Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fragen an und zu Kamara (Gelesen: 35974 mal)
Kamara
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W-Kamara


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08. Juli 2010 um 23:51
 
Hallo,

heute möchte ich mich, mein Pferd und unser Problem vorstellen. ACHTUNG es ist eine lange Geschichte...

Ich kenne dieses Forum schon eine Weile, aber war immer nur ein gelegentlicher stiller Leser, denn bis zu diesem Frühjahr ging es meinem Pferd sehr gut. Kamara ist eine 18jährige Vollblutaraberstute mit ECS. Dieses wurde bei ihr schon vor recht langer Zeit, ca. 2004, mittels eines Dexamethason-Hemmtests nachgewiesen, seitdem bekommt sie Pergolid. Zu diesem Zeitpunkt gehörte sie noch nicht mir, sondern einer Araberzüchterin, deren Pferde ich gepfleget habe. 2005 wurde sie dann mein Pferd.
Leider hatte sie schon früher einige Reheschübe. Auf Grund einer dieser Schübe zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt wurde damals der Cushing-Test gemacht.
Den letzten stärkeren Schub hatte sie im Herbst/Winter 2006/2007. Damals haben wir Röntgenbilder gemacht, diese versuche ich gerade zu bekommen. Habe sie leider nie selbst gesehen, meine damalige Tierärztin hatte sie in der Klinik entwickelt (Pferd wurde am Hof mobil geröngt) und damals nur gesagt, es gäbe zwar eine Hufbeinabsenkung auf beiden Beinen, aber mit einem guten Hufschmied etc pp. könnte das schon alles wieder werden.
Gesagt getan, Fütterung haben wir damals angefangen umzustellen, keinen Hafer mehr, Hufschmied mit Reheerfahrung, Eisen mit Polster, das ganze Programm. Insgesamt ging es relativ schnell bergauf, ich hatte allerdings damals im dortigen Pensionsstall nicht die Möglichkeit, sie komplett von der Weide zu nehmen. Kamara stand abwechselnd in einem Offenstall mit Weide und Box mit täglichem Weidegang. Es kam wie es kommen musste, sie hatte ein paar Monate darauf nochmals einen leichten Schub (ca. Frühjahr 2007).
Seitdem ging es aber stetig bergauf. Im Winter 2007/2008 haben wir mit allen Pferden gemeinsam den Stall gewechselt, erst Offenstall (Winter), dann einige Zeit Box mit Weide und wieder Offenstall. Dabei ging es Ihr die ganze Zeit über relativ gut bis sehr gut, sie war stabil und keine weiteren Schübe mehr. Als Futter bekam sie Cool Mix von Eggersmann.

Im Sommer 2008 habe ich den Stall allein gewechselt, nachdem ich mich mit der Besitzerin der anderen Pferde zerstritten hatte. Dies war eine der besten Entscheidungen, denn seitdem konnten wir Füttereung und Haltung noch besser auf ein ECS-Pferd abstimmen. Sie ging seitdem nicht mehr auf die Weide, das ist zum Glück am jetzigen Pensionsstall prima machbar, nachts Box, tagsüber Paddock, bekommt als Futter Equigard (St. Hippolyt), Re-Vital Cubes (Eggersmann) und noch eine kleine Portion Cool Mix dazu. Gelegentlich Leckerlies, ab udn an mal Möhren udn Apfel in Maßen. Pergolid natürlich die ganze Zeit weiter. Kamara war nach einiger Eingewöhnungszeit sehr zufrieden am neuen Stall und hat sich gut in die neue Pferdegemeinschaft eingelebt. Auch der neue TA, den ich dort habe, ist wesentlich kompetenter, was Cushing betrifft.
Ich habe sie regelmäßig 1-2 mal die woche geritten, freizeitmäßig Arbeit auf dem Platz (Dressur) oder Gelände, auch longieren.

Eine nicht so schöne Geschichte (und im nachhinein sehr dumme) war, dass wir sie mehrfach versucht haben zu decken. Sie war früher eine Zuchtstute mit guter Nachzucht und war selbst todunglücklich, immer die anderen Fohlen zu sehen und selber keines zu haben. Leider kannte sich meine damalige Tierärztin (fürchte ich heute) außer den Grundlagen nicht besonders gut aus mit Cushing und seinen Folgen bzw. den Nebenwirkungen von Pergolid. Andere befreundete Züchter hatten auch eine Cushingstute und diese züchterisch eingesetzt, hier war alles gut gegangen... Natürlich sollte man ein Rehepferd nicht unbedingt decken - ich weiß das heute und wusste es auch damals eigentlich, aber die Züchterin, bei der wir noch immer standen und der die Stute vorher gehörte, hat mich irgendwie doch dazu überredet bekommen, leider war ich damals ziemlich abhängig von ihr dort am Stall  Traurig . Kurz und gut, sie war dann tatsächlich 2008 tragend und hätte Ende März 2009 abfohlen sollen. Eigentlich verlief die Trächtigkeit super, ohne Probleme, leider hat sie aber zum Termin hin kein Euter bekommen - Nebenwirkung des Pergolids, das hatten wir am neuen Stall dann alles recherchiert, wir hatten also Alternativpläne in petto bzgl. Flaschenaufzucht etc., denn siverse Tierärzte hatten dringend davon abgeraten, das Pergolid abzusetzen. Leider hatte sie dann eine Totgeburt, sie bekam nachts Wehen, ohne vorher die geringsten Anzeichen gehabt zu haben. Das Fohlen kam in Fehllage und mit viel Mühe nach vielen Stunden hat die jetzige Stallbesitzerin wo wir in Pension stehen das Fohlen heraus bekommen. Der Tierarzt meinte, man hätte es nicht retten können und es war ggf. schon einige Stunden/Tage vor der Geburt tot.
Trotz dieses traurigen Kapitels ging es Kamara danach erstaunlich schnell wieder gut. Es hat ewig gedauert, die Nachgeburt heraus zu bekommen, wir haben also alle schon einen neuen Reheschub befürchtet. Zu unser aller Glück blieb dieser aus.

Seitdem war alles gut, habe Kamara wieder relativ regelmäßig gerittenund wir sind prima über den Winter gekommen. Wobei sie diesen Winter ads erste Mal trotz frühem Eindecken so viel Fell geschoben hat, dass ich sie scheren musste, aber sonst alles prima.

Seit diesem April geht es nun leider abwärts. Alles fing an mit einer unerklärlichen Kolik, bei der sie stark abgenommen hat. Die Wochen danach ging es langsam bergauf, wobei es schwer war, Gewicht auf das Pferd zu kriegen, wegen der Rehegefahr mussten wir da ja auch doppelt aufpassen. Ein zwei Mal hatte sie Durchfall. Generell hatte ich mir schon für dieses Frühjahr den ATCH-Wert mal komtrollieren zu lassen, einfach um hier einen Referenzwert zu haben. Das nahmen wir also auf die dringende ToDo-Liste. Auch ein großes Blutbild haben wir machen lassen (Anfang Juni) - ohne Ergebnis, alle Werte im Normbereich.
Der Hufschmied meinte dann im Mai, wir sollten versuchen, sie barfuß laufen zu lassen. Die letzten knapp zwei Jahre hatte sie einen normalen Beschlag ohne Polster. Er hat viel Erfahrung mit Rehepferden und meinte, bei der wenigen Belastung bei dem was ich mit ihr mache wäre das einen Versuch wert. Wir haben ein bischen diktutiert, ich war mir nicht ganz sicher, habe mich aber überzeugen lassen. Viele Schmiede sind ja der Meinung, barfuß ist besser, auch bei Rehepferden...
Ich vermute mittlerweile, das dies dann das Fass zum überlaufen gebracht hat. Sie lief eigentlich nach ein zwei Tagen Einlaufzeit ganz gut, nach drei Wochen wurden die ausgebrochenen Ränder nachgeraspelt. Das war Anfang Juni.
Eine halbe Woche später bekam Kamara dann einen neuen Reheschub  weinend Ich hätte heulen können. TA geholt, nasse Verbände, Heparin, nur Heu, weiter Pergolid. Insgesamt war aber unser aller Eindruck, es ist ein leichter Schub, Kamara ging es nach ein paar Tagen wieder recht gut, lief mit Verbänden in Ihrer Box super, Pulsation war komplett weg. Zum Glück fraß sie das Heu gut, meine Befürchtung, dass sie ncoh mehr abnimmt, hatte sich nicht bewahrheitet.
Wir haben sie dann ganz vorsichtig auf den Paddock gestellt, in einen kleinen abgegrenzten Bereich (Boxengröße), in dem sie draußen bei den anderen sein konnte, aber ihre Ruhe hatte und ihr Heu fressen konnte. Die Verbände weiter fleissig jeden Tag angegossen bzw. Pferd an den Schlauch gehängt für ne halbe Stunde. Knapp eine Woche nach dem Start des Schubes hat der TA die Verbände von nass zu trocken gewechselt. Alles soweit gut, bis sie eine halbe Woche später erneut schlecht lief, wieder Pulsation. TA sagte, der Schub sei noch nicht vorbei, also wieder nasse Verbände, wieder Heparin (hatten wir zwischendurch abgesetzt), absolute Boxenruhe und wir haben den ATCH-Test gemacht mit den stabilisierten Röhrchen.
Mittlerweile war ich mir sicher, bei allen diesen Anzeichen (Kolik, Durchfall, außerdem trinkt sie mittlerweile wieder wie ein Loch und pinkelt natürlich entsprechend viel, dann der Reheschub), dass die Medikation nicht mehr ausreicht. Sie bekommt 0,5mg. Aber der Wert war normal, nur 17! Ich habe mich gefragt, wie das sein kann, mein TA geht aber davon aus, dass die Rehe durch das Abnehmen der Eisen ausgelöst wurde. Ich aber frage mich, was ist mit all den anderen Anzeichen?

Durchfall hat sie jetzt keinen mehr. Sie frißt auch gut das Heu und legt weiter an Gewicht zu. Sie bekommt weiterhin nur das Heu und Pergolid, säuft aber weiter ohne Ende. Wir haben Röntgenbilder gemacht, ich selbst habe sie noch nicht gesehen, aber mein Tierarzt ist schockiert, er sagt, er hat noch nie so schlimme Bilder gesehen  Traurig Starke Hufbeinabsenkung, SEHR dünne Sohle  weinend und Rotation. Bilder sind auf dem Weg zur Stallbesitzerin, sobald ich sie habe, versuche ich sie hier einzustellen.
Der Hufschmied war nun diese Woche Montag wieder am Hof. Es ging Kamara soweit wieder ganz gut, sie stand die letzten anderthalb Wochen ohne Verbände im Stall. Pulsation nur noch in einem Bein (rechts), von wenig bis fast ganz weg, anderes Bein keine Pulsation. An diesem Montag keine Pulsation in beiden Beinen. Hufschmied hat mit TA telefoniert, wir wollten noch zwei Wochen warten mit Eisen, damit sich die Hufe noch etwas beruhigen können, er hat also nur die Zehen vorne gekürzt, um Ihr ein besseres Abrollen zu ermöglichen, sollte sie sich von sich aus mehr bewegen wollen in Ihrer Box.
Gestern war ich wieder am Stall, leichte Pulsation rechts. Ich will Kamara aus der Box nehmen zum Beine und Hufe kühlen und sie geht kaum noch einen Schritt vorwärts. Wieder ein Schub oder noch immer der alte? Verzweifelt den TA kontaktiert, wieder nasse Verbände. Er sagt wir müssen abwarten...  Traurig

Was weiterhin sehr unheimlich ist: Kamaras Fort- und Rückschritte bewegen sich in einem regelmäßigen 14tägigen Rhythmus auf und ab. Immer nach knapp 14 Tagen, man kann fast die Uhr danach stellen, fällt sie wieder in ein Loch, dann geht es die nächsten zwei Wochen nach und nach langsam bergauf und dann der nächste Schlag. Hattet Ihr sowas schon mal? Was kann das sein?

Ich weiß nicht, was ich noch tun kann. IR testen? Hab ich auf dem Schirm, will das auch noch machen, aber bringt uns das in dieser Situation weiter? Ich weiß, dass man bei IR-Pferden noch andere Dinge bei der Fütterung beachten muss, momentan bekommt sie ja aber eh nur Heu und daran kann das akute auf und ab nicht wirklich liegen, oder was meint ihr? Kann es sein, dass der ATCH-Wert nicht passt? Nochmal testen? Macht es Sinn, das Pergolid trotzdem zu erhöhen? Mein TA war allerdings nicht dafür...

So, eine lange Geschichte, ich hoffe, Ihr habt einen ersten Eindruck von uns bekommen und vielleicht ein paar Ideen, was ich noch ausprobieren kann. Bestimmt hab ich auch Dinge vergessen, dann bitte einfach fragen... Ich bin ein wenig ratlos und weiß momentan nicht so recht weiter. Werde versuchen, demnächst mit einem Tagebuch anzufangen. Habe nur die Zeit dazu noch nicht gefunden... Fotos von den Hufen versuche ich morgen einzustellen.

Alles Liebe für Euch uns Eure Pferdis,
hoffe auf ein paar Anregungen,
Bea
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Antwort #1 - 09. Juli 2010 um 00:01
 
Hallo Bea

da habt ihr ja schon einiges durchgemacht...
ich denke es wäre wichtig mal Fotos von den Hufen zu sehen
seitlich
von vorne und von unten
vielleicht auch mal vom ganzen Pferd
und mal die Augen seitlich

Polster ihr die Hufe ab??

das Heu würde ich waschen mindestens 30 min

und ruf bitte morgen mal bei Sarotti an Tel: 09373-99180

lg
Petra

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Kamara
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W-Kamara


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Antwort #2 - 09. Juli 2010 um 00:22
 
Hallo Petra,

Ja Fotos versuche ich morgen einzustellen. Habe gerade erst aktuelle gemacht vor dem abraspeln der Zehe von vorne und von der Seite und unten (letzte Woche) und nach dem abraspeln (diesen Montag) von vorne und von der Seite.

Ja Hufe sind gepolstert mit einem dicken Verband (nass), beide Hufe. Diese hatte sie fast die ganze Zeit seit dem Start der Rehe, natürlich zwischendrin gewechselt, außer der kurzen Zeit Trockenverbände (halbe Woche) und den letzten anderthalb Wochen ohne Verbände in der Box. Nachdem es jetzt Mittwoch wieder schlimmer wurde, haben wir ihr sofort neue gemacht, meine Stallbesitzerin ist zum Glück geübt darin.
Meinst Du, wir haben sie zu früh abgemacht? Aber zum röntgen mussten sie ja ab und danach lief sie zwar langsam und vorsichtig, aber nicht lahm, so dass wir dachten, im Stall ist es OK ohne Verbände zur Überbrückung bis zu den Eisen... Hatte Hufschuhe bestellt, die sollten diese Woche kommen, damit sie ggf. wieder auf das Paddock hätte gehen können. Das ist nun wohl außer Frage...  weinend

Versuche morgen Sarotti anzurufen, vielen Dank!

Liebe Grüße
Bea
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Antwort #3 - 09. Juli 2010 um 00:26
 
Hi
also bisher hört sich das alles okay an...
ich würde vielleicht mit dem Pergolid rauf gehen ihr seht ja wie sie drauf reagiert 0,75 mg

auch Sarotti wird dir morgen Wertvolle Tipps geben können und hat schon vielen Pferden wieder auf die Beine bekommen

vielleicht solltest du mal den Hufkrankenschuh von Engl ansehen

Antwort 1
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1131390534/1#1

lg
Petra
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Kamara
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Antwort #4 - 09. Juli 2010 um 00:32
 
Prima, danke. Der erste sieht ja echt gut aus... Habe erstmal sowas in der art wie den Barrier Boot bestellt, nur bei Krämer. Einen hatten wir schon (alter, nicht benutzter der Stallbesitzerin) und der passte, das sollte der zweite dazu sein.

Berichte morgen weiter!

Gute Nacht,
LG B.
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Benjamin


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Antwort #5 - 09. Juli 2010 um 08:05
 

Moin Bea,

das viele Saufen und Pinkeln deuet auf Insulinresistenz hin, eine häufige Begleiterscheinung von Cushing. Bekommt sie noch das Müsli? Lass das unbedingt weg..  Mit 0,75 mg Pergolid kannst Du meiner Ansicht nach auch nichts verkehrt machen.

LG Anne
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Kamara
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Antwort #6 - 09. Juli 2010 um 11:19
 
Hallo Anne,

danke für den Hinweis! Das wusste ich nicht, dass das ein Hinweis auf IR ist, kannte es als Symptom von Cushing...

Nein Kamara bekommt kein Müsli oder irgendwas, momentan NUR Heu, noch nicht nass, das werde ich heute mal ausprobieren, bin gespannt, ob sie das frisst, das trockene frisst sie sehr gut.
Das Pergolid gebe ich abends mit einer kleinen Spritze Apfelmus, um es irgendwie ins Pferd zu bekommen. Sie hat das aber glaub ich langsam raus nach knapp drei Wochen, am Anfang ging es gut, aber jetzt wird immer schwieriger Griesgrämig Sie schluckt es nur noch widerwillig und manchmal spuckt sie die Hälfte wieder aus. Zum Glück den Teil ohne das Pergolid, das kommt noch ins Pferd, aber ich habe natürlich Bedenken, dass das irgendwann nicht mehr klappt  unentschlossen.
Habt Ihr eventuell einen anderen Tipp? Bis sie wieder normal fressen kann, muss ich mir irgendwas einfallen lassen.

Versuche gleich mal Fotos einzustellen.

Danke für all Eure Tipps bisher!
LG B.
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Angela




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Antwort #7 - 09. Juli 2010 um 11:46
 
schau mal. Hier wurde sich kürzlich mal
über diese Problematik ausgetauscht, wie man
Pergo verabreichen kann.

klick:
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1276718431/1#1
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Antwort #8 - 09. Juli 2010 um 12:05
 
Hier zeige ich euch nun ein paar Fotos von Kamara!

am 25.04., knapp eine Woche nach der Kolik:
...

am 18.05.:
...

am 30.05.:
...
...
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Antwort #9 - 09. Juli 2010 um 12:07
 
am 06.06., ca. 1 Woche vor dem Schub:
...
...
...
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Antwort #10 - 09. Juli 2010 um 12:13
 
Nun die Hufe, weniger erfreulich fürchte ich:
am 04.07., vor dem Kürzen der Zehe:
...
...

Vorne links:
...
...

Unten links:
...

Unten rechts:
...

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Angela




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Antwort #11 - 09. Juli 2010 um 12:13
 
ui   hä?
die gute Dame dürfte aber nach meinem spontanen
Gedanken unter Pergolid in dem Alter noch nach
etwas mehr aussehen.

Zähne alles in Ordnung ? frisst sie ihr Heu gut ?
Wie wäre die Möglichkeit sie mit Heucobs
aufzufüttern ?
Alles weg lassen was Zucker und Stärke hat !
Nur Notfall-Leckerlie für das Pergolid.
Mein alter Wallach hat nach ganz kurzer Zeit
schon das häufige saufen und urinieren fast
komplett eingestellt, als ich ihm Futter umgestellt
habe.

Gruß
Angela

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Antwort #12 - 09. Juli 2010 um 12:15
 
Und nach dem Kürzen der Zehe:
...

vorne links:
...

vorne rechts:
...

Bin gespannt auf Eure Meinungen...
Muss jetzt erstmal ein bischen arbeiten. Später fahre ich zum Stall und versuche auch Sarotti anzurufen!

LG B.
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Antwort #13 - 09. Juli 2010 um 12:24
 
schau mal hier vielleicht wäre das was zum Auffüttern

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1167997318
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Antwort #14 - 09. Juli 2010 um 12:28
 
Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
ui   hä?
die gute Dame dürfte aber nach meinem spontanen Gedanken unter Pergolid in dem Alter noch nach
etwas mehr aussehen.



Ja, das tat sie ja vor der Kolik auch  weinend Das ist ja das Schlimme. Wie sagt man, bergab ganz schnell, bergauf gaaanz langsam...? Ich suche huete abend mal ein Foto
VOR der Kolik, da sieht man gut den Vergleich - davor war sie topfit!

Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
Zähne alles in Ordnung ?


Sind erst gemacht im April, davor regelmäßig im Abstand von 6-8 Monaten.

Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
frisst sie ihr Heu gut ?

Momentan ja, sie bekommt grad Kälberheu. Zwischendurch gab es einen Ballen am Stall, den alle schlecht gefressen haben, da hat sie nochmal abgenommen.
Jetzt ist alles prima.

Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
Wie wäre die Möglichkeit sie mit Heucobs aufzufüttern ?

Leider schlecht - die mag sie nicht gerne Griesgrämig
Hatte ich aber auch schon dran gedacht...

Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
Alles weg lassen was Zucker und Stärke hat !
Nur Notfall-Leckerlie für das Pergolid.


