Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 72620 mal)
Teddy
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Antwort #140 - 15. August 2016 um 14:49
 
Montag, 15.08.2016

Habe jetzt den aktuellen ACTH Wert bekommen: 48. Das ist im Rahmen der Norm und für diese Jahreszeit absolut OK. Wir sollen so weiter machen  Durchgedreht

Ansonsten gehts ihr gut. Selten mal wetterbedingt etwas Kotwassser und/oder zu nasse Äppel. Im Moment frißt sie sehr gut, in der heißen Wetterphase war das nicht so gut, weswegen sie etwas abgenommen hat. Ihre Beine sind klar und trocken und die Box ebenfalls. Sie läuft gut. Die wetterbedingten Steifigkeiten in dem verletzten Bein sind selten geworden.
Leider aber hat sie diesen Sommer wieder häufiger Asthma, durch dies belastbare Wetter. Meistens ist sie dabei trotzdem belastbar, oft wird es gerade durch die Bewegung deutlich besser. Einige Male jedoch waren neben Inhalieren mit Pulmicort und Salbutamol noch Injektionen mit Spascupreel bzw. Atropinum nötig. Dadurch habe ich nicht weiter versucht, sie zu reiten. Sie sollte sich entspannen und erholen von den Asthmatagen und Spaß haben, wenns ihr gut geht. Wir haben dann oft longiert und Bodenarbeit gemacht oder sind abends ganz entspannt durch das Dorf gegangen. Das liebt sie sehr, da bleibt sie überall stehen und guckt und lauscht.
Leider hatte sie gerade wieder eine Bindehautentzündung im linken Auge. Die dritte seit dem Winter. Nun ist mir aufgefallen, daß innen in der Pupille weiße Wolken sind. Ich bin 100% sicher, daß sie die noch nie hatte. Sie hat so wunderschöne, große, dunkle Augen, die ich immer gern anschaue. Das wäre mir aufgefallen, mindestens beim Augensalbe geben. Ta sagt aber, das wäre von Geburt an, das wäre harmlos und wäre so eine Art Verbindung zwischen den Ebenen oder so. Eine Woche später sehe ich aber, daß die Wolken jetzt eher die ganze Pupille ausfüllen. Mir wurde auch schon gesagt, daß Jerziba sich in letzter Zeit öfter erschreckt beim Führen. Ich habe es selbst einige Male erlebt. Das würde ja schon auf eine Sehbehinderung deuten. Meine Gerte beim Longieren erkennt sie aber noch. Außerdem hat sie im rechten Auge eine leichte, angeblich altersbedingte Trübung. Dies habe ich auch noch bei keinem Pferd erlebt.

Jetzt mache ich mir Sorgen, daß sie erblinden könnte. Sie hat eh schon so viele Baustellen. Sie tut mir echt leid. Es bleibt ihr auch fast nichts erspart  hä?

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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Teddy
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Antwort #141 - 31. März 2017 um 17:26
 
Ist ja schon wieder eine lange Zeit vergangen...  Augenrollen

Die Augenentzündungen häuften sich leider, die Abstände verkürzten sich auf 4-6 Wochen. Ich hatte nochmal einen Termin für eine Augenuntersuchung gemacht. Insgesamt haben drei Tä aus einer Praxis drauf geschaut. Wahrscheinlich hatten sie sich abgesprochen, alle sagten, das ist keine periodische Augenentzündung. Tja, was soll man da als Laie zu sagen.
Das Auge ist jetzt zwar blind, aber sie kann Licht und Schatten, nahe Bewegungen und vielleicht dunkle Umrisse sehen. Auf jeden Fall bewegt sie sich freier,wenn das Auge nicht völlig abgedeckt wird.

Ich habe weiter AB rein gemacht und die Schübe kamen dann regelmäßig fast alle 4 Wochen, im Winter auch mal sechs, manchmal dauerte es lange, bis die Entzündung raus war. Im Winter war dann gerade die ZahnTä da und genau an dem Morgen hatte sie innerhalb von zwei Stunden einen richtig schlimmen Schub.  Schockiert/Erstaunt. Für diese Tä war klar, das ist periodische. Sie gab mir eine Cortisonsalbe, hat Atropin reingetan und kam nach zwei Tagen, um den Augenhintergrund zu sehen. Aber da gabs nichts zu sehen, alles dicht voll mit den weißen Narbenstrukturen. Nach der Cortisonsalbe war das Auge bereits nach drei Gaben wieder normal unauffällig. Also war AB die falsche Behandlung, denn das wäre bei einer Bindehautentzündung so eher nicht gewesen. Ich habe daher bei meinem Ta mit dem Hinweis auf falsche Behandlung eine Cortisonsalbe eingefordert ohne Besuch und mir Fluorescin in der Apo beschafft. Damit bin ich jetzt immer notfallmässig ausgerüstet.

Dann das Inet durchforstet und das Ergebnis war, das Auge muß gegen Wind und Sonne geschützt werden. Daher trägt sie jetzt draußen immer eine UV Schutz Maske. Zum Spazierengehen und für Bodenarbeit habe ich eine billige, aber gut passende Fliegenmaske gekauft und an dem anderen Auge eine Öffnung reingeschnitten, damit sie damit freier sehen kann. Denn das andere Auge hat grauen Star und sie sieht damit nur noch unscharf. Insgesamt ist das Augenlid innen seitdem nicht mehr so rot und es tränt kaum. Sie bewegt sich  recht gut, verläßt sich drauf, daß man auf sie aufpaßt, wenn man sie führt. Wenn sie unsicher ist, zögert sie oder bleibt stehen und wartet, daß man ihr genau sagt, wo es langgeht. Sie vertraut und geht locker mit spazieren. Da sie wenig bzw. unscharf sieht, bleibt sie oft stehen und hört, was um sie rum passiert. An der Longe und bei Bodenarbeit bewegt sie sich ziemlich sicher. Man muß nur achten, daß kein Hindernis in ihrem Weg liegt. Sie akzeptiert es, wie alle anderen Behinderungen auch.

Es macht mich nur so traurig, weil es so unnötig ist.   Traurig  Rechtzeitig mit Cortison behandelt müßte das Auge so blind jetzt noch nicht sein.

Aber das war wohl noch nicht genug für die Omi, die im Februar 26 geworden ist. Im Oktober fand ich im Gesicht und praktisch in der linken Achselhöhle am Körper und am Bein oben alles voll dick geschwollener Stiche, die stark nässten.  Schockiert/Erstaunt  Das Fell war total verklebt. Eine seltsam gemusterte große Zecke fand ich lose im Fell, nicht festgesogen. Ich gab sofort Echinacea compositum. Nach 14 Tagen wollte sie ganz plötzlich nicht mehr laufen. War extrem schlapp, müde und null belastbar. Ta nahm Blut ab. Das Blutbild war gut, aber der Borrelientiter lag bei 25, Norm 8. Da wir dagegen schon einmal eine superteure AB Behandlung in der Tierklinik gemacht hatten, als sie 1999 Borreliose hatten und das Ergebnis nicht befriedigend war, habe ich davon abgesehen. Ich behandele mit Echnincea comp. und den FSME und Borrelia Nosoden. So ganz langsam geht es ihr besser. Sie ist wieder wacher, geht besser vorwärts, macht an der Longe motiviert mit. Ich hoffe, das kriegen wir nochmal in den Griff. Blöd nur, daß schon die ersten Zecken wieder unterwegs sind und die Gefahr erneut lauert. Auf Nachfrage habe ich gehört, daß dieser Ta mit AB Tabletten behandelt. Soll angeblich helfen, vor allem wenn man noch eine Borreliose Impfung obendrauf setzt. Naja.

Aber auch das war noch nicht ausreichend. Das Immunsystem war nun wohl so überlastet, daß die Streptokokken im Darm sich wieder zahlreich vermehren konnten und sie Durchfall bekam mit Appetitmangel. Sie fraß schlecht, daher auch der Zahnarztbesuch, wobei nichts gefunden wurde, und nahm dann schnell ab. Mit Stullmisan kam zwar der Appetit wieder, aber die Verdauung wurde nicht stabil und sie produzierte immer etwas Kotwasser. Eine große Kotuntersuchung brachte dann Gewissheit. Nun bekommt sie dagegen noch ein AB und nach 4 Tagen war der Durchfall samt Kotwasser vorbei.

Letzten Sonntag habe ich ihr die Frühjahrsfrisur geschoren und sie kommt mit der Wärme nun besser zurecht.

Leider habe ich gerade gehört, daß das Auge heute wieder mal tränt, nach sieben Wochen wieder.  hä? Mal sehen, ob es wieder dick und schmerzhaft wird. Dann muß Cortison rein. Hatte eigentlich gehofft, daß es länger ohne geht. Sie war heute auch schon spazieren und mit der Wärme hat es sie doch ziemlich angestrengt.
Sie ist halt ein altes Öhmchen inzwischen.
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Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #142 - 07. April 2017 um 17:00
 
Ich habe das Auge angefärbt mit Fluorescin. Das zu kaufen war eine der besten Entscheidungen in letzter Zeit, obwohl es sehr teuer ist. Es zeigte sich, daß sie keinen neuen Schub hatte, sondern eine leichte Verletzung auf der Hornhaut. Vermutlich hatte sie sich gestoßen. Es gab mehrmals täglich eine Augensalbe mit Vitamin A und Dexpanthenol und nach wenigen Tagen war das Anfärben o.B.  Smiley Cool. Diese Salbe bekommst sie täglich ein Mal ins Auge, um Reizungen zu verhindern. Die Salbe ist super. Und das Tollste, ich konnte den Ta Besuch sparen  Durchgedreht. Damit hab ich die Kosten schon wieder raus.

Aktuell ist es hier sehr kühl und das alte Mädchen ist recht munter  Durchgedreht
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #143 - 11. Mai 2017 um 18:40
 
Mein Öhmchen  Kuss
Gut gehts ihr. Sie wurde von Woche zu Woche fitter. Jetzt läuft sie wieder flott neben mir her, weil sie denkt, es geht auch ans Gras. Tuts aber nicht. An der Longe geht sie fleißig und motiviert und kann normal belastet werden und läßt auch gern mal die Sau raus.  Durchgedreht  Auch einen 2 Stunden Spaziergang haben wir schon wieder geschafft. Gute Laune hat sie. Und das alles mit Homöopathie.   Cool

Das Auge ist mit der Maske nicht mehr entzündet gewesen bisher. Sie sieht auf dem gesunden Auge zwar auch nicht mehr viel, halt unscharf, aber vertraut mir völlig und verläßt sich auf meine Führung.

Die Verdauung ist meist Ok, bei Wetterwechsel zu Regen gibts schon mal nasse Äppel, an manchen Tagen auch einige Spritzer Kotwasser.  Außerdem hat sie einen 5 kg Salzleckstein übermässig bearbeitet, sodaß der nach 3 Monaten hinüber war. Ich hatte ihn neben die Tränke gehängt, da sie sich sonst leicht daran stößt (natürlich am Auge), wenn er irgendwo frei hängt, da sie ihn nicht wahrnimmt, wenn sie nicht dran denkt. Und da sie ein bißchen töffelig ist, ist das oft so. Das ist vielleicht nicht der richtige Ort. Werde einen neuen jetzt nochmal knapp über dem Boden aufhängen, weit entfernt von der Tränke. Möglicherweise hat sie zuviel Salz aufgenommen und daher zwischendurch die Störung im Darm. Das Essen schmeckt ihr aber sehr gut und sie frißt gut und gern und nimmt zu.

Wenns so bleibt, dann lege ich bald mal wieder den Sattel drauf und schaue mal, wie ein bißchen Reiten funktioniert. Lust drauf hat sie, das merke ich.
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Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Antwort #144 - 31. August 2018 um 16:48
 
Oh, ich hab ja lange nichts geschrieben   Schockiert/Erstaunt

Letzten Sommer hatten wir kein Asthma, dank des vielen Regens. Das heißt, ich hab von September 2016 bis Juni 2018 nicht inhalieren müssen  Durchgedreht. Sie war munter und fit und wir haben Bodenarbeit gemacht und longiert. Lange Spaziergänge will sie nicht mehr so, lieber durchs Dorf gehen, da hört sie viel, sie sieht ja nichts.

Im Winter fing sie wieder an mit viel Matschkot, Durchfall und leicht Kotwasser. Eine große Kotprobe brachte nur, dass ihre Darmflora sehr vielfältig und reichlich vorhanden ist. Das Labor hatte wieder ein Antibiogramm auf Streptokokken gemacht und ich hatte entschieden, es mal mit Enrofloxacin zu versuchen, da dies auch passend getestet wurde. Leider brachte das so gut wie keine Verbesserung, wie schon im Jahr davor mit Synutrim. Also habe ich erstmal nur beobachtet. Leider wurde es dadurch nur schlimmer und schließlich kam überwiegend Durchfall und vor allem, sie fraß schlechter und nahm sehr ab, wo sie eh schon zu dünn war. Also habe ich wieder mit Stullmisan und Heilerde experimentiert. Dadurch konnte ich einen halbwegs stabilen Zustand erreichen mit Äppeln, die oft einfach nur zu naß waren. Doch dann gabs ein anstrengendes Gewitterwetter und danach war wieder überwiegend Matschkot angesagt. Zusätzlich hat sie in diesem Jahr durch die Trockenheit seit ca. Mitte Mai durchgehend Asthma. Sie inhaliert täglich. Die Hitze belastet zusätzlich sehr und so nahm sie weiter ab, weil sie das alles zuviel Energie kostete. Ta fand das alles noch nicht bedrohlich, ich langfristig gesehen schon. Sie bekommt nun seit 5 Wochen wieder Almazyme und langsam wird die Verdauung besser. Meistens finden sich etwas nasse Äppelhaufen, 1 -2 sind mal eher Matschkot, aber kaum mal Kotwasser. Auch bei Wetterwechsel nicht. Ich werde dann das Stullmisan langsam ausschleichen, Heilerde lasse ich ganz weg und dann sehen, ob die Verdauung mit Almazyme halbwegs stabil bleibt. Dann wird sie das weiter bekommen müssen, entweder kurweise oder vielleicht reicht auch halbe Dosis tägl. Das Futter habe ich auf Rat der Hufschmiedin noch mit HeuCobs aufgewertet, da sie zu wenig Heu frißt. Das heißt, sie sit viel mit Heufressen beschäftigt, aber sie frißt langsam und schafft nichts weg. Ihr Zähne sind gut, werden regelmäßig von einer Zahnärztin gemacht, sie sagt aber, altersbedingt sind bei einigen Zähnen die Wurzeln schon kurz, da wächst nicht mehr viel nach. Optisch sind aber alle Zähne noch gleich hoch. Trotzdem könnte das beim Fressen stören. Nachdem Jerziba früher keine eingeweichten Heucobs auch nur anrührte, frißt sie die nun gerne auf, aber erst nach den Rübenschnitzeln und wenns nicht zuviel sind Zwinkernd
Nun ist die große Hitze vorbei, das Asthma läßt nach, sie hat auch schon wieder asthmafreie Tage, die Verdauung klappt besser und man sieht, sie nimmt wieder gaaanz langsam ein wenig zu  Smiley.

Ein großes Blutbild war absolut in Ordnung, der Ta sagte, sie hat Werte wie ein gesundes Pferd, sowas sieht er selten mal. Lediglich ein Wert bei Allergie war ein wenig erhöht. ACTH 63.
Es geht ihr sonst gut, sie ist munter, wach und aufmerksam. Ihre Bewegungsfreude ist unterschiedlich, an kühlen Tagen geht sie gut vorwärts, an heißen Tagen eher gemütlich. Im Frühjahr bin ich ein paar Mal geritten, aber wegen der Hitze mußte ich das lassen.
Aktuell hat sie wieder vermehrt etwas Probleme mit dem Bein nach der Trittverletzung. 2mal Physiotherapie brachte eine Verbesserung, aber da wird nochmal Akupunktur und Chiro nötig, da das Kreuzdarmbeingelenk wohl wieder fest ist. Sie lahmt aber nicht und und aufstehen geht wieder locker wie ein junges Mädchen.  Ihr linkes Auge ist nahezu blind, das rechte Auge läßt sie im Nahbereich noch etwas erkennen, kann sich draußen noch gut zurecht finden, wenn sie sich konzentriert und drauf achtet, wo sie hingeht. Hell und Dunkel erkennen kann sie noch gut, ebenso Schatten, die plötzlich auftauchen. Wenn man sie führt, verläßt sie sich drauf und rempelt einen schon öfter mal an. Arbeiten an der Longe geht problemlos in allen Gangarten, solange sie im Gebüsch keinen Säbelzahntiger vermutet. Denn den kann sie ja nicht sehen, nur hören  Zwinkernd. Entzündungen am Auge sind nicht mehr aufgetreten, sie trägt draußen immer eine Maske. Gelegentlich stößt sie sich mal am Auge, wodurch es dann auch schon mal dick wird. Ist aber mit der Augensalbe schnell wieder Ok. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass grauer Star durch Cortison entstehen kann. Und über eine anderes krankes Pferd habe ich auch erfahren, dass Jerziba Cortison Spritzen bekommen hat, wegen des zeitweise schlimmen Asthmas, trotz der Rehegefahr. Daneben inhaliert sie ja häufig mit Cortison. Möglicherweise ist das ja die Ursache für das schnelle Fortschreiten des grauen Star.
Ihre Box ist trocken, ihre Beine sind immer schlank und trocken, ihr Fell wächst nicht übermäßig, ist aber sehr dicht, fast wie Winterfell, an einigen Stellen. Sie schwitzt auch nicht. Dies Jahr habe ich erst 3mal scheren müssen. Insgesamt ist sie halt ein altes Öhmchen, ist jetzt 27,5 Jahre alt. Ta sagt, er hätte nie geglaubt, dass sie überhaupt je so alt werden würde. Ich wünsche uns, dass sie noch lange bleiben und ihren Lebensabend geniessen kann  Smiley
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ACTH  Aug. 2017 = 63
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          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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