Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Borreliosetagebuch Lugano (Gelesen: 15020 mal)
Socke93
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01. Oktober 2007 um 17:25
 
Borreliosetagebuch von Lugano

Vorgeschichte:

Lugano ist nun seit ca. 9 Jahren in meinem Besitz. Ich kaufte ihn damals von privat, er hat eine gute Aufzucht genossen und ist aus „1. Hand“.

Bereits relativ bald zeigte sich, dass er ein Montagspferd ist: er hatte sehr oft Einschuß, er hatte Huflederhautentzündung, ging mal vorne lahm ohne dass wir etwas gefunden hätten.

Die richtige Pechsträhne begann dann im Jahr 2003. Er stand damals bereits in einem Offenstall und wurde truniermässig bis M geritten. Sein Trainingszustand war damals gut.

Wahrscheinlich auf der Koppel zog er sich einen mittelschweren Sehnenschaden vorne rechts zu. Ich gab ihm damals 1 Jahr auf der Koppel, um den Schadenvollständig auszukurieren. Im Sommer 2004 wurde er dann langsam wieder geritten, bis im Frühjahr 2005 der nächste Rückschlag kam: von einem Tag auf den anderen war er stocklahm, diesmal hinten rechts. Zu meiner großen Bestürzung kam diese Lahmheit vom Knie. Als der Zustand sich auch nach Kortisonspritzen nur kurzzeitig besserte, entscheid ich mich relativ schnell für eine Arthroskopie. Man fand Anrisse am Kreuzband sowie am Meniskus.

Auch nach der OP war das Knie immer stark geschwollen, wenn auch die Lahmheit weg war. Dies blieb auch weiterhin so, trotz mehrmaligem Nachspritzen von Kortison und HA. Ich nehme an, dass er sich bei der Toberei nach der OP direkt wieder am Kreuzband verletzt hat. Lahm ging er allerdings nicht mehr, weshalb er auf Anraten der TÄ wieder langsam geritten wurde. Als er im Frühjahr darauf wieder lahm war (nach etlichen Malen spritzen) kam er das zweite Mal unters Messer mit dem Ergebnis, dass das Kreuzband nun ab war, gepaart mit einem starken Knorpelschaden. Mein Bestreben nach der OP war, dass das Pferd noch ein paar schöne Jahre auf der Koppel hat.  weinend

Er kam also auf eine Koppel (nachts allerdings in der Box) und erholte sich zusehends.
Und meiner Meinung nach infizierte er sich hier irgendwann mit Borreliose:

Februar 07

Während einer Reise von mir durch Mittelamerika erkrankt er schwer an einem Infekt (?). Der TA ist ratlos, da er kein Fieber hat, aber anscheinend starke Schmerzen am ganzen Körper. Er liegt fast den ganzen Tag.
Auf Verdacht bekommt er AB und „gesundet“ innerhalb von 2 Tagen.

März 07

Trotz diverser Aufbaumittel ist mein Pferd „komisch“: sondert sich von der Herde ab, ist mies gelaunt und bewegt sich wieder schlechter. Die Leute beruhigen mich: er ist ja jetzt schließlich Rentner. Aber das Pferd ist trotzdem erst 14! Allerdings kann ich

Ende März bekomme ich morgens einen Anruf, dass Lugano starken Durchfall hat. Der Arme muss starke Schmerzen haben, hat seine Decke zerissen. Die Box ist total zerwühlt. Er kommt abends in die Klinik: Diagnose: Kolitis. Quasi ein Todesurteil… Aber er schafft es noch einmal. Nach der Kolitis ist er so was von ausgezehrt, es schmerzt mich unheimlich mein Pferd so zu sehen. Aus dem stolzen schönen Tier ist ein Klepper geworden…

April 07

Nach der Klinik nimmt Lugano unheimlich schleppend nur zu. Sein Fell ist lag und struppig, Muskulatur ist nicht mehr vorhanden. Ich schiebe das alles auf die zurückliegenden Erkrankungen. Erklären kann ich mir das alles nicht: das Pferd hatte zwar jede Menge Verletzungen an den Beinen, aber Darm und Immunsystem waren immer prima. Beim Zähne raspeln fällt meinem TA schließlich noch ein Herzfehler auf, der allerdings irgendwann wieder so gut wie weg ist. Sehr mysteriös, das alles.
Weiterhin bekommt er plötzlich einen Ausschlag auf der rechten Körperhälfte, der allerdings nicht juckt oder ihn sonst wie stört. Es heißt: Gegen irgendwas allergisch. Mit Entzündungshemmern wird es besser, auf Dauer verschwindet er aber nicht, wird nur mal besser, mal schlechter.

