Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 96010 mal)
Teddy
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Antwort #40 - 21. Februar 2008 um 15:31
 
Donnerstag, 21.02.2008

Hallo,

die ersten drei Tage nach der Akupunktur ging es Jerziba diesmal deutlich besser. Sie war vor allem müde, aber sonst deutlich weniger Reaktion. Aber wir waren trotzdem am Wochenende je 2,5 Stunden unterwegs zu Fuß. Und sie ist fleißig gegangen. Wir sind weit gekommen Smiley. Hatten noch ein zweites Pferd dabei, das zieht ja ein bißchen mit.

Am Montag war sie richtig gut drauf an der Longe und bei der Bodenarbeit. Hat ein bißchen gebockt und ist gut vorwärts gegangen. Und ich hab mich gefreut, daß es nun doch langsam besser wird.

Ja, und dann seh ich gestern abend eine deutliche Schwellung innen am Vorderbein. War noch weich und etwas warm. Sie hat sich offenbar wieder mal angeschlagen. Das macht sie, wenn sie sich hastig auf der Hinterhand wegdreht. Mir hat sich gleich der Magen zusammen gekrampft. Ich seh sie schon mit Sehnenschaden monatelang in der Box stehen   weinendGriesgrämig. Hatte das Pferd meiner Freundin gerade. Heute morgen war die Schwellung kleiner, dafür so gelartig, so zwischen Fesselträger und Röhrbein. Der Ta kommt heute abend und ich hoffe, daß es harmlos ist.

Meine Freundin meint, ich sollte Jerziba nur noch mit Gamaschen auf den Auslauf stellen. Doch das ist ja so harmlos auch nicht, denke ich. Was ist, wenn die richtig naß werden? Matsch darunter kommt? Wir haben ziemlich tiefe und matschige Ausläufe, wenn es länger  regnet. Scheuert das? Wird die Haut irgendwann wund? Auf jeden Fall leidet doch die Durchblutung hab ich gelesen. Ist das bei Rehepferden dann überhaupt angebracht? Macht hier jemand sowas, Pferd mit Gamaschen in den Auslauf?  Unsere Stallbesitzerin macht das zwar, aber das Pferd ist maximal zwei Stunden draußen und in einem extra kleineren Auslauf, der trocken ist.
Irgendwie müßte das nicht auch noch haben, jetzt wo das Wetter besser wird  Griesgrämig

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Antwort #41 - 27. Februar 2008 um 15:46
 
27.02.2008

Hallo,

was für ein Glück, der Ta hat an dem verletzten Bein nichts Negatives gefunden. Traumeel und Dolobene war genau richtig. Nach 5 Tagen sollte die Schwellung zurück gegangen sein. Ist sie auch, aber noch nicht völlig. Aber das Bein ist unauffällig.

Am Wochenende war Jerziba gar nicht gut drauf. Das Wetter muß sehr belastend gewesen sein. Es war auch zu feuchtwarm. Wir haben am Samstag eine kleinere Runde genommen und ich hatte den Sattel aufgelegt. Sie ging anfangs sehr langsam und ich bin erst wieder gelaufen und dann ein Stück Schritt geritten, wobei sie sehr triebig war. Später an einem Hügel bin ich noch mal geritten und sie wollte gerne laufen. Stolperte aber im Trab mehrfach und brauchte einige Pausen. Ich fand sie zu schwach zum Reiten und bin sehr bald abgestiegen.
Am Sonntag ging sie noch langsamer im Schritt. Ich bekam sie kaum in Gang, mußte direkt ziehen. Die Atmung war nicht schlecht, etwas kurz, aber nicht so über den Bauch. Hab sie dann immer mal antraben lassen, indem ich schneller ging. Das machte sie willig und überholte mich sogar noch. Zur Motivation hab ich sie dann ein bißchen Trab-Halt-Rückwärts-Schritt-Trab Wechsel gehen lassen und sie war gut gelaunt bei der Sache. Dafür ging sie danach noch langsamer im Schritt und irgendwie schlapp und wackelig und ich hörte sie atmen. Das schien sie doch angestrengt zu haben. Ich beobachtete sie, fand aber nichts wirklich Auffälliges. Auf dem Rückweg durchs Dorf, sah ich dann, daß sie lahmte. Sie zog das linke Hinterbein nach, winkelte es kaum an, als ob sie es nicht heben könnte. Im Stall dann, schlief sie am Anbinder, das Bein angewinkelt. Es war an dem Bein oder im Rücken nichts zu finden. Sie fraß dann auch ihre Schüssel mit dem Trofu nicht leer. Am nächsten Tag hörte ich dann, daß sie sich wohl gleich hingelegt hatte, nachdem ich weg war (bloß gut, sonst hätte ich mir wieder mega den Kopf gemacht)  und ca. eine Stunde geschlafen hatte. Sie ließ sich auch von der Frau, die sich neben sie hockte, nicht stören und zum Glück hat sie sie auch liegen lassen. Danach hatte sie dann alles aufgefressen.
Ich habe sie an den folgenden Tagen nicht mit den anderen in den Auslauf gelassen, damit das Bein und sie Ruhe bekommen und am Montag abend war sie ziemlich zapplig, als sie mich sah. Wir sind dann 20 Minuten um das Dorf gegangen und sie war munter und lief unauffällig. Gestern war sie schlecht gelaunt. Die Rosse war vorbei und sie wollte nicht angefaßt werden. Anfangs war sie wieder lustlos unterwegs, doch nach 15 Minuten Gehen wurde sie wacher und ihre Laune wurde besser. Die Atmung war danach gleichmässig.
Heute abend werde ich sie an die Longe nehmen und sehen, ob sie normal geht und dann kann sie morgen wieder in den Auslauf.
Es scheint so, als ob sie am Wochenende eine heftige Schwächephase gehabt hat. Anders kann ich mir das nicht erklären. Allerdings ist mir auch unklar, warum sie sich überhaupt seit Januar in diesem Zustand befindet, da sie bis Ende Dezember richtig gut drauf war. Denn eigentlich geht es ihr grundsätzlich gut. Am Samstag hat sie das erste Mal seit September 2007 Jahr wieder gerosst. Das funktioniert also auch wieder. Und sie nimmt endlich wieder zu. Ich reduziere langsam das Zusatzfutter. Sie will unbedingt grasen und ich hab ihr ab und an mal 5-10 Minuten erlaubt und hoffe, daß ihr das nicht schadet. Es fehlt ihr so.

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Antwort #42 - 06. März 2008 um 18:06
 
