Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Shanna's Tagebuch (Gelesen: 22608 mal)
Tanis
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20. Dezember 2012 um 19:30
 
Hallo liebe Mitleserinnen und Mitleser,

ich berichte euch über meine Connemara-Stute Shanna.
Shanna ist jetzt 15 Jahre alt. Sie hat ein Stockmaß von 1,47 m.
Ich habe Shanna vor 7 Jahren kennengelernt. Zunächst war ich ein Jahr lang ihre Reitbeteiligung, bis ich sie zum Kauf angeboten bekommen habe.
Shanna ist ein kleines, aufgewecktes Charakterpferdchen mit eigenem Willen und viel Stutenzickerei.  Laut lachend
Ihren Menschen gegenüber ist sie jedoch immer freundlich und aufmerksam und in jeder Lebenslage ein Verlasspferd.

So kam es, dass Shanna mir seit Anfang November komisch vor kam. Die Weidezeit war gerade vorüber.
Shanna steht im Winter in einer kleinen 4er Gemeinschaft mit Innenboxen und täglichem Außenpaddockgang.
Im Sommer steht sie mit vielen anderen Pferden Tag & Nacht draußen auf den Wiesen.
Sie wirkte mir lustlos und faul. Viel fauler als sonst. Beim Reiten musste man schon sehr viel treiben, beim Laufenlassen oder Longieren musste man jeden Schritt erbetteln. 1 Mal selbst kurz abgelenkt sein und schon stand sie und hat keinen Schritt mehr machen wollen.

Nach 1 Woche, in der es so ging, dachte ich mir, dass sie bestimmt irgendwas hat. Ich konnte nur nicht greifen was.

In der Woche drauf fiel mir auf, dass sie oft nur ganz ruhig im Paddock stand und den Kopf immer sehr tief hielt. Teilweise wirkte sie mir sogar recht apathisch. Unnormal und untypisch für sie halt.
Doch da innerhalb unserer Stallgemeinschaft immer gesagt wird, ich würde überreagieren, wollte ich die Sache noch ein paar Tage beobachten.
In den nächsten Tagen gab es immer mal wieder Tage, wo sie sich fast wie die Alte verhielt, während ich am Stall. An anderen war sie dann doch wieder lurig und komisch.
Ich wusste keinen Rat. Proforma hab ich dann mal Fieber gemessen, aber sie hatte keins. hä?

Mittlerweile mache ich mir große Vorwürfe, dass ich es so lange hinaus gezögert habe, bis ich den Tierarzt gerufen habe. Zumal ich so viel eher schon die Vorahnung und Befürchtung hatte, dass ihr was fehlt.  Traurig

Am Donnerstag, den 29.11., trug es sich zu, dass ich - und es passiert mir sonst wirklich so gut wie nie! - mein Handy zu Hause habe liegen lassen.
Nach der Arbeit kam ich zum Stall und sah Shanna mit einer völlig vermackten linken Gesichtshälfte im Paddock stehen.  Schockiert/Erstaunt
Leicht panisch hielt ich nach anderen Personen am Stall Ausschau, als auch schon direkt jemand um die Ecke und zu mir kam.
Man hatte natürlich mehrfach versucht mich anzurufen.
Shanna sollte am Vormittag auf den Paddock gebracht werden, wie fast jeden Tag, wenn es nicht grad kleine Hunde schüttet. Da sie lieb ist und es nur schräg gegenüber der Box ist, bekommt sie kein Halfter auf, sondern immer nur kurz einen Strick um den Hals gelegt.
Am Vormittag des 29.11. war es dann aber so, dass sie nicht mit ging. Bei einem Rückblick auf sie, fiel auf, dass sie die Augen verdrehte und man konnte sehen, dass ihre Beine sie nicht tragen konnten und sie fiel um.
Sie sackte nicht zusammen, sie fiel um. Wie ein Zaun, der vom Wind niedergedrückt wird.
Dabei hat sie sich die linke Gesichtshälfte gegen die Tränke gehauen. Daher also das verbeulte und vermackte Gesicht.

Die Wunden, auch am Auge, waren zum Glück recht oberflächlichl, sprich nur geschürft (leider auch am Auge), aber nicht so schlimm, dass etwas hätte genäht werden müssen. Dass es ihr natürlich trotzdem weh tat, konnte man ihr aber deutlich ansehen.

Ich rief den Tierarzt an und erzählte ihm, was passiert ist.
Da Shanna aber wieder stand und sich den Tag über laut Aussage der Stallbesitzer unauffällig verhielt, kamen wir überein, dass morgen einer raus kommt und sich Shanna ansieht.
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Tanis
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Antwort #1 - 20. Dezember 2012 um 19:55
 
Am Freitag, den 30.11., kam also der Tierarzt.
Ich hatte mir ein paar Stunden eher frei genommen, da ich bei der Untersuchung unbedingt dabei sein wollte. Auf der Arbeit wäre ich bestimmt ansonsten auch zu nichts mehr zu gebrauchen gewesen, so krank war ich vor Sorge.  Traurig

Der Tierarzt hat Shanna abgehorcht, das Zahnfleisch untersucht, das viel zu wenig rosa war, sich die Wunden im Gesicht angeschaut, die Linse des Auges untersucht, die Darmgeräusche abgehört.
Er fragte, nach ihrem sonstigem Allgemeinzustand.
Ich erzählte ihm, dass Appetit und Verdauung normal seien, mir aber schon auffiel, dass Shanna schon seit Ende der Weidezeit lustlos und fauler erschien, teilweise apathisch auf mich wirkte und nur an wenigen Tagen wirklich mal Vorwärtsdrang zeigte. Eher das Gegenteil sei an der Tagesordnung.
Dazu erzählte ich ihm noch, dass mir auffiel, dass sie irgendwie immer schneller aus Puste kam und nach 10 Minuten Trab, trotz ordentlicher Aufwärmphase, schon leicht nass an der Brust wurde. Diese Tatsache hatte ich bis dato allerdings auf das dicke Winterfell geschoben und nicht wirklich mit als Faktor in Betracht gezogen.

Dem Tierarzt fiel weiter auf, dass Shanna einen ordentlichen Mähnenkamm und einen anständigen Hängebauch vorzuweisen hatte. Auch über den Augenlidern seien Fettpölsterchen erkennbar, meinte er.  Zunge
Dazu muss ich sagen, ich kenne Shanna jetzt seit 7 Jahren und in all der Zeit, war sie noch nie schlank. Sie war viel viel dicker als jetzt, als ich sie kennengelernt habe. Aber ich habe es auch nie hinbekommen, sie mal wirklich schlank zu bekommen. Dünner ja, aber wirklich schlank war sie wie gesagt noch nie.
Mir war auch bewusst, dass sie einen dickeren Hals bekommen hat und dass sie einen Hängebauch hat. Aber es viel für mich, vllt. auch weil ich sie ja jeden Tag sehe, nicht so sonderlich ins Gewicht. Das mit den Augen ist mir erst aufgefallen, als ich mit der Nase drauf gestubst wurde.  unentschlossen

Shanna wurde dann noch weiter am Herzen abgehört. 1 x in Ruhephase und 1 x nach kurzer 10minütiger Belastung. Das Herz war unauffällig.

Da der Tierarzt seinen Verdacht auf Cushing aussprach, war ich mit einer Blutabnahme einverstanden. Es wurde 1 Ampulle für den ACTH-Wert abgenommen und 3 weitere für einen großen Bluttest. Gegen den Kreislauf und die Trägheit bekam sie als Sofortmaßnahme eine kleine Aufbauspritze.

Da nun das Wochenende vor der Tür stand, hatte ich also nichts besseres zu tun, als auf Montag zu warten und die Blutergebnisse abzuwarten.  unentschlossen
Nebenbei googelte und wikipediate ich, auf der Suche nach Pferdemenschen mit ähnlichen Problemen und versuchte, so viele Informationen wie nur möglich für mich zusammen zu tragen.
U.a. informierte ich mich auch gleich schon über mögliche Therapien, die richtige Fütterung und die weitere Vorgehens- und Umgehensweise mit Cushing-Pferden.
Und nach allem möglichen an Hinweisen, warum Shanna wohl umgekippt sein könnte, was es noch sein könnte, woran es liegen könnte, wie ich ihr nur helfen könnte.

