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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Tagebuch Araber "Blacky" - Eperythrozoon (Gelesen: 100020 mal)
Kirstin
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Antwort #300 - 14. September 2008 um 21:36
 
14.9.08
mal wieder ein kurzer Zwischenbericht Smiley
Heute war bei uns Hausturnier und ich hatte als "TT" für die Kids viel zu tun - bin total geschafft, aber die Pferde waren der Hit Smiley

Isi hat mit Blacky den Gelassenheitswettbewerb mit Blacky geführt und geritten mitgemacht und beide Prüfungen gewonnen Smiley  ....Blacky ist nach wie vor topfit drauf - so darf es weiter gehen Smiley
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Antwort #301 - 25. September 2008 um 00:44
 
25.09.08
Eigentlich wollte ich heute endlich mal ein "Heizvideo" von der freien Bodenarbeit unserer Schimmelherde machen, weil es einfach zu schön ist, zu sehen, wie super alle 3 drauf sind.
....aber wie es meistens so ist: unsere 3 leiden mehr oder minder unter einem kleinen Infekt, der gerade durch den Stall geht.
Blacky ist am wenigsten anzumerken - er ist eigentlich trotz allem sehr gut drauf und dass er auch mit dem Infekt kämpft, merkt man in erster Linie daran, dass er schnell pustig und warm wird und nicht wirklich Lust auf "heizen" hat.
Weitere Symptome hat er aber im Gegensatz zu den Stuten (dicke Lymphknoten, Nasenausfluss etc.) nicht.

Also gibt es heute eher gemächliche Videos im Trab - und Tanny´s "Absturz"....

Ganze Bahn - "Abteilung":
...

Durch die ganze Bahn wechseln:
...

Auf dem Zirkel:
...

Aufmarschiert 1 - hier klappt das AUfmarschieren besser, dafür ist das Losgehen ein kleines Durcheinander:
...

Aufmarschiert 2 - hier ist es umgekehrt:
...


...und last not least: Galopp. Blacky schimpft erst mit Hazel, weil sie ihn überholt, dann droht er Tanny massiv, weil sie vor ihm geht. Tanny versucht auszuweichen - und weil unser neuer Reitboden leider spiegelglatt ist, ist Tanny ausgerutscht und zu Boden gegangen - sie hat sich aber nichts getan. ALs wir die Rutschstelle anschliessend in Augenschein nahmen, war da der Reitboden komplett weg (nur wenige cm tief) und es war der blanke, steinharte und spiegelglatte Boden (Lehm? Marschboden?)  darunter sichtbar. Wir können wohl nur von Glück reden, dass die Pferde heute nicht so heiss drauf waren - sonst wären sie wohl alle zu Boden gegangen und hätten sich wohlmöglich doch noch verletzt:
...

Im ANschluss an die "Arbeit" haben wir die Pferde noch auf die lange Koppel gelassen (ohne Video, weil schon stockdunkel), wo alle drei im vollen Tempo abgingen - also so krank sind sie dann doch nicht Zwinkernd - wir konnten sie die gesamte Koppel runterheizen hören.

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Antwort #302 - 08. Oktober 2008 um 10:11
 
8.10.08
Kurzer Zwischenbericht: Blacky geht es nach wie vor gut - zur Zeit ist er etwas träge, was aber wohl mit den extremen Wetterwechseln und dem heftigen Fellschub zusammenhängt - er sieht schon wieder etwas kuschelig aus Zwinkernd
Gestern hatten wir eine TÄ da, die eine Zusatzausbildung für ähne hat und sich unsere Rösser alle angeschaut hat, um zu checken, welche mit den Zähnen fällig sind.
Am schlimmsten war Hazel - sie ist mehr als überfällig, hat ein Stufengebiss und die fehlerhaften Zähne fangen schon an, die gesunden Zähne zu beeinträchtigen. Dann kam Blacky, einige kleinere Haken und zwei zu lange Backenzähne - noch nicht super dramatisch, wäre aber sinnvoll, das zu korrigieren. Justy hat einige Haken, die noch nicht sofort therapiebedürftig sind, aber über kurz oder lang dran sind. Tanny hat Minihaken, die noch nicht fällig sind, falls sie beim Reiten keine Probleme hat (was nicht der Fall ist) und Oakley hat mit ABstand das beste Gebiss (wenn man mal die kaum noch vorhandenen Schneidezähne ausblendet). Er hat keine Haken und noch alle Zähne. Für ein 30 jähriges Pferd ein Wunder.....bei ihm ist nichts zu machen.
Jetzt haben wir für nächste Woche Freitag morgen für Hazel, Blacky und Justy einen Zahntermin. ...und diese Woche Freitag ist Kai da un kann alle nochmal durchchecken, damit sie für den Umzug fit sind.
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Antwort #303 - 11. Oktober 2008 um 08:53
 
11.10.08
Kai war gestern da, und hat nochmal alle Pferde durchgecheckt.
Blacky hat, wie ich bereits vermutete noch die alerletzten Ausläufer des Infektes der bei uns durchging zu bekämpfen - ist aber nicht schlimm.
Ausserdem - und ich schätze das ist der Grund für seine leichte Trägheit - hat Kai eine Magenstagnation festgestellt.
Ich denke, dass kommt von dem zuviel an Stroh. Da wir die Gummimatten im Liegebereich ja bereits rausgenommen und zum Hof gefahren haben, steht das Wasser vom Regen im Liegebereich jetzt deutlich höher. Entsprechend müssen wir im Moment eine sehr dicke Matte vorhalten und täglich sehr viel einstreuen, damit die Pferde trocken und geruchsfrei stehen. Da zieht Blacky sich natürlich viel Stroh rein.
Kai hat die Stagnation genadelt und Blacky bekommt jetzt bis zu unserem Umzug estmal wieder täglich Hong Hua (beseitigt Nahrungsstagnation). Das sollte eigentlich reichen, um zu verhindern, dass die Stagnation sich so steigert, das sie wieder in einem Reheschub endet.

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Antwort #304 - 21. Oktober 2008 um 12:00
 
21.10.08
jetzt mal schnell den Zahnarzt -Bericht:
die TÄ war ja am Freitag morgen da und hat Hazel, Blacky und Justy gemacht.
Wir hatten sie zum ersten mal - sie hat eine umfangreiche Zusatzausbildung für Pferde und einen guten Ruf.
Das hat sich bei uns bestätigt.
SIe nahm sich 1. sehr viel Zeit, sedierte Blacky und Hazel ganz minimal - gerade so, dass sie entspannen und hat sehr, sehr sauber gearbeitet.
Was mir besonders positiv auffiel war, dass sie von sich aus zwischendurch immer mal wieder Pausen einbaute, wo sie das Maulgatter löste und den Kopf von der Stütze nahm "damit die Pferde kurz entspannen können - zu langes Maulaufsperren führt zu späteren Schmerzen (Muskelkater) und Verspannungen.
Ausserdem hat sie klar differenziert zwischen den Pferden - also auch am Alter und Allgemeinzustand fest gemacht, wieiviel man überhaupt machen kann, ohne dass es später zu Problemen kommt, weil je älter das Pferd, desto riskanter wird es, dass man durch Veränderungen am Gebiss mittel- oder langfristig die Kiefergelenke schädigt.

Unsere Pferde haben alle super gut mitgemacht, keine Unruhe, kein Stress.
Sowohl Hazel als auch Blacky konnte ich direkt hinterher zum "Ausschlafen" allein quer über den Hof auf die Koppel führen und bereits 15 Minuten später wren sie wieder hellwach und schrieen nach Frühstück.
Die ersten Maulvoll Heu waren wohl befremdlich. Blacky drehte Röllchen und sah etwas angewidert aus. Aber bereits nach wenigen Minuten hat er voll reingehauen und gekaut, als sei nie was gewesen.
Hazel war etwas länger beleidigt. Sie frass erst gar nicht (versuchte es überhaupt nicht), aber als wir da kein Mitleid hatten, probierte sie doch - und siehe da, es ging - problemlos.
Insofern, super Leistung der TÄ
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Antwort #305 - 11. Dezember 2008 um 11:42
 
11.12.08
So, jetzt endlich mal wieder ein "update":
Also: Blacky hat den Umzug absolut klasse überstanden.
Wie alle anderen scheint er sich im neuen Domizil pudelwohl zu fühlen. Die Pferde haben dort sehr große, aber extrem unebene und zur Zeit auch lehmig/matschige Auslaufflächen, die dazu führen, dass sie des öfteren aussehen wie die reinsten Trüffelschweine Zwinkernd

Erstaunlich war, dass Blackys Hufe sich vom Tag des Umzugs in rasantem Tempo regeneriert haben. Abgesehen davon, dass ich nur noch in ganz normalen Rythmen alle 4 - 5 Wochen raspeln muss und die Hufe trotzdem absolut schier aussehen, läuft er ohne die geringste Fühligkeit über absolut jeden Boden - sogar Schotter und Kopfsteinpflaster.
Seine Strahlprobleme haben sich innerhalb von 2 Wochen! seit er in dem lehmigen Modder rumläuft in Luft aufgelöst.
Stoffwechseltechnisch, Schleimhäute, Stimmung - alles ist völlig stabil und ich habe erstmals seit Ewigkeiten ein absolut "normales" Pferd....

Das einzig Auffällige war eine Weile, dass Blacky 4 Tage vor dem Umzug nochmal eine Wurmkur bekam und dann nahezu 5 Wochen lang danach matschige Haufen behielt und etwas Kotwasser bekam. Das hat sich aber jetzt mit Hilfe von etwas Moxa wieder normalisiert.
Ich denke mal, dass er die Wurmkur nicht abkonnte - eine extreme Verwurmung als Ursache haben eigentlich meine beiden TA s für sehr ausgeschlossen gehalten.

Ansonsten reite ich im Moment praktisch täglich - sehr entspannt, denn unser Reiplatz ist wirklich klasse geowrden und die Beleuchtung ist ebenfalls taghell, so dass man auch abends noch hervorragend arbeiten kann - ja, und Ausritte sind auch möglich Smiley am Sonntag waren wir 2 Stunden unterwegs - davon über eine Stunde Spurbahnen - und da wo Strasse ist, sind so breite Banketten, dass man ebenfalls die Wahl hat .....gegen vorher eine 100 % tige Verbesserung des Reitgeländes.....und Blacky gefällt es.


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Antwort #306 - 18. Oktober 2009 um 13:13
 
neues von Blacky

Blacky hält mich dafür mal wieder auf Trab – er war wohl der Meinung, dass es nach
einem ganzen Jahr der Problemlosigkeit unbedingt Zeit würde, mal wieder mit Krankheit
aufzuwarten. Eines Tages fing er leicht an zu ticken, was sich innerhalb weniger Tage
verschlimmerte. Verdacht auf Hufgeschwür.
Der Tierarzt schnitt den Huf auf – es kam nicht wirklich was raus, aber Blacky war danach
lahmfrei. Dafür hatte er ein Loch im Huf,
bekam also erst einen Hufverband, später einen Davis Hufschuh.
Als das Loch zu war, nahm ich den Hufschuh wieder ab. Blacky ging klar und galoppierte
fröhlich mit den anderen über die Koppel – bis er wohl auf einen
Stein trat – wieder lahm – Prellung. Wieder Hufschuh – mit Sohlenpolster. Das Polster
scheint so angenehm gewesen zu sein,
dass Blacky prompt mit dem Hufschuh
Auf der regennassen Koppel galoppierte, mit dem Schuh wegrutschte und vorne eine
Grätsche machte.
Das Ergebnis: eine Zerrung zwischen der Vorderbeinen im Bereich des Brustbeins…….
Die damit einhergegangenen Blockaden sind behoben – die Zerrung braucht wohl etwas,
bis sie auskuriert ist.

Jetzt geht mein Blacky oben und unten lahm – aber nicht immer – er kann durchaus
glasklar losgehen und sogar galoppieren und nach den anderen
aushauen……aber nur, wenn es etwas gibt, was ihm wichtig ist.
Wenn er im Stall ist und wir sind auch da, dann demonstriert er sehr deutlich, wie sehr er
rechts behindert ist und kann kaum auftreten –
aber nur, bis das erste Heunetz hängt – dann kann er plötzlich fast lahmfrei hineilen, um
vor den anderen am Netz zu sein.
Positiv an dieser Sache war sicherlich, dass ich wegen Blacky s Vorschädigungen an den
Hufbeinen zur Sicherheit hier habe
Röntgenbilder machen lassen, wobei heraus kam, dass die Hufbeine, die ja seit der Rehe
damals rotiert sind,
durch die dauernde Fehlbelastung degenerieren.
Noch machen sie offensichtlich keine Probleme, das würde sich aber sich irgendwann
ändern.
Jetzt wird die Zerrung therapiert durch „abwarten – die Zeit wird’s heilen“,
die Fühligkeit des Hufes durch die Prellung haben wir homöopathisch und mit Blutegeln
behandelt – hier ist alles wieder okay
und wegen der Hufbeine haben wir eine langwierigere alternative Therapie begonnen, die
letztendlich darauf abzielt,
den Stoffwechsel so zu beeinflussen, dass der Degenerationsprozess gestoppt und was
regenerierbar ist, regeneriert wird.
Die Lahmheit sollte sich mit Abheilung der Zerrung in den nächsten Tagen legen.
Den Erfolg bei den Hufbeinen werden wir dann wohl frühestens in einem halben Jahr auf
einem erneuten Röntgenbild überprüfen können.
Tja, Blacky ist eben immer für Überraschungen gut……aber eines ist die Hauptsache:
ihm geht es trotz der „Behinderung“ offensichtlich sehr gut – er ist einfach nur
hervorragend drauf
…….vielleicht, weil er mal wieder um die Arbeit rum kommt und nur beputzt und bedauert
wird??? Zwinkernd
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Antwort #307 - 18. August 2010 um 19:33
 
wir waren dann heute Spontan in Elmshorn

ich soll allen ausrichten das es allen bestens geht und alle Wohl auf sind

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Antwort #308 - 24. Februar 2013 um 13:26
 
24.2.13

Juhu, seit einem Monat habe ich nen neuen Rechner und jetzt geht’s auch wieder mit dem Forum  - darum also ein update:

Blacky ist jetzt 24 und es geht ihm seit ca 3 Jahren absolut stabil super. Seine Hufe sind äußerlich nur noch von einem Fachmann als ehemalige Rehehufe auszumachen. Er läuft sicher auf jedem Boden (galoppiert sogar im Paddock über die durchgefrorenen Buckelpisten), macht rasante Bodenarbeitssachen mit seiner Reitbeteiligung Janine und geht unter dem Sattel wie ein Youngster.  Dass er auf senkrecht stehenden Hufbeinen mit komplett athrophierter Spitze läuft sieht man ihm wirklich nicht an.
Futtertechnisch bekommt er im Winter  ca 6 - 8 kg Heu am Tag, und als Müsli (er wurde mir in den letzten 2 Jahren einfach zu dünn) morgens ca 200 g Mühlendorfer Revital Klinicum  oder das Bio - Sportmix  in abgewandelter Form (ohne jegliche Zusatzstoffe) im Wechsel und abends ca 150 g von demselben Müsli plus ca 250 g Mühlendorfer Bio Heucobs plus eine handvoll Wiesenkräuter und einmal täglich einen Esslöffel Weissdornfrischsaft.
Im Sommer bekommt er ca 3-4 kg Heu pro Tag plus Koppel 2-4 Std mit Maulkorb (greenguard) und das Revitalmüsli von Mühlendorfer nur nach der Arbeit.

Stroh bekommen unsere Pferde seit 2 Jahren alle gar nicht mehr, da wir festgestellt haben, dass es gerade den stoffwechselempfindlichen Pferden  (Blacky, Justy, und ein paar Einsteller, die mit Rehe, Ekzem oder Asthma kamen) ohne Stroh stabil deutlich besser geht.

Seit ca 2 Jahren hat Blacky einen diagnostizierten Herzfehler, der ihm aber in keiner Hinsicht Probleme bereitet, seit er den Weissdornsaft bekommt.

Ich werde die nächsten Tage mal schauen, dass ich aktuelle Fotos oder Videos machen kann.
Heute geht nicht, weil die Mädels zu einem Tagesritt mit Blacky, Justy und Funny  aufgebrochen sind …..und das bei der Kälte!....naja, als ich noch jung war hab ich so etwas ja vielleicht auch gemacht Zwinkernd
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Antwort #309 - 07. April 2013 um 21:38
 
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Antwort #310 - 10. Mai 2013 um 17:46
 
Smiley  ....wer im Garten schwitzt ist selber Schuld...

Videos:

...

...

...

...mein motivierter Gartenarbeiter - Blacky geht es weiterhin super gut
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Antwort #311 - 05. September 2014 um 14:22
 
Jetzt ist schon wieder mehr als ein Jahr vergangen seit meinem letzten Eintrag und ich sollte doch mal wieder ein update machen  Zwinkernd

Letzten Sommer ging es Blacky super.

Seine Zähne bedurften schon seit geraumer Zeit besonderer Kontrolle.

Ich habe einen Zahntierarzt aus Delingsdorf, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Blacky hatte schon lange mehrere Wackelzähne im Backenzahnbereich,
die wir aber solange, wie möglich erhalten haben.

Im Herbst musste aber ein Zahn dann endgültig dran glauben.
Beim Ziehen zeigte sich, dass der Zahn nur noch ein ganz kleiner Stumpen war.

Die Wellen im Gebiss beließ der TA, wie sie waren:
"damit Blacky überhaupt noch irgendwo Kontakt hat zum Kauen, denn die Zähne sind "aufgebraucht" und werden nicht mehr nachschieben"

Von Wurzel keine Spur mehr.

...

Nach dem Ziehen ging es kurzfristig besser mit dem Kauen.

Dann bekam Blacky wieder Probleme.
Da der TA kurzfristig keine Zeit hatte, hier rauszukommen, ließ ich Anfang Dezember eine Spezialistin von hier vor Ort kommen.

Sie raspelte die Zähne - und kommentierte das dann schulbuchmäßig glatt geschliffene Gebiss erst hinterher.....

Nach dieser Behandlung mochte Blacky gar nicht mehr fressen Griesgrämig

Also bekniete ich den anderen Spezialisten, der dann auch postwendend kam.....und das Weinen bekam:

Blackys Zähne waren wie aus dem Lehrbuch glatt geraspelt.
" für ein normal altes Pferd mit gesundem Gebiss wäre das eine absolut perfekte Arbeit gewesen"...

....nur, leider nicht für Blacky Griesgrämig

Abgesehen davon, dass sich die zwei verbliebenen Wackelzähne nun auch soweit gelöst hatten, dass sie ebenfalls gezogen werden mussten, hatten die Backenzähne gar keinen Kontakt mehr.

Soviel irgendwie ging, hat der TA dann die Schneidezähne eingekürzt und dann in die restlichen Zahnstumpen soweit möglich eine kleine Welle wieder reingefräst.

Jetzt hat Blacky wenigstens an 2 Stellen etwas Kontakt gehabt.

Zu dem Zeitpunkt bekam er schon 8 kg täglich Heuhäcksel (pre Alpin Senior) und ca 1 kg Horse Alpin Senior und eine handvoll Puritan. (Heucobs konnte er schon längst nicht mehr ab - sie führten immer zu Kotwasser).

Blacky hatte erbärmlich abgebaut und sah aus, wie ein wandelndes Skelett.

...

Einige Tage vor Weihnachten begann er dann mit einer Nebenhöhlenentzündung - ihm lief der stinkende Eiter nur so aus Maul und Nase.

Außerdem wirkte er sehr müde und abwesend - aber überhaupt nicht leidend.

Futter interessierte ihn nicht mehr.
Das war der Moment, wo ich das Gefühl hatte:
Blacky will gehen....

Da er nicht wirkte, als ob er leiden würde, entschied ich - zumal jetzt gerade sein Kotwasser endlich aufgehört hatte, nicht mit einer Antibiose gegen die Entzündung vorzugehen.

Wir haben täglich mit äth Ölen inhaliert und mit Homöopathie unterstützt.

Da ich davon ausging, dass Blacky "gehen will", sah ich die Gefahr einer Hufrehe nicht mehr wirklich.

Es war ganz klar so: entweder, er verhungert oder ich lass ihn auf Koppel und riskiere eine Rehe - dann würde ich ihn einschläfern....

Also durfte Blacky sich fortan völlig frei auf dem ganzen Grundstück bewegen (die Koppeln sind im Winter nicht eingezäunt).

Er wanderte im Schneckentempo nach vorne zur Weide, graste da ein Stündchen, schlich zurück in den Stall, frass ein paar Heuhäcksel aus seiner immer gefüllten Krippe, wanderte dann auf den Trailplatz, wo er sich flach hinlegte und geschlagene 3 - 4 Stunden bewegungslos im Tiefschlaf verbrachte.....
...manchmal ging ich hin, um zu schauen, ob er überhaupt noch lebt.....

Das ging jeden Tag von morgens bis abends so.

2 Tage vor Weihnachten war er so wackelig, dass ich der RB sagte, sie solle sich verabschieden - es könne sein, dass er am nächsten Morgen nicht mehr lebt....

(Hätte ich nicht selbst ganz fest daran geglaubt, hätte ich dem Mädel das sicher nicht zwei Tage vor Weihnachten aufgetischt…..)

Das alles ging so weiter bis zum 6. Januar (ab 3. Januar war die Vereiterung weg).

Am 6 Januar dann schlich Blacky morgens wieder auf die Koppel.....und eine Stunde später hörte ich ein Pferd die Auffahrt hoch galoppieren - Blacky kam mit leuchtenden Augen über den Hof galoppiert!!!

Es war, als ob ein Schalter umgelegt war und er sagte:

Hurra, ich bin wieder da, ich habe mich entschieden noch ein Weilchen zu bleiben!

Tja, das war dann der Tag, wo die Freiheit wieder ein Ende hatte Zwinkernd

Ich habe ihm eine Koppel mit Weg zum Stall eingezäunt, wo er fortan den Winter durch eigenständig hingehen konnte.

Er verbrachte täglich rund 6 - 8 Stunden auf der Koppel.

...

Außer, dass er jetzt für knapp 300 Euro im Monat im Winter Futter bekommt - seine komplette Heuration ist ja praktisch durch Häcksel ersetzt - ging es ihm von Tag zu Tag wieder besser und er hatte zunehmend Tage, wo er sich wie ein Youngster aufführte.

Seit dem Frühjahr geht es ihm so gut, wie nie:
er ist fit, macht alles mit, kein Kotwasser, keine sonstigen Beschwerden und:

er darf täglich mit den anderen die volle Weidezeit (8 - 13 Uhr) auf die Koppel - und das ohne Maulkorb - er hat keine Reheprobleme mehr.

Insofern hat der mangelnde Kontakt der Zähne auch sein Gutes:

Egal, was und egal wovon er frisst, seine Zähne haben so wenig Kontakt, dass er nicht genug verwertet, um in eine Hufrehe abzugleiten und die reifen Pflaumen kann er jetzt auch ad libitum unter den Bäumen wegsammeln, weil er die Kerne nicht mehr knacken kann Zwinkernd

Rippig ist er nach wie vor - aber das ist fehlende Muskelmasse - und die darf er mit seinen 25 Jahren denke ich haben.

Er steht mittlerweile in einer 6 köpfigen Herde und kommt mit allen super klar, galoppiert und tobt mit den anderen durch den Pflaumengarten und fühlt sich offensichtlich pudelwohl.

...

Seine Hufe sind nach wie vor absolut in Ordnung und er bewegt sich über die steinigen Böden oder das Kopfsteinpflaster genau so unempfindlich, wie auf weichem Boden.

Fotos von Gestern:
...

...

...

...und das ist Teddy: 18 Jahre - den habe ich letztes Jahr gekauft und er versteht sich super mit Blacky:

...



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Antwort #312 - 15. September 2014 um 15:21
 
...und hier noch ein Video-Nachtrag.
Blacky heute morgen auf dem Weg auf die Koppel Smiley

http://i141.photobucket.com/albums/r79/Kirstin_2007/Blacky%20Videos/th_Blacky150...
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Antwort #313 - 14. Februar 2016 um 11:06
 
14. 2.2016

So, ich glaube, es wird mal wieder allerhöchste Zeit für ein update:

Blacky geht es nach wie vor den Umständen entsrechend sehr gut.

Er ist seit dem letzten Eintrag im Backenzahnbereich mehr oder weniger "zahnlos".

Zwar haben wir keine weiteren Zähne ziehen müssen, aber da auch die anderen Zähne ja praktisch "aufgebraucht" und damit nicht mehr in der Lage sind, nachzuwachsen, haben sämtliche Backenzähne keinen Kontakt mehr.

Entsprechend kaut Blacky zwar auf Heu rum, aber da er es nicht zerkleinert bekommt und irgendwann als Röllchen wieder ausspuckt, ist Heu absolut unergiebig, was die Ernährung anbelangt - für die Psyche allerdings und für die Speichelproduktion scheint die sinnlose Heukauerei gut zu sein.

Heucobs kann er überhaupt nicht mehr ab - ebenso wie Luzernehäcksel o.ä.
Da führt absolut alles zu Dauerkotwasser, gegen das auch nichts geholfen hat.

Was er perfekt ab kann und offensichtlich auch ohne, dass er es richtig zerkauen kann, verwertet, ist Gras!

Im Sommer gehen alle Pferde morgens auf die Wiese und kommen je nach bedarf bis mittags zurück in den Offenstall. Als Abendbrot gibt es ganzjährig Heu.
Blacky und ein weiterer Rentner, der hier steht, dürfen mittags, wenn das lezte Pferd von der Koppel kommt, draußen bleiben.

Die zwei werden erst rein geholt, wenn sie Bescheid sagen, dass sie rein wollen, was meist erst abends der Fall ist.

Nun ist es doch ein Segen, dass ich in der Marsch wohne und fette Koppeln mit viel Weidelgras habe - grobere Gräser könnte Blacky gar nicht ohne Zähne verwerten.

Da ich für Blacky die Koppel ganzjährig brauche, habe ich die Streuobstwiese komplett aus der Sommerbeweidung für die Pferde raus genommen.

Da kommen zum Einkürzen nur 2 x für jeweils 1-2 Wochen zwei Kühe rauf.

Im Herbst lasse ich die Wiese dann nochmal etwas wachsen und anschließend ist das Blacky s Winterweide, wo er nach der Morgenfütterung gegen 11 Uhr raus kommt und draußen bleibt, bis er Bescheid sagt (meist gegen 16 Uhr), dass er wieder rein will.

Außerdem bekommt er morgens und abends je 4 kg Futter wie folgt:

ca 2 kg Pre Alpin Senior (Heuhäcksel)
ca. 1 kg Horse Alpin Senior (Heuhäckselmüsli)
ca. 1 kg Pre Alpin Alpengrünmash
dazu eine handvoll wechselndes Gemüse oder Kräutermix von Natusat
und ein Stück klein geschnittene, frische Ingwerwurzel

das alles mit 3 Liter heissem (nicht kochendem) Wasser übergossen.

Mit dieser Fütterung habe ich stabil einen Zustand erreicht, wo er trotz seines Zahnproblems eine stabil funktionierende Verdauung hat (Äppel sind in Ordnung, keine Blähungen, kein Kotwasser, keine sonstigen Probleme).

Ab und an (ca 1-2 mal die Woche) wird er noch "geritten" von seinen zwei "Reitbeteiligungen". (die eine ist mittlerweile Stundentin und nur noch Wochenends da, die andere ein kleines Mädel, die sich rührend kümmert).

Beide machen eigentlich nur so viel, wie er Lust hat mitzumachen.
Meistens mal ein Schrittausritt (das mag er sehr gerne) und viel Trailhindernisse im Schritt und Stand.

Eher selten hat Blacky dann Tage, wo er richtig Lust auf mehr hat und sich wie ein Jungspund gebärdet.

Die Mädels nehmen da aber komplett Rücksicht auf ihn - es ist mehr Beschäftigungs als Arbeitsprogramm.

Die Muskulatur ist komplett abgebaut und der Fettansatz leider praktisch nicht mehr vorhanden.

Rein optisch sieht Blacky, wenn man die Decke abnimmt aus, wie ein wandelndes Skelett.

Aber er ist energetisch so gut drauf, kommt von der Koppel galoppiert, trabt über den befestigten Hof, meckert nachdrücklich, wenn ihm irgendetwas nicht schnell genug geht, setzt seine Position in der Herde durch.....

....eigentlich ist er stabil deutlich besser drauf, als in all den Jahren, wo es immer so auf und ab ging.

Ich glaube, er ist rundum zufrieden mit seinem Lebensabend.....und vor allem geniesst er es sichtlich, endlich das so lange er will tun zu dürfen, was er am liebsten tut: auf der Koppel aus dem Vollen schöpfen Smiley

Soweit der Stand zu Blacky Smiley

LG
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