Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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fragen zu Rahja, Melissa und Sunna (Gelesen: 23916 mal)
rahja
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20. Mai 2008 um 20:56
 
Hallo,

ich bin ebenfalls neu in diesem Forum möchte Euch gerne meine Pferde und mich vorstellen. Der Anlaß weswegen ich auf diese Seite ist weniger schön und macht mich unglaublich zornig. Warum? Werde ich im Anschluß erläutern.

Ich habe 3 ganz entzückende Stuten

Meine älteste Stute heißt Rahja, 21 Jahre alt, Isländer - Welsh - Mix und vor mindestens 10 Jahren an Hufrehe erkrankt mit entsprechender Absenkung. Hätte nicht so schlimm kommen müssen wenn ich nicht so unerfahren/naiv/faul und der Tierarzt Ahnung gehabt hätte. Naja seitdem graut mir jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst vor der Weidesaison. Aber (klopf auf Holz) bisher haben wir es richtig gemacht und kein neuer Schub ist aufgetreten.

Meine Melissa ist 17 Jahre alt, Welsh-Araber-Mix und erst seit 1,5 Jahren in meinem Besitz. Wir haben Sie geschenkt bekommen weil Sie einen akuten Reheschub hatte und eingeschläfert werden sollte da Sie als Reitschulpferd nicht mehr tragbar war. Dazu muß man wissen das dieses arme Pferd ihr ganzes Leben als Reitschulpferd verbringen mußte. Also haben wir sie jetzt und nach 1,5 Jahren hat sie langsam wieder Spaß und zeigt uns jeden Tag aufs Neue das unsere Entscheidung richtig war. War das teuerste Geschenk meines Lebens die Tierarztrechnungen für sie waren und sind gigantisch aber sie ist jeden Cent wert.

Meine Sunna ist 7 Jahre alt, Isländer gehört mir seit 3 Jahren und bis jetzt noch Rehefrei dafür hat sie sich letztes Jahr das Sprunggelenk zertreten lassen, mußte operiert werden und hat jetzt fast ein Jahr Pause gehabt und dabei wollte ich so gerne mit ihr das eine oder andere Turnier bestreiten. Sollte nicht sein. Griesgrämig

Rahja und Melissa sind nachts in Boxen untergebracht und tagsüber auf einem Sandpaddock mit Unterstand.  Rahja darf ab Juni für max. 2-3 Std. auf die Weide allerdings nicht am Stück sondern morgens 1 - 1,5 Std. und abends 1 - 1,5 Std. Ich werde die Stuten demnächst woanders unterbringen da mir Boxenhaltung nicht wirklich gefällt und meine Damen mehr Bewegung brauchen.  Ab Juni haben meine Alten einen eigenen großen Offenstall mit einem sehr großzügigen Sandpaddock. Die Weide grenzt unmittelbar daran. Ich hoffe, das wir es schaffen nächstes Jahr  fruktanarmes Gras zu säen um das Risiko noch weiter zu reduzieren. Melissa darf nur sehr begrenzt auf Weide und nur mit Freßbremse. Ansonsten bekommen beide das ganze Jahr Heu zugefüttert. Kraftfutter bekommen sie überhaupt nicht im Winter erhalten Sie noch Ergänzungsfutter aber mir will gerade nicht einfallen wie es heißt. Möhren und Äpfel gestatte ich Ihnen ebenso wie den Salz- / Mineralleckstein und gelegentlich mal ein Leckerli.
Sunna ist angeweidet und steht zur Zeit täglich max. 4 Std. auf der Weide. Leider muß sie alleine auf die Weide, da die Stallbesitzer die anderen Isis die ganze Nacht auf einer KUHWEIDE fressen läßt. Und genau das ist unser Diskussionspunkt ich habe mich geweigert meine Stute nach 2 Wochen Weidezeit  8 -12 Std täglich auf eine fette überdüngte Kuhweide zu stellen. Eines ihrer Argumente war, dass Sie das gut einschätzen und ich mich anstellen würde. Erst als ich Ihr im Prinzip untersagt habe mein Pferd auf diese Weide zu stellen und notfalls komplett darauf zu verzichten konnte überhaupt eine Einigung erzielt werden.
Den Hinweis auf eine eventuelle Gefährdung hat sie ignoriert mit dem Ergebnis das eines der Einstellerpferde seit letzter Woche mit einem akuten Reheschub zu kämpfen hat. Den Sie nicht mal bemerkt hat.
Auch hier sieht sie sich nicht in der Verantwortung sondern die "untätige" Besitzerin des Pferdes ist "schuldig" da diese ihr Pferd nicht ausreichend bewegt hat.
Das ich über Dritte erfahren mußte, dass in meiner Abwesenheit lautstark über mich gepöbelt wurde aufgrund meiner Verweigerung und meinem Hinweis auf Hufrehe ist eine Sache. In diesem Zusammenhang bin ich einfach menschlich enttäuscht und verletzt. Viel schwerer wiegt allerdings, das dieser Fall von Hufrehe meines Erachtens nicht hätte passieren müssen.

