Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
Tagebuch Satie (Gelesen: 2065 mal)
Clara3
Themenstarter Themenstarter
User ab 20 Beiträgen
***
Offline


I Love my Horse


Beiträge: 80
Zeige den Link zu diesem Beitrag Tagebuch Satie
08. Januar 2008 um 18:33
 
Juli 2003
Ich übernehme das Pferd vom Vorbesitzer mit 2 Hufreheschüben im Januar 2003 und April 2003.
TA stellt fest (keine AKU, er sollte nur mal so drüberschauen), 2. Reheschub nicht ausgeheilt.
Mit Equipalazone, Futterumstellung und moderatem Bewegen im September 2003 normal reitbar.
Seither auch einen speziellen Rehebeschlag vom Schmied, nach Abprache mit TA und Inspizieren der Röntgenbilder. Minimale Hufbeinabsenkung.
Oktober 2003
Ellenbogengelenksentzündung vorne links, 3 Tage Klinik - bis heute keine Probleme mehr.
Ab Oktober 2005 Atemwegsprobleme (Bronchien), sie wird regelmäßig inhaliert (kein Cortison) und alle 3 Wochen spritze ich eine Desensibilisierung. Das Inhalieren bringt sichtlich Erleichterung. Sie kann normal geritten werden. (Normal = 1-2 Stunden ins Gelände, fast täglich, viel Schritt, auch Tölt auf weichem Boden und ab und zu auch mal eine Galoppstrecke.
Bis Juli 2006 keine weiteren Vorkommnisse an der "Rehefront, obwohl sie auch immer mal auf's  Gras durfte, vorzugsweise nachts oder an bewölkten, regnerischen Tagen. Das war damals schon ein Tip vom Hufschmied. Ansonsten nur Heu und MiFu.
Juni 2006
Reheschub aus heiterem Himmel. Ich habe es am Wendeschmerz und an den heißen Hufen gemerkt.
TA war sofort da. Hufzange keine Reaktion. Behandlung mit Heparin, Hufe kühlen. Der gesamte Paddock wurde zum Sandkasten umfunktioniert. Ca. 20 Tonnen haben wir da hinkippen lassen.  Eine Woche lang ging es mal besser, mal schlechter, bis sie eines Morgens gar nicht mehr laufen mochte - danach Klinikaufenthalt für 2 Wochen. Da ich nervlich und zeitlich am Ende war, schien mir das eine gute Lösung. Außerdem war zu der Zeit gerade die Fußball-WM - nebenan ist eine Schrebergartensiedlung - und ich hatte Bedenken, daß sie so überhaupt nicht zur Ruhe kommt und sich viel zu viel bewegt. Danach das übliche Programm: Spazierengehen, TA-Kontrolle, langsam aufbauen. Kein Krümel Gras mehr bis
Oktober 2006
Reheschub. (Absekung: 3,5 Grad). Ich war verzweifelt und hatte irgendwie so gar keine Perspektive mehr gesehen. Denn wenn dieses Pony nun auf NUR-Sandplatz auch Rehe bekommt - was dann? TA nahm Blut wegen Schilddrüsenwert-Kontrolle. Und siehe da: massive Unterfunktion. (Das war mit Sicherheit der Grund warum sie auch mit portionierter Heugabe und viel Bewegung einfach nicht abgenommen hat.)
Seither L-Thyrox-Tabletten
April 2007
Wir fangen wieder an langsam Muskeln aufzubauen. Auch das Thyrox zeigt Wirkung und Pony nimmt ab.
September 2007
Mir wird das Pferd zu dünn und ich mache mir Sorgen. Sie läuft irgendwie unklar und lustlos. (Wenn sie gesund ist, will sie immer und überall vorwärts und die 1. sein). Pferd fängt an hinten leicht zu ticken. TA untersucht und rät zum Klinikaufenthalt - Leitungsanästhesie - um zu sehen welches Gelenk betroffen ist. Die Kniegelenke und vor allem die Kniebänder sind schuld. Außerdem leichter Reheschub auf allen 4 Beinen - keine weitere Absenkung. (Durch die Kniegeschichte ist das eher Belastungsrehe gewesen.) Sie bekommt Hyaloronsäure gespritzt. Außerdem bekommt sie Speedibeets mit Blancer und Heucobs und nimmt wieder zu.
Oktober 2007
Wir fangen eine langsames Bewegungsprogramm an und dürfen ab
November 2007
wieder 2 pro Woche ca. 1 Stunde ins Gelände. Tatsächlich reite ich sie weniger, da ich noch ein 2. junges Pferd habe und ich die Stute, trotz grünem Licht vom TA, nicht noch einmal überlasten will.
Seither wird sie auch hinten beschlagen, um das Abrollen zu erleichtern. Sie läuft gern und klar.
Januar 2008
Speedibeets und Balancer bekommt sie nach wie vor. Allerdings habe ich die Menge reduziert, damit sie ihr Gewicht hält. Wir machen Bodenarbeit und vielleicht 1x pro Woche locker ins Gelände, manchmal auch als Handpferd. Im Moment ist sie wieder ziemlich fit und richtig munter. Der Winter ist halt sowieso ihre Lieblingszeit.

