Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 87110 mal)
Teddy
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Antwort #120 - 05. Oktober 2012 um 15:32
 
Freitag, 04.10.012

Bei uns läuft es wie gehabt. Jerziba hat aber wieder etwas Muskeln zugelegt. Die Oberlinie ist nicht mehr ganz so knochig. Vielleicht hat ihr ja Eiweiß gefehlt. Durch etwas mehr Soja kann sie vielleicht besser aufbauen. Oder es liegt daran, daß der Haarwechsel größtenteils durch ist. Jetzt bei dem kühlen Regenwetter ist sie richtig wach und dreht schon mal auf. Die Atmung ist gut und sie hustet nicht. Auch hat sie etwas mehr Energie, wenn es kühl ist. Sie macht sogar beim Reiten auf dem Platz schon mal motiviert mit. Insgesamt aber ist die Belastbarkeit meistens niederiger als vor 2 Jahren. Möglicherweise kostet die Krankheit ja grundsätzlich schon viel Energie. Und obwohl sie nicht schwitzt, bzw. eigentlich überwiegend ein wenig zwischen den Hinterbeinen wenn sie vom Paddock in den Stall kommt oder beim Reiten unter dem Sattel und Gurt, macht sie doch öfter den Eindruck, als ob ihr zu warm ist. Zumindest scheint es so, wenn sie schnauft. Und bei kaltem Wetter macht sie das auch nicht so. Auf jeden Fall ist ihr kalt und windig zur Zeit deutlich angenehmer.

LG
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #121 - 19. November 2012 um 15:30
 
Montag, 19.11.2012

Nun ist es genau 6 Jahre her, daß die Cushing Erkrankung bei Jerziba diagnostiziert wurde und sie mit Pergolid behandelt wird. Damals ging es ihr schon sehr schlecht. Ich hatte echt nicht mehr viel Hoffnung. Aber ich dachte, ich versuche es, ob ich sie wieder "hin" kriege.
Und heute geht es ihr gut. Von den Cushing Symptomen ist außer dem etwas längeren Fell bei konsequenter Behandlung nichts mehr zu spüren. Neben dem Pergolid bekommt sie diverse Naturheilmittel, Homöopathie, Akupunktur. Ausschließlich mit Pergolid ist ihr guter Zustand nicht so zu halten. Die Schäden bzw. Funktionsstörungen durch die Hormonstörung müssen immer wieder zusätzlich aufgefangen werden, um den Optimalzustand zu halten.
Aktuell hat sie noch etwas zugenommen. Ihre Oberlinie und Hinterhand ist gut und an den richtigen Stellen bemuskelt. Am Mähnenkamm hat sie ein winziges Fettpolster angesetzt. Das heißt, jetzt wird das Futter genau nach Leistung bemessen, damit sie kein Fett ansetzt.
Im Moment reiten wir am Wochenende im Gelände, zwei-dreimal pro Woche intensiv Bodenarbeit und Longieren und ein-zweimal pro Woche 1 Stunde zu Fuß nach draußen. Sie geht an der Hand und an der Longe normales Tempo. Ich muß da wenig am Tempo treiben. Aber ich muß schon die Hinterhand herantreiben, um Spannung aufzubauen, da sie sonst immer noch mehr als gewohnt stolpert. Das gefällt ihr nicht immer und sie schnauft dann schon noch mal. Immer mal so einmalig.
Beschlagen ist sie jetzt wieder mit dem normalen ST. Croix aus Aluminium. Die Zehe wird extrem kurz geschnitten, der ganze Huf sehr kurz gehalten, das Eisen leicht zurück gesetzt. Seitdem bleibt die Stellung erhalten und sie läuft damit wie mit dem NBS Eisen. Aber leichter in der Vorhand, da diese fast nichts wiegen. Jerziba hat eine sehr flache Hufaktion, die anscheinend mit fortschreitendem Alter noch flacher wird oder weil sie einfach so extrem entspannt läuft. Früher hatte sie oft mehr Anspannung drauf. Sie geht jetzt sehr raumgreifend und sehr losgelassen. Früher hatte sie noch mit Rückenproblemen zu kämpfen. Das ist heute Schnee von gestern. Dafür schlurft sie gerne mit den Hufen.
Bei den aktuellen NovemberTemperaturen um 7 Grad herum ist sie wieder etwas munterer drauf, als bei dem warmen Wetter zuvor und etwas belastbarer. Es gibt wieder mehr Tage, an denen sie ins Rennen kommt und auch fleißig und konzentriert mitarbeitet. Gestern Sonntag hatte sie es richtig eilig im Trab auf dem Weg der zu den Weiden führte. Im Schritt war sie dann hektisch. Leider mußte ich sie wegen der niedrigen Nachttempreaturen entäuschen. Sie durfte nicht grasen.
Bisher hat sie immer noch gute Laune, sie brauchte daher ihre Gute-Laune-Bachblüten noch nicht.
Atemtechnisch ist sie so gut drauf, wie seit Beginn des COPD noch nicht. Sie hat keinerlei Asthma, so gut wie keinen Husten. Allerdings merkt man bei Belastung, daß die Atemwege krank und verändert sind. Wenn sie sich aufregt und rennt und dabei verspannt, dann hustet sie schon mal trocken, weil die Atemwege dann schon mal krampfen. Nach einigen Atemzügen im Stehen ist das sofort vorbei. Aber man muß es berücksichtigen. Es hängt immer auch vom Wetter ab und wie fit sie drauf ist.
Sie reagiert wie eigentlich schon immer, auf das Wetter. Ist dann deutlich ruhiger.
Wir hoffen, daß der Winter wenig Frost bringt und wir dadurch die Pferde viel draußen bewegen können.

