Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fragen zu "Nuts" (Gelesen: 12163 mal)
BlonderHans
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Heere, Niedersachsen, Germany
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22. September 2014 um 00:29
 
Hallo liebe@alle,

vor 2 Monaten habe ich einen 6 jährigen Haflingerwallach gekauft.
Eigene Pferde und Ponies habe ich schon seit über 30 Jahren.Aber bisher GsD-leider- OHNE Reheerfahrung.
Ich bin ausgebildete Tellington-Practitionerin für Pferde und habe dieses Pony explizit für die Tellington-Arbeit mit Kindern und erwachsenen Anfängern/Wiedereinsteigern gekauft.Eine Freundin von mir und ich wollten ihn gemeinsam nach der "Connected-Riding-Methode" von Peggy Cummings mit Hilfe einer Trainerin weiterbilden und reiten.

Seit Donnerstag hat er eine Rehediagnose bekommen(akuter Schub ohne Hufbeinrotation oder -Senkung laut Röntgenbildern.Blutuntersuchungsergebnisse bezüglich EMS und Cushing stehen noch aus,Heilpraktikerin geht von stoffwechselbedingter Ursache aus).

Den Züchtern,die ihn aus persönlichen Krankheitsumständen heraus abgegeben haben,habe ich vor dem Kauf meine Haltungsbedingungen mitgeteilt:Offenstallhaltung mit Matschauslauf und angrenzender Winterweide/gewachsenen Auslauf ca.5000qm im Winterhalbjahr.Fütterung 24 h Heu ad libitum,Offenstall im Winterhalbjahr mit Stroh eingestreut,für den Haffi kein Kraftfutter.Im Sommer von ca. Ende April bis Anfang/Mitte Oktober 24 h Weidehaltung mit Zustecken.
Achso,bei mir hat er drei Wochen nach Ankunft eine Fressbremse von "AS"mit Diätkautschukplatte kontinuierlich 24 Stunden drauf bekommen.Damit ist er 24 h abgesteckte Weide mit der Herde mitgelaufen.
Voraussetzung der Übernahme war:er kommt mit meinen vorhandenen Pferden klar-keine Keilereien,Prügeleien o.ä.Das Pony ist total artig,lieb,klar im Kopf-hat mir den meinen schon verdreht und sich meiner Meinung nach voll in die bestehende Pferdegruppe integriert.Obwohl er erst so kurz hier ist,scheint er sich sehr wohl in meiner Herde zu fühlen.

Zu meinen anderen Pferden zählen ein ca.35 jähriges Pony-Rasse unbekannt-etwas mehr als ein laufender Meter,so ca.120m Stockmaß-eine kleine Rennmaschine-trotz seines Alters.Ein 20 jähriger Hannoveranerwallach aus dem Pferdeschutz mit kissing-spines und meine eigene temperamentvolle,blütige 6 jährige Trakehnerstute.
Die beiden großen decken ihren Energiebedarf im Winter hauptsächlich aus den Rauhfuttermengen-deshalb die ad libitum Fütterung.Die Traki-Stute bekommt zusätzlich 400g-800g Nutri-Star von St.Hyppolit und 400g speedy beets von Pavo pro Tag je nach Nutzung bzw.Außentemperatur im Winterhalbjahr.Der Ponywallach bekommt wegen seines mangelhaften Gebisszustandes je nach Bedarf 2-3 Mahlzeiten Heucobs, eine Kräutermash-Mahlzeit pro Tag und nibbelt nebenher am Heu/Stroh oder Gras mit herum.

Ich habe in einem alten Kuhstall noch drei herkömmliche,große Boxen eingebaut.Die sind aber hauptsächlich für den Ponywallach zum Heucobsfressen und die Stute fürs Kraftfutter fressen oder falls wir mal einen überdachten Putzplatz benötigen oder eben wie z.Zt. den akut rehekranken Haffi dort parken können.Ansonsten nutze ich die Boxen eigentlich nur in der Silvesternacht,weil der Hof in Dorfrandlage liegt,wo viel geböllert wird.

Für mich ist meine,kleine heile Welt zusammengebrochen.Ein Rehepony zu übernehmen,wäre mir nie in den Sinn gekommen.Ich weiß nicht,ob ich ihm gerecht werden kann.Die vielen Haltungsfragen/Ernährungsfragen/Management???Mir schwirrt nur so der Kopf.
Dazu der knallharte wirtschaftliche Faktor:ältere Ponies,mit einem Manko hätte ich en masse billiger haben können.Ich habe mich bewusst für ein junges,gesundes,teureres Pony entschieden.Vor zwei Monaten ausdrücklich als gesund verkauft-mein Hufschmied sagt:"Die weiße Linie ist verbreitert-der muss schon mal einen Schub gehabt haben.Das hätte jeder Schmied sehen müssen-auch der Schmied vom Verkäufer,der das Pony noch 2 Tage bevor sie mir den Wallach vorbeigebracht haben,ausgeschnitten hat...???"
Mein Mann und unsere Trainerin argumentieren,ich solle versuchen,den Verkauf rückgängig zu machen.Mein Herz sagt,behalte ihn.Andrerseits habe ich auch die finanzielle Verantwortung für drei Kinder und bereits drei vorhandene Pferde.

Ich hoffe hier ehrliche Antworten und Hilfestellung zu finden.Auch hoffe ich ,das ich soweit erstmal nichts vergessen habe.
Ach,vielleicht noch etwas zur Therapie:Boxenruhe in Spänebox,vorerst über 5 Tage angedacht,Hufe kühlen 2x tgl.-wovon er aber nur 1x täglich möchte.Medikamentös Equipalazone gegen die Schmerzen(habe ich schon gehört,das das kontrovers diskutiert wird),Veraquel und Heparin s.c.Injektionen 2x tgl.über 5 Tage.
Meine Heilpraktikerin hat eine Kur von "Rhenalind 2x tgl. 80 g"von der Firma "Pernaturam" über 6 Wochen empfohlen.

Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Hinweise und evtl.ähnlichen Erfahrungsberichte,

Claudia mit Nuts

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Bjalla
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Antwort #1 - 22. September 2014 um 08:39
 
Hallo und herzlich willkommen, auch wenn der Anlass nicht schön ist!

Deine Haltung klingt wirklich durchdacht und vernünftig. Für ein Rehepferd ist das viele Gras allerdings riskant. Auch die Behandlung klingt für mich sehr gut. Allerdings würde ich Rhenalind erst füttern, wenn der Reheschub vorbei ist.

Momentan würde ich dir raten, ihn in seiner Box weich zu stellen und nur gewaschenes (also mindestens eine halbe Stunde lang eingeweichtes) Heu zu füttern. Das entlastet den Stoffwechsel.

Außerdem würde ich das Ergebnis der Blutuntersuchung abwarten. Bei einem so jungen Pferd würde ich kein ECS vermuten, eher EMS. Ist er denn dick? Vielleicht könntest du Bilder einstellen, damit wir ihn uns ansehen können? Lies mal im EMS-Bereich, ob die Anzeichen dir bekannt vorkommen.

Sollte er EMS haben, würde ich ihn im Sommer nicht 24 h auf die Weide stellen. Aber vielleicht wäre es möglich, ihn später stundenweise mit Maulkorb auf die Weide zu lassen und in der anderen Zeit einen Paddock für ihn abzuteilen, von dem aus er die anderen sieht? Allerdings würde ich das davon abhängig machen, wie gut er sich erholt und abgenommen hat. Wenn er entsprechend gehalten wird und er für deine Zwecke ansonsten das ideale Pferd ist, könnte das gut klappen.

LG
Kerstin



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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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cheyenne
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in der Ruhe liegt die
Kraft


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Antwort #2 - 22. September 2014 um 13:26
 
Hallo Smiley

ich würde mich über Fotos freuen um einen besseren Einblick zur Figur zu bekommen, würde ebenfalls Heu waschen und keine Weide. Bei sorgfältiger Fütterung, Haltung und gutem Schmied finde ich schon das ihr euch zusammenfinden könnt. Aber wichtig ist eben, das die Rehe komplett ausheilt und das Pferd nicht zu früh belastet wird. Weide 24h halte ich für zuviel für ein Rehlein, auch mit Maulkorb. lg Cheyenne
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
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OsieW
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Tavli


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Antwort #3 - 22. September 2014 um 14:37
 
Auch von mir ein herzliches Hallo!
Mich wundert es sehr, daß ein 6jähriger schon so deutlich Rehe bekommt.
Normalerweise verkraften nämlich die jungen Tiere solche Fressbelastungen wie unsere Wiesen sie darstellen ganz gut und Problem tauchen erst später auf.
Wenn er nicht superschweinchendick ist, dann muß man der Sache anders auf den Grunde gehen, dann ist
er kein gesundes Pferd gewesen, schon beim Kauf nicht.
Hm.
Also Ursachenforschung finde ich wichtig.
Gibt es Blutbilder aus den Vorrehezeiten?
Ligrüs,
Osie
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In Gedenken an Tavli

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verstorben am 26.1.2013
 
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Zoey
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Antwort #4 - 22. September 2014 um 17:17
 
Herzlich Willkommen auch von mir,

hm...so schlecht finde ich deine Haltung gar nicht.
Ich denke auch, dass da vorher was im argen war.
Hast Du noch ein normales BB machen lassen, die Leberwerte wären sehr interessant.
Das deine Heilpraktikerin von einer Stoffwechselstörung ausgeht ist klar, Rehe ist ja auch eine Erkrankung des Stoffwechsels.
Die Behandlung finde ich soweit ok. Aber wieso soll er Nierenkräuter bekommen? Da wäre ich zur Zeit etwas vorsichtig, soweit ich gesehen habe sind da auch Kräuter zum entgiften dabei. Aber Pferde entgiften teilweise auch über die Hufe. Nicht das die Rehe dadurch schlimmer wird.
Ich würde Dir eher empfehlen ihn auf Diät zu setzten. Also eingeweichtes Heu (mind. 1 std.) 1-1,5% vom Sollgewicht falls er zu dick ist und 2% vom Istgewicht wenn er eine gute Figur hat.
Kräuter würde ich erst geben, wenn er aus dem Schub raus ist. Und dann auch eher Leberkräuter, da die Leber durch die Rehe doch sehr belastet wird.

und falls Du Fragen hast, immer her damit Smiley
LG
Yvonne
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BlonderHans
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Antwort #5 - 23. September 2014 um 07:48
 
Hallo,lieben Dank an alle für das herzliche Willkommen!