Donnerstag, 06.03.2008

Irgendwie haben wir die Arschkarte gezogen. Einen Tag war Jerziba wieder normal mit auf dem Paddock und abends kam der Huftechniker. Beim Ausschneiden hinten passierte es dann, ein dicker Blutstrahl floß und es bildete sich schnell eine Blutlache. Er sagte, sie hätte gezuckt, als er das Messer angesetzt hatte. Sie bekam einen dicken Verband und der Ta kam am nächsten Tag und sagte, da ist ein großes Stück der Huflederhaut freigelegt. Er hat ein Pulver draufgetan, was die dünne Haut schneller härten soll. Kriegt man alles wieder hin, aber, sie muß in der Box bleiben. Laufen geht gar nicht, eh schon nicht, wegen dem Verband. Der wurde heut zum dritten Mal gewechselt (ist heute genau eine Woche her) und am Samstag abends gibts dann hinten auch Beschlag mit einer Platte zum Schutz der Sohle bzw. des Strahls. Jerziba trug es mit Fassung, behielt ihr gute Laune, war ruhig und vertrieb sich die Zeit mit Fressen. Das Müsli hatte ich aber reduziert. Sie hat wieder abgenommen, aber das hatte sie in Reserve.
Gestern war sie nicht gut drauf, etwas depressiv und kurzatmig. Klar, der Wetterumschlag macht ihr zu schaffen.
Sie hat immer noch mehr oder weniger angelaufene Hinterbeine, vorne nicht und die Augengruben reagieren auch auf das Wetter. Gestern waren sie weniger trocken. Das liegt nach Aussage der TCVM Tä alles an ihrer Schwierigkeit mit dem Wasserhaushalt. Die Box ist sehr naß jetzt, da sie ja auch den ganzen Tag drin steht. Und sie bekommt nasses Heu. Evtl. trägt das auch dazu bei.
Das noch immer leicht tränende linke Auge ist besser geworden.
Sie hustet sehr wenig. Allerdings bei feuchter Luft etwas mehr.
Wegen der Verletzung hat ein AB gespritzt bekommen. Am Dienstag hatte sie deutlich Kotwasser, Verdauung etwas feuchter, als normal. Ist aber oft so. Hab ihr dreimal Nux vomica gegeben. Gestern kein Kotwasser mehr. Dafür hat sie ihr P A Senior nicht gefressen. Vielleicht, weil das Müsli fehlt.
Sie haart jetzt stärker. Da ihr Fell aber ziemlich dünn ist, sie hat keine Unterwolle, ist ja immer eingedeckt, hält es sich noch in Grenzen, eigentlich so, wie bei den meisten Pferden. Das Fell sieht glatt und glänzend aus. Eine andere Stute mit sehr dickem Fell, haart schon heftig.
Morgen bekommt sie wieder eine Akupunkturbehandlung.
Hoffentlich hört das wieder auf mit den blöden Beinproblemen. Jetzt, wo der Winter bald vorbei ist.

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Antwort #43 - 10. März 2008 um 18:56
 
Montag, 10.03.2008

Hallo,

am Freitag gabs wieder die Akupunktur. Die TCVM Tä fand, daß Jerziba schon stabiler ist. Sie reagierte deutlich schwächer bis gar nicht. Bekam drei Nadeln gesetzt und reagierte auf den Lungenpunkt mit einmaligem Husten. Sehr erfreulich war, daß sie diesmal danach nicht so extrem müde und schlapp war, wie die letzten Male.

Am Samstag war ich mit Jerziba das erste Mal wieder draußen, bin über den Reitplatz in die Halle gegangen. Da war es laut, hinter der Halle wurde gearbeitet. Das nahm sie zum Anlaß, den wilden Araber raushängen zu lassen  Durchgedreht. Nach dem zweiten Mal Wälzen schien sie kaum hochzukommen. Doch das täuschte, sie mußte sich nur richtig spannen um dann aus dem Liegen senkrecht in die Luft zu gehen und zu bocken. Kam allerdings nur bis zum Strickende  Laut lachend. Später hat sie dann hinten auch einen Beschlag bekommen, um die Sohle zu schützen. Aus Sicherheitsgründen müssen wir hinten mit Kunststoff beschlagen. Wir haben nun das Neueste vom Markt. Ca. 12 mm fester, elastischer, klarer Kunststoff mit einer dünnen Stahlseele. Dadurch bekommen die Nägel mehr Halt, das Teil kann sich nicht verziehen, aber der Hufmechanismus bleibt voll erhalten. Dadurch eignet es sich auch für Pferde, die beim Gehen nicht ganz regelmässig auffußen. Außerdem haben wir die geschlossene Variante.

Am Sonntag ging es dann zu Fuß nach draußen ins Gelände. Sie war völlig begeistert. Als ob sie Jahre nicht draußen gewesen wäre. Wollte immer wieder traben. Nach zwei Stunden, in denen sie zügig und gehfreudig gegangen war, wollte sie eigentlich noch nicht zurück. Es war so schön zu sehen, wie wohl sie sich fühlte  Smiley Smiley Smiley Leider ist sie im Trab einmal böse gestolpert. Ich befürchtete schon, sie legt sich wieder auf die Nase. Komisch, das hatten wir so bisher eigentlich sehr selten. Ich hoffe doch, das wird nicht schlimmer.
Heute nachmittag hat sie beim Reinlaufenlassen vom Paddock alle überholt und auf dem Reitplatz aufgemischt. Wollte gar nicht wieder aufhören. Dabei habe ich gestern auf dem Barometer gesehen, daß der Luftdruck stark gefallen ist. Sie ist trotzdem ziemlich gut drauf. Wie belastbar sie dabei ist, weiß ich aber nicht. Das werde ich morgen bei der Bodenarbeit  ausprobieren. Bin mal gespannt, wie lange das nun so bleibt.
Gestern hatte sie eine ziemlich breite Spur Kotwasser am Bein und sehr matschige Verdauung. Ich denke, daß es wieder die Folge der Akupunktur sein wird. Ebenso hustete sie einige Male. Aber kein Vergleich zu vorher, besonders, nachdem sie ja fast zwei Wochen gestanden hat. Die Hinterbeine waren weniger angelaufen und nach der Bewegung fast völlig klar.

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Antwort #44 - 17. April 2008 um 17:53
 
Donnerstag, 17.04.2008

Jerziba ist immer noch stabil  Smiley. Bei der letzten Akupunktur reagierte sie wieder leicht mit Nasenausfluß und etwas Kotwasser. Aber auch mit deutlichem Energieschub. Dies und der Beschlag an den Hinterhufen haben sie zur Rennmaus mutieren lassen  Zwinkernd. Wir reiten oft aus. Dabei sind wir bis zu 2,5 Std unterwegs. Davon reite ich 30 bis 40 Minuten. Danach schwächelt sie und will, daß ich absteige. Aber solange ich draufsitze geht die Post ab. Ich muß mein Pferd zurückhalten!!!!! Der Boden ist so naß, daß wir nur im Jog traben können. Das geht auch, wenn ich mich durchsetze. In der Halle zeigt sie deutlich weniger Gehwillen, aber das kennen wir ja schon.

Ich war ja immer gegen Beschlag. Aber ich habe eingesehen, daß es auf unseren Schotterwegen dauerhaft nicht geht. Die Vorderhufe unter den Eisen sind in 6 Wochen richtig schön nachgewachsen. Die Hinterhufe ohne Eisen sind zwar steinhart. Aber die Sohle war so abgelaufen, daß sie ganz dünn war und keine Wölbung mehr im Huf. Dazu die äußere Hälfte kürzer als die innere. Da blieb nichts mehr zum Korrigieren. Jetzt mit Beschlag ist die Sohle wieder dicker und hat eine leichte Wölbung und wächst gleichmässig runter. Sie läuft mit dem Rundumbeschlag auf jedem Boden wie auf Gras. Barhuf hielt sie sich immer im Rücken fest, sodaß ich auf hartem Boden grundsätzlich absteigen mußte. Ich kann jetzt auf jedem Boden reiten und sie geht locker und viel schwungvoller als früher. Sicher hat auch die Akupunktur dazu beigetragen.

Der Husten hat deutlich nachgelassen. Bei trockenem Wetter haben wir oft eine Atemfrequenz von 16  Durchgedreht. Bei sehr nassem Wetter hat sie aber noch immer Probleme mit dem Wasserhaushalt. Die Verdauung ist bestens. Kein Kotwasser. Sie hat abgelehnt, weiterhin Pre Alpin Senior zu fressen. Sie bekommt noch 1 Liter Low Glycaemic verteilt auf 3 Mahlzeiten und sonst nur Heu und je 2 Möhren, einen halben Apfel für Schüssler Salz und Pergolid und 1-2 Eßlöffel Apfelessig Damit hält sie ihr Gewicht genau zwischen dünn und schlank und fühlt sich wohl dabei. Sie reagiert viel weniger auf das Wetter. Und wenn wir zu Fuß gehen, komme ich im Trab oft kaum noch mit.
Leider hat sie seit einer Woche Mauke an den Hinterbeinen und muß im Stall bleiben. Der Schorf ist aber abgefallen und ich denke, ab Montag kann sie wieder raus. Sie hat immer noch gute Laune. Die Beine waren die letzten Wochen normal schlank. Jetzt sind sie natürlich wieder etwas angelaufen, aber schon besser. Leider haben wir Lehmboden und da hält sich das Wasser extrem lange. Der Paddock ist total schlammig. Am Tag als der Huftechniker da war, hatte sie morgens dort bereits einen der hinteren Beschläge verloren.

