Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fragen zum Tagebuch von feline (Gelesen: 44476 mal)
feline
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79232 March, Germany
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28. März 2014 um 11:32
 
Liebe Alle,

nun dürfen wir uns auch hier vorstellen: Mein Name ist Janina und ich bin stolze Besitzerin einer 18jährigen Hafi-Stute, die leider ein bisschen viel Pech hat derzeit.

Kurz zu unserer Geschichte: Seit einer schlimmen Trittverletzung vor zwei Jahren hat meine Maus einen schweren doppelten Sehnenschaden am Hinterbein. Das ganze wird Millimeter für Millimeter besser, aber durch die viele Entlastung des einen Beines hat sie am anderen Hinterbein vor ca. zwei Monaten eine Überlastungsrehe diagnostiziert bekommen. Röntgenbilder zeigen, dass bereits eine (leichte) Rotation und Senkung zu sehen ist. Aktuell handelt es sich wohl aber um keinen akuten Schub mehr...
Da ich bislang keinerlei Erfahrung mit dem Thema Hufrehe habe, erhoffe ich mir hier ein bisschen Austausch.

Und dann noch ein paar Eckdaten:
Alter meiner Stute: wie gesagt 18 Jahre
Haltungsform: Paddockbox mit Gummimatten und Stroh drin sowie festem Sand im Paddock, außerdem Einzel-Tagespaddock (ca. 5 auf 5 Meter, weil sie wegen der Sehne nicht rennen können soll), auf dem sie 4-5 Stunden täglich in Sonne, Wind und Regen stehen kann
Bewegung: Je nach Lahmheit 0-45 Minuten Schritt führen täglich
Fütterung: Stroh, Heu (durch enge Maschen, damit es etwas dauert) und - damit sie zur Hauptfütterungszeit nicht zu sehr randaliert - morgens uns abends ne halbe Handvoll Equigard, versteckt in ner Schippe kleingeschnittenem Heu (damit der Trog voll ist)
Figur: naja, Hafi halt und nach zwei Jahren mit kaum Bewegung würde sie vermutlich nicht für den Laufsteg gebucht. Der TA meint aber, es sei wirklich okay und weit weg von problematisch
Hufe: Aufgrund der starken Sehnenverletzung hinten Spezialbeschlag, auf dem Rehebein allerdings mit schwebender Zehe
Tierärztliche Supervision: ca. alle 6 Wochen und natürlich wenns akut ist

So, und nun freue ich mich auf Antworten, Anmerkungen (z.B. zu oben genannten Eckdaten, da ich wie gesagt Rehe-unerfahren bin), Fragen und regen Austausch und hoffe, dass ich das Vorgehen und die Funktionen hier im Forum schnell verstehe Smiley

Viele Grüße!!!
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feline
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79232 March, Germany
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Antwort #1 - 28. März 2014 um 16:45
 
Ach ja - hier noch das aktuelle Röntgenbild.
...

Und falls das jetzt von einem Neuling keine zu große Bitte ist: Mag mal jemand, der etwas Erfahrung hat, draufgucken und mir sagen, wie er/sie die Situation einschätzt?

Ponybilder muss ich leider erst noch suchen, bevor ich welche reinstellen kann...

Danke, danke, danke!
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OsieW
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Tavli


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Antwort #2 - 28. März 2014 um 19:50
 
Herzlich Willkommen im Forum der Hufbeschwerden!
Das hört sich alles Gut an, was Du schreibst.
Zu dem Foto kann ich nur sagen, daß ich eine Rotation sehe, aber insgesamt sieht es nicht wirklich gruselig aus im Huf Deiner Dame. Solche Befunde können sich aber durchaus auch innerhalb eines halben Jahres noch ändern. Also tust Du sehr gut daran, sie zu schonen, was ja wegen des Sehnenschadens schon der Fall ist.
Unter diesem Kapitel kannst Du Dein Foto nocheinmal posten, dann melden sich die Hufspezialisten:
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?board=28051997

Alles Gute und tummel Dich hier erstmal durch die Vielzahl der Themen,
Ligrüs,
Osie
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In Gedenken an Tavli

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feline
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79232 March, Germany
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Antwort #3 - 28. März 2014 um 22:11
 
Liebe(r) Osie,

super, danke für die Antwort und die erste Einschätzung - ich hab das Bild jetzt auch mal noch im Hufbereich eingestellt. Danke für den Tipp!!!

Viele Grüße,

Janina
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ISI Rider
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Mie Schatzi :)


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Antwort #4 - 29. März 2014 um 20:47
 
Hallo und herzlich Willkommen auch von mir!