Es macht mich so wütend, das aus wirtschaftlichen Gründen und Bequemlichkeit die Gesundheit von Pferden einfach aufs Spiel gesetzt wird.
Was mich besonders entsetzt, ist die Leichtfertigkeit und Rücksichtslosigkeit wie mit Bedenken und Ängsten der Pferdebesitzer umgegangen wird und die betroffenen Pferdebesitzer in diesem Fall auch noch verschaukelt werden. Ich verstehe es einfach nicht was eine Stallbesitzerin veranlassen kann mit den Ihr anvertrauten Pferden so umzugehen. Ich habe bspw. nur durch Zufall erfahren, das die Pferde schon über Nacht  auf der Weide bleiben sollen. Ausserdem ist sie durch meine Rehepferde mit der Problematik bestens vertraut und meine Rehepferde wurden bislang überwiegend meinen Anforderungen entsprechend versorgt.

Es schlägt mir auf den Magen und ich bin so machtlos. Sicher meine Pferde kommen dort weg und das war auch schon vor dieser Geschichte klar. Aber ich verstehe auch oft die Einsteller nicht. Wieso halten viele die Füße still und gucken weg. Warum???? Wieso wird sich nicht gekümmert? Die Pferde können doch nichts dafür!!


Es macht mich wütend das dieses Pferd jetzt den Rest seines Lebens  einem erheblichen Risiko ausgesetzt ist.  Ärgerlich
Ich persönlich habe jedes Jahr aufs Neue das Gefühl das ich mit meinen alten Tanten russisches Roulette spiele. Traurig  Meine Tierärztin sorgt auch immer dafür das ich nicht vergesse wie "risikoreich" mein Verhalten ist.

Ein Positives hat die Hufrehe für mich, ich habe jetzt die Zeit für mein Pferd, die ich vorher nicht aufwenden wollte. Ich schaue genauer und nehme nicht mehr alles kritiklos hin nur weil jemand Tiermedizin studiert hat,  sich Trainer A/B/C schimpfen darf oder sich Reitstallbetreiber nennt.

So wie Ihr dem Text entnehmen konntet bin ich sauer, habe mich jetzt ausgeheult und fühle mich nicht besser. Wer bin ich? Im Moment eine 43jährige, wütende Pferdebesitzerin.

Vielleicht schreibt mir vielleicht jemand ein paar Zeilen.

Liebe Grüße

Rahja
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Antwort #1 - 20. Mai 2008 um 21:34
 
Hallo Rahja,

herzlich willkommen im Forum.

Ich kann Deine Wut so gut verstehen.