Ich bin ehrlich, die Warterei machte mich völlig fertig. Ich fand es schlimm, einfach nur so dasitzen und so machtlos gegen all das sein zu können.  weinend

Mit Shanna selbst habe ich das Wochenende nur Spargang gefahren. Am Freitag hab ich gar nichts mit ihr gemacht und Samstag und Sonntag waren wir nur eine kleine Runde spazieren.
Ihr Gesicht war ja so vermackt und das Auge dick angeschwollen, so dass ihr auch gar nicht wirklich viel hätte zumuten wollen.
Das Auge ließ sie sich aber brav mit einem kalten Lappen kühlen und legte dabei sogar den Kopf auf meine Brust ab.  Kuss
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Antwort #2 - 20. Dezember 2012 um 20:06
 
Am Montag, den 03.12., dann endlich die Erlösung:
Endlich konnte ich gleich um 7.30 Uhr schon beim Tierarzt anrufen.
Leider lagen zu diesem Zeitpunkt nur die ACTH-Werte vor. Das große Blutbild noch nicht.
Anhand des ACTH-Werts, meinte der Tierarzt, könne man aber eigtl. schon Cushing fest machen. Um aber ganz sicher zu gehen, wollte er noch das große Blutbild - und hier speziell die Leberwerte - abwarten.

Also musste ich mich noch einen Tag länger gedulden.  unentschlossen
Oder besser gesagt, ich hatten noch einen Tag länger um mich mit dem abzufinden, was nun auf uns zukam?

Ich fuhr zur Arbeit und nach der Arbeit zu Shanna.
Am Stall angekommen, bekam ich die Nachricht, dass sie schon wieder den Vormittag umgefallen sei.
Sie fiel - wieder beim Rausbringen - zur rechten Seite diesmal um, wurde leicht an der Boxenwand abgefangen und rutschte das letzte Stück runter zu Boden.
Zumindest ist sie nicht komplett auf den Boden aufgekommen. Diese Tatsache macht es nicht besser, aber etwas erträglicher.  unentschlossen

An diesem Montag habe ich Shanna nur in der Box geputzt. Ich war verunsichert und hatte Angst, dass sie noch mal fallen könnte. Also hab ich sie einfach in Ruhe gelassen und sie nur hübsch gemacht.
Das Zahnfleisch habe ich mir noch mal angeschaut. Es war leicht rosa. Verunsichert, ob dies so normal ist, wie sie es hat, bin ich rumgegangen und habe mit den anderen Pferden verglichen.  Zunge Mit dem Ergebnis, dass Shannas Zahnfleisch viel zu blass ist, was mich dann wiederum deprimiert hat.  unentschlossen
Da ich aber nicht mehr für sie tun konnte, bin ich nach ca. 1 Std. "Pony anstarren" wieder nach Hause - googeln.  Zwinkernd
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Antwort #3 - 23. Dezember 2012 um 01:22
 
Leider fehlt mir derzeit etwas die Zeit, das Tagebuch weiter auszuschmücken. Sorry.
Aber ab dem 27.12. habe ich wieder was mehr Zeit und schreibe ganz bestimmt weiter.

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest & schöne Feiertage.

Liebe Grüße,
Tanis
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Antwort #4 - 28. Dezember 2012 um 23:26
 
Am Dienstag, den 4.12. bekam ich dann telefonisch die lang ersehnten Laborergebnisse vom Tierarzt. Der ACTH-Wert und die Leberwerte waren nicht ok:

ACTH 76.6 pg/ml    (norm 29 pg/ml)
ALT (GPT) 36 + U/l   (norm 2-15 U/l)
AST (GOT) 1155 + U/l  (norm 75-600 U/l)
sowie
LDH 485 + U/l    (norm <400 U/l)
und Monocyten absolut 407 + /ul   (norm 40-400 /ul).

Die übrigen Werte waren unauffällig.   

Von Dienstag Abend an bekam Shanna somit täglich 1/2 Tablette Prascend - aufgeteilt in morgens & abends jeweils 1/4 Tablette.
Ich ließ mir vom Tierarzt zeigen, wie viel Heu und wieviel Kraftfutter sie ab nun fressen darf.
Die Heuration wurde auf morgens und abends jeweils 1 Heukorb festgelegt.
Ich kaufte ein anderes Kraftfutter, das für Cushing- und Rehe-Pferde geeignet war und verabreichte ihr die ausgemachte Menge mitsamt den Tabletten und einem Granulat, das zur Verbesserung der Leber beitragen soll.
Zum Glück mochte Shanna das neue Futter und frißt auch immer brav alles auf.  Cool

Der Rest der Woche verlief zunächst unkompliziert. Shanna war nach wie vor sehr lustlos bis apathisch. Die Nase befand sich selbst beim Führen fast nur am Boden. Ich führte sie täglich einmal um Stallgelände. Eine Runde, für die man im Normalfall nur ca. 10 Minuten bräuchte. Mit Shanna benötigte man zu diesem Zeitpunkt gute 30 - 45 Minuten.

Am Freitag, den 07.12., lag bei uns sehr viel Schnee.  Augenrollen
Da Shanna vorne Eisen hat, wäre mir ein Spaziergang an diesem Tag mit ihr zu riskant gewesen. Also betrieben wir Fellpflege in der Box.

Was ich vorher nicht erwähnt hatte, als sie 1 Woche zuvor gefallen war, war das Auge dick angeschwollen und ich kühlte ihr sowohl das Auge, als auch die Wange mit täglich mit einem kalten Waschlappen. Das fand sie auch gar nicht schlimm, ließ es gern geschehen und legte dabei sogar den Kopf gegen meine Brust ab.  Smiley

Ich war nun den besagten Freitag fast fertig mit putzen. Hufe ausgekratzt, Mähne und Schweif verlesen, die Wunden am Kopf waren verheilt und mussten nicht mehr behandelt werden. Ganz zuletzt wollte ich Shanna mit einem Feuchttuch noch ein Tränchenauge säubern. Als ich das Tuch gerade vorsichtig ansetzen wollte, bemerkte ich, dass ihr rechtes Vorderbein zitterte.
Ich ging einen Schritt zurück, um es mir genauer anzusehen. Da stieg das Zittern höher, bis in die Brust, sodann verdrehte Shanna die Augen und ging in Zeitlupe auf die Hinterhand. Wie gelähmt stand ich in der Boxenecke und schaute zu, wie sie auf die Hinterhand stieg. Doch die Hinterhand fing auch  zu zittern an und konnte sie eindeutig nicht tragen. So fiel sie nach hinten über, mit dem Rücken gegen die Boxenwand und mit dem Kopf in die Eisenstreben. Sodann rutschte sie in Zeitlupe schlapp seitlich nach rechts auf den Boden.
Ich war zunächst wie gelähmt. Hab gedacht, sie hätte sich das Genick gebrochen. Als ich wenige Sekunden später meine Fassung wieder hatte, wählte ich gleich über Handy den Tierarzt an. In dem Moment stand Shanna aber auch schon wieder auf und schüttelte sich und stand sodann, als sei nichts gewesen.

Der Tierarzt kam erneut und schaute sich Shanna noch einmal an. Wie beim letzten Mal, konnte er jedoch nichts feststellen. Außer, dass das Zahnfleisch wieder fast weiß war.
Er ließ mit etwas homöopathisches da, das den Kreislauf besser anregen soll: Crataegus.
Somit bekommt Shanna nun das auch noch täglich mit übers Futter.

Der Schreck saß tief, die Nerven lagen blank. Ich hoffte, so etwas nie wieder miterleben zu müssen - da wusste ich nur leider noch nicht, was mich noch so erwarten würde....
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Antwort #5 - 28. Dezember 2012 um 23:40
 
Als ich am Samstag zum Stall fuhr, fuhr ich mit gemischten Gefühlen hin.
Es klingt vllt. doof, aber ich war total verunsichert, wie ich mich Shanna nähern sollte - auch wenn sie sich den Freitag zuvor augenscheinlich nichts getan hatte.
Ich hatte Angst, ihr an den Kopf zu fassen, eine neue Attacke miterleben zu müssen.
Obgleich der Tierarzt mir sagte, dass es durch das Pergolid und das Cartaegus besser würde, sobald diese auch anschlagen und dass ich Shanna ruhig bis dahin weiter bewegen solle.
Ich hatte einfach nur Angst.
Da auch nach wie vor Schnee lag, fasste ich allein Mut zusammen, putze grob über Shanna drüber, sparte den Kopf aus, legte ihr das Halfter an und führte sie tapfer zwei Mal um das Stallgebäude. Da sie sichtlich nicht frohes Mutes war, laufen zu müssen, beließ ich es an diesem Tag auch dabei.

Am Sonntag war die Schneelage schon getauter und ich konnte mich mit ihr den kleinen Berg runter zur Bewegungshalle trauen. Dort lief sie etwas hin und her, schnüffelte, wälzte sich und trabte auch mal 2-3 Schritte von selbst an. Nach ca. 30minütigem Aufenthalt, gingen wir wieder zurück und sie konnte noch etwas im Außenpaddock stehen.