Hast du irgendwelche fragen?

Vg Karin
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Es ist nicht wichtig WOHIN du im Leben gehst...
Was du machst...
Oder WAS du hast.
Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast.


Aktuelle Fütterung Myra : Heu unbegrenzt, 100 gr Rüschis, 100gr Agrobs Wiesenflakes, 1 große Handvoll Luzernestängel pur, Bockshornkleesamen
Das Pony ist voll belastbar.


Tagebuch von Myra


Fragen zum Tagebuch von Myra
 
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feline
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Antwort #5 - 29. März 2014 um 21:02
 
Hm, also ich hab tatsächlich keine ganz konkreten Fragen - ich bin nur irgendwie insgesamt so ein bisschen verloren, da ich noch nie mit Hufrehe zu tun hatte.

Also beziehen sich meine Fragen auf alles und nichts: 
- Scheint die Haltung, Fütterung, Bewegung, Beschlagsform angemessen?
- Wie schlimm ist das, was man auf dem Röntgenbild sieht?
- Wie wird das Pferdchen insgesamt eingeschätzt (ich werde ganz bald Bilder dazustellen)?

Momentan lese ich mich halt durch Artikel und lausche Tierarzt, Hufschmied, Futtermittelhändler. Und habe selbst noch so gar kein Gefühl für richtig und falsch...
Heute zum Beispiel war sie extrem aufgekratzt und wollte gerne laufen, sogar traben und bocken. Und ich bin dann einfach unsicher, was ich wann am besten tun soll. Daher freue ich mich, über allerlei Hinweise.
Ist z.B. jemandem etwas an unseren Eckdaten aufgefallen, wo er kritisch wäre?

Danke danke - und jetzt mach ich mich mal auf die Suche nach Fotos!!!
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cheyenne
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Antwort #6 - 29. März 2014 um 21:29
 
Hallo Smiley
Fotos wären hilfreich, aber die kommen ja Smiley so wie Du berichtest hört es sich recht gut an wie Du z.Z. Bewegung und Fütterung handhabst. Mit Sehenschaden sollte sie echt nicht toben...aber sags mal Deinem Pferd. Deshalb ist es gut, das sie ein Auslauf hat wo sie "draussen" ist und paar Reize, sei es Kumpels gucken, Wind und alles was um sie rum passiert hat. Hast Du auch Fotos vom Beschlag? lg Cheyenne
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feline
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Antwort #7 - 29. März 2014 um 21:45
 
Aaaalso hier mal drei Bilder:

1.) Seitenansicht ganzes Pony (ups - ein bisschen zu rund ist sie doch nach zwei Jahren ohne wirkliche Bewegung  unentschlossen)

...


2.) Hals seitlich

...


3.) Augenpartie

...


Bilder vom Beschlag hab ich aktuell keine. Da er aber in ca. zwei Woche eh wieder fällig ist, werde ich dann mal versuchen Bilder vom Huf zu machen, wenn das Eisen unten ist (also auch Unterseite und so, dass man die weiße Linie etc. sieht) und dann welche, wenn der neue Beschlag draufgekommen ist. Für den haben wir dann nämlich auch die Röntgenbilder zur Verfügung (das hatten wir letztes Mal noch nicht...)

Ich hoffe man kann etwas (Wichtiges) erkennen auf den Bildern...

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cheyenne
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Antwort #8 - 29. März 2014 um 21:56
 
also ich find sie echt nicht zu dick! Finde sie hat ne gute Figur, halt wenig Muskeln, das sieht man schon, aber sonst find ich sie figurmäßig gut! Aber der Beschlag hinten...? unentschlossen  sieht merkwürdig aus...kannst Du die Hufe mal näher und paralell fotografieren? LG Cheyenne
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cheyenne
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Antwort #9 - 29. März 2014 um 22:02
 
weiß nicht, evtl täuschT ja die Fotoperspektive...aber ich finde die Hufe sind nicht gut bearbeitet...sie steht "platt"... hä?
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cheyenne
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Antwort #10 - 29. März 2014 um 22:05
 
viel zu lange Zehe und viel zu kurze Trachten...meiner Meinung nach. Nicht gut bei Sehenschaden.... unentschlossen
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feline
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Antwort #11 - 29. März 2014 um 22:28
 
Ja, dass sie flach steht ist tatsächlich wahr - das hat leider eine längere Vorgeschichte...

