Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fragen zu Shanna (Gelesen: 43143 mal)
Tanis
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14. Dezember 2012 um 14:26
 
Hallo zusammen,

ich möchte euch meine Connemara-Stute Shanna vorstellen und euch kurz unsere Geschichte erzählen:

Als ich 2004 auf der Suche nach einer neuen Reitbeteiligung war, kam mir u. a. eine Anzeige unter die Augen, die zwar kein Bild enthielt, aber trotzdem meine Aufmerksamkeit fesselte.
Im Dezember 2004 habe ich Shanna also das 1. Mal gesehen. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Ab Januar 2005 hatte ich dann eine Reitbeteiligung an ihr.
Genau 1 Jahr später habe ich sie zum Kauf angeboten bekommen.
Keine Frage: Natürlich habe ich sie gern übernommen. Smiley

Shanna ist heute 15 Jahre und hat ein Stockmaß von 1,47 m. Ihre Fellwarbe ist schneeweiß, so dass sie sich im Winter im Schnee fast verstecken kann. Vorausgesetzt, sie ist geputzt. Denn Wälzen gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen und anscheinend fühlt sie sich nur dann richtig wohl, wenn der Matsch ihr sogar zwischen den Ohren klebt. Durchgedreht

Ich mache mir schon seit Ende Oktober Sorgen um Shanna. Und mittlerweile auch riesen Vorwürfe, den Tierarzt nicht schon eher geholt zu haben.
Seit Ende Oktober hatte ich den Eindruck, Shanna sei faul, viel fauler als sonst, lustlos, mürrisch und teilweise kam sie mir richtig apathisch vor. Der Kopf hing meist tief, so dass sie fast ein wenig resigniert aussah.
Da am Stall aber alle immer sagen, ich wäre überpingelig mit ihr, ihr würde es gut gehen und ich solle man nicht übertreiben und da es zwischendurch aber auch immer wieder Tage gab, an denen es ihr besser ging und sie Lebendigkeit wie Wälzen und Buckeln beim Freilauf zeigte, dachte ich mir, nun ja, vielleicht bilde ich es mir ja doch nur ein. Warte ich mal lieber noch was ab.

Am 29.11. trug es sich dann jedoch zu, dass ich mein Handy zu Hause vergessen hatte. Ich kam also nach der Arbeit zum Stall und fand Shanna mit Abschürfungen auf der linken Gesichtshälfte und einem dick zugeschwollenem Auge im Paddock vor.
Man hatte mehrfach versucht mich anzurufen, aber leider hatte ich ausgerechnet diesen Tag das Handy nicht bei.
Gegen Mittag sollten die Pferde auf ihre Paddocks gebracht werden. Beim Rausführen kam Shanna jedoch nicht mit, sondern blieb stehen. Mir wurde berichtet, dass sie die Augen verdreht hat, als man sich zu ihr umgedreht hat. Und dann konnte man sehen, dass ihre Beine sie nicht mehr tragen/halten konnten und sie kippte einfach um. In Zeitlupe. Wie ein Zaun. Dabei schlug sie leider mit der linken Gesichtshälfte gegen die Tränke.
Anschließend blieb sie kurze geschätzte 3 Sekunden liegen, stand dann wieder auf und stand, als sei nie was gewesen.

Die Wunden waren wirklich nur geschürft, auch am geschwollenen Auge. Zum Glück war nichts so betroffen, dass es hätte genäht werden müssen. Der Tierarzt kam natürlich trotzdem vorbei.
Die Darmgeräusche wurden abgehört. Kein Befund.
Verdauung normal und unauffällig.
Das Herz wurde im Ruhezustand und nach leichter Belastung abgehorcht. Ohne Befund.
Keine Parasiten im Fell.
Keine Verletzung im Auge.
Aber schneeweiße Schleimhäute.
Kein Fieber.

Wichtig vielleicht an dieser Stelle:
Shanna war diesen Sommer im Juni/Juli lange lahm vorne links. Sie wurde geröngt und dabei kam heraus, dass sie keine Hufrehe hat. Sie hat Athrose im linken Vorderbein.

Die Cushing-typischen Fellwechselprobleme zeigt sie auch nicht auf.
Aber die Fettpölsterchen-Einlagerungen am Mähnenkamm, am Bauch und an den Augen hat sie. Und halt dieses Matte & Apathische und die Kreislaufprobleme.

Shanna bekam eine Aufbauspritze für den Kreislauf. Der Tierarzt hat Blut abgenommen und seinen Verdacht auf Cushing geäußert.
Getestet wurde der ACTH-Wert und ein großes Blutbild wurde ausgewertet.
ACTH-Wert und Leberwerte waren stark erhöht.

Seit 2 Wochen bekommt Shanna nun jeden Tag eine halbe Prascend-Tablette (Pergolid) und ein Granulat, das die Leberwerte verbessert soll, ins Futter.
Das Futter wurde angepasst. Was und wie viel ich füttern darf, habe ich mir vom Tierarzt zeigen lassen.

In den letzten 2 Wochen ist Shanna allerdings noch weitere 4 x einfach umgefallen, wie bereits am 29.11.2012 beschrieben.
Einmal hat sie sich dabei halb nach hinten überschlagen, wurde aber zum Glück von der Boxenwand aufgefangen.
Jedes Mal stand sie anschl. wenige Sekunden später von selbst wieder auf und stand, als sei nichts gewesen.
Nachdem sie das 2. Mal einfach umgekippt ist, kam der Tierarzt noch einmal. Er konnte aber nichts feststellen, außer, dass die Schleimhäute wieder sehr blass waren.
Er hat und also zusätzlich für den Kreislauf noch das homöopathische Mittel Crataegus da gelassen, das sie jetzt auch noch täglich mit übers Futter bekommt.

Doof ist jetzt halt nur, dass ich nicht 100%ig sicher sein kann, dass die Probleme auch vom Cushing kommen.
Es könnte also auch was anderes, noch nicht entdecktes, sein.
Der TA sagt jedenfalls, dass er nichts feststellen kann, erst recht nicht, ohne nicht einmal selbst dabei gewesen zu sein.
Blöd alles.

Im Internet hab ich auch schon fleißig gesucht und von einem Borreliose-Pferd gelesen, dass, ähnlich wie Shanna, gelegentlich auch einfach umgefallen ist. Das besagte Pferd lebt heute leider nicht mehr.
Das wiederum macht mir natürlich wieder Angst.

In 5 Wochen muss noch einmal ein Blutbild gemacht werden, um festzustellen, ob die Dosierung vom Prascend so ok ist und ob die Werte besser geworden sind.
Bei der Gelegenheit möchte ich dann auf jeden Fall noch mal extra auf Borreliose testen lassen.
Obwohl ich natürlich hoffe, dass sich ihr Zustand jetzt ganz schnell bessert und wir schon dieses Jahr gut abschließen und guter Dinge ins nächste Jahr wechseln können. 

Kennt denn jemand von euch vielleicht die Problematik mit dem Umfallen auch?
Wenn vielleicht nicht vom Cushing her, dann vielleicht von anderer Herkunft?

Viele liebe Grüße,
Tanis & Shanna
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ISI Rider
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Antwort #1 - 14. Dezember 2012 um 15:17
 
Hallo und herzlich Willkommen,

google mal narkolepsie, das fällt mir spontan ein.

Vg Karin
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Tanis
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Antwort #2 - 14. Dezember 2012 um 16:00
 
Hallo Karin,

ja, genau. Das hab ich vergessen:
Narkolepsie hab ich auch schon gefunden/gelesen.
Und den Tierarzt dazu auch schon befragt. Er meinte, ganz auszuschließen sei es leider nicht, hat mir aber doch gerade 2 - 4 Wochen abzuwarten, bis die Medikamente richtig Wirkung zeigen.
Wenn es dann immer noch so schlimm ist, dann forschen wir auf jeden Fall weiter.

Aber Narkolepsie ist nicht ausgeschlossen. Da hast Du Recht.
Vielen lieben Dank.
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Ayra
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Antwort #3 - 14. Dezember 2012 um 17:07
 
Hallo und herzlich Willkommen bei uns... Smiley

Cushing äussert sich ja bei jedem Pferd/Pony anders....
Ich könnte mir schon vorstellen, dass sich das ECS bei Shanna eben auf den Kreislauf auswirkt.
Wenn dem so wäre, besteht berechtigte Hoffnung, dass diese Ohnmachtsanfälle bald aufhören, wenn das Prascend wirkt. Bei meiner Kleinen merke ich schon kleinste Dosisvariationen.
Was hast Du an Änderungen bemerkt, seit Du Prascend gibst? Ist sie seit dem wacher? Weniger matt? Du hast die halbe Tablette nicht eingeschlichen, richtig?
Gut möglich, dass die halbe Tablette nicht reichen wird. Ich würde bei einem Connemara Pony eher auf 0,75mg tippen... evtl auch mehr.
Die Faustregel lt Beipackzettel: Pony=1/2 Tabl. / Pferd= 1 Tabl.
kann ich aus der gesammelten, jahrelangen Forumserfahrung nicht bestätigen.
Mein Shetty bekommt 1,25 mg...

Ich würde an Deiner Stelle versuchen, genau aufzuschreiben, welche Veränderungen du bei welcher Dosis bemerkst und solltest Du die Dosis verändern wollen, dann würde ich das in kleinen Schritten tun. Ich variiere um 0,125 mg
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Beste Grüße
Suse
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Aktueller Gesundheitszustand:
Shetty, gutes Fell, immer noch lockige Mähne,

das Pony wird gearbeitet: läuft nun wieder gerne und fleissig vor der Kutsche

ACTH Wert im Oktober 2009 von 124 darauf hin 0,5 mg- wg, des Schubs auf 0,75 mg gesteigert - ACTH-Test 9,04 (20 - 50 Laboklin) guter Zustand
bei 0,5 mg - ACTH-Wert 23,5 (TiHo Hannover >50 ) aber trotzdem noch Symptome, seit Mitte Oktober auf 0,625mg mit Besserung der Symptome, Mitte Dez. auf 0,6825 mg, dann auf 0,75 mg - Ergebnis> kühle Hufe, lustiges Pony, die Locken werden weniger... aktuell 1 mg mit einem ACTH-Wert von 16, seit 7/2012 1,25 mg, seit 4/2013 wieder auf 1 mg gesenkt, seit 6/2013 auf 0,75 mg

Fütterung: 4-5 kg altes Heu am Tag,  125 gr. Heucobs mit Chromhefe, Kräutern,  Vit E, Hagebutten 


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cheyenne
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Antwort #4 - 14. Dezember 2012 um 18:44
 
Hallo, schneeweiße Schleimhäute sprechen eigentlich für eine Anämie (treten aber u.Umständen bei Vergiftungen auf). Bei Narkolepsie "sacken" in der Regel die Pferde einfach in sich zusammen (Sekundenschlaf), aber fallen nicht wie ein Stein um. Allerdings bei EPILEPSIE fallen sie wie ein Brett und verdrehen die Augen...ich möchte Dich nicht beunruhigen, aber die weißen Schleimhäute würde ich relativ zügig abklären lassen, denn bei Kreislaufschwäche (meine 30 J. Stute hatte dies) waren sie nur in der "akut Phase" weiß, wenns heiß war z.B. und sie dadurch Probleme hatte. Danach waren sie recht schnell wieder "normal". Sind die Schleimhäute dauerhaft so weiß, ist das nicht im Rahmen des Kreislaufes. Und sollte abgeklärt werden ob da nicht evtl. auch ein Tumor dahinterstecken könnte der nach Innen blutet. Wie gesagt, will Dich nicht erschrecken, aber da muß in jede erdenkliche Richtung gedacht werden Traurig ich halte es für gar nicht so abwegig, das Dein Pferd evtl unter Epilepsie leidet und sich bei einem Sturz irgendwas von außen nicht sichtbares, verletzt hat, das sickermäßig einblutet, und bei Anämien werden die Pferde legathisch, müde, antriebslos. Ist nur eine Vermutung unentschlossen
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Zoey
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Antwort #5 - 15. Dezember 2012 um 10:47
 
Herzlich Willkommen auch von mir Smiley,

Bei narkolepsie und epileptischen Anfällen sind die Schleimhäute normalerweise nicht weiß.
War das Blutbild sonst normal?
Wie hoch war der ACTH Wert?
Ich würde auch auf Kreislaufprobleme tippen. Das es aber so plötzlich kommt, finde ich sehr komisch.
Wie lange sind die Schleimhäute dann weiß?

LG
Yvonne
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sandra80
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Antwort #6 - 15. Dezember 2012 um 10:54
 
hallo und herzlich willkommen auch von mir Smiley

ohjeee.. da habt ihr ja einiges mitgemacht.. unentschlossen
gut, dass du alles abklären lässt! ein borreliosetest hört sich gut an... die ursache muss ja schließlich gefunden werden..

hier im forum gab es ein pferd, dass auch öfter umgefallen ist und sich dabei zum teil regelrecht überschlagen hat... unentschlossen
ich meine, dass pferd hatte zusätzlich noch ataxie....

ich drück euch die daumen, dass ihr hoffentlich bald die ursache gefunden habt!!! Kuss

bis dahin fühl dich wohl bei uns und wenn du fragen hast, immer gerne!!!

lg,sandra
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Yvonne
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Antwort #7 - 15. Dezember 2012 um 22:59
 
Hm also wir haben drei Pferde mit Narkolepsie im Stall - die schlafen stehend (wie ja die meisten Pferde) und fallen dann um. Es knallt schon ziemlich wenn sie fallen, also so langsam ists ja dann auch nicht.. aber die haben keine blassen Schleimhäute.
Allerdings ist ja meistens das Problem das, dass die Pferde ab einem gewissen Alter nicht mehr hinliegen zum schlafen (Angst wieder hochzukommen) etc. Ist schwierig.
Liegt deine denn normal hin?
Ja evtl. ist die Pergogabe zu tief wenn sie weiterhin fällt?
Ist schon komisch.. und die Schleimhäute sind sonst immer normal, nur wenn sie fällt nicht? komisch...
Ich hab da leider keine Erfahrung in Sachen Epilepsie etc, aber ich würd das auch genaustens abklären.
liebe Grüsse
Yvonne
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Tanis
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Antwort #8 - 16. Dezember 2012 um 12:19
 
Hallo zusammen,

ich hoffe ich schaffe es, gescheit jedem zu antworten. Zwinkernd

@Ayra:
Zitat:
Was hast Du an Änderungen bemerkt, seit Du Prascend gibst? Ist sie seit dem wacher? Weniger matt? Du hast die halbe Tablette nicht eingeschlichen, richtig?

Am 29.11. ist sie das 1. Mal umgefallen. Da war auch der Tierarzt da. 
Das Prascend bekommt sie genau seit dem 04.12.
D. h. nächsten Dienstag sind es dann genau 2 Wochen.
Das Crataegus für den Kreislauf bekommt sie seit dem 07.12.

Ehrlich gesagt habe ich leider bisher keine Verbesserung an Shanna bemerkt. Griesgrämig
Appetit und Kot wie üblich, aber diese Mattheit, das Umfallen (wohlbemerkt nicht jeden Tag), das Apathische, die enorme Faulheit, das hat sie immer noch.
Das ist es ja, was mich so beunruhigt.
Ich weiß nicht, wie ich nun feststellen soll, ob sie evtl. Nebenwirkungen hat oder ob es ihr vllt. überhaupt gar nicht hilft – sprich die Dosierung vllt. zu niedrig. Ist.

Vom Tabletten einschleichen war seitens meines Tierarztes nicht die Rede.
Sie bekommt morgens und abends jeweils eine Vierteltablette mit ins Futter. Und frisst sie zum Glück auch problemlos mit.

Kann ich die Dosis denn selbst herunter setzen oder soll ich da lieber vorher noch mal den Tierarzt fragen?

@cheyenne

Ich habe gerade mal Anämie gewikipediat. Da steht, dass dies u. a. bei Hormonstörungen, Tumorerkrankungen, Mangelerkrankungen u. ä. auftritt. D. h. So unwahrscheinlcih wäre es gar nicht, dass es zutrifft, oder?

Die Schleimhäute (Augen und Zahnfleisch) sind nicht dauerhaft weiß.
Wirklich weiß waren die Schleimhäute 2 x nach einer Umfallattacke.
Ansonsten ist das Zahnfleisch leicht rosa, aber meiner Einschätzung nach nicht so, wie es sein sollte.
Ja, haltet mich für verrückt, aber was tut man nicht alles, in der Not? Man geht rum und vergleicht mal, wie es bei anderen Pferden ausschaut. g

Ich danke Dir. Ich werden den Tierarzt hierzu auf jeden Fall interviewen. Die sind meine Anrufe von fast jeden 2. Tag jetzt mittlerweile eh schon gewohnt. ggg Aber was will man anderes machen?! Wenn ich fragen hab, hab ich halt fragen. Zwinkernd

@Zoey

Zitat:
War das Blutbild sonst normal? 
Wie hoch war der ACTH Wert?
Ich würde auch auf Kreislaufprobleme tippen. Das es aber so plötzlich kommt, finde ich sehr komisch. 
Wie lange sind die Schleimhäute dann weiß?

