Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Chronische Hufrehe - Euthanasie Ja oder Nein? (Gelesen: 5910 mal)
Themen Beschreibung: 30-jähriger Araberhengst, seit 3 Monaten Phenylbutazon. Weitermachen oder nicht?
Roman Teufel
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Araberhengst "Najin"


Beiträge: 2

Aichhalden, Germany
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26. Mai 2016 um 16:17
 
Hallo, mein Name ist Roman Teufel und mein Araberhengst heisst "Najin", ist 30 Jahre alt, seit 28 Jahren unser Familienmitglied und hat chronische Rehe.
"Najin" ist seit ca. 7 Jahren Cushingpferd. Der ATCH-Wert lag zeitweise astronomisch hoch. Kaum Fellwechsel, musste im Sommer geschoren werden. Aktuell (trotz Rehe) ist der ATCH-Wert bei "nur" 70, Fellwechsel zum ersten Mal. Er wurde altersgemäß relativ zuckerarm ernährt, durfte aber ca. 2 Stunden täglich auf die Weide, auch im Winter als dann folgendes eintrat:
Ende Februar 2016 lahmte er rechts vorne und bügelte beim Gehen aus. Diagnose lt. Röntgenbild: Rehe mit leichter Rotation. Therapie: Penylbutazon 2x20 mg Initialdosis, "Easyboot Cloud" Therapieschuhe mit sehr softer Einlage, Torf/Spänegemisch und Sand auf dem Paddock. Nach ca. 2 Wochen besserte sich das Befinden des rechten Hufs. Allerdings wurde der linke Vorderhuf in dieser Zeit sehr einseitig belastet, so dass es bei diesem ebenfalls zu einer Rotation mit Absenkung des Hufbeins kam (vermutlich Überlastungsrehe). Die Hufsohle zeigte die typische Ausbeulung durch das Hufbein, war aber stabil und zeigte keine Perforation durch das Hufbein.
Seitdem, also innerhalb von 3 Monaten wurde zuerst mit Phenylbutazon, dann mit Metacam und Flunixin und schließlich wieder mit 2x10-15mg Phenylbutazon therapiert. Dazu Teufelskralle und "(Name entfernt, weil die Dame hier nicht genannt werden möchte , admin ) Kräutermix. Nebenwirkungen durch die Schmerzmittel blieben bisher aus.
Leider besserte sich der Zustand des linken Vorderhufs nicht (siehe Röntgenbilder). "Najin" hatte zwar Phasen der leichten Besserung mit anschließendem Rückfall.
Darüber hinaus entwickelte sich am linken Vorderhuf innen eine Kronrand-Entzündung, wobei die Ursache nicht geklärt ist (entweder durch die rehebedingte Absenkung oder durch Kratzen oder Beißen aufgrund der Rehe-Schmerzen und anschließender Infektion?)

Nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir aufgrund der fehlendenden Perspektive über eine Euthanasie nachdenken.
Die Frage stellt sich nun: Gibt es Fälle, wo eine ähnlich lange Therapie mit Phenylbutazon oder ähnlichen Präparaten durchgeführt wurde und ist nach 3 Monaten überhaupt noch eine Chance der Besserung zu erwarten?

Für alle Ratschläge und Tips möchten wir uns herzlich im voraus bedanken.

Mit herzlichen Grüßen
Roman & Cornelia Teufel

78733 Aichhalden
Mail: rtv-studio@t-online.de
Tel. 0171-6539747

Bilder:

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cheyenne
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Antwort #1 - 26. Mai 2016 um 18:57
 
