Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
EMS Pferd in Rente schicken? (Gelesen: 6814 mal)
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag EMS Pferd in Rente schicken?
12. August 2014 um 14:21
 
Hallo,

ich brauche mal wieder eure Hilfe und ein paar konstruktive Meinungen....
Wie einige ja wissen, habe ich einen 13 Jahre alten Haflinger mit EMS.
Nach einigen Mißgriffen in Sachen Stall haben wir nun vor ca. 4 Monaten einen schönen Platz in einer großen Offenstallgruppe für meinen Hafi gefunden, in der auch soweit alles gut klappt und wo er sich wirklich sauwohl fühlt.
Es handelt sich halt um einen großen Offenstall mit teilbefestigtem Paddock, mit großer Liegehalle, 3 mal tägliche wird Raufutter gefüttert, aber eigentlich ist fast immer was da und im Sommer geht mein Dicker für 3-4 Stunden  mit Fressbremse inkl. Diätplatte mit auf die Weide.
Er hat zwar im Juni ein bisschen zugelegt, aber ich finde, dass sich das mittlerweile sehr gut eingependelt hat und dass er nicht zu fett ist.
Das liegt natürlich auch daran, dass er seitdem wir dort in dem Stall sind, wieder regelmäßig gearbeitet wird Zwinkernd)
Leider liegt genau dort aber nun das Problem Griesgrämig(
Wir haben ja vor 5 Jahren die Diagnose Spat in beiden Sprunggelenken bekommen, das Pferd hat 2 Hyaluronsäurebehandlungen bekommen und ich die Aussage, er wäre freizeitmäßig noch gut reitbar und ich sollte vielleicht viel mit ihm ins Gelände.
Leider bin ich so gar kein Geländereiter  Traurig
Naja, aufgrund einer böse Weideverletzung musste er vor 2,5 Jahren lange stehen, dann sind wir umgezogen, haben den Stall gewechselt und hatten dann ja diesen Vorfall, bei dem es sich entweder um einen Reheschub oder um eine Lederhautentzündung aufgrund falscher Hufbearbeitung handeln könnte und er konnte dann natürlich auch lange nicht geritten werden...insgesamt hat er wohl ca. 2 Jahre nichts getan, bis wir dann vor knapp 1,5 Jahren wieder mit dem Training angefangen haben....anfangs lief alles ganz gut, aber es kam dann schnell der Punkt, wo er wieder nur noch schlechter und schlechter lief. Dann kam der Winter und mangels Halle konnten wir eh nichts machen.
Nun haben wir ja seit 4 Monaten wieder eine Halle und hatten somit die Möglichkeit, ihn schonend wieder anzutrainieren....es war wie im letzten Jahr, anfangs lief es ganz gut und er ließ sich schön reiten....allerdings war ich der Meinung, dass meine neue Trainerin ihn für ein Spatpferd ein bisschen sehr beansprucht hat (viele Volten, Zirkel verkleinern, Angaloppieren aus dem Stand, Seitengänge im Trab, rückwärts richten usw.) und habe sie auch drauf angesprochen, sie meinte aber, das wäre alles ok so, auch für ein Spatpferd.
Nun läuft er schon seit 10 Tagen wieder zusehends schlechter und schlechter, will das rechte Hinterbein (das Bein, wo der Spat am schlimmsten ist und wo er auch die riesige Narbe vom Weideunfall hat) nicht belasten, auf der Hand nicht angaloppieren und wenn, galoppiert er total hölzern und nicht vorwärts, schiebt auf der rechten Hand die Hinterhand rein, macht sich krumm und trabt so "stumpf"....
Heute habe ich eine andere Reiterin mal gebeten, ohne ihr vorher was von meinem Verdacht, dass es am rechten Hinterbein hakt zu sagen, gebeten zu gucken, wie er läuft und sie sagte sofort, er würde hinten rechts nicht richtig laufen.....

Da wir diese Situation nun schon öfter hatten, dass er unter regelmäßiger Belastung irgendwann einfach nicht mehr läuft, bzw. wieder immer schlechter und schlecher läuft, ist nun meine Überlegung, das reiten komplett einzustellen und ihn anderweitig zu beschäftigen, z.B. Schrittrunden im Gelände (und wenn ich nur spazieren gehe mit ihm), Bodenarbeit, vielleicht Clickertraining und ab und an mal laufen lassen oder longieren.....dadurch, dass er in einem großzügigen Offenstall steht, kann er sich ja den ganzen Tag frei bewegen und rostet nicht ein.