Bei uns im Umkreis war am Wochenende auch Weideauftrieb. Und zwar von 0 auf 100, nämlich von kompetter Boxenhaltung auf 24 Std. Weide. Das Angrasen ist den Besitzern selbst überlassen, da kann ich keine Aussage zu machen, ob und wie die Tiere vorher Gras bekommen haben. Ich weiß nur eins: ich habe mein Pferd mein Lebtag immer ganz vorsichtig im 5-min-Takt angegrast, bzw. übernimmt dies seit einiger Zeit meine Freundin mit beiden Pferden, da sie die gleiche Einstellung hat. Dafür (und auch für viele andere Sachen) sind wir immer ausgelacht, bzw. belächelt worden. Wir hätten doch keine Ahnung, warum ich mir immer so viele Gedanken machen würde, ich würde immer nur schwarz sehen usw. Und auch ich habe immer Angst vor der ersten Woche gehabt, wenn sie ganz rausgegangen sind. Bei uns ist es zum Glück bisher immer gut gegangen.

Dazu kommt, daß die Pferde überhaupt keine Witterung kennen. Sie stehen den ganzen Winter im Stall, die wenigsten reiten auch mal bei Nieselregen und wenige Pferde werden mal auf den Reitplatz gestellt tagsüber. Nun hat es aber am Wochenende ja nur gegossen und die Pferde standen da, wie begossene Pudel. 1 alter Wallach ist postwendend wieder in den Stall marschiert, weil er nur noch gezittert habe.

Die Pferde, die am Wochenende auf die Weide gekommen sind, haben spätestens jetzt alle DF, wenn sie Glück haben geht der im Laufe der Zeit weg, manche behalten ihn bis zum Ende der Weidesaison. Es gibt zwar nur zugestecktes Gras, vielleicht ist das das Quentchen Glück für die Pferde, aber am ersten Tag, wenn 2 Herden zusammengeführt werden, haben sie schon eine recht große Fläche zur Verfügung. Bisher sei noch nie etwas passiert, aber ich denke, viele merken es auch nicht.

Ich für meinen Teil bin froh, daß ich die Länge der Weidezeit tgl. nun selbst bestimmen kann. Früher gab es nur: entweder ganz raus oder aber ganz im Stall bleiben.

Ich glaube, daß es vielen Besitzern einfach zu viel Mühe macht, sich damit weiter zu beschäftigen und sie wollen auch garnicht wissen, was alles passieren kann. Also vorher informieren geht schonmal nicht. Sie hoffen einfach, daß es wie jedes Jahr gut geht. Wenn nicht, dann haben sie ein Problem, aber das kommt ganz bestimmt nicht von der Haltung  Cool. Nee, das kann nicht sein, das ist doch immer gut gegangen..........  Ärgerlich

Lieben Gruss und alles Gute für Dich und Deine Pferde, die Glück haben, daß ihre Besitzerin sich mehr Gedanken macht, als die anderen.

Uli
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Antwort #2 - 20. Mai 2008 um 21:42
 
Noch ein Zusatz: Es betrifft natürlich nicht nur die Pferdebesitzer, auch die Stallbesitzer müssten langsam mal umdenken. Aber wenn die Pferdebesitzer nicht anfangen, ist es doch so schön einfach.

Ich muss sagen, ich habe eigentlich immer die Besonderheiten, die wollte bekommen. Man muss nur energisch genug auftreten oder es aber selbst in die Hand nehmen (z.B. Heu kaufen und abpacken, damit keine Silage gefüttert wird, auf kurze Weidezeiten bestehen usw.) Dann klappt das auch. Aber wenn nur immer alles gleich bleibt, hat der Stallbesi auch keine Not etwas zu ändern. Wozu, wenn alle anscheinend zufrieden sind und die Pferde es auch noch einigermaßen wegstecken.......
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ronja-pony




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Antwort #3 - 20. Mai 2008 um 22:08
 
Hallo Rhaja,

auch von mir noch herzlich willkommen hier Zwinkernd

Ich kann Dich auch gut verstehen, aus ähnlichen Gründen habe
meine Pferde jetzt in Selbstversorgung.

Ich hoffe Ihr kriegt alles so Rehe-Pferdegerecht wir möglich in den Griff.