LG
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Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #122 - 25. März 2013 um 18:23
 
Montag, 25.03.2013

Nun mal wieder Nachrichten von Jerziba.
Sie ist grundsätzlich gut drauf, hat gute Laune und ist mit einiger Rücksicht, je nach Wetterlage,  gut trainierbar.
Ich habe wieder mal ein neues großes Blutbild machen lassen. Alle Werte sind jetzt in der Norm. Das ist das erste Mal seit der Hufrehe vor 6,5 Jahren und der Diagnose Cushing. ACTH Wert 12,9. Ta sagt, sie ist optimal eingestellt. Daneben wird sie weiter konsequent alternativ behandelt, passend zu den Symptomen.
Sie ist nun 22 Jahre alt  geworden und man sieht schon, daß sie nicht mehr jung ist, auch wenn sie ihren jugendlich-frechen Ausdruck im Gesicht wieder oft zeigt. Der Rücken scheint sich ein wenig gesenkt zu haben. Im Moment sieht sie auch aus wie ein Esel. Das im Herbst geschorene Fell ist ganz ungewohnt kaum nachgewachsen unter der Decke. Da ist sie graubraun mit einigen langen Deckhaaren dazwischen. Am Hals und Bauch, wo die Decke nicht hinkommt,  ist das Fell länger und wie immer im Winter etwas struppig. Aber im Gesicht ist das Fell wieder fast so kurz wie bei einem gesunden Pferd. Sie hat fast immer gute Laune, ist auch mal frech und übermütig. In diesem Winter haben wir die Gute-Laune-Bachblüten seit sehr langer Zeit nicht einmal gebraucht. Die Minustemperaturen gefallen ihr besonders gut. Beim Longieren hält sie da lange durch, versucht gerne mal die Sau rauszulassen. Beim Reiten wird sie leicht heizig, wenn der Kreislauf auf Temperatur kommt. Konzentrierte Schrittarbeit ist ihr auf einmal zu öde, sie will rennen. Allerdings muß sie sich dabei auch nicht groß anstrengen, wie bei den gymnastizierenden Übungen. Hier macht sie zwar willig mit, aber ich muß doch sehr energisch treiben, damit sie nicht einfach nur schlampt. Es scheint sie öfter ziemlich anzustrengen. Nach 30 Minuten hat sie allerdings dann genug und schleicht dann eher zum Abwärmen hinter mir her, was ganz im Gegensatz zum vorhergehenden Rennen steht. Irgendwie hab ich dann schon ein schlechtes Gewissen und frage mich, ob ich ihr vielleicht zu viel zumute. Sie wirkt allerdings nicht überfordert. Läßt sich willig satteln und wirkt meistens dabei fröhlich. Dafür ist ihre Oberlinie nun wieder sehr gut bemuskelt, besser als bei manch gesundem Pferd. Ich kann sie zwei-drei mal pro Woche in der Halle reiten. Das macht sie willig mit. Vom Nichtstun wird sie aber auch nicht fit und bekommt keine Kondition. Nur durch Training kann man dies erhalten bzw. verbessern. Immerhin macht ihr nun der etwas tiefe Boden nicht mehr viel aus.  Z
Bei Wetterwechsel zu Schnee oder Regen hat sie immer mal Probleme und ist matschig drauf. Insgesamt fehlt es ihr aber einfach an der Energie. Für einen Araber ist sie oft etwas schlapp, statt temperamentvoll. Gibt sich zwar Mühe, wenn sie warm wird, aber hält das nicht so lange durch. Sie hatte den ganzen Winter kein Asthma und kaum Husten und schon dadurch kann ich gute 30 Minuten zufriedenstellend intensiv mit ihr arbeiten. Das hatten wir ja schon ganz anders. Bei  steigenden Temperaturen, dem Haarwechsel und der beginnenden Pollenzeit zeigt sich schon manchmal, daß sie da weniger fit ist. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Eigenblutbehandlung hat sie auch schon erhalten. Die Schüsslersalze haben wir gerade wieder angefangen. Ich hoffe, daß sie für die Pollenzeit gut gerüstet ist, denn dies ist ihr Hauptproblem.
Sie hat immer trockene Beine und Augengruben, kaum Fettansatz. Bekommt aber reichlich zu fressen, um ihr Gewicht zu halten und setzt das Dank des Trainings in Muskeln statt in Fett um. Die Box ist relativ trocken, sie frißt mit sehr gutem Appetit. Die Verdauung ist sehr gut.
Vor Weihnachten ist sie im Gelände ausgerutscht und auf die Seite gerollt. Danach war sie in der Lendengegend etwas fester. Nach zwei Akupunkturbehandlungen und etwas Chirotherapie war das einige Zeit später wieder gut. Aktuell ist sie sogar beweglicher als vorher in dem Bereich. Eines abends kam sie nur schwer aus der Box. Konnte das linke Hinterbein nur schwer nach vorne holen. Da sie an der Innenseite an den Muskeln druckempfindlich war, denke ich, sie hatte sich irgendwie was gezerrt . Aber es hätte auch ein Kreuzverschlag sein können, den Symptomen nach. Zum Glück ging sie am nächsten Tag dann doch wieder viel besser und weitere 2 Tage war alles wieder OK. Man muß ja auch mal Glück haben. Die Tä, die kurz darauf im Stall war, sagte dazu, daß Jerziba einen eher unempfindlichen Rücken hat. Sie zeigt beim Abtasten weniger Reaktion, als andere gesunde Pferde. Das ist ja auch mal ein Highlight, nachdem sie angeboren Kissing Spines hat.

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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #123 - 25. April 2013 um 16:59
 
Donnerstag, 25.04.2013

Jerziba ist wieder nackig, bis auf die kleine Felldecke auf dem Rücken. Ich habe aber beschlossen, daß ich diese im Sommer auch scheren werde, da bei Regen das Fell zu lange zum Trocknen braucht. Und nach dem Schwitzen beim Reiten ebenfalls.