Andererseits weiß ich nicht, ob das ausreicht, um ihn gewichtstechnisch im Rahmen zu halten, da er eben immer Zugang zu Raufutter hat und viel frisst. Bewegung ist ja eigentlich das A und O für EMS Pferde, aber was soll ich machen, wenn er der stetigen Belastung des reitens einfach gesundheitlich nicht gewachsen ist???

Ich selber hätte kein Problem damit, nicht mehr zu reiten, ich reite mein Pferd total gerne und er lässt sich auch total nett reiten, aber mir macht es eben auch nur Spaß, wenn ich weiß, es geht ihm gut dabei und wenn ich merke, er kann einfach nicht, dann möchte ich ihn auch nicht triezen....ich will doch nur das, was für das Pferd am besten ist.
Aber klar ist eben auch, dass er dann nicht mehr soooo viel regelmäßige Bewegung hätte wie jetzt....
Was soll ich bloß machen?? Im Moment bin ich echt ein bisschen frustriert, weil ich einfach nicht weiß, was das richtige ist...


LG
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
ISI Rider
Administrator
*****
Offline


Mine Schatzi‘s :)


Beiträge: 5359

Altenboitzen, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #1 - 12. August 2014 um 14:57
 
Auf jeden Fall reiten!  Smiley

Kennst du den Link schon?
http://www.tipps-zum-pferd.de/pferd-mit-spat-reiten_tipp_285.html
Zum Seitenanfang
  

Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
Was du machst...
Oder WAS du hast.
Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast.


Aktuelle Fütterung Myra : Heu unbegrenzt, 100 gr Rüschis, 100gr Agrobs Wiesenflakes, 1 große Handvoll Luzernestängel pur, Bockshornkleesamen
Das Pony ist voll belastbar.


Tagebuch von Myra


Fragen zum Tagebuch von Myra
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #2 - 12. August 2014 um 15:26
 
Danke, den Link kannte ich noch nicht, einerseits gibt einem das wieder ein bisschen Mut, andererseits ist das Problem ja wirklich, dass niemand sich gerne auf ein Pferd setzt, das einfach nicht rund läuft und sich schwer tut....ich mag das einfach nicht, auch wenn ich weiß, dass Bewegung grundsätzlich gut tut...

LG
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Bjalla
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 1787

Taunus, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #3 - 12. August 2014 um 16:32
 
Ich würde ihn auch nicht in Rente schicken, sondern dem Spat angepasst reiten. Das heißt ja nicht, dass du nicht auch Tage mit Spaziergängen, Bodenarbeit, Clickertraining etc. einbauen kannst.
Wenn du nicht so gerne im Gelände reitest, findest du vielleicht jemanden, der 1 - 2 mal die Woche angepasst mit ihm ins Gelände geht? Auf keinen Fall würde ich mich bei einem EMS-Pferd darauf verlassen, dass er sich im Offenstall genug bewegt. Wenn er wegen mangelnder Bewegung zunähme, wäre das für den Spat außerdem auch nicht gerade förderlich.

Den Link finde ich sehr gut. Er macht doch Mut!

LG
Kerstin
Zum Seitenanfang
  

Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
IP gespeichert
 
Lugi
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 1570

Hünstetten, Hessen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #4 - 12. August 2014 um 17:08
 
Ich sehe das genauso wie Bjalla.
Ich kenne Deine Vorbehalte selbst sehr gut, denn auch ich habe ein manchmal sehr triebiges Pferd, das leichten Spat und möglicherwesie auch noch andere Knochenprobleme hat. Ich denke auch oft ähnlich wie Du. Dennoch, mein Pony ist ebenfalls EMS-Kandidat und ich muss es bewegen. Also angepasst. Ich kann mir gut vorstellen, so wie Du es beschreibst, dass Deine Trainerin nicht angemessen bewegt hat. Sie hat ihn wahrscheinlich überfordert.
Aber, gib nicht auf. Die Offenstallhaltung ist auf jeden Fall gut sowohl für Spat als auch für EMS, aber nicht ausreichend. Toll, dass Ihr jetzt eine Halle habt für die regelmäßige Bewegung. Es gibt doch viele Möglichkeiten der Abwechslung, wenn Du nicht immer reiten willst: Bodenarbeit, Longieren auf großen Zirkeln und geraden Linien, Langzügelarbeit usw.

