Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Talyns Tagebuch (Gelesen: 115835 mal)
Themen Beschreibung: 15 Jahre, Hufrehe Juli 2010
takrima
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Haltern am See, Nordrhein-Westfalen, Germany
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05. Oktober 2010 um 12:53
 
Hallo zusammen,
hier kommt unser Tagebuch. Ich habe mal so ziemlich alles der letzten Jahre aufgeschrieben, da es eventuell schon lange vor diesem Jahr Anzeichen für Hufrehe gab aber sie vielleicht einfach nur nicht richtig gedeutet wurden. Auffällig auf jeden Fall ist, dass immer das rechte Vorderbein am meisten betroffen ist. Vielleicht ist es aber auch nur Zufall?


Name: Talyn
Rasse: Lusitano-Pony-Mix
Alter: 15 Jahre
In meinem Besitz: 9 Jahre, kennen tue ich sie seit sie 1 Monat alt war

2001 bis 2006:
Haltung und Futter:
Bis 2007 war sie Boxenpferd, 3x täglich gab es 1/3 kleinen Ballen Heu, 2x täglich 1,5 l Pellets und 1 l Hafer, dazu Stroh satt. Herbst bis Frühling bekam sie 1x täglich einen halben 5-Liter-Eimer Möhren.
Im Sommer war sie ca. 10 Stunden auf der Koppel (Mitte März bis Mitte Oktober), im Winter ohne Auslauf, bis auf tägliches reiten, Longieren, Bodenarbeit, Laufenlassen in der Halle.

Bewegung:
Durchschnittlich wird sie 5 Tage die Woche mindestens 1 Stunde bewegt, fast ausschließlich im Gelände.

Gesundheitszustand:
Sie hat eine schöne barocke Figur, ist sehr sportlich, lauffreudig auf Lehmboden (auch im trockenen Sommer oder Frostboden) und hat gute Kondition und Ausdauer. Schwitzen tut sie nur im Sommer an Hals und Brust, wenn wir lang galoppiert sind, Im Winter schwitze nur ich... Auf Asphalt geht sie vorsichtig und langsam und bei spitzen Steinen stolpert sie auch schon mal. Sie läuft barhuf.


Sommer 2006:
Haltung und Futter:
wie 2001 bis 2006.

Bewegung:
Talyn war oft lahm in diesem Sommer, daher teilweise wochenlang nur Koppelgang

Gesundheitszustand:
Anfang des Sommers trat sie sich einen Stein hinten ein. Es dauert fast 2 Wochen bis sie wieder lahmfrei ist. Zuerst gibt es nur Auslauf in der Halle, dann darf sie wieder auf die Koppel (15-20 min Wegstrecke über Asphalt).
Nach 3 Wochen möchte ich wieder reiten, da steht sie mit einem aufgerissenem Ballen in der Box. Die Wunde ist Daumennagel groß, oberflächlich, tut ihr aber so weh, dass sie den Ballen nicht Belasten möchte. Hufverband und 1 Woche nur Auslauf in der weichen Halle. Wieder drei Wochen Pause.
Hufschmied stellt beim Ausschneiden am selben Huf ein rausgewachsenes Hufgeschwür fest.
Kaum ist sie wieder fit, bekommt sie einen Schlag vor die Brust, der Nerv vorne rechts ist getroffen. 2 Wochen Spazieren gehen im Schritt wird verordnet. Am 2. Tag ist sie jedoch lahmfrei und tänzelt schon bald herum, trotzdem halten wir durch.


Herbst 2006, 1. Reheschub:
Haltung und Futter:
Vor der Diagnose: wie 2001 bis 2006. Nach der Diagnose: Heu und Stroh wie bisher, 75g Reformin und 2 Handvoll Pellets zum Mischen.

Bewegung:
überwiegen Koppel, vor und nach der Diagnose

Gesundheitszustand:
Im August, ich möchte wieder anfangen zu reiten, stelle ich sie zum Misten in die Halle. Sie scheint ganz normal, geht mit wie immer, benimmt sich wie immer. Ich hole sie aus der Halle, sie setzt die Füße auf den Betonboden und geht fühlig vorn, einfach so von jetzt auf gleich. Die Beine vorn sind minimal angelaufen (könnte ich mir auch eingeredet haben) und ich denke "sie hat sich beim toben wohl vertreten". Sie kommt die nächsten paar Tage auf eine kleine Koppel (ein Pferd hatte in der Zeit einen Sehnenanriss, das sah in meinen Augen ähnlich aus).
Der TA kommt 1 Woche später zu dem anderen Pferd und wirft einen Blick auf Talyn. Ich soll sie 2 bis 3 Wochen auf die Koppel stellen, dann wärs wieder in Ordnung. Gesagt, getan.
Im Herbst soll Talyn nun vorn das 1. Mal Eisen bekommen, in diesem Jahr lief sie (zwischen den Lahmheiten) so schlecht wie noch nie auf Asphalt. Der Hufschmied stellt beim Ausschneiden fest, dass vorn die weiße Linie rot ist und "Talyn wohl einen leichten Reheschub hat". Es wäre jetzt aber schon rausgewachsen. Ich bin geschockt. Das war die Lahmheit im August!
Der TA wird sofort gerufen, aber Talyn ist völlig schmerzfrei. Als einzige Maßnahme soll sie auf Heu und Mineralfutter umgestellt werden, bei Bedarf vielleicht ein paar Pellets. Als Auslöser vermute ich - unwissend wie ich bin - die Brötchen-Fütterung durch den Stallbesitzer. Meines Wissens wird Talyn die vorgeschriebene Menge gefüttert, das muss aber nicht unbedingt stimmen, da der Stallbesitzer es immer "gut" mit den Pferden meint.


Frühjahr 2007 bis Frühjahr 2009:
Haltung und Futter:
Ich ziehe zu meinem Mann und Pferdchen kommt mit: Talyn wird Paddockpferd mit Boxenübernachtung in der nassen/kalten Jahreszeit. Nach etlichen Versuchen während denen Talyn nur abmagert kommen wir zu folgender Ration, bei der sie ihr Gewicht hält und zufrieden ist (gelassen im Umgang und lauffreudig im Gelände) In der Box 2x täglich ca. 4 kg Heu, dazu 2x täglich 1 l Pellets, 0,5 l Hafer, 0,25 l Rübenschnitzel (Menge der Trockenmasse) und 75 g Reformin. Stroh wurde weniger eingestreut, sie frisst wohl über Nacht 1 bis 1,5 kg. Mitte Mai bis Anfang/Mitte Oktober steht sie 24 Stunden auf der Koppel ohne Zusatzfutter. Inzwischen ist sie ein Robustpferd und steht bei jedem Wetter draussen. Wie in schon immer wird rund 2 Monate täglich angeweidet, angefangen bei 10 Minuten und gesteigert bis 6 Stunden.