Montag, den 10.12., kippte Shanna wieder erneut beim Anführen zum Paddockgang um. Sie fiel wieder ungebremst auf die rechte Seite. Augenscheinlich ohne Blessuren.

Ich denke, dass sie sicherlich von Freitag und Montag Hämathome hatte, die man unter dem dicken Winterfell nur nicht so erkennt und fühlt, wie es vermutlich mit kurzem Sommerfell der Fall wäre.
Gelahmt hat sie jedenfalls nicht.

Nachdem mich die Nachricht erreichte, dass Shanna schon wieder gefallen sei, rief ich gleich noch einmal beim Tierarzt an.
Es wollte nicht in meinen Kopf, warum das mit ihr trotz Medikamentengabe weiterhin passiert.  hä?
Der Tierarzt erklärte mir noch einmal, dass es an die 2-4 Wochen bedürfe, bis die Tabletten richtig anschlagen. Solange müsse man leider abwarten.
Er könne aber nicht 100%ig sagen, dass das Umfallen wirklich rein mit dem Cushing zu tun hat. Es könne auch noch etwas anderes, bisher unerkanntes sein. Dieser Ursache könne man sodann auf den Grund gehen, wenn in 5 Wochen ein neues Kontrollblutbild gemacht würde und sich das Umfallen bis dahin auch nicht gebessert habe.

Eine sehr unzufriedenstellende Aussage.  unentschlossen
So eine Aussage kann natürlich nicht glücklich machen, auch wenn man versteht, das Medikamente eine Wirkungszeit benötigen und leider keine Wunder vollbringen können.
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Tanis
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Antwort #6 - 28. Dezember 2012 um 23:56
 
So stand ich da mit meinem kurzen Hemd und einem Pony an der Hand, das - aus welchen Gründen auch immer - immer dann umzukippen schien, wenn es sich im Ruhezustand befand und man ihr ans Gesicht kam....
Immer nur dann. Beim Führen oder Freilauf ist sie nie hingefallen. Nur, wenn sie im Ruhezustand war und man dann an den Kopf kam. Wohlbemerkt aber auch nicht immer. Nur ab und zu. Sehr merkwürdig. Sehr suspekt.
Und ich konnte nichts dagegen tun, außer abwarten.
Und für Mittwoch war ein Schmiedtermin anberaumt... unentschlossen

Was soll ich euch sagen? Ich hatte mal wieder mehr Angst, als alles andere.
So habe ich mir auf der Arbeit etwas eher frei genommen, um ca. 1 Stunde vor dem Schmied da zu sein. Aufgrund eines kleinen Staus kam es so aus, dass ich ca. 20 Minuten vor dem Schmied nur da war. Ich streifte Shanna das Halfter auf und führte sie zunächst 2 Mal um das Stallgebäude, um sicher zu stellen, dass sie nicht aus dem kompletten Ruhestand zum Schmied muss - obgleich der ja nur an ihre Füße will und nicht an den Kopf! - aber man weiß ja nie.
Sicher ist sicher, dachte ich mir in diesem Fall.

Der Schmiedbesuch ging auch gut und problemlos. Nur ganz zum Schluss schwankte sie einmal leicht, fing sich aber in der gleichen Sekunden wieder und war dann auch schon fertig.
Zur Belohnung gab es einen reinen Paddocktag ohne weitere Stressfaktoren.

In den Folgetagen konnte ich beobachten, dass Shannas Fell sich veränderte. Das sonst so strahlende und weiche Fell wurde trotz weiterer täglicher Pflege stumpf. Zudem fiel mir auf, dass sie mittlerweile viel mehr Winterfell hat, als sie die Jahre zuvor je hatte. Ich kann richtig die Hand darin "vergraben", so dass man sie gar nicht mehr sieht. So dickes und langes Fell hatte Shanna wirklich noch nie. Selbst 2010 kann ich mich an solch ein dickes Fell nicht erinnern - und das war der Winter, wo wir richtig, richtig hohen Schnee hatten. Und erstrecht hatte sie nie zuvor so stumpfes Fell.  Griesgrämig
Wird wohl auf das Cushing zurück zu führen sein.

Und mir fiel auf, dass Shanna abgenommen hat. Die Augenlider waren zwar noch dick, aber nicht mehr so dick, wie sie mal waren.
Im Ganzen wirkte sie auch etwas dünner, wobei es mehr Muskelabbau an rücken und Popo/Beine zu sein schien, als dort, wo die Fettpölstercheneinlagungen sind...

Meine Freundin und Reitbeteiligung war auch wieder gesund und am Dienstag und Donnerstag bei Shanna.
Sie erzählte mir, ihr sei noch aufgefallen, dass Shanna irgendwie anders riecht. Nicht mehr wie sonst nach Pferd, sondern irgendwie seltsam.
Wird wohl auf die Ausdünstungen der Medikamente zurückzuführen sein - wobei ich sagen muss, dass meine Nase wohl weniger fein ist, denn das habe ich bisher nicht bemerkt.
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Antwort #7 - 29. Dezember 2012 um 00:00
 
Ich habe ein paar Fotos gemacht.
Hier ist Shannas Hals mit dem dicken Mähnenkamm zu sehen.
...

Hier die geschwollenen Augen. Ich hoffe, man kann genug erkennen.
...

...

Und Shanna in ihrer momentanen "Immer-Position".  unentschlossen
...
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Antwort #8 - 29. Dezember 2012 um 00:17
 
In der Woche vom 12.12. bis zum 19.12. bemerkte ich an Shanna leider keinerlei Veränderungen. Sie wirkte nach wie vor lustlos und apathisch und mochte kaum einen Fuß vor den anderen setzen.

Weiter ich hatte ich allen "Kopfverbot" erteilt. Wenn die Kopfberührungen das Pony stressen, so dass es zu Attacken kommt, habe ich mir überlegt, fassen wir das Pferd halt einfach nicht mehr an den Kopf.
Und sind wir ehlrich: Der Kopf ist auch dann noch dran, wenn man ihn halt mal 1 Woche lang nicht putzt.  Zwinkernd
Das Halfter hatte ich extra groß und locker gestellt, dass man es ganz leicht auf und abziehen kann, ohne in irgendeiner Form auch nur Druck ausüben zu müssen.

Wir schlichen unsere geführten Runden, da sie durch nur Stehen auch dicke Beinchen bekommt. Wenn sie die Gelegenheiten des Freilaufs in der Halle oder auf dem Reitplatz von sich aus nutze, um sich mal zu wälzen oder mal etwas zu laufen, war ich schon froh darüber. Großartig getrieben oder gescheucht haben wir sie nicht. Entweder hat sie sich von sich aus bewegt oder ist halt nur im Schritt ihren Weg getrottet.

Aber es war alles nichts halbes und nichts ganzes.
Ich machte mir Gedanken darüber, wie ich denn nun eigtl. heraus finden sollte, ob sie die Tabletten verträgt oder ob Nebenwirkungen auftreten. Ist ja schwer zu sagen, wenn sie sich unverändert verhält - sprich mit Tabletten genauso ist, wie sie ja vorher ohne auch schon war.  hä?

Die Sache mit dem Umfallen hatte sich allerdings etwas gebessert. Es kam zwar noch vor - natürlich nicht täglich, aber immer mal wieder leider halt - aber nicht mehr in dem Ausmaß, dass sie wirklich hinkrachte, sondern nur noch so, dass sie zwar anfing mit einem Bein zu zittern, die Augen verdrehte, nach rechts und links taumelte, sich dann jedoch wieder fing und stehen blieb und wenige Sekunden später loslaufen konnte.

Also ein kleiner Schritt Richtung Besserung, auch wenn nur langsam.
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Antwort #9 - 29. Dezember 2012 um 00:34
 
Montag und Dienstag kam es vor, dass sie nicht ganz auffraß. Sie ließ immer noch etwas an Kraftfutter im Trog zurück. Das Heu fraß sie aber komplett auf.
Eine Nebenwirkung vom Pergolid? Appetitlosigkeit steht ja als Nebenwirkung mit drin. Hmm... Beobachten oder gleich reagieren?
Ich versuchte zunächst, das Futter etwas interessanter zu gestalten und kaufte noch wasserlösliche Flocken, damit sie etwas mehr Abwechslung im Trog hatte. Damit ging es und sie fraß von Dienstag Abend erst mal wieder immer alles wieder auf.