Sommer und Winter 2006

...

...
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Clara3
Themenstarter Themenstarter
User ab 20 Beiträgen
***
Offline


I Love my Horse


Beiträge: 80
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Tagebuch Satie
Antwort #1 - 25. März 2008 um 19:26
 
In der Regel reiten wir alleine, aber letzte Woche sind wir zusammen mit einem Quarter ausgeritten. Meine Stute war sichtlich angetan und ich kam mir vor wie auf einem Feuerstuhl, zumindest die 1. Viertelstunde. Danach hatte sie sich abgeregt, wohl auch weil wir immer vorne waren (Schritt), ist sowieso ihre Lieblingsposition. Ich habe mich gefreut, daß sie so gut drauf war - fast wie in alten Zeiten. Wir haben 2 kleinere Trab/Töltstrecken miteingebaut und nach 1 Stunde war gut. Das ist, so glaube ich, ihr Limit. Sie würde mehr geben, wenn man es fordert, aber manchmal ist weniger mehr.
Ansonsten machen wir Bodenarbeit (durch Geitnergassen laufen), oder auch mal 20-30 Minuten auf dem Platz reiten. (Danach wird uns langweilig). Persönlich finde ich es schwierig die Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden. Aber ich versuche mit Abwechslung alles interessanter zu gestalten: wir haben rot/weiße Hütchen, Flatterbänder etc.
Aber am meisten Spaß machen Ausritte, wenn noch jemand dabei ist.
Sie ist dann wie ausgewechselt, richtig temperamentvoll.
Heute ist mir außerdem aufgefallen, daß sie eine enge Wendung vollkommen problemlos gegangen ist. Ich habe es nicht gefordert - sie hatte das selbst so entschieden. Das werte ich als gutes Zeichen, offensichtlich hat sie keinerlei Schmerzen.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Clara3
Themenstarter Themenstarter
User ab 20 Beiträgen
***
Offline


I Love my Horse


Beiträge: 80
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Tagebuch Satie
Antwort #2 - 21. April 2008 um 19:56
 