Das große Bildbild war laut Tierarzt, bis auf die erhöhten Leberwerte. unfauffällig.
Die genauen Werte von ACTH und Leber weiß ich momentan leider nicht, da ich sie vorerst nur telefonisch gesagt bekommen habe und mir leider nicht notiert habe. Die Auswertung ist aber auf dem Postweg zu mir. Sobald mir die Ergebnisse vorliegen, kann ich die Werte gerne nachliefern.

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass ich mir, wenn ich bei Shanna bin, jede halbe Stunde das Zahnfleich anschaue.
Aber auffällig war halt, dass das Zahnfleisch und auch die Augen nach einem Anfall fast weiß waren. Wie lange danach, kann ich leider nicht sagen. Aber ich kann es beim nächsten Mal gern kontrollieren, wenn das so wichtig sein kann.
Wie oben schon beschrieben, sind die Schleimhäute nicht dauerhaft weiß. Aber meiner Meinung nach auch nicht so farbig, wie halt bei anderen Pferden.

@sandra80
Über Ataxie habe ich gelesen, dass die Pferde da mit der Hinterhand iwie komisch laufen, die Hinterhand nicht richtig nachkommt, sie nur schwer und ungern rückwärts gehen. Das hab ich an Shanna bisher jedenfalls noch nicht bemerkt.
Aber da ich mittlerweile alles für möglich halte, wäre Ataxie sicherlich auch nicht ganz ausgeschlossen.

@Yvonne
Oh wei, ihr habt gleich 3 Narkolepsie-Pferde? Die Armen. Das tut mir sehr leid. Griesgrämig
Zitat:
Liegt deine denn normal hin? 
Ja evtl. ist die Pergogabe zu tief wenn sie weiterhin fällt?

Ja, Shanna legt sich ganz normal hin zum Schlafen.
Sie wälzt sich auch nach wie vor gerne.
Und wie bereits geschrieben, die Schleimhäute sind nicht immer weiß, aber auch nicht so kräftig, wie bei anderen/gesunden Pferden. Das sieht man schon deutlich.

Ich danke euch allen sehr für eure Antworten. Es ist schön zu wissen, dass man sich mit anderen austauschen kann, die gleiche oder ähnliche Probleme kennen und schon durchgemacht haben.
Das gibt ja doch Mut und Hoffnung.
Das schlimmste an all den Krankheiten ist wirklich, dass man das Gefühl hat, daneben zu stehen und nichts bzw. nicht genug machen zu können. Griesgrämig
LG,
Tanis
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Antwort #9 - 16. Dezember 2012 um 22:22
 
Oh man, du bist aber auch echt ganz ne Leidgeplagte mit so ner Situation.
Das ist wirklich das Schlimmste - man steht neben dem Pferd und kann nix machen ausser zusehen und hoffen... und natürlich für das Pferd da sein.
Komisch find ich das schon... ob das was in Sachen Epilepsie zu tun hat kann schon sein.
Im Nachbarstall hat eine ihr Pferd erfolgreich so behandeln kommt mir gleich in den Sinn, die ist auch umgefallen. Aber ob das mit weissen Schleimhäuten zu tun hatte... ich habs aber mal live miterlebt als sie umgefallen ist. Aber ja... das kann ich dir nicht beantworten. Auf jeden Fall hat sie mit einem Naturheilpraktiker gearbeitet.
Das mit dem Pergolide und den Leberwerten. Evtl. liegts ja auch an den erhöhten Leberwerten. Wenn alles andere normal war, ists schon mal sehr sehr gut.
Und dass du das Pergolide erhöhst? Frag doch mal deinen TA ob das was bringen könnte?
Viel Glück!!
liebe Grüsse
Yvonne
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Bjalla
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Antwort #10 - 17. Dezember 2012 um 08:33
 
Hallo und herzlich willkommen auch von mir.

Nun kann ich dir leider auch nicht sagen, was dein Pferd haben könnte. Aber etwas kannst du getrost ausschließen, nämlich die Ataxie. Das Forumspferd mit Ataxie, das öfter umfiel, hatte vorher einen Unfall. Mit dem Kreislauf hat Ataxie nichts zu tun. Da ich ein Pony mit Ataxie habe, das allerdings nicht umfällt, habe ich mich damit notgedrungen befassen müssen.

Ich drücke dir die Daumen, dass sich bald aufklärt, warum deine Stute plötzlich umfällt und es ihr schnell besser geht.

LG
Kerstin
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Bjallas EMS-Tagebuch

Fragen zu Bjalla


Bjalla ist am 10. Februar 2018 gestorben. Ihre Krankengeschichte:
Ataxie, 3. Reheschub innerhalb von 6 Jahren im Juni/Juli 2010, daraufhin Diagnose EMS, IR.
September 2015 Diagnose Cushing, ACTH: 257, Prascend 1 Tablette, später reduziert auf ¾ Tablette (ACTH: 6,2)
November 2016 Hufrehe/Huf zu kurz ausgeschnitten, Juli 2017 noch ein Reheschub (Bjalla ist aufgeschwemmt, wurde wegen des Schubs im November vermutlich zu lange geschont)
Bjalla lebte zusammen mit Larry/Shetty im Offenstall, Holzpellets als Einstreu. Gemeinsam bekamen sie 12 kg Heu über 24 h verteilt aus engmaschigen Heunetzen, zusätzlich je 1 – 2 Handvoll Heucobs, kurweise Bierhefe ohne Treber/diverse Stoffwechselkräuter. Ab August 2017: N-Sulin als Ergänzungsfutter. Keine Weide.
tägliche Bewegung (Longieren/Intervalltraining ganze Bahn, Equikinetik im Schritt, Spaziergänge)


Larry - Bjallas neuer Freund
 
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cheyenne
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Antwort #11 - 17. Dezember 2012 um 19:30
 
Hallo,

hast Du mal in Betracht gezogen, bzw. Dein TA, ob Dein Pferd evtl eine Herzsynkope hat?? Durch das abhören kann man dies nicht wirklich feststellen. Aber durch Herzsono, bzw Doppler. Viele "Synkopen"Patienten sind auch anämisch, das käönnte schon sein....Hat Dein Pferd eine "Synkope", wird der Sauerstoff zum Gehirn blockiert, es folgt eine sofortige Ohnmacht, ist die Synkope vorbei geht es den Pat gleich wieder gut (sofern sie nicht beim Sturz wo drangedonnert sind)....lg
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Tanis
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Antwort #12 - 20. Dezember 2012 um 19:06
 
Hallo ihr Lieben, Smiley

was die genaue Diagnose zum Umfallen angeht, kann ich leider immer noch nichts genaues sagen.  unentschlossen

Ich habe den Tierarzt aber noch mal befragt und er hat mir versucht zu erklären, dass es schon alles mit dem Cushing-Syndrom zusammen hängt. Auch die Sache mit dem Kreislauf, den Schleimhäuten und dem Umfallen - was, wie er zugeben musste, bei Cushing schon äußerst selten vorkommt.
Ich habe ihn auch gefragt, wieviel so an dem sein kann, was ihr mir hier geschrieben und berichtet habt.

Ataxie und Narkolepsie meinte er, könne man ausschließen. Eine leichte Epilepsie wäre möglich, könnte man aber jetzt auch vorerst nur mutmaßen. Das müsse dann weiter beobachten, sobald die Medikamente richtig wirken.
Und es sich also gar nicht besser sollte, müsse man noch mal weitere Ursachenforschung betreiben.

Diese wiederum - da bin ich ehrlich - ist mir dann aber auch nur so weit möglich, wie mein Geldbeutel da mitspielt.  Traurig
Ich hoffe, da kommt kein Fass ohne Boden auf mich zu.
Einfacher wäre es natürlich, wenn es wirklich alles mit Cushing zusammen hinge und es ihr in 1 - 2 Wochen fast wieder gut ginge. Aber wer weiß das schon.  hä?