Am Mittwoch, den 19.12., kam ich nach der Arbeit zum Stall und dachte, mein Schwein pfeifft!!!!!!!  Zunge
Da stand meine Ponylady in ihrem Paddock mit hoch erhobenen Kopf und wieherte mir entgegen. Als ich näher kam, scharrte sie mit dem rechten Vorderbein.
Sicherlich keine Eigenart, auf die man stolz sein sollte, aber in dem Moment war mir das egal. Ich war glücklich, denn sie zeigte LEBEN.
Der Kopf war oben, die Augen waren klar und offen und die Ohren aufmerksam nach vorn gerichtet, als ich näher kam. Sie grummelte in freudiger Erwartung, etwas zu bekommen und beschäftigt zu werden.
Langsam näherte ich mich und ging zu ihr in den Paddock. Ich ließ sie an meinen Händen schnuppern und konnte ihre Enttäuschung merken, dass ich nichts für sie in der Hand hatte. Leider darf sie ja zur Zeit außer ihrem Futter keine Leckerchen. Sie war leicht verärgert und drehte eine Runde um mich herum und blieb dann wieder aufmerksam stehen.
Ich streichelte ihr erst vorsichtig den Hals und die Schulter und die Brust. Dann wagte ich mich vom Hals über zum Kopf. Sie ließ sich die Stirn kraulen und bewegte unter meiner Hand leicht den Kopf auf und ab, aber ohne sich dagegen zu lehnen.
Ich halfterte sie auf und machte mich mit ihr auf den Weg zum Reitplatz. Sie lief neben mir her mit normaler Kopfhaltung und angenehmem Schritttempo. Sie schaute sich hier und da die Gegend an, die Ohren waren aufmerksam gespitzt. Nach einigen Schritten bemerkte ich, wie mir Freudentränen über die Wangen kullerten, so glücklich war ich, dass sie mir fast wieder ganz normal vorkam.  Smiley

Ich war so glücklich.
Am Reitplatz angekommen, holte mich eine andere Einstallerin ein und fragte, ob wir zusammen laufen lassen sollen.
Sobald wir die Pferde ausgeklinkt hatten, nahm Shanna die Beine in die Hand und buckelte und rannte, was das Zeug hielt. Sie quiekte vor Vergnügen und prustete zwischendurch mit aufgestellten Schweif und großen Nüstern. Sie wälzte sich, rannte wieder, wälzte sich, rannte wieder.
Wir haben die 2 machen lassen, wie sie mochten und haben nur zugeschaut.
Nach ca. 10 Minuten hatte Shanna ihr Pulver quasi verschossen und ging wieder zu Schritt mit hängendem Kopf über und suchte sich am Randstreifen etwas grünes.
Ich ließ sie noch ca. 10 Minuten knabbern, bis wir die 2 noch mal etwas Schritt gehen ließen. Auch hierbei war sie lahmfrei und guten Schrittes unterwegs.
Ich war seeeehr stolz auf mein Pony.
So gut wie in der folgenden Nacht hab ich schon lange nicht mehr geschlafen.  Smiley
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Antwort #10 - 29. Dezember 2012 um 00:46
 
Am Donnerstag und Freitag bin ich mit Shanna etwas größere Runden spazieren gegangen. Sie ging genau wie Mittwoch freudig neben mir her, nicht zu eilig, aber aufmerksam. Aus Sicherheitsgründen habe ich aber die Straße des Stalls nicht verlassen, damit, falls doch was passiert, schnell Hilfe zur Stelle sein könnte.
Ich war so erleichtert, dass es endlich Bergauf zu gehen schien.

Am Samstag hatte es vormittags ekelig viel geregnet. Zum Nachmittag wurde es aber zum Glück besser und die Sonne kam etwas raus. Der Reitplatz stand zum Glück nur am unteren Ende mit einer großen Pfütze unter Wasser, so dass ich mich dazu entschied Shanna noch einmal einen Freilauf mit 2 anderen Stuten, mit denen sie sich gut versteht, Freilauf zu gönnen.
Und Shanna war wieder so gut drauf, wie auch die Tage zuvor. Mein Herz ging richtig auf, als sie sich wälzte, einsaute, rannte und sogar in der großen Pfütze buddelte und paddelte.
Das Endergebnis konnte sie sehen lassen: 3 Dreckspätze vom Scheitel bis zur Sohle. Aber sichtbare glückliche Ponys. Das ist doch wirklich alles, was zählt, wenn man so viele Wochen lang zitternd auf Besserung gewartet hat.  Smiley Smiley

Nun stand ja auch mein Kurztrip zu meiner Schwester nach Bayern bevor. Den Flug vom 23.-26.12. hatte ich schon im Oktober gebucht - als ich ja von noch gar nichts wusste.
Anfang der Woche wollte ich den Flug noch stornieren, weil ich mich total schlecht fühlte, einfach weg zu fahren. Als würde ich Shanna im Stich lassen, wo es ihr so schlecht geht. Obwohl sie ja von meiner Reitbeteiliung gut umsorgt und gepflegt würde.
Nun, da sie sich auf dem Weg der Besserung befand, dachte ich, ich könne guten Gewissen für 4 lächerliche Tage weg fahren.
Dachte ich zumindest....
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Antwort #11 - 29. Dezember 2012 um 01:16
 
Am Sonntag, den 23.12., ging mein Flieger. Wir hatten ausgemacht, dass ich mein Handy immer voll geladen bei mir trage und dass ich jederzeit erreichbar bin. Und falls etwas passieren sollte, dass erst der Tierarzt gerufen wird und ich dann informiert werde. Und lieber der Tierarzt guckt einmal zu viel drauf, als zu wenig.
Und wenn ich nichts höre, dann ist alles gut.
Ok.

Ich hörte nichts von zu Hause.
Das fasste ich als ein gutes Zeichen auf.
Und ich konnte tatsächlich über die Weihnachtsfeiertage etwas abschalten und zwischendurch wirklich mal auf andere Gedanken kommen.

Als ich am 26.12. dabei war, meinen Koffer zu packen, da der Flieger mich am Nachmittag nach Hause bringen sollte, erreichte mich eine SMS von meiner Reitbeteiligung.
Sie gestand mir, erst jetzt zu schreiben, da sie mir den Kurzurlaub nicht verderben wollte.
Aber Shanna hatte am Montag und am Dienstag jeweils eine Attacke mit Krämpfen, die sie vorher noch nie dabei hatte und hat sich auch leider beide Male weh getan.  Griesgrämig

Einerseits war ich leicht berührt davon, dass man mir meine Auszeit gönnen wollte. Andererseits war ich etwas verägert, dass ich nicht gleich informiert wurde. Wieder andererseits hätte ich womöglich kaum etwas tun können - ob ich da gewesen wäre oder nicht.  Traurig

Ich rief Laura (meine Reitbeteiligung hat ja auch einen Namen!  Zwinkernd ) an und sie erzählte mir, dass Shanna am Montag beim Reinholen vom Paddock umgefallen sei.
Sie bekam wie gewohnt das weite Halfter auf, ging aber nicht mit, sondern blieb stehen, nahm den Kopf sehr weit hoch, krampfte und kippte steif auf die linke Seite. Sie lag einige Sekunden verkrampft auf der Seite, bis sie sich lockerte und aufstand.
Die Oberlippe schlug sie sich im Fall am Paddockeingang auf. Sie blutete stark. Es tropfte Blut auf den Boden. Doch sie ließ es nicht anschauen. Auch als sie in der Box stand, ließ sie keinen an sich heran, um die Wunde anzuschauen. Da sie sich in die Enge getrieben fühlte, fing sie auch gleich wieder an zu krampfen und die Augen zu verdrehen, so dass man von ihr abließ. Die Wunde schloss sich kurz drauf auch wieder und tropfte nicht mehr. Zur Fütterungszeit fraß Shanna genussvoll wie immer, so dass vorerst keine weiteren Versuche unternommen wurden, an sie heran zu gehen.