Juni 07

Da ich mittlerweile etwas ängstlich auf den nächsten Hammer warte, beschließe ich Lugano wieder in seinen alten Stall zurückzuholen. Dort hat er zwar etwas weniger Bewegung, steht aber in einem großen Offenstall und ich habe ihn mehr im Auge als bisher, da dort mein anderes Pferd steht.

Juli 07

Die ersten Wochen nach seiner Ankunft im neuen alten Stall geht es ihm ganz gut, wenn er auch etwas müde wirkt. Mittlerweile schiebe ich es auch schon auf das Alter. Das ständige Kopfzerbrechen zermürbt mich…
Er bekommt einen Tritt auf der Koppel ab. Die Wunde verheilt schlecht und entzündet sich nach einer Woche stark. Er bekommt ein Elefantenbein und hat Schmerzen. Nach Antibiotikagabe geht es ihm innerhalb von 12h wieder hervorragend und das Bein ist komplett dünn.

August 07

In den Wochen darauf ist er extrem müde und schlapp, will sich nicht bewegen, wirkt richtig depressiv auf mich. Eine halbe Stunde spazieren gehen im Schritt macht ihn so kaputt, dass er danach eine Runde liegt! Zudem läuft er plötzlich fühlig, das war bis dahin nie ein Thema.
Das hier irgendwas mehr als faul ist, wird mir nun mehr als klar und zum ersten Mal denke ich an Borreliose.

September 07

Tatsächlich: der Westernblot ist positiv, auch der Herpestiter ist erhöht.

25. – 27. September 07

Wir nehmen eine Hautstanze, außerdem bekommt er 3mal hintereinander Zylexis gespritzt. Mein Pferd ist wie ausgewechselt: interessiert an seiner Umwelt, rotzfrech, voller Tatendrang! Ich bin begeistert.

28. September 07

Leider hält der Zustand nicht lange an:  wir schleichen auf unserer 20min-Runde mit hängendem Kopf durch den Wald. Mein einstmals kuckiges Pferd ist völlig trantütig.

30. September 07

Ich beschließe nun mit der AB-Therapie zu beginnen, danke hier noch mal an alle für den Zuspruch und die Beratung, insbesondere Linda und Pony.

P.S.: Bilder werden nachgeliefert, sowie der Westernblot.
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Antwort #1 - 02. Oktober 2007 um 14:23
 
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sorry das Programm spinnt heute das dauert ewig und dann fehlt die hälft also auf ein neues geht gleich weiter
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Antwort #2 - 02. Oktober 2007 um 17:58
 
Pony, herzlichen Dank fürs Hochladen!

Das obere Bild ist direkt nach der Kolitis, erschreckend. Das untere ist ein paar Jahre schon alt, nur das man einen Vergleich hat...

Das untenstehende Bild habe ich vor ca. 1 Monat gemacht.
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Pony
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Antwort #3 - 02. Oktober 2007 um 18:52
 
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Antwort #4 - 05. Oktober 2007 um 15:03
 
02. Oktober 07

Lugano bekommt die erste Spritze Cobactan. 15ml sagt mein TA, ich beschließe lieber 16ml zu geben. Oder lieber noch mehr?

05. Oktober 07

Er wirkt immer noch sehr sehr müde und erschöpft. Der Ausschlag und die Lymphknoten sahen ein paar Tage besser aus, heute aber wieder schlechter. Sollte ich die Dosis erhöhen?
Da die Pferde heute nicht auf der Koppel waren, lasse ich ihn in der Longierhalle ein wenig traben. Er kommt mir etwas schwungvoller und weniger klamm vor, aber mit viel Freude läuft er nicht.

Naja, abwarten...

Er bekommt jetzt nur Heu und zu jeder Mahlzeit ne Handvoll Hafer, damit er nicht so unzufrieden ist. Von mir bekommt er dann noch 20g L-Lysin, 10 Gramm Yea-Sacc und 50ml Emios für den Darm.

Nachtrag: Erster Zwischenbefund von Zecklab: Aus der Biopsie können keine Borrelien isoliert werden (7. Tag).