Bitte wundert euch nicht,wenn ich auf Eure Beiträge erst am nächsten Tag reagiere-lesen mache ich schon aus Neugier und um nichts wichtiges zu verpassen schon meist vorher.Morgens zwischen 6.30 Uhr und 8.00 Uhr ist meine PC-Zeit.Bis dahin sind alle Kinder aus dem Haus und ich habe etwas Zeit und Ruhe,bevor ich mit den Pferden anfange.

@Bjalla:ja,24 H Sommerweide,das geht gar nicht.Das habe ich mir selbst als Reheneuling schon gedacht und die TÄ,Schmied und Heilpraktikerin hatten  das auch schon gesagt.Ich wünsche uns so,das es wenigstens mit Maulkorb ein paar Stunden klappen könnte.Unsere Heilpraktikerin meinte,das man ihn vielleicht nachts mitlaufen lassen könnte?Vom Bauchgefühl her würde ich aber sagen,z.B. von 21.00 Uhr bis 8.00 Uhr-das wäre viel zu lange.

Unsere TÄ hat geraten,ihm Heu vom Vorjahr zu geben.GsD habe ich davon noch genug.Muss ich das auch ca. 1 Stunde wässern oder kann ich darauf verzichten,weil es vom letzten Jahr ist?Bisher habe ich gewässert.

Mit Bildern und PC habe ich es nicht so,aber was tut man nicht alles.Ich werde mich bemühen mit Hilfe meiner Söhne hier mal Fotos reinzustellen.

Entwarnung für Cushing kam gestern mittags schon.Weil er bis gestern trotz der Schmerztherapie noch nicht deutlich besser läuft kommt die TÄ heute gegen 15.00 Uhr nochmal vorbei.Bis dahin sollten auch die Blutwerte bezüglich EMS da sein und Klarheit gebracht haben.

Auf jeden Fall ist er zu fett.Er ist "vom alten Schlag" und die neigen ja eh zu ihren Fettpölsterchen.

Ich habe im Bekanntenkreis jemanden,der für die "Pferdewaage" arbeitet.Den werde ich die Woche nochmal kontaktieren.Er kennt sich bestimmt auch mit Gewichtsreduktion und natürlich Gewichten an sich aus.

@Cheyenne:"...das das Pferd nicht zu früh belastet wird..."hast Du geschrieben.Wie liegen Deine Erfahrungsberichte:Woran erkenne ich,das die Rehe komplett ausgeheilt ist?Was ist unter Belastung zu verstehen?Ich habe das so verstanden-selbst die Umstellung von Box auf 24 h Matschpaddock  kann schon zu viel sein.Irgendjemand hat mir geraten,nachdem die TÄ das o.k. gegeben hat,mit 1 Stunde Matschauslauf täglich zu beginnen.Ich weiß leider nicht mehr wer...
Bis ich ihn wieder reiten kann,das wird vermutlich erst im nächsten Herbst wieder sein.Aber die kiddies mit zwischen 35 und maximal 50 kg für eine halbe Stunde im Schritt spazieren führen.Maximal an 4 Tagen in der Woche,ab wann könnte man das wieder wagen-im nächsten Frühjahr,wenn sich alles gut entwickelt?Oder sollte ich mich sicherheitshalber auch von diesem Zeitraum verabschieden?Die "Reittage" für ihn von vorneherein begrenzen auf zwei oder drei Mal?

@OsieW:ob es Blutbilder aus Vorrehezeiten gibt,das weiß ich nicht.Ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht getraut mit den Vorbesitzern Kontakt aufzunehmen.Ich habe so ein schlechtes Gewissen,das er diesen Reheschub jetzt bei mir bekommen hat.
Ich weiß,das ich ihn mehr hätte bewegen müssen,aber in der kurzen Zeit,die er erst bei mir ist,
wollte ich ihm genügend Eingewöhnungszeit geben.Er muss ja die Umstellung auch psychisch verkraften.Als ich überlegt habe,ihn zu kaufen,waren zwei Leute dabei,die mir zugesagt hatten,sich reiterlich mit um ihn zu kümmern und mich zu entlasten.Beide sind abgesprungen.Eine potentielle dritte Person hat sich gar nicht erst bei mir gemeldet.
Ich bin auch der Meinung,das auch der Zeitraum von 2 Monaten noch viel zu kurz ist,um davon zu sprechen,er hat sich jetzt eingewöhnt.Ein halbes Jahr würde ich ihm mindestens geben und jetzt ist er so kurzfristig wieder aus der Herde raus.Ich stelle ihm zwar stundenweise immer abwechselnd einen von den anderen dreien tagsüber mit in den Stall,aber das ist ja doch nicht das pralle Herdenleben...
Auch hat er sich in den zwei Monaten ziemlich unsicher gezeigt:führen von der Herde weg,ging /geht gar nicht alleine.Er brauchte immer die ganze Herde von der Weide runter.Erst wenn alle anderen von der Weide runter im Boxenstall waren,ist er hinterher gekommen.Er hat einfach noch kein Selbstvertrauen gehabt.Daran wollte ich mit Tellington zuerst arbeiten,bevor ich ihn reiterlich fordere.