Am Dienstag kam Laura zum Stall, erzählte man ihr von den Vorkommnissen von Montag.
Sie nahm Shanna zunächst aus der Box und führte sie erst einmal 2 Runden ums Stallgebäude, um sicher zu gehen, Shanna nicht in einer vollstädnigen Ruhephase gegenüber zu stehen.
Denn - sind wir mal ehrlich - es gibt schöneres, als sich eine Attacke nach der nächsten mitansehen zu sehen und irgendwann wird man davon einfach eingeschüchtert und ist auf der Hut, was man wie macht. Und wenn kurzes Anführen hilft - warum denn dann auch nicht?! Egal, was die anderen sagen oder denken.  Zwinkernd
Da es leicht regnete, führte sie sie anschl. wieder in die Box zum Putzen. Als sie fertig geputzt hatte, wollte sie sich die Oberlippe nur ansehen. Sie wollte die Stelle nicht anfassen, sondern nur begutachten. Beim Kopfputzen zuvor stand Shanna ganz ruhig und gelassen.
Doch den Kopf höher nehmen und sich die Lippe anschauen lassen, wollte Shanna nicht. Sie ging 2 Schritte rückwärts und nahm den Kopf hoch und zur Seite. Nicht schnell, nicht panisch, aber bestimmt. Laura stand da und machte nichts dagegen, ließ sie gewähren.
Aus dieser Haltung, Kopf hoch und zur Seite gedreht, verkrampfte sich Shanna sodann. Sie streckte die Beine komplett gerade durch, stand vorne und hinten nur noch auf den Zehen, verdrehte die Augen und fiel nach rechts um. Die Boxenwand dämmte ihren Fall ab und sie rutschte das letzte Stück an der Wand entlang zu Boden. Am Boden liegend zuckten die Beine und der Schweif wild. Die Brust fing an zu schwitzen. Laura dachte, Shanna würde ersticken. Dann ging die Spannung etwas aus ihrem Körper und sie rappelte sich wieder auf. Sobald sie stand krampfte sie jedoch gleich wieder, diesmal aber nur hinten und vorne ging sie wacklig in die Knie. Dabei fiel sie mit dem Gesicht vornüber auf die Tränke. Schon wieder die doofe Tränke.  unentschlossen
Sie muss sich entweder auf die Zunge oder die Lippe gebissen haben, denn als sie sich beruhigt hatte und wieder stand, tropfte ihr Blut aus dem Maul.
Laura hatte einen großen Schock und holte sich Hilfe heran. Doch auch mit Hilfe gelang es den beiden nicht, die Wunde genau aus zu machen, da Shanna keinen an sich heran lassen wollte und bei dem kleinsten Versuch gleich wieder anfing zu schnauben und zu schwitzen.
Zur Fütterungszeit 2 Stunden später verhielt sie sich ganz normal und fraß ihr Futter auch komplett auf.

Nachdem ich diese 2 Vorfälle gehört hatte, war ich den Tränen nahe.
Wie kann denn sowas nur sein? Es ist mir unerklärlich. Ich kann es nicht nachvollziehen.
Wie kann es denn dem Pferd augenscheinlich zunächst von der Lebhaftigkeit und Lebendigkeit und dem Bewegungsdrang besser gehen - zeitgleich aber die Attacken umso schlimmer werden?? Woran kann denn sowas nur liegen? Wie kann die Natur denn nur so unfair und so grausam sein???  weinend

Fakt ist, dass es so nicht geht. In keinem Fall!
Abwarten schön und gut, Medikamente wirken lassen schön und gut, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein!
Nun war für mich eindeutig Handlungsbedarf gefragt.
Ich wollte Fakten auf den Tisch gelegt bekommen - kostet es, was es wolle!

Nur aus der Ferne und am einem Feiertag kann man leider wenig ausrichten. Dumm! Und Ärgerlich! Und überhaupt!  Traurig

Meine nächste Aktion musste also wohl oder übel bis zum Morgen des 27.12. warten.
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Tanis
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Antwort #12 - 29. Dezember 2012 um 01:57
 
Den Rückflug über steckte ich meine Nase in ein Buch, um abgelenkt zu sein und nicht auch noch im Flugzeug zu heulen. Als ich wieder zu Hause eintraf, erreichte mich eine SMS von Laura.
Sie hatte Angst gehabt, heute allein ans Pferd zu gehen und hat bis zum Nachmittag gewartet, bis jemand mit ihr zusammen zu Shanna geht. Und ganz ehrlich: Ich kann sie da voll und ganz verstehen. Vermutlich wäre es mir auch nicht anders gegangen. Es muss ein großer Schock für sie gewesen sein. Ich an ihrer Stelle hätte wohl auch den Tierarzt geholt, wenn Blut aus dem Maul tropft. Aber ich hab ihr keinen Vorwurf deswegen gemacht. Immerhin war ich ja nicht dabei und weiß nicht, wie schlimm, wie doll und wie lang es wirklich geblutet hat.
Aber am Mittwoch war Shanna ganz normal und aufgeweckt, wie die Tage zuvor. Sie war mit ihr zum Freilauf auf dem Platz und Shanna hatte sichtlich Spaß. Anschl. konnte sie Shanna ganz normal putzen, auch den Kopf bürsten, aber nicht die Lippe oder das Maul anschauen. Da hat sie den Kopf weggedreht. Um sie nicht unnötig zu stressen, hat sie es nicht mit Gewalt versucht. Wohl auch besser so.

Donnerstag früh stellte ich den Wecker und erzählte alles dem Tierarzt. Das Pergolid scheint wohl zu helfen, da an Shanna ja eindeutig auch eine Verbesserung zu bemerken ist.
Allerdings könnte die Verschlimmerung der Attacken eine Nebenwirkung des Pergolid sein. Die Dosierung wurde auf die Hälfte runter gesetzt. Somit also nun seit dem 27.12. nur noch 1/4 Tablette pro Tag.
Weitere Maßnahmen können seitens des Tierarztes leider nicht ergriffen werden, wurde mir gesagt. Im Falle dieser Attacken ist eine Ursachenforschung mit den Mitteln, die der üblichen Tierarztpraxis zur Verfügung stehen, leider nicht gegeben. Hier kann also nur noch die Klinik weiterhelfen.
Ich bekam die Telefonnummer der Tierklinik in Duisburg.

Ich nahm also Kontakt zur Klinik auf. Ich wurde mit einer netten Ärztin verbunden, die mir anhand meiner Ausführungen erklärte, was sie zunächst für Angaben und Daten von Shanna benötige.
Dann erklärte sie mir, dass sie zunächst eine klinische und neurologische Untersuchung vorschlage, bei der auch noch mal Vergleichswerte zu den bereits vorhandenen Blutwerten genommen würden.
Shanna würde den Tag dort verbringen müssen, um sowohl im Ruhezustand in der Box, als auch in der Bewegung beobachtet zu werden.
Sollte nach dieser Untersuchung nichts feststellbar sein, müsse noch ein Schädel-CT gemacht werden. Das Schädel-CT hat zwar seinen Preis, gibt im Ergebnis aber absolute Gewissheit. Zudem bietet die Klinik in Duisburg ein CT mit leichter Sedierung und im Stehen an, während andere Kliniken ein CT in Vollnarkose vollziehen.

Aus meiner Sicht klingt diese Vorgehensweise zwar teuer, aber dennoch sehr vernünftig.
Ich bin mit meinen Nerven einfach am Ende und möchte nun ganz sicher wissen, was Shanna denn nun eigentlich hat.
Meinetwegen mag sie auch Cushing haben, aber dass das der Grund für ihre Attacken ist, glaube ich schon lange nicht mehr. Und es zerreißt mich, daneben zu stehen und zusehen zu müssen und nichts machen zu können.
Dann mag es nun eine teuere Angelegenheit werden, aber ich kann dann wenigstens guten Gewissens wieder in den Spiegel schauen und sagen, ich habe alles getan, was in meiner Macht stand. Mit allem anderen würde ich niemals fertig werden.

Am Donnerstag hab ich mich dann mit Laura gemeinsam am Stall getroffen. Wir haben Shanna wieder zunächst 2 Runden um das Stallgebäude geführt, bevor wir gemeinsam versucht haben, uns das Maul anzuschauen.
Da Shanna uns nicht freiwillig Einblick gewähren wollte, sind wir sogar vor ihr in die Hocke gegangen. Doch sie hat peinlichst darauf geachtet, den Kopf so tief zu nehmen, dass wir nicht gucken konnten.
Also musste ich sie ans Halfter nehmen, um genauer gucken zu können. Ich konnte sogar einen Blick auf die Oberlippe erhaschen, auf die sie sich 2 Mal gebissen haben muss. Auch den Ratsch von Montag konnte man deutlich sehen.
Dienstag glaube ich eher, dass sie mit dem Unterkiefer auf die Oberlippe gebissen hat und nicht auf die Zunge. Die Wunden schienen tief, waren aber schon gut verkrustet.
Genau in dem Moment, wo ich meinen Blick eine Sekunden darauf werfen konnte, rief Laura ACHTUNG!
Ich ließ Shanna sofort los und wir gingen 3 Schritte zurück. Shanna stand da und krampfe so, dass sich die Beine durchdrückten und sie vorne und hinten wieder nur auf den Zehen stand. Sie wankte nach links und rechts und entspannte sich dann aber wieder und blieb stehen. Die Brust wurde leicht nass und sie atmete stark mit weiten Nüstern.
Ich nahm wieder den Strick und wir führten sie eine weitere Runde ums Stallgebäude. Dabei entspannte sie sich wieder. Anschl. stellte ich sie zurück in die Box.

Nun stand mein Entschluss wirklich fest:
Uns kann nur noch die Klinik helfen!

Den Rest von Donnerstag und Freitag verbrachte ich damit, die nötigen Unterlagen zusammen zu suchen und die gewünschten Berichte zu verfassen und mailte Freitag alles der Ärztin, die mir ihre Email-Adresse gab, zu.

Entweder Samstag, also morgen, spätestens aber Montag bekomme ich den Termin gesagt, wann ich mit Shanna vorbei kommen kann.
Bis dahin heißt es mal wieder wie gehabt: ABWARTEN! Ärgerlich
Ooooh, wie ich diesen Ausdruck mittlerweile hasse!!

Ich fürchte, meine Angst, die ich in mir trage, ist nicht unbegründet. Mein tiefstes Inneres sagt mir ja schon länger, dass es mehr ist, als "nur" Cushing - als wenn das allein nicht schon schlimm genug wäre.  unentschlossen
Geplagt von Vorwürfen bin ich natürlich auch. Hätte ich mal schon eher reagiert. Hätte ich mal dies, hätte ich mal das, warum hab ich nicht so....  weinend
Klar: Heulen bringt mich jetzt auch nicht weiter.
Davon wird es auch nicht besser.
Und vllt. ist es besser, aufs Schlimmste gefasst zu sein. Dann ist die Erleichterung auch größer, wenn es doch nicht ganz so dicke kommt.
Stark bleiben muss ich. Wenigstens nach außen hin. Was ich mache, wenn ich alleine bin, sollte mir überlassen bleiben.  Zwinkernd
Au Backe. Ist das alles schwer.
Ich bin heilfroh, wenn der Albtraum endlich ein Ende hat.

So, und nun seid ihr absolut Up To Date, was Shanna's Tagebuch angelangt.
Und ich bin hundemüde. Ich leg mich jetzt erst mal schlafen.

LG,
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Antwort #13 - 02. Januar 2013 um 13:28
 
Huhu,

seit dem 27.12.2012 bekommt Shanna nur noch 1/4 Pergolid.
Eine Verbesserung oder Verschlechterung ist seither nicht aufgetreten - d. h. alles wie gehabt.

Shanna wirkt nach wie vor wieder lebendiger - noch nicht wieder ganz die alte, aber eine Verbesserung ist nach wie vor da - und hat Bewegungsdrang.
Allerdings ist die Kondition nicht mehr so da und sie ermüdet schnell. Und wenn sie dann z. B. nach einem Spaziergang oder nach einem Freilauf wieder in der Box steht, gähnt sie ganz viel und ihr fallen immer wieder die Augen zu.  Zwinkernd

Umgefallen ist sie jetzt seit dem 27.12. zum Glück nicht mehr.
Das muss aber nichts heißen, denn vorher lagen zwischen den Attacken ja auch meist 5 - 7 Tage.

Morgen ist unser Kliniktermin.
Ich bin ehrlich gesagt nervlich so ziemlich am Ende meiner Kräfte. Und ich habe so eine große Angst. Weiß noch gar nicht, wie ich das alles heile überstehen soll.

Ich möchte mich aber noch einmal bei euch allen Bedanken.
Ich habe von euch allen sehr viel Rat erfahren und ihr habt mir Mut gegeben.
Es tut gut und beruhigt sehr, einen Ort wie diesen hier zu haben.

Für's erste ziehe mich nun zurück und versuche, mich bis morgen anderweitig abzulenken. Ich werde euch berichten, wie alles gelaufen ist und vor allem, was in der Klinik herausgefunden wurde.

LG,
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Antwort #14 - 06. Januar 2013 um 22:10
 
Hallo Ihr Lieben,

vorab das Wichtigste:
Shanna ist erst einmal wieder zu Hause.

Was die Klinik heraus gefunden hat, ist leider weniger schön.
Aber ich will am Anfang beginnen:

Am 02.01.2013 habe ich Shanna eine "extra Fellbehandlung" verpasst. Zwinkernd So dreckig und staubig, wie sie vom Vormittag vom Wälzen war, hätten wir uns doch nicht der Klinik vorstellen können. Was sollen die Leute denn nur denken. Laut lachend

In der Nach vom 02. auf den 03. hab ich sehr unruhig geschlafen und war sehr oft wach.
Am Morgen wollte ich gar nicht aus dem Haus. Am liebsten wäre es mir gewesen, es sei schon alles vorbei und ich wieder zu Hause. *seufz*

Um halb 11 war ich am Stall und wollte Shanna aufhalftern. Da hat sie gleich wieder einen Zitteranfall bekommen, als ich das Halfter über die Ohren streifte. Sie hat sich aber wieder gefangen und ist stehen geblieben. Ich habe ihr noch ein wenig das Einstreu aus Fell und Schweif gebürstet und die Hufe sauber gemacht. Alles ganz langsam und in Ruhe.

Um 11 war es dann soweit und mein Tierarzt stand auf der Matte.  Shanna ist vor 2 Jahren das letzte Mal Hänger gefahren und ehrlich gesagt noch nie sonderlich gut drauf gegangen. So hatte ich große Sorge, dass eine zu große Aufregung beim Aufladen bzw. während der Fahrt eine nächste Attacke (und womöglich noch ein unnötiges Horrorszenario - man kommt ja auf Gedankengänge, das lässt sich gar nicht beschreiben!  Traurig) auslösen könnte.
Wir haben Shanna leicht sediert, um sie sicherer transportieren zu können.
Beim Aufladen hat sie sich anfänglich etwas gewehrt, aber mit Ruhe und Geduld ging sie dann doch mit auf den Hänger und wir sind gut und heile in der Pferdeklinik angekommen.

Nach der Anmeldung, in der ich nochmals alles gefragt wurde, was ich eigtl. ja bereits per Telefon und Email mitgeteilt hatte (da fragt man sich, ob einem überhaupt zugehört wird und ob  ein Text überhaupt gelesen wird Augenrollen ) durften wir Shanna ausladen.
Die Ärztin schaute sich Shanna zunächst beim Führen und dann beim Longieren in der Bewegung an.
Sodann entschied sie sich, Shanna direkt ins CT zu schicken, da sie - auch anhand meiner Erzählungen - nicht den Eindruck hatte, dass es was rein Neurologisches sei.
Shanna wurde von einer Helferin weggeführt in den Intensivstall und wir wurden - hingegen all meiner Erwartungen - vorerst nach Hause geschickt.  unentschlossen
Ich hatte die Hoffnung, ich könne im Wartezimmer oder im Innenhof ein paar Stunden warten und Shanna dann wieder mitnehmen. Der Zahn wurde mir jedoch gezogen. Darüber war ich nicht wirklich glücklich. Doch da ich einsah, dass Shanna nicht die einzige Patientin dort war und die Leute auch nur ihren Job machen und vermutlich alles geben, zog ich - wenn ich traurig - ab nach Hause.
Man wollte mich anrufen, sobald ein CT-Ergebnis vorliegt.

Um 12:15 Uhr waren wir an der Klinik. Um 13:45 war ich wieder zu Hause. Und saß da. Und saß da. Löste ein paar Kreuzworträtsel und SuDoKus und saß da. Und trommelte.
Um 18:00 Uhr hielt es nicht mehr aus. Ich rief in der Klinik an,  um nach dem aktuellen Stand zu fragen.
Ich bekam jedoch leider keine Auskunft, da ein Kolik-Notfall dazwischen gekommen war. Die Ärztin würde mich in ca. 1 Std. ganz sicher zurückrufen.
So viel Verständnis und Mitgefühl, wie ich bei einem Notfall auch habe, aber es war für mich die schlimmste und kribbeligste Stunde des gesamten Tages, die einfach kein Ende nehmen wollte.

Um 19 Uhr kam dann endlich der ersehnte Rückruf.
Mir wurde erklärt, dass das CT gut und im Stehen (sprich ohne Vollnarkose für Shanna) durchgeführt werden konnte und dass es Shanna den Umständen entsprechend gut ginge und sie während der Untersuchungen keine Umfallattacke hatte.

Auf den CT-Bildern wurden rechts und links am Gehirn entlang - rechts etwas mehr als links - mehrere verdichtete Stellen deutlich.
An den Augen konnten sowohl rechts wie links, Verkalkungen ausgemacht werden.
Bei weiteren Untersuchungen der Augen wurde festgestellt, dass Shanna in der Tat etwas schlechter sieht.