Hier noch zwei Bilder, das erste spiegelt seine derzeitige Stimmung wieder...  Griesgrämig

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Man kann auf dne Bildern auch den Ausschlag sehen, das Fell ist etwas wellig darüber.
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Antwort #5 - 09. Oktober 2007 um 22:01
 
9. Oktober 2007

Heute ist ein Wunder geschehen...  Durchgedreht oder die AB fangen an zu wirken:

Ich stelle heute Lugano in die Longierhalle, um sich kurz zu wälzen und ein bisschen Schritt zu laufen. Vor der Halle rauche ich noch eine und quatsche, schaue rüber zu Lugano und... mein Pferd trabt! Das ist wirklich EXTREM selten bei ihm, meist lässt er sich eher bitten.

Dann geh ich rein, er führt sich auf wie ein Hengst, prustet, trabt um mich rum. Aber mit was für einem Tritt von hinten. Keine Lahmheit zu sehen, kein Wegrutschen (das ich immer auf seine Tölpelhaftigkeit schob), schön aus der Schulter raus vorne. Unglaublich, so habe ich ihn schon ewig nicht mehr gesehen. Eigentlich wollte ich heute mal wieder Zylexis spritzen (hab ich nicht mehr gemacht seit er AB bekommt), aber das spar ich mir noch auf.

Hab ihn dann ein bisschen traben und galoppieren lassen, damit er keinen Bewegungsstau kriegt. Und danach: kein Haar nass trotz teddyfell und null Kondition.

Ich bin so begeistert, auch wenn ich nicht unbedingt davon ausgehe, dass es so bleibt, aber wenigstens habe ich jetzt gesehen, dass wir definitiv auf dem richtigen Weg sind!
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Antwort #6 - 12. Oktober 2007 um 10:04
 
11. Oktober 2007

War wohl eher ein Strohfeuer vor 2 Tagen...  Griesgrämig Heute war er eher wieder träge unterwegs, läuft zwar trotzdem besser als vor den AB, aber ist insgesamt doch sehr müde.
Die Haut wird allerdings besser, die Knubbel sind zu 50% zurückgegangen, die verbleibenden verschorfen irgendwie. Die Lymphknoten sehen schon seit Tagen gut aus.

Hoffe einfach mal, dass es normal ist, dass es immer ein auf und ab gibt. Werde ihm heute mal ne Zylexis reinhauen.

Wenn ich mich nicht täusche, hat er immer so Mitte des Monats einen Schub (wobei er jetzt am Schluß eher einen Dauerschub hatte), dann müsste ich die Viecher doch hoffentlich bald mal kriegen mit den AB...
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Antwort #7 - 13. Oktober 2007 um 09:43
 
12. Oktober 2007

Die Hautstanze ist zu 90% negativ nach 2 Wochen Erregeranzucht. Ich weiß, das heißt nicht unbedingt was, aber eine positive Stanze hätte mich nochmal in der Therapie bestärkt.

Gestern gabs nochmal Zylexis, mal schauen, wie der Junge heute drauf ist.

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Antwort #8 - 21. Oktober 2007 um 18:52
 
18. Oktober 2007

Meinem Braunen geht es sehr schlecht: so stelle ich mir Migräne beim Pferd vor. Er steht nur mit hängendem Kopf im Stall, will sich nciht bewegen. Zuerst tippe ich auf Kolik, da er aber gut frisst, äppelt und die Darmgeräusche nicht auffällig sind, tippe ich auf Herxheimer-Reaktion durch die abgestorbenen Borrelien. Die dabei entstehenden Toxine belasten den Körper wohl sehr. Ca. 60% aller (menschlichen) Borrelienpatienten bekommen einen Herxheimer, wenn mit Antibiotikum behandelt wird. Tun kann man leider nix. Dafür hau ich morgen gleich nochmal Zylexis drauf!

Komisch ist auch, dass er links am Hals einen Beule auf dem Muskel hat, an der Stelle wird er aber nicht gespritzt. Die Beule hat er schon länger leicht ausgeprägt, nun ist sie aber richtig geschwollen! Scheint wohl auch mit der Borreliose zusammen zu hängen. Auch der Ausschlag blüht wieder.

Kruzzeitig bin ich unglaublich deprimiert, und sehe kein Ende ab, andrerseits zeigt diese Reaktion ja, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

21. Oktober 2007

Bereits am Freitag ging es meinem Süßen schon wieder besser, zwar ist er immer noch sehr schlapp, aber wirkt nicht mehr so gequält.