Nach 1 Woche Reitpause - ich hatte nur ein bißchen Bodenarbeit mit ihr gemacht, um Muskelabbau zu verhindern - reiten wir mit einem anderen Isi ins Gelände. Nach ca. 20 Minuten merke ich wie sie im Schritt hinten links so seltsam wegsackt, als würde sie ausrutschen.
Ich bin sofort abgestiegen und habe nach Hause geführt. Sie hat die Hinterhand seltsam, wie in einem kleinen Außenkreis nach vorne geführt, aber nicht gelahmt.  TA war dann da, - wieder Kniebänder. Und zwar das vor 6 Monaten behandelte schlechter als das unbehandelte. Vorschlag des TA: um das Tier wieder reitbar zu bekommen: Klinikaufenthalt, beide Bänder blistern (spritzen), abwarten. Mein Vorschlag: Pony wird nicht geritten, kein Klinikaufenthalt, da sie nicht lahmt, hat sie auch keine (nennenswerten) Schmerzen. TA meinte das wäre vertretbar. Ich mache nach wie vor ca. 10 Minuten Schritt an der Hand, dann hat sie sich richtig gut eingelaufen, (hauptsächlich für die Rückenmuskulatur) mit ihr und sie ist willig und richtig pfiffig drauf. Enge Wendungen (manchmal denke ich, mir fallen die Augen aus dem Kopf), sind kein Problem. Es ist so schade, daß es aufgrund ihrer diversen Erkrankungen nicht mehr möglich zu sein scheint dieses Pony zu reiten. Sie hat Lebenswillen, ist richtig temperamentvoll (für ihre Verhältnisse), einfach gut drauf.
Ansonsten haben wir die Schilddrüsenwerte neu bestimmen lassen(alles im grünen Bereich) und reduzieren langsam die Medikamente. Rüschnis und Heucobs Rationen habe ich erhöht, weil sie mir zu dünn wird. Ich muß mich hier mal im Forum schlau machen ob man außerdem noch was zufüttern kann, allerdings Rehegefahr!
Da ich ja noch ein junges Pferd habe, das ich reiten kann, denken viele, das ist ja nicht so tragisch. Die vergessen aber, daß ich sehr an dieser Stute hänge und ich werde wahrscheinlich nie wieder so ein nettes und unkompliziertes Pferd haben.
Wie auch immer, erstmal geht es ihr ganz gut (auch wenn sie mir unterbeschäftigt vorkommt) , der Lebenswille ist ungebrochen und ich freue mich jeden Tag wenn sie mich anbrummelt und wiehert.
Ach ja noch was: sie hat abwechselnd einen 400qm und 900qm Paddock, da kann sich keiner beklagen...
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Clara3
Themenstarter Themenstarter
User ab 20 Beiträgen
***
Offline


I Love my Horse


Beiträge: 80
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Tagebuch Satie
Antwort #3 - 20. Juli 2008 um 20:13
 
Wir konnten nach der Blutuntersuchung im Mai die Schilddrüsentabeltten nochmals reduzieren und können jetzt mit Rüschnis, Heucops und 3x täglich Heu satt das Gewicht halten. Ich hoffe, daß das noch besser wird, denn ich denke an den Winter! Wie soll ich da die Kalorien, die sie offensichtluich braucht, in den Körper reinkriegen? Keine Panik, abwarten. Hormonstoffwechsel ist immer eine sehr komplizierte Geschichte und sehr langwierig. Ansonsten geht es ihr gut und sie ist auch immer mal beim Freilaufen mit den Wallachen eifrigst und voller Energie dabei. Reiten ist selten, da wir ca.15 Minuten bis zum eigentlichen Ausreitgelände brauchen, können wir schon fast wieder umkehren, wenn wir da ankommen. Ab und zu sind wir auf dem Platz , Bodenarbeit macht Spaß, sie ist und bleibt ein Schatz.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Clara3
Themenstarter Themenstarter
User ab 20 Beiträgen
***
Offline


I Love my Horse


Beiträge: 80
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Tagebuch Satie
Antwort #4 - 06. Mai 2010 um 20:18
 
Ich habe lange nichts mehr geschrieben. Ich bin nach fast 6 Jahren Selbstversorgerdasein am 07.12.08 in einen  großen gemischten Stall umgezogen. Die Gelegenheit war günstig, mein junger Wallach (jetzt 8) und meine rehevorbelastete Stute ( jetzt 24) stehen zusammen alleine in einem Offenstall mit ca. 450 qm Paddock. Das ist ja ganz nett. 3x tägl. wird Heu satt gefüttert, das Ausreitgelände ist toll und im Sommer gibt es Koppeln. Außerdem habe ich für meine beiden eine Winterkoppel.
Der Stute geht es so gut, daß ich sie so 2x pro Woche reite (1/2 Std. geradeaus ins Gelände, oder um den Reitplatz rumtölten).
Allerdings manage ich das mit der Weide selbst, d.h. beide kommen nur höchstens 3 Stunden am Tag auf die Wiese, (der Wallach würde sonst auch zu dick), und ich bin schon letzten Sommer gut damit gefahren. Rübenschnitzel (Speedibeets) und Luzerne füttere ich der Stute nach wie vor.
Hier im Stall gibt es einige Ponies und auch Großpferde, die im Sommer gar nicht auf die Wiese kommen, alles Rehepferde.
Also in letzter Zeit haben wir alles im Griff und ich hoffe das bleibt so.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken