Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Huflederhautentzündung oder Hufrehe und Sehnenschaden (Gelesen: 3710 mal)
regi
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15. August 2015 um 09:16
 
Da ich mit meinem bisherigen Schmied unzufrieden war wechselte ich vor 3 Monaten den Schmied. Der neue Schmied korrigierte vor 3 Monaten die Fehlstellungen bei meiner Isländerstute auf allen 4 Hufen.  Die Fehlstellung war gravierend.
Die Stute war nie beschlagen und wird auch nicht geritten.
Nach dem Ausschneiden lief meine Stute ziemlich fühlig. Sie steht ganztägig auf einem Gemeinschaftspaddock mit teilweise Schotterbelag.  In den vergangen Jahren kam sie damit sehr gut zurecht.

3 Wochen nach dem Ausschneiden lahmte sie plötzlich sehr stark, de Schmied kam sofort, stellte aber nichts fest. Er meinte durch die krasse Umstellung und den harten Boden auf dem Paddock wäre sie lahm.
Ich stellte sie darauf hin mit meiner anderen Stute auf einen kleinen Paddock auf einer abgefressenen Weide. Fütterung mit altem Heu, abgewogen. Weide ist ausgeschlossen, da sie zu fett ist.
Die Lahmheit verstärkte sich trotzdem auf beiden Vorderbeinen, der Tierarzt kam,
Seine Diagnose, Huflederhauentzündung und zusätzlich Sehnenscheidenentzündung auf beiden Beinen. Die Hufe zu stark abgelaufen. Die Sehnen waren auf beiden Vorderbeinen angelaufen mit starker Pulsation.
Der Tierarzt behandelte und sie bekam Joggingschuhe. Medikamentöse Behandlung wie bei einem Rehepferd, da er sagte, die Abgrenzung zwischen Rehe und Huflederhautentzündung ist schwierig, kein Risiko eingehen.
Nach 6 Wochen ging sie wieder lahmfrei im Schritt auch ohne Schuhe, die Hufe waren nachgewachsen. Der Schmied kam, war diesmal vorsichtig beim Ausschneiden und sagte definitiv das war keine Rehe, das würde er erkennen, wenn sie einen Reheschub gehabt hätte, die Hufe sind völlig in Ordnung.
(Zwischen dem 1. Auftreten der Lahmheit und dem erneuten Ausschneiden waren 7 Wochen vergangen)
2 Wochen vorher, bei dem regulären Termin, wollte er noch nicht ausschneiden.
Sie kam wieder auf den Paddock und täglich ca 1-2 Stunden auf eine abgefressene Weide. Wenn sie dann mal galoppierte lahmte sie wieder etwas. Sie selber ist ein ganz ruhiges Pferd, das freiwillig selten mal schneller läuft. Der Tierarzt meinte, es braucht halt seine Zeit bei der Sehnengeschichte. Da sie eh nicht geritten wird, kein Problem.
Vor 2 Wochen stolperte sie beim Spazierengehen und knickte vorne ein und fing wieder an leicht zu lahmen. Letzte Woche  bekam sie zusätzlich einen Tritt am Fesselkopf ab, sie lahmte wieder stärker.. Wieder Schuhe drauf.  Die Hufe waren nachgewachsen, die Schuhe passten nicht richtig, der Schmied kam diesen Donnerstag zum korrigieren.

Seit dem letzten Ausschneiden waren 5 Wochen vergangen.
Er kürzte die Hufspitze etwas und erschrak.
Er sagte, das Pferd hat einen akuten Reheschub, die weiße Linie war auf beiden Hufen eingeblutet, der Tierarzt muss sofort kommen.
Auf meine Frage, ob die Einblutung von der alten Geschichte vor 3 Monaten sein kann , meinte er nein, das ist ein ganz akuter Reheschub, das Pferd ist zu fett und die abgefressene Weide ist Gift. Die Stute ist zu fett, daher auch nur ganz eingeschränkter Weidegang. Fütterung mit Heu, kein Kraftfutter.
Die Stute lief zu diesem Zeitpunkt im Schritt lahmfrei, im Trab lahmte sie leicht.
Die Tierärztin kam am Donnerstag sofort, eine auffällige Pulsation war nicht zu fühlen, keine warmen Hufe, kein Lahmen im Schritt. Sie spritzte, ich soll wieder Inflacam und  ASS geben.
Hochstellen oder einen Polsterverband hielt sie für nicht notwendig. Jetzt steht sie in einer Box. Leider war der Tierarzt, der sie in den letzten Monaten behandelt hat, nicht erreichbar.
Gestern (Freitag) lahmte sie im Schritt ohne Schuhe auf Betonpflaster nicht, im Trab leicht, keine Pulsation, keine warmen Hufe.
Die Ergebnisse des Blutbildes bekomme ich erst am Montag.
Jetzt meine Fragen.
Tritt die Einblutung in die weiße Linie bei einem akuten Reheschub sofort ein, dass der Schmied dadurch eine sichere Diagnose stellen kann.
Oder dauert es eine gewisse Zeit, bis diese Einblutungen beim Ausschneiden in der weißen Linie sichtbar werden. Wie lange dauert es, bis das sichtbar wird.
Kann eine Huflederhautentzündung auch eine Einblutung verursachen?
Die Behandlung wäre ja anders, wenn es die alte Geschichte ist, dann bräuchte sie kein Inflacam und auch keine kleine Box und könnte wieder mit Schuhen auf den Paddock ohne Weidegang.
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OsieW
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Tavli