Leider hat sie durch den Haarwechsel wieder ziemlich abgenommen, sieht eckig aus und rippig. Einzig der gut gefüllte Bauch ist rund. Sie braucht sehr viel Futter, um genügend Energie zu bekommen. Ich füttere daher ncoh Luzerne zusätzlich.
Seit es Gras gibt, hat sie es beim Reiten im Gelände oft wieder recht eilig. Hofft sie doch, am Ende gibt es Gras für sie. Leider ist es ja nachts doch oft noch kalt und es regnet kaum. Daher bin ich da sehr unsicher, ob ich ihr das Grasen erlauben kann. Mal so 2 Minuten nach dem Reiten habe ich sie gelassen.
Beschlagen ist sie vorne jetzt wieder mit NBS Eisen. Damit kommt sie leichter vom Boden weg und stolpert nicht.
Dies Jahr reagiert sie sehr auf die Birken- und Erlenpollen. Die Haselpollen hat sie ausgelassen. Sie zeigt kein Asthma, wie die letzten Jahre, aber ist auf den Bronchien ziemlich verschleimt und hustet mehr. Ich gebe Echinacea comp. um zusätzlichen Bakterieninfekt zu minimieren. Es müßte dringend mal regnen.
Vorgestern wurde sie von einem Mitbewohner durch Bisse attackiert und ging in Panik durch den E-Zaun in den Obstgarten. Zum Glück wurde dies beobachtet und sie konnte rechtzeitig eingefangen werden, bevor sie sich den Bauch mit Gras vollschlagen konnte.

LG
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
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Antwort #124 - 03. Juni 2013 um 14:39
 
Montag, 03.06.2013

Jerziba ist seit ca. 3 Wochen komplett nackig und sieht für einen Cushi richtig schick aus. Nur der Bauch könnte etwas schlanker sein. Aber irgendwo muß ja das Futter zwischengeparkt werden, welches die Energie liefern soll. Nachdem das Fell nun nahezu durch ist, hat sie wieder etwas zugelegt. Am Mähnenkamm ist ein kleines Pölsterchen. Aber die Augengruben sind ziemlich trocken. Das ist bei ihr immer der Anzeiger für den Stoffwechsel. Wenn sie sich nicht gerade im Dreck gewälzt hat, glänzt das Fell auch sehr schön.

Sie ist fit und munter, hustet wenig und hat kein Asthma. Die leichte Verschleimung ging mit Echinacea comp. innerhalb von wenigen Tagen weg.

Leider fand ich gestern eine Verletzung im Genitalbereich. Da sie in letzter Zeit ab und an mal Bißwunden an der Hinterhand hatte, nehme ich an, daß der streitlustige Mitbewohner wieder nach ihr gebissen hat. Die Haut war abgeschürft und verschorft und alles dick angeschwollen. Mein Freundin sagte, Jerziba wäre am Abend vorher sehr langsam und schwerfällig und erst nach persönlicher Anrede vom Paddock gekommen. Wahrscheinlich war das erst vorher passiert und sowas tut übelst weh. Nach dem Versorgen der Wunde, wofür sie sich mit einem Kuscheln bedankte, sah das Ganze weniger schlimm aus.

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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #125 - 05. Juli 2013 um 14:57
 
Das Pferd ist munter und gehfreudig. Klar, vor allem, wenn es ins Gelände geht, weil sie da grasen darf. Aber sie ist dabei jetzt gleichbleibend fit. Wenn wir beide zu Fuß gehen, muß  ich schon sehr zügig gehen, um ihr Tempo zu halten und das kontinuierlich über eine Stunde.
Sie hält ihr Gewicht, das Fettpolster am Mähnenkamm ist wieder etwas weniger geworden, dafür sind da etwas mehr Muskeln. Ihr Fell wächst weniger schnell und weniger lang nach. Im Gesicht ist das Fell deutlich kürzer als im Winter und kaum länger, als bei manchem gesunden Pferd. Diese haben ja auch unterschiedlich langes Sommerfell. Ich schere sie trotzdem, da sie mit kürzerem Fell einfach leistungsfähiger ist, weil ihr nicht warm wird und sie schwitzt nicht so leicht beim Training. Auch das Schwitzen, wenn sie abends in den Stall kommt, beobachte ich dann nicht.
Sie darf jetzt 30 Minuten Grasen. Ihre Augengruben sind trotzdem und erstmals seit Jahren, so trocken, wie bei einem gesunden Pferd. Dies beobachte ich sehr deutlich, seit sie Agnus  castus als Dx (Mönchspfeffer homöopathisch) bekommt. Ich habe den Eindruck, daß ihr Gesamtzustand sich dadurch um Einiges noch verbessert hat. Sie bekommt es daher dauerhaft. Zudem ist es preisgünstiger, als die diversen Zusatzfuttermittel für Cushingpferde.
Vor 2 Tagen bekam sie wieder Akupunktur. An dem Tag war sie wetterbedingt gerade mal wieder weniger gut drauf. Die Tä fand blasse Schleimhäute und Reaktion an Lungen- und Milzpunkt. Die Lunge war etwas verschleimt. Ganz klar ihre drei Schwachpunkte. Sie wurde dafür genadelt und reagieret innerhalb von Sekunden. Gestern war sie super gut gelaunt, hellwach, ging in sehr schnellem Tempo vorwärts, hustete nicht ein Mal und die Atmung war frei und ruhig.
Die Verletzung ist schnell und problemlos abgeheilt.
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          Aug. 2017 = 53
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          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #126 - 24. März 2014 um 17:29
 
Eine längere Zeit ist vergangen. Es war mal wieder nicht ganz einfach...

Einen Tag nach der zweiten Akupunkturbehandlung im Sommer 2013 trabte Jerziba an der Longe so voller Stolz und Energie, federnd und locker, wie noch nie und ich war so stolz auf mein Pferd und freute mich so, daß immer noch Fortschritte in ihrem Bewegungsablauf möglich waren. Doch dann, beim Übergang vom Galopp zum Trab, stockte sie ganz plötzlich und humpelte ganz jämmerlich weiter  Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt. Es wurde besser, doch das Lahmen blieb. Ta diagnostizierte ein Vertreten, Verstauchung, etc. klinisch war nichts zu finden. Sie bekam Quadrisol und nach 5 Tagen und Ta Kontrolle ging sie lahmfrei und konnte wieder trainiert werden. Ich schonte sie noch 3 Wochen und ging zu Fuß bzw. machte leichte Bodenarbeit, da ich weiß, daß Verstauchungen nicht in 5 Tagen verschwunden sind.