So, jetzt gehts auf zu einer großen Runde durch die Botanik und hoffentlich ohne Regen!

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Antwort #45 - 18. April 2008 um 16:45
 
Freitag, 18.04.2008

Heute morgen gabs wieder Akupunktur. Jerziba machte eindeutig ein ablehnendes Gesicht, als die die Tä sah.  Augenrollen Sie wußte ganz klar, was auf sie zukam  Laut lachend. Reagierte anfangs auch überall erstmal ablehnend. Doch dann zeigte sich, daß nur noch ein Punkt schmerzhaft reagiert  Durchgedreht Durchgedreht. Der, welcher für Niere und den Wasserhaushalt zuständig ist. Und da hängt auch die Lunge mit drin. Das Wasserproblem ist angeboren, damit hat sie schon immer Probleme, aber durch das Cushinggeschehen ist das halt sehr verstärkt. Die TCVM Tä macht demnächst Fortbildung in chinesischen Kräutern. Dann will sie die Akupunktur damit unterstützen. Bin ja mal gespannt.

Gestern abend bin ich dann doch lieber in der Halle geritten. Es war draußen sehr kalt und die Luft bestand eigentlich nur aus Wasser. Extrem ungemütlich. Jerziba hatte hörbar viel Schleim in den Atemwegen durch die feuchte Luft. Die Atmung war insgesamt aber nicht schlecht und ich dachte, ein guter Test zu sehen, wie sie geht, wenn sie nicht so gut drauf ist. Sie hatte weniger Kraft, aber war sehr willig und fleißig. Wir haben überwiegend Aufgaben im Schritt geritten. Sie wollte keine Pause  Durchgedreht. Leider hustete sie sehr viel und konnte sich daher nicht so gut konzentrieren und schlampte etwas. Das ärgerte sie selbst  Zwinkernd. Ich war aber trotzdem zufrieden, weil sie 25 Minuten durchgehalten hat, bevor sie sagte, es reicht jetzt, kann nicht mehr. Denn das ist für dies Wetter schon richtig gut.

Und hier noch Fotos vom 28.02.08, ein Tag nach ihrem 17ten Geburtstag und hochrossig Smiley

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Antwort #46 - 21. April 2008 um 16:38
 
Montag, 21.04.2008

Hallo,

am Freitag abend hat Jerziba zusammen mit der Stute meiner Freundin auf dem Reitplatz die Sau rausgelassen. Die beiden haben alles gegeben  Durchgedreht. Sie hat wenig gehustet und nicht besonders gepumpt. Geschwitzt gar nicht. Am Samstag waren wir zu Fuß eine große Runde und ich mußte mein Pferd ein paarmal energisch zur Ordnung rufen, weil sie mich zog. Bisher war es öfter umgekehrt  Laut lachend. Danach war ich doch etwas geschafft, mein Pferd nicht...
Sonntag war es warm und sonnig und ich hab schon mal den Sattel mitgenommen. Solange ich nebenher lief, war sie ruhig. Doch nachdem ich drauf saß, ging es ab wie der Wind. Wir sind anfangs im starken Trab, später im Renntrab über die Wege geflogen und es war schöner als Fliegen Durchgedreht Durchgedreht. Zwischendurch gabs immer mal einen Happen Gras und sie wußte, wenn sie sich beeilt, ist das Gras am nächsten Stopp auch noch da Zwinkernd.
Auf den Fotos seht ihr sie bei der letzten Freßpause, bevor wir zum Stall zurück gingen. Sie sieht so jung und glücklich aus, wie in unseren ersten gemeinsamen Jahren.  Smiley

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Antwort #47 - 28. April 2008 um 18:11
 
Montag, 28.04.2008

Hallo,

in der letzten Zeit nimmt Jerziba wieder ab. Ich vermute, daß das Heu nicht genügend Energie enthält, da auch einige andere Pferde abgenommen haben.  Dazu kommt der Haarwechsel und daß ich wieder mehr reite. Leider hat sie im Winter nach der Ölzufütterung ein Ansteigen der Lerberwerte gezeigt, sodaß ich das nicht wieder einsetzen möchte. Im Moment nimmt sie wieder etwas Rüschnis mit Apfelessigwasser aufgeweicht. Mal sehen, wie lange. Blöd, wer arbeitet, braucht ja auch Energie. Aber es bleibt uns kaum was, was sie verträgt. Von Luzerne bekam sie Probleme mit Wassereinlagerungen. Das Einzige, was wir noch nicht hatten, ist Sojaextraktionsschrot. Den kann ich hier leider nur sackweise kaufen    Ärgerlich. Im Moment hab ich das Low Glycaemic etwas erhöht.

Da es ihr sonst gut geht,  haben wir am Sonntag den Anhänger rausgeholt und sind mit den zwei Pferden ein Stück in die Heide gefahren. Jerziba war schon bei der Ankunft an Hals und Brust verschwitzt.   hä? Sie war also innerlich aufgeregt, zeigt das aber äußerlich nicht. Sie schien ruhig zu sein. Aber ich kenne sie. Sie geht gern in fremde Umgebung, aber natürlich ist das immer mit etwas Aufregung bzw. Anregung verbunden, wenn auch positive. Beim Reiten war sie erst ganz euphorisch, doch durch die Wärme hatte sie nicht so viel Kraft, wie sie erst dachte. Im Schritt ging sie aber zügig und ich bin ca. 40 Minuten geritten, jeweils ca. 20 Minuten und dazwischen gelaufen. Insgesamt waren wir knapp zwei Stunden unterwegs. Sie hustete einige Male anfallsweise und produzierte etwas dünnflüssigen, aber gelben Schleim. Ich vermute, sie hat sich nun doch noch angesteckt. Dabei blieb es aber und heute zeigt sie diesen Husten nicht mehr und auch keinen Schleim. Die Atmung ansich war gut, kein Pumpen. Sie war sonst gut drauf und gehfreudig.

Sie äppelte sehr häufig, die Äppel wurden matschig, sie pinkelte zweimal und auf dem Rückweg merkte ich, sie wurde etwas nervös, guckte viel umher und verspannte sich. Da der Sommer erst noch kommt und wir eigentlich gern noch einige Male fahren wollten, mach ich mir jetzt Gedanken, ob diese Art von Streß für ein Cushing Pferd schädlich sein kann. Jerziba hat keine Angst, aber sie regt sich doch etwas auf, was man am Schwitzen sieht und an der Anspannung. Sie hatte am Hals, an der Brust und unter dem Sattel geschwitzt. Bei unserem Ausritt am Samstag war sie dageben völlig trocken geblieben. Die Verdauung war heute wieder normal. Sie verhielt sich normal. Da sie das von vor der Rehezeit kennt, da sind wir öfter gefahren, ist das nichts Neues für sie, nur jetzt eben ungewohnt. Ich könnte mir vorstellen, daß sie sich wieder dran gewöhnt, denn es hat ihr immer Spaß gemacht.

Wie seht ihr das? Könnte diese Art von gelegentlichem Streß ihr schaden? Wenn ja, was kann das auslösen?

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Antwort #48 - 06. Mai 2008 um 15:34
 
Dienstag, 06.5.2008

Am Sonntag bin ich ausgeritten. Wir hatten Sonne pur und es war trockene, frische Luft. Ideales Wetter für Jerziba. Der Husten schien besser zu sein und sie war gut drauf. Nachdem sie wach war, lief sie fleißig und kraftvoll. Sie ließ sich gut versammeln und ging sehr losgelassen. Galoppierte gut gelaunt einen Hügel hoch.  Durchgedreht
Sie pumpte nicht und bekam gut Luft. Hustete allerdings viel Schleim ab. Und sie hatte abgenommen. Sie haarte auch sehr.

Am Montag hustete sie weniger. Dafür röchelte und stöhnte sie vorher viel rum, bei dem  Versuch, den Schleim loszuwerden, der jetzt weniger, aber zähflüssiger wurde. Atmete gut und pumpte nicht.

Die TCVM Ärztin war heute da und sagte, Jerziba ist sehr verschleimt. Sie hat einige Nadeln gesteckt und einige Stellen gelasert. In den nächsten 3 Tage wird Jerziba viel husten und abschleimen. Nach einer Woche will sie sie nochmal abhören. Ich hoffe, daß es dadurch wirklich bald wieder besser wird.

Die anderen Pferde im Stall gehen seit dem 1. Mai auf die Hausweide zum Angrasen und Jerziba wußte es sofort, ohne daß sie es gesehen hätte und will ebenfalls immer sofort grasen, wenn ich mit ihr rausgehe. Sie denkt an nichts anderes. Longiere ich sie auf dem Reitplatz, bleibt sie leicht stehen, um am Rand zu fressen oder  driftet zum Ausgang Richtung Weide.
Seitdem frißt sie schlechter ihr Heu. Gestern hatte sie ihr Müsli kaum angerührt. Das Heu verstreut sie in der ganzen Box, aber frißt nur wenig. Gestern abend fraß sie immerhin noch das schöne Heu aus den kleinen Ballen, die ich extra kaufe. 
Heut mittag, als ich sie nach der Akupunktur verließ, fraß sie lieber das Heu aus dem Rundballen. Später sagte meine Freundin, sie steht in der Box und frißt gar nichts. Das Futter liegt nur rum.  Schockiert/Erstaunt Ärgerlich

Ich frage mich wieder mal, ob ich Jerziba wirklich einen Gefallen tue, wenn sie so leben muß. Einerseits will sie leben, aber andererseits nicht so. Es macht ihr was aus, daß sie nicht mit den anderen grasen kann, sondern zusehen muß. Ich denke, sie dachte, in diesem Jahr wird das anders sein, daß sie wieder mit raus darf. Denn in den letzten Wochen war sie zufrieden mit der Welt, wenn sie ihre 15 Minuten Gras bekam.
Kaum, daß es mal gut läuft, geht wieder was schief. Keine Ahnung, wie ich sie diesmal wieder ans Fressen kriegen soll. Alles, was wir schon mal hatten, lehnt sie ab. Es ist wirklich nicht leicht, wenn das Tier nicht mitspielt.  weinend

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Antwort #49 - 28. Mai 2008 um 19:01
 
Mittwoch, 28.05.2008

Vor zwei Wochen war unser Haustierarzt da. Jerziba war sehr verschleimt. Aber noch schlimmer war das Pfeifen in den Bronchien.  Schockiert/Erstaunt. Sie hatte einen Bronchospasmus. Bekam ein Antihistamin gespritzt und eine Dose VentiPlus. Das hat sie gut vertragen. Ich habe ihr Nux vomica dazu gegeben, damit ihr Darm mitspielt.
Sie hustete an den folgenden Tagen locker und feucht und viel Schleim ab. Die spastische Atmung verbesserte sich aber nicht genug. Bei feuchter Luft atmete sie wieder vermehrt über den Bauch.
Die Schleimprobe ergab keine pathogenen Keime. Ta sagte, wir könnten von einer Allergie ausgehen. Im Moment hat er viele Pferde mit Pollenallergie. Wäre dies Jahr sehr schlimm.
Am vorletzten Wochenende bin ich mit ihr durchs Gelände gegangen und ein Stück geritten. Sie war sehr gut gelaunt und wollte rennen. Durchgedreht. Doch alle 50 meter bekam sie einen heftigen Hustenanfall und ich stoppte sie. Danach rannte sie freudig wieder los bis zum nächsten Hustenanfall. Schließlich atmete sie laut und keuchend Schockiert/Erstaunt. Nach einiger Zeit hörte sie auf zu husten und ging sehr flott vorwärts.  Smiley
Atmete aber immer noch hörbar. An den folgenden Tagen bin ich nur noch mit ihr gegangen, da die Luftfeuchtigkeit hoch war und sie schon dabei hörbar atmete  Griesgrämig Ärgerlich.
Als das Venti nach 13 Tagen zu Ende war, das war am Montag, kam der Ta wieder zum Abhören. An dem Tag war gerade wieder extrem hohe Luftfeuchtigkeit und er meinte, sie hat immer noch bzw. wieder den Bronchospasmus  Ärgerlich. Die Lunge ist angegriffen, aber die Lungenbläschen sind noch intakt. Das wäre jetzt so grenzwertig. Als Cushingpatient kann er ihr ja kein Cortison geben, das hier Mittel der Wahl wäre, um sie da rauszuholen  Ärgerlich. Er hat ihr ein Antihistamin gespritzt, kann frühestens nach 8 Wochen , wiederholt werden. Die optimale Wirkung tritt nach 5 Tagen ein. Das ist am Freitag.  Wenn das hilft, könnte man das alle 8 Wochen spritzen, solange es nötig ist. Wenn nicht, tja, dann müssen wir uns was überlegen... Was, hat er nicht gesagt...  Griesgrämig
Danach bin ich mit ihr eine gute Stunde zu Fuß gegangen und sie hat die ersten 40 Minuten nahezu ununterbrochen gehustet. Danach wurde es deutlich besser, als der Schleim draußen war. Es tut mir in der Seele weh, sie so zu sehen. Wir haben ja schon einiges durch, aber das ist echt schlimm  weinend.

Heute auf dem Paddock hustet Jerziba tiefer und schwerer, als bisher. Aber in Ruhe nicht besonders oft. Mal sehen, wie das nachher beim Bewegen ist.

Ich mache mir echt große Sorgen. Jerziba hat während der Ventigabe sehr abgenommen. Sieht auf Rücken und Kruppe extrem eckig aus, hat da kaum noch Muskeln. Hals, Schultern, Beine, Oberschenkel sind sehr schlank, aber geht noch. Ta sagt, dünner sollte sie jetzt nicht mehr werden. Natürlich frißt sie auch jetzt ihr Low Glycaemic nicht mehr. Also habe ich Eggersmann Revital Cubes geholt. Die nimmt sie gern. Ich mische beides und gebe dazu doch wieder etwas Öl. Weide habe ich auf 25-30 Minuten erhöht. Und Luzernepellets bestellt. Nützt nix. Es muß wieder was drauf auf das Tier. Heu frißt sie wieder meistens auf. Sie bekommt reichlich zu fressen. Deshalb wundert es mich, daß sie trotzdem so mager ist. Wo bleibt das ganze Futter? Sie glänzt wunderbar, hat jetzt Sommerfell, das allerdings etwas länger als früher ist, die Beine sind absolut trocken, die Mauke fast abgeheilt, die Verdauung ist super, sie pinkelt normal und hat gute Laune, will laufen. Aber hat Asthma und kriegt schlecht Luft  weinend. Mußte das auch noch sein? Das arme Tier hat doch ihr ganzes Leben lang schon ewig was. Ich fasse es nicht.

