Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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fragen zu Clara3 (Gelesen: 18990 mal)
Clara3
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23. April 2007 um 20:08
 
Hallo,
mein Pony hat kein Cushing, aber der Ausgangswert vom Cortisol ist evtl. bedenklich hoch. Leider kann ich keine Werte ausfindig machen, ab wann der Cortisolwert als signifikant erhöht eingestuft wird, hier die Werte: (Dexa-Test wg. Cushing-Verdacht):
1. Tag  17.oo Uhr  8,2     (Referenz: 3,0 - 6,7 )
2. Tag  12.oo Uhr  0,6
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann ,mir jemand daziu was sagen, ob dem jetzt nachgegangen werden sollte?
Ich freue mich über Anregungen und Antworten.
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Antwort #1 - 23. April 2007 um 20:20
 
Hallo Clara!

Herzlich willkommen bei uns im Forum   Smiley

Ich bin jetzt nicht der Cushing (ECS) Experte, da werden sich bestimmt noch andere zu Wort melden, aber ich wollte Dir schon mal vorab einen Thread hier rein kopier, der Dir evtl. schon mal ein bißchen weiter hilft:
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1170883517

Vielleicht magst Du uns ja noch ein bißchen mehr zu Deinem Pony erzählen - warum habt Ihr denn einen ECS-Test gemacht?
Hat Dein Pony Hufrehe?

Wenn Du Fragen hast, dann einfach drauf los fragen   Zwinkernd

Liebe Grüße

Claudia    Zwinkernd
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Benjamin


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Antwort #2 - 23. April 2007 um 20:51
 

Hi Clara,

das ist definitiv der höchste Ausgangswert, den wir hier in 2,5 Jahren gehört (gelesen) haben.
Bislang lag noch kein Pferd im Ausgnagswert über der Norm, zumindest wüsste ich das nicht.

Schade, dass nur eine Kontrollprobe am Vormittag genommen wurde. Man hätte auch zweimal kontrollieren können mit ein paar Stunden Abstand, das wäre noch sicherer gewesen. Aber nun ist es, wie es ist.

Schreib doch nochmal auf, warum bei Deinem Pferd überhaupt Cushing-Verdacht besteht. In seltenen liefert selbst der Dexa-Test keine korrekten Ergebnisse. Dann muss man bei Verdacht den Test evtl. in ein paar Monaten nochmal wiederholen lassen, evtl. zur Sicherheit auch mal die ACTH-Werte überprüfen lassen. Hab auch von einem Pferd gehört, bei dem der Dexa-Test negativ war, ACTH jedoch positiv und erfolgreich auf Cushing behandelt.

Ausser dem klassischen hypophysären Cushing (von der Hirnanhangdrüse ausgehende Hormon-Störung, Entgleisung des Botenstoffs ACTH) soll in seltenen Fällen auch ein adrenales Cushing (direkt von der Nebennierenrinde ausgehende Hormon-Störung, dort wird das Cortisol produziert) vorliegen können. Dies kann man mit den entsprechenden Medikamenten ebenfalls behandeln (Trilostan). dazu müsste man sich mal mit einem echten Spezialisten (evtl. Prof. Hoppen TiHo Hannover?) auseinandersetzen, um diese Diagnose korrekt angehen zu können.

Schau auch gleich nochmal nach brauchbaren Links hier im Forum.

LG Anne
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Benjamin


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Antwort #3 - 23. April 2007 um 20:54
 

PS:

ist das Pferd mal länger oder in letzter Zeit mit Kortison behandelt worden?
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Benjamin


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Antwort #4 - 23. April 2007 um 21:08
 
Das wichtigste zu Cushing (meist zu hypophysärem) in Kurzform:

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1131799564


zur diagnostischen Unterschiedung zwischen hypophysärem und adrenalem Cushing lies mal hier:

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1141749651

Hab aber keine Vorstellung, welche Pferdeklinik evtl. einen kombinierten Dexamethason-CRH-Test machen würde (wäre aber super spannend, das zu erfahren  Zwinkernd ). Evtl. käme man auch mit einem ACTH-Stimulationstest weiter. Der wird zwar eigentlich bei Pferden kaum gemacht, könnte aber evtl. bei der unterscheidenen Diagnose helfen.

