Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jocker Borreliose positiv (Gelesen: 14598 mal)
Flower
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02. November 2007 um 09:39
 
Zur Vorgeschichte von Jocker:
Bei jeder einzelnen Krankheit meiner Pferde habe ich immer gehofft, das es von nun an endlich mal bergauf geht!
Hätte man mir gesagt, welche Sorgen, Mühen und Kosten nach dem Kauf des einen oder anderen Pferdes auf mich zu kommen würden, hätte ich mich nie für ein eigenes Pferd entschieden!
Bei der Auflistung der Krankheiten fehlen ja noch die Weideblessuren, die Stacheldraht- Verletzung, (Draht war unsichtbar am Wegrand eingewachsen), der Autounfall (ein Autofahrer hat sich belästigt gefühlt, weil wir uns in einer einspurig geführten Baustelle nicht in Luft auflösten und ist ins Pferd hinten rein gefahren) und die vielen Kleinigkeiten, die der Mensch ja Gott sei Dank vergisst.
Oft haben wir uns in meiner Stallgemeinschaft gefragt, was wir eigentlich falsch machen?! Wo liegen die Gemeinsamkeiten mit denen, deren Pferde auch immer krank sind, obwohl sie jede, damals DM, in die Gesundheit der Pferde steckten.
So wie ich hat die Stallgemeinschaft viele Jahre der Kindheit auf diversen Pferdehöfen verbracht. Wir haben Ständerhaltung noch als Standart kennen gelernt und auch boxengehaltene Pferde ohne Weidegang bzw. Paddocknutzung!
Auf einigen Pferdehöfen wurde über Jahre statt Kraftfutter getrocknetes Brot gefüttert. Für Impfungen und Wurmkur war kein Geld da und der Hufschmied wurde meist erst gerufen, wenn nach 12 Wochen ein Eisen verloren ging. Aber keine von uns kann sich an Pferde erinnern, die so krank waren wie unsere!
Ich halte meine Pferde seit 1998 zu Hause und habe inzwischen 7 Einstellpferde. Jocker, D. und V. stehen schon seit 1995 zusammen und sind gemeinsam mit meiner damaligen Stute mit uns gemeinsam auf unserem Hof eingezogen. Im Laufe der Zeit sind C. und Z. (2003), K.  und F. (2004), W(2005) und ihre Tochter (2007) dazu gekommen.
Diese Truppe hat sich um „uns“ gesammelt, weil Jocker, S. und V. COB hatten. Ich stellte den Offenstall auf meinen hustenden Allergiker um und weitere Pferde kamen, weil sie mindestens genau so krank waren.
Trotz bester Grundfutterversorung, dem Pferdetyp entsprechender Kraftfuttersorten, speziell zugeschnittene Zusatzfuttermittel und dem Blutbild angepasster Mineralversorgung. War keines der Pferde durchgängig freizeitmäßig reitbar.
Sorgfältige, genau nach Plan eingehaltene Präventivmassnahmen wie Wurmkuren und Impfungen, konnten Übel wie Husten Koliken und Durchfälle nicht von uns fern halten.
Bis jetzt habe ich insgesamt fünf Anläufe unternommen, alternativ zur Schulmedizin Wege zu finden, Jokers Gesundheitszustand zu verbessern. Die ersten vier davon waren leider erfolglos. Im Gegenteil, ich hatte meine Versuche nur mit Hilfe des Tierarztes wieder auf einen erträglichen Standart zurückbringen können, mir viel Schelte eingefangen und viel Geld an alle Fronten verteilt.
Seit Spätsommer 04 führte er das Leben eine Frührentners. Stand also mit neun Jahren entweder taktunrein und lustlos oder hustend viel auf der Weide. Die Halle nutze ich nur selten um Jocker bei schlechtem Wetter die nötige Bewegung zu verschaffen, die bei der Fütterung von Schleimlösern erforderlich ist, um die Lunge “zu belüften”
Wegen Jockers desolatem Allgemeinzustand machte ich Anfang April 05 den fünften Versuch, durch eine THP Jockers Lebensqualität zu verbessern.
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Antwort #1 - 02. November 2007 um 09:55
 
Jocker QH Wallach , geb. 2.1995 kenne ich seit er 7 Std. alt ist und gehört mir, seit er drei Monate alt ist.

Eigentlich hat die Pferdegeschichte auf unserem Hof mit Sunny und Jocker gemeinsam begonnen.
Sunny, QH Stute geb. 5.1996 in meinem Besitz von 1. Tag an,
Noch bevor sie zwei Jahre alt war, mußte sie zur Lungenspülung in die Klinik. Schon als Jährling zeigte sie wechselnde Lahmheiten. Das Anreiten mit gut drei Jahren war wegen der Lahmheiten nicht durchgängig möglich. Eine COB mit deutlicher Leistungseinschränkung wurde diagnostiziert, zusätzlich ein Hufrollenbefund 2. - 3.Grades.
Im Winter 2001 habe ich sie auf die ewige Weide geschickt.(sie wurde keine 5 Jahre alt ).

Mein Wallach war damals mindestens genauso krank, aber ich hab sein Phlegma nicht als Krankheitsbild erkannt. Ich dachte, das gute QH sei so brav-  dass er körperlich am Ende und sehr krank war, darauf wäre ich bei dem Prachtkerl nie gekommen. Ihn habe ich seit er 3 Monate alt ist.
Der Husten, der in den ersten Jahren regelmässig auftrat (direkt nach seinen ½ jährl. Impfungen (Influenza, Herpes Kombi) und auch unabhängig davon) wurde mit Antibiotika behandelt und mit Schleimlöser  unterstützt.

Ab dem 3. Lebensjahr war der Husten nun gar nicht mehr ganz weg zu bekommen und der TA bereitete mich auf einen chronischen Verlauf vor. Das wurde durch eine vom TA empfohlene Bronchoskopie (insgesamt habe ich über die Jahre ca. 4 – 5 Stück machen lassen)  mit Entnahme von Sekret bestätigt. Dabei war auffällig, das er jedes mal am Kehlkopf Bläschen hatte. Die Sekretproben waren meistens weiss, selten gelb, nie grün. Anfangs schien es, als huste er nur aus dem Hals, ich habe Kehlkopfhusten dazu gesagt, er wurde, wie oben erwähnt, mit Schleimlöser und Antibiotikum behandelt. Manchmal entschied der TA auch mit Cortison und Schleimlöser vorzugehen.
Ich habe Zusatzfuttermittel zur Unterstützung der Immunabwehr und der Atemwege vom TA und von Futtermittelherstellern gefüttert. Jedoch stellte sich der Husten trotzdem wieder neu ein.
Der TA legte mir ans Herz, Jocker, obwohl kein Turnierpferd, alle 6 Monate zu impfen, obwohl der Hersteller selbst eine Impfung im Abstand von 8 Monaten empfahl. Damals nannte er als Begründung,  daß für ein  Pferd mit vorgeschädigter Lunge eine Influenza-Infektion gefährlich sein könnte. Diese Erklärung schien mir schlüssig.

Weiterhin hatte er als Jährling und auch als Zweijähriger im Winterfellwechsel unter Hautpilzen zu leiden. Diesen sind wir durch Waschungen mehr schlecht als recht zu Leibe gerückt.
Mit gut zwei Jahren habe ich ihn kastrieren lassen.

Im Spätherbst 97 hatte Joker eine offene Wunde und eine Prellung am Schulterblatt, dabei zeigte er eine minimale Lahmheit. Nach einer Woche nahm die Lahmheit sprunghaft zu und eines Morgens stand er nur noch auf 3 Beinen. Mit Müh und Not brachten wir ihn in die Klinik.
Er musste wegen einer Knochenabsplitterung am Buggelenk operiert werden.
Bis zum Frühsommer blieb eine deutliche Taktunreinheit. Zum Muskelaufbau und wegen des häufig auftretenden Hustens sollte er viel bewegt werden. Also habe ich Jocker schon mit drei Jahren beschlagen lassen müssen, weil er als Handpferd und bei Spaziergängen sehr fühlig lief. Mit den Eisen besserte sich das, jedoch suchte er immer noch, wie ein Barhufer, weichere Wegränder.
Kunststoffbeschläge waren nicht machbar. Durch die schlechte Hornqualtität rissen die Nagellöcher aus.
Anfang 1998 begannen die Koliken, dabei machten weder die Jahreszeiten, noch der Weidegang oder die Raufutterfütterung (ich füttere 5mal täglich in frisches Wasser getauchtes Heu bester Qualität/ getaucht in spezieller Tauche für ganze Ballen!) einen Unterschied.

Ich stellte meinen Offenstall von Stroh auf weitgehend staubfreie Einstreu (wechselnd) um. Die Koliken blieben. Wir stellten auf Heulage um, Koliken blieben, auch gesellte sich immer häufiger und hartnäckiger Kotwasser dazu, vor allem während der Weidesaison. Dagegen half am besten ein Durchfallpulver für Schafe, jedoch kamen die Symptome oft gleich nach dem Absetzen wieder.
Ich fütterte Zusatzfuttermittel für Magen und Darm ohne einen messbaren Erfolg. Wenigstens wurde das Fell durch BT Hefe und Fermentgetreide schöner.

Häufige Huflederhautreitzungen, Hufgeschwüre und die wechselnden Lahmheiten, von vorn nach hinten, von rechts nach links, mal Sehne, mal Überbein, mal vertreten.....(wer kennt das nicht), wurden mit allem, was der Markt so her gibt, erfolgreich bis zum nächsten mal behandelt. Futterzusätze zur Unterstützung  des Bewegungsapparates  brachten keinen sichtbaren Erfolg.
2000 waren kleine Std.- Ausritte eine Seltenheit. Er war immer der Letzte, was ihm den traurigen Spitznamen Rennschnecke einbrachte.

Er fußte mit der Zehe zuerst auf, stolperte häufig, bei insgesamt zehenschleifendem Gang.. Dadurch stolperte er häufig, ist aber Gott sei Dank nie gestürzt. Wenn er müde wurde rammte er regelrecht die Zehe in den Boden. Er hatte einen Zwanghuf entwickelt, mit eingezogenen Trachten auf allen vier Hufen
Jocker schwitzte schnell und konnte schon bei kleinen Ausritten pitschnass werden, ohne daß die anderen Pferde feucht waren.

Im Sommer 2001 warf Jocker alle 10 Tage spätestens ein Eisen ab. Er schaffte das nicht nur vorn, sondern auch hinten! Ohne Eisen lief er gar nicht und mit Eisen sehr bescheiden(fühlig).
Den Weg zur Reithalle (10 Min.) führte ich meistens, weil er nicht vorwärts gehen wollte. Nach 30 Min. dezentem Reiten schlichen wir nach Hause.