Alles Gute!
Zum Seitenanfang
  

Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
IP gespeichert
 
Karisa
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline




Beiträge: 1088

Gersthofen, Bayern, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #5 - 12. August 2014 um 17:39
 
Ich habe auch ein Spatpferd und ich reite ihn gar nicht mehr. Zwinkernd
Das drei mal im Jahr im Schritt reiten zähle ich jetzt gar nicht.
Aber du kannst viel mit ihm spazieren gehn oder mit ihm im Schritt reiten oder viel Bodenarbeit mit ihm machen. Vielleicht möchte ihn jemand ja mal als Handpferd mitnehmen wenn dir das Geländereiten nicht liegt.
Wir gehen täglich und bei jedem Wetter spazieren und raus oder auf den Platz.Da darf er dann auch mal über Stangen gehn wenn er Lust hat.
Wenn du merkst heute zwickt es mehr dann machst du eben weniger aber Bewegung ist wichtig. Wer rastet der rostet und das tut diesen Pferden weh.
Mein Pferd ist auch ein EMS, IR, Spatpferd und er sieht sehr gut so aus. Obwohl er nicht im Offenstall steht.
Ihm ist im Winter eine Box lieber da kommt er dann wenigstens besser hoch und die Kälte in den Gelenken ist nicht ganz so schlimm.
Gibst du ihm denn etwas für die Arthrose ?
Teufelskralle, Ingwer ?
Vielleicht ist er wirklich "nur" überbelastet durch die Trainerin ?
Probier doch mal ganz locker und einfach ihn im Schritt zu reiten und beobachte ob es besser wird.
Fürs traben würde ich ihn lange im Schritt einlaufen lassen das klappt dann schon.

Wenn es sich für dich besser anfühlt, dann reite ihn nicht mehr und mach was anderes mit ihm, wenn nicht dann reite ihn.
Mach das, was dein Bauch dir sagt. Du kennst dein Pferd am besten und fühl dich einfach rein.  Smiley

Es gibt so viele Möglichkeiten wie du ihn bewegen kannst, so wie die anderen schon gesagt haben.
Du hast sogar den Vorteil du kannst ihn in der Halle im Winter bewegen.
Das wird schon.

Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #6 - 12. August 2014 um 22:16
 
Danke für eure Beiträge....ich glaube, ich muss  mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen...
Sollte ich mich dazu entscheiden, ihn nicht mehr zu reiten, heißt das ja nicht, dass ich gar nichts mehr mit ihm machen will......ich würde dann z.B. einmal oder zweimal pro Woche auf großen Bögen/Geraden longieren, einmal spazieren gehen im Gelände, zweimal Bodenarbeit oder Clickertraining oder sowas machen...

Die Frage ist für mich auch, was mache ich aktuell im Moment erstmal?? Mein Mann meint, ich sollte ihm jetzt erstmal 8-10 Tage Pause geben und dann nochmal gucken, wie er unterm Sattel läuft und wenn es dann immer noch so schlecht ist, kann man weiter gucken......er hält es auch für möglich, dass er sich vielleicht auch anderweitig "vertreten" hat, da wir im Moment viel Unruhe in der Offenstallherde haben...eigentlich hält er sich zwar immer aus allem raus, aber man weiß ja nie.....
Ich hab auf jeden Fall Skrupel, ihn im Moment einfach weiter zu reiten und über sein schlechtes Laufen hinweg zu reiten....

In letzter Zeit hat er nichts gegen die Arthrose bekommen, weil er weder Ingwer/Teufelskralle, noch Grünlippmuschel oder ähnliches frisst, egal wie und in welcher Form, ich kriege das nicht in ihn rein.....

