Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 96078 mal)
Teddy
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Antwort #80 - 22. Mai 2009 um 01:52
 
Donnerstag, 21.05.2009

Sieht so aus, als hätte sie die kritische Zeit überstanden  Cool. Sie läuft gut. Füße tun ihr nicht weh. Also alles im grünen Bereich  Smiley. Wir haben mal wieder Glück gehabt.

Heute sah sie gut aus. Atmung ganz ruhig, entspannt. Kaum was zu hören auf der Lunge, außer etwas dünnem Schleim. Ich habe sie ca. 45 Minuten auf dem Reitplatz bewegt und longiert. Davon 20 Minuten im Trab. Atmung war dabei unauffällig, obwohl es sehr schwülwarm war. Sie schwitzte sogar etwas dabei, was selten vorkommt. War gut gelaunt. Zum Schluß im Renntrab hustete sie einige Male. Da sie so schnell auf das Antihistamin reagiert, denke ich, daß sie gut drauf ist.   Leider wieder etwas Kotwasser danach. Kann an der Gewitterluft liegen. Hatte sie im letzten Jahr auch im Sommer. Habe sie 5 Minuten grasen lassen. Seltsamerweise frißt sie seit einiger Zeit außer Gras am liebsten Heu. Ihre Futterschüssel frißt sie erst ganz zum Schluß.

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Antwort #81 - 25. Mai 2009 um 18:18
 
Montag, 25.05.2009

Wir waren am Wochenende im Gelände unterwegs und Jerziba war wieder megaschnell  Cool. So kenne ich mein Pferd gar nicht mehr, nachdem sie jahrelang immer Pausen wollte und eher triebig war. Jetzt zeigt sie sich endlich mal wie ein Araber. Ist gehfreudig, ausdauernd (in Grenzen natürlich), hart im Nehmen, mutig und kämpferisch. Wenn wir zu zweit ausreiten, will sie die Nase vorn haben  Augenrollen. In ihrer Gruppe allerdings läßt sie lieber die anderen vor um sie zu beschützen. Wenn die Angst haben, geht sie aber vor  Zwinkernd

Beine, Augengruben, alles trocken. Aber immer noch Kotwasser und teilweise zu nasse Äppel.

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Antwort #82 - 05. Juni 2009 um 18:39
 
Freitag, 05.06.2009

Wie gesagt, mit Jerziba bleibt es spannend...

Es ging ihr echt richtig gut  Zwinkernd, bis sie am Dienstag vergangener Woche zweimal einen Gewitterschauer abbekommen hat. Abends dann noch schön mit Hagel. Danach stand sie dann patschnaß mit kaltem Wind im Rücken  Ärgerlich, bis ich kam. Habe sie trockengelegt und noch 20 Minuten auf dem Reitplatz im Schritt bewegt. So weit alles gut.

Am Freitag dann, genau 3 Tage später beim Ausritt, Husten ohne Ende und gelber Schnodder aus der Linken Nüster.  Ärgerlich Auch war sie etwas weniger eifrig beim Reiten.  Das hinderte sie aber nicht daran, mit den Ponnies auf der Weide an unserem Weg um die Wette zu laufen. Na klar hatte sie die Nase vorn.  Cool Also  wieder sofort mit ACC inhaliert über 3 Tage. Und Engystol gespritzt. Dann kam nur noch weißlicher dünner Schleim. Komisch, die ganze Zeit kam nur aus der linken Nüster was. Dafür war auf der Lunge immer deutlicher Giemen zu hören. Also wieder Cortison inhaliert. Bewegt habe ich sie nur zu Fuß im Gelände. Trotz dem üblen Giemen in der Lunge war sie mega schnell unterwegs. Klar, das Gras lockte  Laut lachend Die Luft wurde ihr dabei nicht knapp. Früher hätte sie hierzu nicht die Kraft gehabt.
Der Husten ließ nach, aus den Nüstern kommt nichts mehr raus, aber die Lunge pfeift noch überall. Das Gras blüht auch gerade überall, die Pollen fliegen weit. Möglicherweise spielt das eine Rolle. Gestern habe ich sie wegen Regen in der Halle longiert. vorsichtig angefangen, wurde sie bald warm und eifrig und hatte Spaß dran. Hat kaum gepumpt, einfach stärker über den Bauch geatmet. Dies ließ aber sehr schnell wieder nach. Danach war die Lunge sehr schön frei, kaum noch Giemen zu hören. Gehustet hatte sie dabei zweimal. 

Das war ein ziemlich heftiger Infekt, aber ich denke, es sieht schon gut aus. Wenn die Schleimhäute abgeschwollen sind, wird es wieder gut.

Das Kotwasser haben wir mit Heilerde im Griff. Erst täglich, dann alle 2 Tage, dann mal nach 3 Tagen und im Moment nach Bedarf. Aber die Verdauung sieht gut aus  Smiley. Die Beine und Augengruben sind trocken.
Das Pferd ist ziemlich sehr schlank, aber glänzt wie ein Spiegel  Durchgedreht. Gestern in der Halle unter den Halogenstrahlern war ich fast geblendet  Laut lachend. Sie hatte richtig metallic Glanz wie frische Kupfermünzen im Fell. Da ist kaum Fett drauf, aber man sieht alle Muskeln. Und der Bauch ist straffer geworden.

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Antwort #83 - 03. Juli 2009 um 16:17
 
Freitag, 03.07.2009

Jerziba hatte noch gut zu tun mit dem Infekt nach dem Gewitterregen. Das war leider eine hartnäckige Bronchitis, die erst nach 3 Wochen endlich durch war. Dann war sie ein paar Tage lang gut drauf und schon war auch die Wirkung der Antihistaminspritze wieder vorbei. Doch es gab noch reichlich Gräserpollen und sie reagierte auch gleich darauf.
Bereits einen Tag nach der neuen Spritze war sie wieder gut drauf und wir konnten wieder im Gelände unsere Runden drehen. Dabei bin ich dann auch wieder angefangen seit der Hufrehe, bis 1,5 Stunden am Stück zu reiten, ohne daß Jerziba geschwächelt hätte oder um absteigen gefragt hätte. Danach war sie noch gut drauf und ich hätte weiter reiten können. Doch ich kenne sie und weiß, daß sie gern aufdreht und es ihr dann doch zuviel ist.

Vor zwei Wochen waren plötzlich über Nacht ihre Augengruben angefüllt. Keine Beulen, nach Bewegung eine kleine Vertiefung, aber mir völlig unerklärlich so plötzlich, nachdem sie vorher lange Zeit immer frei waren. Die Beine sind immer trocken, meist so trocken wie noch selten vorher. Auch Kotwasser haben wir Dank Heilerde kaum noch. Ich habe darum das Grasen von 15 auf 10 Minuten wieder reduziert und von den 1 ltr Revital 2 Handvoll gekürzt. 10 Tage später sind nun wieder Gruben zu sehen. Besonders nach dem Bewegen sieht man etwas. Bisher hat sie ja jeden Sommer mit gefüllten Augengruben reagiert. Allerdings nie schon bei 15 Min Grasen. Der Futterzustand ist sehr gut. Sie kommt mit weniger Futter aus, als im letzten Jahr und sieht sportlich schlank und ausreichend bemuskelt aus. Ich achte darauf, daß sie kein Fett ansetzt, was ziemlich schnell passiert, wenn sie zu wenig Training hat.

Leider waren auch die Lymphknoten zwischen den Ganaschen seit dem Infekt noch immer etwas größer als normal und sie hustet seit ca. 10 Tagen immer mal wieder vermehrt. Ich hoffe nicht, daß sie schon wieder an einem Infekt brütet. Die Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit macht ihr sehr zu schaffen. Sie sieht abends meist ganz geschafft aus. Dabei steht sie im Schatten unter großen Bäumen oder sogar in der Hütte und etwas Wind streicht immer darüber. Ich dusche sie jeden Abend kalt ab und dann gehen wir eine Runde zu Fuß. Sie geht normales Tempo, kriecht nicht, atmet dann auch freier, der Kreislauf kommt in Gang, abends ist es ja schon kühler. Mittwoch mußte ich nachmittags mit ihr gehen. Das war aber kaum erträglich. Hoffentlich normalisiert sich das Wetter bald wieder.

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Antwort #84 - 17. August 2009 um 18:56
 
Montag, 17.08.2009

Die vergangenen Wochen waren wie gewohnt sehr wechselhaft. Das anhaltend schwülwarme Wetter machte Jerziba doch deutlich zu schaffen. Sie nahm wieder ab, fraß aber auch oft schlechter. Besonders an sehr warmen Tagen mit Gewitterluft stand sie dann abends geschafft in der Box vor ihrem Heu und schlief. Sie hatte dann auch öfter etwas angelaufene Beine, die Augengruben wurden nicht mehr so trocken, wie noch im Frühjahr und sie hatte vermehrt Wasser in der Lunge.