"–  Beim M. Cushing (= zentraler Cushing) sind die basalen Konzentrationen von ACTH und Cortisol erhöht und ACTH durch Corticotropin Releasing Hormon (CRH) gesteigert stimulierbar...
– Beim Cushing Syndrom, das durch ein Nebennieren-Adenom oder –Carcinom verursacht wird, ist Cortisol basal zwar auch erhöht, ACTH aber basal und nach CRH Gabe unterdrückt...
– Beim ektopen Cushing-Syndrom ist ACTH meist deutlich bis extrem stark erhöht, Cortisol ebenfalls erhöht, das Ansprechen im CRH Test jedoch variabel..."
http://www.akh-consilium.at/daten/cushing_syndrom.htm


Behandlungsoption Trilostan:
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1134732666
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Clara3
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Antwort #5 - 23. April 2007 um 21:09
 
Hallo nochmals,
tut mir leid, ich bin wahrscheinlich so ein bißchen mit der Tür ins Haus gefallen...
Mein Pony (jetzt 21) hatte beim Vorbesitzer (vor 5 jahren ) 2 Reheschübe. (Er hatte einen Bandscheibenvorfall und Pferd stand nur noch auf der Koppel). Ich war der Meinung: das ist doch in den Griff zu kriegen (Fütterung / Weidemangement / Bewegung) und es ging erstmal gut. Letztes Jahr hatten wir dann 2 Reheschübe obwohl sie nur noch auf Sand stand. Ich war eigentlich (Oktober 2006) kurz davor sie einschläfern zu lassen, da kam meine TÄ auf die Idee nochmals Blut zu nehmen um die Schilddrüse zu überprüfen - siehe da: massive Unterfunktion.
Jetzt bekommt sie st. 1/2 Jahr die Medikamente  und ist insgesamt viel munterer und ich habe auch kein Problem mehr mit unerklärlicher Gewichtszunahme. (Kein Tierarzt glaubt einem, daß so ein Pferd nur Heu kriegt, Zitat: Ihr Leut' die is' zu dick, was macht ihr da?) Ich war kurz vor der Verzweiflung...
Der Cushingtest (Gott sei Dank negativ) treibt mich jetzt trotzdem um, weil dieseer Cortisolwert so hoch war, ich denke z.b. auch an Borreliose, doch bringt mich das irgendwie  weiter?
Sie hat außerdem ganz massive Allergieprobleme, ich inhaliere jeden 2.Tag im Moment und spritze alle 3 Wochen ansonsten ist es ein tolles Pferd  Zwinkernd Sie hat nach wir vor Lebensfreude, lebt im Offenstall, wir haben 8000 qm Koppel (die sie nicht nutzen kann weinend)), aber manchmal scheuchen wir alle über die Koppel ( sie lebt zusammen mit  einer Norwegerstute und einem Quarterwallach) Dann denkt man nicht, daß dieses Pony jemals irgendwelche Hufprobleme hatte.
Ich freue mich über jede Rückmeldung,erstmal viele Grüße, Christine.
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Benjamin


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Antwort #6 - 23. April 2007 um 21:28
 
Clara3 schrieb am 23. April 2007 um 21:09:
Sie hat außerdem ganz massive Allergieprobleme, ich inhaliere jeden 2.Tag im Moment und spritze alle 3 Wochen


aber kein Kortison, oder?
Cushing und Cushing-ähnliche Syptomatik kann man auch durch Zufuhr von Glucocorticoiden von aussen auslösen.


wegen Schilddrüsenfehlfunktionen ist das Tagebuch von Isi-Stute Muska interessant (unter EMS-Tagebücher)
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Clara3
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Antwort #7 - 23. April 2007 um 21:35
 