LG
Conny
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rahja
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Antwort #4 - 21. Mai 2008 um 09:31
 
Vielen Dank für Eure Antworten!!

Ich finde es bloß so anstrengend ständig zu kontrollieren, aufzupassen, zu fordern und immer die Meckertante zu spielen. Ich stelle doch mein Pferd ein, weil ich nicht die Zeit und die Möglichkeit habe es selbst zu versorgen. Ich kaufe eine Dienstleistung ein und erwarte das mein Pferd artgerecht und den Anforderungen entsprechend versorgt wird.

Bei dem Gedanken,  dreht sich mir der Magen um wenn ich so etwas lese. Von 0 auf hundert. Ab auf die Weide. In so einem Fall müßte ich den Stall verlassen, da es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich wäre für eine angepasste Anweidephase zu sorgen.

Bei uns im Nachbarstall ist auch ein Pferd zitternder Weise wieder zurück in seine Box nachdem es wie aus Eimern geschüttet hat. Allerdings habe ich auch das Problem, das meine Rahja, wenn es stark genug regnet immer anfängt vor Kälte zu schlottern. Obwohl sie viel draussen ist. Besonders schlimm ist es wenn ihre Ekzemdecke klatschnaß ist und keiner ihr die Decke abnimmt. Ich bin so froh wenn ich in mit meinen Pferden umziehe. Der nächste Stall ist kein kommerzieller Stall und hat ebenfalls Rehe-/ Ekzempferde und die Pächter sind fast den ganzen Tag vor Ort. Durchgedreht Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich Sunna in einen anderen Stall stellen werde, der für sie passender ist.
Und dann hoffe ich inständig, das dies der letzte Umzug für uns ist. Ich will endliche Ruhe und Frieden für meine Pferde und mich haben.


Liebe Grüße

Rahja
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Rosinante




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Antwort #5 - 21. Mai 2008 um 09:42
 
Hallo
Ich kann Dich gut verstehen- nun auch als selbst Geschädigter. Ändern kannst Du es nicht. So lange Stallbesitzer und Betreiber auf Kosten der Einsteller arbeiten können- weil der TA Dir die Rechnung schickt- wird es sich auch nicht ändern.Dazu bräuchten wir in Deutschland ein ausgefeiltes Schadensersatzrecht.Es ist heute zu bequem- ich mache einen Hof auf und verdiene- nicht wenig übrigens- über Einstellungen mein Geld. Da wird schimmliges Heu verfüttert, manchmal kein wasser gegeben, die Einstreu stimmt nicht, Anweidezeit ? macht doch Arbeit, können doch die Pferde allein, da stehen alte Pferde bei über 40 ° grad in sengender mittagshitze ohne Unterstand- ja und ? Ich trage weiterhin meine Einstellkosten jeden Monat dahin und versuche im Kleinen für meine Pferde etwas abzumildern. Das ist die Realität. Und wenn Du etwas sagst- Fehlanzeige, bekommst Du die Kündigung, oder bist plötzlich der merkwürdige Außenseiter.Deine Erkenntnis zeigt, das Du Pferdeverstand besitzt, Du über die Länge der TA kosten nachgedacht hast, und für Dich etwas ändern willst- nicht für Dich, sondern Deine Pferde. Ich wünsche Dir, das Du den richtigen Stall findest und nur mit ein paar "Macken" leben mußt, die vielleicht nicht so gravierende Auswirkungen auf die Pferdegesundheit haben.
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Pony
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Antwort #6 - 21. Mai 2008 um 09:54
 
tja ich habe 2 Einsteller verloren eben weil ich so Vorsichtig bin,
und meine Ansprüche habe an korrekter Pferdehaltung.....