@Zoey:ich muss mal bei der TÄ nachfragen,ob sie auch ein normales BB abgenommen hat.
Mit der Entgiftung habe ich meine Heilpraktikerin so verstanden,das sie die Ursache des Reheschubes auch in der Belastung des Hufes durch Giftstoffablagerungen im Huf vermutet.Diese Giftstoffe sollen vorzugsweise über die Nieren-deshalb das Rhenalind-ausgeschieden werden.
Dazu werde ich aber nochmal die Frau Staab kontaktieren.Sie weiß da ja sicherlich genaueres und hat spezielle Erfahrung mit den Rehleins( ein so schönes Bild übrigens-meiner ist allerdings eher ein stattlicher Hirsch...).

Noch ist nichts bestellt.

So,jetzt gehe ich mal rüber Heu wässern...

Vielen Dank für Eure Hilfe bisher und das Mut machen,

Claudia mit Nuts
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BlonderHans
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Heere, Niedersachsen, Germany
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Antwort #6 - 23. September 2014 um 07:52
 
Ich nochmal-macht es eurer Meinung nach Sinn,heute nochmal ein BB abnehmen zu lassen?Die Therapie läuft ja schon seit Donnerstag und da sind die Werte ja sicherlich schon nicht mehr unverfälscht?

LG,Claudia mit Nuts
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Zoey
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Schwetzingen, Baden-Württemberg, Germany
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Antwort #7 - 23. September 2014 um 09:57
 
Ich würde noch ein Großes Blutbild machen lassen, da sieht man dann wie schlimm es die Leber erwischt hat.
Wenn er zu dick ist, würde ich zur Zeit das Heu wässern und rationieren, damit der Stoffwechsel zur Ruhe kommt.
Wenn er immer noch Schmerzen hat, kannst Du ihm einen Polsterverband anlegen. Das hilft den meisten Pferden.
Die Spänebox so tief wie möglich einstreuen. Damit er weich stehen kann.
Solange er Pulsation bzw. Heiße Hufe hat würde ich ihn nicht aus der Box lassen. Je nachdem wie kooperativ er ist, würde ich evtl. sogar warten bis er soweit Schmerzfrei ist, das er keine Schmerzmittel benötigt.

schau mal auf der Seite hier wird Hufrehe sehr gut erklärt.
http://www.equivetinfo.de/html/hufrehe.html

LG
Yvonne
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Lugi
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Antwort #8 - 23. September 2014 um 10:15
 
Ein herzliches "Hallo" auch von mir -
herzlich Willkommen und Glückwunsch zu Deiner sehr bedachten und überlegten Herangehensweise. Dass Du das Pferd nicht sofort zurück gibst, obwohl es nun in seinem Krankheitsverlauf gar nicht dem entspricht, wofür Du es gekauft hast , ist Dir wirklich hoch anzurechnen. Dass Du ein schlechtes Gewissen hast, weil er bei Dir Rehe bekam, ist aber, denke ich, gar nicht berechtigt. Du hast ja schon vorher durch Maulkorb und sehr bewußte Haltung versucht, das schlimmste einzudämmen. Eine Rehe ist keine spontan-Reaktion (es sei denn, ein Pferd hat die Futterkammer geplündert und viele Kilo Kraftfutter erwischt), sondern entwickelt sich über einen sehr langen Zeitraum. Der Grundstein zu Eurem akuten Schub ist sicher schon lange vor dem Verkauf gelegt worden. Wahrscheinlich hättest Du das gar nicht aufhalten können.
Jetzt muß der Kleine als erstes aus dem Schub rauskommen - erstaunlich dass er so schlecht auf die Schmerztherapie anspricht. Liegt er denn viel? Vielleicht solltet Ihr es mit einem anderen Schmerzmittel versuchen? Und abspecken! Gewaschenes Heu ist jetzt im Schub sicher das erste Mittel der Wahl (auch wenn es Heu vom letzten Jahr ist!). Später kannst Du es mal mit der Zufütterung von SpeedyBalancer versuchen - das hilft ebenfalls sehr beim Abnehmen und damit bekommt er die nötigen Mineralien.

Wegen der Weidezeiten: Nachts ist natürlich immer besser als tagsüber, aber die ganze Nacht ist definitiv zu lang! Mein Pony war nie länger als nachts ca. 10 bis 12 Stunden auf der Weide und hatte dennoch versteckte Schübe, obwohl er nicht dick war. Ich denke, die beste Zeit, langsam wieder mit Weide zu beginnen ist im Spätsommer (nicht Herbst!). Ich würde ihn abends rauslassen und nach ein bis drei Stunden wieder reinholen - aber man muss das natürlich sehr individuell beobachten, Pulsation und Huftemperatur fühlen. Für manches Pferd ist das schon zu viel, andere vertragen mehr. Nur dieses Jahr sollte er sicher nicht mehr aufs Gras, frühestens im nächsten Spätsommer, wenn er bis dahin schlank und rank ist.

Was die Bewegung angeht: Richtig, Du solltest vor dem Ablauf eines Jahres nicht reiten (solange braucht der HUf, um einmal durchzuwachsen), aber ich glaube, wenn alles gut verläuft und er sich erholt, dass im nächsten Frühjahr diese kleinen Schritt-Spaziergänge mit einem Kind nicht unbedingt schädlich sind (aber wie gesagt: Gut beobachten!). Langsam mit Paddock beginnen, wenn er nicht mehr so schlimme Schmerzen hat. Wenn er ohne Schmerzmittel laufen kann, dann kannst Du mit Spaziergängen loslegen (mit 5 oder 10 Minuten anfangen und alle zwei Tage steigern, sofern er es verträgt), später: Bodenarbeit, geradeaus longieren oder Langzügel-Arbeit - alles möglich, aber in Maßen. Wendungen und Reitergewicht sind zunächst tabu. Aber gerade für ein dickes Pferd ist die Bewegung ja das A&O. Wenn die Hufe gut wachsen und die Wand wieder glatt ist, sich keine Rotation oder Absenkung entwickelt, kannst Du sicher auch mit leichter reiterlicher Belastung langsam beginnen. Bevor Du die Belastung erhöhst, würde ich nachröntgen, um eine spätere Rotation oder Absenkung auszuschließen.

Und sicher macht es Sinn, noch mal ein Blutbild abnehmen zu lassen, Du willst ja den momentanen Stand wissen, um auf den zu reagieren.

Übrigens: Ich denke auch, dass er eigentlich für Cushing zu jung ist, und deshalb auch bei späteren Tests negativ sein wird. Aber: Bei uns waren die ersten Cushing und EMS-Checks auch negativ, EMS wurde dann aber nach ca. eineinhalb Jahren doch positiv. Man kann die EMS-Neigung nicht unbedingt sofort im Blutbild sehen, sie entwickelt sich in vielen Jahren und zeigt sich sehr viel später. Was ich sagen will: Auch wenn die Tests negativ sind, schadet es nicht, EMS-Diät zu füttern!
Und bestimmt kannst Du ihm auch mit TTouchs helfen und den Stoffwechsel unterstützen.

Ich wünsche Euch alles Gute und drücke die Daumen, dass der arme Bub bald keine Schmerzen mehr hat.

LG Antje

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Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
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Nucki Nuss
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† 19.08.2010 in Gedenken
an "Willy"


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Berlin, Berlin, Germany
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Antwort #9 - 23. September 2014 um 10:44
 
Hallo auch von mir!
Die Anderen haben schon viel Hilfreiches geschrieben.

Wenn die Hufe warm sind, kannst Du mit Kühlen helfen (in Eimer oder Pfütze stellen, Kühlglocken basteln oä.)

Gute (schnelle) Besserung!
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OsieW
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Tavli


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Aachen, Nordrhein-Westfalen, Germany
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Antwort #10 - 23. September 2014 um 14:39
 
Auch ich sehe es so, daß Du kein schlechtes Gewissen haben mußt.
Aber ich habe so dringend den Verdacht, daß dieses Pferd etwas mit sich herumschleppt, das sich nicht
nur einfach auf zu viel Fressen zurückführen lässt.
Wie war der Boden, wo er früher wohnte? Manchmal vertragen die Tiere den Untergrund nicht, evtl. ist er sogar belastet.
Vielleicht könntest Du sehr behutsam bei den Vorbesitzern nachfragen. Die werden sich wahrscheinlich sowieso eher bedeckt geben, wenn es darum geht, Altlasten zuzugeben...Hm.
Jedenfalls denke ich, daß neben der laufenden Therapie Ursachenforschung sinnvoll wäre.
Und wenn Pony sich gut entwickelt, sehe ich kein Problem darin, es zum nächsten Frühjahr mit leichten Menschen zu belasten und langsam wieder an das Arbeitsleben zu gewöhnen.
Viel Erfolg
wünscht
Osie
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In Gedenken an Tavli

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verstorben am 26.1.2013
 
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ISI Rider
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Mine Schatzi‘s :)


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Altenboitzen, Niedersachsen, Germany
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Antwort #11 - 24. September 2014 um 06:52
 
Herzlich Willkommen auch von mir!

Ich würde gerne erst einmal Bilder sehen, am besten so http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1345574788 dann weiß man worüber wir sprechen!

Vg. Karin
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Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
Was du machst...
Oder WAS du hast.
Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast.


Aktuelle Fütterung Myra : Heu unbegrenzt, 100 gr Rüschis, 100gr Agrobs Wiesenflakes, 1 große Handvoll Luzernestängel pur, Bockshornkleesamen
Das Pony ist voll belastbar.


Tagebuch von Myra


Fragen zum Tagebuch von Myra
 
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BlonderHans
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Hufreheforum.de


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Heere, Niedersachsen, Germany
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Antwort #12 - 04. Oktober 2014 um 09:41
 
Hallo Liebe @alle.Bitte entschuldigt,das ich mich erst jetzt wieder melde.Ich hatte zwischenzeitlich noch unseren großen Hannoveraner zu versorgen,der mit einem Hufgeschwür krank war.

Bilder reinstellen habe ich bisher nicht geschafft-geschweige denn erstmal neue machen.

Der akute Reheschub ist seit Montag dieser Woche definitiv vorbei.Nuts hat weiterhin Boxenruhe.Ich soll ihn langsam auf Grasboden/weichem Untergrund zeitmäßig langsam steigernd im Schritt geführt bewegen.Wir haben am Dienstag mit 10 Minuten angefangen.Heute werde ich wohl 20 Minuten auf 2x täglich verteilt schaffen.Den großen Wallach(Quatro) soll ich ja auch noch bewegen und die anderen wollen auch bewegt und unterhalten werden.


Ich habe jetzt nochmal eine Frage zur Fütterung von Nuts:definitiv muss er abnehmen,was ja z.Zt. nur über Menge geht.Der TA hat ihn auf 450 kg KG geschätzt.Ich habe mir bei Krämer u.a. eine Futterwaage,Maßband und engmaschige Heunetze mit 3 cm bestellt.
Füttern kann ich über den Tag verteilt auf 3 Portionen und abends 1.Füttere ich im Heunetz "kämpft" er mit dem Heunetz.Aufgrund eurer Erfahrungsberichte bezüglich der Verwendung von Heunetzen und den daraus möglichen Schäden an Gelenken und Muskulatur habe ich da nicht ein so gutes Gefühl.Gestern habe ich ihm sein Futter mal wieder vom Boden aus gefüttert und er hat deutlich ruhiger gefressen.
Mische ich das Heu mit Stroh frisst er zwar etwas länger,aber die Portion ist auch spätestens nach 40 Minuten verputzt.
Mengenmäßig habe ich bisher ca. 8 kg Heu und 3kg Stroh gefüttert,was laut Berechnung bei 450 kg/KG viel zu viel wäre.Wenn ich die Futterwaage da habe,kann ich das sicherlich genauer auswiegen.

Wie wären eure Erfahrungswerte?Ich habe Sorge,das er Magengeschwüre entwickelt,wenn die Fresspausen so lang sind.Unmelassierte Rübenschnitzel bzw.Speedy Beets-ich weiß nicht.Sind das wirklich "Nur" Futtermittel zum Auffüllen?Haben die nicht auch wieder übermäßige Kalorien?

Meine Futterzeiten sind morgens zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr.Mittags zwischen 13.00 Uhr und 14.00 Uhr.Nachmittags zwischen 17.00 Uhr und 18.30 Uhr und abends zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr.

Über eine Antwort würde ich mich,trotz der nach wie vor fehlenden Bilder freuen.Ach so,EMS und Cushing-Bluttests waren negativ.

LG,Claudia mit Nuts
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Lugi
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Hünstetten, Hessen, Germany
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Antwort #13 - 04. Oktober 2014 um 11:58
 
Meine ERfahrungen mit zu langen Fresspausen haben mich nun auch wieder dazu gebracht, aus Heunetzen zu füttern, aber möglichst tief vom Boden und nicht in freischwingenden Netzen. Auf dem Paddock in Heukiste mit liegendem festgeclippten Netz, in der Box an der Wand.
Die Fresspausen machen nicht nur Magenprobleme, sondern können sich auch sehr negativ auf den gesamten Stoffwechsel auswirken (ein Symptom dann: Hufrehe!)
siehe hier:
http://www.oyla.de/userdaten/362/52730/pdf/Artikel_Cavallo_April12.pdf

Deshalb ist das mit der Diätfütterung natürlich sehr schwierig und ein Abwägen zwischen Tod und Teufel.
Ich würde versuchen immer mal eine Mahlzeit zwischendurch oder einen Teil der Mahlzeit lose zu geben, den anderen in Heukisten mit Netz, dann ist die Fresshaltung mit gradem Kopf möglich und weitestgehend natürlich.
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Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

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BlonderHans
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Antwort #14 - 05. Oktober 2014 um 09:51
 
Hallo Antje,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort gestern.

Ich habe gestern mit dem Maßband nachgemessen und mich erschreckt:480 kg.Größe messe ich heute nochmal genau nach.

Mit der Federwaage das Gewicht abwiegen hat mir nochmal gezeigt,wie leicht doch unser Stroh ist im Verhältnis zum Heu.
Wie würdest Du das Verhältnis Heu : Stroh füttern? 3 : 1?

Ich habe jetzt für die Tagesration 3 kg Heu und 1 kg Stroh gedacht-das auf drei Mahlzeiten verteilt.

Abends bekommt er dann dasselbe nochmal für die Nacht.Ist das zu wenig oder gar zu viel?Wenn ich 1% vom KG rechne,dürfte er ja nur 4,8 kg Rauhfutter,das wären ja Heu und Stroh zusammen, als Tagesration bekommen.Tagesration wäre für mich Futter tagsüber und nachts.Ist das nicht total super wenig????

Tagsüber füttere ich ihm in Netzen,nachts bekommt er so in die Box.

Mensch ist das schwierig.Wie habe ich es bisher mit meinen dreien doch leicht gehabt.Heu ad libitum rein und fertig.

Meine nächste Frage wäre.Habt ihr managementtechnisch eine Lösung im Kopf,wie ich es mit der gemeinsamen Winterhaltung mache?Tagsüber das Pony zu den Mahlzeiten in die Box zu sperren ist kein Problem.Mit Freßkorb sollte er dann mit den anderen tagsüber laufen können.

Aber nachts würde er ja dann unkontrolliert mitfressen,wenn die anderen drei Heu ad libitum bekommen?Zwar mit Maulkorb,aber...?