Meine Ausritte, mit denen ich Takt und Losgelassenheit fördern wollte, plante ich auf weichem Boden. Dieses gestaltete sich in meiner Umgebung (Ausläufer des Bergischen Landes), ungemein schwierig, da hier felsige, steinige und harte Wege überwiegen. Diese sind zwar landschaftlich sehr schön, aber für ein Pferd mit Jockers Laufschwierigkeiten kaum zu bewältigen.
Nur selten ist das Reiten um Felder herum möglich.
Sandige Wege liebte er, also fuhren wir manchmal z.B. nach Dhünnwald. Da hatte ich immer das Gefühl, daß er keine Schmerzen hatte.
Allerdings konnte er dann nach dem Reiten zu Hause noch schlechter laufen.
Ich ritt immer weniger, weil es einfach keine Freude machte.
Der Hufschmied, der uns bis dahin betreute, schlug vor, eine Tierärztin zu Rate zu ziehen, die auch eine Ausbildung als Hufschmiedin hat.

Die neue Schmiedin versorgte ihn mit einem alternativen Beschlag. Der sehr weit nach hinten gelegte Abrollpunkt schien ihm das Leben/Laufen zu erleichtern. Der zehenschleifende Gang verschwand. Der Zwanghuf verbesserte sich deutlich und wurde breiter, Trachten entwickelten sich zaghaft. Trotz allem blieben die wechselnden Taktunreinheiten. Manchmal mit angelaufenen Beinen oder leichtem Puls vor allem vorn, manchmal etwas Temperatur in den Hufen. TA und Schmied bezeichneten das als normal, weil die Pferde im Offenstall ja immer in wenig in Bewegung sind. Die Hornwand blieb wenig belastbar, er blieb trotz Eisen fühlig.

Die Schmiedin hat Jocker indirekt das Leben gerettet.
Als sie zu uns auf den Hof kam, hatte Jocker keine Freude mehr an Bewegung, er klemmte, ging taktunrein bis lahm, hatte ein bis zwei Hufgeschwüre im Jahr, Trachten waren untergeschoben und er hatte Zwanghufe. Sie schienen beschlagsuntauglich. Auch der Husten kam immer häufiger, ebenso die Koliken, der Durchfall und das Kotwasser. Meine Nerven lagen ziemlich blank, weil mein Leben neben dem Beruf sich fast ausschliesslich um die Leiden meines Pferdes zu drehen schienen, die statt weniger immer mehr zu werden schienen.
Nach dem Beschlag lief  er deutlich besser, aber wie schon beschrieben immer noch fühlig auf hartem Boden. Aber da er auf der Weide munterer wurde und auch mal ein Wettrennen anzettelte, schöpfte ich ein ganz klein wenig Hoffnung.
Von Bewegungsdrang und Freude waren wir noch immer entfernt und auch die Sache mit dem Husten und den Koliken stand noch belastend im Raum.

Bei einer Kolikbehandlung 2003 hatte sich, nach einer Buskopan Spritze in die Vene, eine Thrombose gebildet (Vene zu 75 % geschlossen). Die Medikamente, die zur Auflösung der Thrombose dienen sollten, hatten zwei Tage später zu einer weiteren Kolik geführt. Diesmal zum ersten mal eine Verstopfungskolik, das Pferd tobte während der Krämpfe und war nicht transportfähig zu bekommen.
Ich war sehr begeistert, die noch „gesunde“ Halsvene auch noch anstechen lassen zu müssen! Jocker bekam zu Hause Infusionen und über eine Nasen- Schlund- Sonde Paraffinöl. Diese und weitere Koliken haben wir überstanden.
Die linke Halsvene hat immer noch kaum Durchfluss, aber das beeinträchtig ihn scheinbar nicht.
Der TA hatte keine schlüssige Idee zum Ursprung der Kolik. Eine parasitäre Belastung der Kotprobe lag nicht vor, das Blutbild war nicht auffällig. Da Bandwürmer schlecht nachzuweisen sind, hielt er diese für einen nicht auszuschließenden Verursacher.

Also wurde der gesamte Bestand nach Rat des TA prophylaktisch 12 Monate lang alle 8 Wochen gegen Bandwürmer entwurmt, zusätzlich zur Regelwurmkur alle 3 Monate.

Da Jocker durch seinen Korrekturbeschlag, der noch immer alle 3 - 4  Wochen erneuert wurde, bewegungsfreudiger wurde, war ich ggü. den folgenden Hustenattacken und Koliken etwas gelassener gestimmt. Zwar hat die Hufschmiedin Jocker nicht tierärztlich behandelt, aber da sie an den vorgeschlagenen und durchgeführten Behandlungen keine Kritik übte oder Zweifel anmeldete, fühlte ich mich mit Jocker rundum gut betreut.

In dieser Form ging es auf und ab, bis ich durch Mundpropaganda auf die THP aufmerksam wurde, die uns seit April 05 betreut. Seitdem geht es nun wirklich bergauf.
Noch im Jahr zuvor (2004) hatte Jocker sich in unserem Hollandurlaub nicht einmal zu einem Strandgalopp herausfordern lassen (übrigens hab ich Flower von diesem Hollandurlaub mit nach Hause genommen, weil ich sie dort geritten habe, als Jocker für Strandgalopp nicht zu begeistern war. Alles galoppiert davon, Jocker fiel in Trab, als ich aufhörte zu treiben.).
Bei dem 30 km Ritt ein Jahr später und nach nur 3 Behandlungsmonaten, hat er mich bis zum Schluss darauf aufmerksam gemacht, das vor uns auch noch welche sind, die wir noch nicht eingeholt haben!!. Smiley
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Antwort #2 - 02. November 2007 um 10:11
 
April 05
Ich habe die THP, gebeten zu kommen, da Jockers Durchfall nicht besser wird.
Das Pulver für die Schafe wirkt nur an den Tagen an denen ich es gebe.
Da ich wegen des Korrekturbeschlages schon oft Diskussionen hatte, habe ich sie schon am Telefon davon in Kenntnis gesetzt, das Jocker sehr aussergewöhnlich beschlagen ist, ich damit gute Erfahrungen gemacht habe und das dass nicht Thema der Behandlung sei.
Die THP begutachtete das Pferd an der Hand auf der Geraden auf hartem Boden im Schritt und Trab.
Tastete es am ganzen Körper ab, kontrollierte Wasserhaushalt, Atmung, Sehnen und Muskeltonus.
Sie diagnostizierte Borreliose und hielt eine Borna Infektion für sehr wahrscheinlich.
Borna war deutlich positiv,
Borreliose auch:
Blutbild vom 03.05.05

IgG 52,2
Igm 5,9

recomBlot IgG 40 Punkte positiv
recomBlot IgM 7 Punkte fraglich

Weiterhin gab es Parameter für eine Impfschädigung, sein Fell war in keinem guten Zustand, Spitzen trocken und wie blondiert, der Wechsel nicht gleichmässig.

Das hatte ich nun nicht erwartet, ich wollte doch nur, das Jockers Magen und Darm Problem behoben wird. Sonst ging es ihm für seine Verhältnisse ganz gut.

Die THP zerlegte Jockers Krankheitssymptome in eine Abfolge logischer Zusammenhänge. Obwohl sie ihn gerade erst kennen gelernt hatte war sie in der Lage seine Krankengeschichten aneinander zu reihen, als hätte sie Einblick in die von ihm verursachten Tierarztrechnungen gehabt.
Sie gab Stichworte vor und ich füllte die Einzelheiten.

Das Borreliose von Zecken übertragen werden kann, hatte ich schon gehört, aber nur in Verbindung mit Menschen. Nie mit Vierbeinern.

Jocker bekam einen Behandlungsplan für die kommenden 5 Tage.
Anregen des Stoffwechsels, Entgiftung stand auf dem Programm.

Die THP klärte mich darüber auf, das ich mein Pferd als sehr krank ansehen sollte. Borna und Borreliose sind beides Infektionskrankheiten, die leider häufiger als bekannt bei Pferden vorkommen.
Borna ist eine Viruserkrankung und Borreliose eine meist von Zecken übertragene, bakterielle Infektionskrankheit. Nach neuesten Erkenntnissen kommen jedoch auch Fluginsekten wie Mücken und Pferdebremsen als Überträger beider Krankheiten in Frage.

Beide Erreger persistieren ein Leben lang im Organismus, auch wenn es symptomfreie Phasen geben kann.

Weiterhin hätten regelmäßige Kombiimpfungen die Herpesinfektion immer wieder aufflammen lassen. Leider ist den TÄ bei den Bronchoskopien nicht der Transfergedanke gekommen, das die Herpesbläschen auf den Kehlkopfdeckel mit der Impfpraxis in Zusammenhang stehen könnte.
Als das I-Tüpfelchen der systematischen Zerstörung stellten die überaus regelmäßig gegebenen Wurmkuren da.

Ich war sehr verunsichert. All das viele Geld, das ich nach aufwendiger Beratung seitens der verschiedenen Tierärzte in mein Pferd investiert habe, wurde innerhalb eines Aufklärungsgespräches in rund 90 Minuten über den Haufen geworfen und ad absurdum geführt.
Das konnte und wollte ich so einfach nicht glauben.
Aber auf Grund meines positiven Bauchgefühls war ich bereit, den ich weiss nicht wievielten Versuch zu starten, das Beste für mein Pferd zu tun.


Mai 05
Jocker hat während er ersten 2-3 Wochen auffällig oft gepinkelt.  Er wurde so munter und frech, wie ich ihn noch nie vorher erlebt hatte.

Wege, die ich schon 100 mal mit im gegangen war, steckten voller neuer Überraschungen.
Kanaldeckel, Bordsteinkanten, Hydrantendeckel, alles hatte er noch nie gesehen.
Die Bundesstraße, an der wir entlang müssen wenn ich in der Halle oder auf dem Reitplatz arbeiten möchte, war bei starkem LKW-Verkehr zu einem gefährlichen Unterfangen geworden. Als dann auch noch auf dem Feld ein Traktor entgegen kam, riß meinem Pferd zum 1.mal in seinem Leben die Hutschnur und er versuchte sich steigend und bockend mitten auf der Straße los zu reißen. Wenigstens haben aufmerksame Pkw-Fahrer gut reagiert und den Verkehr zum stehen gebracht, bis ich mein Pferd in Sicherheit hatte.

Sooo geht das aber auch nicht, dachte ich. Sofort stellte die THP die Behandlung um und einen Tag später war der Spuk vorbei, aber das Pferd trotzdem noch 10 x munterer als ich es gekannt habe.

Am 10. Behandlungstag kolikte Jocker. Natürlich Abends, um 23h. Die THP hatte für solchen Fall Globuli da gelassen, die ich im ins Maul gab, noch bevor ich sie anrief.
Leider bin ich bei Jocker sehr Kolikerfahren und so weiß ich das er es gern hat, wenn ich bei ihm bleibe und ihm zwischen den Krämpfen den Bauch leicht massiere.