Heute, am Sonntag, waren wir eine halbe Stunde spazieren, danach lasse ich ihn ein paar Runden traben. Schon im Gelände geht er an der Hand schön vorwärts, läuft auch au Steinen nicht mehr so wahnsinnig fühlig. Er ist interessiert und auch mal wieder glotzig... Ganz der Alte...  Laut lachend

Beim Traben zeigt er eine deutlich verbesserte Mechanik und ist richtig gut drauf. Fast schon angriffslustig und steigt mich spielerisch an. Vor lauter Tüddelei in den letzten Monaten litt die Erziehung twas. Aber das greifen wir jetzt wieder an! Ich bin sehr erleichtert und freue mich an den schwungvollen Bewegungen meines Pferdes, auch wenn ich mir sicher bin: das wird noch besser!  Durchgedreht
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Antwort #9 - 25. Oktober 2007 um 09:37
 
24. Oktober 2007

Mittlerweile kann ich Luganos Zustand als recht stabil gut bezeichnen. Er ist noch nicht ganz wieder der alte Rotzlöffel, aber er versucht gerade öfter mal, wie weit er gehen kann.

Der Ausschlag ist so gut, wie verschwunden, auch die Beule am Hals ist auf ein Minimum zurückgegangen. Lymphknoten sind einseitig ganz ganz leicht geschwollen.

Gestern habe ich ihn ein paar Runden laufen lassen, da brauchte er schon ein paar Runden, bis er sich eineglaufen hat, aber ich fürchte, dass ich damit weiterhin leben muss, den Schäden an den Gelenken sind definitiv vorhanden. Nach 3 min lief er dann aber relativ rund und locker und wurde auch fleissiger. Ich hoffe, dass sich der Zustand vielleicht noch etwas bessert, allerdings ist unser Hallenboden derzeit auch sowas von platt und stumpf, da laufen alle Pferde nicht so dolle drauf.

Im großen und ganzen ist aber eine deutliche Verbesserung zu vor der Behandlung zu sehen, ganz klar.  Durchgedreht
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Antwort #10 - 29. Oktober 2007 um 11:43
 
28. Oktober 2007

Nun sind bald 4 Wochen AB vorbei. Die Medikamente verträgt er hervorragend, auch vom Darm her ist da gar kein Probelm zu sehen, Gott sei Dank.

Bewegungsmechanisch war er heute ganz gut, er bracuht aber nach wie vor ein paar Runden, bis er rund läuft. Ich fürchte wirklich, dass es so bleibt. Ich habe ihn lediglich am Halfter ein paar Runden longiert, damit er nicht so einrostet. Und er ging wirklich wunderschön über den Rücken, locker rund und dann auch fleißig. Im Galopp sprang er richtig gut unter, es sah fast schon gesetzt aus, das fiel ihm immer leicht. Allerdings ist er sehr matt und auch nicht sehr interessiert an seiner Umgebung. Auch das Zylexis puscht ihn nicht mehr so wie am Anfang der Behandlung. Kann da eine Immunität entstehen?  unentschlossen

Die Lymphknoten sind auf der rechten Seite der Kehle immer leicht geschwollen, an manchen Tagen etwas besser, dann wieder schlechter. Das erscheint mir ziemlich hartnäckig. Oder hängt das mit dem aufgescheuchten Immunsystem zusammen? Außerdem hat er diesen leicht geschwollenen Muskelbollen am Hals, möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit der HWS, aber auch das sind nur Vermutungen.

Jetzt gibts noch 1-2 Wochen Cobactan, und dann sind die miesen Dinger hoffentlich fürs Erste besiegt!  Zwinkernd
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Antwort #11 - 05. November 2007 um 09:26
 
4. November 2007

Wir gehen nun in die letzte AB-Woche. Zum Glück, so langsam findet er das Spritzen auch leicht doof, ist aber noch zu bändigen.  Zwinkernd Ich spritze immer abwechselnd linke und rechte Halsseite. Bisher gab es keinen einzigen Bollen, es ist nur kurzzeitig dick, wenn ich die 20ml reingejagt habe, aber wenn sich das Medi im Gewebe verteilt, ist das wieder weg.

Der Ausschlag ist mittlerweile seit 2 Wochen oder so komplett weg, auch die Strahlfäule hat sich deutlich gebessert. Ob es da wohl auch einen Zusammenhang gab? Der verdickte Lymphknoten wird langsam aber sicher besser, eigentlich sehe nur noch ich ihn als verdickt an.

Vom Kopf her wirkt er recht interessiert und ist auch mal wieder glotzig beim auf die Koppel laufen. Da musste ich ihn vor den ABs nur hinter mir her zerren und nichts (!!!) konnte ihn schrecken.< Nun sieht er wieder überall Gespenster. Irgendwie kommt mal wieder das Dressurpferd durch!  Laut lachend

Bewegungstechnisch hat er deutlich an Schwung gewonnen, die HH ist noch etwas schwach und schiebt noch nicht so richtig, aber es ist kein steifes Stöpseln mehr. Er wird ja auch mittlerweile seit 1,5 Jahren  nicht mehr wirklich geritten. Die Bewegungsfreude ist von Tag zu Tag verscheiden, aber er lässt sich immer wieder zu Bocksprüngen und anderen kleinen Ausrastern hinreissen, das hatte ich total vermisst. Wahrscheinlich nervt ihn dieses Programm auch langsam: entweder ein paar Runden Trab in der Longierhalle oder ödes Spazieren gehen auf den immer gleichen Wegen...  Laut lachend Außerdem hat er einen megafetten pelz, da muss wohl bald die Schermaschine ran.

Viele Leute aus dem Stall sprechen mich an, dass er viel besser aussieht und einen fitteren Eindruck macht, die Besserung ist also nicht nur mein subjektives Empfinden.

Interessant ist, dass das Zylexis nicht mehr so richtige Wirkung zeigt. Ist er möglicherweise schon wieder so viel besser vom Immunsystem, dass er das gar nicht mehr braucht?

Wie ist das mit dem Entwurmen: da sollte ich besser noch bis einige Zeit nach der AB-Behandlung warten, oder?
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Antwort #12 - 05. November 2007 um 09:27
 
4. November 2007

Wir gehen nun in die letzte AB-Woche. Zum Glück, so langsam findet er das Spritzen auch leicht doof, ist aber noch zu bändigen.  Zwinkernd Ich spritze immer abwechselnd linke und rechte Halsseite. Bisher gab es keinen einzigen Bollen, es ist nur kurzzeitig dick, wenn ich die 20ml reingejagt habe, aber wenn sich das Medi im Gewebe verteilt, ist das wieder weg.

Der Ausschlag ist mittlerweile seit 2 Wochen oder so komplett weg, auch die Strahlfäule hat sich deutlich gebessert. Ob es da wohl auch einen Zusammenhang gab? Der verdickte Lymphknoten wird langsam aber sicher besser, eigentlich sehe nur noch ich ihn als verdickt an.

Vom Kopf her wirkt er recht interessiert und ist auch mal wieder glotzig beim auf die Koppel laufen. Da musste ich ihn vor den ABs nur hinter mir her zerren und nichts (!!!) konnte ihn schrecken. Nun sieht er wieder überall Gespenster. Irgendwie kommt mal wieder das Dressurpferd durch!  Laut lachend

Bewegungstechnisch hat er deutlich an Schwung gewonnen, die HH ist noch etwas schwach und schiebt noch nicht so richtig, aber es ist kein steifes Stöpseln mehr. Er wird ja auch mittlerweile seit 1,5 Jahren  nicht mehr wirklich geritten. Die Bewegungsfreude ist von Tag zu Tag verscheiden, aber er lässt sich immer wieder zu Bocksprüngen und anderen kleinen Ausrastern hinreissen, das hatte ich total vermisst. Wahrscheinlich nervt ihn dieses Programm auch langsam: entweder ein paar Runden Trab in der Longierhalle oder ödes Spazieren gehen auf den immer gleichen Wegen...  Laut lachend Außerdem hat er einen megafetten pelz, da muss wohl bald die Schermaschine ran.

Viele Leute aus dem Stall sprechen mich an, dass er viel besser aussieht und einen fitteren Eindruck macht, die Besserung ist also nicht nur mein subjektives Empfinden.

Interessant ist, dass das Zylexis nicht mehr so richtige Wirkung zeigt. Ist er möglicherweise schon wieder so viel besser vom Immunsystem, dass er das gar nicht mehr braucht?