Durch das Quadrisol bekam sie Durchfall.  Dann gab es durch Wetterwechsel zu warm und schwül immer mal Matschkot und Spritzer an Kotwasser. Heilerde half diesmal nicht wie sonst. Sie fraß ihr Heu nicht auf, nahm stark ab. Ich fand keine Erklärung. Daraufhin gab ich Stullmisan, sie fraß wieder mit gutem Appetit, nahm leicht zu. Die Verdauung wechselte mit dem Wetter. Es gab eine Woche normale Äppel und dann wieder Durchfall.
Es wurde immer öfter Durchfall, leicht Kotwasser immer öfter. Dann gab es die Wurmkur und danach war die Verdauung voll daneben. Auch Stullmisan brachte nichts mehr. Geritten bin ich die ganze Zeit nur noch sehr selten, das Pferd war schlapp und kroch eh nur noch, wenn sie etwas belastet wurde.  unentschlossen Solange sie nichts tun mußte, war sie aber wach und munter.

Ich ließ eine alles umfassende Kotprobe machen mit dem Ergebnis: Streptococcus equi im Darm. Nicht übermässig viel, aber doch genug, um die Verdauung völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Jerziba bekam 3 Wochen ein Antibiotikum nach Antibiogramm. In der Zeit war sie völlig schlapp und kraftlos.   Traurig
Anschließend bekam sie über mehrere Wochen ein Darmaufbaupräparat. Zusätzlich bekommt sie immer noch EMH direkt von Eggersmann. Es dauerte noch lange Zeit, bis sie merklich aufbaute. Der erste Ausritt vor 14 Tagen war bereits vielversprechend. Der zweite Ausritt am letzten Wochenende war schon wieder sehr schön. Die Wiese am Ende des Ausrittes lockte natürlich zusätzlich. Und es war so schön, ein Pferd zu reiten, daß den Kopf trug, statt ihn tief hängen zu lassen und in die Ferne schaute und ungeduldig war, wenn es nicht schnell genug ging und daß nun wieder schneller lief, als das Begleitpferd, was während der letzten Monate genau anders rum war.

Mit dem Frühling und dem Gras kam die Energie wieder und ich hoffe auf eine tolle Sommerzeit mit vielen flotten Ausritten auf einem gehfreudigen Pferd.  Cool

Und genau das wünsche ich Euch auch!  Smiley

Ansonsten geht es ihr gut. Cushingmässig ist nur noch das lange Fell geblieben. Selbst das Pinkeln hat sie um ca. 30-40% reduziert und ist damit im Bereich der Normalos. Ihr Futterzustand ist gut, sie ist sehr gut bemuskelt, der Rücken sieht aus, wie zu ihren besten Zeiten. Gut, daß ich den alten Sattel behalten habe. An Futter bekommt sie viel Luzerne, das tut ihr gut, sie baut leicht Muskeln auf, aber kaum Fett. In die Pollensaison mit Haselnußblüte ist sie sehr dezent gestartet. Sie hustet kaum, zweimal war sie etwas schweratmig. Einmal kam weißer Schleim, der am nächsten Tag Dank Echinacea compositum bereits wieder verschwunden war. So darf es weitergehen.

LG
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Antwort #127 - 11. August 2014 um 15:50
 


Nunja, irgendwie gehts doch nicht immer ganz so, wie man sich das denkt.

Jerziba gehts aber gut. An der Longe und zu Fuß unterwegs geht sie flott vorwärts. Beim Reiten scheint es ihr jedoch an Kraft zu fehlen. An manchen Tagen will sie Renntrab, dann wieder geht sie schleppend, stolpert und ich muß sie treiben. Reiten auf dem Platz ist ihr dann schon mal angenehmer, weil das endet früher, als ein Ausritt.

Mit Beginn der schwülwarmen Zeit fing sie wieder an, etwas Kotwasser und nasse Äppel zu produzieren. Zwischendurch hatte sie auch noch immer mal einen Matschhaufen abgesetzt. Ich war mir daher nicht sicher, ob die Darminfekltion überhaupt völlig ausgestanden war. Trotz Stullmisan-Gabe ging es dann mit Be ginn der Hitze und Gewitterluft Juni-Juli relativ schnell in Durchfall über. Da ich nicht zwingend wieder den teuren Aufwand wie im letzten Jahr betreiben wollte, wenn er denn ohnehin nicht absoluten Nutzen brachte, überlegte ich und ich dachte mir, bei bakteriellem Infekt hilft ja das Echinacea compositum immer so zuverlässig. Da es sich hier auch um Bakterien handelt, das AB möglicherweise doch nicht vollständig gewirkt hat, versuche ich es doch noch mal mit den Selbstheilungskräften. Ich spritzte es ihr 3 Tage in Folge und danach war schon direkt eine Besserung zu sehen. Seitdem  spritze ich 3mal die Woche. Anfangs verschlechterte es sich immer noch bei Wetterwechsel, wenn es feuchtschwül und heiß wurde. Seit ca. 1 Woche ist die Verdauung trotz Gewitterluft und belastendem Wetter ziemlich stabil. Solange das Wetter noch so ist, gebe ich es ihr weiter und werde es dann zum Herbst ausschleichen.
Leider frißt sie zeitweise schlecht, wie oft im Sommer. Das Wetter belastet sie oft, das Heu von bestimmten Weiden schmeckt ihr nicht, sie will lieber Gras. Nachdem ich das Krippenfutter wieder mit dem Mühldorfer Müsli aufgepeppt habe, frißt sie die Krippe wieder leer. Heu mußte ich leider reduzieren, da sie es untergetreten hatte. Sie ist daher ziemlich dünn im Moment. Daher habe ich sie die letzten Wochen bei der schwülen Hitze auch nicht geritten.

Dafür ist ihre Atmung sehr gut. Kein Asthma, sehr selten mal ein paar Huster. Das Fell wächst wenig nach. Im Gesicht ist es knapp 1 cm lang. So kurz, wie am Anfang im Übergang zum Cushing. Die Augengruben sind ziemlich trocken, manchmal völlig trocken. 
An Medikamenten bekommt sie im Moment außer Prascent nur noch Agnus castus gegen das Cushing, Cralonin für das Herz, Equipulmin Gel für die Atemwege sowie Pulmicort und Salbutamol zum Inhalieren gegen das COPD. Demnächst fange ich dann wieder mit Rehmannia 14 an gegen das Cushing. Das hilft ihr einfach mega gut. Daher bekommt sie es jetzt 2mal im Jahr als Kur.

