinen kleinen Durchgeknallten eben sehr. Mein Herz schlägt für ihn.

Ich bin auch stolz, das ich das alles geschafft habe. Gerade mit dem Heu ist es echt eine Sucherei ein zuckerarmes zu finden. Meinem Heubauern gab ich die Order, wie er es machen soll, und es hat funktioniert. Ich habe immer seine Figur im Auge und gebe mit dem Heu ab und zu.

So sieht er aktuell aus:

...

Bei genauem Hinschauen sieht man die Rippen, die Fettpolster sind verschwunden. Hat ein Jahr gedauert.

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starbuck
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Antwort #7 - 19. September 2016 um 17:26
 
Ich habe ja so einen Fall: Der schlimmste Reheschub meiner Stute (daher auch inzw. verrentet) geschah unter optimalen Fütterungsbedingungen...mit hoher Wahrscheinlichkeit Medikamentenunverträglichkeit als Auslöser, da zeitlich zusammenfallend mit Rehebeginn...sonst kein weiterer Faktor irgendwie anders/bekannt...wobei man aber halt nun nicht ins Pferd reinschauen kann und auch keine 24 Std. Überwachung hat (ein v.a. von uns Reitern und Jäger genutzer Pfad führt vorbei am Zaun, nicht mal ein richtiger Spazierweg...Fremdfütterung von Brötchen o.ä. kann man trotz nicht füttern Schildern ja nie ganz ausschließen )...

Dazu immer was anderes ob akut oder chronisch hinzu...damit es einem nicht langweilig wird.

Wie die anderen schon geschrieben haben:
Man muss seinen Frieden damit machen, dass man nicht alles beeinflussen/verhindern/vorher wissen kann... egal wie sehr man sich bemüht (und ich bemühe mich sehr)...und die guten gemeinsamen Zeiten schätzen.
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sahib
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Antwort #8 - 23. September 2016 um 13:12
 
Hallo starbuck,

das tut mir leid, mit deinem Pferd. Das genau ist meine Angst.

Mich beruhigt, das mein Pferd schlank ist und kein Cushing hat, eher EMS-wahrscheinlich.
Ich lasse regelmäßig die Stoffwechselwerte testen. Der letzte Insulin/Glukose-Quotient war bei 8,87. Hoffe nun, das er bald auf über 10 ist. Man munkelt ja, dass wenn dieser Quotient bei über 10 ist, das es keine Rehegefahr geben soll. Nun, wieder nächste Woche bekommen wir die Werte.

Kürzlich, was mich ultra mäßig geärgert hatte, ich habe ein Heu gekauft, was die Herbstzeitlose intus hatte. Habe das erst nach 4 Tagen füttern gemerkt, da hab ich nun auch wieder Angst und lasse die Leber kontrollieren. Hab mir schnell Ersatzheu besorgt, was auch nur 8,5% Gesamtzucker hat. Mehr kann man nicht tun,ich weiß.
Aber diesen Heumensch mit der Herbstzeitlosen bekommt von mir Ärger, das geht ja gar nicht. Nicht auszudenken, wenn ich das nicht gemerkt hätte. Schockiert/Erstaunt

LG
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starbuck
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Antwort #9 - 30. März 2017 um 14:00
 
Bei uns ist es mal wieder so weit...Auslöser unbekannt...Pony eher zu schlank als irgendwo ein Gramm zu viel, Futtermenge eher im unteren Bereich, kein Gras, plötzliche Belastungsrehe auf dem seit Jahren gleichen Sandpaddock auch unwahrscheinlich...Cushingtest erst letztes Frühjahr gemacht, da lt. Werten meilenweit entfernt von Cushing.
Ggf. reicht jetzt schon der Fellwechsel in Kombi mit dem vorhandenen EMS aus für eine Rehe...keine Ahnung...

Hoffe, es lässt sich stoppen und geht nochmal gut aus.
Viel Spielraum haben wir mit den schon vorhandenen/verbliebenen Reheschäden (trotz aller Mühe und auch entsprechender Erfolge in Hufbearbeitung und Korrektur) an den Hufen nicht mehr.
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Nucki Nuss
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Antwort #10 - 31. März 2017 um 10:15
 
Oh nein! unentschlossen

Wie sehen denn die Hufe aus? Gut bearbeitet?
Das ist erstmal das Einzige, was mir einfällt...
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Lugi
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Antwort #11 - 31. März 2017 um 12:13
 
Das ist wirklich Mist und tut mir leid für Euch. Zur Ursache: Ich habe jetzt von unterschiedlichen Seiten gehört: Frühjahr-Fellwechsel ist "Stoffwechsel- und Leberzeit". Lugi hat zur Zeit ja auch sehr schlechte Leberwerte und ist abgeschlagen. Er macht schon seit Wochen mit seinem Stoffwechsel rum. Eventuell können diese jahreszeitlich bedingten Stoffwechselprobleme bei Stoffwechsel-Risiko-Patienten auch zu einem Reheschub führen???? Ist nur so 'ne Theorie von mir, die mich auch hellhörig sein lässt.
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Antwort #12 - 31. März 2017 um 12:30
 
Hufe den schlimmen Schäden von 2015 entsprechend...wir haben schon viel wieder hinbekommen.
Sohle ist momentan wieder ganz gut drauf, hebelnde Wände oder Zehen gibt es auch nicht...bin da sehr hinter her.
Rotation sollte sich seit dem Nachröntgen letzten Spätsommer (Restrotation damals 2,5 und 4,5 Grad) auch noch mal verbessert haben durch Bearbeitung.
Hornqualität gut, weiße Linie von akut nach Rehe Mai 2015 über Fingerbreit (beim 10,5-11cm breiten Ponyhuf) lange wieder normal. Wandwinkel/Zehenwinkel inzw. auch fast normal (und ich bin da wirklich pingepingepigelig....dem Normal- Pferdemenschen fällt da gar nichts auf)...will heißen, die meisten "gesunden" Pferde stehen auf deutlich schlechteren Hufen.