Ihn auf einem extra Stück abgetrennt unterbringen,dann hat er keinen Kontakt zur Herde.Ich habe auch nicht die Möglichkeit,den Unterstand auf der Weide so herzurichten,das er einzeln abgetrennt da rein könnte und die anderen ebenfalls,z.B. die andere Seite nutzen.
Problematisch wird das werden,wenn das Wetter schlechter wird-Dauerregen,Schnee.
Bisher war das kein Problem,weil die Winterweide wirklich groß genug ist,so daß die Pferde genügend trockene Stellen finden,Windschutz durch die vorhandenen Hecken und Bäume haben,sich bei kaltem Ostwind hinter den Stall zurückziehen können und,und,und.

Klar,eindecken wäre auch noch eine Möglichkeit.

Das Problem mit dem unkontrolliertem Mitfressen nachts bleibt aber nach wie vor.Es wäre schön,wenn Du oder jemand anderes dazu vielleicht nochmal eine Idee hätte,auf die ich bisher nicht gekommen bin.

LG,Claudia mit Nuts
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Sumseline
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Antwort #15 - 05. Oktober 2014 um 11:57
 
Also ich würde von der Menge her 1,5% des Gewichts füttern. Aber des SOLL-Gewichts und nicht des Gewichts was dein Pferchen gerade hat Zwinkernd.
Ich würde mit 450 kg rechnen, dann kämst du auf 6,75 kg Tagesration. Da er gerade den akuten Schub hatte, würde ich mich sogar auf 6-6,5 kg beschränken.
Wenn dein Haffi jetzt nur in der Box steht, solltest du mit Stroh etwas vorsichtig sein, wegen Kolikgefahr.

Meine hat zu Beginn nur 6 kg Heu bekommen und gar kein Stroh. Wenn du das Heu wäschst, würde ich 6 kg Heu und 1 kg Stroh füttern. Wenn du es nicht wäschst würde ich entweder nur 6 kg Heu oder aber 5 kg Heu und 1 kg Stroh.

So weit meine Meinung Smiley

Wie du das im Winter am besten machst kann ich dir leider nicht sagen, meine steht deswegen mittlerweile wieder in einer Box.
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Lugi
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Antwort #16 - 06. Oktober 2014 um 07:34
 
hallo Claudia,
Deine momentane Fütterung finde ich nicht schlecht. ich würde auch nicht auf 1% des Sollgewichts runtergehen - das ist zu radikal und eher schädlich, gerade wenn er jetzt frisch einen Schub hatte. (Allerdings ist mir nicht klar, was sein Soll-Gewicht ist??). Er darf auch nicht zu schnell abnehmen - große Belastung des Stoffwechsels. Nach dem Schub lieber langsam mit Bewegung beginnen. Auch Spazierengänge helfen beim Abnehmen. Und für die stetige Bewegung ist natürlich auch die Haltung in der Herde sehr viel besser als Einzelhaltung! Zumal aus Langeweile auch viel mehr gefressen wird und die Psyche leidet. Da muss man abwägen. Nachts würde ich aber ebenfalls aus Netzen füttern, da ist sonst die Fresspause zu lang! Lieber eine Mahlzeit am Tag ohne Netz, aber wenn er gut draus fressen kann, ohne große Kraftanstrengung und Kopf verdrehen, lass doch jede Mahlzeit im Netz.

Zu Deiner Winterhaltung habe ich keine Idee, da ich Deine Möglichkeiten nicht kenne. Aber wie gesagt, grundsätzlich würde ich die Herdenhaltung bevorzugen, wenn er in der Herde gut integriert ist.
Kannst Du im Winter die Haltung so nicht weiterführen, dass er zur Fütterung in der Box steht und ansonsten in der Herde mit Maulkorb?
Deine Pferde stehen alle im Winter rund um die Uhr auf großer Koppel und haben nur einen Umterstand? Steht da  Gras drauf? Wie gut kann Dein Rehlein mit Maulkorb Heu fressen? Kannst Du ihn denn vielleicht zeitweilig abtrennen, damit er nur seine Mahlzeiten bekommt und ansonsten mit Maulkorb dazu lassen? (Mein Lugi kann mit Maulkorb kein Heu fressen.) Und wenn Du die anderen auch aus Netzen fütterst? Hast Du eine Rundraufe mit Rundballen auf der Winterweide stehen? Kannst Du die  mit engmaschigem Netz abdecken? Wenn er mit Maulkorb dann noch fressen kann, kannst Du ihn ja rund um die Uhr dazu stellen und sein Gewicht kontrollieren. Wenn nicht, stell ihn zur Fütterung extra (in die Box?).
Was für einen Maulkorb hast Du? Eventuell den noch wechseln? Ich habe diesen Fresskorb mit Gummiplatte und Loch unten drin. Wenn das Loch Originalgröße hat, dann kann Lugi damit nur sehr kontrolliert verhältnismäßig kurzes Gras fressen - Heu aus Netzen gar nicht. Andere können das wohl???

Auf jeden Fall gilt:  Ihn immer beobachten! Kein Pferd funktioniert ja nach Schema F - alle sind irgendwie anders.

Alles Gute, Dir wird eine Lösung einfallen - am Anfang sieht immer alles viel komplizierter aus - und irgendwann hat man dann Lösungen ausgeklügelt.
Viel Glück.
Antje
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DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
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Antwort #17 - 06. Oktober 2014 um 07:53
 
Hallo ihr@alle,

gut,mit der Futtermenge ist jetzt geklärt.Ich füttere z.Zt.6 kg Heu und 1kg Stroh auf 24 h in vier Portionen zu den gewohnten Zeiten.
Auch habe ich mich nach Susannes Beitrag nun dazu entschlossen aus tief hängenden,festgemachten Heunetzen zu füttern. Damit frisst er in tiefer Kopfhaltung und deutlich ruhiger.Das war also ein guter Tipp-danke Dir dafür!