Hi,
muß mir jetzt erstmal die ganzen Links (vielen Dank) zu Gemüte führen und werde weiter in Kontakt bleiben und berichten was entschieden wurde bzw.zu welchen Tests ich mich noch habe hinreißen lassen. (Ich hatte mich eigentlich schon gegen Cushing entschieden - es paßte irgendwie nicht, aber ok was weiß schon ein Laie... )
Morgen habe ich eh TA-Termin für Schilddrüse und werde ihn mal ausfragen, welche Primärerkrankung in Frage kommt. Denn das ist doch eigentlich die Frage oder irre ich da?
Ich habe das etwas verdrängt da ich schon froh war wenn keine Reheanzeichen festzustellen waren. Ich werde auf jeden Fall ein gr. Blutbild machen lassen und mal  sehen was TA dazu meint,
erstmal vielen vielen Dank für die Antworten, in der Geschwindigkeit hatte ich das nicht erwartet.
Ach ja, das Pferd wurde natürlich niemals mit Cortison behandelt, aufgrund der Rehescbübe verbietet sich das natürlich.
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Clara3
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Antwort #8 - 25. April 2007 um 11:00
 
Hallo,
gestern meinte TA1, da mein Pony sowieso nicht in das klassiche Cushingbild paßt, ich solle den hohen Ausgangswert für Cortisol einfach ignorieren. Wichtig ist nur der 2. Wert der ja deutlich abgesenkt war. Außerdem war er der Meinung, daß in unserem Fall kein Dexa-Test hätte durchgeführt werden dürfen, da die Gefahr eine Hufrehe auszulösen, viel zu groß ist. Ich hatte mich allerdings genauestens vor dem Test bei TA2 erkundigt und auch im Internet die Aussage gefunden, daß der Low-Dose Dexatest auch für Hufrehe-Pferde kein Problem ist.
Blut für Schilddrüsenwerte wurde genommen und ich kann vielleicht am Freitag die Ergebnisse abfragen.
TA2 dagegen möchte einen TRH-Stimulationstest machen. Dazu müßte aber das Schilddrüsenmedikament abgesetzt bzw. ausgeschlichen werden. Ich möchte das eigentlich nicht tun, da wir die letzten 6 Monate mit diesem Medikament gut zurecht gekommen sind und auch keine Hufprobleme mehr aufgetreten sind. Never change a running system!
Das Schilddrüsenmedikament beeinflußt ja wahrscheinlich auch den Cortisolwert.
So, jetzt weiß ich auch nicht viel mehr als vorher. Ich habe mir zwar auch alle Links zu Cushing durchgelesen, aber es ist doch so, testen kann man alles. Die Frage ist, was ist sinnvoll?
Leider steht man mit der Entscheidung immer sehr allein da.
Trotzdem vielen Dank für Euer Feedback und ich melde mich nochmals wenn ich die Schilddrüsenwerte habe.
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Pony
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Antwort #9 - 25. April 2007 um 11:11
 
hmmm ich würde den ACTH Test machen lassen dann hast du einen wert mit dem du was anfangen kannst....ohne die schilddrüsen tabletten absetzen zu müssen...

Schade das dein TA den Test nicht richtig durchgeführt hat denn es fehlt defenitiv eine blutabnahmen zur Kontrolle so ist der Test für die Katz

vielleicht hast du ja mal ein foto von deinem Pferd für uns

was habt ihr denn an Symptomen??


Fell
-      häufig dickes langes Winterfell (Hirsutismus)
-      häufig verzögerter Fellwechsel
-      übermäßige Haarfettung, Schuppenbildung (Seborrhoe)
-      Anfälligkeit für Parasiten im Fell, Scheuern ohne Parasiten, bakterielle Hautentzündungen, Mauke, Pilze
-      teilweise Löckchenbildung v.a. beim Schwitzen
-      Pigmentveränderungen / Aufhellung
-      Haarausfall in Einzelfällen (Alopezie)
-      allgemein schlechte Haut (Papierhaut u.ä.)
-      evtl. Berührungsempfindlichkeit der Haut