Ja, da halte ich mich eisern dran, weiß ja wie wichtig das ist.

Angela schrieb am 09. Juli 2010 um 12:13:
Mein alter Wallach hat nach ganz kurzer Zeit schon das häufige saufen und urinieren fast
komplett eingestellt, als ich ihm Futter umgestellt habe.


Das komische ist, dass das auch erst nach der Kolik wieder so vermehrt auftritt. Vorher hatte sie damit nicht so arge Probleme  hä?

Danke auf jeden Fall für Deine Tipps!
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Antwort #15 - 09. Juli 2010 um 13:52
 
Pony schrieb am 09. Juli 2010 um 12:24:
schau mal hier vielleicht wäre das was zum Auffüttern

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1167997318


Das klingt interessant. Werde mich mal einlesen.
Sorry, vielleicht blöde Frage, aber ist denn das nicht zu viel Protein? Dachte immer ein ECS-Pferd sollte neben wenigen Kohlenhydraten auch nciht zuuu viel Proteine bekommen?

LG B.
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Antwort #16 - 09. Juli 2010 um 14:12
 
zum auffütern ist das okay und du schleicht es ja ein und gibst es nicht ewig

bitte bewege ihn noch nicht so viel wenn es ihm noch Probleme macht

lg
Petra
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Antwort #17 - 09. Juli 2010 um 15:04
 
Ok prima.
Mache mich jetzt auf den Weg um zu sehen wie es Kamara geht. Habe heute bisher nichts gehört von der Stallbesitzerin, dich mich echt super unterstützt, also denke ich soweit ist sie stabil. Nein keine Bewegung momentan. Werde erstmal schauen, wie sie sich frei in der Box bewegt. Melde mich später wieder!

Lieben Dank Euch allen!
LG B.
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Antwort #18 - 10. Juli 2010 um 01:57
 
Hallo,

wollte mich nur ganz kurz melden, war doch später am Stall und habe alles mit der Stallbesitzerin durchgesprochen, die mich super unterstützt. Daher nicht geschafft, Sarotti anzurufen , das würde ich jetzt am WE versuchen, wenn das OK ist?

Kamara geht es schon wieder ein bischen besser im Vergleich zu Mittwoch. Deutlich munterer und bewegt sich in der Box schon wieder ganz gut mit ihren Verbänden. Pulsation nur noch rechts ein bischen, links keine. Heu werden wir jetzt immer einweichen, das frisst sie ganz gut. Pergolid-Dosis haben wir angefangen langsam zu erhöhen, um von 0,5 auf 0,75 zu kommen.
Was meint Ihr, wann man erste Ergebnisse der Dosis-Erhöhung und des nassen Heus sehen kann? Ich hoffe, dass sie bald nicht mehr trinkt wie ein Loch und sich endlich stabilisiert...!  unentschlossen

Morgen suche ich ein Foto von vor der Kolik, mit der alles anfing, dann könnt Ihr sehen, wo wir irgendwann wieder hin wollen...

Gute Nacht,
LG B.
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Antwort #19 - 10. Juli 2010 um 03:46
 
Hi B.

möchte zwei Dinge loswerden:

da das Pferd (quasi andauernde) Rehe hat und angesichts der Anzeichen für Insulinresistenz, müssen Wunschgewicht und Optik zurückstehen. Gewöhn Dich erstmal an die Rippen und lass Dich von möglicherweise dummen Kommentaren nicht verrückt machen. Ein schönes Pferd nützt niemandem was, wenn es nicht laufen kann.

zweites finde ich die Huffotos vor allem vor der Hufbearbeitung grauslig. Das Ergebnis der Röntgenbilder überrascht da nicht. Kannst Du die RöBis hier einstellen? Na ja, jedenfalls finde ich es deutlich sichtbar, dass da schon langfristig etwas gehörig schiefgelaufen ist bei der Hufbearbeitung. Bitte denke darüber nach, wo der Fehler lag und ob dieser abgestellt werden konnte. Da muss langfristig kompetent korrigiert werden. Vom vorherigen Schema nur etwas positiv abzuweichen genügt da nicht. Ich bin allerdings auch nur Huflaie, aber wenn Du nochmal alle Grundlageninfos inkl. Bilder zusammenstellst, findet sich sicher jemand der da auch kompetenter etwas zu sagen kann.

Gute Genesung & LG
Anne
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