Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Perle (Gelesen: 17474 mal)
Christiane
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29. Mai 2008 um 07:48
 
Tag ihrer Ankunft: Am 19. Mai 08 holten wir sie von den Besitzern ab: Perle (JG 98) und ihre Mutter Ulme (JG 93), beide Shettys unter 1m Stockmass.
Infos der Vorgeschichte: Seit ca. 5 Jahren chronische Hufrehe die meistens ignoriert oder nur ansatzweise behandelt wurde - WENN die beiden nur noch lagen ! Unregelmässiger Weidegang nach Gutdünken auf ca. 2 ha Weide mit extrem viel Hahnenfussbewuchs. Lt. Tierarzt starke Verseuchung mit Bremsen.

Ca. Ende April hatten beide extra stehen gelassene Schnabelhufe- damit der Tierarzt einen Grund sieht, sie zu euthanasieren. Der weigerte sich und vermittelte eine Pflegestelle- auf meinem Hof.

Stand bei der Ankunft: Transport von Perle war nur möglich weil ich sie im Anhänger abstützte.
Dicke harte "Backen" durch Futterreste. Übermässiges Winterfell.
Gewicht scheint in Ordnung- man kann deutlich die Rippen fühlen, das Winterfell macht sie optisch etwas dicker. Keine Fettansätze an Hals, Rücken, Kruppe. Evtl. über den Augen (=schlecht sichtbar durch dickes Fell) ?
Bei Perle extreme Trachtenfussung hinten, etwas weniger vorne. Gehen auf hartem Boden nicht möglich, auf weichen Hackschnitzeln nur sehr vorsichtig. Der Blick ist müde, ihre Mutter Ulme scheint regelrecht "besorgt" - obwohl sie selber an Rehe und Sommerekzem leidet.
...

Behandlungsbeginn: 21. 05. 08: Zunächst die Zähne : Es sind extreme Haken vorhanden die nach aussen wachsen- dadurch die festen Futterreste.
Nachmittags Korrektur der Hufe durch den Schmied: Das starke "Kippeln" durch konkave Lauffläche ist weg, ca. 2 cm Trachten weg, Hornwand vorne weg (man sieht die kaputte, zerrissene Huflederhaut) . 
Tetanus- Impfung

Haltung: weicher Hackschnitzelboden, nachts in Box auf Stroh
Fütterung: Eingeweichtes Heu, Mineralfutter, getrocknete Brennesseln

26. 05.: Perle kann nicht mehr in den Stall laufen- am Vortag führten wir sie ca. 20 m über Schotter weil wir ihre Mutter behandeln mussten.
Tierarzt bringt Butosan gegen Schmerzen.
27. 05. :
Not- Reheverband mit Styroporpolster (lindert, aber noch nicht ausreichend) - dann mit Styrodor.
Perle hat weniger Schmerzen !  Sie läuft sichtbar energischer und freudiger auf den Hackschnitzeln, auf Pflaster sehr vorsichtig, aber sie läuft !
Sie soll nun wieder nachts in die Box geführt werden, damit sie in wenig "Training" zur Durchblutungsförderung hat (ca. 50 m Pflaster).

29. 05. : Beginn der Homöopathischen Behandlung

Das wichtigste scheint zu sein, sich überhaupt um Perle zu kümmern: Jeder, der den Hof betritt  geht zu ihr um etwas Fell zu zupfen, zu streicheln und mit ihr zu reden. Sie begrüsst jeden und kommt sogar ein paar Schritte entgegen. Man merkt sofort ihren Zustand: Hat sie Schmerzen zwickt sie oder stupst unfreundlich an, sind die Schmerzen weniger ist sie schmusig und knibbelt die Schnürsenkel auf. Ein liebenswertes Pferdchen- alle die sie kennen lieben sie auf den ersten Blick. Wir verstehen nicht wie man so ein freundliches Seelchen derart vernachlässigen konnte !

Montag wird geröntgt !