Wenn er sich wälzen will, oder umhergehen möchte, darf er das, aber ich fordere ihn nicht auf, sich zu bewegen. Er weiß selbst was gut für ihn ist. Ich mische mich da schon lange nicht mehr ein. Seit der in die Hose gegangenen Buscupan Spritze, habe ich keinen TA mehr gerufen, wenn Jocker gekolikt hat
Da die Krampfanfälle nach 30 Minuten nicht weniger wurden, flitzte ich in die Stallapotheke und holte und spritzte Jocker Spaskupreehl und gab ihm eine Ampulle Colosan. 

Nach c.a 2 Std, wurde Jocker ruhig, schwitzte nicht mehr, sämtliche Reste vom Winterfell waren weg massiert und das Pferd schlief tief und fest ein.
Nach weiteren 30 Minuten stand er auf, schüttelte und steckte sich, pinkelte und äppelte, marschierte dann erst zur Tränke und danach zur Heuraufe.

Die THP war am nächsten Tag nicht begeistert über meine Entscheidung für ein Komplexmittel. Sie steht auf dem Standpunkt, das bei der Menge der verschiedenen Substanzen alle wirken und nicht nur die, die zum Symptom und zur Konstitution passen.
Sie konnte aber mein Handeln nachvollziehen, mich darauf zu berufen, was in der Vergangenheit Linderung gebracht hat.

Wir kannten uns erst wenige Wochen. Zu diesem Zeitpunkt der Behandlung hatte die Therapeutin noch nicht mein uneingeschränktes Vertrauen. Ich hatte noch nicht die Sicherheit, das meine Pferde wirklich endlich auf dem Wege zu einer ungekannten Gesundheit waren.

Juni 05
Jocker geht es so viel besser als die letzten Jahre. Ich habe die fixe Idee, Jocker für Mitte August zu einem Einführungsdistanzritt anzumelden.
Aus unserer Futterkammer sind sämtlicher Futtermittel, Zusatz und Spezialfutter verschwunden. Keine Kräutermischungen, Vitamin/-Mineralpulver mehr vorhanden. In der Futtertruhe befindet sich nur Hafer, naturbelassen.
Im Stall hängt ein hochwertiger Mineralstein mit relativ geringem Salzanteil und eine reiner Salzstein. Diese werden von den Pferden nach bedarf genommen.

August 05
Den 30er Distanzritt ist Jocker ohne Mühe im Mittelfeld gelaufen.
Zum ersten Mal seit Jocker unter dem Sattel ist kann ich ihn einfach reiten, wann immer ich Zeit dazu habe. Kein Bangen mehr läuft er? Oder nicht?
Und das Beste ist, er hat sichtlich Freude daran. Er kann endlich Schritt halten bei einem normalen Ausritt ohne das ich mir wie ein Pferdeschinder vor komme.

September 05
Am 01.09. habe ich Jocker die Eisen nach sieben Jahren Beschlag ohne Pause abnehmen lassen.
Er erhielt in den letzten fünf Jahre alle 3-4 Wochen einen Korrekturbeschlag der es ihm ermöglichte seine Bewegungsstörung zu kompensieren. Der zehenschleifende Gang, ausgelöst durch die Borelliose und das damit in Verbindung stehende Stolpern, wurde in der Vergangenheit durch ein hinter die weiße Linie gelegtes Eisen weitgehend unterbunden.

Nach vier Monaten Borreliosebehandlung durch die THP hat sich das Gangbild so positiv verändert, das die THP verschlug, den Beschlag langsam in die herkömmliche Beschlagsweise zurück zu ändern.
Leider konnte die Schmiedin das nicht mit ihrer Überzeugung vereinigen.
Unsere Wege trennten sich und ein ganz neu und unvoreingenommen hinzugezogener Hufschmied macht den Vorschlag, das Pferd einige Wochen Barhuf laufen zu lassen, damit er sehen könne welche „Richtung“ das Pferd vorschlägt.
Gegen jede Vorhersage über in der Vergangenheit bemängelten Hornqualität, ging Jocker auf weichem Boden keinen Tag klamm. Mit den geliehenen Hufschuhen bin ich schon in der 2. Woche ausgeritten und in der Halle lief er schöner als mit Eisen.
Leider hat sich dann Mitte September ein Hufgeschwür bemerkbar gemacht. Er hat einen Hufverband mit geriebenen Kartoffeln bekommen und sich damit auf der Weide getummelt.
Mit Begleitung der THP ist es am 3.Tag am Kronrand auf gegangen, ohne Verband hatte er noch 10 Tage auf der Weide einen Krankenschein. Ab dann habe ich begonnen mit Hufschuhen wieder reiten.

Oktober 05
Den 15 Min „Fußweg“ zur Halle über Asphalt geht Jocker barfuss, ohne über den Randstreifen zu kriechen.
Bei Ausritten trägt er zur Zeit nur vorn Hufschuhe, da die Schuhe von Krämer noch immer nicht angekommen sind. Das geht bis auf die Schotterwege richtig gut zu meinem Erstaunen.

November 05
Jocker ist noch immer prima ohne Eisen unterwegs!
Habe nun Hufschuhe für ihn, die ich für den Weg zur Halle und zum Ausreiten benutze.
Nach wie vor wir er von der THP betreut.
Die Mittelgabe ist nun nicht mehr so aufwendig. Statt bis zu 5 mal täglich bekommt er nur noch 2 Mittel am Tag, selten 3x.
Jocker bekommt noch immer Rhus und Borrelien Nosode
Den Fellwechsel haben wir gut überstanden und zum 1. Mal ist er nicht an dem sonst regelmäßig auftretenden „ Herbsthusten“ erkrankt.
In der Wechselphase habe ich Echinacea gegeben.
Es gibt leider immer wieder Tage an denen er 100% nicht taktrein läuft. Er läßt dann wechselnd ein Hinterbein  “einen Tick” länger stehen. Das kommt zweifellos aus der Oberlinie. Obwohl Reflexe ansatzweise wieder gekommen sind, ist der Tonus der Kruppenmuskeln noch schlecht.
An diesen Tagen bekommt er Arnica.
Insgesamt sind die Gänge viel raumgreifender geworden. Und er hat deutlich mehr „go“ wenn die Kraft auch bis jetzt nur für 15 Min. „richtige“ Arbeit reicht. Der Ton ist noch da, aber schwächer. Am langen Zügel erst nach einigen Minuten Galopparbeit zu hören. Versammelt immer.
Temperatur der Hufe habe ich immer (höchstens alle 4 – 6 Wochen mal) mit Bella Donna auffangen können.

Ich hatte keine weitere Kolik mehr seit Beginn der Therapie.
Bis vor 14 Tagen war er Tags auf der Weide und Nachts im Offenstall.
Seit dem ist die Weide geschlossen und die Pferd stehen im Offenstall mit Auslauf.
Es gibt Heulage einen Mineralleckstein und 250g Vollkorn Müsli

Dezember 05
Beim durchblättern meiner TA Rechnungen der letzten drei Jahre ist mir bewusst geworden, wie viel Geld, Sorgen und Mühe ich in Jockers Krankheiten ohne durchschlagenden Erfolg investiert habe.
Reglmäßig ließ ich Blutbilder erstellen um dem schlechten allgemeinen Zustand abzuklären. Außer geringfügige Mängel die mit entsprechender Mineralfütterung oder Vitaminfütterung vom TA ausgeglichen wurden hat sich der Zustand an sich nicht verbessert.
Wegen des chronischen Verlaufs des Husten (COB) habe ich ihn jährlich ein mal bronchoskopieren lassen mit den entsprechenden Untersuchungen um nix zu verpassen (Pilze Viren Bakterien).
Je nach Befindlichkeit in den Sommermonaten bekam er entweder Cortison Depot oder Antibiotika gespritzt.
Zusätzlich bekam er Sputo..., oder Venti..... plus.
4 mal hat der TA Jockers Koliken betreut. Ein mal wäre das fast schief gegangen Buscupan ist nicht in die Vene, sondern ins Gewebe gelangt.
Es kam zu einer Thrombose. Diese Folgebehandlung sowie eine weitere Kolik auf Grund der Medikamentenunverträglichkeit, haben wir überstanden. Alle Koliken danach habe ich dann mit Gebet, Heel und Schätte in den Griff bekommen.
Gegen den Durchfall habe ich wenig Erfolgreich sesac, Bt Hefe probiert.
Die immer wieder auftretenden Huflederhautentzündungen haben wir mit Schmerzmitteln therapiert.
Die Hufgeschwüre behandelten wir mit Antibiotika.
Dazu hatte Jocker manchmal auf allen 4 oder wechselnd aufgelaufene Sehnen. Die habe ich dann mit dexa und equi behandelt.
Es wurden 2 Biopsien gemacht und ein Gescharbsel genommen. Um den immer mit neuem Bild auftretenden Hauterkrankungen auf den Grund zu kommen. Ohne wirklichen Erfolg.
Auf sämtliche Krankheitsbilder zugeschnitten habe ich immer mit gebührendem Abstand zueinander Sinfonie, Movicur, bronchio irgendwas, Kanne Brot Trunk, Mash gefüttert.
Bis dahin hat Jocker natürlich einen lückenlosen Impfpass und zu den regelmässigen Wurmkuren habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.
Termine zu Reitveranstaltungen habe ich nur unter Vorbehalt zugesagt, weil in der Regel Jocker rechtzeitig einen gelben Schein eingereicht hat.
In den letzten nur 3 Jahren hab ich x000 € für ein nicht reell nutzbares Pferd ausgegeben.
Die Umstellung auf die homöopathische Behandlung hat mir nicht nur immense Kosten erspart, sondern für weniger Geld mein Pferd gesünder gemacht.
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Antwort #3 - 02. November 2007 um 10:13
 
Seit Anfang April 06

trägt er wieder Eisen- "ganz" normal, weil ich nun wieder längere Ausritte mache und zieht fleißg von der 1. bis zur letzten Minute. Egal welcher Boden und ohne ein Eisen zu verlieren.

Jocker kann im übrigen wieder Heu und zwar trocken fressen! Ohne zu husten!

Er hat den ganzen Winter und das Frühjahr nicht gehustet. Kein TA betrat den Hof bis April 06.

Für keines der 8 Pferde, 2 Esel, Hund und Katze.

Mai 06
Jocker ist top fit! Das habe ich so vor der homöopathischen Betreuung noch nie so überzeugend sagen können. Er ist so gut drauf wie ich ihn unter dem Sattel noch nicht erlebt habe. Aus meinem zuverlässigen Pferd auf das ich jedes Kind und jeden Anfänger ohne Bedenken setzen konnte, ist ein humorvoller Temperamentsbolzen geworden.
Er sucht nach Gelegenheiten mal zu buckeln oder zu scheuen. Für mich ist das nicht gefährlich oder unangenehm. Er ist halt auf der ganzen Linie nicht wieder zu erkennen.