Im Juli gab es dann auch wieder 2mal Akupunktur. Jerziba reagierte auf dem Rücken an verschiedenen Stellen. Nachdem ein Punkt am hinteren Kronrand des Hufes gelasert wurde, waren sämtliche Reaktionen sofort verschwunden! Sie wurde dann einfach noch an ihren bekannten Schwachpunkten genadelt. Beim zweiten Besuch der Tä waren keine Reaktionen mehr festzustellen. Sie wurde einfach nochmal gegen ihre Schwachstellen genadelt.
Danach wurde sie auch langsam etwas fitter und reagiert nun viel weniger auf den Wetterwechsel und der Darm besserte sich spürbar. Außerdem war der urplötzlich wieder mal aufgetretene Gurtzwang wieder völlig weg.
Insgesamt hat sich ihr Gesamtzustand offensichtlich noch weiter verbessert. Sie ist munter und im Umgang ein bißchen frech, wie früher und zur Abwechslung sogar mal wieder rossig.

LG
Maria
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #128 - 20. Januar 2015 um 18:16
 
Nun gibts hier doch mal was Neues, leider nichts Gutes  Griesgrämig

Beim Hufbeschlag Mitte November fand der Schmied bei Jerziba plötzlich eine weiße Linie von ca. 1 cm Breite, wo vorher immer 3-4 mm waren. Sie muß demnach ca. August einen Reheschub gehabt haben. Sie zeigte keine Schmerzen, lief aber dann schon irgendwie total tiefenentspannt. Sie ging langsam, mit großen raumgreifenden Schritten, ließ oft den Kopf tief hängen dabei. An der Longe ließ sie sich dann aber wieder motivieren und ging locker flott vorwärts. Weite Strecken wollte sie aber nicht so gerne gehen, ließ sich ziehen.

Da sie inzwischen 23 war und man halt schon merkt, daß sie nicht gesund ist, habe ich sie etwas mehr in Ruhe gelassen und die Spaziergänge auf kürzere Strecken reduziert, aber auch bis 30 Minuten grasen lassen, wie sonst auch und danach oft noch mal für 20 Minuten an die Longe gehängt. Ihre Augengruben und Beine waren immer trocken, es gab keine Symptome für verstärktes Cushing. Allerdings hatte sie ja immer wieder mit Durchfall und Appetitmangel Probleme. Sie stand neben den anderen Pferden auf einem Einzelpaddock, weil in der Gruppe ein großer Wallach ist, der sie gejagt hat. Mehr Bewegung wäre gut gewesen, aber jagen und beißen ging leider gar nicht, da sie in Panik geriet.

Ich habe dann ein Blutbild machen lassen incl. ACTH. Im Blutbild ist AST und LDH deutlich erhöht, CK und Triglyzeride leicht, Selen deutlich zu niedrig.  ACTH war immer unter 20, ist jetzt bei 63 pg/ml. Da sie soviele Darmprobleme in den letzten beiden Jahren hatte und auf Veränderung bei Pergolid immer heftig reagiert hat, auch mit Durcfall, Kotwasser, Appetitmangel, sind die Tä und ich übereingekommen, daß wir die Dosis zunächst so lassen, beobachten und nach 6 Monaten erneut testen. Denn grundsätzlich fühlt sie sich wohl. Die Müdigkeit und das schlappe kann von dem Selenmangel kommen. Sie erhält daher aktuell Selen und Vitamin E hochdosiert.

Leider kam dann eine Lahmheit hinten rechts dazu. Es fand sich eine mittegradige Verkalkung im Bereich der Gleichbeine an der oberflächlichen Beugesehne. Ich ließ noch den Chiro kommen, der in der Lende Blockaden fand, zusätzlich gabs noch 2mal Akupunktur.

Insgesamt wirkt sie aktuell gehfreudiger. Im Schritt geht sie auch normal, im Trab tritt sie hinten nach wie vor deutlich kürzer und schont häufiger. Tä sagt, nicht zwangsbewegen, aber Paddock wäre gut. In Ruhe lassen und in 6 Monaten könnte sich das erholt haben. (Wobei die Aussichten bei Verkalkung nicht so rosig sind) Leider ist der Paddock eine Schlammlandschaft, was für Sehnen gerade Gift wäre. Sie kommt aber häufig mit einer anderen verletzten Stute für einige Stunden nach daußen, aber die beiden stehen auch nur rum. Ich bewege sie 5mal die Woche. Auch mal an der Longe oder frei auf dem Hufschlag. Das macht sie gern, wenns nicht zu häufig ist. Trabt auch von sich aus. An Reiten ist jedoch schon lange nicht mehr zu denken. Da sehe ich auch keine Zukunft mehr. Wenn sie irgendwann mal wieder locker an der Longe trabt, würde ich mich schon sehr freuen.

Eines Tages sagte dann der Stallbesi, sie kommt morgens schwer hoch, die Vorderhufe rutschen oft weg und sie braucht mehrere anläufe. Also habe ich nun noch gummimatten mit dicken Noppen gekauft und auf die schon mal gekauften Stallmatten, welche leider zu glatt sind, noch obenauf gelegt. Scheint bisher besser zu sein, die Späne rutscht nicht mehr so an den Rand. Gab auch keine Meldung mehr.

Sie ist sonst munter, wach und frech, wie sonst auch. Aber man sieht halt, daß sie nun alt wird. Ende Februar wird sie 24, was für einen Araber natürlich kein Alter ist. Aber sie hat halt zuviele gesundheitliche Probleme und seit 8 Jahren wird sie gegen den hohen ACTH Wert behandelt. Die Symptome waren schon mindestens 3 Jahre vorher zu bemerken, wenn man es gewußt hätte. Sie lebt also seit ca. 12 Jahren mit Cushing. Ihr halbes Leben. Anfangswert ACTH war über 800. Einstieg auf 1 mg Pergolid und ACTH sofort unter 20.
Wenn ich das Geld hätte, würde ich sie nochmal komplett durchchecken lassen. Aber sie kostet jeden Monat eine riesige Summe Geld, die ich leider nicht weiter aufstocken kann, weil ich es einfach nicht habe, selber Behandlungen bräuchte und bei mir deshalb schon einspare. Es tut mir nur in der Seele weh, daß man vielleicht noch mehr machen könnte, aber nicht bezahlen kann. Ich hoffe nur, sie erlebt noch einen schönen Sommer ohne erneuten Reheschub und dann muß ich sehen, wie es ihr weiterhin geht.
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Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #129 - 02. Februar 2015 um 17:33
 