Werde als bescheuert gehandelt, was meine Tiere betrifft
aber lieber so, als ein krankes Tier was Schmerzen ertragen muß wegen meiner Fehler

Petra

ich denke wenn alle in so einem Stall mal den Mund aufmachen würden
müßte sich ein SB schon Gedanken machen...aber solange es alles hingenommen wird ist es doch Perfekt für ihn
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Kosima
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Antwort #7 - 21. Mai 2008 um 10:08
 
Woher kenne ich das nur  Lippen versiegelt
Bei uns im Stall geht auch so einiges ab. Allein was dieses Jahr schon wieder lief ist unglaublich, der Wallach meiner Freundin hatte eine Kolik, weil die Pferde bei der ersten Hitze ohne Wasser und Futter 13Stunden auf die Koppel, korrigiere das Schlammloch, gesperrt wurden.
Ihre Stute hatte sich die Hüfte gezerrt, weil sie in eben diesem Schlammloch ausgeglitten war.
Im Winter hatten wir teilweise mieses Heu und ekelhafte Silage. Jetzt will unser Bauer innerhalb von 5 Tagen KOMPLETT auf Gras umstellen, klar das Heu wird ja knapp  Traurig
Alle Einsteller lästern hintenrum, doch wenns mal drum geht gemeinsam den Mund aufzumachen, dann steh ich da und alle verpiseln sich *grrrr* Ich bin dann wieder der Vollidiot der überall Gespenster sieht.
Wir haben 3 Rehepferde im Stall stehn, aber diese werden von einem Wunder-Hufschmied behandelt, der schnippelt die Rehe einfach weg, sein selbstentwickeltes Pulver für und gegen alle Krankheiten beim Pferd erlaubt dann sogar Rehepferde 24 Stunden weiterhin auf die Weide zu stellen *kopfschüttel* warum sollte sich der Stallbesi dann auch drum kümmern???
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Das mir mein Pferd das liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde.
Mein Pferd blieb mir im Sturme treu, du Mensch nicht mal im Winde!!!
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rahja
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Antwort #8 - 21. Mai 2008 um 10:45
 
Es macht mich aggressiv, das der Großteil der Stallbesitzer mit jedem Mist durchkommt und die Einsteller meist alles mitmachen oder es sogar unterstützen. Klar hatte ich auch Angst, dass sie mich vom Hof schmeißt und ich mit 3 Pferden auf der Straße stehe und nicht weiß wo ich so schnell hingehen kann.

Die neueste Theorie unserer Reitstallbetreiberin lautet, dass die Pferde während der Weidezeit  ( 8 - 12 Std.) auch ohne Wasser gut zurechtkommen, einen Unterstand brauchen die Pferde auch nicht sind ja schließlich Isländer und die benötigen das alles nicht. Einfacher Stromzaun der gelegentlich ausfällt weil geerdet und sich die Weide direkt an der Landstr. befindet ist auch nicht weiter besorgniserregend.

Was besonders traurig ist, ist die Entwicklung der Stallbesitzerin vor 2 Jahren hätte sie alle diese Dinge im Leben nicht gemacht. Sie ging gut und gewissenhaft mit den Pferden um. Das Wohl des Pferdes stand an oberster Stelle. Gewalt gegen Pferde niemals!!! Vor einiger Zeit habe ich Sie ertappt wie Sie ein Pferd völlig hysterisch verprügelt hat und erst als ich dazwischen gegangen bin und ihr das Pferd aus der Hand genommen habe, hat sie aufgehört. Trotzdem habe ich noch viel zu lange gebraucht um den Einstellervertrag zu kündigen. Falsche/alte Loyalität und Freundschaft ihr gegenüber. Ich habe bei vielen Dingen weg geschaut, die mir jetzt immer noch Übelkeit und ein schlechtes gewissen verursachen. Später habe ich versucht mit Ihr darüber zu reden aber sie hat mich überhaupt nicht verstanden. Nur eine Sache weiß sie genau, macht sie bei meinen alten Damen nochmal irgendwas ohne meine Zustimmung gibt es Streit und Unfrieden ohne Ende. Am liebsten würde ich sofort abhauen, die Pferde verladen und weg (nicht meine Art und ich gehe normalerweise auch nicht im Streit) leider sind die neuen Plätze sind erst ab 01.06.08 frei.
Ich finde es wirklich schade das es so endet.

Liebe Grüße

rahja
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Rosinante




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Antwort #9 - 21. Mai 2008 um 10:50
 
Pony schrieb am 21. Mai 2008 um 09:54:
tja ich habe 2 Einsteller verloren eben weil ich so Vorsichtig bin,
und meine Ansprüche habe an korrekter Pferdehaltung.....

Werde als bescheuert gehandelt, was meine Tiere betrifft
aber lieber so, als ein krankes Tier was Schmerzen ertragen muß wegen meiner Fehler

Petra

Wo war noch gleich Dein Stall ???????????????
Cool Laut lachend

ich denke wenn alle in so einem Stall mal den Mund aufmachen würden
müßte sich ein SB schon Gedanken machen...aber solange es alles hingenommen wird ist es doch Perfekt für ihn

Ich glaube nicht mehr, das es was ändern würde. Leider ist man in der zwischenzeit zu der erkenntnis gekommen, das der pferdehalter ja erpressbar ist- eben weil er ein Pferd hat, das er irgendwo hinstellen muß.In unseren Breitengraden laufen Sachen ab, die sind einfach nicht mehr vorstellbar und haben mit Pferdehaltung nix zu tun. Und leider ist auch die einstellung der Stallbetreiber eher so- viel geld mit möglichst keiner arbeit."Kann mein Pferd nachts auf einen Sandpaddock-weil zu fett mit ganztägigem Weidegang ?" kein Problem- fürs Holen und Wegbringen pro tag 10 Euro mehr oder Du mußt einfach mehr reiten.. 
ARGHHHHHHHHHHHHHHHH
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Antwort #10 - 21. Mai 2008 um 11:02
 
Ja Rhaja- dann passe gut auf Deine Pferde auf, für die letzte Zeit. es sind da ganz verschieden Möglichkeiten bei solchen Stallbesitzern......
Das Grundproblem ist doch, das solche Leute gelernt haben, viel Geld zu verdienen und das ganze geht auch noch mit weniger Arbeit.............Und jeden Tag Pferde muß doch auch nicht sein
Ich hatte mal einen Stall- wunderschön gelegen, mit nicht allzu vielen weiden und einer korrekten Stallanlage. Hofbesitzer wohnen da und zumindest sie, wollte davon leben. Alles schick bis zur Anzahl von 10 pferden- dann explodierte es bis auf 30 pferde und nun hätte man sich zurücklehnen können- Finanzierung stand damit- und sich der arbeit widmen. Aber denkste- wir standen immer später auf, der tag regnet/scheint zuviel Sonne, wir "vergaßen" die Pferde zu füttern im Stall, ach ja Wasser auf Weide na ja nur auf nachfragen, einsteller die sich beschwert haben- Kündigung.Das einzige was sie geschafft haben, sich einen Zaun zu bauen und eine hecke zu pflanzen, damit sie ihre Privatsphäre haben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Irgendwelche Fragen ???
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Antwort #11 - 21. Mai 2008 um 11:26
 
der Stall ist im Harz...
und weißt du was sie haben 70 Euro im Monat bezahlt  Durchgedreht
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Antwort #12 - 21. Mai 2008 um 11:32
 
Pony schrieb am 21. Mai 2008 um 11:26:
der Stall ist im Harz...
und weißt du was sie haben 70 Euro im Monat bezahlt  Durchgedreht

OOOOOOOOOOOOOOOOCH Schockiert/Erstaunt
Wir reden hier bei mir von ganz anderen Preisen, selbst weit weg von Berlin noch......
ich zahle derzeit 120 für ein pferd, 100km weg von berlin und besagtem Stall- mit allein anweiden und so.... So in ummittelbarem einzugsgebeiet von Berlin bist Du schnell bei 300 bis 400 euro...
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sarotti
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Antwort #13 - 21. Mai 2008 um 11:37
 
Hilfe, ich mach gleich einen anderen Thread auf.