Er wurde letzte Woche zum 2. mal beschlagen. Mit seinen “neuen” Eisen kommt er super gut zurecht. Vorn hat er nur noch eine Zehenkappe, hinten doch zwei Aufzüge. Beim Trab auf hartem Boden zieht er fast so gut wie auf weichem Boden.
Anfangs hat er gewohnheitsgemäß die weichen Trampelpfade der Vergangenheit aufgesucht, aber das wird immer weniger. Ich mache Ausritte so wie ich immer davon geträumt habe große Runden bis 2 – 3 Stunden, alle Tempi und das Pferd läuft mit gespitzten Ohren und zieht vom 1. bis zum letzten Meter.

Jocker hat bei einem Dressurlehrgang bei Britta Rasche eine gute Figur gemacht.

September 06
Für Jocker hab ich eine Reitbeteiligung gefunden, mit der ich gemeinsam ausreiten kann und die auch Freude daran findet, sich in der Halle zu betätigen. Einfach prima. Endlich Smiley

5. Dezember 06

Auch wenn vom Winter noch nix zu sehen ist, ist Jocker nun in der 2. Woche ohne Eisen unterwegs. Zur Halle braucht er keine Hufschuhe.
Den Hof mit den kleinen Steinen überquert er etwas vorsichtig, aber auf Asphalt ist kein Unterschied zu bemerken. In der Halle läuft er glaube ich sogar noch besser als mit Eisen, aber das könnt nun auch die Euphorie sein.

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Antwort #4 - 02. November 2007 um 10:25
 
7. Januar 07
An Heilig Abend hat sich Jocker in seinen Swiss wund gelaufen. Leider eine Scheuerstelle bis aufs Blut, knapp über dem Saum, seitlich außen, vorn rechts.
Zwar ging er nicht lahm und es schien ihn auch nicht wirklich zu kümmern, verheilt auch prima, aber Ausreiten ist dann erst mal gestrichen. Gut läuft er in diesem Jahr ohne Beschwerden ohne Hufschuhe den Weg zur Halle.
Dort macht es Spaß mit ihm zu arbeiten. Kein Lahmen, kein Husten. Selten bleibt noch mal ein Bein hinten stehen. Stolpert ohne Eisen überhaupt nicht. Mit Eisen ab der 3. Woche nach dem der Beschlag gewechselt wurde, selten vorne rechts.
Wenn er sich bei der Galopparbeit fest hält, hat er noch immer seinen auffälligen Ton. Ist er durchlässig, hört man kaum noch was.
Ohne Sporen lässt er mich gern bei der Dressur „verhungern“. Obwohl ich wirklich sehr bemüht bin, mit Bein und nicht mit Spore zu reiten, liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Ist alles viel besser geworden, die großen Linien sind nicht mehr das Problem. Erst ab Schulter vor und Traversale wird es spannend. Mit Gerte zu Reiten hilf nur genau für den Moment. Trotzdem bin ich im Vergleich zu den Jahren vorher super glücklich. Wenn ich bedenke, das ich beim Kauf von Flower plante, Jocker in Rente zu schicken, (mit 9!) schweben wir nun eher im 7. Himmel.

15. Januar
Gestern bin ich zum erstem mal wieder mit Hufschuhen ausgeritten. Nichts hat gescheuert, außer der Pinn in Kopf. Leider sind die Hufschuhe fliegen gegangen, Jocker wäre so gern mal getrabt und galoppiert.
Diese dämlichen Hufschuhe! Ich bin nicht dafür gemacht. Jockers Hufform ist lang und schmal und die Hufschuhe dadurch entweder zu kurz oder zu weit.
Wenn er nicht profitieren würde von der Eisenfreien Zeit, wäre er das ganze Jahr beschlagen. Jetzt werde ich noch bis zum 7.2. durchhalten und hoffen das der Winter nicht dann doch noch hier aufkreuzt.

12. Februar
Nun geht’s wieder!
Traben, ohne das uns die Hufschuhe um die Ohren fliegen.
Wenn Jocker nicht so enorm von der Eisen freien Zeit profitieren würde, ich könnte die Zeit gut vermissen.
Im nachhinein betrachtet, hätten wir viel mehr Fotos machen sollen, von sämtlichen Veränderungen, nicht nur von den Hufen. Noch sind wir weit von einer optimalen Hufform entfernt, aber der Hufschutz bietet Jocker mehr Bewegungsfreude.
Leider ist er als nettes Reitpferd für alle Fälle nicht mehr geeignet. Vor zwei Jahren noch hatte ich keine Bedenken ihn als Anfängerreitpferd zu nutzen, auch im Gelände als Handpferd war er immer sehr zuverlässig.
Das ist jetzt nicht mehr der Fall.
Seine neue Lebensfreude kann er oft nicht für sich behalten und muss sie mit einem Buckler oder Satz raus lassen.
Aktuell hustet er zum erstem mal seit er homöopathisch behandelt wird. Sein „Kehlkopfhusten“, ein Geräusch das ich schon weit von uns geschoben hatte.
Am ersten Tag (letzten Dienstag) hab ich es mal mit verdrängen versucht. Jeder darf ja 1 x Husten. Mittwoch hatte er Frei und Donnerstag war dann nix mehr mit ignorieren. Es präsentierte sich ein ausgelassen an der Longe bockendes „Hustinettenpferd“.

Das Abbuckeln hab ich ihm noch gestattet, dann hatte er nach ein wenig Gymnastik im Schritt frei. Keine Temperatur, verfressen wir immer, Verdauung o.K., temperamentvoll, munterer Blick und Ohrenspiel. Nach Telefonat mit THP Änderung der Globuli Gaben.

Freitag hörte ich ihn ein mal beim Fressen vom Kraftfutter und Samstag machte ich einen 15 Minuten Ritt um eines der Felder, keine Anzeichen für Husten. Sonntag frei und Montag darf er mal an der Longe traben, um zu sehen, wie es seinem Husten geht. Ich bin mir sicher, das der schon wieder Geschichte ist.

25. März 07
Heute Morgen fand ich Jockermit einem in den Huf eingetretenen Nagel vor.
Weiß der Himmel wo der her kam. Er ist 8 cm lang und steckte in einem flachen Winkel von Mitte des Strahl Richtung Hufspitze.

Nach dem ich den Nagel gezogen hatte, blutete es heftig. Jocker hat den Huf nur auf der Spitze abgesetzt und so sah sein Humpeln sehr erbärmlich aus.

Hab eine SMS mit den wichtigsten Fakten an die THP gesendet und prompt eine Antwort bekommen.
Im Lauf der letzen zwei Jahre hat sich mein Bestand am Medikamenten Gott sei Dank sogar für Notfälle dieser Art gefüllt.

Bei schönem Wetter hat er viel im Paddock in der Sonne gelegen.
Er hatte zwar Schmerzen, war aber guter Dinge.
Gegen Abend stieg die Temperatur. Er hatte weiter guten Appetit, aber kaum noch Motivation sich zu bewegen. (womit ich eigentlich schon Tags über gerechnet habe.) Schwellung war kaum vorhanden und auch nur minimal Temperatur am Huf und der Umgebung.

Gegen 21h schickte ich eine weitere SMS an die THP mit
Infos zum Ist-Stand. Bekam weitere Empfehlung für den Abend.

26. März 07
Jockers Fieber von 39,9° gestern 22.30 ist runter auf 37,7° (heute 7h)
Er setzt manchmal fast plan auf, aber „abrollen“ geht gar nicht. So kommt dann nach wenigen Schritten doch wieder nur die Hufspitze zum Einsatz. Und er entlastet das Bein hi re. dauerhaft.
Nun ist etwas Schwellung bis halbes Röhrbein vorhanden, aber mit kaum Temperatur und wenig Spannung auf dem Gewebe.
Er hat guten Appetit und ist frech wie immer.

28 März 07
Jocker geht es den Umständen entsprechend sehr gut!
Im Schritt sieht man die Lahmheit nicht mehr!
Das habe ich nach 4 Tagen nicht zu hoffen gewagt. Das Bein ist bis zur Fessel noch leicht angelaufen und aus dem Eintrittsloch tritt Wundwasser aus. Rund um das Loch ist es immer leicht feucht.
Ich hatte keinen Verband angelegt. Schien mir wiedersinnig den Huf in ein feuchtwarmes Klima zu packen. Jocker hat außer Kügelchen nichts bekommen.

09.April 07
Der arme Jocker hatte gestern Abend ein leichte Kolik. Die Erste seit fast zwei Jahren.
Haben wir aber gut mit Cholozynthis in den Griff bekommen.

Diesmal hatte ich auch die Ruhe die Kombipräparate weg zu lassen, auch Colosan habe ich nicht gegeben.
Bauchweh war ja leider über Jahre ein regelmäßiger Begleiter von Jocker und so sind wir beide ein eingespieltes Team. Er schmeißt sich irgendwo hin und lässt sich den Bauch streicheln und massieren. Wenn es gut ist, bleiben die Augen geschlossen, will er etwas anderes von mir, hebt er immer wieder leicht den Kopf bis ich verstanden hab, was er gerade will oder nicht mehr haben möchte.

Allein gelassen werden findet er blöde, da steht er dann oft auf und versucht mir zu folgen. Wenn er dann merkt, dass das keine gute Idee ist und sich wieder legen muss, macht er das zur Not auch auf dem gepflasterten Teil des Paddocks. Da kriege ich dann immer ne Krise, weil ich denke, dass er sich da weh tun könnte.

Nach kurzer Zeit steht er dann auf und trabt dann zurück in den Paddock oder in den Offenstall um sich dort wieder bequemer hinzulegen. Ich trenne ihn nie von der Herde. Schirme ihn nur vor neugierigen Nasen ab. Vor allem ein rangniederer Wallach liebt es den kranken Jocker zu zecken.

Meist dauerte seine „Unpässlichkeit“ zwischen 2 und 3 Std. So lange passe ich auf und bin immer froh, wenn er Kot und Urin absetzt. Danach ist es meist wieder gut und er geht fressen.
Ich überlass Jocker (und unseren anderen Kolikkandidaten) immer selbst die Entscheidung was und wie viel Rauhfutter oder Gras sie nach einer Kolik fressen wollen. Ich lasse nur das Kraftfutter weg.
Damit habe ich bis jetzt die besten Erfahrungen gemacht.

26 April 07
Jocker hält noch Fell fest. In diesem Jahr wieder gut zu beobachten, viel Blut, feines Fell, schneller Wechsel. Je „kälter” die Rasse desto mehr Fell ist noch da (Flower ist fast fertig).
Für mich nicht logisch, dass Pferde, die sowieso schneller frieren am schnellsten die Jacken ausziehen.
Immer im Auge behaltend, dass ich Jocker vor drei Jahren als nicht reitbar „in Rente“ auf die Weide entlassen wollte, habe ich in den letzen Woche an seinem Linksgalopp zu Nörgeln gehabt. Mein Kommando fliegend von Rechts nach Links zu wechseln hat er schon mal ignoriert und sich lieber für Zirkel im Außengalopp entschieden.
Pech für Jocker, dass ich in solchen Dingen nicht demokratisch eingestellt bin. Es lebe die Diktatur, die THP und meine Trainerin.