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Antwort #1 - 15. August 2015 um 10:11
 
Uff!
Erstmal herzlich Willkommen auf der Gedankenwiese der Fußkranken!
Während ich so Satz für Satz Deinen Bericht las, dachte ich sofort: Wie kann ein Schmied eine Umstrukturierung der Füße so radikal vornehmen? Das erschreckte mich richtig. Wenn mein Pony nur einen neuen Beschlag bekommt, reite ich es an diesem Tag nicht, damit sich die Sehenen an die etwas veränderte Fußstellung gewöhnen können.
So, aber jetzt zum Huf:
Als Dein Schmied sagte, nein, sie habe keine Rehe gehabt, so bin ich fest der Meinung,
daß er das nach so wenigen Wochen noch nicht sehen konnte. Verbreiterte oder eingeblutete weiße Linien zeigen sich erst später, also jetzt, das, was Du gerade an Deinem Pony wahrnimmst.
Ich bin natürlich Laie, hatte auchmal ein Rehepony - sonst wäre ich ja nicht hier Zwinkernd, aber nach meinem Dafürhalten ist der Zustand nicht akut sondern das Ergebnis der Entzündung von vor drei Monaten.
Es ist gut für die Dame, wenn sie eine Weile in der Box steht. Bewegung nur vorsichtig und nur im Schritt.
Der Huf will einerseits durchblutet werden (damit die Entzündungsstoffe abgebaut werden können) und die Sehen geschont werden.
Nur noch zur Info: Bei einer Hufrehe ist das Gewebe so weich, daß der Zug der Beugesehne zu Rotationen führen kann, also das Hufbein sich verlagert.
Darum sollten Rehepferde wenig bewegt werden, auf keinen Fall enge Wendungen, weil das die Sehen belastet.
Gute Besserung der Dame und gewaschenes Heu ist noch besser als altes, denn dann werden Kohlehydrate ausgewaschen.
Wie alt ist die Patientin denn?
Ligrüs,
Osie
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regi
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Antwort #2 - 15. August 2015 um 11:53
 
Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Die Stute ist 10 Jahre alt.
Der Schmied machte vorgestern noch die Aussage, das stärkere Hufwachstum kommt von der Rehe, ein älterer, erfahrener Schmied, ich glaubte erst mal alles, was er mir sagte. Daher auch sofort Tierarzt geholt. Erst da wurde ich etwas misstrauisch, keinerlei Symtome die auf einen akuten Reheschub hindeuten. Die Tierärztin war auch nicht sonderlich beunruhigt. Sie hörte wohl auch auf die Meinung vom Schmied. Ich war natürlich vor 5 Wochen froh, dass er sagte, das Pferd hat keine Rehe gehabt, hätte sie einen Reheschub gehabt, würde er es erkennen. Ohne diese Aussage wäre sie überhaupt nicht auf die Weide gegangen, das gestresstes Gras gefährlich ist weis ich.
Er erklärte mir vor 5 Wochen auch noch genau an den Hufen eines Pferdes, das irgendwann mal Rehe hatte und nicht ganz korrekt steht, den Unterschied. Bei meiner Stute wäre alles in Ordnung, der Huf ist absolut korrekt in der Stellung.
Die Box ist sehr klein und auf dem Paddock steht sie ruhiger rum.
Schwierig ist eben die mehrfache Geschichte  und man nicht genau sagen kann, ob das Lahmen von den Sehnen, der Entzündung oder von dem letzten Tritt kommt. Zwischendurch vor 5 Wochen war sie jedenfalls weitestgehend lahmfrei und nur wenn sie mehr galoppierte lahmte sie wieder etwas, was aber auch nicht verwunderte wegen der Sehnenscheidenentzündung. Am nächsten Tag war es wieder ok.
Auf jeden Fall kommt sie mit den Joggingschuhen sehr gut zurecht.
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Maedchen
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Antwort #3 - 15. August 2015 um 12:52
 
