Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jeremy's Tagebuch (Gelesen: 2114 mal)
Jeremy
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21. November 2008 um 23:30
 
Mittlerweile sind drei Wochen vergangen, dass ich Jeremy zu mir geholt habe.
Und er besinnt sich bester Gesundheit  Smiley

Ich denke, ich erzähle euch erst einmal wer Jeremy ist und was seine Vorgeschichte ist.

Also...
Jeremy ist ein fast 19-jähriger weißer (mit schwarzen Kringeln Laut lachend) Welsh-Partbred Wallach.
Ich kenne ihn seit er drei Jahre alt ist. Er kam damals als "schrecklicher und unreitbarer" Jungspund zu der Frau, bei der ich ein Pflegepony hatte. Er stand ein Jahr lang und wurde dann erneut und vernünftig eingeritten. 2000 kaufte ihn dann meine Freundin.
Irgendwann jedoch, genauer gesagt vor zwei Jahren, verlor sie das Interesse am Reiten und er stand "ungenutzt" auf der Wiese. Eine Reitbeteiligung wollte sie nicht. Ich wohnte mittlerweile leider zu weit weg, um mich um ihn zu kümmern. Ich riet ihr, ihn zu verkaufen, damit er wieder eine Aufgabe bekam. Ich fand es schade, ein so nettes und dazu ein sehr intelegentes Pony auf der Wiese vergammeln zu lassen. Sie hatte aber Angst, dass er in schlechte Hände käme. Ich konnte ihn damals auch nicht nehmen, da ich Arbeiten ging und nebenher noch studierte. Mir fehlte es an Zeit und Geld. Und so nahm sein Schicksal seinen Lauf.
Er stand ab Beginn der Weidesaison 24h auf der Weide und tat sonst nichts anderes. Es kam der erste Reheschub, der zweite....

Nun kam dieses Jahr noch hinzu, dass ihr das Geld für den Unterhalt des Ponys ausging und musste in jedem Falle weg. Da er aber bereits zwei Reheschübe hatte, nicht wirklich nach der langen Standzeit einfach zu händeln war, konnte sie ihn nicht mehr wirklich verkaufen. Es kam ihr der Gedanke auf, ihn zum Schlachter zu bringen Schockiert/Erstaunt

Und das ging für mich gar nicht. Ich wusste, dass er nicht so schlimm ist und das die Rehe durch eine andere Haltung nicht mehr auftreten dürften. Sie bot mir ihn für umsonst an...
Ich hatte aber noch ein halbes Jahr zu Studieren?!?
Ich überlegte... Soll ich?....Soll ich nicht?...

Durch Zufall stieß ich dann auf dieses Forum und ich konnte mich sehr gut über die Folgen, Haltungsbedingungen, Fütterung, etc. informieren.

Vielen lieben Dank noch mal an euch!

Ich entschloss mich ihn doch zu nehmen mit all den Risiken.
Bis ich Jeremy aber zu mir holen konnte, vergingen aber noch zwei Monate. Ich musste mich noch um einen Stall kümmern, Hänger, usw.
In der Zeit stand Jeremy weiterhin fleißig auf der Wiese; 24 h lang.
Der dritte Reheschub folgte.  weinend Obwohl ich meine Freundin Anfang September noch gewarnt hatte vor den sonnigen tollen Tagen im Herbst. Er hatte Gott sei Dank nur eine leichte Rehe.

Ein Stall war mittlerweile gefunden und der TA gab zu Anfang November das OK, dass ich ihn zu mir holen konnte 
Smiley ENDLICH

Die ersten Tage waren schwer für ihn nach der Umstellung. Neue Umgebung, neue Besitzerin, neue Pferde...
Alles war neu.

*FORTZETZUNG FOLGT*
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Jeremy
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Antwort #1 - 23. November 2008 um 02:35
 
Also, wie gesagt, die ersten Tage waren schwer für ihn. Ebenso für mich.
Es ist mein erstes eignes Pferd bzw. Pony und dann auch noch eins mit Hufrehen.
Ich denke jeder kennt die Fragen und Ängste mit Hufrehen hier.
Was darf es fressen, wie viel darf es fressen, überanstrenge ich ihn nicht.....
Da ich mich viel durch dieses Forum gelesen hatte, wusste ich, dass auch einen Rehe nach einem tallwechsel und nach Stress wieder auftreten kann.

Die ersten Tage beschäftigte ich ihn mit Bodenarbeit: Führtraining, Stangen-I und -L und Spazieren gehen. Ebenso ging/ geht er jeden Tag mit drei Araber Stuten auf einen Matsch Paddock mit Heufütterung.

Apropo Fütterung...
Das war einer meiner wichtigsten Frage. Was füttere ich Jeremy? Nach dem ich die Kategorie Fütterung hier im Forum rauf und runter gelesen hatte, was andere ihren Hufrehe-Pferden füttern, entschied mich für Speedi Beets. Aber nicht in der angegeben Menge, die ich laut Hersteller verfüttern sollte.
Jeremy bekommt morgens wie abends jeweils 50g (Trockengewicht) Speedi Beets gefüttert und ab und an mal eine Möhre. Ich denke, dass 50 g pro Mahlzeit im Moment, wo er noch nicht viel tut, ausreichend ist. Ebenfalls füttere ich über den Tag verteilt ca. 7 kg Heu (ungewaschen).

Ganz stehen lassen ohne mit ihm etwas zu tun wollte ich nicht, da er nun zwei Jahre ohne Beschäftigung auf der Wiese stant. Ich wolte seinen Stoffwechsel wieder in Gang bringen, aber in erster Linie mussten/ müssen wir uns kenen lernen. Es stellte sich heraus, dass das Bodentraining auch nötig war. Er stell gerne den Rang des Menschen in Fragen. Er prüft täglich, wo er steht. Er benimmt sich gerne mal wie ein Dreijähriger an der Hand. => man bedenke, seine letzten Hufrehe sind gerade erstmal sechs Wochen her.
Also übte ich jeden Tag mit ein bisschen, was sich nach einer Woche auch bezahlt machte.

An einem Freitag kam die Hufpflegerin vorbei.
Sie ist spezialisiert auf Barhufe und iste ebenfalls Pferdeosteopathin und - physiotherapeutin. Ich kenne sie noch von meinem letzten Reitbeteiligungspferd. Somit konnte ich mich lange von ihrer guten Arbeit überzeugen lassen.
Fazit von der Mani- und Pediküre war, wir konnten sehen, auf welchen Hufen wir welche Bealstungen waren. Leider habe ich keine Bilder gemacht  Griesgrämig. Aber der nächste Termin naht.
Das Ergebnis lautete: links vorne so gut wie nichts mehr zu sehen (die weiße Linie ist fast wieder normal dünn), rechts vorne sind außen vom Huf leichte Bluteinschlüsse zu sehen, die weiße Linie war dort auch noch leicht verbreitert. An den beiden hinteren Hufen konnte man am deutlichsten die Einschlüsse sehen, die entlang der weißen Linie sich zogen. Im großen und ganzen war oich überrascht, das sich seine Hufe in so kurzer Zeit so gut erholt haben. Die Hufpflegerin meinte zu mir, dass ich ihn gaaaaaanz vorsichtig wieder anfangen konnte zu reiten. Ich war entzetzt und erleichert zu gleich. Einerseits war ich froh darüber, dass er überhaupt wieder reitbar ist. Aber gleich zeitig auch verdutzt darüber, dass ich ihn jetzt schon wieder reiten konnte. Ist das nicht ein wenig zu früh. Ich weiß aus dem Forum, dass viele Rehepferde  erst nach einer langen Pause wieder geritten worden sind.
Also ganz konnte ich die Aussage nicht glauben.
Also rief ich meinen TA an. Sie musste eh wegen einer Zahnkontrolle bei meinem Pony schaune. Ich hatte nämlich Zahstein an seinen Hengstzähnen entdeckt.