Wenn das Wetter mal ein paar Tage trocken war, konnten wir eine größere Runde reiten. Sie schafft locker 1,5 Stunden reiten am Stück ohne zu schwächeln. Das war im letzten Jahr noch unmöglich. Dabei ist sie danach noch munter und nicht geschafft. Dann kam eine Woche mit schönem trockenem weniger warmem Wetter und ich bin jeden Tag abends eine Stunde durchs Gelände geritten. Die ersten Stoppelfelder gabs auch schon. Jerziba war sehr gehfreudig und kaum zu bremsen. Besonders wenn ich auf dem Rückweg an unserer Sommerweide vorbeiritt. Da es ihr so gut ging, ließ ich sie am Ende dieser Woche akupunktieren, um die Wasseransammlungen los zuwerden. Zusätzlich bekam sie wieder chinesische Kräuter gegen die Veränderungen durch das Cushing und gegen das Wasser in der Lunge. Doch genau 2 Tage später setzte wieder eine Hitzewelle mit sehr feuchter Luft ein. Zusammen mit der Erstverschlechterung nach der Akupunktur wurde Jerziba das nun doch zuviel. Sie bekam Durchfall und  hing ziemlich durch. Sie ist halt sehr wetterfühlig und reagiert sofort. Die Tierärztin stellte einen schlechten Kreislauf und viel Wasser in der Lunge fest. Dies führt zu ständigen Reizungen der Schleimhäute. Sie bekam eine Spritze zum Entwässern und bekommt seitdem Equipulmin (wie Ventipulmin, anderer Hersteller). An den sehr heißen Tagen kommt sie ab Mittag in den kühlen Stall, damit der Kreislauf nicht schlapp macht. So kommt sie zur Zeit gut zurecht. Ist abends dann nicht so schlapp und ist munter. Die Wasseransammlungen durch die Cushingveränderungen sind ihr Hauptproblem, werden aber spürbar weniger. Kreislaufprobleme hatte sie ja immer schon. Auch mit Wasseransammlungen hatte sie schon immer Probleme. Die Beine sind nur an sehr kreislaufbelastenden Tage noch leicht angelaufen. Die Augengruben sind häufig wieder deutlich sichtbar. Kein Kotwasser, Verdauung perfekt.

Um sie aufzufüttern bekommt sie zum Revital Rüschnis mit gekochtem Leinsamen, da sie sie pur nicht frißt. Außerdem habe ich das Grasen auf 25 Minuten erhöht, was sie bisher gut verträgt und Brennnesseln gibts täglich.
Ich reite wieder fast täglich bei dem trockenen Wetter. Sie ist dann sehr gehfreudig. Hustet und niest aber noch Wasser ab. Hat wieder zugenommen und war gerade hoch rossig. Ich habe sie dann zum Grasen zu der Stutenherde gestellt, die ebenfalls alle anfingen zu rossen. Jerziba war der Star in der Gruppe. Alle drängten sich um sie und betüddelten sie. Sie sah sowas von glücklich aus. Ich hätte es ihr so gegönnt, sie dort zu lassen. Als artiges Mädchen läßt sie sich problemlos wieder einsammeln. Aber sie bettelt sehr intensiv, ich sollte sie dort lassen und der Abschied dauert.

Insgesamt geht es ihr gut. Das Cushing sieht man ihr nicht mehr an. Nur das Fell ist etwas länger als beim gesunden Pferd. Da sie bei unseren Ritten so rennt und dann doch etwas ins Schwitzen kommt, habe ich das Fell an der unteren Halshälfte mit einem Haarschneider getrimmt auf ca. 5mm. Am Samstag hatte sie dann nur noch unter dem Sattel geschwitzt. Selbst am Sonntag, bei heißen 31 Grad war sie unter der dicken Mähne trocken.

Jetzt hoffen wir auf einen schönen sonnigen, aber trockenen Herbst    Cool.

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Antwort #85 - 05. Oktober 2009 um 18:49
 
Montag, 05.10.2009

Das sehr warme Wetter Ende August/Anfang September war für Jerziba nochmal eine anstrengende Zeit. Mit dem langen Fell in der Mittagssonne war das ganz schön belastend, auch wenn sie im Schatten stand. Sie schwitzte zwar nicht so sehr, hauptsächlich am Hals unter der Mähne und zwischen den Hinterbeinen. Ich habe aber den Hals nochmal kurz rasiert, um ihr Erleichterung zu verschaffen. Ende September war es ja schon kühler. Da schwitzte sie immer erst wenn sie abends in die Box kam, zwischen den den Hinterbeinen und hinter den Ellbogen in der Gurtlage. Holte ich sie raus und bewegte sie, hörte das sofort auf. Da das Fell schon wieder gewachsen war, habe ich an Hals und Brust das Fell großzügig rasiert und hinten innen und an der Hinterseite der Oberschenkel und an den Flanken in Kniehöhe. Um den Kreislauf zu stützen, gab ich ihr Cralonin von Heel. Auch jetzt bei dem kühlen Wetter ist sie öfter an den Stellen warm bis feucht, wenn sie rein kommt. Und sie ist nicht mehr fröstelig wie früher, wenn es eher naßkalt ist.

Ansonsten gehts ihr richtig gut  Durchgedreht. Anfang September bemerkte ich, daß, je nachdem wer füttert, das Heu nicht immer komplett naß war. Ich dachte, das könnte ja die wechselnden Zustände ihrer Hustenprobleme in der letzten Zeit ausgelöst haben und krempelte die Ärmel hoch und legte ihr bereits nasses Heu für die Morgenfütterung vor die Box. Für Abends machen es meine Freundin oder ich ohnehin selbst naß. Im Winter dann stellen wir ihr das auch fertig hin. Nach ca. einer Woche merkte ich, daß Jerziba seltener hustet und frei atmet. Das machen wir jetzt seit ca. 4 Wochen so und Jerzibas Atemprobleme haben sich extrem gebessert  Durchgedreht. Husten höre ich kaum noch, gepresstes Atmen gar nicht, allerdings atmet sie noch immer etwas zu schnell.

Gestern waren wir im Gelände und waren 1,5 Std unterwegs, 1 Stunde geritten. Für diese Strecke brauchten wir sonst 2-2,5 Stunden, wobei ich nur eine Stunde ritt und den Rest gelaufen bin! Sie war nervig bei dem Sturm, der uns um die Ohren fegte, ging sehr schnellen Schritt und wollte fast nur traben und hatte dabei keinerlei Atemprobleme bis auf den Rückweg, da regte sich mal sehr auf und wollte heizen. Nur wenn sie längere Zeit schnelles Tempo geht und/oder sich aufregt, hustet sie noch mal ab. Die Antihistaminspritze ist zur Zeit überflüssig geworden, Inhalieren mit Cortison soll ich noch 1-2 mal die Woche, damit sich der Zustand der Schleimhäute hält, laut TCVM Tä. Bei sehr kreislaufbelastendem Wetter wird sie schon noch mal etwas kurzatmiger und leicht schnaufig. Durch Bewegung bessert sich das aber schnell. Das Wasser in der Lunge ist dank Akupunktur und den chinesischen Kräutern größtenteils wieder weg. Sollte Jerziba im Winter wieder anfangen zu frieren, bekommt sie ihre Kräuter wieder, da dies auch die innere Wärme bringt.

Wenn wir "spazierengehen", dann haben wir ein echtes Renntempo drauf  Cool. Manchmal begleitet uns eine Freundin und dann muß ich Jerziba und mich ständig bremsen. Normales Gehtempo kommt mir dann wie Schneckentempo vor  Laut lachend. Und geht Jerziba mal langsamer, weil sie nicht so Renndrang hat, dann denk ich, wir kriechen, also muß sie wohl krank sein.

Vor einigen Wochen bekam sie zu den zwei Wallachen weibliche Gesellschaft auf ihrem Paddock. Eine Ponystute kam dazu. Sie war schon mal hier, die beiden kannten sich. Doch als erstes machte Jerziba der Kleinen gleich klar, daß sie die Chefin auf dem Paddock ist und das auch zu bleiben gedenkt  Cool. Einige Tage später hatte sie eine dicke weiche Beule und eine Schramme innen am rechten Vorderbein. Ich dachte gleich wieder an unsere Zeit der Sehnenprobleme  Griesgrämig. Aber es war bis jetzt einmalig und ist fast verheilt. Sie hatten wohl Streit.

Ansonsten sind die Beine und Augengruben trocken, das linke Auge tränt wieder manchmal leicht, seit es kühler ist, die Verdauung ist allerbestens. Seit Beginn der Weidesaison lehnte sie bis auf das E.Revital jegliches Zusatzfutter ab. Besonders an sehr heißen Tagen fraß sie nicht mal das auf. Seit es kühler ist, frißt sie alles auf und nimmt auch wieder gerne etwas M.Low Glycaemic dazu. Sie hat wieder gut zugenommen, sodaß ich das Zusatzfutter wieder leicht reduzieren konnte. Ich halte sie aber möglichst schlank. Die meisten finden sie noch dünn. Mineralfutter gebe ich nicht dazu, da beide Futtersorten genug enthalten. Zusätzlich bekommt sie getrocknete Brennnesseln. Seitdem glänzt ihr Fell wieder besonders schön. Das beobachte ich jetzt schon den dritten Sommer. Grasen habe ich reduziert auf 10-15 Minuten. Anfangs prostestierte sie dagegen. Jetzt sagt sie nichts mehr dazu. Ich kann sie zu den Stuten auf die Weide stellen und nach zehn Minuten wieder wegholen, ohne daß sie meutert. Selbst bei der letzten Rosse im August nicht. Das finde ich sehr beachtlich.

Ansonsten muß ich mein Pferd mal richtig loben  Durchgedreht. Sie geht so entspannt mit ihrer Krankheit und den ganzen Problemen um, da kann man nur staunen. Ta sagt, die hat ihre Probleme völlig akzeptiert und macht das Beste draus  Cool. Da kann man nur von lernen. Sie hat fast immer gute Laune (außer mal bei extremem Kreislaufwetter), will immer vom Hof runter und was sehen. Ist aber auch geduldig, wenn es nicht geht. Sie bleibt problemlos alleine im Stall oder Auslauf, sie erträgt mit guter Miene jede Behandlung, sie streckt einem das offene Maul entgegen, damit man die Spritze mit Medizin reinstecken kann (die Stall Besi ist sowas von begeistert davon). Sie versucht immer ihr Bestes zu geben beim Reiten oder sonstwie Bewegen, im Umgang, beim Ta, auch wenn sie nicht so gut drauf ist. Sie ist einfach ein richtig gutes Pferd, eine Kämpfernatur, die nur für mich und nicht mehr gegen mich kämpft, wie die ersten Jahre, ein echtes Verlaßpferd, eine echte Freundin, ein tolle Teamkameradin, mein Traumpferd  Smiley Zwinkernd! Genau so ein Pferd wollte ich immer haben. Das war nicht immer so, das haben wir hart erarbeitet. Sie versucht heute oft, rauszufinden was ich will und es dann zu tun und weiß auch genau, womit sie mir Freude machen kann. Als ich sie bekam, war sie nahezu roh, sie kannte nichts, war extrem ängstlich, konnte nicht alleine in der Stallgasse stehen, nicht alleine auf dem Auslauf direkt am Stall, alleine ausreiten war unmöglich und sie nahm mir lange übel, daß ich sie von ihrer Familie weggeholt hatte. Wir haben bisher die (zahlreichen) Schwierigkeiten und Krankheiten gemeistert. Das muß ja nun mal gut werden. Ich hoffe, sie bleibt noch sehr lange bei mir  Smiley.

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Antwort #86 - 11. Dezember 2009 um 17:57
 
Freitag 11.12.2009

Merke gerade, daß ich ja schon länger keinen Bericht mehr abgegeben habe. Bin zeitlich ziemlich ausgelastet. Arbeiten und Pferd bewegen geht nunmal vor  Augenrollen.

Mit Ende der Weidesaison, als alle Pferde wieder in den Stall kamen, ließ bei Jerziba auch spürbar das Tempo auf unseren Ausritten nach. Der Drang, die anderen Pferde besuchen zu wollen, entfiel ja nun. Sie wurde gemütlicher, wollte nicht mehr so gern große Runden gehen. Als ich dann auch noch das Grasen verbieten mußte, weil die Temperaturen zu niedrig waren, da begann sie zu streiken. Wollte tatsächlich durchsetzen, grasen zu dürfen oder umzudrehen. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie das halbwegs akzeptierte. Als dann mit den deutlich kürzer und dunkler werdenden Tagen auch noch schlechte Laune, Mißmut und allgemeine Lustlosigkeit einsetzten, kramte ich meine Bachblüten hervor und stellte ihr wieder unsere bewährte Mischung zusammen. Die bekommt sie seit ca. 5 Wochen und nach einigen Tagen ging es mit der Laune wieder steil aufwärts.

Bei aufziehendem Tiefdruckwetter hängt sie schon noch mal durch. Kreislauf sackt dann ab und sie sieht müde aus, schnauft, wenn sie sich bewegen muß und will nur ihre Ruhe. Allerdings bewege ich sie gerade dann gezielt, weil der Kreislauf dann meist wieder in Gang kommt. Insgesamt aber viel besser, als noch vor einem Jahr. Beim Wechsel vom Sommer zum Herbst kam dann der Stoffwechsel etwas durcheinander. Sie pinkelte wieder viel, beide Augen tränten, das Fell war struppig, sie hatte öfter Durchfall, mäkelte am Futter rum. TCVM Ärztin sagte, abwarten. Und es stabilisierte sich nach kurzer Zeit wieder.

Ansonsten hat sie jetzt gleichbleibend gute Laune, frißt alles, was man ihr vorsetzt in Ruhe, macht auch mal eine Pause dabei, Beine und Augengruben sind nahezu konstant trocken, bis auf einige wenige Tage mit extremem Kreislaufwetter. Das linke Auge tränt wenig, das rechte nicht. Bei häufigem Wechsel zu Tiefdruckwetter neigt sie zu geringen Kotwasserspritzern und mal zu Durchfall oder einigen Matschhaufen. Ein Eßlöffel voll Heilerde wirkt meist sofort. Wir kommen mit 1-2 Löffeln durch die Woche. Bei stabilem Wetter auch ohne.

Sie hat keine Mauke, die Hufe wachsen gut. Der Huftechniker ist hochzufrieden.

Der Futterzustand ist stabil. Bei der vielen Arbeit setzt sie kein Fett an. Braucht aber auch genügend Kraftfutter. Alles, was im Sommer nicht schmeckte, wird jetzt wieder gerne genommen. Hat nur am Mähnenkamm das kleine Polster und ganz leicht hinter dem Schulterblatt. Alles wie gehabt.
Bis letzten Winter fror sie immer sehr schnell. Mußte teilweise auch im Sommer, bei schlechtem Wetter eine Decke haben. In diesem Jahr zeigt sie keinerlei Frösteln. Ist besser durchblutet, die Beine sind immer angenehm warm, sie ist locker und nie verspannt. Eher wird es ihr bei milden Temperaturen leicht warm und sie schwitzt unter der Decke leicht in der Gurtlage, Brust und zwischen den Hinterbeinen. DAs hört aber sofort auf, wenn man den Stall verläßt und sie bewegt. Ich hab sie darum lange ohne Decke gelassen. Nur tagsüber auf dem Paddock bekommt sie eine leichte Decke auf, da es dort sehr kalt und windig ist und ja ständig Regengefahr. Bei den doch niedrigen Temperaturen im Moment lasse ich die Decke auch nachts drauf. Das Fell ist zwar lang, aber fast nur Deckhaar, kaum Unterwolle.

Seit ich das Heu seit Mitte September selber gründlich wasche bzw. meine Freundin (dickes Dankeschön!!!!), gehört Asthma im Moment nahezu der Vergangenheit an und ich hoffe, das bleibt auch so. Sie hatte seitdem einmal sichtbar und schwach hörbar leichtes Asthma an einem wettermässig sehr belastenden Tag. Ansonsten ist auf der Lunge nur Atmen und ein mehr oder weniger rauher Ton zu hören. Auch etwas dünner Schleim ist mal an Nebeltagen leicht zu hören. Aber alles kein Vergleich zu vorher. Zweimal pro Woche inhaliert sie zum Zustand unterstüzen Cortison. Sie atmet nach wie vor schnell und wenn sie aus dem Box kommt bzw. beim Losgehen hustet sie noch öfter ab. An Regentagen auch mal in der Box. Die Lunge hat nun mal einen Schaden. Aber wir arbeiten weiter dran.

Und sie ist belastbar, kommt nicht mehr ins Keuchen, wenn sie mal richtig aufdreht. Ich reite und longiere sie, wie früher auch. Gymnastiziere sie viel und fordere sie auch, wenn ich sehe, sie kann es ab. So einmal die Woche läßt sie an der Longe die Sau raus. Beim Reiten bevorzugt sie schwierige, auch anstrengende Lektionen, wenn es ihr richtig gut geht und freut sich wie ein Kind, wenn sie dann groß gelobt wird  Laut lachend. Ich reite in der Halle viel Schritt im Wechsel mit Trab, da sie das doch mehr anstrengt, als durchs Gelände zu rennen. Manchmal aber dreht sie richtig auf, wie am letzten Sonntag. Dann fliegen wir im Trab durch die Bahn und es fühlt sich an, als ob die Hufe den Boden nicht berühren  Durchgedreht. An der Longe üben wir wieder intensiv an dem Longenkurs. Das klappt schon recht gut. Sie hat das Gehen in Stellung jetzt schon verstanden. Es muß noch gefestigt werden. Zwischendurch gehen wir abends zu Fuß im Rennschritt ins Gelände und zweimal pro Woche haben wir beide wieder frei.  

Jerziba und ich sind sehr zufrieden, wie es jetzt läuft. Hoffentlich bleibt es ganz lange so, am Besten für immer  Zwinkernd.

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Antwort #87 - 03. Februar 2010 um 20:34
 
Mittwoch, 03.02.2010

Bei uns hat sich nichts geändert. J hat noch immer ihre gute Laune, Dank der Bachblüten  Durchgedreht

Mit dem frostigen Wetter kommt sie gut zurecht. Ist stabil im Befinden. Die Atmung ist auch recht stabil, bis auf einige wenige belastende Tage. Die ersten Haare fallen aus und man sieht ihr an, sie ahnt den kommenden Frühling. Sie hat so eine besonders frohe Erwartung im Blick und ganz große, hellwache Augen  Durchgedreht. Das Futter schmeckt ihr, sie frißt sehr gut. Ist gut bemuskelt, besonders an der Hinterhand. Dabei sehr schlank, bis auf den Bauch  Augenrollen, aber nicht mehr dünn. Obwohl sie viel Kraftfutter bekommt, hat sie kaum Fett am Körper. Sie setzt alles in Muskeln um durch unser Trainingsprogramm. Ich arbeite sehr viel in der Halle an der Longe mit ihr, reite auch, wenn es mir nicht zu kalt wird und einige anstrengende Wanderungen durch den tiefen Schnee haben wir auch gemacht. Dabei ist sie oft recht munter. Gestern an der Longe hat sie mal wieder die Sau raus gelassen  Augenrollen. Das passiert manchmal mehrmals die Woche  Laut lachend. Da sie sich bei einer dieser Attacken am Hinterbein verletzt hat, muß sie hinten jetzt auch Gamaschen tragen. Früher brauchten wir sowas nicht...  Cool.

Von Cushing sieht man ihr fast nichts mehr an. Auch das ziemlich lange Fell wellt sich nicht mehr, wenn es naß wird. Das einzig noch störende sind ihre Kreislaufprobleme bei Wetterwechsel. Diese hatte sie jedoch schon immer und sie sind in diesem Winter deutlich schwächer ausgefallen.

Demnächst fange ich wieder mit Akupunktur an, damit ihr System wieder ausgeglichen wird und sie den Pollenflug im Frühjahr gut übersteht. Ein Blutbild wurde ebenfalls gemacht. Eine Kopie der Werte bekomme ich mit der Rechnung. Den ACTH Test habe ich in Absprache mit dem Ta vorerst nicht machen lassen, da es ihr gut geht und keine Veranlassung dafür besteht. Sollten sich im Blutbild Anlaß dafür finden, holen wir das noch nach.

An Futter bekommt sie in diesem Winter wieder
0,9l Eggersmann Revital Cubes, 0,5l Luzernepellets, 0,5l Mühldorfer Low Glycaemic, 3 Möhren, 1 Apfel, gewaschen eine Handvoll Stroh und genug Heu,
dazu die Bachblütenmischung, je 4 Tabl. der Schüsslersalze 2,3,4,8 gegen Allergien und 17 gegen Manganmangel. Mehr wage ich ihr nicht zu geben, da die Grundlage der Tabletten Kartoffelstärke ist. Und Globuli sind mir ehrlich geasgt zu fummelig in der Anwendung. Möglicherweise liegt ihr guter Zustand an den Schüsslersalzen. Mein Kaninchen Teddy reagiert da auch sehr positiv drauf  Zwinkernd.

Verdauung ist bestens. Beine, Augengruben, alles trocken. Das linke Auge tränt nur noch selten bzw. wenig. Die Hufe wachsen sehr reichlich durch den Beschlag, mit dem sie super gut läuft. Interessant ist auch, das sie duchr den Beschlag einen deutlich besseren Bewegungsablauf entwicklet hat. Sie shcleift sich hinten nciht mehr die Außenseiten der Hufe bzw. der Beschläge ab. Ich konnte die Duplos deshalb 5mal !!! verwenden. Normal wäre maximal 2mal. Der Huftechniker ist schon ziemlich geschockt, daß er bei uns kaum noch was verdienen kann  Zwinkernd Zwinkernd. Beim nächsten Mal müssen sie aber wegen Materialermüdung ersetzt werden  Augenrollen.

Wir freuen uns schon riesig auf den Frühling und daß wir endlich bald wieder durch den Wald schweben können. Und Jerziba freut sich, natürlich  Laut lachend, besonders auf das Grasen.

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Antwort #88 - 02. März 2010 um 18:59
 
Dienstag, 02.03.2010

Alles wie gehabt.
Vor 10 Tagen war die TCVM Ärztin da und hat Jerziba durchgecheckt.  Sie fand die bekannten Punkte wie Niere, Milz, Lunge und das rechte Hinterbein schwächelte wieder mal. Das wußte ich aber. Sie hat die Akupunktur diesmal super gut überstanden. War nur 3 Tage müde und schlapp. Im Gegensatz zu bisher  bis zu 2 Wochen.  Durchgedreht

Die Werte vom Blutbild sind nahezu alle im grünen Bereich. Glucose ist auf 98, normal 94, da es relativ kurz nach dem Füttern war. Den Zeitpunkt hatten wir aber immer so, deshalb hab ich das so beibehalten, wegen dem Vergleich und der Stand war schon mal 104. Magnesium ist etwas erniedrigt. Da sie gerade einen Infekt hatte, war die Abwehr etwas erhöht. Ich stelle die Werte noch ein. ACTH hab ich nicht machen lassen, weil es keine Veranlassung dafür gab. Sie sieht gut aus und die anderen Werte sind gut.

Wir hatten einige Huster im Stall und na klar, Jerziba war an vorderster Front. Ich habe 5 Tage mit Cortison inhaliert. Schüsslersalze bekommt sie ja eh. Und ja, nach exact 7 Tagen war sie damit durch. Sie hatte keinen Schnupfen, hustete keinen Schnodder ab, hatte keine tränende Augen, kein Fieber, fühlte sich nicht matt. Nichts. Hustete häufig, und schluckte auch ab. Und das wars. Und sie hat nebenbei immer mal an der Longe rumgebockt.  Cool

Bei dem Wetter ist sie etwas kreislaufbelastet. Schnauft ein bißchen beim Arbeiten in der Halle. Aber ich kann sie im Schritt arbeiten und ein bißchen auch im Trab.
Kein Asthma. Verdauung bestens. Alles trocken. Kaum Fett. Aber reichlich Muskeln. Viel gute Laune. Noch mehr Neugierde und Tatendrang.  Durchgedreht

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Antwort #89 - 17. Mai 2010 um 01:28
 
Montag, 17.05.2010

Es wird mal wieder Zeit für ein Update.

Jerziba ist immer noch gut drauf bzw. noch viel besser  Cool.

Die Pollenzeit war nach dem langen Winter plötzlich da und Jerziba sprach zwar gut auf die Akupunktur an, aber trotzdem reagierte sie bei der Hasel- und der Birkenblüte mit weißlichem Schleim aus der Nase und vermehrtem Husten, jedoch schon ohne die Atemprobleme. Daher habe ich aufgrund der so guten Erfahrungen mit der Resonanzbehandlung durch Günter, zur Auffrischung eine ResonanzBehandlung von Simba1604 durchführen lassen. Sie fand überwiegend psychische Probleme, die bekannten Störungen an Niere, Milz, Dünndarm sowie wahrscheinlich ältere Informationen an einigen Brustwirbeln, welche vermutlich noch aus ihrer Zeit der Kissing Spines herrühren. Jerziba bekam dann über einige Wochen Globuli. Es ist immer wieder verblüffend für mich zu sehen, wie so drei kleine Kügelchen am Tag ein Lebewesen so unglaublich positiv verändern können  Schockiert/Erstaunt  Durchgedreht. Ich habe sie für mich selber auch anfertigen lassen und war wirklich sehr überrascht über die so deutliche Wirkung. Daneben ließ ich Eigenblut nach Immhäuser anfertigen in drei Potenzen, um das Immunsytem zu regulieren und zu normalisieren. Das bekommt sie täglich als Tropfen auf Brot. Da sie zeitweise vermehrt Schleim produzierte und ich selbst mit Hewallergia sehr gute Erfahrungen bei Heuschnupfen gemacht hatte, bekam/bekommt sie die auch noch. Und weiterhin ihre Schüsslersalze. Das hört sich jetzt alles ziemlich viel an. Ist aber gut durchdacht. Die Produkte setzen an unterschiedlichen Stellen an, die alle für sich optimiert werden. Die deutliche Wirkung dieser Kombination hat mich selbst überrascht  Durchgedreht. Die Akupunktur wurde fünfmal wiederholt, so wie es vorgesehen war. Ich wollte es diesmal wissen, da Jerziba insgesamt so energiegeladen und stabil ist, daß sie gut reagieren konnte. Außerdem lasse ich sie zur Zeit statt zweimal wöchentlich, alle 3 Tage mit Cortison inhalieren. Sie soll die Pollenzeit so unbelastet wie möglich hinter sich bringen.

Das Ergebnis ist wirklich größer, als ich erwartet hatte bzw. hatte ich es gehofft  Cool. Jerziba hat kein Asthma mehr. Auf der Lunge ist nur wenig rauher Ton zu hören. Selbst die Luftröhre hat sich extrem verbessert.  Sie hustet meistens beim Verlassen der Box oder beim Putzen noch einige Male ab. Manchmal zu Bewegungsbeginn. Später schnaubt sie oft ab wie ein gesundes Pferd. Das hatten wir ewig nicht. Ich habe sie den ganzen Winter in der Halle geritten. Während der Birkenblüte hustete sie etwas öfter. Hatte jedoch keine Atemprobleme. Ich kann immer reiten. Wenn der Platz feucht genug ist, dann mache ich dort mit dem Longenkurs weiter. Da sie wegen ihrer fehlenden Energie und der Atembelastung so lange Zeit nicht so gut belastbar war, fehlt es natürlich sehr am Training. Die Stellung und Biegung an der Longe klappt nun schon gut, so daß wir auch schon mal  am Galopp arbeiten können. Sie bekommt genug Luft, um 20-30 Minuten Trab-Galopp Training mit kurzen Belohnungspausen zum Durchatmen problemlos und ohne müde zu werden, locker durchzuhalten. Im Anschluß läßt sie dann ihre Power im Renntrab oder flotten Galopp raus  Augenrollen. Im Gelände hält sie so lange durch wie schon lange nicht mehr. Wir sind vor zwei Wochen im Gelände gewesen und ich bin 2 Std davon am Stück geritten, was absoluter Hit ist und am Schluß ging sie noch im Renntrab neben der im Mittelgalopp gehenden Stute meiner Freundin und war total euphorisch  Durchgedreht  Cool. Selbst die Kreislaufprobleme haben deutlich nachgelassen. Womit ich nicht gerechnet hatte, da sie diese schon als junges Pferd hatte.

Ihre Beine und Augengruben sind völlig trocken. Ebenso ihre Äppel. Sehr selten mal bei Wetterwechsel gibts mal ein paar Matschhaufen. Die TCVM Ärztin ist jedes Mal begeistert. Jerziba läßt auch noch viel weniger Wasser. Wir konnten den Späneverbrauch fast halbieren. Ich hatte zwischendurch futtermässig das Revital auf 1,2l erhöht, da ich den Heuverbrauch etwas kürzen mußte. Doch dadurch setzte sie wieder am Mähnenkamm und neben dem Schweifansatz etwas Fett an. Also hab ich es wieder verkürzt und die Luzernepellets erhöht. Nun hat sie das Fett wieder abgebaut und baut mehr Muskeln auf, da sie auch mehr trainiert wird. Ich lasse sie, nicht täglich, 10 Minuten grasen. Mehr wage ich noch nicht. Sie frißt gut und alles auf und mäkelt nicht am Futter.

Ihre Hufe verbessern sich noch immer. Der Schmied sagte am Freitag, daß die weiße Linie sich noch zurückgebildet hat. Wer nicht weiß, daß Jerziba Rehe hatte, würde es jetzt nicht mehr sehen.

Dann zeigte Jerziba unerwartet eine Störung im Blasenmeridian, welche durch Akupunktur wieder behoben werden konnte  Schockiert/Erstaunt. Da in letzter Zeit im Stall leider oft alle Türen offenstehen und es zu durchziehender Luft kommt, besonders bei Wind oder naßkalter Luft, vermute ich, daß sie da zu kalt geworden ist. Sie hatte ja bis vor einem Jahr noch Probleme mit Kälte. Nun friert sie zwar nicht mehr, aber kalte Luft, die länger über ihren Rücken streicht, schadet ihr doch. Daher trägt sie wieder ihre Decke, bis es wärmer wird.

Wenn ich so zurück blicke, bin ich jetzt sicher, daß eine Behandlung allein mit Pergolid für ein Cushing Pferd in vielen Fällen wahrscheinlich nicht ausreichend ist. Jerziba auf jeden Fall ginge es nur mit Pergolid nicht annähernd so gut wie heute. Denn die Verbesserungen traten immer ein, wenn ich zusätzliche Behandlungen machen ließ. Pergolid senkt zwar den ACTH Spiegel, aber es regeneriert nicht aktiv die Schäden bzw Störungen an den beteiligten Organen. Zumindest nicht dann, wenn diese schon sehr weit fortgeschritten sind. Jerziba hat Cushing im Endstadium. Sie hatte einen ACTH Wert von über 800. Es ging ihr bereits extrem schlecht. Ihre Energie war am Nullpunkt. Es hat 3,5 Jahre gedauert, um an den Punkt von heute zu kommen. Und ein Ende der Bessserung ist noch nicht abzusehen. Es bleibt spannend! Ich werde weiter alles tun, was dazu beiträgt.

Hier sind noch die Blutwerte, welche nicht im Normbereich waren (das war noch im Januar vor all den Behandlungen):  (Normwerte in Klammern)

Harnstoff-N: 8,8  (10-20) 
Glucose: 98 (50-94) 2 Std nach dem Füttern
Magnesium: 0,66 (0,7-0,9)
Thrombozyten: 84 (90-300)
Segmentkernige(absolut): 2530 (3000-7000)

Im Vergleich mit dem Blutbild zu Beginn und im Verlauf ist das gigantisch, und wenn man bedenkt, daß Jerziba in Günters Studie in der ersten Hälfte die schlechtesten Werte hatte ...

Ich wünsche uns allen einen super schönen Sommer und gesunde bzw gesund werdende Pferde!

Liebe Grüße
Maria  Smiley
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Antwort #90 - 02. Juni 2010 um 19:01
 
02.06.2010

Was soll ich sagen? Hab ich doch glatt den Termin für die nächste Antihistaminspritze vergessen...  Augenrollen Eine Woche später reagierte Jerziba mit sichtbaren Atemproblemen und hustete vermehrt. Ich kam immer noch nicht drauf, denn das Wetter war gerade mal wieder warm und schwül geworden. Im Kalender sah ich es dann. Mit Cortison inhalieren und einer Gabe Ventipulmin tägl. konnte ich das dann überbrücken.
Am Tag nach der Spritze ging es ihr schon wieder gut und ich konnte einen gemütlichen Ausritt machen. Am nächsten Tag dann hustete sie wieder ziemlich viel und das Wetter war sehr feuchtwarm. Mein Tagebuch sagte, das hatte sie im letzten Jahr um fast genau die Zeit auch einige Tage lang. Die Gräserblüte hat ja voll eingesetzt und sie scheint darauf noch zu reagieren. Wenn ich das weiß, kann ich aber locker damit umgehen.

Nachdem die anderen Pferde nun zum größten Teil auf die Weide gehen und Jerziba dies auch beobachten kann, hat sie beschlossen, daß sie auch in diesem Jahr im Sommer am Trockenfutter rummäkeln wird. Warum soll sie es mir denn einfach machen? Luzernepellets bitte nur in geringer Menge, wenn überhaupt, Revital bitte auch nur wenig, dafür von dem natürlich teuersten Futter, dem Low Glycaemic kann ruhig die doppelte Menge im Futter sein.  Ärgerlich Augenrollen

Beim Reiten, Longieren oder zu Fuß gehen denkt sie zu 99,99 % nur an Grünfutter. Es ist schon ziemlich nervig, das Tier im Gelände ständig vom Schnappen nach Grünzeug abzuhalten. Im Laufe des Sommers wird sie sich wieder dran gewöhnen. Verstehen kann ich sie auch. Es ist im Moment alles so lecker grün.

LG
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Antwort #91 - 07. Juni 2010 um 18:42
 
07.06.2010

Nachdem Jerziba sich selbst das Trofu reduziert hat und auf dem Paddock nicht genug Heu abbekommt, weil sie zu langsam frißt, bzw. Pausen einlegt, hat sie natürlich wieder abgenommen. Das Fett war ja eh schon weg und jetzt verliert sie auch Muskeln und klar, die an der Kruppe.
Mein Futtermittelhändler hat mir 2 kg normalen Sojaschrot mitgeliefert. (kein Sojaextraktionsschrot. Oder muß der sein oder ist der besser?) Ich weiche eine kleine Portion Rübenschnitzel ein und mixe 100 gr Sojaschrot trocken darunter. Das gibts, bevor ich was mit ihr mache. Schmeckt gut, sagt Jerziba (noch  Augenrollen). Vielleicht kommen die Muskeln ja dann wieder.

Am Wochenende war es hier ja gut warm und Jerziba hatte schon vom Nichtstun geschwitzt. Am Freitag mochte sie gar nicht gehen, solange es warm war. Erst als es kühler wurde, wurde sie wach. Sie hat in diesem Jahr ziemlich langes Sommerfell geschoben. Vielleicht weil es so kalt war? im letzten Jahr war das Fell auch etwas länger als im Jahr davor. Dies Jahr nun noch länger. Dafür hat sie aber das nicht so lange und dichte Winterfell schnell und gut abgehaart. Also hab ich erstmal die vordere Hälfte vom Pferd geschoren  Cool. Hals, Schulter, Brust, bis da, wo der Sattelgurt liegt. Danach beim Reiten ging sie flott vorwärts. Hatte dann nur an den Hinterbeinen leicht geschwitzt. Also war die Aktion schon mal erfolgreich  Durchgedreht. Heute ist es wieder kühl und wenn es wärmer wird, dann kommt die untere Hälfte vom Pferd noch dran.

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Antwort #92 - 25. Juni 2010 um 18:46
 
Freitag, 25.06.2010

Jerziba hats sich überlegt und frißt nun doch wieder, was geboten wird.  Revital Pellets konnte ich wieder etwas erhöhen. Dazu gibts weiter die Rüschnis mit Soja und Gras habe ich auf 15-20 Min. erhöht. Dabei beobachte ich ihre Augengruben genau. Denn die sind Anzeiger dafür, wanns zuviel wird. Im Moment sind sie etwas weniger trocken, als in den letzten Monaten. Aber immer noch OK. Das war jetzt jeden Sommer so.

Das Fell habe ich komplett geschoren, bis auf eine Decke unter dem Sattel bis über die Kruppe. Da sie im Rücken leicht empfindlich reagiert, ist das ein wenig Schutz. Nun schwitzt sie nur noch unter dem Sattel beim Reiten. Der Rest ist schön luftig und das Pferd gleich deutlich belastbarer. Allerdings wächst das geschorene Fell schon wieder. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine eigene Schermaschine anzuschaffen. Bei der Suche nach etwas Günstigem, evtl. Gebrauchtem, bin ich auf die Seite von Hauptner gestoßen. Dort werden einige neue Maschinen zum Sonderpreis verkauft und ich habe gleich eine bestellt. Im Versandhandel kosten sie sonst teilweise weit über das Doppelte.
Damit kann ich Jerziba dann nackich machen, wann immer es nötig ist  Cool.

Ansonsten ist Jerziba gut drauf. Von Cushing ist außer dem langen Fell nichts mehr zu sehen. Sie hat wieder etwas zugenommen. Reagiert wie gehabt auf Wetterwechsel mal mit Atemproblemen oder mehr Husten oder Müdigkeit und Kopfschmerzen. Die Grasblüte ist immer noch an manchen Tagen belastend. Aber alles im kontrollierbaren Bereich. Selbst wenn sie nicht so gut drauf ist, gehts ihr im Vergleich zu den Vorjahren noch sehr gut. Rennschritt geht fast immer. Trab ist im Moment bei dem harten Lehmboden und der Hitze nicht sooo unbedingt nötig.  Auf dem Reitplatz geht auch Trab immer eine Weile. Nur staubt der gerade wie doll. Gestern waren wir draußen wieder im Rekordtempo unterwegs. So langsam nimmt sie auch die Hilfen gut an, um trotz Rennschritt über den Rücken zu gehen und auf den Zügel zu reagieren. Vergißt es nicht mehr ständig  Zwinkernd.

Heute gibts neuen Beschlag und dann geht das Laufen wahrscheinlich gleich noch eine Spur besser  Zwinkernd.

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Antwort #93 - 16. Juli 2010 um 18:04
 
16.07.2010

Die Hitze hat uns voll im Griff  Schockiert/Erstaunt
Und Jerziba läßt den waschechten Araber raushängen: Hitze? Na und? Endlich mal Wüstenklima  Cool. Die ist fit wie ein Turnschuh bei der Hitze. Ich reite allerdings erst abends, um mich etwas zu schonen  Zwinkernd. Ich brauche nur sagen, wir gehen dann mal zur Wiese. Dann wirft sie den Turbo an und es geht los. Die Bremsen wirken trotz Antispray dann noch leicht als Beschleuniger. (Da ich kein Unmensch bin, habe ich eine Fliegendecke mit Halsteil zum Ausreiten bestellt. Will ja mein Pferd nich quälen)
Sie hat derzeit keine Atemprobleme, hustet sehr wenig, das Wetter macht ihr nicht zu schaffen und seit sie vom dicken Fell befreit ist, hat sie Energie ohne Ende. Das Scheren war die beste Idee seit langem. Sie frißt zwar gut, aber ist trotzdem ziemlich schlank, eher etwas dünn.

Gestern hatte ich sie auf dem Reitplatz an der Longe, weil der nach dem Gewitterregen feucht war und sie hat erstmal ihre Energie im Galopp abgelassen.  Durchgedreht  Augenrollen.

Liebe Grüße
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Antwort #94 - 01. Oktober 2010 um 17:38
 
Freitag, 01.10.2010

Nach längerer Zeit mal wieder ein Beitrag von uns. Obwohl, Neues gibt es nicht  Augenrollen.

Bei uns ist alles im grünen Bereich. Meine Rennmaus läuft und läuft und läuft und hat so richtig viel Spaß dran  Cool Durchgedreht.

Seit sie rundrum beschlagen ist, hat sie weder Probleme an den Hufen noch am Rücken. Sie frißt sehr gut. Futterzustand ist wie immer jetzt: etwas zu dünn, aber doch gut bemuskelt, wo nötig. Aber damit geht es ihr gut. Der Ta ist zufrieden damit: besser so als zuviel drauf. Verdauung ist gut. Beine und Augengruben sind fast immer klar. Sie ist voll Energie und hat reichlich Reserven. Die starke Wetterfühligkeit ist fast weg. Bei sehr deutlichem Temperaturanstieg mit Regen macht sie schon mal ein paar Matschhaufen, die sich aber mit Heilerde kontrollieren lassen. Manchmal ist sie dann etwas ruhiger und läßt vielleicht mal nicht die Sau raus an der Longe. So, wie gestern. Da konnte sie plötzlich ruhigen gesitteten Galopp gehen. Sogar linke Hand, wo sie lieber Kreuzgalopp geht. Das Programm ist also doch drin im Pferd  Augenrollen.

Das einzige deutliche Symptom, daß vom Cushing über geblieben ist, ist das lange Fell. In diesem Jahr war es noch länger, als im letzten Jahr. Wirklich kürzer war es nur im ersten Jahr nach Beginn der Pergolid Gabe. Aber sie schwitzt trotzdem wenig. Und nachdem ich sie geschoren hatte, war es gar kein Problem. Im Moment ist das Fell wieder etwas nachgewachsen. Der ungeschorene Teil auf dem Rücken ist schon sehr lang (ca. 4cm)  und dicht und am Wochenende hatte sie beim Longieren etwas geschwitzt, nachdem sie sich ausgiebig abgetobt hatte. Evtl. schere ich nochmal in kleinerem Rahmen, wenn die Temperaturen es hergeben. Eindecken möchte ich sie noch nicht. Seit es wieder kühler und nasser geworden war, pinkelte sie zeitweise etwas mehr. Dafür hustet bzw. niest sie kein Wasser mehr über die Lunge ab.

Die Atmung hat sich unglaublich regeneriert  Cool. Meine Beobachtung sagt, daß die Hauptbelastungszeit während der Haselnußblüte und während der Gräserblüte ist. Besonders, wenn das Getreide blüht. Dann gibt es ja reichlich Pollenflug. Während dieser Zeit lief die Wirkung der Antihistaminspritze zweimal 2 Tage früher ab und ich habe zur Überbrückung 3 Tage Ventipulmin gegeben, da sie etwas kurzatmig war. Ansonsten hat sie die Pollenzeit problemlos überstanden. Ich konnte immer und zu jeder Zeit reiten. Sie hatte in diesem Jahr kein Asthma. Ihre Atmung ist nahezu normal belastbar. Sie hustete insgesamt auch während der Pollenflugzeit wenig. Seit Ende der Gräserblüte hustet sie nur noch zu Bewegungsbeginn ein paar Mal ab. Bei sehr viel Regen zwischendurch nochmal. Sie niest kaum noch. Der Ta war bei seinem letzten Besuch sehr erstaunt, wie gut Jerzibas Lunge sich anhört. Die TCVM Tä glaubt, daß die Lunge dann offensichtlich noch keinen so großen Schaden genommen hat, wie mal angenommen. Wo sonst sollte Jerziba sonst die viele Luft herbekommen?

Ich bin so froh, daß ich in diesem Frühjahr auf mein Bauchgefühl gehört habe und nicht auf die bewährten Ratschläge und alle Behandlungen, von denen ich mir Erfolg versprach, in kurzen Abständen nacheinander gestartet habe, sodaß praktisch alle Wirkungen nahezu zeitgleich eintreten konnten. Damit habe ich das Problem Allergie und Asthma von vielen Seiten aus angepackt und vielleicht war dies genau der richtige Weg, der letztlich zu dem durchschlagenden Erfolg geführt hat. Natürlich ist Jerziba nicht geheilt. Man hört noch immer einen mehr oder weniger rauhen Ton auf der Lunge. Aber es grenzt an symptomfrei. Dabei sollte dies bei ihr aufgrund der zeitweise schlechten Verfassung der Lunge ja eigentlich nicht mehr möglich sein. Mit dem Ta ist vereinbart, daß Jerziba jetzt die Antihistaminspritze über das ganze Jahr bekommt. Damit geht es ihr richtig gut und sie benötigt vorerst keine weiteren Behandlungen. Der Vorteil dabei ist zudem, daß wir keine Symptome behandeln müssen, da sie gar nicht erst auftreten. Die Histaminbildung wird verhindert und die negativen Reaktionen der Atemwege treten gar nicht erst auf. Zudem ist das preiswert und spart mir jede Menge Geld und Zeit. Trotzdem inhaliert Jerziba zur Sicherheit noch zweimal pro Woche Cortison, um jede mögliche Entzündungsreaktion zu verhindern. Nach Weihnachten starten wir dann wieder mit Akupunktur und dann schauen wir mal, was sonst noch nötig wird.

Ich bin den ganzen Sommer 3-4 mal pro Woche geritten. Dazwischen haben wir lange, sehr schnelle Fußwanderungen gemacht und wenn der Platz feucht war, auch intensives Longentraining mit viel Galopp. Jerziba pumpt nicht, keucht nicht, die Atmung beruhigt sich so schnell wie bei einem Pferd bei sehr guter Kondition. Die Atemwege krampfen auch bei großer Belastung nicht. Denn Jerziba läßt gerne an der Longe ausgiebig die Sau raus bzw. reagiert auf schon geflüsterte Galopp Kommandos mit Powerstarts und dreht Runden um Runden voller Freude und Hochgefühl. Sie genießt es so sehr, sich wieder wie ein gesunder Rennaraber bewegen zu können, so daß ich ihr den Spaß so oft es geht gönne.

Unsere Ausritte dehnen sich inzwischen wieder bis zu 2,5 Std aus mit teilweise anschließendem Fußweg bis zu 30 Minuten (meines Rückens wegen). Zweimal haben wir aufgeladen und sind mit zwei Pferden in die Heide gefahren. Jerziba war kaum zu bremsen, wollte gleich los, gab den ganzen Weg das Tempo an. Sie geht von sich aus ein sehr flottes Schritttempo, ihr Komfort-Tempo. Unser Begleitpferd kam dabei ganz schön ins Schwitzen. Jerziba war kaum feucht unter dem Sattel. Sie liebt es so, in fremdem Gelände den Indianerscout zu spielen. Das kommt ihrer Wißbegier und Neugierde so entgegen.
Meistens reite ich jedoch alleine aus. Dann kann Jerziba ihr Tempo richtig ausspielen  Durchgedreht. Im Schritt geht sie ein extrem schnelles Tempo. Dabei genügen jetzt kleine Ermahnungen und sie geht dabei am losen Zügel schön über den Rücken und die Hinterhand. Den Trab hat sie so zum Renntrab ausgebaut, daß meine Freundin daneben locker Arbeitsgalopp reiten kann  Cool. Da Jerziba im Galopp gerne sehr aufdreht und dann zum Kreuzgalopp tendiert, einer Schwäche im rechten Hinterbein wegen, und weil die Wege hier sich für Galopp kaum eignen, lassen wir den meist weg und machen auch so noch genügend Tempo. Trotzdem baue ich immer wieder Gymnastik ein, um den Trainingszustand zu verbessern.

Umso trauriger sind wir, daß die Sommersaison zu Ende geht und das Reiten dann immer mehr in die Halle verlegt werden muß. Jerziba haßt es und der Winter ist lang.

Wir hoffen noch auf einen schönen Herbst für uns alle  Durchgedreht.

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Antwort #95 - 04. Oktober 2010 um 14:44
 
Hier gibt es mal wieder ein paar aktuelle Fotos.


Hier gehts los zum großen Sonntagsausritt. Wir hatten 32 Grad im Schatten. Meine Freundin sagte noch, müßt ihr etwas schneller laufen, dann kühlt der Fahrtwind. Jerziba hat es dann wörtlich genommen  Zwinkernd. Sie hatte es mega eilig  Augenrollen

...



...



Nach dem Haarschnitt: Sommerfrisur 2010

...



Nach einem abendlichen Ausritt mit anschließendem Grasen an der Sommerweide

...


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Antwort #96 - 22. Dezember 2010 um 16:31
 
22.12.2010

ja, der Winter hat uns alle fest im Griff. Wir konnten aber noch lange im Herbst schöne Ritte machen. Jerziba hatte sich in ihrer kleinen gemischten Gruppe sehr gut eingefunden, wird respektiert und traut sich, sich gegen Belästigungen zu wehren. Auch die Leitstute hat schon ihre Hufe von unten gesehen. Jetzt durch das frostige Wetter müssen wir Pferdebesitzer uns selbst organisieren und Jerziba ist mit den beiden Stuten einige Stunden im Schnee draußen. Dann aber wollen alle wieder in den Stall  Schockiert/Erstaunt Augenrollen.

Da unsere Trainingseinheiten jetzt nicht mehr wie im Sommer mit dem anschließenden Grasen dürfen gekrönt werden, ist Jerziba beim Training eindeutig weniger motiviert, sich zu beeilen, um an das Gras zu kommen. Das ist allerdings jeden Winter so. In diesem aber doch deutlich weniger. Sie hat immer noch genug Energie. Was aber heißt, ich muß sie manchmal erst daran erinnern, daß sie etwas mehr Action zeigen soll. Sie beginnt mit langsamem Tempo und wenn sie warm wird, arbeitet sie entweder konzentriert mit oder aber  an der Longe läßt sie nur noch die Sau raus. Beim konzentrierten Reiten will sie gefordert werden. Das heißt allerdings, daß ich meinen Einsatz dazu bringen muß. Sie strengt sich nicht gerne ohne nutzbringende Motivation (Grasen) an. Dafür aber kann ich eine Menge Druck ausüben, den sie meist kommentarlos erträgt und dafür dann auch gute Leistungen zeigt, wenn sie dann nachgibt. Dazu braucht es aber gute Nerven meinerseits.Dressurmässiges Arbeiten war noch nie ihr Ding. Sie ist einfach kein Arbeitstier, sondern ein Renner. Da spielt ihr Rennblut ein bißchen mit. Aber da muß sie durch, denn sie kann jetzt Leistung bringen und dann soll sie das auch. Schlafen kann sie dann ab 30  Zwinkernd.

Sie ist in gutem Futterzustand, gut bemuskelt, sieht sportlich aus, der Bauch ist flacher geworden. Die Atmung ist sehr belastbar,  bei sehr feuchter Luft hustet sie etwas Wasser oder dünnen Schleim ab. Atmet dann vorher gelegentlich etwas angestrengt. Während des Bewegens wird die Atmung dann frei. Bei trockener Kälte hustet sie selten.
Sie bewegt sich elastisch und federnd, kann gut 40-50 Min. sehr intensiv gearbeitet werden. Ihre Beine sind klar. Seit ca. 3 Wochen pinkelt sie etwas mehr. Die Energie ist etwas kälter geworden. Sie reagiert auf Wetterwechsel mit leichten Kreislaufproblemen, das rechte Hinterbein schwächelt manchmal wieder ein wenig, der Schweif ist in kaltem Zustand zeitweise anfangs nicht so frei getragen. Aber alles nur bemerkbar, wenn man sie sehr gut kennt.  Sie bekommt daher wieder ihr Cushingmittel aus der chinesischen Medizin, Rehmannia 14, um diese Symptome wieder auf Reihe zu bringen. Immerhin war das 1,5 Jahre nicht nötig. Da finde ich das absolut OK.

Zur Zeit habe ich einen verknacksten Fuß und kann nicht schnell gehen. Erstaunlich, wie Jerziba sich dran gewöhnt hat, ein hohes Grundtempo im Schritt zu gehen. Sie zieht mich doch tatsächlich hinterher  Augenrollen. Sonst war das immer umgekehrt  Zwinkernd

Wir freuen uns schon auf den Frühling. Ab heute werden die Tage wieder länger und es nicht nur eine Frage der Zeit. Im neuen Jahr werde ich wieder mit dem Aufbauprogramm für die Energie und die Atemwege beginnen, damit wir wieder kraftvoll loslegen können, sobald der Schnee und Frost weg sind.

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Antwort #97 - 14. Januar 2011 um 17:28
 
14.01.2011

Tatsächlich hat Rehmannia 14 die Energie und damit Wärme zurück gebracht. Der Schweif wird wieder getragen und pendelt ganz locker und entspannt. Das rechte Hinterbein ist wieder normal belastbar. Die Bachblüten für Ihre Laune haben wir diesen Winter so gut wie gar nicht gebraucht. Sie hat einfach gute Laune und wenn mal nicht, dann liegts am Wetter.

In einer Woche beginnt das Programm Akupunktur wieder. Und die Energiebehandlung will ich nun starten. Zusätzlich lasse ich wieder potenziertes Eigenblut herstellen. Zudem habe ich mal Alkatop bestellt. Ich möchte das Pferd mal grundlegend entsäuern, nachdem ich intensiver danach geforscht habe. Ich denke, da könnte man bei den Symptomen noch einiges mit erreichen. Hewallergia werde ich diesmal gleich zu Beginn der Haselblüte geben. Vielleicht verhindert es diesmal den akuten Ausbruch der Allergie durch die Haselpollen.  Schüsslersalze bekommt sie eh durchgängig. Cralonin für das Herz bekommt sie schon seit 2 Wochen wegen der leichten Kreislaufprobleme bei dem anstrengenden Wetter. Damit sollte sie dann für den Start in die Pollensaison wieder voll ausgestattet sein.

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Antwort #98 - 18. März 2011 um 17:47
 
18.03.2011

Die Haselpollen waren in diesem Jahr lange unterwegs. Die sonnigen Tage und kalten Nächte haben die Haselblüte lange gehalten. Dementsprechend zeigte Jerziba lange eine Reaktion, besonders bei trockenem Wetter. Häufiger leicht asthmatische Atmung und lockerfeuchten Husten mit klarem Schleim. Aber nicht wie sonst den starken Schnupfen und gelblichen Schleim.

Inzwischen ist sie damit durch. Die Atmung OK, aber hustet noch etwas und vor allem niest noch Wasser ab.
Die Medikamente bekommt sie noch alle und auch die Akupunktur ist noch im Programm. Große Störungen wurden allerdings nicht gefunden. Alles etwas aufgefrischt. Auch das Blutbild war eher unauffällig. Das Alkatop verschmähte sie nach einigen Wochen samt dem Futter, welches daran haftete. Deshalb mach ich da erstmal eine Pause. Ansonsten frißt sie sehr gut. Die Verdauung ist Bestens,  der Futterzustand gut. Beine, Augengruben, Augen, alles trocken. Oberlinie ist gut bemuskelt. Ich konnte eine Unterlage unter dem Sattel weglassen.

Aber sie ist zur Zeit etwas lustlos und weniger gehfreudig. Ich brauche manchmal etwas mehr Geduld, um sie zur halbwegs willigen Mitarbeit zu bewegen. Zeitweise zeigt sie dann schon mal schlechte Laune oder wird bockig, wenn sie nicht das Programm bekommt, daß sie sich vorstellt. Aber immer nur spazieren gehen bringt nicht wirklich was. Da ich sie auch mit anschließendem Grasen nicht ködern kann, bleibt nur überreden bzw. Beharrlichkeit. Ich habe sie aber mit etwas Nachsicht den ganzen Winter intensiv in der Halle arbeiten können. Der Trainingszustand ist entsprechend gut. Durch die Akupunktur ist sie extrem losgelassen und entspannt und zeigt dabei sehr raumgreifende Gänge, sehr gut über den Rücken gegangen. Nachdem wir am Montag ziemliche Differenzen hatten, war sie gestern bemüht, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Geht doch. Im Gelände zeigt sie oft mehr Gehfreude. Dies hängt aber alles auch viel vom Wetter ab. Vielleicht auch etwas Kreislauf belastet. Allerdings ist sie während der grasfreien dunklen Jahreszeit seit langem nicht so sehr arbeitseifrig. Sie läßt dann lieber mal die Sau raus. Werde wohl doch mal wieder meine "gute Laune Bachblüten einsetzen".

Sie verliert einige Haare vom Winterfell. Schwitzt nicht unter ihrer Decke, aber ich kann nicht ausschließen, daß ihr in dem langen Fell trotzdem zu warm ist beim Arbeiten. Der Hals und die komplette Unterseite sind schon lange geschoren. Wenn der Frost nachläßt, werde ich sie nackig machen. Das erhöht die Leistungsfähigkeit enorm.

Ansonsten ist eigentlich alles wie gehabt  Smiley

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Antwort #99 - 25. März 2011 um 18:34
 
Freitag, 25.03.2011

Tja, nachdem es lange Zeit nichts besonders neues gab, kam es dann ganz plötzlich und unerwartet  Schockiert/Erstaunt. Am Sonntag ritten wir ins Gelände und Jerziba war munter und gehfreudig. Am Montag an der Longe ein ganz fleißiges Pferd. Der Winterschlaf war wohl endlich beendet. Es machte einfach nur Spaß, zu sehen, daß ihre Lebensgeister nun wieder wach wurden  Durchgedreht.

Dann, am Dienstag abend ein Anruf, Jerziba lahmt deutlich. Komisch. Irgendwie war mir sofort ziemlich mulmig  Schockiert/Erstaunt. Sie kam mir in der Box nicht entgegen. Konnte sich schwer drehen. Mochte auch die Box nicht verlassen. Sie lahmte nicht, sie humpelte mühsam heraus. Belastete das linke Vorderbein kaum. Ich dachte gleich an Hufabszess. Der Fesselkopf war minimal wärmer, aber kein Puls zu fühlen. Minimal schwammig. Konnte vom Entlasten sein. Enge Wendungen konnte sie auf dem schmerzenden Bein halbwegs schaffen, um auf dem gesunden Bein zu wenden, konnte sie das schmerzende Bein nicht vor dem gesunden Bein kreuzen. Sie kreuzte hinter dem gesunden Bein. Das paßte nicht zum Hufabszess. Das angewinkelte kranke Bein konnte ich aus der Schulter nicht nach hinten führen. Das blockierte sie bzw. sie zog nach vorne. Aber auch nicht wirklich nach vorne führen. Die Bewegung war sehr eingeschränkt. Den Huf mochte sie ungern belasten, hob immer wieder hoch bzw. stellte den Huf auf die Spitze. Das diagonale Hinterbein winkelte sie ebenfalls an. Beim Abtasten der Schultermuskulatur schien sie ein wenig zu reagieren. Sah für mich eher nach Schulterproblem aus. Ich fuhr ziemlich geschockt nach Hause  Traurig.

Ta wollte am nächsten morgen (Mittwoch) kommen. Die Tä, die dann kam,  sah sich das Ganze beim aus-der-Box kommen an und sagte, die tritt ja kaum auf, das ist ein Hufabszess. Huf abgedrückt, sie reagierte sehr heftig an der äußeren Trachte. Alle waren erleichtert. Eisen runter, aufgeschnitten. Es fand sich aber nur ein winziger Kanal, nichts sonst. Also Hufverband zum Naßhalten. Am abend dann humpelte sie übelst. Belastete das Bein kaum. Durch das Abdrücken war wohl  alles in Aufruhr geraten.

Am Donnerstag fragte ich, ob ich ihr ein Schmerzmittel geben könnte. So quälen muß ein Tier sich ja nicht. Ich hatte auch Sorge, daß sie das gesunde Bein überlastet und womöglich eine Belastungsrehe entwickelt. Weiß man ja nie. Ja, durfte sie haben. Aber an dem Tag lief sie besser. Zeigt gute Laune. Klar, wenn der Schmerz nachläßt. Brauchte kein Schmerzmittel mehr. Morgens hatte sie in der Box randaliert, als die anderen alle rausgingen  Augenrollen.

Hufschmied angerufen. Er sagte, er macht das schon. Heute morgen kam er, war eh dran. Er fand keinen Hufabszess. Konnte den winzigen Kanal komplett rausschneiden. War auch nur noch wenig Puls. Fessel minimal wärmer. Vielleicht vom Verband. Sie geht auf festem bzw hartem Boden deutlich besser. Aber lahmt noch deutlich. Auf weichem, tiefem Reitplatzboden humpelt sie übelst. Habe sie dem Schmied vorgeführt, auch in der Wendung. Er sagt, sie müßte ja auf dem kranken Huf schlechter wenden. Aber so sieht es stark nach Schulter aus. Toll. Klasse. Jetzt, wo der Frühling da ist. Nachdem wir den ganzen Winter mit hartem, huckeligem Paddockboden überstanden haben und endlich wieder loslegen könnten.

Vor dem Schmied bekam sie noch Akupunktur und die Tä fand einige Verspannungen. Kein Wunder, bei dem gestörten Bewegungsablauf. Dazu war tief in der Lunge Schleimansammlung. Auch klar. Es fehlt die Bewegung zum Abhusten.

Ich habe ihr auf dem Paddock wieder, wie im Winter, ein kleines Stück abgeteilt. Dort kann sie in Ruhe stehen und ist draußen. Ob das richtig ist, weiß ich nicht. Aber groß schaden wirds wohl auch nicht. Besser als die enge Box vielleicht. Ta angerufen. Chef wollte selber kommen, da ein anderes Pferd noch behandelt werden sollte. Aber weiß nicht, ob er es heute noch schafft. Es gibt viele Geburten zur Zeit. Bisher noch kein Anruf, daß er kommt. Dann werden wir wohl über das Wochenende weiter Rätsel raten und ich mir einen Kopp machen. Rumstehen müssen ist für ein gesundes Pferd schon nicht ungemütlich, aber für ein CushingPferd mit Asthma schlicht weg ganz schlecht.

Vielleicht haben wir ja doch ein nochmal ein bißchen Glück und es ist nicht so was ganz Schlimmes... Auch wenns gerade so aussieht.

LG
Maria   Traurig
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