Nun geht’s wieder. Es bleibt noch hin und wieder mal ein Bein stehen, aber auch das wird nun besser.
Faszinierend ist für mich noch immer, welche Bewegungsfreude er in den letzten zwei Jahren entwickelt hat und wie aufmerksam er im Gegensatz zu früher geworden ist. Ist nicht immer lustig wenn eine raus gestellte Mülltonne ihn aus der Fassung bringt, aber im Grunde freue ich mich über diese Lebensäußerungen.

Die 24 Std. Weide hat zur Folge, dass der Kot leider seine Form verloren hat. Kotwasser hat er aber nicht. Ich warte noch bis zum WE ob er es selbst schafft seine Verdauung zu regeln, sonst gibt es Globuli zur Unterstützung.

12. Juni 07
Da war ich doch mit Jocker und Flower am WE auf einem Dressurlehrgang bei Britta Rasche und hatte noch keine Zeit Euch davon vorzuschwärmen.
Jocker konnte Samstag eine „Gute Figur“ abgeben obwohl ihm deutlich anzumerken war, dass der neue tiefe Hallenboden der Anlage so gar nicht sein Fall war.
Er hat deutlich an Durchlässigkeit gewonnen. Es gelingt uns immer besser, ihn in allen Gangarten zu setzen. Als Energiesparmodell gezüchtet, ist er sehr geschickt darin, immer nur das nötigste an Kraft in seine eigene Körperspannung zu verwenden. Da macht es ihm wenig aus, seinen kräftigen Hals oder Rippenkasten gegen mich einzusetzen.
Ihn muss ich schön langsam durchkneten, mit Zeit, Ruhe, Konsequenz und an der richtigen Stelle auch mit Nachdruck. Dann ist er genial, und ich platt.
Bis auf die Bauchweh vor einigen Wochen ist er dauerhaft gut drauf. Seine Äppel sind noch immer wenig geformt. Von 8 Pferden geht es 4 so wie ihm. Da Allgemeinzustand, Fell und Hufe bei allen gut sind, habe ich beschlossen, mir darum keinen Kopf mehr zu machen.

Keine Lahmheit, kein Husten, kein Stolpern, selten bleibt mal ein Hinterbein stehen und die Länge der Ausritte ist durch mein Zeitfenster eingeschränkt, nicht durch seine Kondition und Leistungsfähigkeit.
Das schöne WE wird nun aktuell dadurch getrübt, dass ich gerade die Nachricht bekam, dass Jockers Nachbarpferd des Lehrgangs mit Fieber über 40° darnieder liegt.

Im Unterricht bei unserer Trainerin Petra Flocke-Kochs fiel ihm heute die „Nacharbeit“ schwer. Hab zur Vorsicht nur ein schmales Programm ohne Schweiß gefahren.

14.Juni 07
Seit gestern liegt Jocker mit knapp über 40° Fieber mehr als er steht. Da er zwar wenig, aber immerhin säuft und frisst, bin ich noch einigermaßen entspannt. Er bekommt stündlich Globuli.

26. Juni 07
Alles wieder im grünen Bereich. Bin inzwischen wieder piano Runden ausgeritten. Jocker hat noch 4 weitere Pferde der Herde mit Fieber versorgt.
Aber Keiner außer ihm ist über 40° gegangen alle haben bei 39,9° aufgehört zu fiebern.

Gestern war eine Pferdezahnärztin bei Jocker und Flower.
Unsere THP ist gegenüber Zahnbehandlungen sehr kritisch eingestellt. Sie bezweifelt die jährliche Notwendigkeit grundsätzlich und drohte uns im Vorfeld die Kündigung der Bertreuung der Pferde an, falls die Pferde sediert werden und/oder die Geräte aus einem mit Desinfektionsmittel befüllten Eimer entnommen und am Pferd verwendet werden.

Obwohl Jocker im September 2006 das letzte Mal behandelt wurde, konnte die Dentistin mich durch Tasten miterleben lassen, worin der Vorteil einer regelmäßigen Zahnbetreung besteht.
Bin gespannt, ob sich Jocker nun wieder besser links stellen lässt. Aus Sicht der Dentistin hatte er deutliche Gründe, sich zu entziehen.

14. Juli 07
Das erhoffte Wunder in Sachen Stellung ist nicht eingetreten, aber es ist besser geworden.
Leider hat er noch immer nicht die Fitness von vor dem Kurs erreicht.
Das ist nicht tragisch. Ausreiten ist wegen einer furchtbaren Bremsenplage aus dem Programm gestrichen. Ich hab es auch bei strömendem Regen versucht (war ja nicht schwer die letzten Wochen). Die Viecher sind, wie ich meine, so viele und so was von überall wie noch nie.
In der Reitanlage tummeln sich wochenweise Ferienkinder. Durch das schlechte Wetter und die Bremsen bevölkern die 15 Kinder fast den ganzen Tag die Halle. Da ist an konstruktives Arbeiten nicht zu denken. Abends dürfen wir als Gastreiter nicht kommen.
Also SOMMERPAUSE.

31. August 07
In den Ferien bis Anfang August haben wir wie geplant viel gefaulenzt, danach die Bahnarbeit wieder aufgenommen. Das hat Jocker mental nicht gefallen, hat ihm aber trotzdem gut getan.
Biegung und Stellung ist nun fast gleich auf beiden Händen, Rechtsgalopp noch immer seine deutliche Stärke.
Er hat zu viel Gewicht, aber eine sehr gute Kondition und unter dem Faulenzspeck ist Arbeitsmuskulatur zu erkennen.

Unser Ausreitgelände ist wirklich anspruchsvoll, viel auf und ab, fast ausschließlich Fels und Schotterwege. Das er dort mal so viel Temperament und Gangfreude zeigen könnte ist für mich noch immer ein Wunder.
Schon im Fohlenalter turnte er über die schmalsten Grasstreifen, Eisen linderten das Problem nur sehr gering. Waren wir in einer Gruppe unterwegs die trabte oder galoppierte, sahen wir schnell nur noch die Rücklichter. Er war durch nichts dazu zu bewegen einen langsamen Arbeitstrab mitzuhalten. Es blieb immer bei einem „Pleasuretrab“ oder Galopp fast auf der Stelle. Auch wenn uns zum Anschluß an die Gruppe Kilometer trennten, er regte sich nie auf und schien null Ergeiz zu besitzen, die Distanz von sich aus zu verkleinern.
Da ich auch keinen Spaß an solchen Ausritten hatte, haben wir dann auch an keinem solcher Ritte mehr teilgenommen.
Heute ist es so, dass er mit Sicherheit nicht der Schnellste wäre, aber er benimmt sich so, als würde er es auf jeden Fall alles geben, es zu werden.

21.September
Gestern war der Osteopath gemeinsam mit der THP bei Jocki.
Wie alles aus seiner Sicht genau zusammenhängt und seit wann, konnte ich mir bei der Informationsflut nicht merken.
Meine Quintessenz ist, dass Jocker unter anderem schon seit vielen Jahren an einer Entzündung von der Speiseröhre bis zum Enddarm leidet. Wahrscheinlich liegt der Ursprung in einer Vergiftung.
Was das genau gewesen sein könnte ist Heute nicht mehr zu rekapitulieren, aber die Aussage an sich ist schlüssig.

Was mich an dieser Tatsache sehr erstaunt ist, dass Jocker trotz dieser nicht unerheblichen Diagnose otisch kaum besser da stehen könnte. Schon von der Straße aus sticht er durch sein glänzendes Fell ins Auge, seine für Quarter typischen Muskeln sind unübersehbar, obwohl er ruhig weniger Speck auf den Rippen haben dürfte. Ich bin wirklich betroffen darüber das ich den Gedanken hatte, dass der Durchfall nicht soo tragisch sein würde, weil Jocker so gut aussieht.
Wie furchtbar krank müssen die Pferde im Vergleich sein, die mager und mit struppigem Fell da stehen?
Es gab noch weitere Disharmonien, jedoch liegt zur Zeit Jockers vorrangiges Problem in der Verdauung und der darauf folgenden Entgiftung.
Jocker wurde von ihm behandelt, er sollte getrocknete Kamille über 7 Tage in vorgegebener Menge gefüttert bekommen.

Pur war da nichts zu machen. Ich habe die Kamille 50/50 mit gewalztem Hafer vermischt und leicht angefeuchtet, dann konnte er das essen.

24. September
Zwei Tage vor dem Termin mit dem Osteopath hatte ich mit Jocker einen schönen langen Ausritt gemacht den er munter und fleißig absolvierte. Heute mochte er nicht laufen, war extrem triebig. Statt einer geplanten großen Runde ritt ich die kleinst mögliche Runde in laangsamem Schritt, nicht mal traben wollte er auf der Galoppstrecke. Trotzdem verlangte ich ein kurzes Stück in der Hoffnung die Motivation käme bei der Arbeit - Fehlanzeige.

25. September
Ich wollte heute auch Jocker im Unterricht reiten. Nach 10 Minuten Arbeit in der Halle, verwarf ich diese Idee. Traben war offensichtlich schon eine Zumutung, der Galopp rechts zwar möglich aber nicht Wert ihn zu reiten. Galopp links war grauenhaft. Nicht nur Vor- und Hinterhand passten nicht zusamme, alle vier Beine fühlten sich unkoordiniert an. Irgendwas, was ich nicht erklären kann, passiert mit meinem Pferd. Es bewegt sich schrecklich, hat aber gute Laune.
Am frühen Abend wagte jemand ein fremdes Pferd an der Weide entlang zu führen. Diese Person war sicher sehr froh über den starken, hohen E-Zaun.
Die Herde hatte Jocker schön vom Zaun weggerieben und jagte zwischen der Herde und dem möglichen Eindringling auf und ab, nicht ohne ihm gestenreich zu imponierten. Zwischendurch musste er zur Herde zurück um diese wiederum vom Näherkommen abzuhalten.
Schönes Pferd Smiley

27. September
Wer sich so benehmen kann, kann auch mal 30 Minuten ein braves Longenpferd für eine „Sitzschulung“ sein.
Danach habe ich kurz unter dem Sattel den Galopp abfragt. Das sieht fühlt sich schon um Klassen besser an.
Auch der Kot ändert, oh Wunder, endlich laangsam seine Konsistenz.

4. Oktober
Seit der Longe hatte Jocker frei, weil ich keine Zeit hatte.
Er macht einen sehr munteren und zufriedenen Eindruck.
Heute hab ich die Eisen abnehmen lassen. Ich bin gespannt wie er diesmal auf die Umstellung reagiert.