" Uneinsichtige Pferdebesitzer bringen den motiviertesten Stallbetreiber zur Verzweiflung."

Umgekehrt wird manchmal aber auch ein Schuh draus.

Ich führe unseren Hof jetzt seit ca 12 Jahren und hatte auch vorher schon etliche Jahre Einsteller aber nicht in dem Maße.

Auch ich war anfangs motiviert bis unter die Haarspitzen aber ich muß echt gestehen es wrd einem mit der Zeit so mancher Zahn gezogen. Ihr glaubt doch nicht im Ernst das es möglich ist es auch nur 13 Einstellern immer Recht zu machen.
Anfangs wußte ich immer ganz genau wer wann was zum impfen, Wurmkur oder sonstwas dran war. Aber das hat die wenigsten wirklich interressiert. Wann soll der Zahnarzt kommen, Zettel in den Stall gehängt zum eintragen, nichts. Obwohl bei der letzten Kontrolle ein Folgebesuch vereinbart wurde.
Wer bekommt welche Wurmkur, wann?
Bitte keine Südfrüchteschalen auf den Mist werfen. (Wurmkompost)
Mähne und Schweifhaare bitte in die dafür vorgesehene Mülltonne.
Bitte keine Futterreste rumstehen lasssen. (Hundediabetiker)
Der eine will mehr Gras und weniger Heu, der andere weniger Heu und mehr Gras, der andere mehr Müsli obwohl der TA das wegen Verschlaggegfahr verboten hat. Der eine mehr Weide der andere weniger, dann schlüpft dieser Kandidat, weil früher nicht erzogen oder nie Saft auf der Littze war, immer untendurch,) aber so richtig diäten darf man ihn ja auch nicht.
Die anderen kriegen die Krise weils bisl juckt und ich halt nicht gleich Butox oder Wellcare draufschütte. Orginalton "Obwohl das meine Pflicht wäre".

Dieses Jahr haben eh alle Viecher große Probleme mit Parasiten, egal ob Hund, Katze oder Pferd. Meine TÄ sagt auch so was hat sie noch nicht erlebt, dieses massenhafte Auftreten von Hautproblemen und sie hofft das bald der Juli kommt, dann werden wenigstens die milben weniger - bis zum September.


Ein Pferd badet mit Vorliebe seine Füße im Wasserbottich und obwohl er wirklich jeden Tag mindestens 1 x frisch gemacht wird, kommt doch postwendend die Beschwerde das Waqsser sei dreckig.

Und noch was.

Geld verdienen kann man mit ordentlicher Pensionshaltung ganz sicher nicht so viel das man gut von leben kann.

Liebe Grüße,
Christina

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Antwort #14 - 21. Mai 2008 um 11:56
 
Laut lachend Laut lachend Laut lachend

Ruhig, Sarotti, ganz ruhig. Keiner will Dir an den Kragen.


Du hast sicher Recht mit den ganzen Extrawünschen. Überhaupt keine Frage. Und das das Stress mit den Stallbesitzern gibt, ist auch klar und auch verständlich. Aber: wenn man nur eine etwas durchdachtere Weidenhaltung oder eine Zufütterung von Heu auf einer völlig umgepflügten Wiese bei Minusgraden haben will, dann klappt das oft nicht (oftmals ist hier das Geld Schuld, das man nicht investieren möchte). Abäppeln der Weide? Bei uns nicht nötig, haben wir noch nie gemacht.

Problem sehe ich halt auch oft darin, daß man selbst als Pferdehalter, der gerne mehr machen möchte und auch bereit ist, die Arbeit zu machen, oftmals einfach daran gehindert wird. Oftmals sind die Stallbesis aber auch von ihrem Tun total überzeugt und machen gewisse Dinge garnicht aus Faulheit oder so. Sie meinen halt, sie handeln richtig.