Um aber nun mal etwas erfreuliches zu berichten:
Shanna hatte gestern einen relativ guten Tag. Sie ist mit einem anderen Pferd frei auf dem Platz gelaufen und ist sogar von sich aus galoppiert und hat gebuckelt. Zwar nicht viel und nicht lange, aber sie hat gestern mehr an Lebendigkeit gezeigt, als die letzten 3 Wochen je drin gewesen wär.  Smiley
Ich war ein ganz klein wenig stolz auf sie.  Zwinkernd

Lg,
Tanis
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cheyenne
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Antwort #13 - 21. Dezember 2012 um 00:21
 
Das hört sich doch schon mal ganz gut an, aber im Hinterkopf würd ich das "Herzproblem" trotzdem lassen. Synkopen geschehen.....irgendwann...ohne Vorwarnung, das ist eine salopp ausgedrückt, Elektrizitätsstörung am Herz, die Verbindung wird kurz unterbrochen, der Betroffene fällt um. Kurze Zeit später ist alles wieder soweit ok. Sozusagen wie ein Kurzschluß. Aber vielleicht wirds ja echt besser durch die Tbl.
Wäre toll Smiley
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Nucki Nuss
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Antwort #14 - 21. Dezember 2012 um 07:38
 
Schön, wenn ein wenig Lebensfreude ins Pony zurückkehrt!
Das tut der Seele gut Smiley
Ich würde vorerst weiter gut beobachten und alles Auffällige hier notieren. Oder: magst du ein Tagebuch erstellen? Die Vorstellung wird dorthin verschoben und da schreibst du, im fragenbereich schreiben 'wir'
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Antwort #15 - 21. Dezember 2012 um 13:00
 
Sehr gut, bin froh gehts besser!! Ich hoffe das bleibt und das mit dem Umfallen wird echt besser.
Ich kenn mich da nicht aus, aber kann schon sein, dass ein solches Problem mit Pergo besser wird - wenns dann am Hormonhaushalt liegt.
Aber das ist so schwierig... ein Belastungs-EKG wär super, aber eben...  Augenrollen
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Tanis
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Antwort #16 - 28. Dezember 2012 um 22:54
 
Hallo zusammen,

heute kann ich berichten, dass das Pergolid insweit angeschlagen hat, dass wieder mehr Lebendigkeit ins Pferd gekommen ist.
Shanna trägt ihren Kopf wieder, die Nase hängt nicht mehr nur ständig am Boden. Beim Führen ist sie wieder flotter unterwegs, sprich sie geht normalen Schrittes. Beim Freilaufen wirkt sie recht aufgeweckt und ist bewegungsfreudig mit buckeln und rennen von sich aus.  Smiley

Doch leider hat sich das Probelm der Umfallattacken sehr verschlechtert. Zunächst haben wir das Pergolid runter gesetzt. Aber am Montag und Dienstag ist sie jeweils so schlimm gefallen, hat sich auf die Oberlippe und auf die Zunge gebissen, dass das Blut nur so tropfte, hat sich verkrampft, was sie vorher nie gemacht hat.....  weinend Einfach nur Horror.
Das geht so gar nicht!  unentschlossen
Nun hab ich gestern und heute alle Unterlagen zusammengetragen und zur Klinik gefaxt. Entweder noch morgen, spätestens aber am Montag bekomme ich den Termin gesagt, wann ich mit ihr kommen kann.
Ich habe große Angst und muss ständig heulen.  Traurig
Ich hoffe sehr, dass ich schon bald weiß, was ihr nun wirklich fehlt.

LG,
Tanis
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Antwort #17 - 28. Dezember 2012 um 23:04
 
Oh nein du Arme!!! Gut, dass du bald gehen kannst! Ich drück dir gaaaaanz doll die Daumen, dass du endlich weisst was sie hat und ihr endlich richtig helfen könnt!!!
Denk fest an euch!!  Kuss
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Tanis
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Antwort #18 - 29. Dezember 2012 um 02:03
 
Vielen lieben Dank.  Kuss
Können wir gut gebrauchen.

Ich habe gerade auch mein Tagebuch fertig geschrieben:
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1356028075

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Wer mag, kann gerne weiter mitlesen.

LG,
Tanis
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cheyenne
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in der Ruhe liegt die
Kraft


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Antwort #19 - 29. Dezember 2012 um 08:12
 
Ich drück euch ganz doll die Daumen!!!!
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Das mir mein Pferd das Liebste ist...sagst Du oh Mensch sei Sünde...mein Pferd blieb auch im Sturm mir treu...Du Mensch nicht mal im Winde..
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