Sie lahmte wieder stärker und ich fand, daß um das Kreuzdarmbeingelenk alles sehr schmerzhaft war. Sie ging richtig runter, wenn man da drückte. Und sie konnte das Bein ganz schwer anheben. Es ging die ganze Hüfte mit hoch und sie kippelte auf den restlichen Beinen. Im Moment behandele ich mit Wärmflasche, Ruhe, nur kurze, langsame Spaziergänge und Massagen. Und es wird besser. Sie reagiert kaum noch auf Druck. Daher gab es mal 3 Tage Schmerzmittel. Vielleicht kommt das Problem generell aus dem Rücken, wie schon am Anfang gedacht und gar nicht aus der verkalkten Stelle in der Sehne.
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Antwort #130 - 30. März 2015 um 17:20
 
Leider ging es ihr wetterbedingt immer wieder schlechter. Das Schmerzmittel hat gar nichts bewirkt.  Irgendwann konnte sie das rechte Bein gar nciht mehr anheben, nur auf viel Druck. Und dann winkelte sie das Hüftgelenk nicht an, sondern hob die ganze Kruppe seitlich an. Habe dann das Bein aufgenommen und anwinkeln lassen und halten. Danach ging es etwas besser, hielt sich aber nur kurz. Ich ging nur noch auf festem Boden zu Fuß. Aber es wurde eher schlechter.

Da keinerlei Besserung in Aussicht war, im Trab iauf Hallenboden starkes Lahmen zu sehen war, wird sie nun seit 2 Monaten von einer Physiotherapeutin behandelt. Diese sagte, das ganze Pferd ist total fest, alles tut ihr weh. Sie kommt nirgends so richtig rein. Konnte den Ursprung der Schmerzen gar nicht finden. Und ein Halswirbel war noch/wieder blockiert. Nach der dritten Behandlung wurde es lockerer und sie stellte dann fest, daß das Problem in der rechten Hinterhand sitzt und von oben, Hüfte/Kreuzdarmbeingelenk ausgeht. So wie ich schon die ganze Zeit vermutet hatte. Sie wurde jetzt 4 mal behandelt und es geht ihr deutlich besser. nach der zweiten Behandlung konnte sie das Bein besser anheben, nach der vierten Behandlung hebt sie das Bein wieder von selbst an und kann es auich halten. Wenn sie es sehr hoch hebt, geht aber die Hüfte noch etwas mit hoch. Sie läuft im Schritt flüsssig, im Trab rechts noch ein wenig steifer. Wir sind bisher nur zu fuß gegangen. Nun soll sie wieder lernne, daß sie keine Angst vor Schmerzen haben muß und etwas Bodenarbeit machen, auf festem Boden und langsam steigern bis mal über eine Stange steigen. Wir gehen davon aus, daß die Ursache eine grobe Verletzung ist. Sie wurde im Sommer, während sie am Boden lag und sich wälzte, von einem anderen Pferd mehrfach übel geschlagen. Sie hatte mehrere Platzwunden und Prellungen, genau auf der Seite, wo sie jetzt die Probleme hat. Und danach fing es auch an, daß sie unsauber lief und dies sich immer mehr verschlechterte. Sie mußte lange in der Box stehen und nun steht sie alleine auf einem kleinen Paddock. Ich hoffe, daß ich sie irgendwann mal wieder an der Hand normal arbeiten kann. Reiten wird wohl eher der Vergangenheit angehören.

Sie ist sonst munter und wach. Doch sobald sie sich bewegen soll, wirkt sie müde und kraftlos und ich muß sie antreiben. Auch nach unseren Spaziergängen ist sie dann oft müde und muß erstmal eine Runde schlafen. Da sie nicht grasen darf, fehlt ihr auch jegliche Motivation sich vorwärts zu bewegen.

Noch konnte ich mich nicht dazu durchringen, die Prascend Dosis wegen des erhöhten ACTH Wertes (63) zu erhöhen, da sie so extrem schnell auf Veränderungen reagiert und mit 1 mg schon hoch dosiert ist, bei ca. 420 kg KG. Was mir auch nicht gefällt, ist, daß sie ein sehr dickes Euter hat, ich nehme an Fetteinlagerung. Auch der Mähnenkamm ist dicker als sonst und an der rechten Seite am Hals, unterhalb des Mähnenkammes und direkt vor dem Widerrist hat sie eine dicke feste Beule, so hoch, wie meine Handfläche und so lang wie meine ganze Hand. Physio weiß nicht, was es ist. Tut auch nicht weh. Fettbeule unterhalb des Mähnenkammes? Sonst ist sie eher dünn, Rippen gucken raus. Hinterbeine sind dünn, Kruppe hohl, da sie ja kein Training hat. Wenn ich sie schere, sollte das Wetter mal besser werden, dann sieht sie wieder ziemlich verhungert aus. Aber das war um diese Jahreszeit eigentlich immer so, seit sie Cushing hat.

Atemtechnisch geht es ihr gut. Sie hat kaum Husten, keinen Schnupfen und nur ganz selten mal etwas angestrengte Atmung. Auch die Verdauung war den ganzen Winter über gut. Letzte Woche gab es mal etwas Kotwasser und Matschhaufen zwischendurch. Dank Echinacea comp. ist dies schon wieder deutlich besser. Dies wechselhafte, anstrengende Wetter ist nichts für sie.

LG
Maria  unentschlossen
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Antwort #131 - 07. Mai 2015 um 16:47
 
Donnerstag 07.05.2015

Wir sind viel zusammen gelaufen und Jerziba läuft dabei nun schon besser und flotter. Manchmal schon richtig zügig. Hängt noch immer auch vom Wetter ab. Auch das Bein und die Möglichkeit der Belastung sind noch wetterabhängig.