Wenn die Weiße Linie jetzt verbreitert ist, dann war es ein Schub, bevor der Schmied die Einblutungen bei seinem letzten Besuch gesehen hat. Auch die Einblutungen selbst sieht man erst später.

LG
Renate
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Antwort #4 - 15. August 2015 um 13:01
 
Die weiße Linie ist ganz normal, nicht verbreitert
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Antwort #5 - 15. August 2015 um 13:10
 
Vielen Dank für Eure Antworten
LG
Regine
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OsieW
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Tavli


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Antwort #6 - 16. August 2015 um 09:03
 
Auch die Verbreiterung der weißen Linie kann noch kommen. Muß aber nicht.
Wichtig ist Ruhe, gut, daß sie ruhig steht. Sie sollte eher auch nicht galoppieren.
Im Grunde ist es sogar egal, ob das Lahmen von den Sehnen oder den Hufen kommt. Ausruhen ist für alle Beteiligten das Beste, da kannst Du nichts falsch machen.
Bei dem Übergewicht wäre vorsichtige Diät angezeigt.
Es ist aber auch möglich, daß rein die übertriebene Behandlung des Hufschmieds die Unruhe in´s System gebracht hat. Das ist dann nach ein paar Monaten ausgestanden.
Warum wird sie denn nicht geritten?
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regi
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Antwort #7 - 16. August 2015 um 14:09
 
Als ich sie vor 5 Jahren kaufte war sie ungeritten, wir wollten sie selber einreiten. Nach recht kurzer Zeit zeigte sich,das sie oft vorne stolpert und einknickt, dabei auch stürzt. Nachdem meine Tochter so einen bösen Sturz hinter sich hatte, kam Angst bei uns auf. Ohne Reiter fängt sie sich meistens, aber mit Reiter, es ist einfach zu gefährlich. Es kommt zwar nicht mehr oft vor, aber hin und wieder fällt sie.
Schlimm finde ich die Aussage vom Schmied vor 5 Wochen, dass sie mit Sicherheit keine Rehe hatte, sonst wäre sie doch nie auf diese abgefressene Auslauffläche gekommen.
Evtl. bin ich schuld, dass sie jetzt Rehe hat.
Wenn es so ist, dass es etliche Wochen, jedenfalls länger wie 7 Wochen braucht, bis man es in der weißen LInie erkennt, dann darf man solche Aussagen nicht machen.
Ich bin immer noch sehr unsicher, ob es nicht doch ein aktueller Reheschub ist, jedenfalls völlig verunsichert, da sie auch gesatern im Schritt keinerlei Lahmheit zeigt, kein Puls , keine warmen Hufe. Ich habe auch keine Ahnung, ob man an einem Blutbild einen aktuellen Schub erkennen kann.
Abnehmen muss sie, das Problem ist die Gruppenhaltung und und ihre etreme Leichtfuttrigkeit, wir zerbrechen uns da ziemlich den Kopf ohne eine dauerhafte Lösung zu finden.
Mehr Bewegung scheidet alleine durch die Sehnengeschichte aus, auch wenn es nur eine Huflederhautentzündung war, die abgeheilt ist. Es ist nur gut, dass sie kein Temperament hat. Ich selber hatte eine Sehnenscheidenentzündung, das hat fast ein Jahr gedauert mit einem ständigen Auf und Ab bei etwas Belastung bis die weg war.
LG
Regine
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Nucki Nuss
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† 19.08.2010 in Gedenken
an "Willy"


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Antwort #8 - 17. August 2015 um 08:38
 
Hallo!

Aufschluss könnten auch noch Röntgenbilder von den Hufen geben. Dann sieht man direkt, ob im Huf etwas passiert ist oder nicht. Man kann auch die Sohlendicke sehen. Gerade, wenn sie fühlig läuft, evtl. ein Hinweis auf eine dünne Sohle.

Toll, dass Du ihr ein Leben, ohne Leistung zu bringen, ermöglichst!
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