Er ist ein echt lieber Kerl.Gestern habe ich tagsüber den Hannoveranerwallach mit seinem abgeheilten Hufgeschwür nach draußen gestellt.Also war Nuts allein im Stall und hat aber kaum Aufstand geprobt.Vielleicht kann ich ihn im Winterhalbjahr auch nachts aufstallen.Dann kann er wie schon so oft geschrieben,wenigstens tagsüber mit Maulkorb mit der Herde auf der abgefressenen Winterweide/Matschpaddock laufen.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Temperaturen.Ist das nur jetzt im August-Oktober noch Fruktanzeit?Ich meine gelesen zu haben,das ab nächtlichen Temperaturen von unter 10 Grad die Fruktananreicherung im Morgengras
schon erhöht ist.Die gefährdeten Pferde also möglichst erst nach 11.00 Uhr auf die Weide kommen sollten.Gilt das auch für abgefressene(mm-Länge-Gras),Matschpaddock/weide
in den Wintermonaten?
Auch bei Bodenfrost bzw.Dauerfrost sollen sie ja nicht unbedingt ohne eine Heumahlzeit vorher nach draußen.Dieses Problem,wie gesagt hatte ich mit meinen anderen dreien nicht zu beachten,da sie ja immer genug Heu zur Verfügung haben/hatten.

Täglich ergeben sich neue Fragen für mich.Ich hoffe,ich nerve euch nicht mit den Infos,die nur kleckerweise kommen.

Ach so, über welchen Zeitraum sollte denn das Heu gewaschen werden?
Nuts ist jetzt seit einer Woche schmerzfrei ohne Medis.Er läuft damit auf Gras im Moment täglich ca. 20 Minuten beschwerdefrei.Ist damit der akute Schub schon vorbei?

Wie lange muss ich ihm noch die Füße kühlen.Wir stellen unsere Brunnenpumpr bald ab,wegen der Frostgefahr.Dann wird es eng mit der Wasserrechnung.

Danke schon mal, für eure Zeit,die ihr euch für uns nehmt.

LG,Claudia mit Nuts
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Lugi
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Antwort #18 - 06. Oktober 2014 um 09:17
 
Füße kühlen nur, wenn sie deutlich warm sind, d.h. ein akuter entzündlicher Prozess vorliegt. Ansonsten soll ja eher die Durchblutung angeregt werden, damit das Zellwachstum, die Selbstheilung und die Entgiftung ordentlich funktionieren kann, dafür ist das Kühlen dann eher kontraproduktiv.

LG Antje
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Antwort #19 - 06. Oktober 2014 um 10:06
 
Hallo Antje,

vielen Dank für Deine Antwort!

Die anderen drei habe ich im Winter auch immer aus Netzen gefüttert.Nur halt gewichtsmäßig nicht kontrolliert-wenn leer,dann aufgefüllt-beobachten halt.

Ich habe die L-Fressbremse von "AS" gekauft und noch eine Billigfressbremse von "Equiriding".Bie Billigfressbremse umschliesst das Maul besser,scheuert aber sehr am seitlichen Verschlussteil.Die "AS"-Fressbremse hatte ich erst in Größe"M"-da hat sie das Maul gut umschlossen,aber die Backenriemen waren zu kurz.Der in "L" passt von den Backenriemen her besser,aber ich bin mir nicht sicher,ob er ums Maul herum ausreichend eng ist.Auch mit den großen Nasenlöchern befürchte ich,das er da ordentlich Gras seitlich nebenher gefressen haben könnte,obwohl unten eine Diätkautschukplatte drin ist.Gepolstert werden müsste an beiden noch etwas.Heu kann er sich mit beiden Fressbremsen etwas aus den Netzen ziehen.Ich habe aber natürlich bei Herdenhaltung dann keinen genauen Überblick,wer wieviel frisst.Aber es ist auch im Winterhalbjahr kein Problem,ihm die Mahlzeiten tagsüber in der Box zu füttern.Das Pony muss ja auch rein,um seine Heucobs in Ruhe zu fressen.

Zum Füße kühlen hattest Du ja schon geschrieben.Wielange sollte das Heu gewässert werden?Immer?Das geht ja gar nicht,wenn er in der Herde läuft,kann ich nicht für alle vier Pferde das Heu eine Stundewässern.Ist ehrlich nicht machbar.

Ja,die Pferde haben den einen Unterstand-der ist ca.60 qm groß.Dazu wie gesagt,Hecken,Baumgruppen und Wand des Unterstandes als Windschutz.Die Boxen im Stall sind nur 10 m vom Ende des Paddocks entfernt.

Ab wann würdet ihr raten,mit ihm auf Asphalt zu laufen.Der TA sagte,wie gesagt, erstmal auf weichem Gras.Braucht er dann Hufschuhe?Wahrscheinlich mit Schmied und TA besprechen,oder?Einen Rehebeschlag brauche er nicht hat der TA gesagt.

LG,Claudia mit Nuts
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