LG
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
cheyenne
Moderator
Offline


in der Ruhe liegt die
Kraft


Beiträge: 1792
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #7 - 13. August 2014 um 05:50
 
Hallo,
denke die Trainerin hat ihn schlicht überfordert, würde ihn angemessen weiterreiten, nicht übertreiben mit longieren und engen Wendungen, das tut ihnen nicht so gut, schön wären eben lange Ausritte im Gelände, dem wechselnden Boden als nur reine Halle oder Platz. Aber wenn Du so gar nicht ins Gelände gehst fällt das ja leider weg. Würde es auch bissl abhängig machen wie er läuft ob ich ihn heute reite oder spazierengehe, denke schon das er die Bewegung ausserhalb der Weide zusätzlich braucht um nicht ne Wampe zu kriegen Zwinkernd  lg Cheyenne
Zum Seitenanfang
  

Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
                               www.f-h-a-g.de     www.happy-kids-projekt.de
 
IP gespeichert
 
Kerstin79
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 368

Ba-Wü, Baden-Württemberg, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #8 - 13. August 2014 um 09:22
 
Naja, ich würde prinzipiell erstmal kein 13 jähriges Pferd mit Spat und EMS in Rente schicken. Ich denke das würde mittelfristig nur zu einem weiteren Abbau führen und 13 ist ja echt noch kein Alter. Jetzt akut würde ich natürlich auch erstmal eine Pause machen, so wie dein Mann das vorgeschlagen hat klingt es doch gut (aber da wäre es meiner Erfahrung nach dann schon wichtig, dass das Pferd sich nicht total vollfressen kann), aber langfristig würde ich schon schauen dass er in Form bleibt.

Ich denke am Besten für so ein Pferd wäre möglichst viel angepasste (!) Bewegung.
Also Ausritte oder Spaziergänge geradeaus (ich denke da kann dann je nach Tagesform auch Trab und Galopp möglic seinh) und zusätzlich kann man doch auch auf niedrigerem Niveau "gymnastizierend" arbeiten. Ich denke nicht, dass dein Pferd gar nicht mehr gymnastiziert werden kann. Aber das was du da beschreibst: "(viele Volten, Zirkel verkleinern, Angaloppieren aus dem Stand, Seitengänge im Trab, rückwärts richten usw.)" ist ja nicht grad schonendes Aufbautraining. Da würd ich wenn das Pferd wieder besser läuft auf jeden Fall mehrere Gänge zurückschalten und dann eben beim wieder antrainieren nicht die Belastung ständig steigern, sondern auf einem niedrigen Level anfangen, dann evtl. mal etwas mehr Belastung antesten und wenn es Anzeichen gibt dass es zuviel ist, das Pensum sofort wieder runterschrauben. Und eben keine schwierigen Dressurlektionen, sondern angepasstes vorsichtiges Gymnastizieren.

Vielleicht wäre Langzügel noch was für dich? Da kann man super auf großen Bögen bleiben, hat selber Bewegung und es macht sehr viel Spaß!

Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #9 - 13. August 2014 um 14:15
 
Ja, ich denke mittlerweile auch, dass es einfach zuviel für ihn war....natürlich sind wir nicht gleich mit diesem Pensum gestartet, sondern haben das langsam über ca. 4 Monate aufgebaut, aber mir waren das zum Schluss ja selber zuviele Übungen, wo er zuviel Last hinten aufnehmen musste und zu enge Wendungen ging....ich hab sie ja auch drauf angesprochen, sie ist zugleich auch Physiotherapeution für Pferde und wenn einem so jemand dann sagt, dass das schon passt für ein Spatpferd, ist man ja erstmal geneigt, das auch zu glauben....ich kenne es auch nur so, dass man Spatpferde viel Schritt reitet und im Trab und Galopp locker weg macht und nicht solche Sachen wie Zirkel verkleinern und aus rückwärts wieder angaloppieren  Schockiert/Erstaunt
Da ich es aber aufgrund der Unruhe, die wir derzeit in der Herde haben, auch nicht ausschließen kann, dass da irgendwas passiert ist, werde ich ihn ggf. nochmal einem Osteopathen vorstellen, wenn es in den nächsten Wochen so gar nicht besser werden wollte.....
Ich denke auch, ich werde ihm jetzt mal ein paar Tage Pause gönnen und wenn überhaupt nur bisschen Schritt reiten oder mal einen Spaziergang machen und dann mal gucken, wie es im Trab so läuft...

Ist halt auch immer schwierig, das richtige Maß zu finden, wenn man ein sehr schlaues Pferd hat, das gut mitmacht und viel anbietet und auch immer zeigen will, was es drauf hat, da kommt man leicht in Versuchung, zuviel zu machen...

Mit Langzügelarbeit kenne ich mich nicht so richtig gut aus, das müsste ich mir vielleicht mal zeigen lassen oder mich einlesen, ich werde auf jeden Fall mehr nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten suchen....

LG
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
madahn
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Arabitisinfizierte


Beiträge: 12356

Moseby/Pandrup, Denmark
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #10 - 15. August 2014 um 09:40
 
Ich kann mich da nur meinen Vorschreiberinnen anschliessen, nicht in Rente schicken! Wenn ich lese, was deine Trainerin verlangt hat, dann finde ich das auch ein bisschen viel... Ich denke auch, dass du ihn weiterhin in der Halle reiten kannst, nur halt weniger fordernde Übungen. Meine idee war auch - wie Bjalla schon schrieb - ob da evtl ein Mädel ist, dass Lust hat, ihn 1-2x/Woche locker ins Gelände zu reiten, und an den anderen Tagen kannst du ja mit ihm weiter trainieren, ob nun Halle oder Bodenarbeit. Aber dann bist du auch etwas entlastet, was das Muss am täglichen Bewegen ist  Zwinkernd

Gruss Esther
Zum Seitenanfang
  

in Gedenken an Hicki


EMS Tagebuch Madahn
   
Fragen zum Tagebuch

Aktueller Gesundheitszustand: Figur okay aber kaum noch Rückenmuskulatur, geht lahm wegen Arthrose/Exostose in beiden Karpalgelenken
Fütterung: 2x täglich: 200g HorseLux Senior, 100g Lucerne Alfa Omega; über Nacht auf Gras, ca 6kg Heu auf 2-3 Mahlzeiten verteilt
das Pferd wird gearbeitet: gar nicht mehr


Laurelin & R.I.P. Telperion & Yavanna


Marzouq Noir & Anton & Oliver
 
IP gespeichert
 
Maus
User ab 500 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 978

Rhein-Neckar-Kreis, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #11 - 15. August 2014 um 10:14
 
Gibt es denn einen Grund, warum Du nicht gern in's Gelände gehst? Man kann ja durchaus auch dort etwas dressurmäßig arbeiten.
Vielleicht könnt Ihr Euch das gemeinsam erarbeiten, damit es auch Dir selbst etwas Spaß macht.
Mein zwischenzeitlich verstorbenes Pferd hatte auch Spat und nachdem wir ihn umgestellt hatten ging er im Gelände noch jahrelang sehr gut.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #12 - 16. August 2014 um 08:09
 
Ich hab einfach zuviel Angst im Gelände...mein allererstes eigenes Pferd, welches mir als Anfängerpferd verkauft wurde, war ein böser Durchgänger im Gelände und wir hatten viele unschöne Situationen und auch einen bösen Unfall dort....das sitzt einfach drin...deshalb gehe ich lieber mit Pferd spazieren...was ich auch noch machen würde, wäre eine gemütliche Schrittrunde mit anderen Reitern, aber da haben die anderen leider nicht so oft Interesse dran, die wollen dann schon auch  mal einen kleinen Galopp einbauen, was ich auch verstehen kann.

Ich werde das Training auf jeden Fall umstellen und auch mit der Trainerin sprechen, entweder ist sie bereit, da 3 Gänge runter zu fahren oder ich muss auf sie verzichten.

Das mit der RB dürfte schwierig werden, ich versuche schon seit Jahren immer mal wieder, jemanden für ihn zu finden, leider völlig ohne Erfolg. Er ist wirklich ein tolles Pony, verkauft sich selbst aber immer als absolute Pestbeule  Cool Durchgedreht und niemand möchte ihn mitreiten.....