Bewegung:
Geritten wird Talyn 1 bis 2x die Woche jeweils 1,5 bis 2 Stunden ins Gelände geritten und je nach Wetter 2 bis 3x die Woche 0,5 bis 1 h auf dem Platz oder im Gelände bewegt (je nach Wetter und obs abends noch hell ist).

Gesundheitszustand:
Nach über 6 Monaten (!!!) Trauer um ihr altes Heim, lebt Talyn sich Ende 2007 endlich ein. Sie übersteht nach dem 1. Mal Rübenschnitzelfressen eine Schlundverstopfung und bekommt im 1. Winter draussen (nur tagsüber unter freiem Himmel) Husten. Im Sommer kämpfen wir mit Röcheln und Husten auf dem Paddock, auch Atemkräuter helfen nicht. Ich finde, sie hustet wenns staubig ist deutlich mehr, aber sie war noch nie gegen Staub allergisch.


Frühjahr 2009, Reheschub?:
Haltung und Futter:
wie ab 2007
nach 1 Monat anweiden lasse ich sie das erste Mal 1 Stunde grasen.

Bewegung:
wie ab 2007

Gesundheitszustand:
Ich leihe Talyn an eine Einstellerin zum Ausreiten aus, während ich übers Wochenende wegfahre. Ich bekomme einen Anruf: Talyn ging gegen Ende des Ausritts lahm. Am nächsten Tag auf dem Paddock stand sie so schlecht, dass man den Tierarzt rief, vorne rechts kam sofort das Eisen runter, danach gings deutlich besser. Hufverband mit Rivanol, 1 Woche Boxenruhe, danach auf den Invaliden-Paddock, abgezäunt in 4x4 Meter.
TA kommt 2x zum Verbandswechsel, meint aber nach einiger Zeit, am Huf könnte es eigentlich nicht gelegen haben. Röntgenbilder sind ok, da ich auf die Rehe 2006 hingewiesen habe. Dafür ist die Sehne etwas angelaufen. Die Nerven des Beins werden nacheinander betäubt, aber es kann keine eindeutige Diagnose gestellt werden. TA geht von Sehnenschaden aus: 6 Monate Pause und Schritt auf hartem Boden, dann wieder langsam mehr reiten.


Sommer 2009:
Haltung und Futter:
wie ab 2007
Mit 1 Monat Verspätung kommt Talyn auf die Koppel. Sie darf dort Ferien bis Ende Oktober machen, ich kann sowieso nicht viel reiten und abends wirds schneller dunkel.

Bewegung:
Koppelferien, Schrittausritte am Wochenende

Gesundheitszustand:
Rund und glücklich, aber nicht fett


Ab Anfang 2010:
Haltung und Futter:
wie ab 2007, dazu etwa 3 Brötchen. Die Hustenkräuter hab ich ersetzt durch Schwarzkümmelschrot und möchte testen, ob der sommerliche Paddock- und Reitplatz-Husten dadurch weggeht.

Bewegung:
nach einem harten Winter arbeiten wir 2 bis 3x die Woche mit wachsender Begeisterung auf dem Platz, ich habe für uns entschieden, dass wir die dämlichen Reitstunden (angefangen 2008) vergessen, da wir beide nur gefrustet und geschwitzt waren. Auf eigene Faust tasten wir uns an Schwung und Versammlung ran und freuen uns wie noch niemals zuvor auf die Platzarbeit!

Gesundheitszustand:
Wir werden fitter. Talyn hustet nicht mehr!! War sie allergisch gegen Staub? Oder gegen die Hustenkräuter? Egal, hauptsache es wirkt!


April bis Mai 2010:
Haltung und Futter:
Ab Mai bekommt Talyn nur noch die halbe Portion Pellets und keine Brötchen mehr. Wir gehen täglich mittlerweile ca. 20 bis 30 Minuten anweiden und es wird 10-minutenweise alle paar Tage erhöht.

Bewegung:
Die schöne Platzarbeit wird eingestellt, das Anweiden ist jetzt wichtiger.

Gesundheitszustand:
Die Futterreduzierung macht sich schlagartig bemerkbar, Talyn nimmt ab. Scheinbar hat sie Ende Mai wieder einen Schlag auf den Nerv vorne Rechts bekommen (seit 2001 schon das dritte mal: Sie steht fest auf dem Bein, kann sich darauf drehen, hat aber Mühe es nach vorn zu bewegen. Nach 3 Tagen ist es deutlich besser). Wir kurieren ohne TA.


Mai/Juni 2010:
Haltung und Futter:
Ab Ende Mai schließlich nur noch Koppel, diese ist sehr schnell abgeweidet und es gibt in der 3. Woche Heu dazu.

Bewegung:
Wir gehen höchstens am Wochenende ausreiten oder spazieren, wegen der Lahmheit.

Gesundheitszustand:
Talyn nimmt wieder mehr zu, ist ausgeglichen und fröhlich.


Juni 2010:
Haltung und Futter:
Nach 2-3 Wochen auf neue, große Koppel mit viel Gras.

Bewegung:
Wir gehen am Wochenende ausreiten, wenn es nicht zu heiß ist und die Woche über täglich 30 Minuten longieren in allen Gangarten (davor und danach noch Schrittphasen ganze Bahn)

Gesundheitszustand:
Talyn wird ganz schön dick


Anfang Juli 2010, 2. Reheschub:
Haltung und Futter:
Die Koppel ist abgegrast und braun gebrannt von der Sonne, fast nur noch Staub. Heu und Brötchen werden zugefüttert, die Pferde rühren das Heu aber nicht an, alle sehen gut genährt aus, was keiner von uns versteht. Einige Einsteller Füttern Kraftfutter beim Anblick der Koppel zu, ich nicht, ich richte mich nach der Figur.

Bewegung:
Wir gehen am Wochenende ausreiten, wenn es nicht zu heiß ist und die Woche über täglich 30 Minuten longieren in allen Gangarten (davor und danach noch Schrittphasen ganze Bahn)

Gesundheitszustand:
29.06.2010, 1. Tag an dem ich was bemerke: Talyn geht vorne rechts leicht lahm, ich beschränke mich auf Schritt führen an der Koppel auf Sandboden
30.06.2010: Immer noch rechts leicht lahm, links scheint das Bein leicht angelaufen. Ich mache nichts mit ihr.
01.07.2010: Pause, ich fahre nicht zum Pferd
02.07.2010: Talyn steht am Putzplatz, scheint müde, entlastet hinten nicht. TA wird gerufen, 5l Aderlass, Entzündungshemmer gespritzt. Ab jetzt 3,5 kg Heu täglich, "Einzelhaft" auf dem weichen Paddock. Kalte, gequollene Leinsamen als Hufverband (nicht vom TA verordnet, aber erlaubt).

Bis Ende Juli 2010:
Haltung und Futter:
Talyn steht allein auf dem Paddock, bei 3,5 kg Heu pro Tag, verteilt auf 4 Mahlzeiten. Als Nachbarn hat sie 2 Shettys, die sie aber nicht leiden kann.

Bewegung:
keine zusätzliche

Gesundheitszustand:
03.07.2010: Talyn läuft schlechter, entlastet die Beine abwechselnd und hat Hunger. Sie steht aber nicht in Rehehaltung
05.07.2010: Es geht besser.
08.07.2010: Es geht besser, vor allem das stehen. Röntgenbilder ergeben 2° Rotation auf beiden Beinen. 3 kg Heu, keine Bewegung ausser Paddock. Progose: Wenn sie so weitermacht, könnten die Hufe in 6 Monaten gesund sein.
16.07.2010: Talyn verliert gut an Gewicht, errechnet müsste sie 455 kg wiegen. Sie ist hungrig und trabt beim füttern ärgerlich herum
18.07.2010: Hufschmied macht einen Rehebeschlag mit Gummifüllung, hochgestellten Trachten und Steg im Eisen
25.07.2010: Die Füllungen der Beschläge rutschen langsam raus
30.07.2010: Vorne rechts ist die Füllung raus
31.07.2010: Lahmheitskontrolle im Schritt auf Asphalt, im Trab auf tiefem Sandboden. Ich darf mit ihr spazieren gehen und könnte in 3 Monaten wieder reiten, im Schritt und gerade aus. Beim nächsten Beschlag könnte man sie wieder "runter stellen".


August 2010, 1 Monat nach dem Schub:
Haltung und Futter:
Talyn steht immer noch allein bei 3,5 kg Heu pro Tag, verteilt auf 4 Mahlzeiten. Ab Mitte August 2x pro Woche 0,2l Rübenschnitzel (Maß der Trockenmasse) mit 75g Reformin

Bewegung:
Wir gehen alle 2-3 Tage 30-45 min spazieren. Auf Asphalt sehr vorsichtig, auf Waldboden normales Tempo im Schritt. Ich versuche, so wenig wie möglich Asphalt zu laufen. Wir haben 2 Wege zur Auswahl, die eben, weich und nicht zu lang sind.

Gesundheitszustand:
Mitte August: Talyn wird mager, man erkennt die Rippen, fühlt sie aber nicht. Sie wird deutlich eckiger.


September 2010:
Haltung und Futter:
Talyn hat einen Kumpel bekommen. Futter: Sie bekommt ca. 4-5 kg Heu und 1 kg Stroh, dazu ab heute täglich 1/3 Mineralbrikk, 2x pro Woche ersetzt durch 0,2l Rübenschnitzel (Maß der Trockenmasse) mit 75g Reformin

Bewegung:
Wir gehen alle 2-3 Tage 30-45 min spazieren. Auf Asphalt sehr vorsichtig, auf Waldboden normales Tempo im Schritt. Ich versuche, so wenig wie möglich Asphalt zu laufen. Wir haben 2 Wege zur Auswahl, die eben, weich und nicht zu lang sind. Ab Mitte September gehen wir jetzt 1x die Woche 1,5 Stunden spazieren in normalem Tempo.

Gesundheitszustand:
09.09.2010: Lahmheitskontrolle und Röntgen. Befund: Talyn läuft schlecht auf Asphalt, im Trab humpelt sie deutlich, besonders vorne rechts. Die Röntgenbilder sind gut, der Huf ist 1 cm parallel nachgewachsen. Der Beschlag soll so bleiben.
16.09.2010: Hufschmied erneuert den Beschlag wie gehabt, klemmt die Füllungen besser ein. Talyn scheint Schmerzen beim Nageln zu haben, zumindest ist es ihr sehr unangenehm. Sie zieht nicht weg, aber streckt den Kopf vor.
18.09.2010: Talyn ist mittlerweile sehr mager und knochig, alle Muskeln sind weg. Die Rippen fühlt man jedoch nicht. Ihr Fell ist struppig und stumpf, daher auch die Mineralbrikks. Sie wird langsem matt und desinteressiert, läuft aber im normalen Tempo auf Waldboden. Gegen Ende des Spaziergangs schnaubt Talyn das erste mal seit Juli entspannt ab!


1. Woche Oktober 2010:
Haltung und Futter:
Talyn hat einen Kumpel bekommen. Futter: Sie bekommt ca. 4-5 kg Heu und 1 kg Stroh, dazu ab heute täglich 1/3 Mineralbrikk, 2x pro Woche ersetzt durch 0,2l Rübenschnitzel (Maß der Trockenmasse) mit 75g Reformin

Bewegung:
01.10.2010: 1. Mal 20 min "Reitstunde": Wir machen Bodenarbeit mit Trense unter Anleitung. Talyn soll nur den Kopf abknicken und macht gut mit. Wir gehen nur gerade aus und machen viele Pausen. Ich erhoffe mir etwas mehr Interesse durch die "Denkarbeit"
02.10.2010: 1 h Spaziergang mit Lieblingsfreundin Haflinger Alina. Talyn trottet hinterher, wirkt desinteressiert. Dennoch hat sie normales Tempo auf Waldboden und sucht sich den besten Weg über Stöcke und um Steine herum.
03.10.2010: Spaziergang. Talyn läuft sehr langsam, wirkt sehr matt und desinteressiert
04.10.2010: 20 min Bodenarbeit, wir üben anhalten, stehen und Kopfabknicken, alles auf gerader Linie und in einem Tempo, das Talyn vorgibt, langsamer als im Wald aber konzentrierter. Sie versucht ihr bestes, ist aber immer noch recht matt.

Gesundheitszustand:
Die Hufe scheinen unverändert, Talyn belastet die Vorderhufe im stehen auf Beton voll. Die hinteren Fesselgelenke könnten etwas angelaufen sein, ich bin mir aber nicht sicher. Alle vier Hufe und Beine sind kalt, Talyn lahmt nicht. Sie wirkt sehr matt und desinteressiert beim putzen und spazieren gehen und lässt den Kopf hängen. Auf dem Paddock benimmt sie sich scheinbar normal und sucht auch noch die letzten verdreckten Strohhalme aus dem Schlamm oder steht bei ihrem Kumpel. Sie war schon immer sehr ruhig, ausgeglichen und nervenstark.
Aber das Fell beginnt etwas zu glänzen und ist nicht mehr ganz so struppig.