Aber ich möchte hier auch noch einmal betonen: nicht alle Stallbesitzer und Pferdehalter sind über einen Kamm zu scheren. Es gibt die berühmten Ausnahmen.
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Antwort #15 - 21. Mai 2008 um 12:03
 
Klar weiß ich um die Problematik,

was glaubt ihr warum ich meine Pferde NIE irgendwo unterstellen würde. Man sieht einfach zu viel.

Ich wollt halt nur auch mal die andere Seite aufzeigen und natürlcih habe ich mir mal vorgenommen alle Pferde zur gleichen Zeit mit dem selben Mittel zu entwurmen.

NUR das kriegst du fast nicht hin!!!!!!!!!!!!!!

Der eine will es selber machen oder schwört auf ein anderes Mittel, der andere hat aber da grad keine Zeit und der nächste sagt, mach du das ruhig aber der "Gaul´" ist 180 und ich 157.

Es ist wirklich nicht einfach.
Und das ist jetzt nur EIN Beispiel.

Liebe Grüße,
Christina
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Antwort #16 - 21. Mai 2008 um 12:11
 
sarotti schrieb am 21. Mai 2008 um 12:03:
Klar weiß ich um die Problematik,

was glaubt ihr warum ich meine Pferde NIE irgendwo unterstellen würde. Man sieht einfach zu viel.

Ich wollt halt nur auch mal die andere Seite aufzeigen und natürlcih habe ich mir mal vorgenommen alle Pferde zur gleichen Zeit mit dem selben Mittel zu entwurmen.
Also da gibt es hier eine klare Ansage vom TA
Alle Pferde eines bestandes werden gleichzeitig und mit dem selben Mittel entwurmt- um zu vermeiden, das sich Resistenzen bilden. Da tust Du keinem einen Gefallen, weder Dir und Deinen Pferden, noch irgendeinem Einsteller. Weil wenn jeder so wie er will macht-kannst Du eigentlich wöchentlich entwurmen  Laut lachend
Aber gut- da würde ich mal mit dem TA reden und wenn die Einsteller nicht können und der Ta vielleicht ein bißchen größer ist, dann müssen sie halt den TA bezahlen, wenn er die Wurmkur verabreicht Cool
Du wirst ja sonst die Würmer nie los- und die können einPferd richtig krank machen...
LG

NUR das kriegst du fast nicht hin!!!!!!!!!!!!!!

Der eine will es selber machen oder schwört auf ein anderes Mittel, der andere hat aber da grad keine Zeit und der nächste sagt, mach du das ruhig aber der "Gaul´" ist 180 und ich 157.

Es ist wirklich nicht einfach.
Und das ist jetzt nur EIN Beispiel.

Liebe Grüße,
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Antwort #17 - 21. Mai 2008 um 12:54
 
Nein,

so schlimm ist es nun auch wieder nicht.
Wi r machen regelmäßig Kotuntersuchungen und da bei mir großen Wert auf Weidepflege gelegt wird, und es meistens penibelst abgeäppelt wird haben wir auch kaum großen Wurmbefall. Jedenfalls sagen das die Kotproben. Entwurmt wird natürlich regelmäßig aber halt nicht immer alle zusammen sondern doch eher "Trakt" mäßig.

Liebe Grüße,
Christina
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Antwort #18 - 21. Mai 2008 um 13:06
 
Zitat:
(Es sind keinesfalls Mitglieder des Hufreheforums gemeint , solche wünscht man sich als SB.)


Da haste ja gerade noch einmal die Kurve gekriegt!  Laut lachend

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Antwort #19 - 21. Mai 2008 um 13:25
 
Sarotti das kann ich mir garnicht bei dir vorstellen....
das das alles nicht klappt

vielleicht solltest du die Zügel straffer anziehen  Zwinkernd Durchgedreht

lg
Petra

na und dein Hof ist ja wohl der Traum jedes Pferdebesitzer (jedenfalls hier im Forum)
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