LG
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Maus
User ab 500 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 978

Rhein-Neckar-Kreis, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #13 - 23. August 2014 um 21:49
 
Hast Du mal einen Aushang am schwarzen Brett gemacht, ob jemand regelmäßig mit Dir eine Entspannungsrunde drehen möchte? Gibt es evtl. ein weiteres Rentnerpferd, das auch nur bedingt geritten werden kann.
Vielleicht findest Du so den Spaß am Gelände wieder.
Mein Alter ist mit mir vor über 20 Jahren mal über eine stark befahrene Bundesstraße galoppiert. Natürlich ohne mein Einverständnis. Ich hatte danach die Entscheidung: weggeben (weil Stall ohne Reitplatz) oder jetzt erst recht. Ich hatte oft auch Muffensausen und bin mehr als einmal unterwegs abgestiegen, aber es hat sich gelohnt. Das wurde immer seltener (das absteigen weil mir die Situation suspekt war), irgendwann bin ich dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgestiegen und langsam haben wir uns das Gelände erobert. Obwohl meiner da anfangs auch ein echtes A...h war. Zum Schluss war er bombensicher und man hätte ein kleines Kind mit ihm losschicken können.
Du könntest auch beim Spazierengehen immer einen Sattel drauf machen und unterwegs zeitweise reiten und wenn's Dir komisch wird absteigen. Grade jetzt im Herbst sind Ausritte eigentlich wunderschön.
Und wenn Deiner ansonsten gut geritten ist, dann kannst Du draußen ja reiten und nicht nur Fleischtransport praktizieren. Wenn er an den Hilfen steht und sich konzentrieren muss macht er schon keinen Blödsinn.

Aber Rente wäre schon eher ungünstig. Ich merks an unserem Herrn Pony. Wenn der länger gar nichts tut wird der schon recht steif  unentschlossen

Schade, daß Du nicht in meiner Nähe wohnst. Ich suche immer jemanden, der ein eingeschränkt reitbares Pferd hat und damit zu meinem passt. Dann könnten wir gemeinsam los.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #14 - 26. August 2014 um 09:09
 
Das Hauptproblem ist, dass ich arbeitsbedingt immer morgens am Stall bin und dann natürlich kaum jemand da ist und wenn, sind das 1-2 Hausfrauen, die Unterricht reiten  Cool
Es hat sich aber was ergeben: zuerst mal probiere ich eine neue RL aus....sie ist Pferdewirtschaftsmeisterin und gibt Dressurunterricht, hat aber kein Problem damit, dass ich mit Westernsattel reite und hat mir jetzt schon ganz viel erklärt und viele gute Tipps in unserer ersten Probestunde gegeben.
Ihrer Meinung nach liegt das Problem, dass mein Pferd zur Zeit hat, auch nicht in den Sprunggelenken, sondern irgendwo in der Rippen-/Rückengegend...sie meint, da wäre er irgendwie blockiert und wir sollen mal versuchen, das über das reiten zu lösen und wenn es in 4-5 Wochen nicht besser wird, könnte man ja eine Osteo hinzuziehen....durch ihre Tipps ist mein Dicker gestern sogar mit mir wieder ordentlich und fleißig galoppiert  Laut lachend, sie meint, er wäre ziemlich schlau und würde mich auch immer ein bisschen verarsch**
Da sie auf dem Hof mehrere Reitschüler hat und ihre eigenen Pferde auch dort stehen hat, hat sie ihn ja schon öfter gesehen und erlebt....
Ich lasse mich da jetzt mal voll drauf ein und werde ihre Tipps auch umsetzen und befolgen und wir gucken mal, wo wir dann in 4 Wochen stehen, kann ja sein, dass ich mit meiner Vermutung, dass er wieder Probleme mit der Arthrose hat, völlig falsch liege....
Außerdem ist die Fliegenzeit jetzt vorbei und ich hab dann gleich am letzten Wochenende meinen Mann als Begleitung eingespannt und wir sind fast 45 im Gelände spazieren gewesen bei schönstem Wetter, das war richtig super und Pferdi war mega tiefenentspannt.
Das werden wir jetzt in regelmäßigen Abständen machen...die nächsten Male werde ich wohl noch meinen Mann mitnehmen und wenn wir die Runde dann 3-4 mal gedreht haben, werde ich mich auch alleine trauen und dann werde ich mich vielleicht sogar mal draufsetzen und mich führen lassen....
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Maus
User ab 500 Beiträgen
*
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 978

Rhein-Neckar-Kreis, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #15 - 26. August 2014 um 16:08
 
Sehr guter Plan! Finde ich ganz toll, daß Du auch die Geländegeschichte angehen willst. Passend zum Altweibersommer und hoffentlich goldenen Oktober.