Bei der letzten Behandlung war die Physio nicht so zufrieden, da sie bei Jerziba nicht spürbar weiter kam. Sie ist immer noch recht fest und sie kam auch nicht weiter in die Tiefen Muskelschichten als vor 4 Wochen zuvor. Vorher hatte sie sich angesehen, wie Jerziba auf dem Reitplatzboden läuft und war doch überrascht, wieviel besser es geht. Auf der rechten Seite, da wo das kranke Bein ist, trat sie noch etwas kürzer, vor allem im Trab. Aber insgesamt war ein deutlicher Fortschritt zu sehen. Ich soll sie nun vermehrt auffordern, fleißiger zu gehen, sie zu biegen, viel Rückwärts, Schulterherein, über Stangen treten und wenn sie mag, auch mal Traben. Aber  alles nach Bauchgefühl, wie sie gerade kann.

Am 3. Tag nach der Behandlung ging leider noch gar nichts. Sie hüpfte im Trab mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig über die Stange, weil sie sie nicht auseinander bekam. Ich habe dann aufgehört. Es ging einfach gar nicht. Seitdem gehen wir nur noch mit Gerte raus und ich ticke sie immer wieder an, wenn sie schlurft, um sie zu erinnern und aufzufordern, das Bein wieder mitzubenutzen. Es war, als ob sie dachte, sie soll weiter ihre Schonhaltung behalten und im Schneckentempo weiter so kriechen. Als dann die Erstverschlechterung durch die Physio wieder nachließ, stellte sie dann fest, daß es doch geht, schneller zu laufen, das Bein zu heben und lang nach vorne zu strecken. Und offensichtlich auch alles, ohne daß es groß weh tut. Nachdem sie das erkannt hatte, wurde sie mutig und ließ am WE an der Longe dann schon mal wieder etwas von ihrem Temperament erkennen. Renntrab ging schon ganz gut und dann ging sie in Galopp, also Karnickelgalopp, beide Beine hinten gleichzeitig und total verspannt. Aber sie freute sich total. Vor 2 Tagen waren wir wieder auf dem Platz und sie konnte über 3 Stangen traben, bißchen stacksig noch, aber richtiger Trab. Und danach im Galopp zeigte sie schon richtigen Dreitakt. Durchgedreht Sieht so aus, als ob ein Teil der Blockade in ihrem Kopf ist, Angst vor Schmerz. Nächste Woche kommt die Physio und ich bin gespannt, was sie sagt.

Auch ihre Gehfreude ist wieder da. Sie darf zwar noch nicht grasen, aber Sträucher lasse ich sie fressen und so hat sie immer ein Ziel, wenn wir draußen gehen und geht gut vorwärts. Sie sieht wach und freudig aus und viel jünger im ganzen Ausdruck. Hoffentlich geht es weiter so gut aufwärts mit der Omi.  Zwinkernd
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Antwort #132 - 12. Juni 2015 um 18:40
 
Hier ging es weiter langsam bergauf.  Durchgedreht Ich habe dann schon angefangen, 30 Minuten auf dem Platz zu üben, da sie dann besser durchtrainiert war, als wenn ich vorher mit ihr spazieren war und dann nur 15 Minuten auf dem Platz. Sie hatte an Kondition zugenommen und  konnte 30 Minuten Bodenarbeit und Longenarbeit mit viel Trab, auch Galopp und viel Pausen gut durchhalten. Sogar über die Stangen springen machte ihr richtig Spaß.  Danach war das Bein lockerer als vorher und sie ging kraftvoll über den Rücken. Insgesamt lief sie sehr flott und beweglich vorwärts, wenn wir spazieren gingen.

Leider hat dann jemand alle Pferde zusammen von den verschiedenen Paddocks zusammen zum Stall laufen lassen und Jerziba wurde gebissen und gejag, ging durch die Absperrung und was noch alles, weiß ich nicht.  Schockiert/Erstaunt  Ärgerlich Auf alle Fälle lahmt sie danach wieder deutlich. Bein heben und nach vorne geht wieder schwer und sie sagt, es tut richtig weh. Laufen macht weniger Spaß, Bodenarbeit geht eigentlich gar nicht und auf dem Rückweg vom Spazierengehen sieht man, daß sie schont. Am Dienstag kommt nun wieder die Physio und ich hoffe, sie kann es kurzfristig wieder in den Griff bekommen, sonst ist der Erfolg von monatelangem Üben einfach weg. Vorerst gehen wir nur wieder Spazieren. Es ist extrem frustrierend sowas  Traurig. Nur weil jemand aus reiner Faulheit nicht nachgedacht hat  Ärgerlich

Zum ersten Mal seit sie Cushing hat, hat sie den ungeschorenen Rücken bis Ende Mai selbstständig fast völlig abgehaart. Das Fell ist sommerlich dünn, aber stellenweise 2-3 cm lang. Da es hier überwiegend kühl ist, lasse ich es vorerst so, da sie kaum schwitzt. Es ist besser für den Rücken. Seltsam ist nur, daß immer größere Teile im Haarwechsel fettig und schuppig sind. Sie ist sehr dünn auf der Kruppe, die Rippen sehen durch. Aber das ist im Frühjahr eigentlich immer so. Fotos kommen noch  Zwinkernd.
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Antwort #133 - 16. Oktober 2015 um 18:20
 
Freitag, 16.10.2015

Endlich mal ein Update von uns...  Zwinkernd

Jerziba bekam nach der Angriffsattacke 2mal in kurzen Abständen Physiotherapie und danach ging es langsam wieder aufwärts. Anschließend noch 2 mal Akkupunktur. Nach der zweiten Behandlung lief sie ganz leicht, wie eine Feder. Ein paar Tage pieselte sie viel, da die Nieren aktiviert wurden. Die Tä hatte aber nicht viel gefunden, ihr Gesamtzustand war recht stabil geblieben. Sie hatte dann das Bein gezielt behandelt, viel mit Laser. Sie sagte, daß es sich ihrer Meinung nach um einen großen alten Bluterguß handelt, der zu Narbenbildung und Verklebungen im Gewebe geführt hat. Man spürt deutlich, daß man erst nicht in die Muskelschichten rein kommt und nach einer Weile lösen geht es besser. Das war ja genau das, was ich die ganze Zeit schon gesagt hatte, man spürt die Narbe ja auch. Aber die vor Ort behandelnde Tä hatte dies wegen der leichten Kristallbildung im Fesselbereich nicht weiter verfolgt. Diese Kristalel scheinen sie aber überhaupt nicht zu beeinträchtigen. Und deswegen sollte ich sie in Rente schicken!  Ärgerlich Nach der Aku bekam sie erneut eine intensive Physiobehandelung, nach der sie ca. 10 Tage schlecht lief. Danach besserte es sich stetig. Insgesamt ist es aber noch sehr wetterabhänging. Wenn sie kalt wird, liegt sofort Spannung drauf und sie tritt kurz und mag nicht traben. Warm halten ist also angesagt. Physiotherapie macht erstmal Pause, da ich sie zunächst mit Training weiter bringen möchte.