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Christiane
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Antwort #1 - 31. Mai 2008 um 15:41
 
Perle geht es vieeeel besser ! Hoffentlich nicht nur durch das Schmerzmittel.
Ich habe ihr Polster aus 3cm Styrodor gemacht weil die dünneren mit 2 cm sehr schnell viel zu plattgedrück waren. Sieht merkwürdig aus- Pony mit Plateau- Sohlen, aber sie hat deutlich weniger Trachtenfussung hinten.
Ausserdem wird sie frech, man muss aufpassen dass man nicht gezwickt wird, und beim Hantieren hinten zappelt sie ganzschön herum. Und zwar aus Unwillen, nicht aus Schmerzen !
Sie hat sich verändert, nicht mehr das kleine stille Etwas was in einer Ecke steht sondern ein freches, nach jedem wieherndes und sogar Baumwollblusen nagendes Monsterpuschelchen (ist in Baumwolle Glucose ??? ) .
Ich hoffe sehr dass es die ersten Wirkungen der homöppath. Mittel sind, mir schien noch vor zwei Tagen dass sie am Aufgeben ist.
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Antwort #2 - 02. Juni 2008 um 10:38
 
Nacht vom 1. auf 2. Juni:
Ulme hat ganz komische Kolik- Symptome: Sehr still, legt sich oft hin, steht auf, geht ein paar Schritte, scheint koten zu wollen, geht aber nicht. Dann wedelt sie mit dem Schweif, geht wieder weiter, legt sich hin ... Ohne schmerzhaftes Wälzen oder Treten zum Bauch oder ähnliches, alles ganz still und langsam.
Um halb eins hab ich dann den müden TA gerufen, sie lag richtig schlapp auf der Seite (blöd wenn man ein Pony noch  nicht gut kennt ... ) .
Beim Reinbringen abends in die Box hatte sie überlaute Darmgeräusche, als der TA abgehört hat so gut wie keine. Später waren wieder welche zu hören. Die Atemfrequenz erinnerte knapp an Koma (unter 10).

Bis heute vormittag hat sie nicht gekotet, allerdings auch langs nichts zu fressen bekommen.
Jetzt sitze ich auf dem Sprung und warte ob was kommt, ansonsten wird der TA später einmal zur Kontrolle vorbeischauen.

Die Ponys stehen auf dem Hackschnitzel- Paddock und bekommen feuchtes Heu, Wasser, homöopathische Mittel, sonst nix. Was sollte eine Verstopfungskolik ausgelöst haben ? Spaziergänger vielleicht ?
Oh ist das ein Horror ...
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Antwort #3 - 05. Juni 2008 um 13:45
 
5. Juni
Nach drei entsetzlichen Tagen mit nächtlichen TA- Besuchen, Lager im Stall, diversen Behandlungen ist Perle wieder völlig in Ordnung !
Sie hat wahrscheinlich Hackschnitzel gefuttert und war bis zu den Ohren verstopft.
Heute ist ihr erster "gesunder" Tag- und sie läuft richtig gut mit Hufverbänden im neuen, gepflasterten Paddock.
Es ist ein wenig langweilig dort weil er nicht so schön mitten im Trubel liegt- aber dafür habe ich ein Pflegemädchen aus dem Dorf gefunden dass sich gelegentlich um die Kleine kümmern möchte.
Mal  sehen wie es klappt !
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Antwort #4 - 11. Juni 2008 um 16:01
 
11. Juni
Schreck- ich will den Hufverband wechseln, es STINKT !
Vorgestern war mir schon aufgefallen dass der Huf, insbes. der Strahl feucht ist- kein Wunter mit dem Klebeband bei der Hitze !
Heute kommt keiner drauf ! Eine Huffäule hat uns gerade noch gefehlt.
Und was muss ich mit Freude feststellen: Perle läuft einigermassen - OHNE Polster !
Ich muss dazu schreiben, dass die Kleine etwas "eselig" ist, und wenn sie was nicht will (auch bei Schmerzen) dann wehrt sie sich, zur Not bleibt sie wie festgewachsen an Ort und Stelle.
Unser Mini- Spaziergang war fast hektisch, sie und ihre Mama wollten auf dem Asphalt- Weg doch glatt losdüsen !!!
Wäre der Platz nicht von einem anderen Rehe- Patienten belegt hätte ich sie eine Runde düsen lassen.
Perle ist zu mir sehr grantig- diese fiesen Behandlungen während ihrer Koliken hat sie mir richtig übel genommen.
Jetzt muss ich sie zum Putzen und Betüddeln anbinden, dann geniesst sie es aber offensichtlich. Anders mag sie nicht, Ohren werden angelegt, und sie macht sich schnell vom Acker.

