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Insulinsenkende Mittel sind Unsinn (Gelesen: 6243 mal)
Jumanji
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Zeige den Link zu diesem Beitrag Insulinsenkende Mittel sind Unsinn
15. November 2010 um 17:15
 
Es ist völlig unsinnig, Pferden mit EMS insulinsenkende Mittel zu Verabreichen.
EMSler brauchen das Insulin dringend!
Die Senkung des Insulins erfgolgt in der Regel und am natürlichsten und effektivsten über die gedrosselte Kohlenhdratezufuhr in der Nahrung. Dadurch, dass weniger Kohlenhydrate aufgenommen werden, ist auch die Insulinantwort des Körpers auf den Blutzucker geringer, denn der Blutzucker steigt entsprechend der Kohlehydartmenge an.
Das Problem ist nicht die erhöhte Insulinproduktion SONDERN die verminderte Zellreaktion auf das Insulin. Der örper des EMSlers produziert so lange Insulin, bis die Zelle reagiert und den Blutzucker abbaut. Sollte also die Zelle, wie bei EMS typisch- durch dauerhafte Kohlenhydratüberfütterung nicht mehr sensibel genug arbeiten, produziert der EMSler mehr Insulin als normale Pferde. Aber eben dieses Insulin wird benötigt, um den Blutzucker abzubauen. Werden also in einem solchen Fall insulinsenkende bzw.-unterdrückende Mittel gegeben, dann kann der Blutzucker nicht abgebaut werden. Das ist kontraproduktiv.
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Antwort #1 - 18. November 2010 um 10:54
 
Das Insulin benötigt aber auch Chrom III um eine Zellantwort zu erhalten und den Blutzucker in die Zellen zu transportieren.
Da Chrom III nicht vom Körper produziert wird, und nur in winzigen Anteilen im Körper ist...muss man auch dies über die Nahrung zuführen.
Chrom  III heftet sich ans Insulin an, um ihm sozusagen den Weg zu den Zellen, die den Zucker benötigen, zu zeigen...und dort auch "die Tür offen" halten.
Das funktioniert nach dem Schlüssel-Schloss-System. In den Zellen herscht auch ein elektrisches Feld, der Zucker wird in Energie umgewandelt...und das Chrom III "verbrennt" dabei.

Wird nun aber zuviel Insulin produziert..ist nicht ausreichend Chrom III vorhanden, dann kann auch die Zelle nicht mehr weiter den Blutzucker, die Glucose aufnehmen, wenn weiterhin gleichbleibend Glucose aufgenommen wird, durch die Fütterung.
Diät ist da natürlich das A und O....aber auch muss dabei gleichbleibend Chrom III zugeführt werden, um eine ausreichdende Zellantwort zu erhalten.
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Antwort #2 - 18. November 2010 um 12:04
 
HI,

hab mal ne Frage.... dann dürfte es doch theoretisch gut sein, wenn ich meinem Dicken Zimt gebe, oder?

Zimt erhöht ja nachweislich die Insulinaufnahme der Zellen...

Demnach wäre das der richtige Weg...

LG
Miraim
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Antwort #3 - 18. November 2010 um 22:12
 
Zimt hat in wässriger Lösung eine ähnliche Wirkung wie das Insulin. D.h. es würde sozusagen das Insulin ersetzen, wenn nicht ausreichend produziert werden könnte..es auf  auch auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse einen scheinbar regenerierdenen Effekt...also es regt an, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren kann.
Wenn aber sowieso schon zuviel Insulin im Blut ist, kann ich mir dann nicht vorstellen, dass es dann den gewünschten Effekt hat. Zwar müsste die Bauchspeicheldrüse dann nicht mehr soviel davon produzieren....aber......wenn auch dann dieses Chrom  III nicht ausreichend vorhanden ist....dann kommt der Blutzucker auch nicht in die Zellen rein.

Es ist dann sinnvoll..so denke ich, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend produzieren kann, dann kann man durch Zimt das Insulin ersetzen.
Aber man sollte dabei auch beachten...dass Zimt Cumarin enthält..das auch die Leber schädigen kann.
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Antwort #4 - 19. November 2010 um 17:25
 
nein, nein, das ist so nicht richtig!