6. Oktober
Den Weg zur Halle ohne Eisen und Hufschutz legte Jocker unwesentlich langsamer zurück als mit Eisen. An der Longe auf dem Platz sah das Bewegungsmuster schon deutlich unrunder aus. Auch Jocker versucht die Stützphasen zu verkürzen und muss deutlich aufgefordert werden, sich vorwärts zu bewegen. Unter solchen Umständen reichen mir wenige Minuten, um mir einen ausreichenden Überblick zu verschaffen.

8. Oktober
Der Ausritt mit Hufschuhen gestern war schon deutlich besser für ihn. Unter dem Sattel in der Halle bewegt er sich schlechter als mit Eisen. Ich habe nur 15 Minuten mit ihm gearbeitet und auf Fleiß verzichtet.
Morgen kommt eine Hufpflegerin, mit ihr werde ich meine weitere Vorgehensweise in Sachen Barhuf besprechen.
Seit Monaten lese ich nun regelmäßig auf dieser Seite http://www.pro-barhuf.de/ und bin theoretisch überzeugt, dass ich meinen Pferden Gutes tue, wenn ich sie Barhuf leben lasse. Das Bild, welches Beide mir die letzten Tage vermitteln, läßt mich an dieser Idee zweifeln.

11. Oktober
Vor zwei Tagen wurden auch Jockers Hufe von einer Huforthopädin bearbeitet.
Bei ihm wurden die Hufe anders bearbeitet als ich mir das zusammengereimt habe. Ich habe die Erklärungen gut verstehen können und bin nun in positiver Erwartung was sich im Laufe der Zeit verändern wird. Fotos dann dem nächst mal HIER
Jocker käme zur Not gerade noch mit seinen Hufschuhen zurecht. Ihm habe ich sie mal gut passend im Herbst vor drei Jahren gekauft. Da hatte er eine noch viel längere Zehe und es sah aus, als wollten die Hufe breiter werden wollen.
Aber die Hufe werden nun doch „nur“ runder und so muss ich für beide neue Schuhe haben.

Für Jocker hatte ich im ersten Jahr Turf King Gr 1 probiert und Gr 2 gekauft. Im zweiten Jahr die Kings verkauft und gegen Swiss Gr1 getauscht. Schon im letzten Jahr hab ich für ihn ein Paar Swiss 01 gekauft. Diese habe ich aber leider zur Zeit gerade verliehen und kann aktuell nicht probieren, ob das eine Alternative wäre.
Easys habe ich zum probieren gerade heute „beantragt“ aber noch kein Bescheid, ob und wann das möglich ist.

25. Oktober
Jocker verliert leider alle verschiedenen Sorten an Hufschuhen die ich hier habe spätestens im gesitteten Galopp, außer die Cavallos und die vermitteln mir nach 45 Minuten Reitzeit, das ich tunlichst nicht länger unterwegs gewesen sein sollte, um Scheuer und Druckstellen zu vermeiden. Schritt geht aber sehr gut mit den Easys und das ist als Abwechslung zur Hallenarbeit vorläufig ausreichend.
Zur Halle ohne Schuhe lief er bis Ende letzter Woche deutlich besser als Flower und nun sehr langsam. Ich kann beobachten, das sich sein Gangbild verändert.
Schon immer“ rammte die Zehen der Vorderhufe beim aufsetzen in den Boden, dann bekamen zu erst die Außenseiten Kontakt zum Boden und dann „klappt der Huf auf seine gesamte Fläche. Direkt nach einem neuen Beschlag war dieses falsche Gangbild weniger deutlich, da „plante“ er fast, aber mit der Zehe immer einen Tick zu erst. Je nach Wachstum ließ ich ihn immer nach 4 – sechs Wochen beschlagen, weil er sonst zu stolpern begann.

Nun ist er seit 4 Wochen ohne Eisen und durch das Trimmen verändert sich die Fußung vor allem vorn, in einen natürlicheren Bewegungsablauf. Ich vermute das dieser Prozesses unangenehm ist. Zwar berührt noch immer die Hufspitze deutlich zu Erst den Boden, aber „das Rammen“ ist weg.
Da die Pferde dank des trockenen Wetters noch immer Tags über auf der Weide sind, „mache“ ich erst mal nur 1 –2 mal in der Woche etwas mit ihm

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Antwort #5 - 05. November 2007 um 23:06
 
Hier die Bilder von  seinen Hufen vor und nach der Bearbeitung durch eine HO.
http://community.webshots.com/album/553621351xgKdzj?start=72

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Antwort #6 - 20. November 2007 um 22:32
 
8.November
Die Weidetore sind seit einer Woche geschlossen, die Idee mit Pause war schon vorher schlecht.
Jocker ist souverän dominant seiner Herde gegenüber, seine untergeordnete Rolle den Zweibeinern gegenüber zweifelte plötzlich mal wieder über deutlich an.
Er hatte es sogar gewagt mich auf der Weide zur Seite zu Rüpeln und keilend davon zu rennen, als ich ihn an einem Abend von der Weide holen wollte.
Obwohl ich eine Ausdrückliche Warnung den Einstellen gegenüber aussprach, Jocker mit Vorsicht zu genießen, schubste er noch zwei andere Zweibeiner zur Seite, rannte zwei mal durch eine gespannte Litze um die Rang niedrigen von ihren Kraftfutterplätzen zu vertreiben, rennt als er mich mit Halfter kommen sieht in den Matsch um sich zu wälzen und kein Rufen und Schimpfen kann ihn davon abhalten.

Bis auf das Rempeln amüsiere ich mich köstlich über den Schalk in seinem Nacken. Trotzdem musste ich ihn in den letzen Tagen deutlich in seine Grenzen zurück verweisen. Diese Form von Dominanz ist nämlich auch unter dem Sattel lästig.
Mit Arbeit lässt sich sein Mütchen gut kühlen und da ich oft die Halle morgens für mich alleine habe konnten wir zusätzlich viel freie Bodenarbeit machen. Schnell zeigt sich dann, das er im Grunde gern folgt und gern für Lob gehorsam ist.

Jocker geht jetzt deutlich langsamer ohne Hufschuhe zur Halle. Die Hufe sind nicht bis kaum temperiert, am Saum haben sich vor allem vorn rechts, außen kleine Wülste gebildet, die ich als eine positive Reaktion auf die veränderte Hufbearbeitung deute. In der Halle bewegt er sich gut, ich arbeite aber immer nur 30 Minuten im Trab und Galopp, möchte seine Hufe nicht übervordern.
Mit Eisen hat er nach so wenig Bewegung nie sofort entlastend gewartet. (Ich gehe oft mit zwei Pferden in die Halle, eins muss in einer Ecke angebunden warten). So lange er das macht, arbeite ich weniger.

Seine Gesamterscheinung ist sehr positiv, sein Fell glänzt wie poliert, wie erfreut Frau doch über normal geformte Kotballen sein kann, die Atmung bestätigt seine gute Grundkondition, 20 bis 30 Minuten Trab, Galopp, rufen keine Schweißflecken hervor. Erst nach dem Warten unter der Abschwitzdecke kann man sehen, dass er an „den richtigen Stellen“ nachgeschwitzt hat. Verlasse ich sofort nach der Arbeit mit ihm die Halle um nach Hause zu gehen, ist er bis da hin trocken.

Noch immer kann ich mich einfach nicht entscheiden, welchen Weg ich in Sachen Hufbearbeitung einschlagen soll, die Hufpflegerin verfolgt ein anderes Konzept, als das auf Arianes Seite, hat aber eine gute Kundenzufriedenheit und ich konnte auch nichts Nachteiliges an den Pferden beobachten.

Um Zeit zu gewinnen, lasse ich den Schmied am Montag nach den Hufen sehen. Da ich die Hufe rund gehalten habe, wird er außer am Strahl keine Arbeit finden.
So kann ich meine Entscheidungsfindung noch ein wenig vor mir her schieben. Griesgrämig
Eigentlich ist Unentschlossenheit überhaupt nicht meine Art, da ich aber in Sachen Hufbearbeitung schon mal fas fünf Jahre auf einem falschen Weg war, bin ich über vorsichtig.

20.November
Letzen Montag war der Schmied da, diese Fotos sind vom 17.11.
http://good-times.webshots.com/album/553621351xgKdzj?start=84

Für Jocker habe ich noch keine wirklich passenden Hufschuhe für hinten gefunden. Aber vorn trägt er nun auch welche für den Weg zur Halle, nur vorsorglich, habe Sorge, dass der Abrieb zu stark sein wird.
In der Halle läuft es sehr schön, flott und motiviert. Auch läßt er kein Bein mehr stehen und stolpert nicht mehr.
Die Äppel sind perfekt, kein Husten, kein Lahmen, keine Kolik. Ich bin einfach nur glücklich.



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Antwort #7 - 25. November 2007 um 20:19
 
Eigentlich wollte ich nur Flower nächstes WE mit auf den Kurs mit Britta Rasche nehmen, aber nun reitet eine Freundin noch mit und muss Jocker doch noch an die Arbeit. Joki findet arbeiten auf den Kursen bei Britta nicht so klasse, weil sie seine Mogelei nicht akzeptiert. Sie erwartet, das das QH seinen Hintern nicht nur gewaltig aussehen läßt, sondern ihn auch zur Arbeit gebraucht. Smiley. Da ist unserer Trainerin zu Hause, Petra Klocke Kochs, netter zu ihm ;o)
Jocker hatte ich eigentlich nicht mehr trainiert, aber egal, wir nehmen trotzdem immer viel fürs Basistraining mit. Da ich Jocker bis vor zwei Jahren(wenn überhaupt), „Western“ geritten habe, hält er nicht sehr viel von meinen neuen, viel anstrengenderen Ambitionen.
Keine “heißen Socken” bis zum Wochenende! Das ist erst mal unser Ziel.


Übrigens habe ich den Sattel nicht getauscht, aber die Zäumung. Für die Dressur benutze ich ein klassisches Kopfstück mit einem doppelt gebrochenen Gebiss.
Grade was die Gebisse angeht muss ich im nachhinein bei meinen Pferden Abbitte leisten.
Im guten Glauben, das ein dünnes Gebiss die Pferde im Maul weniger stört als ein dickes, habe ich immer sehr dünne Gebisse verwendet. Immer schon vor Augen haltend, das ich nicht mit „harter Hand“ reite. So lange es nicht um Anlehnung geht, funktioniert das bei guter Ausbildung sogar bedingt. Aber wie viele, ritt ich häufig mit gebrochenen Gebissen mit Shanks, manchmal auch beidhändig oder auch auf Stange (nur einhändig).
Dabei hatte Jocker immer eine offensichtlich gute Halsung aber „richtig“ bin ich nie an die HH ran gekommen.
Durch die dickere Trense hat Jocki nun die Möglichweit an das Gebiss ran zu treten und kommt auch endlich zum kauen.
Im Grunde habe ich vor fast zwei Jahren seine Ausbildung noch mal von vorn begonnen, und wir hangeln uns wieder neu an der Ausbildungsskala entlang.
Natürlich wir dadurch ein QH nicht zu einem Gangwunder, aber es macht Freude.