Ich dreh echt am Rad. Ständig hat dies Tier eine neue Baustelle. OK, Atemprobleme hat sie, seit ich sie kenne. Also scheint sie mit Asthma geboren zu sein bzw. es sehr früh erworben zu haben. Alle dachten, sie hat Kreislaufprobleme und ist wetterfühlig. Nun hat das Tier all die Jahre wohl schon Asthma und kein Ta bzw. THP merkt das. Da hätte man doch viel früher schon was gegen unternehmen können, daß es gar nicht so schlimm wird. So schlimme Spasmen wie in den letzten zwei Jahren hatte sie früher nie. Möglich, daß es durch das Cushing verstärkt wird, oder/und auch das Pergolid dazu beiträgt.

Keine Ahnung, ob und wie wir das wieder in den Griff bekommen. Die TCVM Ärztin will sie jetzt gezielt 5mal im Abstand von einer Woche akupunktieren. Sie meint, die Pollenbelastung hört ja irgendwann wieder auf. Dann müßte das wieder besser werden. Ihre anderen beiden Patienten wurden zusätzlich mit Cortison behandelt. Denen geht es wieder gut.
Klar, man könnte sicher noch so Einiges tun. Mit genügend großem finanziellem Hintergrund gar kein Thema. Leider ist das bei mir ziemlich ausgeschöpft. Es entstehen daneben ja leider auch an anderen Stellen Kosten. Besonders die uneingeplanten   Ärgerlich Ärgerlich Ärgerlich Ärgerlich. Und lange abwarten geht auch nicht. Jerziba hat jetzt die Probleme.

Ich hoffe so sehr, daß Antihistamin hilft ihr...
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Antwort #50 - 30. Mai 2008 um 18:50
 
Freitag, 30.05.2008

Gestern war ich nicht am Stall, hatte Pferdefrei  Zwinkernd. Ich muß es einfach sagen: es war sehr entspannend, mal kein Cushing Pferd zu sehen und sich keine Gedanken machen zu müssen  Augenrollen

Heute morgen bekam sie einen neuen Rundumbeschlag. Die Hufe sind OK. Keine Fäule, alles trocken und hart.

Als ich sie vom Paddock holte, hustete sie auf dem Weg zum Stall nicht ein Mal, auch beim Beschlagen nicht. Die Nüstern waren nicht sehr gebläht, sie atmete ganz minimal über den Bauch. Auf dem Weg zurück zum Paddock wälzte sie sich auf dem Reitplatz und hustete beim Aufstehen 4mal locker, eher feucht.

Ta sagt, gut so! Völlig beschwerdefrei werden wir sie kaum kriegen, aber so ist das OK. Die Wirkung des Antihistamin kann 6 Wochen halten oder auch 3 Monate oder... Oft reicht es schon, das Pferd mla aus dem Schub rauszuholen, daß es wieder klar kommt. uff, vielleicht haben wir ja auch damit ein bißchen Glück. Ich bin sooooooo froh, daß es überhaupt wirkt und hoffe, es hält wenigstens 6-8 Wochen an. Ansonsten könnte ich bei Bedarf mit ACC inhalieren, was anderes braucht sie nicht, meinte er.
Ich wollte ja eigentlich nochmal Akupunktur machen lassen. Ob ich mir das erstmal schenken sollte? Wenns doch erstmal gut so ist? Vielleicht etwas später dann? Werd mal hören, was die TCVM Ärztin dazu sagt. Irgendwie hat man doch immer das Bedürfnis, man müßte noch was tun, um den Zustand noch mehr zu verbessern oder einen höheren Level zu erreichen oder was auch immer.

Erstmal kann ich mich hoffentlich wieder für eine Weile entspannen. Lange hält es ja meist nicht an. Diese Cushingtiere sind doch ständig für Überraschungen gut.

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Antwort #51 - 06. Juni 2008 um 17:13
 
Freitag, 06.06.2008

Am Mittwoch abend sind Jerziba Ferrari und Maria durchs Gelände gezischt. Es war voll cool, wieder mal das Rennpferd zu reiten  Cool

Wir haben Glück, es geht ihr immer noch gut  Durchgedreht. Je nach Wetterlage, ob feuchte oder trockene Luft oder was auch immer hustet sie mal wenig oder etwas mehr, aber kein Vergleich zu vorher. Nach 40 Minuten Bewegung hört es dann meist auf. Am Mittwoch hustete sie etwas zäh. Gestern schnaubte sie mehrmals Wasser ab, hustete aber nicht. Beim Rumstehen hustet sie so gut wie nicht. Das asthmatische hat auch sehr nachgelassen. Selbst bei extrem schwüler Gewitterluft schnauft sie nicht. Sie ist wach und frech und rennt im Affenzahn durch die Gegend  Laut lachend.

Am Fotowettbewerb "wer hat das magerste Pferd" können wir uns locker auch beteiligen  Augenrollen. Das eine Foto im Gegenlicht, das andere mit Blitz sieht weniger dramatisch aus.
Ich hatte sie deshalb auf 30 Minuten Grasen hochgesetzt. Nach wenigen Tagen waren ihre Augengruben wieder mit Wasser gefüllt  Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt. Natürlich hab ich mir nen Kopp gemacht, was nun wieder falsch läuft hä?.  TCVM Ärztin riet, sofort wieder auf 15 Min. gehen. Nichts riskieren. Nach wenigen Tagen sah man wieder sowas wie Gruben und gestern waren sie wieder da  Smiley. Wenn sie den Kopf tief nimmt, füllen sie sich etwas, ist der Kopf eine Weile oben bzw. sie bewegt sich ca. 40 Minuten am Stück, dann sind die Gruben wieder fast trocken. Naja, hatten wir ja letzten Sommer auch. Die Beine waren die ganze Zeit völlig trocken. Dafür kommt zeitweise viel Wasser aus den Nüstern. Sie hat ganz klar ein Problem mit Wasser.

An Futter bekommt sie Revital Cubes 2x400 ml, Low Glycaemic 2x400 ml, 1 Handvoll (trocken) Rüschnis mit Zimt nimmt sienur abends (nachts) und 2x1 Handvoll Luzernepellets sowie abends zusätzlich zum normalen Heu noch 1-1,5 kg von meinem Premium Heu. Das bringt mehr, als das teuere PA Senior, daß sie nicht mehr will. Inzwischen hat sie wieder etwas zugenommen. Sieht nicht mehr ganz so verhungert aus. Allerdings ist sie dünn weit leistungsfähiger, als zu ihren gut genährten Zeiten. An Kraft mangelt es ihr dadurch nicht.
Das Fell glänzt wie poliert, ihre Augen glänzen auch und das Tränen des linken Auges hat aufgehört.
An den ersten beiden heißen Tagen, ca. 30°, hatte sie an Brust, Gurtlage und Innenseiten der Oberschenkel geschwitzt. An den folgenden Tagen bei 28° schwitzte sie nur an den Innenseiten der Oberschenkel. Der Paddock liegt in praller Sonne. Sie hält maximal den Kopf in den Unterstand. Darin ist es auch noch heißer. Die gesunden Pferde haben teilweise auch geschwitzt. einer sogar noch viel mehr. Beim Reiten war unter dem Sattel und dem Gurt und zwischen den Oberschenkeln alles geschwitzt. Ich denke, das ist bei den aktuellen Temperaturen nicht ungewöhnlich.

Am Freitag letzter Woche hat sie sich an Schöllkraut vergriffen und zwei Stengel samt Blättern gefressen, bevor ich es ihr wieder weg nehmen konnte. Ob es daran lag oder am Gewitter, sie hatte am nächsten tag etwas nasse Verdauung und minimal Kotwasser. Das ist jetzt wieder vorbei.

Ich lasse sie abends oft für die 15 Minuten zu ihrer Wallachgruppe auf die Sommerweide. Sie sieht dann so glücklich aus  Smiley. Läßt sich aber willig wieder holen. Das Gras dort ist in voller Blüte, sehr hoch und hat dicke Stengel. Das scheint ihr aber besser zu bekommen, als das kurze, blattreiche Gras an den Wegen, daß erst noch Blüten schiebt. Und obwohl sie dadurch viel mehr Masse an Stielen aufnimmt, als bei dem kurzen Gras.
Ansonsten lehne ich mich erstmal zurück und warte ab, wie sich das weiter entwickelt. Wenn die Pollenzeit abflaut, wird es ja auch weniger  Auslöser für den Husten geben. Und im Frühjahr fange ich dann eben früh genug an mit der entsprechenden Behandlung. Schaun wir mal  Cool (den Smilie wollt ich auch schon immer mal benutzen)

So und hier die Bilder von vor der Antihistaminspritze:

Im Gegenlicht:
...

Mit Blitz von vorn:
...

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Antwort #52 - 15. August 2008 um 18:45
 
Freitag, 15.08.2008

Leider war mein Urlaub wieder viiiiel zu kurz, um all das zu tun, was ich gern getan hätte.
Dafür hab ich viel Zeit mit Jerziba verbracht. Wir sind viel durchs Gelände geritten. Sie ist voller Power und Bewegungsdrang und war Dank einer weiteren Antihistaminspritze auch atemtechnisch belastbar. Ich wußte gar nicht mehr, daß ich ja eigentlich ein Vollblut habe. Wir sind so im Renntempo durch den Wald und vor allem über die Stoppelfelder gefegt, daß ich sie teilweise zurückhalten mußte, damit sie sich nicht verausgabt.

Nachdem die Antihistaminspritzen immer genau 30 Tage anhielten und dann die Wirkung schlagartig vorbei war und wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen, sind wir vor 3 Wochen auf Inhalationen mit Kortison umgestiegen. Zur Zeit ist sie fast hustenfrei und kaum zu bremsen, wenns auf ein Stoppelfeld geht.

Sie ist fit wie lange nicht mehr, belastbar und gehfreudig. Ich reite ca. 3-4 mal pro Woche und mache an der Longe Bodenarbeit. Ihr Fell ist etwas länger und lockt sich leicht, wenn es naß wird. Der Bauch etwas dicker. Ansonsten ist von Cushing eigentlich nichts mehr zu sehen. Sie ist noch immer sehr schlank, aber bemuskelt und läuft flott und leichtfüßig, die Hufe sind OK. Der rechte schiebt an der Zehe ein wenig flacher als früher. Sie frißt meist sehr gut. Nur manchmal hat sie so Phasen, wo sie das Trockenfutter liegen läßt. Seit sie Luzerne bekommt, baut sie auch die Muskeln auf der Kruppe wieder etwas auf. Ich muß aber aufpassen. Als sie wegen der Atemprobleme nicht gearbeitet wurde, polsterte sie sofort wieder die Fettpolster auf. Bei genügend Arbeit passiert das nicht.

Futtermenge wie gehabt, Luzernepellets 1 ltr., Grasen Juni-Juli 30 Minuten, jetzt wieder 15-20 Minuten. Ich habe bemerkt, daß die Augengruben sofort Wasser einlagern, wenn sie zuviel Gras bekommt. Nach 3 Tagen reduzieren werden die Gruben wieder trocken. Daran halte ich mich jetzt und so funktioniert ihr Stoffwechsel gut.

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Antwort #53 - 25. August 2008 um 17:12
 
Montag, 25.08.2008

Ich hab mal ein paar neue Fotos auf den Weg gebracht.

Hier der Futterzustand. Die Fotos hab ich abends bei Sonnenuntergang gemacht. Daher ist die Qualität etwas bescheiden.

...

...



Hier vor dem Ausritt

...



Nach dem Ausritt auf dem Weg von den Weiden zum Stall

...


Im Stall Muskelaufbau

...

...


Sie war gerade lange und sehr heftig rossig. So kannte ich das noch gar nicht von ihr. Beim Reiten schon kaum zu bremsen. Sie wollte auf dem kürzesten Weg zur Weide zu ihren Freunden und hat alles gegeben   Augenrollen. Inzwischen ist sie wieder entspannt und das schwüle Wetter belastet sie etwas. Aber beim Reinholen vom Paddock kam sie im Wettlauf mit dem Pony angaloppiert und spielte auch auf dem Reitplatz und bockte ein bißchen herum. Pony mogelte sich neben Jerziba durch das Tor und dann buckelten beide übermütig durch den Obstgarten, als ich versuchte sie einzufangen  Laut lachend. Sie hat neuerdings ne Menge Unsinn im Kopf und versucht auch schon mal, energisch ihren Willen durchzusetzen  Cool. Am Freitag gibts wieder eine Akupunktur zum Auffrischen.

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Antwort #54 - 29. August 2008 um 16:18
 
Freitag, 29.08.2008

Nach der Rosse war Jerziba zwei Tage deutlich ruhiger und weniger gehfreudig. Doch am Mittwoch und gestern kam die Rennmaus wieder zum Vorschein. Ich mußte sie im Galopp an der Longe ausbremsen, weil sie sich mal wieder in die Geschwindigkeit reingesteigert hatte. Cool

Seit Mittwoch sind ihre Äppel deutlich wasserhaltig. Meistens sehen sie noch aus wie Äppel. Aber an den letzten drei Abenden hat sie mir jeweils zwei Matschhaufen mit etwas Kotwasser hingesetzt. Dazu waren am Mittwoch die Hinterbeine etwas angelaufen, was nach dem Reiten dann weg war. Die Augengruben sind ziemlich trocken und auch die Lunge gibt weniger Wasser ab.

Heute morgen war die TCVM Ärztin da und hat sie durchgecheckt. Der Zustand vom Frühjahr hat sich großenteils gehalten. Nur ihre Schwachpunkte, Leber, Milz reagierten etwas. Dazu war wieder eine leichte Schwäche im rechten Hinterbein. Das war mir nach der Rosse schon aufgefallen. Ansonsten ist sie im Yang recht stabil geblieben. Die hochgradige Schwäche ist bisher nicht wieder aufgetreten. Auch die Schleimhäute sind gut durchblutet, besser als im Frühjahr. Die Zunge ist nicht mehr so dick. Nach der Behandlung reagierte sie an keinem der Punkte mehr. Zusätzlich soll sie noch chinesische Kräuter bekommen, welche die Akupunktur langfristig unterstützen. Die Tä war überrascht und erfreut über Jerzibas Aussehen  Zwinkernd

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Antwort #55 - 09. Oktober 2008 um 17:10
 
Mittwoch, 08.10.2008

So, hier kommt mal wieder ein etwas längeres Update Zwinkernd. Ist ja auch schon eine Weile her.

Am Tag nach der Akupunktur gab es einen Wetterwechsel von kühl zu sehr warm und schwül. Die Reaktion auf das Wetter und eine heftige Erstverschlimmerung nach der Akupunktur, die letzte Behandlung lag ja schon Monate zurück, kamen unglücklicherweise gerade zusammen. Jerziba war am Wochenende etwas schlapp, sehr ruhig und atmete verstärkt. Am Montag setzte dann die Reaktion auf die Akupunktur voll ein. Sie hing richtig durch, atmete sehr über den Bauch, hustete wieder mehr, hatte Durchfall, die Beine waren angelaufen und beim Abhören giemte es überall in der Lunge und es war viel Wasser oder dünner Schleim zu hören.
Ich ließ sie wieder täglich mit Cortison inhalieren und ging täglich ein Stunde mit ihr zu Fuß ins Gelände. Sie war erstaunlich gehfreudig, obwohl man sie beim Gehen atmen hören konnte. Trotzdem machte ich mir Sorgen und fragte ich mich, ob ich ihr zuviel zugemutet
hatte mit der Akupunktur zu diesem Zeitpunkt  Schockiert/Erstaunt. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Es ist ja immer noch wieder schwülwarm. In der ersten Woche hustete, schnaubte und nieste sie in den ersten 20 Minuten jede Menge Wasser ab. Anschließend dann zwar kaum noch, aber atmete halt hörbar beim Gehen. Anfang der zweiten Woche ließ das langsam nach, die Atmung hörte sich beim Abhören immer noch grausig an, wurde aber doch leicht besser. Ich begann wieder zu hoffen und zu reiten. Anfangs 20 Minuten und ein Stück gelaufen. Sie kam gut damit klar. Sagt, wenn ich absteigen soll.

Nach genau 15 Tagen war der Spuk vorbei. Von einem Tag auf den anderen wurde die Lunge freier, sie atmete ruhiger, wurde insgesamt wieder belastbar. Ich reduzierte das Inhalieren mit Cortison auf jeden zweiten Tag und an den freien Tagen je nach Abhörbefund ACC oder nur Kochsalzlösung, da sich immer noch mal leicht Schleim bildet. Auf Schleimlösergaben möchte ich aber verzichten, um ihre Verdauung zu schonen. Na, und dann kam so richtig der Energieschub durch die Akupunktur an. Sie sprühte vor Gehfreude, wurde wieder heftig rossig und wir düsten wieder im Affenzahn durch den Wald um an die Sommerweide zu kommen, wo ihreGruppe steht  Augenrollen. Einige Male bin ich abgestiegen und zu Fuß weiter gegangen, weil sie sich so aufregte, daß sie hektisch und verspannt wurde, sobald ich versuchte, sie im Tempo zu drosseln. Doch auch das ging vorbei.

Seitdem geht es ihr ziemlich gut  Smiley. Sie reagiert nach wie vor auf Wetterwechsel von kalt zu warm und auf feuchtwarme Luft oder viel Nebel mit etwas schlapp sein und auch mal leicht angelaufenen Beinen. doch lange nicht so, wie früher. Die Atmung wird dann leicht kürzer. Zeitweise sammelt sie Wasser an. Sie hustet manchmal einige Male, wenn ich sie aus der Box oder vom Paddock hole und schnaubt oder niest anschließend mehrmals große Mengen an Wasser ab. Danach kann ich sie reiten oder longieren und sie schnaubt manchmal noch einige Male Wasser ab. Sonst nichts. Die Atmung wurde im Laufe der Zeit immer besser. Es ist jetzt kein Giemen und kaum ein rauher Ton mehr zu hören. Auch das Asthmatische ist zur Zeit weg. Allerdings bildet sich immer wieder Wasser oder dünner Schleim in der Lunge, je nach Luftfeuchtigkeit
und Wetter. Sie atmet gleichmässig und pumpt auch bei größerer Belastung nicht mehr. Dabei hat sie noch zugenommen. Ich reduziere das Kraftfutter leicht, je nach Belastung, damit sie
kein Fett ansetzt. Wobei das Fettpolster am Hals schon noch da ist. Das kriegen wir leider nicht weg. Grasen habe ich auf 10 bis 15 Minuten reduziert. Je nachdem wie die Augengruben aussehen und sie belastet wird. Seit der letzten Woche bis jetzt sind sie ziemlich trocken. Äppel sind wieder trockener, Spuren von Kotwasser manchmal.

Eigentlich sollte sie schon längst die chinesischen Kräuter bekommen für ihre Probleme im Nieren- und Milzkreis. Aber leider waren sie bei der Lieferung aus USA nicht dabei. Müssen wir also weiter abwarten. Dafür gibts jetzt wieder Hagebutten. Die liebt sie sehr.

An einem Sonntag sind wir ein Stück rausgefahren und in fremdem Gelände ausgeritten. Sie war voll begeistert. Ging nur vorne und in einem Tempo, daß meine Freundin mit ihrer durchtrainierten Stute kaum mitkam  Cool. Allerdings hat sie sich dabei innerlich so aufgeregt, daß sie laufend äppeln mußte. Natürlich Matschäppel. Sie ging dabei locker und nervenstark. Da merkte man nichts von Aufregung. Die letzten Wochen bin ich oft 50 bis 70 Minuten am
Stück geritten und zusätzlich ca. 1 Stunde gelaufen. Das steckt sie ohne Probleme weg. Wollte dann aber, daß ich absteige. Sie übernimmt sich nicht gern.

In der vergangenen Woche war sie etwas ruhiger. Die Rosse ist wieder vorbei und ich bin gespannt, ob sie bei den deutlich kürzeren Tagen weiter rossig wird. Mir wäre es recht, wenn nicht, da sie soviel Energie dabei aufbringt, die dann fehlt. Im Schritt ging sie schnell
wie immer in letzter Zeit. Aber viel traben mochte sie nicht. Verspannte sich auch mal, wenn ich es forderte. Wir waren trotzdem lange unterwegs, aber sind viel Schritt geritten. Die Luft war ja auch etwas feucht und die Tage sind schon ziemlich kurz. Ich denke, da reagiert sie nun doch drauf. Hatte schon befürchtet, sie würde weiter so hektisch rennen. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Sie hat gute Laune, die anderen Pferde sind jetzt wieder im Stall, sodaß sie in ihrer Gruppe auf den Paddock geht und wieder genügend Gesellschaft hat. Über den Sommer hat sich bei unseren Besuchen auf der Weide eine Sympathie zu einem Wallach aufgebaut. Sie hat einige Tage gewiehert, wenn wir in den Stall kamen und er antwortete. Dabei kannten sie sich ja schon länger.

Vorgestern war es ja schlagartig wieder sehr warm und sie reagierte auf den Wetterwechsel wie gewohnt. War etwas schlapp und ich ging mit ihr die Runde zu Fuß. Atmung war lautlos, Lunge beim Abhören freier Durchzug, aber etwas Schleimbildung. Bei dem Wetter kann sie das Wasser schlecht abatmen. Sie ging extrem entspannt mit Riesenschritten. Alles easy.

Gestern hatten wir extreme Luftfeuchtigkeit. Abends bei 100%. Das Atmen fiel allen schwer. Doch ich hab gesattelt, da sie fröhlich aussah und bin kurz nach Sonnenuntergang bis es fast dunkel war eine kleine Runde durch die Feldmark geritten. Sie ging sofort fleißig, gut über den Rücken. Im Trab sehr raumgreifend und schwebend. Danach pustete sie etwas. Zurück im Stall dann war die Atmung entspannt und leicht. Die Lunge beim Abhören gut frei, kaum Flüssigkeit. Dementsprechend auch kein Husten  Smiley Smiley.

Es ist so schade, daß jetzt die dunkle kalte Jahreszeit losgeht. Wir sind gerade so schön im Training. So könnte es noch lange weitergehen. Der Herbst ist unsere beste Jahreszeit. Mit Ausreiten in der Woche wird das dann bald nix mehr, weil zu früh dunkel. Und
in der Halle geht Jerziba sowas von lustlos. Tja, da müssen wir wohl durch...

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Antwort #56 - 13. Oktober 2008 um 18:33
 
Montag, 13.10.2008

Das allseits warme Spätsommerwetter ist superschön, aber für Wetterfühlige doch auch belastend. Jerziba ist seitdem ruhiger, etwas weniger belastbar. Die Beine sind etwas angelaufen, die Augengruben trocken.
Wir waren am Samstag in Gesellschaft im Gelände. Jerziba ging fleißig, das Begleitpferd kam nicht mit, aber schwächelte nach einer Weile. Ich bin dann ca. 15 Minuten gelaufen und dann war sie wieder frisch und düste im Galopp einen Hügel hoch. War ihr Wunsch  Laut lachend. Die Lunge war frei, kein Asthma, kein Husten. Aber sie atmete etwas stärker als sonst und schnaufte einige Male tief durch. Die Luft ist extrem feucht zur Zeit und auch ich war nicht so ganz fit. Mit Blick auf die leicht angelaufenen Beine denke ich doch, daß sie doch wie früher schon angenommen, auch Kreislaufprobleme hat. Wenn sie nicht zu lange belastet wird, steckt sie das aber locker weg. Ich muß nur reagieren, wenn sie was sagt. Gestern meinte sie nach ca. 50 Minuten, jetzt könnte ich aber mal absteigen, nachdem sie einen Grasweg im fleißigen Renntrab entlang gedüst war.
Trotzdem steckt sie dies plötzlich warme Wetter aber richtig gut weg. Immerhin hat sie schon einen dicken Winterpelz. Da rennt sich das auch nicht so gut.

Eigentlich müßte sie jetzt wieder rossen. Aber ich denke, daß die kürzere Tageslichtzeit sich jetzt bemerkbar macht. Sie ist weniger temperamentvoll, als noch vor 4 Wochen. Allerdings auch weniger lange im Paddock.

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Antwort #57 - 22. Oktober 2008 um 18:16
 
Mittwoch, 22.10.2008

Am Dienstag letzter Woche war das Frollein mal wieder so gut drauf, daß sie mir nach dem Longieren, ich hatte sie kurz vor der Halle auf den Platz gestellt, abgedüst ist in den Obstgarten und im Dunklen mit dem rechten Vorderhuf in ein Loch gerutscht oder getreten ist  Schockiert/Erstaunt. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, als ich das im Dunklen mit Taschenlampe recherchiert habe.  Zum Glück war es im Schritt! Es war einige Tage danach etwas gelartig über dem Fesselgelenk, aber sie lahmte nicht und inzwischen ist es wohl vergessen. Ich wußte nicht, daß ich sie jetzt überwachen muß. Das hat sie seit Jahren nicht mehr gemacht und ich dachte immer, sie ist altersgemäß vernünftig geworden. Weit gefehlt  Laut lachend

Das schwülwarme Wetter am Wochenende war wieder sehr belastend für Jerziba. Wir sind wirklich nur spazieren gegangen. Kein Rennschritt. Sie wollte es gemütlich. Atmete etwas kurz und schnaufte ab und an mal. Aber ehrlich gesagt, ging es mir genauso. Ich hatte Kreislaufprobleme und fühlte mich matschig. Dazu hat sie ja ihren Winterpelzmantel an.
Husten zur Zeit nur bei Bewegungsbeginn ein paar Mal und dann nicht mehr. Beim Abhören ist die Lunge frei von Giemen, aber man hört dünnen Schleim bzw. Wasser.
Am Montag sah sie schon wieder frech aus dem Fell, aber ich war zu kaputt, um was mit ihr zu machen. Dafür war sie gestern richtig gut drauf. Hat an der Longe wieder ihr Bestes gegeben. Atmung belastbar. Kein Pumpen, keine Geräusche, kaum Husten. Dafür schwitzte sie in ihrem langen Fell und ich hab die Unterseite des Halses geschoren auf 0,5 cm. Damit sieht sie nicht nackich aus, aber es reicht zum Abkühlen  Zwinkernd. Futterzustand ist bestens. Sie sieht richtig knackig aus. Die Hinterhand ist wieder gut bemuskelt. Vor allem die Oberschenkel. Besser, als bei vielen gesunden Pferden. Man sieht, daß sie was tut. Futtermenge habe ich nicht erhöht. Sie setzt es offenbar besser um. Im letzten Winter habe ich noch literweise Öl zugefüttert. Aber vielleicht ändert sich das, wenn es kälter wird. Mal sehen.

Sie rosst noch immer nicht. Und ich denke, sie hat sich wieder auf Winterzeit eingestellt. Die kürzeren Tage scheinen doch viel Einfluß auf die Hormonlage auszuüben. Sie ist auch insgesamt meist deutlich gemütlicher. Diese überschäumende Hektik und Temperamentslage hat sich beruhigt.  Zwinkernd

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Antwort #58 - 23. Oktober 2008 um 13:28
 
Donnerstag, 23.10.2008

Hab ich gestern wirklich gesagt, Jerziba ist gemütlich zur Zeit?  Augenrollen Wir sind in der Halle geritten (15x30m) und sie hat versucht, alles zu geben. Ein Rennpferd in der kleinen Halle... Einmal konnte ich die Explosion gerade noch abfangen. Danach war ich auf der Hut  Laut lachend. Für einen Rennaraber ist eine Halle eindeutig zu eng  Zwinkernd

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Antwort #59 - 04. November 2008 um 15:00
 
Dienstag, 04.11.2008

Wir hatten ein komisches Wochenende. Da Jerziba ja sehr stabil war die letzte Zeit, sollte der Freitag mein erster pferdefreier Abend seit Monaten werden  Cool. Meine Freundin und ich waren gerade mit dem Essen beim Griechen fertig und wollten zu gemütlichen Teil übergehen, da klingelte um 20.29 Uhr das Handy: ganz aufgeregt meine andere Freundin: Jerziba liegt und atmet so schwer. Und sie hat am Nachmittag auch schon mal gelegen. Alles klar. Ich sah sie schon mit schwerer Kolik in der Box liegen, stellte mich auf einen langen, kalten, ungemütlichen Abend ein, rechnete meinen Kontostand durch...  Schockiert/Erstaunt
Als ich im Stall ankam, stand sie und schaute aus dem Fenster und meinte, äääääääh, was willst Du denn auch noch hier  hä?? In der Box lag noch das Heu. Mein Brot nahm sie gerne, mein Premiumheu auch sofort  Augenrollen Smiley. Sie sah nicht nach krank aus, nur schläfrig. Ich hatte mit einer Mitreiterin abgemacht, daß sie Jerziba spät abends beim Gehen nochmal von meinem Heu etwas gibt. Das hatte sie getan, aber schon gegen 19,30, sodaß Jerziba erstmal satt war. Dazu muß das Wetter sie belastet haben. Ich habe sie abgehört. Weder Darm, Blinddarm noch Lunge waren auffällig. Doch sie atmete etwas kurz. Ich habe sie noch eine Weile beobachtet. Sie fraß jetzt langsam, doch stetig an dem Heu. Habe ihr noch Cosmochema Koliktropfen auf Brot gegeben und in die Futterschüsseln für den nächsten Tag. Also erstmal Entwarnung  Smiley
Am Samstag morgen kam kein Anruf vom Stall, also ist sie OK. Um 14 Uhr sah sie noch immer sehr schläfrig aus, atmete kurz und ich überlegte, was ich mit ihr tun sollte. Bekam dann aber gesagt, das macht sie doch oft und dann im Gelände dreht sie auf. Also gesattelt und raus in die Feldmark. Erst ging sie etwas träge, doch dann normal zügig vorwärts. Nur Traben wollte sie nicht so. Den Hügel hoch ging sie dann zügig im Trab. Wirkte nicht kraftlos. Auch sonst war sie jetzt wach und neugierig. Atmung jetzt gut.
Am Sonntag sah sie etwas wacher aus, hatte aber ihr Heu wieder nciht aufgefressen. Im Gelände war sie aber fleißiger und düste im maximalen Renntrab den Hügel hoch. Atmung danach war richtig gut.

Sieht alles nach den altbekannten Kreislaufproblemen aus, die sie häufig bei Wetterwechseln hat. Sowie der Kreislauf hochdreht, dann ist sie wach. Durch das Asthma bemerkte man das nur nicht mehr, weil sie da ohnehin schwerer atmete. Ich habe ihr noch bis Sonntag die Koliktropfen gegeben. Insgesamt hat sie das Kreislaufwetter aber besser durchgestanden, als beim letzten Mal.
Am Montag abend sah sie wach und munter aus und beim Inhalieren spielte sie mit der Maske rum und wollte sie loswerden.  Es war hier abends sehr neblig und sie hatte rechts einen leicht rauhen Ton auf den Bronchien. Atmete aber nicht auffällig und hatte alles Heu aufgefressen.
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