Ich mache mir Gedanken über Nährstoffmangel oder Eiweismangel. Vielleicht sollte ich ein Blutbild anfertigen lassen? Bei dem Pony meiner Schwester war es sehr aufschlussreich. Oder wir beißen die Zähne zusammen und halten bis November durch?
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Antwort #1 - 06. Oktober 2010 um 10:20
 
So hier eine kleine Foto-Dokumentation:
Eigentlich aufgenommen, um meine Familie auf dem Laufenden zu halten, zahlt sie sich jetzt aus!

August 2009:
So sah Talyn aus, als sie gesund war. Die Figur wird sie wahrscheinlich ab jetzt nie mehr haben...

...


Anfang Juni 2010:
Auf der Koppel. Sie hat ganz schön zugelegt, aber der Grasbauch verschwindet nach ein paar Tagen auf der abgegrasten Koppel wieder

...

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Ende Juni 2010, abends:
Das Gras ist abgefressen und verbrannt, die Pferde schwitzen schon vom stehen im Schatten. Im Hintergrund einer von mehreren Haufen Heu, die aber nicht gefressen werden.

...


Dann kam der Reheschub:
03.07.2010, Tag 1 nach dem Aderlass:
In meinen Augen steht Talyn so recht gut da. Sie versucht ab und zu hinten zu entlasten (aus Gewohnheit, vermute ich), merkt aber immer schnell, dass es weh tut. Am Hals erkennt man noch die Spuren vom Blutbad letzte Nacht: 5l Aderlass, das Pony tobte mit Bremse und Kettenstrick, der TA fand im harten Hals die Venen nicht, das Blut wollte nicht laufen.... Talyn dachte, sie würde abgestochen - es war der Horror!

...


04.07.2010:
Kauend bei der Abendmahlzeit (1 kg Heu) um 21 Uhr mit frischem, kalten Leinsamenverband (in Babywindeln - super Idee von meiner Stallkollegin!). Sie ist gefrustet und hungrig.

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Antwort #2 - 06. Oktober 2010 um 10:28
 
06.07.2010:
Wieder Abendmahlzeit, nebenan die "Kleine Gesellschaft", alle anderen sind ja auf der Koppel 1,5 km weit weg.

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08.07.2010:
Vormittags kam der TA und röngte, darum hier ein Foto vom 2. Frühstück

...


Mitte Juni 2010:
Talyn entlastet hinten jetzt wieder normal beim Putzen und verliert langsam sichtbarer an Gewicht. Putzen ist immer noch ihre einzige Ablenkung.

...


17.07.2010:
"Beeil dich ich hab Hunger!!!" Sie ist schon ganz schön schmal...

...


01.08.2010:
Schick für den ersten Spaziergang: Mit frisch gewaschenem Schopf und Schweif und Spezial-Beschlag. Der Schmied hat vorn die Zehe bis auf die weiße Linie abgeraspelt, "damit eine Entzündung raus kann, falls eine kommt". Es kam keine.

...


Anfang August 2010:
Seit Gestern steht ein junger Wallach bei Talyn, der jetzt regelmäßig gearbeitet werden soll. Sie ist ganz schön durch den Wind, denn eigentlich kann sie ihn nicht leiden und er frisst ihr das Heu weg (allerdings ja die doppelte Portion von vorher, da für 2 Pferde!). Auf diesem Spaziergang tänzelt sie über Asphalt, Stock und Stein, möchte am liebsten explodieren! Auf dem Rückweg hat sie sich beruhigt und ich bin ganz schön geschwitzt, aber froh, dass ihr die Füße nicht mehr so weh tun! Wir gehen jetzt übrigens immer zugezurrt, denn sie nascht sehr gern (mangelnde Erziehung meinerseits...)

...


28.08.2010:
Der arme Kerl wurde die ersten Tage beim Füttern so vermöbelt, dass getrennt Heu gefüttert werden mußte. Nun gehts auch zusammen. Talyn entlastet hinten beim Stehen (schööön) und "Tanja kann eigentlich auch allein spazieren gehen", findet Talyn.

...


26.09.2010:
Wir gehen zum 2. Mal länger als 1h spazieren. Talyn scheint etwas matt vom Kopf her, mag aber nicht lang rumstehen (zum Fotografieren), sondern normales Schritttempo vorwärts laufen.

...

Etwa 20 min später, auf dem Heimweg auf freiem Feld: hier erkennt man gut das struppige, eher dünne Fell (im Gegensatz zu den anderen Pferden) und das knochige Nichts auf dem Rücken.

...


So, am Wochenende - wenn ich im Hellen am Stall bin - mache ich die aktuellen Fotos von Hufen, Augenpartie und ganzem Pferd. Bis dahin viele Grüße,
Tanja
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Antwort #3 - 07. Oktober 2010 um 11:19
 
Über den Gemütszustand meines Ponys hatte ich mir ganz schön Gedanken gemacht, aber gestern war alles wieder ok! Gott sei Dank!
Ich hatte nachgedacht, letzte Woche hat es durchgängig geschüttet wie aus Eimern. In den Stall konnten die Pferde nicht, denn der Bauer hatte noch kein Stroh geliefert. Habe mich jeden Tag über mein schneeweißes Pony gefreut, nur Unterseite Bauch war etwas dreckig - doch dass heißt ja auch, dass sie in der Woche nicht richtig geschlafen hat... Also schlicht todmüde war! Seit dem Wochenende ist endlich wieder Stroh da.
Gestern haben wir 30 Minuten Bodenarbeit gemacht (im Schritt gerade aus und ein bißchen kauen lassen, mit vielen Pausen). Sie war sehr eifrig bei der Sache und hat von sich aus Seitwärtsgänge und einen Ansatz Spanischen Schritt angeboten (kann sie und macht sie gern vom Boden aus)! Hab sie aber lieber nicht machen lassen.
Und dann am Putzplatz kam das Schönste: Ich komme mit einem Mineralbrikk (weiß sie mittlerweile schon) aus dem Stall und sie legt blubbernd eine 1A-180°- Vorhandwendung hin - die Hufe standen wie angenagelt auf dem Beton, die Beine kreuzten sich fast!
Es geht aufwärts!
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Antwort #4 - 14. Oktober 2010 um 15:17
 
Hallo,
leider bin ich seit ein paar Tagen krankgeschrieben, deshalb auch noch keine Detail-Fotos von Pferd und Hufen, aber die kommen jetzt am Wochenende nach. Meine letzte "Amtshandlung" war die geführte "Reitstunde" am Freitag.
Eigentlich gibt es keine Veränderungen:Talyn geht gut - so wie sie darf zumindest, den Rest wage ich nicht zu testen - und hat ganz gut mitgemacht. Anfangs hatte sie nicht soviel Lust, aber das gab sich recht schnell, zum Schluß war sie schon sehr eifrig und hat schnell reagiert (schneller als aus dem Sattel...). Wahrscheinlich liegt das aber auch am jetzigen Arbeiten: Ich (nicht Talyn, die kanns ja und läuft dann halt mal so mit) übe größtenteils Körperhaltung zum Pferd, Vorwärtsgehen, Anhalten und Zügelhaltung und unsere Reitlehrerin läuft dabei während der ganzen 30 Minuten nebenher und entdeckt jeden Fehler sofort. Fies aber guuut!
Viele Grüße,
Tanja
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Antwort #5 - 18. Oktober 2010 um 12:31
 
Hallo,
am Wochenende gab es Schönes, Trauriges und Aufschlußreiches.