Vorweg: sie hat schon immer ganz schlecht wachsende Hufe, bis da mal halbwegs ordentliche Trachten stehen, braucht es echt... Griesgrämig
Und sie hatte leider zwischenzeitlich mal nen echt ungeschickten Schmied, der sie VIEL zu flach und mit viel zu langer Zehe hingestellt hat.
Wir (bzw. der neue Schmied) haben sie dann daraufhin erstmal barhuf laufen lassen, was der Hufstellung gutgetan hat, da waren die Hufe fast schon schön.

Leider ist das wegen der Sehne jetzt nicht mehr möglich und seit sie wieder Eisen trägt, wächst der Huf nicht mehr wie er soll... (also an den Trachten kaum, dafür nach vorne). Der Schmied ist echt erfahren und stellt alle Pferde die ich kenne eigentlich echt fein hin.
Aber er sagt er stößt echt an Grenzen, weil er auch das Beschlagsintervall nicht beliebig verkürzen kann, weil der kaum nachwachsende Huf mit den Nagellöchern sonst irgendwann aussieht wie ein Schweizer Käse.

Lange rede kurzer Sinn: Die Hufe sind von Haus aus ziemlich mies. Beim jetzigen Schmied sind sie aber zumindest noch tragbar - Ihr hättet sie nicht bei den Vorgängern sehen wollen.

Natürlich freu ich mich aber, wenn es irgendwelche Hinweise, Tipps etc. gibt, wie man dem Problem begegnen könnte. Was ist denn State of the Art beim Rehebeschlag? Zehe kurz und eher viel Trachten, oder? Und was kann man tun, um das zu fördern?

Danke schonmal!
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feline
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Antwort #12 - 30. März 2014 um 20:35
 
So, jetzt hab ich es doch noch geschafft, Hufbilder zu machen, weil es mich tatsächlich noch sehr beschäftigt hat, dass ich mir in Punkto Hufbearbeitung vielleicht doch größere Vorwürfe machen muss...

Ich fürchte ich habe tatsächlich mich schon zu sehr an nicht optimale (oder sogar ganz schlimme???) Hufe gewöhnt und habe jetzt ein ordentlich schlechtes Gewissen. Daher DANKE für den nochmaligen Weckruf!!!

Hier nun mal die Bilder, die ich auf die Schnelle machen konnte. Sagt mir gerne, wie groß die Katastrophe wirklich ist, nur vielleicht sanft: Nach zwei Jahren ständigem Pony-Kummer (was aber keinerlei Entschuldigung ist) bin ich mittlerweile sehr - sagen wir - empfindsam.

Ich habe seit ein paar Tagen die Röntgenbilder und werde gleich morgen früh den Schmied anrufen, der letztes Mal schon angekündigt hatte, dass wahrscheinlich sehr viel Zehe runter muss, was er aber ohne Röntgenbild-Kontrolle nicht auf gut Glück machen wollte. Zudem wollte er dem TA nochmal Gelegenheit geben, sich dazu zu äußern. Der hat jetzt vorgestern auch gesagt: Zehe weg!!!

Also - here we go (das braune Hinterbein ist das Rehe-Bein und auf das weiße (Sehnenschaden) steht sie im Stehen nur ungern drauf, wie man sieht)! Insgesamt: Hufbearbeitung ist ne Weile (ca. 5 Wochen) her und fällig!!!

Alle viere:

...


Hinterhufe von vorne:

...


Hinterhufe von der Seite:

...


zum Vergleich vorne rechts und links (unbeschlagen):

...

...

DANKE Euch!
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OsieW
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Tavli


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Antwort #13 - 30. März 2014 um 22:45
 
Ja, Trachten könnten gezüchtet werden, aber soo schlimm finde ich die Hufe nicht.
Ich frage mich, ob man über die Ernährung die Hufqualität unterstützen könnte....Kieselerde, Kalzium.
Einreiben mit Olivenöl ist auch ein Hausmittel, das vielleicht gut tut.
Ich finde Deine Dame übrigens auch nicht zu dick.
Der Hals sieht sehr gut aus.
Ach, und Olivenöl ist auch gut als Massagegrundlage für kranke Sehnen.
Öigrüs,
Osie
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In Gedenken an Tavli

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feline
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79232 March, Germany
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Antwort #14 - 30. März 2014 um 23:17
 
Das mit dem Zufüttern für die Hufe habe ich leider schon in allen denkbaren Varianten durch. Das Einzige was in Punkto Hufwachstum und -stellung je geholfen hat, war Barhuflaufen. Ich hoffe, dass das in absehbarer Zeit wieder möglich wird...