Futterverwertung
-      übermäßiger Durst (Polydipsie) mit häufigem Wasserlassen (Polyurie)
-      Adipositas, Fettleibigkeit ODER: Abmagerung (auch bei hohen Futtergaben)
-      Insulinrestistenz / Diabetes mellitus
-      regelmäßig „supraorbitale, subkutane“ abgrenzbare Fettpolster 
      (Mähnenkamm, Schulter, über den Augen, Nieren, Schweifansatz, Präputium), „Stammfettsucht“
-      teils übersteigerter Appetit (Polyphagie = krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme infolge des 
      Fehlens eines Sättigungsgefühls)
-      Futterverweigerung bei verstärkter Magensäureproduktion und abnehmender Schutzschicht der 
      Magenschleimhaut, Gefahr von Magengeschwüren
-      Regelmäßig Muskelrückbildung vor allem am Rücken (Senkrücken, Muskelathropie)
-      Hängebauch / Weidebauch
-      Durchfälle / Kotwasser 

Hufe & Bewegungsapparat
-      Häufig Hufrehe (auch zu untypischen Jahreszeiten, z.B. Herbst/Winter), 
teils heftige Schübe und nicht ansprechend auf reine Hufrehebehandlung, 
teils „schleichende“ oder leichte Schübe, chronisch wiederkehrend
-      Hufabzesse
-      Durchtrittigkeit / weiche Bänder
-      Sehnenentzündungen, Gelenksentzündungen
-      Knochenprobleme, Osteoporose (durch Proteinabbau und Mobilisation von Calcium aus dem Skelett)
-      Strahlfäule

Bewegung & Kreislauf
-      Muskelzittern
-      zentralnervale Ausfallerscheinungen, ataktischer Gang
-      Krämpfe, auch epilepsieartig
-      „in-die-Knie-gehen“ = plötzlicher, kurzdauernder Verlust der für die Körperhaltung notwendigen
      Muskelspannung (Tonusverlust), diese „Kataplexie“ ist auch Symptom einer Narkolepsie ohne
      Bewusstseinsverlust, kann Sekunden oder Minuten dauern, auch durch Emotionen verursacht
      (Einkicken bei Erschrecken u.ä.)
-      Ohnmachten (Synkopen)

Infektionsanfälligkeit
-      häufige und hartnäckige Infekte , z.B. Nasennebenhöhlen (Sinusitis, auch mit eitrigem
      Nasenausfluß), Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Zahnfleischentzündung (Parodontitis), 
      Blasenentzündung (Zystitis), Atemwege/Pneumonie, Hautentzündungen
-      Verzögerte Wundheilung
-      Geschwüre im Maul

Innere Organe u.a.
-      Gestörter Wasser- und Elektrolythaushalt (Niere)
-      Herz-Kreislaufprobleme bis hin zum Umfallen
-      gelegentlich Tachypnie (gesteigerte Atemfrequenz) 
      bzw. Hypoxämie (erniedrigter Sauerstoffgehalt im Blut)
-      gelegentlich Myokardschäden / Tachykardie (Herzfrequenz zu schnell)
-      seltener auch massive Stoffwechselentgleisungen mit kreuzverschlagähnlichen Symptomen
-      schlechte Leberwerte (Heptopathie)
-      Blindheit (sehr selten)

Sonstige Hormonelle Veränderungen
-      seltsames Schwitzen ohne ersichtlichen Grund (Hyperhidrosis)
-      Bei Stuten: verändertes Rosseverhalten, Scheinträchtigkeit, Milchproduktion, Unfruchtbarkeit, Infektionen 
      [bei Stuten PCO = Polycystische Ovarien ausschliessen, verursacht ebenfalls Hirsutismus]
-      Lethargie, Apathie, Trägheit, "Depressionen", abnorme Schläfrigkeit (Somnolenz), 
      andere Verhaltensänderungen (z.B. Unterwürfigkeit)
-      Ständiger oder sporadischer Tränenfluss
-      evtl. Schilddrüsenfehlfunktionen [verursachen auch Hirsutismus]

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Kirstin
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Antwort #10 - 25. April 2007 um 12:04
 
Clara3 schrieb am 25. April 2007 um 11:00:
Hallo,
.... Die Frage ist, was ist sinnvoll?
Leider steht man mit der Entscheidung immer sehr allein da.
.....

Hallo Clara 3,
...die Frage habe ich mir auch oft gestellt.....und vieles später nicht mehr getestet, nachdem beim ersten krankheitsauftreten wirklich alles, was nur irgendwie denkbar war hoch und runter getestet wurde - alles ohne Ergebnis.
Ich hatte das grosse Glück, einen TA kennenzulernen, der mir dann, wenn ich fragte, ob man das oder das testen sollte oft zur Antwort gab: "ja, das kann man testen, das könnte es auch sein. Frage ist: willst Du es testen? Behandeln müssen wir aufgrund der Symptomatik so und so, auch wenn der Test negativ ist. Wenn der Test positiv ist, sieht die Behandlung genauso aus. Also wenn Du das Kind beim namen nennen willst, machen wir den test - wenns Dir egal ist, wie es heisst, dann spar Dein geld". Dies war z.B. die Antwort auf meine Frage nach EMS.
Wäre bei uns ein Cushing Verdacht gewesen - den hätten wir natürlich testen müssen, da hier ja bei positiv die Behandlung anders aussieht als bei negativ.

LG
Kirstin
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Clara3
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Antwort #11 - 25. April 2007 um 13:28
 
@Kirstin
Ich stimme Dir zu. EMS brauche ich nicht zu testen, denn daß das Pony zu dick ist, sehe ich ja selbst .Obwohl sie schon gut abgenommen hat; das Maßband sagt jetzt aktuell 350 kg bei 140 cm
Schulterhöhe.
@Pony
Ich überlege mir das mit dem ACTH-Test, dann aber von TA1, da ja lt. Deiner Meinung TA2 ihn nicht richtig durchgeführt hat. Ich habe mir das gerade nochmals bei Laboklin in der Beschreibung durchgelesen. Es werden wohl immer 2 Werte genommen. Erschrocken bin ich außerdem, da er für Rehepferde definitiv als nicht empfehlenswert eingestuft wird. Gibt es hier wirklich 2 Meinungen?
Symptome:
keine Fellprobleme, auch nicht beim Fellwechsel
Pony ist insgesamt zu dick, also nicht nur an manchen Stellen. (Hufschmied meint immer er hätte selten so einen "massigen" Isländer gesehen)
Auffällig ist der dicke Mähnenkamm
Wenn sie könnte, würde sie immer essen wollen, kann aber auch an unserer strengen Rationierung liegen (Fütterung 3x täglich)
Sie bekommt definitiv keine Äpfel, Möhren, Brot, Leckerlies oder sonst irgendwas zugesteckt.
Insgesamt jetzt 4 Reheschübe, wobei die ersten beiden definitiv durch Fütterungsfehler hervorgerufen wurden (keine Bewegung, nur noch Koppel beim Vorbesitzer)
1. Januar 2003
2. April    2003
3. Juni     2006 (lt. TA ungewöhnlich viele Rehefälle, auch bei dünnen Pferden, oder Rassen
                      die als nicht so besonders anfällig gelten)
ab da steht sie nur noch auf Sand, auch kein zeitweiliger Koppelgang mehr
4. Oktober 2006 
bis jetzt letzter und für uns vollkommen unerklärlicher Schub; da wurde dann auch die Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Seitdem sie das L-Thyrox bekommt ist sie insgesamt munterer und Gewichtsabnahme möglich.
Hufbeinrotation liegt beidseits vorne bei 3,5 Grad
Seit 2005 wurde die massive Allergie behandelt, Inhalieren mit NaCl (evtl. Fluimucil)und alle 3 Wochen spritze ich das Antiallergen unter die Haut. Das hat sich insgesamt sehr verbessert, kein Pumpen mehr und sehr selten noch ein Huster.
Schlechte Leberwerte hatten wir mal vor 2 Jahren, aber das hatte sich dann gebessert.
Häufig tränende Augen und häufiges Schnauben hängt natürlich mit der Allergie zusammen. Seit sie nur noch auf Sand steht, ist das auch besser geworden.
lhr seht so eindeutig sind die Anzeichen nicht.
Ich schaue später noch mal hier rein, jetzt muß ich in den Stall.
Viele Grüße.
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Antwort #12 - 25. April 2007 um 13:32
 
du weißt aber das es Pferde mit Cushing und EMS gibt..... Zwinkernd

ich könnte mir vorstellen das dich dieser Thread sehr Interessieren könnte bei bedarf werde ich Andreas Informieren wenn du magst aber les erstmal

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1137478556

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Antwort #13 - 25. April 2007 um 16:32
 
Clara3 schrieb am 25. April 2007 um 13:28:
Ich überlege mir das mit dem ACTH-Test, dann aber von TA1, da ja lt. Deiner Meinung TA2 ihn nicht richtig durchgeführt hat. Ich habe mir das gerade nochmals bei Laboklin in der Beschreibung durchgelesen. Es werden wohl immer 2 Werte genommen. Erschrocken bin ich außerdem, da er für Rehepferde definitiv als nicht empfehlenswert eingestuft wird. Gibt es hier wirklich 2 Meinungen?


1. was TA2 gemacht hat, ist nicht wirklich falsch. Es gibt Meinungen, dass der Test auch mit einer Kontrolle 100%ig sicher ist! Ich bin halt nur der Auffassung, dass "doppelt gemoppelt" besser ist  Zwinkernd Und bei meinem Pony war einer der Kontrollwerte nur knapp über dem Grenzwert von 1 (ich glaube 1,3?), der andere deutlicher. Hätte ich nur den ersten Wert gehabt, wären evtl. Zweifel gebleiben, die so ausgeräumt sind.

2. Ja, es gibt 2 Meinungen. "definitiv" nicht empfehlenswert würde ich nicht sagen, da auch eine klare Diagnose ein Vorteil für ein Hufrehepferd ist. Zudem ist die verwendete Menge an Kortison gering.

meiner Meinung nach also zwar diskussionswürdig, aber kein Grund TA2 das Vertrauen zu entziehen!

LG Anne
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Antwort #14 - 26. April 2007 um 13:12
 
Hallo,
ich hatte es gestern doch nicht mehr geschaftt hier reinzuschauen. Vielen Dank schon mal für Eure Infos und Meinungen. Ich hatte mir schon total die Vorwürfe gemacht, daß ich mein Pferd so einem Risiko ausgestzt hatte...
Den Isi-Thread habe ich mir durchgelesen und fand ihn auch sehr interessant. Ich glaube, ich werde mich wirklich zu diesem ACTH-Test entschließen. Denn eigentlich bin ich vom Typ her eher so, daß ich der Sache auf den Grund gehen will. Mir läßt das ansonsten keine Ruhe und die Gedanken kreisen ständig um diese Angelegenheit. Außerdem hat das Pony eine Behandlung nötig (und verdient), falls es doch Cushing ist. Trotzdem bleibe ich bei TA1, da er mir insgesamt kompetenter erscheint, bzw. von der Tierklinik kommt und dort sind die doch ganz anders ausgestattet (eigenes Labor etc.). Er kennt das Pony auch besser, da er bisher alle Behandlungen durchgeführt hat. TA2 war eher Zufall, da sie nur zum Impfen kommt. (Es ist halt bequemer, da wir immer Impfbenachrichtigungen bekommen, so kann nichts vergessen werden,  und außerdem kennt sie die Norwegerstute meiner Stallkollegin seit 10 Jahren).
Später versuche ich mal ein Sommer- und Winterbild hier reinzustellen. Bisher hat das irgendwie noch nicht geklappt. (Ich bin zu blöd?)
Später habe ich dann kompetente (männliche!) Unterstützung. Zwinkernd
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Antwort #15 - 26. April 2007 um 13:15
 
Bilder kannst du mir auch schicken ich stelle sie dir ein
[mem]petra@hufrehe.org[/mem]

finde ich gut deine entscheidung
lg
Petra
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Antwort #16 - 26. April 2007 um 13:52
 
Sommer und Winter 2006

...

...


oh mein gott wer macht denn bei dir die Hufe (kein doller vorwurf  Zwinkernd )
das ist doch eine  Resektion der dorsalen Hufwand, und trotzdem wächst der Huf noch schnabelnd weg!!!!
die ringe zeigen das es immer wieder zu Schüben kommt
also da solltet ihr noch was ändern,wichtig vorallem Röntgen und danch die Hufe bearbeiten
auch würde ich dir zu der Fütterung wie wir sie im Forum empfehlen raten
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1168601062

lg
Petra
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Antwort #17 - 26. April 2007 um 16:45
 
Also Röntgenbilder haben wir jedes Mal gemacht (mehrfach auch Kontrollbilder nach 2 bzw. 4 Wochen nach dem Schub), und der Beschlag bzw. die Hufbearbeitung sind mit dem Tierarzt abgesprochen und für gut befunden worden. Es sind Alueisen, "verkehrtrum", Zehe schwebend und Hufsohle teilweise mit Silikon "verfüllt".  Zum Abraspeln der Hufwand hatte sich der Schmied erst nach längerem Überlegen entschieden. Das wurde also im Dezember zum 1. Mal gemacht. Die dorsale Hufwand soll ja möglichst wieder parallel zum Hufbein nachwachsen.
Wenn es nicht gemacht wird, so hatte ich das zumindest verstanden, "staut" sich das nachwachsende Horn, zu sehen als Reheringe. Ich bepinsel das aber jeden Tag mit "Thrush Remedy" um Pilzbefall bzw. Infektionen zu vermeiden (wird auch bei "White Line Desease" verwendet.) Der Schmied hat übrigens selbst ein Rehepferd und ich vertraue ihm daher. Er wußte auch schon vor etlichen Jahren über Fruktan Bescheid, bevor sich das dann bei den meisten Tierärzten rumgesprochen hatte.
Trotzdem interessiert mich natürlich was Deiner Meinung nach geändert werden sollte. Man lernt ja nie aus. Den Fütterungs-Link schaue ich mir mal gleich an.
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lindaglinda
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Antwort #18 - 26. April 2007 um 17:00
 
hi clara,

ich bin leider nicht so der rehe-fachmann, wollte dir aber ganz kurz was zu dem lungenproblem sagen. ich weiß ja nicht, mit was du inhalierst, weiß aber, daß normalerweise alles ohne kortison dauerhaft recht sinnlos ist...

ich hab bei meinem, auch aufgrund seiner vorgeschichte, cortison in herkömmlicher spritzen-form abgelehnt und habe nun eine atemmaske mit MDI-spacer, in die ich humanmedizinische kombi-präparate (salmeterol/cortison) völlig nebenwirkungsfrei einbringen kann.

wenn du mehr wissen möchtest, kann ich dir gerne einen sehr hilfreichen link einstellen.

lg linda
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Antwort #19 - 26. April 2007 um 17:54
 
Hallo Linda,
über Tips freue ich mich immer, also her mit dem Link. Fluimucil, das ich verwende, ist ja auch ein Humanpräparat (ich glaube Acetylcystein heißt der Wirkstoff), und ich habe das Akku-Inhalataionsgerät von Hippomed. Mein TA hat allerdings sogar für das Inhalieren cortisonhaltige Medikamente abgelehnt. Mittlerweile bin ich der Meinung, daß das wohl nie im eigentlichen Sinn ausheilen wird, aber ich kann mit dem Inhalieren dem Pferd Erleichterung bringen, und es wird nicht verschlimmert. Im Winter mache ich das auch meistens nur 1x pro Woche, jetzt halt jeden 2.Tag.
Mir sagt der Ausdruck "MDI-spacer" leider so gar nichts. Vielleicht kannst Du das mal erläutern?
LG, Christine.
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