Wie ist das mit dem Entwurmen: da sollte ich besser noch bis einige Zeit nach der AB-Behandlung warten, oder? [/quote]
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Antwort #13 - 12. November 2007 um 18:07
 
12. November 2007

Das letzte AB hat gestern abend den Weg in mein Pferd gefunden. Yippieh! Am Freitag und heute gabs nochmal Zylexis, werde das die ersten paar Wochen 2x/Woche beibehalten.

Insgesamt ist der Eindruck sehr gut, die letzte Tage war er schreckhaft, was ich mal als gutes Zeichen werte, vor der Behandlung war ihm alles sch...egal, da hätte uns auch der Himmel auf den Kopf fallen können. Momentan hat er wieder mehr Knieprobelem, er geht ncith lahm, entlastet es aber recht häufig im Stand. Das kann aber auch das nasskalte Wetter sein, ist einfach ein geschädigtes Gelenk, da kann auch eine 12monatige AB-Behandlung nix ausrichten...

Nun bibbere ich etwas dem weiteren Verlauf entgegen und hoffe, dass wir keinen Rückfall mehr bekommen...  unentschlossen
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Antwort #14 - 16. November 2007 um 21:04
 
16. November 2007

Mal ein kurzer Zwischenbericht von der Borreliosefront  Zwinkernd : Seit 5 Tagen gibt es nun kein AB mehr. Direkt danach hatten Lugano einen Einbruch im Gesamtbefinden und war wieder sehr müde, lief grauselig und hatte wieder den Anflug eines Ausschlags. Erstmal war ich etwas erschreckt, dass es so schnell einen Rückfall gibt, bis ich irgendwo las, dass auch AB eine Art Entzugserscheinung verursachen können.

Heute nun war der Süße wieder deutlich besser drauf, frech, wach und neugierig. Auch von Ausschlag keine Spur.
Und, oh Wunder: die Lymphknoten sind abgeschwollen!

Also, warten wir mal ab, was noch so an Überraschungen kommt.  Durchgedreht
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Antwort #15 - 26. November 2007 um 14:56
 
26. November 2007

Hm, zu früh gefreut: die Lymphknoten sind wieder leicht dick, unbedenklich meint mein TA, aber doch wieder dicker als vor einer Woche.

Irgendwie ist sein Zustand immer so schwankend, mal besser, mal schlechter, mal steifer, mal schwungvoller, mal müder, mal wacher. Es ist irgendwie keine Konstanz in seinem Befinden auszumachen. Er ist wirklich viel besser drauf als vor den AB, aber so wirklich zu seiner "alten" Form findet er nicht zurück. Er ist zwar wach und interessiert, aber immer noch viel zu brav.

Ich habe nun angefangen ihn wieder ganz langsam aufzubauen (alle 2-3 Tage, sonst nur Offenstall und Koppel), gehe erst 20min mit ihm spazieren und longiere ihn dann für 10min im Trab. Meist braucht er einige Runden um sich einzulaufen, dann läuft er relativ gut vom Vorderbein, hinten eher lasch. Auch sein Vorwärtsdrang ist eher gebremst.

Er bekommt jetzt 1x die Woche Zylexis, 2x die Woche Catosal und täglich Ingwer, Mineralfutter, 40ml Öl, VitE-Selen-Zusatz und 20g L-Lysin.

Ein Blutbild habe ich letzte Woche machen lassen, bisher habe ich nur die mündliche Aussage: alle Werte sind bestens, 1 Leberwert ist leicht erhöht, das Cholesterin ist etwas niedrig.

Ich glaube nicht recht, dass es das schon war mit den Borrelien, deshalb mache ich mich schon mal kundig wegen einer Kombibehandlung, möchte das aber so lange wie möglich rauszögern.  unentschlossen

Unterstützend habe ich mir von einem Kräuterladen eine Mischung speziell für Pferde und auf seine Bedürfnisse zugeschnitten zusammenstellen lassen. Nicht günstig, aber eine Bekannte hat bei ihrem Borreliosepferd damit gute Ergebnisse erzielt.
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Antwort #16 - 01. Dezember 2007 um 12:11
 
1. Dezember 2007

Lugano wird von Tag zu Tag fitter.  Durchgedreht Wie Donau schon vermutete, ist er wohl direkt nach den AB in einen fetten Herpesschub geraten, daher auch wieder die dicken Lymphknoten. Die sehen mittlerweile wieder gut aus. Er wird von Tag zu Tag wacher und erschreckt sich schon wieder vor allem...  Laut lachend

Allerdings habe ich das Gefühl, dass er auf Zylexis nicht mehr reagiert. Ich hatte ja schon mal die Frage gestellt, vielleicht kann mir das jemand sagen: hat er vielleicht schon genügend AK gegen den Parapockenvirus aufgebaut?

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich wohl langsam wieder mit Reiten anfangen, aber so werde ich das wohl auf Januar verschieben und ihm solange noch Ruhe gönnen.
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Antwort #17 - 11. Dezember 2007 um 09:17
 
11. Dezember 2007

Da mein anderer Esel sich hat treten lassen, bin ich unverhofft doch zu mehr Zeit gekommen und hab tatsächlich mal wieder den Sattel draufgeschmissen. Und siehe da: das Pferd zieht, nix triebig oder klemmig, aufmerksam und frech. Schier hätte er mich abgebockt, als unser SB an der Halle was reparierte. Und vom Gefühl her war der Trab recht schwungvoll. Echt toll!

Auf der Koppel rast und buckelt er teilweise wie ein gestörter rum, da kriege ich etwas Angst wegen dem lädierten Knie...

Nächste Woche werde ich ihm mal etwas Pelz abnehmen, so rallyestreifenmässig, da der Arme immer ein ziemliches Puscheltier wird.

So schauts aus bei uns, wollen wir hoffen, dass es so bleibt. Wi sind nun übrigens 4 Wochen cobactanfrei und zur Mitte des Monats hatte er bisher immer die Schübe. Aber bisher ist nix in Sicht!  Durchgedreht
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Antwort #18 - 19. Januar 2008 um 10:30
 
19. Januar 2008

Bei uns ist weiterhin alles prima: Pferd ist aufmerksam, frech und beim reiten schön locker. Momentan bewege ich ihn so 3-4 mal die Woche für 30-40 Min uten in allen Gangarten. Meist braucht er 5 Minuten, bis er warm ist, aber das war schon früher so. Und dass er nun mal "angeschlagene" Gelenke (Spat hili, Arthrose im Knie und Kreuzbandschaden hire) hat, das weiß ich ja. Aber dann läuft er wie ein Uhrwerk: schwungvoll, fleißig und schön locker. Leider hat er eine alte Angewohnheit wieder angefangen: bocken... Dadurch komme ich auch in der Halle öfter mal in Wohnungsnot, aber im Gegensatz zu früher freue ich mich darüber, denn es zeigt, dass es ihm gutgeht!

Die Lymphknoten sind nun fast dauerhaft dünn, die Abstände, in denen sie mal kurzzeitig wieder etwas dicker werden, werden immer länger. Ausschlag haben wir nun seit 2 Monaten keinen mehr, auch das Fell glänzt wieder! Ich bin immer noch misstrauisch und warte auf einen Rückfall, obwohl keinerlei Anzeichen zu sehen sind.

Ich lasse mi das echt immer wieder auf der Zunge zergehen, weil es so toll ist und ich mich so darüber freue: dieses Pferd war so oft totgesagt und "berufsunfähig" geschrieben, und nun wird er wieder leicht geritten und obwohl ich mit Argusaugen beobachte, habe ich nciht das Gefühl, dass es ihm schadet! Ganz im Gegenteil. Durchgedreht Durchgedreht Durchgedreht
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Antwort #19 - 30. Januar 2008 um 21:09
 
30. januar 2008

Leider gibt es auch von uns nicht nur gutes zu berichten: vor ca. 1 Woche kam Lugano plötzlich ziemlich fertig daher, schlapp, müde, lustlos, lief besch... Allerdings waren die Lymphkonten dünn, die waren bisher immer ein guter Anhaltspunkt. Auch das Fell schaut gut aus, glatt, glänzend und ohne Hubbel o.ä., wie wir sie während der borrelienaktiven Zeit hatten.

Am nächsten Tag gabs direkt mal Zylexis, was zwar keinen durchschlagenden Erfolg hatte, aber seitdem geht es peu-a-peu aufwärts.

Nun frage ich mich, ob das a. ein neuer Schub war (allerdings ging es ihm lange nicht so schlecht wie vor den ABs im Herbst), b. ein Arthroseschub oder c. einfach das warme Wetter war. Er kommt jetzt lediglich auf die Koppel zur Zeit, oder ich gehe spazieren.

WEnn es allerdings ein neuerlicher Schub war, hätte der nicht heftiger sein müssen und länger andauern müssen?
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