Samstag
haben wir unseren Stall fertig renoviert, was hauptsächlich unserer lieben Stallkollegin zu verdanken ist, weil sie jede freie Minute opferte! Aber jetzt kann auch der Rest der Herde (momentan noch ganztags auf der Koppel) eingestallt werden.
Donnerstag wurde Talyns zweitbeste Freundin eingeschläfert. Sie hatte einen irreparablen Knieschaden und hatte schon 3 Jahre "Gnadenbrot" in liebevoller Pflege bekommen. Der ganze Stall ist bedrückt und es schwebt wie ein Schatten über uns. Sie war nicht viel älter als Talyn.
Samstags nach dem Streichen war ich noch schnell mit Talyn spazieren. Auf Waldboden lief sie wirklich gut, ich hatte nur das Gefühl, sie brauchte etwas Zeit zum warm werden - kein Wunder, sie stand ja letzte Woche nur auf dem kalten Paddock und hat keinen Speck auf den Rippen. Aber sie war unterwegs so gut drauf und flott, dass ich im tiefen Laub einen Versuch gemacht habe: Ich bin im Schritttempo deutlich gejoggt - das Signal zum Antraben beim Führen. Und Talyn kam mit! Vielleicht 20 Meter ist sie getrabt, in schönem Tempo, und hat den Kopf geworfen vor Übermut.

Sonntag
waren wir auf der "Hund & Pferd" in Dortmund. Von 3 Futtermittelherstellern habe ich mich beraten lassen: Höveler, Hippolyth und Cavalor. Alle rieten mir zu mehr Heu und wenn das nix hilft, dann erst zu Spezialmüsli, aber in geringen Mengen. Schön zu hören! Von Agrobs hatte ich schon per Email eine Futterberatung, die empfahl mir Heu und Heucobs nach dem akuten Schub. Ein einziger Berater (der erste, den ich zu Rate zog im Sommer) riet mir zu kiloweise Strukturfutter mit viel Energie, damit das Pferd nicht hungert und der Kreislauf in Schwung bleibt und sich heilen kann. Da das nicht nach TA-Vorgaben war, ignorierte ich es erstmal. Was für ein Glück!
Ob ich eins von den Müslis auf der Messe füttern werden, weiß ich noch nicht, Futterproben habe ich jedenfalls. Ich hätte mir mehr Proben von Heucobs gewünscht, aber die fand ich irgendwie nicht.
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Aktueller Gesundheitszustand:
leichte Hufbeinabsenkung beidseits, symptomfrei + fit!
Staub-/Pollen-Allergie, symptomfrei
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12 kg Heu, 0,25 kg Rehe-Müsli, Mineralfutter
Wird das Pferd gearbeitet?
3x pro Woche: Longieren, Dressur o. Ausritt
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Antwort #6 - 18. Oktober 2010 um 12:59
 
Fotos vom Samstag vorm Spaziergang:
Die Heupanade habe ich schon mal abgebürstet und die Füße vom Schlamm befreit. Der Rest ist leider noch nass, aber mir wurde gesagt, sie sei schon wieder schön sauber geregnet...

...


"Hä? Wohl wieder mal kein Leckerli, was?" - Sie scheint etwas steif, aber bei dem dürren Hals und Rücken auch kein Wunder...

...


Hier Talyns Hufe:
Vorne links

...


und vorne rechts

...


innen (links und rechts)

...


Hinten blieb sie barhuf, hatte dort auch keine Probleme:
links

...


rechts

...


innen

...


Ich habe bei den Hufen geblitzt und obwohl ihr das sonst nichts ausmachte, war es ihr diesmal gar nicht geheuer, deshalb guckt sie etwas irre. Hier habe ich selbstverständlich nicht geblitzt!

...

...


Viele Grüße,
Tanja
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Antwort #7 - 25. Oktober 2010 um 14:19
 
Am Samstag (23.10.2010) haben wir mal wieder einen schönen Spaziergang - etwa 1 Stunde – gemacht. Talyn ging schön und interessiert mit und wurde auf Waldboden so flott, dass mir trotz nasskaltem Regen richtig warm wurde. Musste mir aufm Hof wieder anhören, dass ich das schöne Wetter meide und nur raus gehe, wenn’s regnet, denn pünktlich als ich los lief fings an - vorher war Sonnenschein... Aber: Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter. Ich finde, was Talyn den ganzen Tag auf dem Paddock aushält, halte ich ja wohl auch 2 oder 3 Stündchen aus, oder??
Talyn ist trotz mittlerweile voller Heuration und normaler Portion Rübenschnitzel noch weiter abgemagert, die Rippen spürt man jetzt auch beim Putzen. Schlecht! Darum bekommt sie jetzt morgens und abends eine Handvoll Pellets und ein paar Möhren. Nächsten Samstag hol ich dann doch ein Rehe-Müsli oder wenigstens Heucops. Außerdem soll dann auch der TA zur Kontrolle kommen, vielleicht kann er mir nochwas raten.
Auch haben wir eine neue Regendecke, damit sie bei Dauerregen nicht so dolle friert wie Anfang Oktober. Schön in braun, damit der Dreck nicht so auffällt...

Hier 2 neue Bilder. Schaut ja ganz zufrieden aus, bis auf dass nix dran ist. Sie benimmt sich auch normal, ist nicht schlapp, bettelt nicht und möchte unterwegs auch nicht übermässig naschen.

...

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Antwort #8 - 27. Oktober 2010 um 10:47
 
Montag: Ich war mit meinem Pferdchen auf dem Platz zur Bodenarbeit. Jetzt beginnt wieder die dunkle Jahreszeit und wir können nur am Wochenende raus. Da bei uns nur Wald ist, sieht man sogar bei Vollmond die eigene Hand vor Augen nicht (das war im alten Stall anders, da konnte man die paar Tage um den Vollmond herum prima ausreiten, wenn der Himmel klar war, schnief!!!). Leider waren auf dem Platz die Lampen kaputt... Aber für ne halbe Stunde gings. Wir haben uns 20 Minuten warm gelaufen und 10 Minuten kauen geübt. Während des Warmlaufens ging Talyn so gut mit, dass ich probierte ob sie traben wollte – sie wollte! Wir sind insgesamt 8 lange Seiten getrabt (nicht um die Ecken!) und sie wurde immer schneller und hat immer besser auf das Kommando reagiert. Schön! Leider fing sie teilweise wieder zu Husten an, das war seit dem Schwarzkümmel ganz weg gewesen.
Auch habe ich mich in der zwischen Zeit genauer über Müslis und Spezialfutter informiert, denn die Lösung mit den Pellets finde ich nicht optimal. Von Pellets hat Talyn ja sowieso immer nur abgenommen. Ausprobieren würde ich gern

Puritan von Höveler (getreidefrei aber mit Melasse),
Apfelmüsli von Derby (haferfrei, getreidearm aber mit Melasse),
Vito von Marstall (u.a. Heupellets, Maispflanzenpellets, Melasseschnitzel) und / oder
EquiGard von Hippolyth (getreidefrei aber mit Sirup und Kleie).

Was es letztendlich werden wird, entscheide ich kurzfristig am Samstag, dann kommt nämlich noch mal der TA zur Kontrolle. Außerdem muss ich schauen, was der Laden da hat, wovon vielleicht Futterproben und wie viel das alles kostet. Vielleicht dürfen wir ja auch nur Heucobs?

Enttäuscht war ich im Nachhinein von den Futterberatungen auf der Hund & Pferd Messe, von wo ich mir auch Futterproben mitgenommen habe. Ein Herstellen empfahl mir 2 verschiedene Futter, davon eins ganz besonders. Es wäre ganz neu und hätte nur 0,8 % Proteingehalt, so ist es auch im Katalog abgedruckt. 0,8 %? Äh, Mangelernährung?? Kam mir da schon etwas spanisch vor. Aber dummerweise (!) ließ ich mich einwickeln und nahm natürlich nur eine Probe der ersten Wahl mit. Bei Recherchen im Internet auf der Herstellerseite stand bei diesem Futter allerdings ein Rohproteingehalt von 9%, 10,7 MJ verd. Energie und als Fütterungsempfehlung „haferfreies Allroundfutter für Freizeit- und Turnierpferde“ mit Gerste und Mais. Das füttere ich mal lieber nicht.

Aber jetzt muss ich erstmal Schwarzkümmel bestellen. Vielleicht sollte ich auch mal ne Dosis nehmen, denn mein Husten wird einfach nicht besser Laut lachend
Und anschließend quäle ich mich noch mal hier durch den Futterbereich...
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Antwort #9 - 28. Oktober 2010 um 09:22
 
Mittwoch: Heute haben wir das Selbe gemacht wie Montag: Auf dem stockdunklen Platz haben wir uns warm gelaufen, sind an den langen Seiten locker getrabt und anschließend 10 bis 15 Minuten Handarbeit. Es hat alles wunderbar geklappt. Nach dem Traben war Talyn schön aufmerksam und hat eifrig mitgemacht. Sie konnte gar nicht abwarten bis ich die Zügel aufnahm und ist gleich losmarschiert – schöööön!!
Anschließend gabs einige eingeweichte Heuflakes aus der Futterprobe zum testen: Sie sahen aus wie vorverdaut, fühlten sich so an und rochen für meine verschnupfte Nase nach getrockneter Petersilie. Aber sie haben geschmeckt – hätte ich nicht gedacht!
Aber sie sieht nach wie vor richtig s******* aus, rappeldürr, die Pellets und Möhren scheinen nichts zu bringen. Bis Samstag gebe ich ihr noch mal Zeit.
Vielleicht sollte ich doch Heuflakes oder -cobs holen? Aber mehr Heu bringt ja auch nicht mehr „Speck“ an mein Pferd, also würden Cobs wahrscheinlich gar nichts nützen...
Ob ich doch mal Sojaextraktionsschrot probiere? Ich will ja eigentlich was längerfristiges (um vielleicht Mitte nächsten Jahres wieder auf ein bißchen Hafer umzusteigen...) und dachte das Soja-Zeugs wäre nur als Kur gedacht. – Auf der anderen Seite: Erst Sojakur um schnell was auf die Rippen zubekommen und anschließend ein Zusatzfutter ums Gewicht zu halten...? Ich frag am besten vorher noch mal den TA.
Schwarzkümmel ist bestellt, gestern hat Talyn kein einziges Mal gehustet... war klar.
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Antwort #10 - 30. Oktober 2010 um 08:55
 
Freitag: Heut abend sind wir wieder Reitstunde gelaufen. Da ich ja in den letzten 3 Wochen nur 2 Tage geübt hatte, haben wir das Grundsätzliche wiederholt. Vorher bin ich 4 lange Seiten getrabt (inklusive Husten nach der ersten Seite), währenddessen und woraufhin Talyn schön aufmerksam war. Wir haben mit ein, zwei Schritten Schulterherein angefangen und es hat ihr wirklich Spaß gemacht. Sie reagiert immer schneller und kapiert langsam was ich von ihr will (und mir fällt es immer leichter meine Arme und Beine richtig zu koordinieren  Durchgedreht ).

Vom Allgemeinzustand her geht es ihr besser als Mittwoch und bedeutend besser als Samstag oder Montag! Sie hat um die Kruppe herum ein bißchen "zugenommen", das heißt die Knochen liegen nicht mehr direkt unter der Haut - jetzt fühl ich mich beim Sriegeln nicht mehr wie ein Tierquäler!!! Rippen kann man allerdings noch leicht fühlen und die Flanken und um den Wiederrist herum ist sie immer noch ziemlich eingefallen. Aber solang ich nicht reite, kann sie so bleiben (falls der TA meiner Meinung ist), daher werden wir die Pellets auf jeden Fall um die Hälfte reduzieren (1/2 Reforminbecher morgens und abends). Nimmt sie weiter zu, kommen Möhren und Pelltes ganz weg.
Und einen dicken Pelz hat sie! Beim Füttern ist sie auch wesentlich ruhiger geworden wurde mir gesagt. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.
Daher ist nun Gott sei Dank auch mein Müsli-Problem gelöst! Vielleicht hole ich mir Samstag noch Marstall Vito (dazu durchgerungen nach stundenlangen Internet-Recherchen...) um die Pellets zu ersetzen oder ich lasse die Pellets erstmal. Ein ganzer 20 kg Sack scheint mir nämlich ziemlich viel, ich wollte ja nur ein bißchen was zu den RüSchnis dazu.