Die verdichteten Stellen und die Verkalkungen deuten auf Tumore hin.
Ohne eine Probe entnommen zu haben (was so nah am Gehirn aber auch niemand tun würde!), kann man einen Tumor aber nicht 100%ig bestätigen.
Fakt ist, dass alle Symptome, die Shanna aufweist, darauf hindeuten.
Um nun noch ganz genauer zu forschen, müsse man die gleiche Untersuchung noch einmal mit Kontrastmitteln machen. Dafür sei Shanna derzeit aber zu schwach, so dass man ihr das besser nicht zumuten sollte.
Mehr Auskunft wollte man mir am Telefon nicht geben.
Ich solle Morgen zu einer ausführlichen Besprechung kommen und mir die Bilder zeigen lassen. Und erst einmal könne ich Shanna auch wieder mit nach Hause nehmen, aber mir solle bewusst sein, dass derartige Tumore beim Pferd, anders als beim Menschen oder beim Hund, weder heil- noch behandelbar seien.
weinend
Obgleich ich es in meinem tiefsten Inneren gewusst habe, obgleich mir mein Bauchgefühl seit dem 2. Umfallen zugeschrien hat, dass irgendwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, traf mich diese Nachricht mit gesamter Wucht.
Obgleich ich es wusste, hatte ich mir dennoch was anderes erhofft, zumindest eine Behandlungsmethode erhofft.
Nach der Mitteilung, dass es weder heil- noch behandelbar sei, traute ich mich ehrlich gesagt nicht, nach ihren Lebenserwartung zu fragen. Ich glaube, sonst hätte ich auch Null schlafen können.
Wie mein Abend im weiteren Verlauf ablief, brauch ich wohl kaum ausführen. Es war, als hätte mir jemand ein Stück Herz heraus gerissen, so weh hat es getan. Und ich habe gedacht, ich könne nie wieder aufhören zu weinen, bis ich vor Erschöpfung und Kopfweh endlich eingeschlafen bin.
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Tanis
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Antwort #15 - 06. Januar 2013 um 23:03
 
Am Freitag war ich ziemlich durch den Wind, bis es endlich zur Klinik ging.
Die Ärztin nahm sich eine Stunde lang Zeit, uns die Bilder zu zeigen und alles genau zu erklären.
Die Verdichtungen und die Verkalkungen waren eindeutig zu erkennen - auch für einen Laie.
Ob die Verdichtungen nun Tumore sind oder Blutgerinsel oder noch was anderes, ob es gut- oder bösartig ist, kann leider nicht eindeutig bestimmt werden. Da Tumore aber auch Verkalkungen auslösen und Shanna's Symptome dazu passen,  geht die Tendenz in diese Richtung.
Epilepsie und Ataxie können ausgeschlossen werden.
Weiter wurde am Freitag Vormittag noch eine Endoskopie vorgenommen. Hier war jedoch alles unauffällig. Kehlkopf, Gehörgänge, Gleichgewichtsorgan - alles in Ordnung. Keine Ablagerungen, keine Verdichtungen, keine Verkalkungen.
Die Hirnanhangdrüse weist mehrere kleine Verdichtungen auf, die das Cushing verursachen. Diese sind aber so klein, dass sie im Gegensatz zu dem Rest, so gut wie gar nicht ins Gewicht fallen und ganz bestimmt nicht Auslöser der Attacken sind.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Endoskopie unauffällig war, eine Verbesserung durch die Zugabe von Prascend ersichtlich ist und dass Shanna eindeutig nicht unter Dauerschmerz zu stehen scheint, wurde von einer sofortigen Maßnahme (= gemeint ist hier die Einschläferung) Abstand genommen.
Punkt 1 meiner vorersten Erleichterung.
Dennoch sind die Veränderungen da und leider weder heil- noch behandelbar.

Weiter fiel in der Klinik auf, dass Shanna schlecht sieht. Diese Tatsache ist mir bisher leider völlig entgangen. Laura & ich sind uns einig, noch nie bemerkt zu haben, dass Shannas Augen schlecht sind.
Und es fiel auf, dass Shanna beim Anfassen von Kopf, Hals und Rumpf (speziell bei Berührung der Haarspitzen) eine Überempfindlichkeit aufzeigt und sich nicht gern anfassen lässt.
Bei der Kopfberührung, stimme ich zu. Shanna mochte sich noch nie gern am Kopf streicheln lassen, ließ es bei ruhigem Umgang aber immer zu.
Eine Überempfinglichkeit an Hals und Rumpf haben wir unsererseits nie bemerken können.  unentschlossen
Wir glauben der Ärztin zwar, sind aber dennoch verwundert, es bisher noch nie wahrgenommen zu haben.

Die Diagnose der Ärztin geht also davon aus, dass Shanna eine Überempfindlichkeit, gerade im Kopfbereich, aufweist und zudem schlecht sieht. So könne es also dazu kommen, dass eine Bewegung, ein Schaffen, eine für sie zu plötzliche Berührung eine Art Schock auslöst, der sodann in den Kopf steigt, dort drückt und sodann eine Attacke auslöst.

Dies alles ist aber nur eine Theorie, da dies auch nicht mit 100%iger Sicherheit bewiesen werden konnte.

Der weitere Behandlungsvorschlag der Ärztin geht nun dahin, Shanna zunächst für eine Übergangszeit von ca. 4 - 6 Wochen täglich Aspirin als Blutverdünner zu geben, um eine bessere Durchblutung zu gewährleisten.
Weiter soll Shanna in der gleichen Zeit auch täglich eine leichte Sedierung in Form von Granulat mit über's Futter bekommen, um ihr das unangenehme Gefühl der Überempfindlichkeit zu nehmen.
Durch diese beiden Maßnahmen soll erreicht werden, dass bestenfalls keine Impulse und Reize mehr auftreten, die diese Attacken auslösen.

Vom Reiten wurde mir gänzlich abgeraten.
Spaziergänge, leichtes Longieren ohne Drall und Druck sowie gemütliche Bodenarbeit sind aber erlaubt.
Somit ist meine Shanna nun kein Reitpferd mehr, sondern seit dem 04.12.2013 quasi in Rente.

Mir ist bewusst, dass wir ein Spiel auf Zeit betreiben.
Die obige Behandlungsmaßnahme ist keine Garantie, sondern eher ein Experiment. Dessen bin ich mir bewusst.
Dennoch ist es einen Versuch wert.
Und natürlich erhoffe ich mir noch eine recht schöne, vielleicht sogar noch lange Zeit mit ihr.
Sollte sich jedoch im Hinblick auf die Attacken keine Verbesserung zeigen, die Anfälle gar schlimmer & häufiger werden, wäre an dieser Stelle die Zeit des Abschieds gekommen.

Und dann durften wir endlich, endlich, endlich zu Shanna.  Smiley
Ihre "Freude" uns zu sehen, hielt sich jedoch in Grenzen. Sie war eher beleidigt mit uns, weil wir "doof" mit ihr gemacht hatten. Sie war sichtlich eingeschnappt und empört darüber, was sie alles über sich ergehen lassen musste. Und sie sah wirklich fertig und geschafft aus.  Traurig

Das Verladen (diesmal ohne Sedierung - sie hatte die letzten 2 Tage genug Zeugs im Körper!) und der Rückweg verlief problemlos.
Auch wenn Laura und ich den gesamten Rückweg über geweint haben.
Ich war trotzdem froh, noch etwas Zeit zu haben und nicht sofort eine Entscheidung treffen zu müssen.
Auch wenn mir bewusst ist, dass ich mich täglich immer mehr mit dem Gedanken befassen und anfreunden muss.  unentschlossen

Shanna war sichtlich erleichtert, als sie endlich wieder in ihrer Box stand. Und auch die übrigen 3 Damen der Schöpfung waren froh, als Shanna endlich wieder bei ihnen stand - schließlich gab es dann ENDLICH für alle was zu essen.  Zwinkernd

Morgen früh rufe ich nun noch einmal bei meinem Tierarzt an und kläre mit ihm den Vorschlag der Klinik ab.
Und dann mal schauen, wie es bei uns so weiter verläuft.
Ich werde auf jeden Fall weiter fleißig berichten.

So long,  Zwinkernd
Tanis
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Antwort #16 - 08. Januar 2013 um 07:58
 
Gestern habe ich noch einmal mit meiner Tierärztin gesprochen.
Diese bekam aber auch schon Nachricht von der Klinikärztin und war schon bestens informiert.
Fand ich ganz angenehm.  Smiley
Musste ich nicht alles noch mal von vorne aufrollen und erzählen und erklären.

Shanna bekommt also nun täglich weiterhin 1/2 Pergolid-Tablette.
Das Heperal-Lebergranulat ist leer und soll sie auch erst mal nicht weiter bekommen.
Das Cartaegus reicht noch für diese Woche und soll danach auch vorerst abgesetzt werden.
Und dann bekommt sie nun seit gestern 2 x täglich Aspirin ASS 500 als Blutverdünner und ab heute früh 1 x täglich (immer morgens) 1/2 Löffel Vetranquil als leichtes Beruhigungsmittel gegen die Überempfindlichkeit.

In 2-3 Wochen wird dann noch einmal ein großes Blutbild mit gemacht.

Und nun heißt es mal schauen, wie weit wir damit so kommen.

LG,
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Antwort #17 - 14. Januar 2013 um 13:14
 
Huhu,

1 Woche nach Klinikaufenthalt ist nun schon um.
Ohne besondere Vorkommnisse.  Smiley
Ich hoffe sehr, dass es so weitergeht, wie bisher.
Zumal ich seit Samstag auch endlich mal aufgehört hab, jeden Tag Rotz und Wasser zu heulen Augenrollen, wenn ich vom Stall weg fahre.
Wäre also sowohl für Shanna, als auch für mein Nervenkostüm ganz gut, wenn es jetzt wenigstens eine zeitlang bei uns mal rund liefe.  Zunge

Heut Nacht gab es hier bei uns Stehgeschnöber -
nein Quatsch: Schneegestöber natürlich!  Zwinkernd
Bin schon gespannt, wie es nachher am Stall aussieht. Meist nämlich super schön und idyllisch.

LG,
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Nucki Nuss
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† 19.08.2010 in Gedenken
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Antwort #18 - 15. Januar 2013 um 21:51
 
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Antwort #19 - 19. Januar 2013 um 12:17
 
Hallo zusammen,

Shanna geht es soweit ganz gut.
2 Wochen ist unser Klinikaufenthalt ja jetzt schon her (04.01.).
Seitdem ist sie nicht 1 x mehr umgefallen und hat auch kein Schwanken, Wanken oder Zittern gezeigt.
Das freut mich sehr.  Smiley

So hat man wirklich Zeit, mal wieder etwas zur Ruhr gekommen und mir geht es mental im Moment wirklich deutlich besser.

Seit Montag liegt hier bei uns sehr viel Schnee.
Das hat den Vorteil, dass die Pferde nicht nur in ihre Außenpaddocks kommen, sondern auch auf die Wiesen dürfen.  Smiley Shanna steht auf der Wiese gegenüber mit ihren 4 Stallkameradinnen zusammen. Jeden Tag, wenn sie raus kommen, wälzt Shanna sich erst einmal, macht anschl. ein paar Bocksprünge und geht dann ihre Runden, als müsse sie kontrollieren, dass alles noch so sei, wie es am Vortag verlassen hat.  Durchgedreht Rennen die anderen, lässt sie sich anstecken, bis alle zum "gemütlichen" Teil übergehen.
An viel Gras kommen sie jedoch nicht, da es immer wieder nachgeschneit hat und die Schneedecke schon recht dicht ist.

Außer raus- und reinführen und putzen (ohne Kopf!) und Hufe säubern , machen wir bei den Wetterverhältnissen nichts mit Shanna. Muss meiner Meinung nach aber auch nicht. Solange sie sich wohl fühlt und es ihr gut geht, bin ich zufrieden.

Vom Verhalten her? Was kann ich dazu berichten?
Sie hat mal gute und mal schlechte Tag - wie ja eigtl. jeder Mensch und jedes Tier.

Beim Führen läuft sie generell wieder normalen Schrittes und hält den Kopf entspannt auf normaler Höhe.
Ich muss sie nicht mehr hinter mir "herziehen" und die Nase ist beim Führen nicht mehr am Boden (es sei denn, sie erschnüffelt grad was).

Beim Freilauf (gut, jetzt wo der Schnee grad liegt nicht, aber davor) ist sie aufgeweckt, zeigt Energie und Bewegungsdrang, wälzt sich, buckelt und rennt und tobt ein wenig von sich aus.
Großartig angetrieben wird sie von uns nicht. Von uns aus bräuchte sie nur Schritt gehen. Wenn sie aber von sich aus trabt oder galoppiert, dann sei es so.
Im Hinterkopf behalte ich allerdings schon, dass ich mich ggfls. darauf einstellen muss über kurz oder lang vllt. ein paar Unarten aufgrund unseres jetzigen inkonsequenten Verhaltens vllt. sachte wieder ausbügeln zu müssen.  Augenrollen Aber auch hier: sei es so! Darüber mach ich mir Gedanken, wenn es mal soweit sein sollte!  Zwinkernd

Im Paddock, in der Box und auf den Wiesen trägt Shanna den Kopf meist - wie beim Führen, entspannt in angemessener Höhe. Nur noch selten sieht man sie mit der Nase ganz tief irgendwo stehen.
Hört oder sieht sie etwas spannendes, richtet sie sich auch auf und stellt den Schweif auf, begleitet von einem aufmerksamen Ohrenspiel.
So z. B. auch zu dem Moment, wo Fütterungszeit ist. Geht es ihr nicht schnell genug (weil vllt. noch nicht alle Eimer fertig sind), scharrt und wiehert sie auch, um sich bemerkbar zu machen und ihrem Missfallen Ausdruck zu verleihen.
Schließlich ist sie ja hier die Prinzessin!  Laut lachend

Vom Fell her ist sie viel plüschiger als all die Jahre zuvor. Sie hat an den Beinen und unterm Kinn richtig langes, dichtes Jahr, ähnlich wie bei einem Tinker der Behang, so sieht es aus.
Wenn ich meine beiden Hände übereinander lege und dann sie so an Shanna anlege (Bauch, Rumpf, Kruppe, Hals), so versinken meine Hände komplett in Fell. So, dass man keine Haut von mir mehr sieht und alles mit Fell bedeckt ist.
Wird das Fell nass, so kringelt es sich leicht.
Das Fell an sich fühlt sich rauh und stumpf an. Nicht mehr so schön glatt und seidig, wie es sonst immer der Fall war.
Wohl eine Abfolge des Cushing, nehme ich an. Oder einfach ein bisschen von allem.

Zudem ist Laura aufgefallen, dass Shanna anders riecht.
Ich weiß nicht, ob ich es schon einmal erzählt habe, aber am Anfang ist es mir nicht aufgefallen. Mittlerweile finde ich aber auch, dass Shanna nicht mehr so intensiv nach Pferd riecht, wie man es kennt. Man riecht noch etwas anderes. Etwas leicht süßliches. Wir nehmen an, dass es von dem Medikamenten her kommt.

Seit Montag verschämt Madame ihr Kraftfutter, das sie ja eigtl. auch nur bekommt, damit wir die Tabletten irgendwie ins Pferd bekommen.
Frauchen geht also hin und kauft das gute Cushing-Pferdefutter und Madame verschämt es.
Find ich jetzt ein bisschen undankbar.
Also habe ich Heucobs dazu gekauft und ihr ein händchenvoll davon untermogeln wollen. Ende vom Lied: Frisst sie nicht.
Zum Haare raufen.
Also bekommen die Heucobs nun die anderen.
Und Shanna bekommt Möhren. Wir ziehen mit einem Messer eine Rille in die Möhren. Pro Möhre kommen in diese Rille dann die Medikamente. Ein paar normale Möhren kommen noch obendrauf.
Voilá Trog wird wieder leergeschleckt.
Gut, wenn es zur Zeit nicht anders geht, dann halt so.
Was will man auch anderes machen?
Erst mal bekommt sie jetzt also 1 Woche lang nur die paar Möhren (und ihr eingeweichtes Heu natürlich) und danach probieren wir es noch mal mit einer Handvoll Kraftfutter. Vllt. hat sie ja dann wieder Appetit darauf. Wer weiß.

Ja, also eigtl. läuft es zur Zeit ganz gut bei uns.
Und das kommt natürlich meinem Gemüt und meiner mentalen Verfassung auch sehr zu gute. Ich bin innerlich wirklich schon wieder viel stabiler geworden, als ich es noch vor 1 Woche war. Das tut mir und meinen engen Mitmenschen natürlich auch sehr gut.
Laura geht es auch wieder recht gut, sagt sie. Ich hab auch den Eindruck, dass es wahr ist und sie mich nicht anlügt.  Zwinkernd

Solange alles gut läuft, erfreuen wir uns also dran und geben die Hoffnung nicht auf. Und es ist einfacher, die schlimmen Gedanke nach hinten zu drängen, da für diese im Moment ja wirklich kein Grund besteht. Ganz los und in Vergessenheit geraten sie natürlich nicht - aber für eine gewisse Zeit lassen sie sich in den Hintergrund verschieben und nicht die Oberhand gewissen. Darum gehts ja.  Smiley

So, und nun ist es schon viertel nach 12????? Schockiert/Erstaunt
Ich wusste, dass ich es nicht schaffen würde, hier nur "kurz" vorbei zu schauen.  Laut lachend
Ich mach mich dann mal auf die Socken.
Shanna wartet bestimmt schon ungeduldig, wann sich endlich mal wieder jemand blicken lässt.  Zwinkernd

LG,
Tanis
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