Zimt stimuliert die Zellen in der Weise, dass sie sensitiver auf das Insulin reagieren.
Ist es also so, dass die Zellen aufgrund eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels nur noch unter erhöhter Insulinproduktion den Blutzucker aufnehmen, so sorgt Zimt dafür, dass dieser Zustand wieder normalisiert wird und die Zellen bereits auf eine normale Insulinmenge hin den Blutzucker abbauen.
Zimt kann kein Insulin ersetzen!
Und wegen des Cumarins braucht man sich in dieser kleinen Menge keine Sorge zu machen.
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Antwort #5 - 21. November 2010 um 01:22
 
Mein Wissen beruht darauf , dass Zimt den Wirstoff MCHP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer) enthält. Dieses MCHP ist wasserlöslich und  hat eine ähnliche Wirkung wie das Insulin selber. Es wirkt auch auf die Rezeptoren der Zellen...ist auch klar. Eine Zelle hat aber auch zwei Rezeptoren, einen, der nach außen ragt...und das Insulin bindet...einen der nach innen ragt die Signale, die von außen kommen, weiterleitet...
Diese Rezeptoren öffnen sich, bei Berührung mit Insulin...aber Insulin allein reicht nicht aus, um den Zucker in die Zelle zu bringen...es benötigt dazu auch Chrom als Transporter.
Ist aber nun mal solch ein Rezeptor geöffnet...dann kann auch kein weiteres Insulin vorläufig andocken....d. h. ...wenn zu wenige Rezeptoren vorhanden sind, kann auch nicht ausreichend Insulin andocken und den Zucker in die Zellen abgeben.
Bei einem zu hohen Blutzuckerspiegel bedeutet das, dass alle Rezeptoren schon belegt sind...und der Rest warten muss, bis sie wieder frei sind....da nützt dann auch nicht, wenn man Zimt zuführt, das eben als ähnliche Insulinwirkung die Rezeptoren ansprechen kann.
Kommt dann noch hinzu dass Chrom nicht vorhanden ist....kann zwar das Insulin oder Zimt ....an den Rezeptor andocken...aber es kann keine weiteren Reize und Signale nach innen abgeben..so dass der innere Rezeptor verschlossen bleibt...was dann wiederum zu einer "Down-Regulation" führt....und immer mehr Insulin produziert wird, so dass es dann zu einer Insulinresistenz kommt...und der Zucker, weil er nicht in den Zellen als Energielieferant aufgenommen werden kann...in Fette umgewandelt wird und auch eingelagert.
Insulin spricht nicht mehr auf die Zellen an, weil entweder alle Rezeptoren nur teilweise geöffnet oder nicht ausreichend vorhanden sind.
Daher regt Zimt in einem solchen Fall die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin zu produzieren..

Bei einer nicht ausreichenden Insulinproduktion ist dann eine Unterstützung durch Zimt sinnvoll. Allerdings wenn man dann den Zimt absetzt, erhöht sich dennoch der Blutzuckerspiegel wieder.

Was sich bei Zimt dann sehr positiv auswirkt..ist eben, dass es auch die Triglyceride  und den Cholesterin senkt, so dass auch Herz, Leber und Niere dadurch entlastet werden und besser arbeiten können, und auch besser den Zucker aufnehmen können.


Von daher sollte schon wohlüberlegt sein,und abgeklärt sein, worauf der erhöhte Blutzuckerspiegel beruht, beovr man Zimt zufüttert.

Und aus meiner Sicht....ist es einfacher und gefahrloser, wenn man den Blutzuckergehalt durch die Fütterung und Bewegung regelt..und dafür sorgt, dass auch alle wichtigen Bausteine der Mineralien und Spurenelemente im Organismus sind, um ein einwandfreies funktionieren aller Vorgänge zu gewährleisten...und Chrom III ist ein wichtiges Spurenelement davon, im Stoffwechsel.
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Antwort #6 - 21. November 2010 um 10:10
 
Doro, erkläre doch mal bitte den Begriff "Insulin-Resistenz".....ich denke schon bei dem Wort wird deutlich, dass es nichts damit zu tun hat, ob die Rezeptoren nun belegt sind oder nicht. Bei einer IR reagiert die Zelle nun mal nicht mehr normal....
Und die Insulinproduktion wird allein dadurch angeregt, dass der Blutzuckerspiegel nicht sinkt.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1587
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Antwort #7 - 21. November 2010 um 10:21
 
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Antwort #8 - 24. November 2010 um 16:51
 
also ich kann nur bestätigen, dass Zimt die Insulin-Aufnahmefähigkeit der Zellen erhöht. Wenn man hier googelt, bekommt man jede Menge Studien u.a. am Menschen, die belegen, dass Zimt eben die Aufnahmefähigkeit von Insulin erhöht und somit bei EMS durchaus zu emfpehlen ist...

LG
Miriam
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