Sojaextraktionsschrot - ich bin auch froh, dass mir diese Entscheidung abgenommen wurde! Mein ganzes Wissen darüber habe ich aus Foren und Internet und ich bin deswegen total unsicher. Für mich wäre es die Notlösung gewesen und ich hätte wahrscheinlich esslöffelweise angefangen zu füttern, denn lösen nicht auch zu viele Eiweiße Hufrehe aus?? Wobei Talyn mit ziemlicher Sicherheit eine Fruktanrehe hatte, so wie die Koppel aussah.

Keine Ahnung.
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Antwort #11 - 31. Oktober 2010 um 20:15
 
Samstag: Huiiiiiiiiiiiiiiiiiii, schöne Neuigkeiten!!!
Heute morgen war der TA zur Kontrolle da (genau 4 Monate nach dem Schub, nicht 6!), diesmal ohne röntgen. Er findet, Talyn läuft gut im Schritt auf hartem Boden und im Trab gut auf Lehmboden. Ich dürfte mich jetzt wieder auf weichem Boden drauf setzen, im Schritt und gerade aus. Schööön! – Ob ich das mache, weiß ich noch nicht, denn jetzt wird’s ja draussen wieder ziemlich kalt aufm Pferd, wenn man sich nicht bewegt... – mal sehen. Ich wollte auf jeden Fall erstmal nicht häufiger als 1 oder 2x die Woche und nicht länger als 30 Minuten am Stück.

Von der Figur sieht sie so ganz gut aus und soll ihr Gewicht halten. Er meinte, da ihr die Pellets wohl ganz gut tun, könnte man die Menge ruhig füttern – allerdings hat mir mein Gewissen keine Ruhe gelassen und ich habe anderes Futter besorgt – aber dazu später mehr.

Dann hat er mir auch anhand der Rillen im Huf Talyns Krankheitsverlauf erklärt:

...

Die untere Rille ist der Schub von Anfang Juli. Trachten sind schneller gewachsen, daher ist diese Rille nicht parallel zum Kronsaum (am besten zu erkennen an der Hufinnenseite). Die obere Rille deutet auf einen zweiten Schub hin (ahhh!!!!) Bei der 2-Monatskontrolle lief sie ja schlecht, vll war das ein zweiter Schub? Obwohl sie da auf strikter Heudiät ohne (!!) Zusatzfutter war. Allerdings entstehen solche Rillen auch bei Futterumstellung sagte TA (hmm, vll die andere Heusorte? Bekam sie da schon Stroh dazu...?). Aber da die obere Rille parallel zum Kronsaum verläuft, wäre sie nicht ganz so schlimm. Wenn die untere Rille deutlich über der Hälfte vom Huf gewachsen ist, wäre der Huf wieder fest genug, um auch vorsichtig auf hartem Boden zu Reiten. Dies wäre etwa in 2 Monaten, dann gibt’s vorher auch wieder ein Röntgenbild zur Sicherheit.

Nachmittags waren wir dann mit Hafi, Hundi und deren Besi schön spazieren.

Zum Futter: Nach längerem Hin und Her habe ich mich entschlossen, Derby Balance zu kaufen. Wir füttern erstmal 400g pro Tag verteilt auf 2 Mahlzeiten, also die Hälfte der Empfehlung bei Erhaltungszustand. Muss noch mal genau ausrechnen, wie viel Nährstoffe Talyn jetzt bekommt. Die erste Ration hat sie schonmal brav weggeputzt, was nicht selbstverständlich ist.
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Antwort #12 - 31. Oktober 2010 um 20:29
 
Sonntag: Hier erstmal die übrig gebliebene Rasselbande, denn der junge Fuchs ist seit einigen Tagen verkauft und abgeholt.

...


Ich hab heute mal wieder Schopf und Schweif gewaschen, obwohl man das nicht wirklich sieht. Aber: Nicht mehr ganz so dolle klebrig und riecht nicht mehr nach altem Spüllappen!
Talyns Meinung zum Waschgang:

...


Aber ich war ja schnell fertig:

...


Hier noch ein Ganzkörperfoto: Das Licht fällt ein bißchen doof, denn man kann eigentlich noch die Rippen sehen und Talyn ist sehr schmal, aber eben nicht mehr so knochig obenrum wie letztes Wochenende.

...


Dann gings 1 ½ Stunden zu Fuß in den Wald - recht flott, mir wurde ganz schön warm. Aber ich bin sehr froh, dass sie solch ein Tempo vorgibt!

...


Unser aktueller Status nochmal in Kürze:
Aktueller Gesundheitszustand:

Schmerzfrei auf weichem Boden, vorsichtig auf hartem. Aufgeweckt, ausgeglichen, interressiert an der Umgebung und möchte beschäftigt werden.

Futter:
ca. 8 kg Heu, ca 2 kg Stroh, ca 300 g Rübenschnitzel (Trockenmasse), 400 g Derby Balance, 75 g Reformin, ca 10 große Möhren

Bewegung:
2-3x pro Woche 30 min Bodenarbeit, 1-2x pro Woche 1 h Spaziergang auf weichem Boden
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Antwort #13 - 02. November 2010 um 10:53
 
Montag: Da wir heute Feiertag hatten, bin ich ausnahmsweise heute eine Reitstunde mitgelaufen. Wirklich schön! Wir haben Kauen, Kopfhaltung (höher und tiefer im Wechsel), leichte Stellung und Schulterherein (immer nur 1 oder 2 Schritte) geübt. Langsam bekomme ich meinen Körper geordnet und Talyn hat darauf auch prompt reagiert. Jetzt können wir an ihrer Koordination üben!
An ihrem ganzen Verhalten merkt man, dass es nun endlich bergauf geht!  Smiley
Anschließen gabs die (verspätete) Herbst-Wurmkur: Kurzes Gerangel, Spritze ins Maul und abgedrückt und anschließend Karotte hinterher geschoben. Die kam natürlich wieder raus – minutenlang habe ich sie erst überzeugen müssen, dass es wirklich eine Möhre ist, bevor sie mal zaghaft probiert hat...  Laut lachend
Des Weiteren habe ich das ganze Wochenende damit verbracht, Talyns Futterration zu berechnen und habe dafür stundenlang im Netz recherchiert. Ich habe nun fast alle Werte zusammen, und so gibt es demnächst eine kleine Rationskürzung.

Talyns aktuelles Gewicht (errechnet): 430 kg
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Antwort #14 - 04. November 2010 um 10:08
 
Mittwoch: Heute Abend waren das erste Mal seit der Zeitumstellung regulär werktags auf den Platz. Heul, wie dunkel!!! Aber unser Licht funktioniert wieder, dafür hats in Strömen geregnet. Talyn war etwas durch den Wind und hat überall Gespenster gesehen, an Arbeit war fast gar nicht zu denken. Wär sie gesund gewesen, hätte ich sie  nach dem Warmlaufen erstmal über den Platz gescheucht, dann hätte sie sich anschließend bestimmt besser konzentrieren können.

Allgemeinzustand:
Benimmt sich normal und sieht ganz gut aus. Von schräg vorn erkennt man die Rippen, fühlt sie aber nicht. Die Flanken sind nicht mehr so stark eingefallen, am Po verschwinden die Knochen. Wird das nun schon zu dick?

Die Futterration hab ich gekürzt auf folgende Menge (RüSchnis um 1/3, Derby und Reformin um 1/2):
8 kg Heu, 700 g Rübenschnitzel, 200 g Derby Balance, 1,5 kg Möhren, 40 g Reformin

Mal sehen, was das bringt.
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Antwort #15 - 05. November 2010 um 23:36
 
Heute war ich zwar kurz bei meinem Mäuschen, habe aber nichts mit ihr gemacht. Habe es zwar schon (!!!) um sechs zum Hof geschaft, aber der Platz steht nach Tagen von Dauerregen unter Wasser (allerdings wird es bestimmt nächste Woche noch schlimmer - aber ich war ein bißchen faul). Daher haben wir auch die Reitstunde ausfallen lassen.
Talyn war sowieso sauer als sie mich sah - war ja grad beim Abendessen und wahrscheinlich besonders stinkig, da sie nun noch weniger im Trog hatte wie die anderen. Aber: Schön, denn wenns ihr schlecht ginge, würde sie ihrer Laune nicht so freien Lauf lassen!  Smiley

Hier mal der ausgetüftelte Futterplan:

...

Sieht ganz schön viel aus, und die Werte von Stroh und Derby fehlen noch, aber - wie gesagt - mit 8 kg Heu, 1 kg RüSchnis und 80 g Reformin hat sie trotzdem abgenommen! Ich denke mal, dass die Werte vom Heu für unseres nicht wirklich zutreffen, auch variieren die Werte der RüSchnis je nach Untersuchung relativ stark.
Außerdem finde ich auch sehr unterschiedliche Angaben für den Nährstoffbedarf von (Klein)pferden: Die oberen Werte  sind von der DLG für ein 350 kg-Pony bei Erhaltung, bei Masterhorse sind es nur 283 g VRP und dafür 56 MJ Energie... blicke ich nicht so durch... Egal - ich beobachte jetzt ein paar Tage und werde die Ration dann ggf anpassen.

Ach, hier noch die Werte pro kg, die ich als Ausgangsbasis genommen habe:

...

Meine Quellen für die Werte: DLG, Masterhorse, Derby, Höveler, Nordzucker und eine Arbeit der TiHo Hannover.
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Antwort #16 - 05. November 2010 um 23:39
 
takrima schrieb am 05. November 2010 um 23:36:
Die oberen Wertesind von der DLG für ein 350 kg-Pony bei Erhaltung, bei Masterhorse sind es nur 283 g VRP und dafür 56 MJ Energie...


Diese Werte von Masterhorse gelten für ein Südpferd in Erhaltung mit 430 kg Gewicht
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Antwort #17 - 08. November 2010 um 10:39
 
Sonntag: Heute waren wir wieder 1 1/2 Stunden spazieren im Sonnenschein, nachdem es Freitag und Samstag nur geregnet hatte. Talyn ging schön flott mit – auch auf dem kurzen Stück Asphalt bis zum Wald und wir sind kurz getrabt auf vollgesogener Wiese. Vielleicht kann ich demnächst ja wieder meine Laufschuhe anziehen und wir können ein bisschen joggen? Mehr als 500 Meter am Stück schaff ich ja sowieso nicht...
Und dann lief uns ein großer Stein über den Weg, s Pony war trocken, s Wetter war schön und so – krabbel, krabbel – saß ich drauf!!!  Durchgedreht  Talyn stapfte weiter über den weichen Waldboden wie bisher – Schöööööööööööööööööön...   Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley (Naja, sehr gemütlich wars nicht, ich saß ja auf der knochigen Wirbelsäule – bis zur Trab-Freigabe müssen da noch ein paar Muckis her!) Nach 400 Metern stieg ich wieder ab. Es wird, es wird!!!

Talyn wiegt errechnet 442 kg. Man erkennt die Rippen unter dem dicken Fell ansatzweise, spürt sie aber nicht mit der Hand, beim Striegeln allerdings deutlich. Der Hals scheint voller, aber an Widerrist, Flanken und Schweifansatz sind „Löcher“.
Ich bin mir etwas unsicher, ob sie so richtig ist, aber ich werde es wohl diese Woche noch mal beobachten. Vielleicht lag ja das Maßband schief –
Werde morgen nochmal Fotos von gestern einstellen.
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Antwort #18 - 09. November 2010 um 11:30
 
Bild zum Sonntag:

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Haltern am See, Nordrhein-Westfalen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag 09.11.2010
Antwort #19 - 10. November 2010 um 15:16
 
Dienstag: Heute waren wir wieder mal im Regen auf dem Platz...
Talyn fühlt sich – glaube ich – schon wieder dürr an... Ließ ich mich durchs Winterfell täuschen?? Man sieht die Rippen ansatzweise, man fühlt vor allem die letzten mit der Hand, beim Striegeln alle. Hals und Mähnenkamm sehen normal aus, Flanken füllen sich - allerdings war sie seit 2 Stunden am Heu- und Strohvernichten. Das ist das nächste Problem: In diesen 2 Stunden hat sie sich bis auf den Betonboden durchgefressen! Streu ich noch mehr ein, frisst sie das auch auf. Ich sollte mir wohl am Wochenende Späne für ein bisschen Matratze besorgen!
Wir waren so etwa 45 Minuten insgesamt auf dem Platz mit Warmlaufen, Lockertraben und Bodenarbeit (Dehnungshaltung und mehr Aufrichtung im Wechsel, Loslaufen und Anhalten, 2-3 Schritte Schulterherein, leichtes Stellen). Beim Lockertraben (immer nur die lange Seite am Stück) hat Talyn übermütig den Kopf geworfen und anschließend konzentriert und eifrig mitgemacht, Seitengänge macht sie ja sowieso gern.
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Hufrehe Tagebuch Talyn
 
Fragen zu Talyn


Reheschub Anfang Juli 2010:
Aktueller Gesundheitszustand:
leichte Hufbeinabsenkung beidseits, symptomfrei + fit!
Staub-/Pollen-Allergie, symptomfrei
Fütterung:
12 kg Heu, 0,25 kg Rehe-Müsli, Mineralfutter
Wird das Pferd gearbeitet?
3x pro Woche: Longieren, Dressur o. Ausritt
Koppel:
2013 + 2014 keine Koppel, ab 2015: tw. mit Maulkorb


Was lange währt wird endlich gut!
 
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