Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
Auswirkung einer dreiwöchigen Dexamthasontherapie auf die Insulinempfindlichkeit beim Pferd (Gelesen: 1869 mal)
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1902

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Auswirkung einer dreiwöchigen Dexamthasontherapie auf die Insulinempfindlichkeit beim Pferd
12. Dezember 2009 um 17:46
 
Auswirkung einer dreiwöchigen Dexamthasontherapie auf die Insulinempfindlichkeit beim Pferd

Cortisonbehandlungen werden bei Pferden verhältnismäßig oft aus unterschiedlichen Indikationen durchgeführt, und eine dreiwöchige Dexamethasontherapie stellt sicher keine sehr ausgefallene Behandlung dar. Gehen wir mit Corticoiden zu sorglos um? Nach Lektüre dieses Berichtes und der möglichen dramatischen Auswirkung einer solchen Therapie bei den untersuchten gesunden Pferden wird man eine derartige Therapie künftig möglicherweise mit anderen Augen sehen...
6 erwachsene Warmblüter wurden in diese balancierte Crossoverstudie aufgenommen. Sie erhielten entweder Dexamethason alle 48 Stunden (0.08 mg/ kg, IV) oder das gleiche Volumen physiologischer Kochsalzlösung über insgesamt 21 Tage.

Die Tiere wurden dann einem sogenannten 3-hour frequently sampled IV glucose tolerance test (FSIGT) 2 Tage nach Therapieende unterzogen.

Mittels entsprechender statistischer Verfahren wurde dann Glucose- und Insulinwerte genutzt, um die Insulinempfindlichkeit (Si), Glucosewirkung (Sg), akute Insulinreaktion auf Glucose (AIRg), und den Dispositionsindex zu bestimmen.

Die durchschnittliche Insulinkonzentration im Serum war an den Tagen 7, 14 und 21 signifikant höher unter der Dexamethasonbehandlung, ebenso die Plasma-Glucosewerte an den Tagen 14 und 21.
Auch andere Parameter wie beispielsweise die Insulinresistenz und das akute Reaktionspotential der Beta-Zellen waren signifikant erhöht bzw. erniedrigt.

Zusammenfassend wurde in dieser Studie an gesunden Pferden unter dreiwöchiger Dexamethasonbehandlung festgestellt, dass die Insulinresistenz unter anderem durch das Steroid deutlich anstieg.

Da aber eine Insulinresistenz mit einer Prädisposition zur Laminitis verbunden ist, kann eine cortison-induzierte Abnahme der Insulinempfindlichkeit zu einem erhöhten Risiko der Entstehung einer Laminitis bei manchen Pferden und Ponies führen (früher auch `Cortison-Rehe` genannt).


Quelle: Tiley HA, Geor RJ, McCutcheon LJ. (2007): Effects of dexamethasone on glucose dynamics and insulin sensitivity in healthy horses. In: Am J Vet Res. 2007 Jul;68(7):753-9.

Qiuelle
http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=5037&t=
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken