Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Tagebuch Esel "Pino" (Gelesen: 9460 mal)
Beate
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02. Mai 2009 um 23:25
 
Jeanny hat heute einen neuen "Leidensgenossen" bekommen.
Ein zusätzlicher Notesel namens "Pino" ist bei uns eingezogen. Er ist ein 5jähriger Wallach mit total verwahrlosten Hufen. Er wurde auch heute gleich nach seiner Ankunft geröntgt wegen der bevorstehenden Hufbearbeitung. Sollte sich rausstellen, dass auch er ein Rehe-Kandidat ist, werde ich ihm vielleicht ein eigenes Tagebuch beginnen.
Gruss
Beate

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Antwort #1 - 05. Mai 2009 um 00:06
 
Ich denke, Pino sollte sein eigenes Tagebuch bekommen.
Nach Auswertung seiner Röntgenbilder stellten sich diese als wesentlich besser als erwartet heraus. Er hat in den Vorderhufen eine geringe Rotation. Also muss (irgendwann) Hufrehe im Spiel gewesen sein. Ich bin mir nun grad unschlüssig, ob Pino ein Hufrehe-Tagebuch, oder ein Huf-Tagebuch haben soll. Das überlasse ich mal den Mods bzw. Admins hier, die ich bitten möchte, die Einträge über Pino entsprechend zu verschieben. DANKE!

Tja, nun spricht nichts mehr gegen die Hufbearbeitung am Donnerstag in Vollnarkose. Das Herzchen ist soweit auch ok und entsprechend belastbar.
Netterweise hat sich Werner, der Mann von Sarotti, bereit erklärt, uns zu helfen.  Smiley Leider kriegen wir es aber zeitmässig nicht mit unserer TÄin unter einen Hut, so dass wohl doch mein Mann alleine ran muss. Wobei er heute abend schon ordentlich Vorarbeit leistete. Als die Herde auf der Weide war, und nur Jeanny auf dem Stallgelände unterwegs war, hatte ich die Idee, Pino "laufen" zu lassen - sofern er das mag. Ich öffnete die Tür seines Paddocks, und tatsächlich stakste er Schrittchen für Schrittchen nach draussen. Er begab sich gleich auf unseren "Reitplatz", drehte 2 kleine Kreise, und wälzte sich anschliessend minutenlang genüsslich grunzend. Das hat ihm auf seinem Paddock sicher gefehlt. Nach einer Weile stand er wieder auf, mümmelte bei Jeanny ein paar Heuhälmchen, und wälzte sich gleich wieder. Dann blieb er einfach der Länge nach liegen. Sicher 2 Stunden lag er so. Als ich mit der Stallarbeit fertig war, wollte ich ihn wieder in den Paddock tun, aber ich bekam ihn nicht hoch. Ich rief meinem Mann zur Hilfe, der gleich meinte, ob wir nicht mit der Hufbearbeitung anfangen sollten, wenn er eh liegt und nicht aufstehen mag  Schockiert/Erstaunt. Ähm - sprach's, und holte die grosse Hufschneidezange. Tja, was soll ich sagen - es hat super geklappt, Pino blieb ganz lieb liegen und bekam so alle 4 Hufe wenigstens ein bisschen gekürzt. Wir sind nun am Überlegen, ob wir die Hufbearbeitung wohl so weiterführen können - auf dem Reitplatz liegend. Wäre super, wenn wir ihm so eine Vollnarkose ersparen könnten. Mal schauen, ob er sich morgen wieder so hinlegt und das weitere Kürzen über sich ergehen lässt. Dann stehen die Chancen echt gut!  Smiley Etwas besorgt habe ich dann zur Kenntnis genommen, dass Pino überhaupt nicht aufstehen mochte. Mit vereinten "Kräften" mussten wir drangehen, ihn auf die Füsse zu stellen, und in sein Areal zurückzubringen.
Ansonsten hat er heute seinen kompletten Bereich mit weichen Gummimatten ausgelegt bekommen. Die Sache mit dem Nicht-fressen-wollen war zumindest heute nachmittag etwas besser. Getrunken hat er heute früh auch etwas, und auf dem Reitplatz auch ein grosses Pipi gemacht.
Heute früh habe ich ihn endlich mal durchgestriegelt. Da ging jede Menge uralte Wolle raus. Dabei entdeckte ich, dass er etliche kahle Stellen hat (seitlich am Bauch, auf der Kruppe, Schweifrübe); auch juckt er sich in einem Fort am ganzen Körper; vermute, da kommt noch Einiges zu Tage.... Beim Putzen habe ich dann seine ganzen Fettpolster entdeckt, die man durch einfaches Anschauen gar nicht sieht. Er hat richtiggehende Fettwülst in Wellenform seitlich am Bauch, auf der Kruppe, und an der Brust hängen Fettpakete. Auch sein Mähnenkamm ist am Kippen. Ich gehe also bei ihm von EMS aus.

Hier für die Eselfreunde 2 kleine "Wälz-Videos" von heute, und ein paar Fotos.
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Antwort #2 - 05. Mai 2009 um 22:24
 
Pino-News!
Vom Gesamtzustand her geht es ihm leider nicht wesentlich besser.  unentschlossen Mit der Fütterung habe ich ein wenig "gesündigt", damit er überhaupt was zu sich nimmt.
Dafür hat sich bei den Hufen mächtig was getan! Heute mittag legte sich der Bub wieder der Länge nach auf den Platz, und mein Mann eilte gleich mit seinem Werkzeug herbei. Nun hat er innerhalb von etwa 1 Std. allein (ich war nicht im STall) Pino die Hufe (für den momentanen Stand) fast komplett gemacht!  Smiley Natürlich sind sie vorne noch zu lang und zu flach, aber da will er nächste Woche weitermachen. Bei den Hinterhufen sieht es mit dem rechts ganz gut aus - obwohl dort der Schnabel am Längsten war. Teilweise nimmt er sogar schon "korrekt" Last auf den Huf. Im Gegensatz zum Linken; der ist nun auch gut gekürzt, aber leider kippt Pino immer noch auf die Rückseite des Hufes. Er steht dann praktisch auf der Rückseite der Trachten / Ballen. Ich habe eh den Eindruck, dass bei ihm das eigentliche HUFproblem kleiner ist, als das Problem der überdehnten Sehnen. Mal schauen, ob sich da was tut - meine, irgendjemand hatte da mal gesagt, dass es die Tiere im Lauf der Zeit wieder lernen, sich auf die Sohle zu stellen. Mal schauen; ansonsten müssten wir uns mal Gedanken machen um einen Stützverband oder um einen Beschlag mit verlängerten Schenkeln.  unentschlossen
Fotos von den "neuen" Hufen hab' ich noch keine gemacht. Hatte keine Apparat dabei, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte, dass Männe alleine ernsthaft die Hufe in Angriff nimmt. Werde morgen früh Fotos machen.
Gruss
Beate
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Antwort #3 - 09. Mai 2009 um 12:15
 
Eine Woche ist Pino nun bei uns, und gerade heute früh hatte ich den Eindruck, es geht in Riesenschritten voran!
Endlich frisst er so einigermassen sein Heu. Immer noch nicht mit wirklich grossem Appetit, aber nach einer Weile ist das Häuflein dann doch aufgespeist. Trinken tut er normal, und entsprechend pinkelt und äppelt er auch endlich.  Ich bin froh, dass ich keine schwerwiegenden Futter-Sünden eingehen musste. Ausser 2 trockenen Brötchen und 1 Möhre, als er so gar nichts zu sich nehmen wollte, beharrte ich auf das Heu als Fütterung (und ein paar Zweige und etwas Brennessel). Die Tierärztin und diverse andere Leute versuchten mir Apfelsaft, Möhrensaft, Fohlenfutter, Müsli, und was weiss ich alles einzureden. Gottseidank klappt es nun ohne "Extrawürste". Und wenn er das Heu noch ein wenig freudiger aufnimmt, werde ich es ihm komplett einweichen.
Das Laufen klappt ein wenig besser, und er ist mental verhältnismässig gut drauf. Heute früh hat er mich wieder brubbelnd begrüsst und wollte gleich aus seinem Gummi-Paddock raus zum Wälzen. So deutlich hatte er es mir noch nie gesagt  Zwinkernd. Liegen tut er nicht mehr ungewöhnlich viel; nach dem Wälzen steht er immer gleich wieder auf. Das finde ich sehr positiv; andererseits müssen wir nun schauen, wie wir an den Hufen weitermachen. Im Liegen bearbeiten ist nun wohl nicht mehr. Ich werde ganz langsam beginnen, ihm das Hufegeben beizubringen; erst mal, indem er einfach mal einen Huf nur entlasten soll, den ich antippe.
Vor allem die Hufe machen grosse Fortschritte. Heute früh stand er doch tatsächlich bei beiden Hinterhufen auf der Sohle!  Smiley Smiley Ich stelle mal ein paar Fotos vom 6.5. ein, die jetzt allerdings nicht mehr ganz aktuell sind, da er wirklich von ganz alleine "auf" die Hinterhufe kommt - ohne Stützverbände und ohne Beschlag. Das finde ich eine ganz erstaunliche Sache, wie er das von alleine findet, obwohl er sicher jahrelang auf der Rückseite der Hufe gelaufen ist. Im Moment steht er sogar auf dem linken Hinterhuf besser als auf dem rechten - auf den Fotos war es noch umgekehrt.
Pulsation hat er nach wie vor noch an allen 4 Hufen; rechts mehr als links.
Aber trotzdem bin ich nun wirklich zuversichtlich, dass wir es zusammen schaffen, ihn wieder auf die Beine zu bringen.
Vielen Dank auch an Sarotti, die uns beratend zur Seite stand - vor allem in Bezug auf die Hufbearbeitung.
Hier nun die Fotos:

rechts vorne:
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links vorne:
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beide Vorderhufe:
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rechts hinten:
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links hinten:
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links hinten von vorne:
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Antwort #4 - 10. Mai 2009 um 22:34
 
Hier nun die versprochenen aktuellen Huffotos von Pino.
Ich habe nur die Hinterhufe fotografiert, da die vorderen noch nicht weiterbearbeitet wurden.
Der linke Hinterhuf ist zu steil. Aber bei der Bearbeitung im Liegen ist der Winkel wirklich nur zu "schätzen", und wie es wirklich ausschaut, sieht man erst, wenn das Tier draufsteht. Nunja, Pino wollte sich anschliessend nicht mehr hinlegen zur Korrektur. Wir hoffen nun, dass er morgen gaaaaanz müde ist, und wir die Stellung "ausbügeln" können.
...

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Ist es nicht ein kleines Wunder, dass er innerhalb von ein paar Tagen gelernt hat, nun plötzlich wieder auf der Sohle zu laufen? Ich bin immer noch ganz fasziniert.
Hier noch 2 kleine Videos, die ihn "laufend" zeigen:
http://s27.photobucket.com/albums/c197/sanchoelconaomi/Pino/?action=view&current...
http://s27.photobucket.com/albums/c197/sanchoelconaomi/Pino/?action=view&current...

Achja - das Fressen war heute wieder sehr mühsam... Traurig

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Antwort #5 - 11. Mai 2009 um 22:02
 
Heute war Pino insgesamt recht gut drauf, auch wenn er aufgrund des bescheidenen Wetters heute nur ca. 3 Std. "Freigang" hatte.
Gelaufen ist er heute gut, und gefressen hat er auch sehr schön.
Nur erlebte ich heute mittag eine böse Überraschung: Als ich nach dem Mittagessen wieder zum Stall kam, hatte er sich blutig gescheuert. Er ist ja eh fast ständig am Schubbern, und im Laufstall hat er nun einen Anbindering entdeckt, an dem er ständig hängt und sich scheuert. Heute mittag hatte er am Hals einen grossen kahlen Fleck, und weiter hinten unterhalb vom Widerrist 2 blutige Stellen. Der Anbindering hing voller Fell. Ein anderer Equide war es mit Sicherheit nicht; die "Grossen" waren in der Zeit auf der Weide, und Pino war mit "seinen Damen" alleine. Die sind wesentlich kleiner als er, und ausserdem würden die sowas nieee machen!
Ich habe gerade diese Tage gehört, dass sich Esel im Fellwechsel teilweise extrem schubbern, das dann aber auch plötzlich wieder aufhört. Ich hoffe, dass das so in unserem Fall ist. Ich habe auch die Hoffnung, dass die Umstellung seiner Ernährung (und die damit kommende, langsame Gewichtsreduzierung) ihren Teil zur Normalisierung beitragen wird.
Dann habe ich heute erstmals mit ihm das Hufegeben geübt. Mannomann!! Schockiert/Erstaunt Keine Ahnung, was er in dieser Beziehung bisher erlebt hat; anfangs hat er - sobald ich mit der Hand nur Richtung Vorderbein griff, mit dem gleichseitigen Hinterbein nach mir getreten. Er kam da richtig in Rage und hat sogar versucht, mich zu beissen! Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Nachdem er sich auch so ins Halfter gehängt hatte, zog ich es ihm aus und machte das Training "freilaufend" in seinem Paddock. Sofort war er wesentlich cooperativer, als er nicht mehr angebunden war. Zuerst striegelte ich ihm die Beine - was er immer geniesst. Und zwischendurch fuhr ich dann mit der blanken Hand das Bein entlang. Sofort kam das Hinterbein! Ich blieb bei diesem Plan, und plötzlich zeigte er keine unterschiedliche Reaktion mehr, ob nun der Striegel oder die Hand das Bein entlang fuhr. Dann begann ich, das Bein zu massieren und zu rubbeln. Das genoss er sichtlich. Dabei brachte ich ihn dann dazu, das Bein zu entlasten - streichelte weiter - und hatte den Huf in der Hand  Zwinkernd. So "schmusten" und trainierten wir weiter, und letztendlich habe ich ihm beide Vorderhufe komplett ausgekratzt!!  Laut lachend Bei den Hinterhufen ging ich im Prinzip genauso vor, nur dass da seine Reaktionen (die Tritte) wesentlich schneller kamen. Ich blieb einfach dabei, und dann hatte ich jeden Hinterhuf einmal in der Hand und konnte ihn halten. Mehr wollte ich heute noch nicht von ihm. Morgen üben wir weiter!
Wie gut, wenn man die "Schwachpunkte" des Tieres kennt - in unserem Falle das "Schubberbedürfnis" von Pino. So kam ich auf diesem Umweg dazu, seine Hufe halten zu dürfen.
Grüssle
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PS: Achja - Pulsation leider unverändert!  Griesgrämig
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Antwort #6 - 13. Mai 2009 um 23:14
 
Unser Bubi frisst von Tag zu Tag besser!  Smiley Wenn er so weiter macht, kriegt er noch diese Woche sein Heu eingeweicht!  Zwinkernd
Laufen tut er auch super (obwohl nach wie vor unverändert Pulsation), und heute sah ich ihn sogar ein paar Tritte traben!!! Smiley Smiley Als er vor nicht mal 2 Wochen zu uns kam mit den Schnabelhufen, war mein erster Gedanke, wann der Kerl wohl das letzte mal getrabt oder galoppiert hat  unentschlossen
Seine unmelassierten Rüschnis hat er heute auch erstmalig leergefressen. Habe einen kleinen Trick angewandt: Ich stellte ihn mit seinem Schüsselchen neben Eselin Veilchen, die ihre Schüssel mit den Heucobs bekam. Anscheinend schmeckt's zusammen besser - Schüssel war ganz sauber geschleckt!  Augenrollen
Und das Tollste: Habe ihm heute 4 Hufe ausgekratzt! *stolzbin*
Beim ersten Vorderhuf wollte er mich über den Haufen rennen, hat's aber nicht ganz geschafft, und der Rest ging dann total easy.
Hoffe, die insgesamt gute Phase hält weiter an!
Grüssle
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Antwort #7 - 16. Mai 2009 um 22:39
 
Pino geht es täglich besser! Man kann ihn zeitweise schon als übermütig bezeichnen  Laut lachend (Näheres weiter unten).
Heute hatte ich auch den Eindruck, dass endlich die Pulsation insgesamt zurückgegangen ist. Und sein Appetit wird immer besser!

Heute vormittag habe ich die "Grossen" auf eine Weide geführt, die auf der anderen Strassenseite ist. Als ich die letzten Beiden wegführte, klapperte es hinter mir - ich drehte mich um, und Pino kam mit!!!  Schockiert/Erstaunt Wohlgemerkt - er war einfach durch den E-Zaun durchgelaufen, hat die Bänder etwas hinterhergeschleift und lief uns dann hinterher. Zum Glück waren nur noch die alten Esel-Damen im Stallbereich. Mein Mann sammelte Pino ein, gab ihm eine handvoll Heu, und seine Welt war wieder in Ordnung. Künftig muss ich mir was einfallen lassen, wenn ich die Pferde/Mulis wegführe.
Nachmittags - ich fegte gerade Pino's Paddock - kam dieser zur Tür herein und "schlonzte" ein bissl rum. Ich fegte weiter, und wie ich mich umdrehte, lag der Kerl der Länge nach im Kehricht drin!  Laut lachend Ich rief gleich meinen Mann, denn im Moment nutzen wir jedes Abliegen, um an den Hufen weiterzumachen. Da ergab sich folgendes Bild:
...
...
Hinten konnte seine Stellung etwas korrigiert werden. Als Armin an die Vorderhufe wollte, und dafür seine Vorderbeine unter dem Körper vorzog, stand Pino leider auf.
Da es bei uns endlich wieder tolles Wetter ist, ist unser Erdauslauf soweit abgetrocknet, dass ich die Herde endlich nach draussen entlassen konnte. Und was machte Pinolein? Der tobte ordentlich mit den Grossen. Hier ein paar Beweisvideos, dass das Langohr sogar wieder galoppieren kann. Schön ist zwar anders, aber lustig ist so  Zwinkernd.
Ich finde es so klasse, wenn er solche Lebensfreude zeigt; wenn ich daran denke, wie er zu uns kam, kann ich das immer noch nicht ganz glauben. Nur habe ich manchmal ein bissl ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn einfach laufen lasse (und mich dran freue), und ihn nicht am laufen hindere; immerhin hat er einen Reheschub hinter sich. Von daher bin ich sehr hin- und hergerissen, ob es richtig ist, ihn einfach mit der Herde mitlaufen zu lassen.
Hier nun die Videos; viel Vergnügen besonders an die Langohren-Fans  Zwinkernd:
http://s27.photobucket.com/albums/c197/sanchoelconaomi/Pino/?action=view&current...
http://s27.photobucket.com/albums/c197/sanchoelconaomi/Pino/?action=view&current...
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Gruss
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Antwort #8 - 31. Mai 2009 um 22:03
 
Heute konnten wir nun endlich Pino's Vorderhufe so weit in Form bringen, dass wir vorerst mal zufrieden damit sind. Beim Hufeauskratzen und -bearbeiten ist er zwar nach wie vor ziemlich "unwillig", versucht zu steigen - auch schon mal mit dem Hinterfuss nach vorne zu treten - aber wir bleiben einfach dran, lassen uns nicht beeindrucken, und so langsam aber sicher kommen wir auch hier vorwärts.
Hier nun ein paar aktuelle Fotos von heute - während, bzw. nach der Hufbearbeitung aufgenommen.
Ein Vorderhuf von unten - es ist sehr gut die sehr breite weisse Linie zu sehen:
...

Auch hier - an einem der abgeknipsten Stücke - ist die Verbreiterung gut zu sehen:
...

Beide Vorderhufe nach der Bearbeitung:
...

An der Aussenseite des linken Vorderhufes sind sehr gut die typischen chronischen Rehe-Rillen zu sehen:
...

Ansonsten geht es unserem Bub wunderprächtig!  Smiley
Ernährung wie gehabt mit gewaschenem Heu, etwas Stroh, mal ein händchenvoll KwikBeets und ein paar Krümel Mineralfutter.
Am Freitag war die Tierärztin da, hat ihn geimpft (Tetanus und Tollwut), gechipt, und der Antrag für seinen Equidenpass wurde ausgefüllt. Lt. Zahnbild schätzt sie ihn sogar noch jünger als 5 Jahre. Pino war total lieb und geduldig bei der ganzen Prozedur.
Bewegen tut er sich jetzt sehr viel; er ist den ganzen Tag entweder mit seinen Eselfreundinnen oder mit der Pferde-/Muliherde unterwegs. Er kann es sich ja raussuchen, und oft erscheint er mir hin- und hergerissen  Augenrollen.
Er wird jetzt wegen seinen Hautproblemen homöopathisch behandelt.
Ziemlich problematisch ist noch das Hufegeben der Hinterfüsse. Aber da bin ich täglich dran, lass mich nicht einschüchtern von ihm, und minikleine Fortschritte machen wir da schon.
Ich denke, er wird in der nächsten Zeit in die offizielle Vermittlung der Noteselhilfe gehen. Bisher hielten wir ihn da noch zurück, bis er insgesamt "fitter" ist. Aber da spricht nun eigentlich nix mehr dagegen (
ausser vielleicht mein Herz  Kuss Traurig)

Grüssle
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Antwort #9 - 07. Juni 2009 um 14:00
 
Auch von Pino hier ein kleines Update!
Dem Puschel-Langohr geht es nach wie vor sehr gut!  Smiley
Impfung und Hufbearbeitung hat er problemlos vertragen!
Und seit 3 Tagen lässt er sich problemlos von mir alle 4 Hufe auskratzen!!  Durchgedreht Bin total happy darüber; nun können wir so langsam eine (momentan) abschliessende Bearbeitung der Hinterhufe ins Auge fassen. Da ist an einem Huf eine Eckstrebe nach aussen weggeklappt und verdeckt komplett die seitliche Strahlfurche. Das wird nun die nächste Baustelle sein.
Mittlerweile ist Pino in der offiziellen Vermittlung der Noteselhilfe, und es gibt auch schon Interessenten - was mich nicht wundert  Kuss.
Er verliert im Moment schön sein Winterfell (ist normal, dass Esel so spät dran sind), und im kürzeren Fell ist seine "Fettleibigkeit wesentlich offensichtlicher. Aber wir arbeiten ja da dran... Cool
Anhängend ein Foto von Moppel-Pino, und 2 Stück, die zeigen, wie schön er mittlerweile in unsere Pferde-Muli-Esel-Herde integriert ist.
Gruss
Beate

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Antwort #10 - 17. Juni 2009 um 10:13
 
Gestern bekam Pino erstmalig einen Hinterhuf stehenderweise bearbeitet!!  Smiley Smiley Und ich muss sagen - es ging s..gut!!  Smiley OK, vorne hatte er ein Häuflein Heu, mit dem er beschäftigt war, aber er war frei - ohne Halfter und Strick, und hat nicht ein einziges Mal versucht, zu kicken. Mein Mann hat ihm den Huf vormittags ausgeschnitten, und abends hat er ihn dann geraspelt. Das alles an einem Stück hätte Pino wahrscheinlich mental überfordert  Zwinkernd. Aber so scheint sich auch seine letzte "Baustelle" zu geben.
Wie gut, wenn man den Hufbearbeiter im Hause hat!  Durchgedreht
Dann haben wir gestern nach einem Spaziergang noch unseren Hänger besichtigt. Wir haben einen ohne Laderampe, in den man einfach in das abgesenkte Heck einsteigt. Ich ging voraus, und ca. 10 Sekunden später war Pino bei mir drinnen  Smiley. No Problem! Auch das Aussteigen rückwärts wieder runter machte er perfekt auf kleinste Signale hin. Als ich ihn damals mit genau diesem Hänger abholte, mussten ihn 3 gestandene Männer reintragen. Hoffe, das bedeutet nicht, dass er nicht zu uns wollte, und nun schnellstmöglichst wieder weg will?? Nein, ich gehe mal davon aus, dass es bedeutet, er hat Vertrauen zu mir  Laut lachend.
Nun plane ich, diese oder nächste Woche mit Pino zusammen ein Freundin in der Nähe zu besuchen und mit ihr und einem ihrer Esel zusammen dort ein Ründchen spazieren zu laufen. Sie freut sich schon heute auf unseren Besuch, und so bekommt Pino im Kleinen etwas Routine im Hängerfahren.
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Antwort #11 - 24. Juni 2009 um 11:04
 
So, hier zuerst mal die versprochenen Fotos von unserem Ausflug am vergangenen Donnerstag. Die Unterwegs-Bilder sind nicht besonders geworden, da ich ja während dem Laufen fotografiert habe, und dann Pino eigentlich nicht mit drauf ist. Aber hier eines, wo man ihn wenigstens zur Hälfte sieht:
...
Das andere Eselchen erscheint so dünn, weil er frisch geschoren ist  Augenrollen. Schön war er, unser Ausflug zu unserer Eselfreundin. Pino hat sich vorzüglich benommen, nur war er nach der Hängerfahrt klatschnass geschwitzt, der Arme. Dort sind wir auf herrlichen Sandwegen spazierengegangen, und anschliessend machten wir dort am STall noch kleines Vesper  Cool. Hier noch ein Foto von Pino inmitten den fremden Eseln. Das Zusammenstellen bei den Eseln ist viel unkomplizierter als bei Pferden (solange kein Hengst dabei ist).
...

Gestern habe ich bei Pino was entdeckt, was mich im ersten Moment etwas geschockt hat. Aber - warten wir mal ab, was da zum Vorschein kommt. Beim Hufeauskratzen merkte ich vor allem am rechten Hinterhuf in Höhe des Kronrandes eine scharfe Kante. Sehen kann man es ganz schlecht, da dort noch Haare drüberhängen. Vermutlich ist dort in Folge der Rehe das Horn aufgeplatzt. Beeinträchtigen tut ihn diese Stelle überhaupt nicht - ist auch nicht schmerzempfindlich. Links hinten ist lediglich ein geschlossener Hubbel zu fühlen. Bin echt gespannt, was da runterkommt.
Gestern hat mich der Gute in die Geheimnisse der hohen Esel-Dressur eingeführt  Laut lachend. Ich habe auf unserem Erdauslauf Bodenarbeit mit Naomi gemacht. Pino war eh schon die ganze Zeit sehr angestochen. Als sich Naomi schneller bewegte, gab auch er Gas und begann wie verrückt zu toben. Ich habe noch nie ein Huftier gesehen, was so viel Action macht, dabei aber so wenig von der Stelle kommt  Durchgedreht. Die hohe Schule über der Erde führte er dann folgendermassen aus: Er scharrte mit beiden Vorderhufen auf der Erde und schlug gleichzeitig mit beiden Hinterhufen aus. Dann kamen die Galoppwechsel dran: Er galoppierte im Kreuzgalopp, schlug einen Haken und sprang dabei gleichzeitig vorne und hinten um, und galoppierte dann im entgegengesetzten Kreuzgalopp buckelnd und pupsend weiter  Cool. Vor lauter Lachen musste ich meine Arbeit mit Naomi unterbrechen.
Ich denke, dem Kerl geht es gerade s..gut!  Smiley
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Antwort #12 - 16. Juli 2009 um 21:23
 
Anscheinend neigt sich unsere Zeit mit Pino ihrem Ende zu.
Wenn nichts mehr dazwischen kommt, wird er Montag von seiner künftigen Eselmama abgeholt. Er kommt in eine therapeutische Einrichtung und wird dort im Laufe der Zeit zur Arbeit mit behinderten Menschen herangezogen. Diese "Arbeit" kann ich mir sehr gut für ihn vorstellen. Es gibt dort bereits 3 Esel - u.A. eine Rehestute, der Pino dann Gesellschaft leisten wird, wenn die anderen Beiden auf der Weide sind.
Nun will ich die letzten Tage noch mit dem Goldstück geniessen und sehe dem Montag mit einem  Smiley und einem  weinend Auge entgegen.
Ob die künftige Besitzerin sein Tagebuch hier weiterführt, weiss ich nicht - ich habe sie diesbezüglich noch nicht angesprochen, werde ihr jetzt aber mal den Link schicken  Zwinkernd. Wobei ich hoffe, dass es in Zukunft bei ihm nichts hufrehetechnisches mehr zu berichten gibt.
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Antwort #13 - 19. Juli 2009 um 23:11
 
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure rührenden Kommentare drüben bei den Diskussionen!  Smiley . Irgendwie bin ich froh, wenn der Tag morgen vorbei ist  Traurig. Steffi (Kosima) hat sich wirklich bereit erklärt, Pino zu besuchen. Das finde ich grosse Klasse! Vielen Dank, Steffi!!  Kuss . Mein Mann wird auch hinfahren, wenn das erste mal die Hufe bearbeitet werden müssen, da er die mittlerweile ja fast in- und auswendig kennt  Zwinkernd. Und ich werde es sicher auch schaffen, den Schnuffi mal zu besuchen.

Gestern und heute hat Armin nochmals Pino die Hufe gemacht. Sie sind nun auf einem "normalen" Niveau, wie es sein sollte. Er hat also bei allen nochmal ein Stück in der Höhe weggenommen. Was uns zuerst sehr erschreckt hat war, dass an allen 3 Hufen im Zehenbereich der weissen Linie blutige Stellen zum Vorschein kamen. Es war allerdings kein flüssiges Blut, und hat auch nicht "geblutet". Gestern wars schon bei den Hinterhufen, und heute für die Vorderhufe habe ich die Kamera mitgenommen und konnte es tatsächlich fotografieren. Auch ist die weisse Linie nun noch ein ganzes Stück breiter als nach dem letzten Kürzen. Denke, da kommen wir nun immer näher an das kürzliche Geschehen ran. Auch auf kräftiges Drücken mit dem Hufkratzer gegen die blutigen Stellen hat er O Reaktion gezeigt. Es scheint also wirklich nichts akutes zu sein. Laufen tut er auch supergut wie immer. Hier nun die Fotos:

Linker Hinterhuf, Entdeckung der blutigen Stellen beim Säubern der w.L. (Huf wurde noch nicht gekürzt!)
...

Linker Hinterhuf nach abgeschlossener Bearbeitung
...

Rechter Hinterhuf, Entdeckung der blutigen Stelle
...

So schön klappt mittlerweile die Hufbearbeitung: vorne...
...

... und hinten:
...

Und noch ein kleines Abschiedsbildchen für Euch:
...

Seine künftige Betreuerin hat den Link hierher ins Tagebuch; mal schauen, ob sie weiterschreibt.

ALLES GUTE, KLEINER MANN!!  Smiley

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annik




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Antwort #14 - 30. Juli 2009 um 12:20
 
Wir sind die künftigen Betreuer von Pino und wollen hier gerne seinen neuen Platz vorstellen, um das Tagebuch somit noch ein bisschen weiterzuführen.

Pino wohnt jetzt auf der Schwäbischen Alb in der Tiergruppe einer diakonischen Einrichtung. Seine "Mitbewohner" sind drei Eselstuten. Ich versuche ein Photo von allen - und natürlich auch ein aktuelles von Pino -  einzufügen. Liselotte, die dunklere, ist eine ältere Stute ebenfalls mit einer Rehevorgeschichte und somit ähnlichen  Futter/Haltebedingungen. Toffifee ist eine 7-jährige Scheckstute und Margarita ist ihre einjährige Tochter. Das sind unsere beiden Dünnen, die getrennt gefütter werden (also mehr bekommen). Es gibt außerdem noch Mogli und Lima, zwei Lamas (die Pino besonders interessant findet) und Alpha und Krümel, zwei Ziegen.

Pino ist gut bei uns angekommen - allerdings sehr verschwitzt und aufgeregt, klar nach der langen Autobahnfahrt. Die Zusammenführung der Esel ging ganz prima und problemlos. Unsere drei Eselchen haben ihn sehr neugierig begrüßt und es gab ein ausgiebiges Beschnuppern. Sie sind dann die ersten Minuten penetrant hinter Pino hergelaufen was ihn offensichtlich schon etwas genervt hat. Das hat sich aber gegeben und die erste Nacht im Stall schien sehr freidlich gewesen zu sein. Pino ist mit Liselotte in einem großen Offenstallabteil, die anderen sind nebenan und am Morgen standen alle ganz harmonisch in einer Ecke.

Pinos neuer Alltag beginnt am Morgen - da kommt die Stallgruppe und mistet und füttert. Dann gibt es Aktivitäten mit Bewohnern der Einrichtung, wie putzen/pflegen, führen (parcour und Spaziergänge), Besuche bei Wohngruppen der Einrichtung...

Mit Pino gehen wir zunächst alles natürlich sehr langsam an und geben ihm Zeit das viele Neue kennenzulernen. Aber wir merken schon dass er wirklich gut hierherpasst und freuen uns wiklich sehr ihn hier zu haben. Er ist ein ganz ruhiger, aufmerksamer auch neugieriger Esel, der auch auf Menschen gerne zugeht. Er mag auch Kinder sehr gerne. Dadurch, dass die Tiere bei un mitten im Dorf stehen bekommt er natürlich auch viel Besuch - "Zaungäste" die ihn begrüßen und bestaunen.

Natürlich ist Pino manchen Dingen gegenüber noch scheu - es gibt ja auch allerlei aufregendes im Dorf - scheppernde Schubkarren, wehende Fahnen, rauschende Bächlein... Es gibt auch mehrere Brückchen aus Holz, die sind besonders gefährlich - wenn aber ein anderer Esel vornean läuft traut er sich ebenfalls hinterher. Anfangs fing er in der Mitter der Brücke dann immer an zu rennen um die Überquerung schnell hinter sich zu bringen.

Pino is auch ein toller Läufer, der sich gut führen lässt, was uns freut und was auch zeigt, dass es ihm gutzugehen scheint. Wir haben schon einen längeren Abendspaziergang mit ihm gemacht, den hat er sehr genossen und ist mit flotten Schritt marschiert, so dass Liselotte sich ganz schön anstrengen musste mitzuhalten. Mit Margerita unserem Jährling ist er auch schon einmal ein paar Runden gerannt als wir die beiden Dünnen von der Weide abgeholt haben. Das fand Margarita natürlich auch ganz toll und wir hoffen, dass die beiden oft so fröhlich zusammen spielen.

Ja, wir denken Pino geht es gut und er scheint sich wirklich wohlzufühlen. Wie gesagt wir freuen uns sehr über ihn und wir schicken nochmals herzliche und dankende Grüße an Familie Merz - wir haben mit Interesse die Entwicklung im Tagebuch gelesen. Ohne diese tolle Versorgung in der Pflegestelle wäre Pino jetzt bestimmt nicht bei uns und so gesund und munter.

Viele Grüße von der Alb und wir schreiben bestimmt mal wieder was
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annik




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Antwort #15 - 30. Juli 2009 um 13:00
 
Hier ein paar Bilder mit Pino und seinen neuen Freundinnen
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Beate
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Antwort #16 - 23. Februar 2010 um 14:58
 
.... dann hier auch noch kurz was zu Pino, auch wenn dies nun eigentlich nicht mehr "mein" Tagebuch ist  Zwinkernd.

Soweit ich höre, geht es Pino gut. Mein Mann war in der Vergangenheit 2 x dort, um ihm die Hufe zu machen, bzw. um der Betreuerin dabei zu helfen (sie macht die Eselhufe selbst, hatte aber etwas Bedenken wegen Pino's Reheproblematik).
Nun steht in nächster Zeit eine Nachkontrolle (lt. Statuten der Noteselhilfe) an. Dann werde ich hinfahren und nach dem Schlingel schauen. Gerne werde ich dann hier berichten.
Grüssle
Beate
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