Und zur Figur: Ja, sie hat an den kritischen Stellen (Hals, Kruppe) tatsächlich kaum Fettpolster. Am Rumpf allerdings (dort wo der Longiergurt liegen würde und über den Rippen) ist sie schon - sagen wir - propper. Wenn sie sich z.B. umblickt und den Hals deutlich wendet, sieht man da deutlich das Fettpolster. Und nen Kugelbauch hat sie - den hat sie aber immer!

Und nochmal zum Beschlag: Sehe ich das richtig, dass man beim nächsten Beschlag quasi versuchen sollte, direkt von ganz oben am Kronrand ab steiler zu stellen, sodass quasi die Hufwand wieder etwas paralleler zum durch die Rotation steileren Hufbein wäre? Wobei das ja bedeuten würde, dass man quasi bis an die verbreiterte weiße Linie ranmüsste beim Zehe-Wegnehmen, oder?

Vielen Dank!!!
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lotts271
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Antwort #15 - 31. März 2014 um 00:58
 
Hallo,
Herzlich willkommen hier.
Du brauchst Dich nicht alleine fühlen, hier bist Du gut aufgehoben. Mein Pony hatte hi auch eine Belastungsrehe, allerdings mit viel mehr Rotation und es ist alles gut geworden. So viel erstmal....
Ich denke es handelt sich bei Euch wirklich um eine Rehe ausgelöst durch die einseitige Belastung. Man sieht auch dass der Huf breiter geworden ist. Ansonsten finde ich die Hufbearbeitung auch nicht ganz optimal: Zehe zu lang und Trachten zu kurz. Ein Beschlag mit Hochstellung hinten wäre doch als Entlastung für die Sehne auch gut.
Figürlich sieht Dein Hafi sehr sehr gut aus.
Jetzt möchte ich Dir noch erzählen was wir damals gemacht haben: wir haben den Huf für 5 Wochen eingegipst mit einer Erhöhung,danach gabs einen Rehebeschlag mit Steg und Silikon drunter.
Am Anfang haben wir Aspirin zur Blutverdünnung gegeben. Schmerzmittel war nicht nötig. Ansonsten hat er Ginkgo bekommen. Ich habe den Huf oft gekühlt und back in track Gamaschen benutzt. Durch die ständige Belastung ist die Durchblutung gestört. Wir haben versucht die Durchblutung zu unterstützen.
Falls Du in meinem TB lesen möchtest findest Du es unter in Gedenken an.....KARINO....
LG Jenny

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feline
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79232 March, Germany
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Antwort #16 - 31. März 2014 um 08:34
 
Das Tagebuch werde ich mir sehr gerne mal durchlesen - danke!!!

Bezüglich des Hochstellens der Hufe hatte mir allerdings der Tierarzt abgeraten. Grund: dadurch, dass die Sehnen so stark betroffen waren (die tiefe Beugesehne zu 90% gerissen, die oberflächliche zu mehr als 50%) hätte ein Hochstellen quasi ein verkürztes Zusammenwachsen erwirkt, was dann wiederum bei normaler Stellung die Gefahr eines erneuten Reißens deutlich erhöht hätte (weil wohl davon auszugehen ist, dass das Narbengewebe sehr viel weniger flexibel ist als gesundes Gewebe). Daher hat sie nur nen Steg bekommen, der vermeidet dass sie hinten einsinken und die Sehne so zusätzlich reizen kann.

Ich werde jetzt gleich mal den Schmied anrufen und hören, was er meint und wann er kommen kann.

Wie ist es denn insgesamt: Gibt es eine eindeutige Empfehlung, ob Rehepferde eher barhuf oder eher beschlagen laufen sollten? Und habe ich die Art der anzustrebenden Hufbearbeitung richtig verstanden?

Und das mit den Back on Track finde ich auch spannend. Da hätte ich sogar welche, die ich nutzen könnte. Die fördern die Durchblutung, oder? Ich kennen sie allerdings eher, um Verspannungen etc. zu lösen, da wärmend/lockernd. Bisher habe ich die Hufe jedoch immer eher runtergekühlt - kann/mag mir einer kurz erläutern, warum das trotzdem zusammenpasst?

Danke, das ist echt hilfreich hier  Smiley
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Lugi
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Antwort #17 - 31. März 2014 um 10:25
 
Also ich finde die Hufe nun auch nicht katastrophal!! Ja, vielleicht verbessungsbedürftig, aber Du musst Dir jetzt keine Vorwürfe machen, etwas versäumt zu haben. Ist ne vertrackte Situation (Sehne und Rehe). Auch figürlich finde ich Dein Pony absolut ok. Was ich erstaunlich schlecht finde, ist das Röntgenbild! Man kann nicht wirklich viel erkennen.
Aber Ihr seid auf einem guten Weg, Schmied und TA scheinen Ahnung zu haben - also das wird!, denke ich - ist halt wirklich eine Geduldsache, sowohl Sehnenschaden, als auch Rehe  Traurig
Durchblutungsförderung ist sowohl bei Rehe als auch bei Sehnenschaden gut, kurbelt die Heilung an. Kühlen ist auch wichtig, lindert die Schmerzen und stoppt die Entzündung. Man kann beides im Wechsel machen. Kühlen, wenn der Huf warm ist, Gamaschen anschließend, um wieder die Durchblutung anzukurbeln.
Was barhuf oder nicht angeht: Man kann keine generelle Empfehlung geben, da die Hufsituation entscheidend ist. Ich bin eher der barhuf-Verfechter, weiß aber, dass mancher Rehe-Huf unbedingt  (vorübergehend) Unterstützung und Halt braucht. Das muss ein reheerfahrener umsichtiger Schmied anhand der Röntgenbilder und der Hufsituation entscheiden. Wir sind sehr gut mit Barhufbearbeitung (sehr hochfrenquent) und Sohlenpolstern in Hufschuhen gefahren und haben alles wieder gut im Lot.
Mach Dir nicht sooo viele Sorgen und vor allem keine Vorwürfe (ich weiß, ist leichter gesagt, als getan), aber Ihr habt gute Chancen, dass alles wieder wird, weil Du Dir Gedanken machst und Dich informierst. Schlecht gehts den Pferden von ignoranten Besitzern oder solchen, die sich nicht selbst informieren und keine Meinung haben  Zwinkernd
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Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch


DRP, * 1996, Wallach, 146 cm, 430 kg (noch etwas zu dünn)

Versteckte Reheschübe: Mai u. Oktober 2011; Hufgeschwüre Juli, September, Oktober 2011
EMS-Diagnose 2013

Er wird regelmäßig 3-4 mal/ Woche bewegt. Meist 1 bis 2 Stunden Ausritte entweder geritten oder als Handpferd in allen Gangarten und ein bis zweimal/ Woche Equikinetic

Aktuelle Fütterung:
z.Zt rund um die Uhr Heu unter engmaschigen Netzen ,
zudem ca. 200g Hafer, 200g getreidefreies Müsli v. Agrobs +  wechselnde Kräuter-Mischung, 50 g Mineral plus v. NHC, 25 ml Omega-Öl-Mischung (NHC) + unterschiedl. Kräuter v. pernaturam

Pony ist barhuf, hat harte, kernige Hufe, geht nicht fühlig - bei Bedarf mit Hufschuhen.
 
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OsieW
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Tavli


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Aachen, Nordrhein-Westfalen, Germany
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Antwort #18 - 31. März 2014 um 14:02
 
Das sehe ich auch so!
Wenn die Sehne durch etwas höherstellen zunächst entlastet wird, dann muß man in der Tat sehr sehr vorsichtig sein, wenn man dann die Füsse wieder normasl beschlagen muß.
Meine Dame hatte auch mal ein Sehnenproblem, wurde für gewisse Zeit hinten höhergestellt.
Währenddessen und auch hinterher habe ich die Sehne immer mit Olivenöl massiert, auch hat die Stute Bioresonanzbehandlung bekommen.
Alles hat wunderbar geklappt.
Und das wird es bei Euch auch. Ich glaube, diese kleinen Massagen sind im Heilungsstadium nicht zu unterschätzen.
Und auf deine Frage bezgl. Hufbearbeitung:
Ja, die Zehe muß kürzer. Ein erfahrener Schmied hat die Rotation dann nach einigen Beschlägen ruckzuck raus.
Und es ist sehr gut, wenn der Schmied die Röbis als Hilfe hat.
Alles Gute,
Osie
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Antwort #19 - 31. März 2014 um 14:31
 
Ja, das mit der Massage habe ich auch schon gehört und ich habe auch regelmäßig eine Physiotherapeutin da, die manuell versucht die entstehenden Verklebungen zu lösen.

Ich bin mal echt gespannt, was der Schmied zu den Bildern sagt und was er als Reaktion anzubieten hat. Wenn er nur endlich zurückrufen würde. Geduld in Sachen Pony ist ja nicht so meine Stärke. Wobei - heute sind es genau zwei Jahre seit dem Tritt/Unfall... Zwei Jahre in denen ich eigentlich täglich um die Maus gekämpft habe. Trauriger Jahrestag irgendwie  Griesgrämig

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