Hallo und willkommen,
erst mal..auch wir hatten grade am Stall einen so heftigen Schub mit Rotation und Absenkung was sich über fast 4 Monate zog. Rehebeschlag konnte erstmal nicht dran gedacht werden, da sie die Füsse nicht heben konnte. Sie lief dann erst mal mit Therapieschuhen und bekam hochdosiert Schmerzmittel, morgens und abends. Als wir schon am verzweifeln waren, besserte sich durch das tragen der Schuhe mit Styriporplatten ( Knieschutz für Gartenarbeit) wo Zehe rausgeschnitten wurde ( kein Styropor!) . Schmerzmittel wurde ausgeschlichen, Rehebeschlag folgte...der in die Hose ging...sie kam nicht mit klar. Eisen also ab, Schuhe an..nach 4 Wochen erneut Beschlag, Trotter ? Beschlag, es wird die Sohle der Eisen mit Gel aufgespritzt. Sie läuft super damit...vor wenigen Wochen noch was das überhaupt nicht vorstellbar. Trägt Dein Pferd die Schuhe ständig? Was ja sinnvoll wäre. Es kann mit dem Kronrand mehrere Gründe geben, die Schuhe reiben ( wir haben einen Schlauchverband in die Schuhe und am Kronrand umgestülpt damit es nicht reibt), es gehen auch lockere Kniestrümpfe aus Baumwolle, oder es kommt ein Hufgeschwür..nach Rehe leider recht oft der Fall. Ich hoffe ich konnte Dir etwas Mut zusprechen  Smiley  lg Cheyenne
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Roman Teufel
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Araberhengst "Najin"


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Antwort #2 - 26. Mai 2016 um 22:05
 
Hallo Chayenne,
danke für die hilfreichen Tipps. Die Therapieschuhe trägt "Najin" permanent,
http://www.easycareinc.com/our_boots/easyboot_cloud/cloud.aspx
Zusätzlich steht/liegt er in einer sehr weichen Torf/Spähnemischung.
Die Kronrandentzündung kommt wahrscheinlich nicht von den Schuhen (sonst müsste dieselbe Situatuion auch rechts sein) sondern vermutlich vom Beissen am Kronrand und anschließender Entzündung durch Bakterien.
Ein Trotter-Beschlag möchten wir dem Pferd nicht zumuten eher evtl. ein Duplo-Klebebeschlag.
Herzlich
Roman & Cornelia
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Ayra
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Antwort #3 - 26. Mai 2016 um 23:32
 
Die Zeit macht mir weniger Kopfzerbrechen... manchen Rehen dauern einfach, zumal, wenn das Pferd schon älter ist.  Aber die Röbis .... da ist nicht mehr viel Platz nach unten.
Ich schreibe mal jemand an... vielleicht kriegen wir dazu noch eine fachkundige Stellungnahme.
Im Winterhalbjahr auf die Weide ist für einen Cushi schon eine  ziemliche Herausforderung, weil da das Gras zwar kurz ist, aber sehr hohe Fruktananteile hat.

Zur Wunde am Kronrand... seit wann besteht die?
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Beste Grüße
Suse
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Aktueller Gesundheitszustand:
Shetty, gutes Fell, immer noch lockige Mähne,

das Pony wird gearbeitet: läuft nun wieder gerne und fleissig vor der Kutsche

ACTH Wert im Oktober 2009 von 124 darauf hin 0,5 mg- wg, des Schubs auf 0,75 mg gesteigert - ACTH-Test 9,04 (20 - 50 Laboklin) guter Zustand
bei 0,5 mg - ACTH-Wert 23,5 (TiHo Hannover >50 ) aber trotzdem noch Symptome, seit Mitte Oktober auf 0,625mg mit Besserung der Symptome, Mitte Dez. auf 0,6825 mg, dann auf 0,75 mg - Ergebnis> kühle Hufe, lustiges Pony, die Locken werden weniger... aktuell 1 mg mit einem ACTH-Wert von 16, seit 7/2012 1,25 mg, seit 4/2013 wieder auf 1 mg gesenkt, seit 6/2013 auf 0,75 mg

Fütterung: 4-5 kg altes Heu am Tag,  125 gr. Heucobs mit Chromhefe, Kräutern,  Vit E, Hagebutten 


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Nucki Nuss
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Antwort #4 - 27. Mai 2016 um 10:50
 
Hallo und Willkommen in unserer Runde!

Schick sieht Euer Najin trotz seines Alters aus!

Da der ACTH-Wert nur noch bei 70 liegt, gehe ich davon aus, dass er mit Prascend behandelt wird? Wieviel bekommt er?