Hab langsam auch Fellwechsel/Wetterlage im Verdacht.
Leberkräuter hab ich ja erst bestellt, gerade angekommen...mein Unterbewusstsein hat mich wohl in weiser Voraussicht an ne Frühjahrsleberkur erinnert...wohl zu spät (zumindest um ne Rehe zu verhindern)...

Allgemeinzustand & Befinden vom Pony war zuletzt sehr gut...man denkt an nichts Böses und dann kommt der Hammer und trifft einen volle Breitseite...metaphorisch...
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Lugi
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Antwort #13 - 31. März 2017 um 14:39
 
Ja, das ist wirklich frustrierend. Wenn man sieht, wie sehr viel sorgloser viele Pferde gehalten werden und wie sehr man sich selbst Mühe gibt, alles ganz richtig zu machen. Gerade was Hufbearbeitung oder Weidehaltung angeht, da sehe ich auch oft so schlimme Sachen, aber die Pferde laufen...
Ich musste dieses Jahr auch erst lernen, dass der Fellwechsel schon vor dem Winter beginnt - und dass man mit Leberkur und Stoffwechselkräutern besser schon zur Sonnenwende beginnt, weil da auch der Fellwechsel (noch unsichtbar) angeschoben wird. Wenn man erst, wie ich bisher, die unterstützenden Kräuter und Mineralien füttert, wenn das Fell bereits flust, ist es zu spät.  Traurig
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Antwort #14 - 31. März 2017 um 19:27
 
Hallo,
ich kann mir ebenfalls gut vorstellen das Fellwechsel und die Witterung in einem Zusammenhang stehen könnten da es schon eine immense Belastung fürs Pferd ist, auch für die Gesunden. Grade erst sehr frostig und darauf hohe Temperaturen sind sehr anstrengend..ach man..ich drücke alle Daumen..lg Cheyenne
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Antwort #15 - 03. April 2017 um 12:04
 
TA meint, Veranlagung für Rehe/Empfindlichkeit sind so hoch bei meinem Pony dass Kleinigkeiten ausreichen und man bei ihr immer mit Rehe rechnen muss trotz aller Bemühungen.

Bis gestern ging es Tag für Tag rapide bergab und ich hatte mich heute schon aufs Schlimmste eingestellt, nachdem es gestern ganz schlimm war...heute ists deutlich besser und TA meint, Pony kann es nochmal schaffen (wenn es sich nicht wieder verschlechtert oder demnächst wenn wir röntgen sich ganz schlimme Schäden offenbaren die nicht mehr zumutbar wären). Unsere Tiere sind Familienmitglieder, aber lange Qual ohne Perspektive, davon halte ich auch nichts.


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Bjalla
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Antwort #16 - 03. April 2017 um 13:03
 
Es tut mir leid, dass es euch nun auch wieder erwischt hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie es ist, wenn trotz aller Bemühungen doch ein Reheschub kommt. Darum freut es mich umso mehr, dass es heute besser ist und der TA dir Mut macht. Ich drücke fest die Daumen.
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Antwort #17 - 03. April 2017 um 14:02
 
Ich drücke feste die Daumen!!
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Antwort #18 - 19. April 2017 um 13:46
 
Scheinen langsam endlich aus dem Schub zu kommen (sofern mich gleich am Stall nicht wieder ein Rückschlag erwartet...war ein auf und ab bisher...seit wneigen Tagen stabilerer Aufwärtstrend).

Röntgen am Montag geplant.

Senkung & Rotation sehe ich schon äußerlich (frau hat ja nun schon lang genug mit dem Mist zu tun/geschultes Auge).

Die Frage wird sein bei wieviel Grad Rotation und welcher Sohlendicke macht man nochmal weiter und wo setzt man den Schlusstrich (bzgl. Länge Korrekturzeitraum und Schmerzen).

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Ayra
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Antwort #19 - 19. April 2017 um 23:07
 
Ich drücke euch ganz fest die Daumen.... hoffentlich ist das Rö-Ergebnis erträglich.
Ich meine auch, dass dieses Wetter-Auf-und Ab ganz schön an den Ponys zehrt. Es macht ihnen sehr zu schaffen. Das erlebe ich dieses Jahr auch erstmalig, dass die Belastung so spürbar ist.
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Beste Grüße
Suse
Tagebuch
 
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Aktueller Gesundheitszustand:
Shetty, gutes Fell, immer noch lockige Mähne,

das Pony wird gearbeitet: läuft nun wieder gerne und fleissig vor der Kutsche

ACTH Wert im Oktober 2009 von 124 darauf hin 0,5 mg- wg, des Schubs auf 0,75 mg gesteigert - ACTH-Test 9,04 (20 - 50 Laboklin) guter Zustand
bei 0,5 mg - ACTH-Wert 23,5 (TiHo Hannover >50 ) aber trotzdem noch Symptome, seit Mitte Oktober auf 0,625mg mit Besserung der Symptome, Mitte Dez. auf 0,6825 mg, dann auf 0,75 mg - Ergebnis> kühle Hufe, lustiges Pony, die Locken werden weniger... aktuell 1 mg mit einem ACTH-Wert von 16, seit 7/2012 1,25 mg, seit 4/2013 wieder auf 1 mg gesenkt, seit 6/2013 auf 0,75 mg

Fütterung: 4-5 kg altes Heu am Tag,  125 gr. Heucobs mit Chromhefe, Kräutern,  Vit E, Hagebutten 


...
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