Ich drück die Daumen!  Smiley Smiley Smiley Smiley
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #16 - 26. August 2014 um 17:15
 
Danke, das ist lieb  Smiley Smiley
Die neue RL hat mir auch nochmal genau erklärt, warum man auch Spatpferde auf jeden Fall angepasst bewegen sollte und auf keinen Fall verzweifeln und die Pferde in Rente schicken sollte und ich habe heute auch gleich wieder versucht, ihre Tipps umzusetzen und ich glaube, es hilft wirklich, ich hatte den Eindruck, dass er gestern und heute wieder besser gelaufen ist.....ich bin wirklich gespannt, wie es sich weiter entwickelt, die RL macht mir doch einen etwas kompetenteren Eindruck als die letzte Trainerin, weil sie auch immer genau erklärt, warum die Dinge so sind, wie sie sind und Ursache und Wirkung sehr schön darstellen kann...nur mit typisch englischen Zügelführung hab ich so meine Probleme, ich bin es gewohnt, mit eher langem und lockerem Zügel zu reiten und Impulse zu geben und finde manchmal noch nicht das richtige Maß für eine konstante Verbindung am äußeren Zügel Smiley))
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
madahn
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Arabitisinfizierte


Beiträge: 12356

Moseby/Pandrup, Denmark
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #17 - 30. August 2014 um 17:27
 
Apollo schrieb am 26. August 2014 um 17:15:
  die RL macht mir doch einen etwas kompetenteren Eindruck als die letzte Trainerin, weil sie auch immer genau erklärt, warum die Dinge so sind, wie sie sind und Ursache und Wirkung sehr schön darstellen kann...

Das sollte eigentlich normal sein - leider können das nicht sehr viele (oder haben da keine Lust zu). Toll, dass du zu dieser RL gekommen bist. Sie wird wohl ein bisschen anders unterrichten wie ein Westerntrainer - wie du schon bemerkt hast  Zwinkernd - aber das eine sollte das andere nicht ausschliessen. Meine letzte Westerntrainerin kam auch ursprünglich aus dem Dressurbereich und hat viel davon eingebaut. Drücke euch ganz doll die Daumen, dass es so klappt!!!

Gruss Esther
Zum Seitenanfang
  

in Gedenken an Hicki


EMS Tagebuch Madahn
   
Fragen zum Tagebuch

Aktueller Gesundheitszustand: Figur okay aber kaum noch Rückenmuskulatur, geht lahm wegen Arthrose/Exostose in beiden Karpalgelenken
Fütterung: 2x täglich: 200g HorseLux Senior, 100g Lucerne Alfa Omega; über Nacht auf Gras, ca 6kg Heu auf 2-3 Mahlzeiten verteilt
das Pferd wird gearbeitet: gar nicht mehr


Laurelin & R.I.P. Telperion & Yavanna


Marzouq Noir & Anton & Oliver
 
IP gespeichert
 
Nucki Nuss
Moderator
Offline


† 19.08.2010 in Gedenken
an "Willy"


Beiträge: 6504

Berlin, Berlin, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #18 - 14. Oktober 2014 um 08:50
 
Happy Birthday!!
Alles Liebe und Gute, Gesundheit und Glück wünsche ich Dir!

Geht es euch gut?
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Apollo
Themenstarter Themenstarter
User ab 100 Beiträgen
****
Offline


Hufreheforum.de


Beiträge: 328

Porta Westfalica, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: EMS Pferd in Rente schicken?
Antwort #19 - 17. Mai 2015 um 15:24
 
Ohhh, ich war wohl schon länger nicht mehr hier  Zwinkernd

Vielen Dank, uns geht es gut!
Mein Dicker wird schon länger ganz normal und regelmäßig gearbeitet und läuft recht gut.  Durchgedreht

Vor 2 Wochen hatten wir die TA zum impfen da und sie meinte, er hätte zwar ein bisschen Bauch, aber keine von den gefährlichen Fettpolstern und somit wäre für uns alles im grünen Bereich  Durchgedreht Laut lachend

Ich habe nur den Eindruck, dass er immer ziemlich schwitzt bei der Arbeit und hatte schon überlegt, doch mal das MiFu umzustellen, aber welches wäre gut für ihn?? Das ReheVital von Atcom frisst er nicht....

LG
Tina
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken