Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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wie fühlt sich ein Mensch bei Pergolid Einnahme (Gelesen: 5455 mal)
Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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25. September 2008 um 10:44
 
ich habe Kontakt zu einer Person die mal mit Pergolid behandelt wurde...diese Infos möchte ich euch nicht vorenthalten...
vielleicht kann so der ein oder andere besser auf sein Pferd eingehen....

--------------------------
immer wieder stolper ich über die Frage und Sorge der Besitzer warum die Cushing Pferde sich teilweise "merkwürdig" verhalten unter der Pergolidtherapie.

Ich bin selbst Besitzerin eines Cushing Pferdes.
Auch mir sind diese massiven Stimmungswechsel bei meinem Pferd seit es mit Pergolid behandelt wird aufgefallen.

Ich schreib es mal stichwortartig damit es nicht zu einem Roman ausartet.

-apathisch
-depressiv
-schläfrig
-teilnahmslos
-teilweise Heißhunger
-dann wieder Freßunlust
-eine Zeit mögen Sie liebend gerne Futter XY dann wiederum verweigern Sie es auf einmal
-störungen des Bewegungsablaufes
-Verdauungsprobleme


dies sind mal nur einige Punkte,sicher findet man noch wesendlich mehr wenn man sein Pferd aufmerksam und täglich beobachtet.

Ich selber habe mir eine Verletzung des Knie`s zugezogen,wobei die 
Muskulatur und das Gewebe so zu Schaden gekommen ist, das es weder mit KG,Lymphdrainage etc wieder rückbildungsfähig wurde.
Seit der Zeit hängt ein erschlaffter Gewebe/Muskel-Lappen über meine Kniescheibe.
Pergolid wurde in der Humanmedizin auch schon als Medikament zur Muskelstärkung eingesetzt.
Ich machte darauf hin eine Therapie in Zusammenarbeit mit meinem Arzt und nahm Pergolid

Nun verstehe ich das Verhalten der Pferde um ein vielfaches besser.
Ich ordne meine Empfindungen mal in der Reihenfolge den Auffälligkeiten der Cushing Pferde,die ich oben aufgeführt habe zu.

-Die Stimmmungsschwanken habe ich auch durchgemacht
-mal euphorisch ,mal zu Tode betrübt
-das Essverhalten mal Heißhunger,mal Übelkeit
-das Pergolid beeinträchtigt das Geschmacksempfinden (muss Ähnlich sein 
wie bei der Chemotherapie)
-Schmerzen im Bewegungsablauf/Kopfschmerzen,durch den Muskelaufbau ein 
Gefühl wie Zerren Reißen in allen Muskeln
-Magendrücken,Verdauungsstörungen

Warscheinlich könnte ich noch viele weiter Punkte aufführen.
Ich möchte dies den Cushing-Pferde-Besitzern mitteilen,um ein evt.besseres Verständnis für diese Verhaltenmuster Ihres Pferdes unter der Pergolid Therapie zu schaffen.

Fakt ist:
Die Muskulatur baut sich hervorragend unter der Pergolid Einnahme wieder auf.
Fakt ist auch :

Wird die Behandlung abgebrochen verfällt das Gewebe/ Muskulatur in den vorherigen Zustand.

Warum wohl bildet sich der typische Cushing-Senkrücken unter der 
Behandlung so prima wieder auf ?
Genauso verhält es sich mit dem Atmungsapparat auch hierfür wird die Muskulatur gebraucht.u.s.w. / u.s.w

Ich habe diese Erfahrungen zusammengefasst und stelle Sie gerne Petra und Ihrem Forum zur Verfügung,
in der Hoffnung ein besseres Verstehen der ECS Pferde unter Pergolid zu schaffen.

Betonen möchte ich als Schlusssatz :
Auf Grund meiner eigenen Erfahrungen der Pergolid Therapie ,des Zustandes vorher/während/und nach Behandlung
sehe ich es als unerläßlich seinem Pferd diese Therapie zukommen zu lassen.
Ohne Behandlung wäre es ein schreckliches Siechtum für die Pferde.


Ich stehe mit Pony/Petra in Verbindung und bin gerne bereit weitere Infos zu diesem Thema zu geben.

Hinweis, auf die Therapie, die hier durchgeführt wurde, ist mit einem Arzt abgesprochen und es ist natürlich nicht zur Nachahmung zwecks besseren Verständnisses für das Pferd oder eigener muskulärer Defizite empfohlen.

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HeikeSt
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Antwort #1 - 25. September 2008 um 14:25
 
Liebe Petra und liebe(r) Pergolid-Tester(in),

danke für diese Erfahrungen!
Irgendwie hat mich das umgehauen. So einige Verhaltensmuster meiner Stute kann ich nun eher verstehen, wobei ich das Gefühl habe, dass die Nebenwirkungen sich im laufe der Zeit ein wenig eingependelt haben.

Was mich am meisten erschreckt hat, sind diese Muskelschmerzen / Reißen. Ich denke, für ein Pferd ist es in dieser Aufbauphase grade zu Anfang sicher nicht angenehm, wenn es dann auch noch was arbeiten muss (Reiten).
Wenns eh in allen Gliedern reißt, ist es bestimmt kein Vergnügen, noch zusätzlich einen Reiter rum zu schleppen.
Hören die Schmerzen dann auf, wenn die Muskeln wieder so weit aufgebaut sind?
Vielleicht sollte man sein Pferd gerade zu Beginn der Therapie dann möglichst nicht reiten.
Pferde leiden eben stumm.
Sind das dann die Tage, an denen sie "unausstehlich" sind? An denen sie faul sind oder die ganze Zeit rennen wie verrückt?
Leider können wir die Pferde nicht wirklich fragen, aber man sollte seinen Blick schärfen und gerade in dieser Zeit sehr aufmerksam mit seinem Pferd umgehen.

Nachdenkliche Grüße
Heike
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Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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Antwort #2 - 25. September 2008 um 14:43
 
Heike, es handelt sich nicht um einen Tester der mal eben so das Pergolid nimmt um zu sehen was passiert

das war schon eine vom Arzt begleitende Therapie!!!

Dies war auch der Grund warum dieser Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt wurde,
um ein besseres Verständnis zu errreichen.

aber.......
keinesfalls um eine Verunsicherung zu entfachen.

Die Person gibt Ihrem Pferd übrigens auch Pergolid das es an ECS leidet.
lg
Petra
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asci72
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Benjamin


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Antwort #3 - 25. September 2008 um 15:22
 

sehr interessant. Allerdings finde ich schon, dass man folgendes berücksichtigen muss: diese Person wurde nicht an einer Störung der Gehirnchemie behandelt - wie es sonst üblich ist (bei Menschen Parkisnson, bei Pferden Cushing). Von daher kann man die Wirkung sicher nicht 1:1 übertragen..

LG Anne
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Arco29
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Antwort #4 - 13. November 2013 um 07:48
 
Habe neulich noch gedacht, das ich in meiner 25 jährigen Krankenschwester Karriere schon soviele Parkinson Patienten hatte aber noch nie jemanden der mit Pergolid eingestellt war, denn dem hätte ich dann gerne mal viele Fragen gestellt.
Interessant was diese" Person" dazu schreibt.
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OsieW
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Tavli


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Aachen, Nordrhein-Westfalen, Germany
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Antwort #5 - 13. November 2013 um 12:20
 
außerdem kommt es doch auf die Dosis an.
Soviel ich weiß bekommen Cushitiere niedrigere Dosen - auch absolut, nicht nur im Verhältnis zum Körpergewicht - als Menschen.
So kann das Empfinden durchaus anders sein.
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In Gedenken an Tavli

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verstorben am 26.1.2013
 
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Arco29
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Antwort #6 - 13. November 2013 um 12:23
 
Stimmt, als Wolan noch 1 mg bekam war er sehr in sich gekehrt und träumerisch. Nachdem langsamen Reduzieren auf 0,5 mg lebte er plötzlich wieder auf.
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