Seine Hufe sehen bedrohlich kurz aus und auf der befestigten Fläche  bewegt es sich schon etwas vorsichtig, aber in der Halle sehr schön. Er bügelt vorn rechts weniger, die „Bergziege“ an der Raufe ist viel weniger eng.
Diese Woche wird endlich unsere neue Errungenschaft aufgebaut. Eine große Rundraufe mit 12 Freßplätzen, die so konzipiert ist, dass die Pferde wenigstens einen kleinen „Ausfallschritt“ beim Fressen einnehmen können. Und das Beste, sie stehen beim Fressen komplett im Trocknen.

Außer Heu zur freien Verfügung bekommt Jocker zur Zeit 1kg Hafer, Mineralien in Form eines frei zugänglichen Lecksteins und 3x täglich seine Kügelchen.
Bella Donna, Rhus Tox und Borrelia.

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Antwort #8 - 06. Dezember 2007 um 16:04
 
Jocker war der Hit am WE    Laut lachend
Wir haben ein dickes Lob von Britta bekommen und viele nützliche Tipps für unser weiteres Training.
Ich bin echt froh, dass Jockers Hufe uns nicht im Stich gelassen haben.
Ariane war so nett und hat sich Zeit genommen, um mir Ihre Einschätzung über Jockers Hufe mitzuteilen. Fotos sind zwar nicht so gut wie natura, aber sie hat mir im wesentlichen bestätigt, dass ich mit Jockers Hufbearbeitung auf einem guten Weg bin.
Sie warnte mich, wo ich auf keinen Fall mehr weg nehme darf, z.B. Wandhorn im Bereich der Zehe und ermutigte mich, die Mustangrolle auch im seitlichen Hufbereich deutlicher anzulegen, aber ohne die eh dünnen Wände von oben zu schwächen.
Jockers  Hufe sehen für mich ungewohnt kurz aus, er läuft auch vorsichtig auf hartem Boden, aber in der Halle noch immer sehr schön.
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Antwort #9 - 02. Januar 2008 um 14:21
 
Jocker hatte am Nachmittag des 24.12 eine Kolik.
Es gibt ja kaum einen besseren Termin im Jahr, als diesen Zeitpunkt.  Griesgrämig

Einige von Euch wissen evtl. das ich viel lieber Heu füttern würde als Heulage. Aber kleine Ballen einigermaßen wirtschaftlich zu bekommen ( für 9 Pferde und zwei Esel) ist mir leider nicht gelungen. (Ich suche aber immer noch danach!)
Große Ballen können wir nicht Lagern.
Also bekommen wir seit einigen Jahre qualitativ gute Heulage von einem Hof aus der Nachbarschaft. Leider ist in der letzten Lieferung ein Ballen erster Schnitt zwischen die Ballen vom zweiten Schnitt gelangt.
Da wir das leider erst nach dem öffnen gesehen habe, hatte ich keine Chance, wenigstens eine Futterumstellung innerhalb von 24 Std. zu machen, sondern ein Ballen war schon so gut wie gefressen und wir stehen da, vor einem Ballen völlig anderer (sehr guter!) Qualität.
Lange Rede kurzer Sinn, mit Jockers empfindlichen Magen kann so was schief gehen und so hatte der arme Kerl Bauchweh.
Gut hatte ich ihn vorher regelmäßig äppeln gesehen als er sich in seiner Not auf die Buckelpiste des gefrorenen Paddock warf um dort zu liegen.
Aufstehen und Stellungswechsel waren von „Wind“ begleitet und nach einer längeren Liegephase kamen auch wieder Äppel.
Zwischen Duschen und Vorbereitungen für das Weihnachtsessen, spurtete ich immer wieder in den Stall um nach ihm zu sehen und Kügelchen zu geben.
30 Minuten von dem Gottesdienst lag er noch immer im Paddock und nicht im Stall, hatte einen stabilen Puls, kein Fieber und kein Schweiß. Ich entscheid mich nach einer letzten Gabe Globuli für die Kirche, weil ich schon sehen konnte, das sich das liegende Pferd schon etwas entspannt hatte und ich meinem Bauchgefühl traue wenn es mir sagt, das alles gut wird.

Einer Einstellerin nahm ich das Versprechen ab, nach einer weitern Gabe 20 Minuten später nach Hause zu fahren, ich wäre dann 45 Minuten später wieder da und könnte dann wieder selbst sehen, wie es ihm geht.

Nach dem Weihnachtsgottesdienst konnte ich sehen, das er zwischenzeitlich auch im Stall gewesen war, aber er stand zufrieden an seinem Stammplatz an der Raufe zwischen seinen Damen.
Auch alle weitern Kontrollbesuche waren o.B. Gott sei Dank!  Smiley

Die Hufe sind gestern am 28.12. vom Schmied ausgeschnitten worden und ich bin bis jetzt noch immer sehr zufrieden mit unserem eingeschlagenen Weg.
In der Halle läuft er sehr schön, gehen zur Zeit wieder ohne Hufschuhe diesen Weg. Ich versuche mindestens 1x in der Woche 1 – 1,5 Std ohne Schuhe auf wechselnden Böden mit ihm spazieren zu gehen. 
Ich reite auf weichem Boden manchmal ein Stück, was gut geht, auf Asphalt auch. Wege mit kleinen Steinen oder gar Schotter versuche ich zu meiden und wenn, führe ich und lasse ihn immer am Rand entlang turnen.
Leider haben wir noch immer keine richtig gute Lösung an Hufschuhen für hinten gefunden. vorn kommt er nun sehr gut mit Easysboots klar.
Der nächst Schmiedtermin ist in 8 Wochen, da ist aber definitiv noch kein Beschlag geplant. So schnell geben wir nicht auf. Zwinkernd
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Antwort #10 - 10. Februar 2008 um 20:42
 
Hat jemand schon mal von einer Barhuf- Bearbeitung der Hufe nach Biernat

umgestellt auf „Natural Hoofcare” oder umgekehrt?

Ich steht nämlich vor den Problem, das ich in direkter Nähe(noch) niemanden gefunden habe, der mich in Richtung Narural Hoofcare unterstützen kann.

Damit mein „Projekt“ nicht zu einem Tierversuch wird, habe ich mich schon mit vier Hufpflegern /Huforthopäden zu meinen Pferden terminiert. Die Erste trimmt die Pferde nach dem Vorbild Natural Hufcare, die letzten drei „spielen in der Biernat oder BESW- Liga“.
Die Erste bestätigte mich im groben auf dem richtigen Weg zu sein.
Die anderen drei runzeln die Stirn und kamen mit meinen Argumenten und Wünschen gar nicht klar und raten mir dringend dazu „die Richtung“ zu ändern.

Ich könnte mir die Haare raufen, zu mal es Jocker bewegungstechnisch gut geht. Er bewältigt die Strecke zur Halle zwar weniger gut als mit Eisen, ist auch sehr kurz gelaufen, vor allem hinten. In der Halle bewegt er sich gut. Auch er war mit mir bis zu 2 Std. im Schritt, gut gelaunt und zügig im Gelände unterwegs. In 2 Stunden haben wir 4 x  einen ( immer anderen) Hufschuh verloren. Ich bemerke das nicht auf Grund von Fühligkeit, sondern höre es auf hartem Boden und meine Mitreiter achten mit Argusaugen auf unsere Schuhe. An Trab denke ich nicht mal

Ich bin echt verunsichert. Ich dachte nur die Front zwischen Hufschmieden und Barkhufvertretern sei schwierig.

Von der Frau nach Natural Hoofcare bekomme ich (nach Ansicht unserer Huffotos)  signalisiert, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind und die anderen Drei argumentieren life bei uns am Stall, jeder auf seine Weise, dass wir falsch unterwegs sind.

Und jetzt unentschlossen?!

Unter dem Strich habe ich mich entscheiden Jocker noch mindesten 12 Monate ohne Eisen Zeit zu geben. –Ich bin bereit, kurz und mittelfristig auf’s Reiten verzichten, so wie es der Hufgesundheit zuträglich ist.

In 12 Monaten werde ich dann neu entscheiden.
Sonst ...... geht es ihm sehr gut  Laut lachend;-)
In diesem Winter keinen Husten, keine Lahmheit, gute Kondition, nur die dumme Kolik, die ich uns an die Fahne heften muss.

L.G.


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Antwort #11 - 05. März 2008 um 14:00
 
Februar 2008

Jocker nutzt das angenehme Pferdewette, um sich bis zu drei Mal täglich aufs Neue zu wälzen. Zwischen temperamentvollen Tobezeiten steht er sehnsüchtig am Tor zur Weide und „meditiert das Gras zu Wachsen an“. Augenrollen

Obwohl es ihm gut geht, arbeite ich zur Zeit wenig mit ihm. Andere Dinge stehen im Vordergrund.
Damit er die Arbeit nicht ganz verlernt longiere ich ihn ein bis zwei mal in der Woche nur an einem - aus einem für die Westernreiter typischen „Shutter“ - selbst gebautem Kappzaum.

18. Februar 2008

Jocker wurde vom Schmied nur angeschaut und dann auch für gut befunden und durchgewunken.

24. Februar 2008
Heute war die Osteopathin i.A. Kerstin Gockeln bei Jocker.

Jocker war während der Untersuchung und Behandlung ohne Halfter. Er ist von manueller Zuwendung fast immer angetan.
Das einzige, was er schon seit einigen Monaten ungewöhnlich blöd findet, ist am Kopf geputzt zu werden und das ich seine Mähne in Ordnung halte. Das liebt er normaler Weise sehr. Sonst mag er es immer die Mähne verlesen und gebürstet zu bekommen, meist steht er dann dösend und genießend mit tiefem Hals und Kopf da, aber seit ca. drei Monaten findet er das zunehmend blöd.

Die Ursache lag an sehr alten Problemen am Kehlkopf, verspannter Kaumuskulatur und sehr massiver Verspannung der oberen Halsmuskulatur.
Nach eine ausgiebigen Behandlung mit dem Matrix -Gerät ging es ihm deutlich sichtbar besser.


26. Februar 08 
Jocker kann in der Halle am selbst gebastelten Kappzaum deutlich besser laufen. Ich bin überrascht, dass ich ihn kaum nachtreiben muss. Er kommt auffallend besser aus der Schulter, Rücken ist lockerer, hat häufiger als „normal“ abgeschnaubt, lässt sich viel leichter stellen und es fällt ihm leichter sich zu biegen. Dadurch sind die Handwechsel wesentlich flüssiger und die fliegenden Wechsel fallen ihm leichter.