Die TA diese Woche Mittwoch und schaute sich Jeremy an. Sie gab mir ebenfalls das OK, dass ich ihn gaaaanz vosichtig im Schritt und natürlich im Gelände (wegen der geraden Strecken) reiten könne. Laut lachend
Nun hatte ich ein und dieselbe Aussage von zwei unabhängigen Fachleuten.
Gesagt, getan. Am nächsten Tag sattelte ich zum erstenmal mein Pony und machte mich zu Fuß auf ins Gelände. Irgendwann setzte auf und ritt für 10 Min.
Ich bin ihn bereits dreimal jeweils für 10 Min. geritten und den Rest zu Fuß. Immer mit Kontrolle, ob die Huf nicht heiß werden oder er lahm geht. Bis her konnte ich nichts feststellen  Smiley


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Jeremy
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Antwort #2 - 23. November 2008 um 02:38
 
Ach...
Ich vergaß zu schreiben, dass ich in den nächsten Tagen mal Rund-Um-Bilder von ihm enstellen werde. Und wie gesagt, wenn die Hufpflegerin demnächst wieder da war, auch Bilder von seinen gerade gemachten Hufen
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Jeremy
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Antwort #3 - 23. November 2008 um 20:40
 
Ich habe vorhin mal ein paar Bilder von Jeremy und seinen Hufen gemacht.

Das Jeremy   Smiley
...

Den Blitz fand er nicht wiklich gut  Laut lachend
...

vorne rechts
...

hinten rechts
...

vorne links
...

hinten links
...

Sehen leider ein bisschen Matschig aus, obwohl ich versucht hatte, sie sauber zu machen. Im Moment ist aber das Wasser bei uns abgedreht, weil es so kalt geworden ist; und es schneit  Laut lachend

Heute vormittag waren wir 45 Min im Gelände Schritt reiten. Er ging fleißg vowärts und hat sich auch ganz nett benommen. Aber nur bis wieder am Stall bzw. am Reitplatzn angekommen waren.
Dort ließ jemand sein Pferd frei laufen, was auch nichts Schlimmes ist.
Jeremy sah das aber anders und plustere sich bis zu geht nicht mehr auf. Leider hat er (noch) die Angewohnheit sich arg in etwas hineinzu steigern, obwohl es nichts schlimmes ist. Ich stieg ab, da es schwierig wurde ihn von oben her zu "steuern". An der Hand ist er mir dann gestiegen  Ärgerlich Natürlich habe ich ihn direkt zur Ordnung gerufen! Danach bin ich noch "zur Strafe" in die Halle gegangen und bin noch ein wenig im Schritt ein paar Bahnfiguren gegangen, um die Ordnung wieder herzustellen. ES LIEGT NOCH VIEL ARBEIT VOR UNS.
Morgen ist auf jeden Fall wieder Bodenarbeit angesagt und am Reitplatz vorbei gehen.
Einige im Stall, die das Theater mitbekommen hatten, meinten zu mir, dass ich ihn in der Halle mal ordentlich scheuchen sollte bis er richtig schäumt. hä?
Das halte ich aber für nicht richtig. So würde ich ihn nur noch mehr aufbauschen und es wäre auch eine viel zu hohe Belastung für ihn. Wenn überhaupt würde ich ihn gerne mal nach Monty Roberts "Join Up" trainieren. Leider bin ich darin aber nicht fit.
Ich denke, dass ich ihm schon zeigen konnte, dass er mit mir nicht den Molly machen kann, indem ich ihn noch in der Halle geritten habe und vorhehr musste er ein Stück rückwerts gehen.


Ich war ja vorhin noch mal im Stall, um zu füttern. Er hatte auf jeden Fall seinen Versöngungskurs drauf. Es gab ja aber auch Essen (50 g Speedi Beets mit ein paar Möhren) Laut lachend
Ist halt ein kleines freches Pony  Durchgedreht
Habe noch mal seine Hufe kontrolliert, waren aber alle gleich kalt
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