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sarotti
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Antwort #5 - 11. Juni 2008 um 16:49
 
Durchgedreht

Liebe Grüße,
Christina
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Antwort #6 - 13. Juni 2008 um 14:04
 
... gruss zurück gen Süden  Zwinkernd

13.06.

weinend  - ich habs geahnt - wahnsinnig kalte Nacht, sobald die Sonne rauskommt warm - Und promt die Reaktion: Perle ist wieder so "komisch" .
Nichts halbes und nicht ganzes, liegt viel, ist lethargisch, mümmelt unzufrieden am Heu und ist LIEB und kuschelig - alle Alarmglocken läuten  Schockiert/Erstaunt
Das passende Mittelchen ist noch in der Apo (ich habe so ganz neben Familie, Hof, Einstellerpferden noch zwei Wildlinge aus einem Tierpark die viel Zeit und Geduld brauchen um zahm zu werden, von daher bleiben manche Sachen auf der Strecke  Traurig  ) .
Jetzt hoffe ich dass ich schneller bin als die Koliken.
Hufverband kommt gleich drauf damit ich führen kann, matschiger Strahl hin oder her ...
Wer keine Arbeit hat macht sich welche  Cool  - wer hat schon gerne Langeweile ?!

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Antwort #7 - 16. Juni 2008 um 22:10
 
16. Juni
Es wurde dann wieder Koliken- und wieder nichts halbes und nichts ganzes- nur ein ganz stilles Hinlegen, sogar auf dem Pflasterpaddock.
TA war da und hat mir ein pflanzliches Mittel dagelassen, und nach einem von Perle vorgegebenen flotten Spaziergang (mit Hufverbänden natürlich) war die Sache erledigt ...
Ich habe die zwei am nächsten Tag wieder auf ihren weichen Paddock draussen neben unser Einsteller- Rehepferd gestellt, offenbar waren die Koliken ja nicht durch Hackschnitzel ausgelöst. Beide waren begeistert- sogar Perle hat ein paar Freudenhüpfer gemacht !
Ulme konnte ich dann auch nebenan longieren (ui, die hat Pfeffer  Schockiert/Erstaunt ) - und Perle ist im Paddock mitgedüst.
Heute ist sie ganz merkwürdig drauf: Sie läuft seit heute morgen immerzu am Zaun entlang. Auch wenn ich dazukomme und sie bürsten oder knuddeln will- sie läuft stur immer Hin und Her.
Ich bin ratlos - was will die Kleine bloss ?
Ulme ist ganz irritiert.
Rehetechnisch finde ich ihren Bewegungsdrang ja gut, sie läuft erstaunlich gut auf dem weichen Boden, keine Pulsation, keine warmen Hufe.
Aber den ganzen Tag lang ? Futtern, saufen, äpfeln, strahlen ---- und hin und hergehen. Als wäre sie in Einzelhaft eingesperrt, dabei ist Ulme bei ihr, nebenan die andere Stute, in Sichtweite meine Araber, mein Pony Sina auf der anderen Nachbarweide, oft Leute die kommen und gehen.
Ich stelle sie jetzt in den Stall damit sie sicher zur Ruhe kommt

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Antwort #8 - 21. Juni 2008 um 23:20
 
21. Juni
Am 19. haben wir es gewagt: Perle ist nun nackich  Schockiert/Erstaunt
Sieht etwas merkwürdig aus, aber der fürchterliche Pelz ist runter, man sieht nun dass sie alles andere als pummelig ist. Eher zu dünn, man sieht jede Rippe. Aber besser als zu viel Speck am Leib !

Gestern war der Schmied da- er konnte dieses Mal schon etwas von den Trachten abnehmen, man konnte deutlich die Einblutungen des letzten Reheschubes erkennen. Er muss kurz bevor Perle zu uns kam passiert sein, also vor ca. 4 Wochen. Trotzdem staunen wir, wie gut die Kleine läuft: Nur noch auf Pflaster leichte Trachtenfussung, im Paddock setzt sie lediglich vorsichtig auf, und ab und zu tobt sie sogar herum wie es sich für so eine 10- jährige Ponydame gehört !
Mit wilden Bocksprüngen und einem süssen Hoppel - Galopp.

Perle zeigt nach und nach ihr Wesen, nachdem sie die erste Zeit einfach nur schüchtern und verstört war: Ein sehr energisches Persönchen das deutlich ihr Missfallen zeigt - ohne aber böse zu werden. Nur an die Hinterhufe lässt sie niemanden wirklich gerne, da zappelt und tritt sie schonmal (in die Luft).
Überhaupt bestimmt sie vehement, wann ein paar Streicheleinheiten erwünscht sind, und wann nicht !
Aber meist mag sie nicht betüddelt werden, ich glaube, dieses Pony steckt im falschen Körper ! Die Kurze geht doch sogar an den Zaun und scheucht unseren grossen Vollblüter (ein Einstellerpferd)  weg wenn der ihrer Meinung nach zu nahe kommt ! Das goldige: Er gibt nach und geht in Sicherheit  Laut lachend
Irgendwie traurig, dass ein Shetty als niedliches Kuscheltier für Kinder gezüchtet wird, in Wirklichkeit aber genauso ernst zu nehmen ist wie jedes andere Pferd auch.
Naja, mir egal- ich bin sehr Zuversichtlich dass wir nächstes Jahr um diese Zeit mit Karacho unterwegs sind- Zweispännig !
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Antwort #9 - 17. Juli 2008 um 16:45
 
Hallo !
Eine Kotprobe vom 13. Juli hat eine starke Verwurmung ergeben !
Mich hat schon länger gewundert wieso die Kleine aussieht wie ein Esel- Null Oberhalsmuskulatur, null Rückenmuckies- obwohl sie viel mit Kopf vorne- unten herumläuft.
Am 15. habe ich entwurmt und ein paar Dassellarven sowie kleine Strongolyden gefunden. Aber vieeeel zu wenig lt. Ta !
Jetzt muss ich erstmal abwarten, dann noch einmal mit einem anderen Wirkstoff hinterher behandeln. Hoffentlich ist es nicht zu belastend !
Diese Verwurmung würde ihre dubiosen Koliken und ihr klappriges Äusseres vielleicht erklären.
...
Auf dem Foto sieht Perle vieeeel dicker aus als sie ist- ganz fürchterlich ist die hintere Rücken(Lenden-)partie, wie eine Kuh Griesgrämig
Vom Wesen her wird sie immer garstiger, eine kleine Kratzbürste. Aber so ist sie mir viel lieber als anfangs, als sie so richtig deprimiert und lethargisch vor sich hingelitten hat.
Vielleicht weil sie das erste Mal in ihrem Leben wie ein Pferd behandelt und nicht nur vertüddelt und falsch verwöhnt wird ... dazu gehört auch, dass ich ihr Grenzen zeige, und das passt der Kleinen überhaupt nicht   Ärgerlich
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Antwort #10 - 22. Juli 2008 um 12:39
 
22. Juli 08
So, gestern morgen habe ich mich getraut und Perle die Wurmkur gegeben. Es ist das Mittel welches 3 Wochen lang wirkt, um einen Zyklus abzudecken (man soll hier ja keine Medikamente nennen Zwinkernd).
Ich habe ein pflanzliches entkrampfendes Mittel bereitgehalten, falls es zu Koliken kommt, und den Tag so eingeteilt dass immer jemand nachschauen kann.
Ein wenig Unwohlsein zeigte die Kleine erst abends ab ca. 18 Uhr (Bauch einziehen, nach hinten lauschen) , aber keine Koliken. Ich habe sie dann ein wenig geführt, danach war sie wieder okay.
Heute früh, 24 Std. nach Gabe der WK stand die Lütte zitternd wie ein Schneider in der Box- selbst die Ohren waren eiskalt !
Unter Protest (die kann gucken wie eine Giftspritze Durchgedreht)  habe ich sie sofort eingedeckt, nach einer halben Stunde war sie wieder normal temperiert und futterte munter ihr Heu. Jetzt hat sie nur noch eine dünne Fleecedecke über dem Rumpf und steht in der Sonne.
Würmer habe ich noch keine gefunden- ich sammle jeden Haufen ein und suche nach. Mal sehen ob noch was kommt ...
Pulsation bisher keine, ich hoffe dass keine kommt !!!
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Antwort #11 - 23. Juli 2008 um 11:39
 
23. Juli
Langsam entspanne ich mich wieder - keine Pulsation, keine Koliken.
Was nur wirklich merkwürdig ist: Auch heute früh ist Perle deutlich kühler als ihre Mama. Zwar nicht so am bibbern wie gestern, aber wirklich von oben bis unten kühler . Temperatur messen wollte ich nicht, die Lütte ist immer recht garstig vor und während ihres Frühstücks, und danach hatte sie wieder "Betriebstemperatur".
Jetzt steht sie in der Sonne und geniesst es !
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Antwort #12 - 23. Juli 2008 um 16:50
 
... und weil ich ja nix anderes zu tun habe nähe ich ihr jetzt eine kleine Fleecedecke (mit rotem Kragen Durchgedreht)

...

Hier bei der ersten Anprobe - Perle scheint es zu geniessen !
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Antwort #13 - 28. Juli 2008 um 15:47
 
28. Juli
Perle bekommt jetzt täglich eine Extraration, die sie in Ruhe futtern kann während ich mit Ulme unterwegs bin: Eingeweichte Heucobs mit ein wenig Mash (sonst mäkelt sie) und dazu frischen Thymian- Tee damit sich der COB löst. Etwas mehr hat sie schon auf den Rippen, und keine Anzeichen von Unverträglichkeit  Smiley
Ihre Zähne müssen nochmal gemacht werden- sie frisst mindestens dreimal so langsam wie ihre Mutter- von daher kein Wunder dass sie so mager ist.
Der Hufschmied hat heute einen Blick auf sie geworfen, sie läuft schon sehr schön, zeigt aber bei Abdrücken immer noch Schmerzen an den Vorderhufen. Wir vermuten auf jeden Fall eine Hufbeinabsenkung, aber da alles auf dem Weg der Besserung ist und das Pony so lange Zeit bekommt wie es braucht ohne belastet zu werden verzichte ich erst mal auf das Röntgen und gebe meinen Etat lieber aus, um die chronische Bronchitis weg zu bekommen.
Wäre ich Millionär wäre ich jetzt keiner mehr weil das Geld bei irgendwelchen TÄ, THPs, Schmieden etc. pp. landen würde  Laut lachend
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Antwort #14 - 30. Juli 2008 um 21:39
 
Fotos der Rehe- Hufe
vorne:
...

und hinten:
...
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Antwort #15 - 01. August 2008 um 13:31
 
1.08.08
Perle ist über den Berg !
Seit genau vorgestern, das Pony ist wie ausgewechselt: Agil, frech, legt sich zum Schlafen hin, säuft, äpfelt normal und wird langsam aber sicher etwas dicker. Und meckert den halben Tag rum- die zwei können bei der Hitze nicht raus wegen Ulmes Ekzemerdecke.
Ab morgen wird sie auch vom Boden aus gefahren, sobald es gut klappt besorge ich mir eine Kreuzleinde, dann kann ich beide zusammen vor mir "herfahren"
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attilla
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Antwort #16 - 01. August 2008 um 13:42
 
Schön zu hören, daß es Perle so gut geht. Freue mich mit euch.

Weiter so!  Smiley

LG Moni
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Antwort #17 - 02. August 2008 um 21:09
 
2.8.
Heute war Perles erster Schultag- nachdem ich sie unregelmässig mit zum Spaziergang mit hatte und es immer in einem Strick- Gewirre endete blieb sie auf dem Hof, während ich mit Ulme unterwegs war.
Heute habe ich ihr unser "Fahrgeschirr" angezogen und bin nebenan auf den Platz.
Ulme hat währenddessen fast Saltos geschlagen- ihr fällt jede Trennung von ihrer Tochter schwer.
Jedenfalls erinnert Perle mich eher an einen bockigen Esel, es hat ein paar Kämpfe gegeben bis ich es geschafft habe, sie vor mir einmal um den Platz und zweimal über unsere Geitner- Würste zu dirigieren.
Dann habe ich gleich Schluss gemacht, zuviel geht ja nicht auf einmal.
Ich bin immer sicherer dass Perle nur getüddelt und falsch verwöhnt wurde. Egal, wir machen weiter !
-es macht immer viel Spass mit den zwei Zwergen.
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Antwort #18 - 04. August 2008 um 20:40
 