3.März 2008

Heute hatte ich endlich mal wieder Zeit Jocker in der Halle zuerst mit Flower laufen lassen zu können und dann noch ein wenig an den Kappzaum zu hängen.

Obwohl Jocker häufig mit den Wallachen spielt und tobt, sind die Beiden erst mal bockend, keilend und laute Darmgeräusche von sich gebend durch die Halle getobt. Immer wieder forderten sie einander zum Wettrennen auf, bremsten sich gegenseitig keilend aus um dann wieder voll Speed zu geben.

Nach ca. 20 Min geben die Beiden freiwillig die Rennerei auf und Jocker kommt erstaunlich schnell wieder zu einer ruhigen Atmung. Allerdings engagiert der sich auch mental weniger beim Toben und nimmt immer die Innenbahn. Ist halt ein schlaues QH  Laut lachend

An der Longe kann ich im Vergleich zur letzen Woche keine weiteren Veränderungen ausmachen.
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Antwort #12 - 07. März 2008 um 21:50
 
Ich bin mega begeistert! Der Ton, der Jockers Galopp seit Jahren begleitet ist verschwunden. Er bewegt sich ungewöhnlich motiviert und fleißig in den Grundgangarten.

Ich freue mich nun, dass ich zeitgleich wieder Zeit habe, mit dem Training zu beginnen und bin sehr gespannt darauf, was sich in den kommenden Wochen noch alles verändern wird.

Jocker hat sich nach dem Reiten mit der gewohnten Zufriedenheit seine Winterzöpfe neu flechten lassen. Ich bis soo froh, diese Entwicklung zu beobachten.

Böse Zungen finden, dass dieser Teil der Behandlung irgendwie falsch gewirkt hat. Jockers Einstellung keine Indianerzöpfe haben zu wollen fand der Eine oder Andere wohl doch passender für einen Wallach  Laut lachend;-)

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Antwort #13 - 26. März 2008 um 15:40
 
Leider hat der Winter uns im Griff und ich komme mit den Pferden nicht regelmäßig zur Halle. Aber immer wenn ich sie dort laufen lasse bin ich zufrieden mit dem was ich frei laufend, frei Springend oder zwanglos an der Longe zu sehen bekomme.
Jockers Atmung hat sich deutlich zum Positiven verändert er kann 20 Minuten durch die Halle toben und sich verausgaben und kommt dabei kaum in Atem.
Schon seit Ende das vergangenen Jahres beschäftigt mich die Frage, ob es für Jocker sinnvoll wäre, versuchsweise die Gaben der Globuli runter zu setzten. Eigentlich ist es ein Bauchgefühl.
Jocker hat zu Beginn unserer homöopathischen Behandlung 2 –3 einzelne Gaben am Tag bekommen und hat sich in den ersten 12 Monaten sehr schnell, sehr positiv entwickelt. Danach blieb die Tendenz leicht Aufwärts, aber es gab immer wieder kleine Einbrüche,
Zuletzt bekam er 4 Gaben am Tag, 3 davon immer 2 Medikamente pro Gabe.
Da ich unsere THP nicht von der Idee überzeugen konnte, die Globuligaben runter zu setzten, mache ich das nun seit 4 Wochen auf eigene Verantwortung, langsam aber stetig und bin nun auf nur noch 1 Medikament 1 x am Tag.
Begleitend hat die Ostopathin „ein Auge“ auf uns. Sie ist HP und so sind wir nicht völlig ohne Begleitung.
Mit der Entwicklung seiner Hufe bin ich weiter zufrieden.
Hier gibt es Fotos vom 20.02 
http://good-times.webshots.com/album/562903621QvHZyW
und von heute http://community.webshots.com/album/562903720QkwVym

Leider ist die Qualität schlecht, die Entwicklung aber positiv Cool
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Antwort #14 - 28. März 2008 um 21:33
 
Kleiner Nachtrag:
Jocker bekommt nun (mal wieder) seit fast 3 Wochen 2x täglich EM’s

Hab mich ohne konkreten Anlass entscheiden Jocker die EM’s zu geben.- Die letzte Osteopathin hat sie für Jocker empfohlen.
Seit Montag bekommt er nur noch 2 x täglich  EM’s und 1x täglich Borrelien Nosode, nur feinstofflicher als „sonst“ um das Medikament auszuschleichen.

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Antwort #15 - 24. April 2008 um 08:11
 
Jocker bekommt nur noch jeden 2 Tag Globuli zur Zeit Ruta in Tiefpotenz und täglich zwei Deckel einer Limoflasche EM.

Es geht ihm sehr gut, bis auf die ärgerliche Tatsache, dass der Schmied es zu  gut gemeint hatte und er nach der Bearbeitung klamm lief und sogar zwei Tage Puls auf den Vorderbeinen hatte.    Ärgerlich
Jetzt, eine gute Woche später ist es deutlich besser, aber auch kleine Runden Reiten ohne Hufschuhe nicht möglich. In der Halle und auf der Weide ist er Gott sei Dank wieder bewegungsfreudig und die Zeit ist für uns!
Die Weide nun schon täglich 2 Stunden offen und es kommen täglich 15 Minuten dazu. 
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Antwort #16 - 13. Mai 2008 um 07:52
 
Seit dem WE sind die Pferde nun 24 Std. auf der Weide.
Jocker geht es sehr gut.
Er bekommt nur noch ein mal täglich Psorinum in Hochpotenz.
Ich reite in regelmäßig. 1-2 Std. Bei dem herrlichen Frühlingswetter ohne Stechfliegen ausschließlich im Gelände. Mal mit Hufschutz, der uns zu Schrittrunden verurteilt, oder ohne Schuhe, gut geplante Runden mit der Möglichkeit dem Schotter auszuweichen.

Jocker wurde insgesamt zwei mal osteopathisch von der neuen Therapeutin behandelt und gilt nun erst mal als „gesund“.
Ich soll die Kügelchen noch 14 Tage geben und dann nix mehr, bis ich meine, dass er noch mal Unterstützung braucht.

In der Anweidephase habe ich den Pferden Heu gefüttert, was er ohne Husten gut vertragen hat.
Der Ton, der uns Jahr im Galopp begleitet hat ist nun komplett weg.
Er stolpert nicht mehr, und lässt auch „kein Bein mehr stehen“.
Er ist munter und frech, keine Lethargie mehr.

Ich muß mich wegen der Barhufe reittechnisch deutlich einschränken, werde aber lieber diesen Sommer verzichten, als aufzugeben und Eisen aufnageln zu lassen.

Es könnte sein, das ich im nächsten Jahr für Eisen vorn entscheiden muss, aber bis dahin ist noch viel Zeit und die Eisen sind ja erst seit September 07 runter.

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Antwort #17 - 21. Mai 2008 um 15:33
 
21.Mai 08

Jocker geht es sehr gut.
Alle Symptome die mich vor 4 Jahren zur Homöopathie wechseln ließen, kann ich bei Jocker nicht mehr aufzählen.
Er ist ein Zuverlässiges, bewegungsfreudiges Reitpferd.

Er hat eine gute Kondition, kein Husten, keine Atemgeräusche, keine Magen/Darm Probleme, keine Lahmheiten, kein Stolpern, keine Hautirritationen, .... hoffe, ich habe nichts vergessen.

Mit der Entwicklung seiner Barhufe bin ich weiterhin sehr zufrieden.
Wir sind nun ausschließlich ohne Hufschuhe unterwegs.
Ich nehme deutlich Rücksicht, auf die Wege, die ich reite und führe besonders arg geschotterte Wege. Auch trabe und galoppiere ich nur auf den wenigen vorhandenen Wiesen und Waldwegen. Die eher felsigen Wege bewältigt er im Schritt vorsichtig aber fleißig. Wenn er mir deutliches Unbehagen zeigt, führe ich, bis der Weg für ihn wieder ok. ist, aber in der Länge der Ritte schränken wir uns nicht mehr ein.
In der Halle lässt er sich gut gymnastisieren.
Wir können die Trainingseinheiten deutlich erhöhen. Die gesamte Aufenthaltsdauer in der Halle oder auf dem Platz ist von 20 Minuten auf 45 – 60 Minuten gestiegen, ohne das Jocker für den Rückweg ein Taxi bestellt. Im Gegenteil, wir können ohne Probleme einen  „45 Min (+) Ausritt“ hinten dran hängen.

Die Länge der Reitzeiten werden nur noch durch mein Zeitfenster eingeengt, nicht durch die gesundheitlichen Möglichkeiten von Jocker. Laut lachend

Unsere jetzige Therapeutin hat Jocker nun als GESUND entlassen.


Nach dem ungeplanten Therapeutenwechsel in Februar wurde Jocker insgesamt zwei mal manuell behandelt.
Die Globuligaben reduzierten sich stetig, bis auf zu Letzt eine Gabe alle 4 Tage.


L.G.
Claudia
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Antwort #18 - 25. Mai 2008 um 14:37
 
Leider mussten wir den Bearbeitungstermin um zwei Wochen auf den 7.6. verschieben.
Mit Neuigkeiten dauert es also leider noch etwas.
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Antwort #19 - 27. Juli 2008 um 18:38
 
Jocker geht es weiter sehr gut.
Seit dem die Pferde auf der Weide sind bieten wir ihnen Heu und Stroh zur freien Verfügung an und Jocker hustet nicht. (die Anderen übrigens auch nicht)

Ich reite ihn so oft und so lange ich Zeit habe. Hin und wieder lasse ich die eine oder andere Reitschülerin auf ihm reiten. Jocker hat in der Dressur so viel dazu gelernt, dass er ein sehr gutes Lehrpferd in Sachen Hilfengebung geworden ist. Er gönnt meinen Schülern den Erfolg bei den fliegenden Wechseln, bringt ihnen den Unterschied der Hilfengebung bei Schulter herein und Traver bei und geht Traversalen, wenn sie alles richtig machen.
Das alles im Westernsatttel.

Auch seine Hufe entwickeln sich weiter gut. http://community.webshots.com/album/563905730rQrZuR
Die Hufschuhe benutzen wir nur in Ausnahmefällen. (Sie halten nur im Schritt) Und ohne Schuhe findet sich immer mal eine schöne Strecke zum Traben oder Galoppieren. Leider gibt es ja schon wieder Stoppelfelder, zum Galopieren sind sie ja wirklich gut geeignet, aber sein sicheres Zeichen dafür, dass der Herbst in greifbare Nähe rückt und damit der Winter. …

Einen festen Therapeuten haben wir nun mangels Symptome nicht mehr.
Ich teste für den Eigenbedarf mittels  Radiästhesie (Tensor).

Bei Bedarf kommt eine Chiropraktikerin, eine Ostheopatin oder ein TA der seinen Schwerpunkt in der alternativen Heilkunde gesetzt hat. (Laserakupunktur)
Grüße
Claudia
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