Was bekommt er sonst so zu fressen und wieviel?
Das Röbi ist schon extrem und erklärt seinen Zustand. Gut, dass er weich laufen darf.

Ich denke, dass ein sehr erfahrener Schmied helfen könnte. Habt Ihr einen guten an der Hand? Vielleicht mal in einer Klinik nachfragen, ob sie einen empfehlen können.

Unterstützen könnt Ihr durch:
Waschen des Heus
Häufiges Kühlen der Hufe (Nylonstrumpf mit Crush-Eis füllen und um die Fessel knoten)
kein Gras, nichts anderes

Toi, toi, toi!
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cheyenne
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Antwort #5 - 27. Mai 2016 um 21:41
 
Wir haben die Erfahrung gemacht, das bei stäbdigem Tragen der Schuhe die Hufe anfangen zu mümpfeln, und ein zweites Paar gekauft, damit immer eins austrocknen kann. Der Trotterbeschlag ist eigentlich sehr gut ( nach unseren Rehlein Erfahrungen), das Gel polstert die Sohle wo eh extremer Druck drauf ist und gleicht dem Huftherapieschuh, wobei der Schmied genau nach Rö-Bilder gearbeitet hat. Wo auspolstern...wo mehr Gel zum puffern. Es ist ein Kaltbeschlag mit wenigen Nägeln. Das Nachbarpferd ( Rehlein) hatte Duplobeschlag, was ihm nichts half, da keine Polsterung oder Unterstützung für seine Hufe vorhanden war wie er es bräuchte. Kam alles wieder ab. Gel-Trotter-Beschlag, läuft um 90 % besser. Aber, jedes Pferd ist anders...der eine kommt mit umgekehrten eisen und Zehe ab klar, der andere mit Gelbeschlag...da kommt es wirklich auf einen super Schmied an, der sich mit Rehe auskennt, und einschätzen kann was gut für das Pferd ist, oder nicht hilfreich ist. Wichtig ist dem Pferd Entlastung zu geben. Keine Weide und nur Heu...das ist sehr wichtig. Vor allem aber muss ein guter Schmied her, die Schuhe sind leider keine Dauerlösung um den Huf zu stützen. lg Cheyenne
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cheyenne
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Antwort #6 - 27. Mai 2016 um 21:49
 
Ach hab ich vergessen...die Hufschuhe gehen doch sehr weit hoch...das reibt schon und reitzt bei Bewegung. Wenn dann Bakterien reinkommen fängt er an sich drann zu beissen. Polstere sie etwas aus. Lg Cheyenne
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Maedchen
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Antwort #7 - 28. Mai 2016 um 19:34
 
Ich kann die Situation sehr gut nachempfinden. Ich habe vor nun schon 11 Jahren meine Stute an Rehe verloren.
Die letzte verhängnisvolle Rehe trat zunächst an den Vorderhufen, dann auch an den Hinterhufen auf. Sie bekam mindestens 1/2 Jahr Phenylbutazon, Dosierung je nach Schmerzgrad, meist aber eine hohe Dosierung. Die Hufe wurden mit Kunststoffgipsen eingegipst, also ruhig gestellt.
Nach vielen Monaten, Hoch und Tief, zeigte sich am Kronrand eine entzündete, leicht krustige Stelle.
Leider sind diese Anzeichen ein Indiz dafür, dass sich das Hufbein allmählich von der Hufkapsel löst.
Ich will Euch keine Angst machen, aber leider spricht sehr viel dafür, weil Euer Hengst auch nicht mehr schmerzfrei wird.
Euthanasie würde ich im Moment noch nicht in Erwägung ziehen, aber eine Schmerz- und Entzündungsmittelgabe muss auf jeden Fall weiter erfolgen. Außerdem absolute Ruhe und Eiskühlung der Hufe.

Ich drücke fest die Daumen, dass er sich doch nochmals erholt und die Rehe übersteht.

