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Mit dem Klimawandel kommt das West Nil Virus auch zu uns (Gelesen: 1814 mal)
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17. Juli 2009 um 07:51
 
Mit dem Klimawandel kommt das West Nil Virus auch zu uns

Von Patricia Thompson // Aus aller Welt

Seit nunmehr acht Jahren werden in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten heimische Vögel und Zugvögel regelmäßig stichprobenartig auf WNV untersucht. Erste Studien zeigten, dass in bis zu zehn Prozent der untersuchten Vögel Antikörper gegen den Virus vorlagen, der Virus selbst konnte aber in keinem Exemplar nachgewiesen werden.

Eine aktuelle Studie belegt, dass in der Bundesrepublik derzeit kein Infektionsrisiko besteht. Um eine Epidemie zu vermeiden, ist eine dauerhafte Überwachung der Vogel- und Pferdepopulation aber notwendig.
Der West Nil Virus wird von Mosquitos übertragen und kann Encephalitis (Entzündung des Gehirns) und Meningitis (Entzündung der Hirnhaut und des Rückenmarks) bei Mensch und Tier verursachen.
Das Virus tauchte 1999 erstmals in New York auf und verbreitet sich seither rapide in den USA. Ende 2002 war das Virus bereits in 44 US-Staaten und 4 kanadischen Provinzen zu finden.
Im selben Jahr erkrankten im Bundesstaat Nebraska 174 Menschen an West Nil, vier davon mit Todesfolge. Gleichzeitig infizierten sich über 14.000 Pferde mit dem West Nil Virus in ganz USA.
Zum Vergleich erkrankten im Jahr davor 149 Menschen über 9 Bundesstaaten verteilt. Davon starben 18 landesweit. 731 Pferde infizierten sich mit West Nil in 20 Bundesstaaten mit einer Sterblichkeitsrate von 25 %.
Generell aber wird angenommen, dass die Dunkelziffer doppelt bis dreifach so hoch ist, wie offiziell berichtet.
Mosquitos nehmen den Virus bei infizierten Vögeln auf und haben dann die Funktion des Überträgers. Der Großteil der infizierten Vögel zeigt keinerlei klinische Anzeichen. Bei Blauhähern und Krähen jedoch verläuft diese Krankheit tödlich.
Menschen und Pferde sind “Endwirte”, d.h. es erfolgt keine Übertragung von Mensch zu Mensch /Mensch zu Pferd / Pferde zu Pferd oder Mensch zu Mosquito und Pferd zu Mosquito.
Das wiederum beruht darauf, dass weder der Mensch, noch das Pferd ind er Lage sind eine genügend hohe Konzentration an Viren in ihrem Blut zu entwickeln, um eine Übertragung an den Zwischenwirt –Mosquito – zu ermöglichen.
Der Biss eines infizierten Mosquitos löst nicht immer einen ernsthaften Infekt beim Menschen aus. Die meisten Menschen entwickeln keinerlei Symptome mit mildem Krankheitsverlauf. (Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen begleitet von Hautausschlag und angeschwollenen Lymphknoten)
Die Inkubationszeit bei Mensch und Tier beträgt 15 Tage.
Bei Pferden löst der West Nil Virus jedoch Encephalitis aus - Anschwellen des Gehirns und des Rückenmarks . Die auffälligsten Anzeichen einer Infektion sind Muskelzittern und ein veränderter Gang. Andere Symptome sind Appetitverlust, Depressionen, Schwäche in der Rückhand, partielle Lähmungen, Fieber, eingeschränkte Sicht, Ataxie, zielloses Umherlaufen, Krämpfe, Übererregbarkeit, schließlich Koma und Tod. Die meisten Pferde bekommen einen Fieberschub ca. 10 Tage vor dem ersten Auftreten dieser Symptome.
In jedem Fall ist ein Tierarzt zu verständigen, der dann die für Virusinfektionen üblichen Maßnahmen durchführt. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 % - 40%.
Die wirksamste Methode zur Bekämpfung des West Nil Virus ist die Impfung. In klinischen Tests wurde eine 94%-ige Wirksamkeit bestätigt.
Eine weitere Maßnahme ist die “Kontrolle” der Mosquitos. Je weniger Pferd und Mensch diesen unliebsamen Zeitgenossen ausgesetzt sind, um so niedriger ist das Infektionsrisiko. Eine Schlüsselrolle hierbei bilden “stehende Gewässer”, denn dort brüten die munteren Gesellen. Man sollte also möglichst fern von stehenden Gewässern bleiben!

Weitere Maßnahmen sind:

•      Entfernen von Dosen, Plastikbehältern und ähnlichen Behältnissen, in denen sich Wasser ansammeln kann.
•      Entsorgung sämtlicher Altreifen
•      Bohren Sie Löcher in Recycling-Container auf Ihrem Gelände
•      Reinigung von verstopften Dachrinnen
•      Schwimmbecken, die nicht benutzt werden, entleeren, abdecken oder umdrehen
und zusätzlich mit Chlor behandeln
•      Schubkarren immer umdrehen oder an die Wand lehnen
•      Gartenteiche belüften oder mit Fischen besetzen
•      Wasser in Vogelbädern regelmäßig austauschen
•      Gartengelände und Weidegründe auf “Nassstellen kontrollieren und entsprechende bearbeiten.

Speziell im Umgang mit Pferden :
•      Impfen!
•      Pferde erst nach Sonnenaufgang aus dem Stall und vor Sonnenuntergang in den Stall bringen.
•      Vermeiden sie das Arbeiten bei Licht im Stall! Also alle Arbeiten auf den Tag verlegen, im Sommer sollte das ja kein Problem sein…
•      Platzieren Sie Weißlicht in der unmittelbaren Umgebung des Stalles, um die Mosquitos abzulenken
•      Insektenschutzmittel für Pferde einsetzten. (Bitte auf Umweltverträglichkeit und Nebenwirkungen achten!)
•      Regelmäßiges und sorgfältiges Misten hilft ebenfalls.

Nachfolgend noch einige Links mit weiteren Informationen:
http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=193&t=
http://www.focus.de/gesundheit/ticker/medizin-impfstoff-gegen-west-nil-virus-ent...
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9060-2008-11-04.html
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