4.8.
Nachdem Perle in ihrer ersten Stunde gelernt hat, vor mir herzugehen ohne sich von meiner komischen Position irritieren zu lassen, habe ich heute aus den Geitner- Schläuchen (so lange, dicke, mit weichem Material gefüllte Säcke) ein paar Hinternisse aufgebaut: Eines um sie darüber zu "fahren", ein anderes um Slalom zwischen den Säcken zu machen.
Perle kapiert das schnell- sie ist zwar ab und zu bockig dabei und versucht, die andere Richtung einzuschlagen, aber wenn ich sie dann einmal um sich selber herum drehe ist sie wieder in der Spur !
Sie kennt überhaupt nichts: Auf Gerte (nicht zum Hauen sondern zum Antippen !!!)  reagiert sie überhaupt nicht, auf Stimme wenig. Aber ich merke dass sie motivierter ist - irgendwas kommt also an !
Bei ihr benutze ich die Gerte nur, um sie als "Schenkel" in der Biegung zu benutzen, auch wenn diese Hilfe noch nicht ankommt- irgendwann wird sie das schon aufnehmen.

Ich muss sie noch mit viel Zügelhilfen in die Richtung dirigieren- weit weg vom "Lenken durch nachgebenden äusseren Zügel".
Zum Glück schlägt sie nicht, ich muss immer sehr kapp hinter ihr bleiben damit ich fix reagieren kann.
Über die Säcke ist sie total süss drübergestiegen- die Dinger sind für das kleine Pony ja recht hoch (so ungefähr Mitte Röhrbein). Es war ganz deutlich dass sie sich dabei sehr konzentrieren musste. Beim zweiten Mal ging sie von alleine hin- ihr hat es wohl Spass gemacht !
Und den Slalom haben wir einigermassen hinbekommen, leider war so viel Wind dass die Teile dann nicht mehr so gut lagen.
Hinterher habe ich sie als Belohnung ein wenig am Rand grasen lassen; sie ist ohne Ulme wesentlich zugänglicher und geniesst die Einzel- Behandlung sehr !



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Antwort #19 - 08. August 2008 um 10:58
 
8.8.
Gestern abend waren wir zusammen spazieren: Lenka (meine Tochter)mit Ulme am Halfter, ich hinterher mit Perle im "Geschirr".
Es war ätzend ! Richtig Sch. .... -
Dieses Pony ist total unkooperativ, grätzig, sie zwickt beim Angurten (der Gurt ist total locker, man KANN sie garnicht damit einzwängen).
Sie rennt in alle Himmelsrichtungen, dreht abrupt um oder schreddert los wie eine Verrückte, auch im Galopp auf Asphalt- trotz Grasrandstreifen.
Ich habe nicht den Eindruck dass sie unsicher oder gar ängstlich ist, sondern vielmehr NULL BOCK auf GARNICHTS hat. Führe oder arbeite ich sie auf dem Hof/ Platz ist sie eher schläfrig- desinteressiert.
Auch beim Anbinden/ Zurechtmachen ist sie grätzig: entweder den Kopf so tief dass ich nirgends rankomme, oder Drehungen um sich selber ... Hinterhand pflegen - -->Gezappel, kein Treten, aber wütend   Ärgerlich -
Diese dämlichen Vorbesitzer, die haben die Lütte ja seit sie dort geboren ist- und von Anfang an völlig verdorben. Jetzt muss die Arme mit mir kämpfen, und ich bin nicht der Typ der nachgibt  Smiley.

Wenigstens mag sie mich noch und wiehert mir zu wenn ich komme, oft sind unsere Diskussionen recht heftig, ich hätte damit gerechnet dass sie nur noch abhaut wenn "die nervige Tante mit den fürchterlichen Aufgaben" wieder kommt.

Eigentlich bin ich froh dass sie sich inzwischen so zeigt- anfangs machte sie ja den Eindruck, völlig gebrochen (vielleicht durch die ständigen Schmerzen ?) zu sein.
Aber so eine Kratzbürste ist mir noch nie untergekommen.
Selbst Kimmi die nachts nebenan steht wird angeätzt- Perle stellt sich mit einer biestigen Fratze auf die Hinterbeine um Kimmi anzupöbeln ! Die ist inzwischen auch nicht mehr gut auf das graue Monster zu sprechen und zeigt deutlich was sie von der verzogenen Göre hält.
Sowas bleibt eine Lebensaufgabe- es ist KEINE Sozialisation passiert, weder unter Artgenossen noch zu den Menschen mit denen sie zu tun hat.
Ich werde sie jetzt nur noch einzeln arbeiten- früher oder später wird sie schon kapieren dass sie ein Pferd ist und sich gefälligst auch wie eines zu benehmen hat.


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