Viele Grüße
Renate
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Maedchen
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Antwort #8 - 28. Mai 2016 um 19:44
 
Ich habe mir jetzt gerade das Bild mit der "Wunde" angesehen. Die sieht ja richtig fleischig aus??! Hat da schon ein TA draufgeschaut? Ein nach oben aufgehendes Geschwür?? Wie sieht denn die Verbindung zur Hufkapsel aus?
Auf jeden Fall würde ich da Rivanol Angussverbände empfehlen!

LG
Renate
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Elu
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Antwort #9 - 29. Mai 2016 um 09:02
 
Hallo,
das am Kronenrand ist vermutlich beginnendes Ausschuhen. Es ist eher zweitranging, ob durch den chronischen Rehehuf oder durch das Reiben des Hufschuhes, wenn man die Hufe nicht orthopädisch versorgt, denn auch die Sohle zeigt nichts Gutes unten an. Da läuft das Pferd Gefahr Richtung Sohlendurchbruch.

Die Hufe müssen dringend von einem Fachmann versorgt werden, sowie in kurzen Abständen durch einen Tierarzt die Wundversorgung übernommen werden.

Leider ist dies eine Gegend, wo ich niemanden guten Gewissens empfehlen kann. Die beiden Fachleute, die solche Pferde recht gut "retten" können, sind zwischen 2,5 und 5 Stunden entfernt.  Traurig
Also leider keine Option.

Bei solchen Fällen geht der Fachmann mit Tierarzt am Pferd vor.
1. Zehenknochen werden passend zur Gliedmaße des Pferdes korrigiert.
2. die lose Hornkapsel wird den korrigierten Zehenknochen angepasst.
3. Die lose Hornkapsel wird mit einem hochwertigen "Rehepolster" entlastet und das Hufbein damit schmerzfrei gestützt, indem dort der Druck von unten auf eine größere Fläche verteilt wird.
4. So lang der Kronenrand offen ist und der Tierarzt alle 2 bis spätestens 3 Tage eine Wundersorgung vornimmt, wird das Rehepolster mit Verbandsmaterial am Huf gehalten. Später dann durch einen atmungsaktiven Kunststoffverband fixiert, mit dem man versucht den vorderen Bereich der Zehe schwebend zu wickeln.

Die Problematik liegt darin, das es viel zu wenige Fachleute gibt, die das tatsächlich beherrschen.
Mit dieser Aussage mache ich mich bei den Beruflern immer extrem unbeliebt, denn jeder glaubt, es gelernt zu haben. Leider zeigt die Realität das draußen entsprechende Ergebnisse zum Leid des Tieres.

Desweiteren sollte man sich als betroffener Besitzer Gedanken darum machen, was die aktuelle Lebensqualität anbelangt, wenn man leider eben niemanden bei sich hat, der helfen kann.
Bitte nicht verkehrt verstehen. Dieser Gedanke gehört dazu.

Nichts desto drücke ich feste die Daumen, das ich völlig verkehrt liege und alles wieder gut wird!
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Wie in jedem Beitrag gebe ich meine persönliche Meinung zum Ausdruck.
Tagebuch
Alles Tequila, oder was:
http://hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1448434200

Fragen zum Tagebuch:
http://hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1448434395/new
 
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Maedchen
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Antwort #10 - 29. Mai 2016 um 10:24
 
Ich bin froh, dass Elu das genauso sieht und ans Ausschuhen, also ein Loslösen von der Hufkapsel, denkt.
Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, die Situation so dramatisch auslegen zu müssen.
Evtl. noch eine Rö-Aufnahme machen.

LG
Renate
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Antwort #11 - 05. Juni 2016 um 10:48
 
Hallo,

was hat sich denn bei Euch in der Zwischenzeit getan?
Es wäre schön, wenn Ihr kurz berichten würdet.

LG
Renate
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Antwort #12 - 16. Juni 2016 um 10:24
 
Ob man ein 30jähriges Pferd (mit entsprechender Vorerkrankung und damit Prädisposition für die nächste Rehe) nochmal durch so schlimme monatelange Schmerzen quälen muss?

Ich finde (nach inzw. genug leidigen Erfahrungen mit Hufrehe): Nein.








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