Ich habe das MSM im Sommer dann eingeschlichen. Sie frißt es im normalen Müslifutter problemlos mit. Ich habe von 5 Gramm auf 10 Gramm gesteigert. Nach einigen Wochen fand ich, daß das noch nicht reicht und bin versuchsweise auf 15 Gramm gegangen, die sie noch immer bekommt. Nach einiger Zeit wurde sie immer lebhafter und voller Energie. Das Selen trug sicher auch dazu bei, damit ging es ihr ja schon immer besser. Sie wirkt um Jahre jünger, ist oft übermütig und frech, auf unseren Spaziergängen komme ich manchmal kaum mit wegen Problemen im Fuß.  Durchgedreht

Aktuell arbeiten wir 2-3mal pro Woche an der Longe, ganz normal wie vorher auch, mit dem Schwerpunkt, Losgelassenheit und Belastbarkeit zu verbessern, aber immer mit Rücksicht bei schlechten Tagen. Sie ist im Moment sehr motiviert, temperamentvoll und ziemlich lauffreudig. Sie will immer wieder rennen und bockt auch schon mal ab. Also ein echter Araber. Durchgedreht   Ihr Bewegungsablauf ist recht gut. Es fehlt noch ein wenig an Losgelassenheit, sie hat noch oft Angst vor Schmerzen, tritt dann etwas zögerlicher mit dem Bein. Wenn es so bleibt und ihr Zustand stabil wird, dann werde ich mal wieder den Sattel drauf legen und zu Fuß ins Gelände gehen und einfach mal ein paar Minuten reiten. Mal sehen, was passiert. Ich glaube, sie hätte Spaß dran, denn mit mir am Strick kommt sie oft nicht schnell genug voran.  Augenrollen

Seit keine Pollen mehr fliegen ist sie atmungstechnisch gut drauf, ich lasse sie 1mal pro Woche inhalieren oder nach Bedarf. Sie hustet kaum.

Seit das neue Heu gefüttert wird, frißt sie wieder viel besser und nimmt sie wieder gut zu. Dadurch ist die Oberlinie an Hals und Rücken wieder fast normal bemuskelt. Nur die Kruppe ist noch eckig. Das Fett am Euter ist deutlich zurück gegangen. Die seltsame Beule an der rechten Halsseite ist deutlich zurück gegangen und fast weg. Ich denke, das war doch eher ein übermässig falsch belasteter Muskel durch die Schonhaltung. Ich habe sie nur 15 Minuten Gras fressen lassen täglich und es ist kein Anzeichen einer erneuten Rehe aufgetreten. Jerziba akzeptiert dies relativ gelassen. Bleibt ihr ja auch nichts anderes über.  Zwinkernd
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Antwort #134 - 06. April 2016 um 18:02
 

Mittwoch, ´6. April 2016

Ich denke, es ist nun mal wieder Zeit, das Tagebuch auf den neuesten Stand zu bringen  Zwinkernd

Jerziba wurde am 28. Februar 25 Jahre alt und hat den Winter wieder gut überstanden  Durchgedreht.

Seit 9 Jahren wird sie nun gegen Cushing behandelt, seit mindestens 12 Jahren hat sie Symptome.
Das Blutbild Ende Dezember ergab einige leicht verschobene Werte und ACTH von 83   Schockiert/Erstaunt Griesgrämig. Das war dann schon ein Schocker. Wir haben nach 6 Wochen kontrolliert und er lag bei 19  Durchgedreht. In der Zwischenzeit hatte sie ihre chinesischen Kräuter gegen Cushing bekommen und die Tä sagte, das dürfte daran liegen. Weiter haben wir daher nichts unternommen. Sie zeigt auch keine Symptome. Im August prüfen wir den ACTH erneut, da der Wert in dieser Zeit in der Regel den höchsten Stand hat. Ich hatte von der Tä noch zwei Proben von Corticosal erhalten, welches sie ebenfalls ca. 6 oder 8 Wochen bekommen hat. Eine Veränderung dadurch habe ich nicht gesehen. Sei braucht es daher wohl nicht. Die chinesischen Cushing Kräuter halte ich auch für wirkungsvoller. Denn die Micronährstoffe im Corticosal finden sich auch im Rehefutter. Da fehlt ihr nichts dran. Und Mönchspfeffer bekommt sie kurweise als Agnus castus homöopathisch.

Wir haben den Winter über viel trainiert, so wie Jerziba es vom Bein her vertragen konnte. Bodenarbeit und Longe. Je nach Wetterlage lief sie gut oder staksiger. Es wurde aber immer besser. Aber wir haben auch viele Spaziergänge gemacht.
Atmungstechnisch war sie sehr gut drauf, wir konnten bis Anfang Januar das Inhalieren ausfallen lassen. Ich fütterte viel eigenes Heu zu und sie baute muskeltechnisch wieder gut auf und sieht fast aus wie ein gesundes Pferd. (Ich weiß, Fotos. Kommen bestimmt noch...) Die komische Beule am Hals ist wahrscheinlich laut einer dritten Tä ein Biß, ein alter vernarbter Bluterguß. Pferde beißen sich gerne gegenseitig am Widerrist in den Mähnenkamm, meinte sie. Damit könnte sie recht haben, da diese Beule innerhalb von 14 Tagen gewachsen war. Zudem nur auf einer Seite und am Mähnenkamm ist nur mittig wenig Fett. Es war die Zeit, als wir sie aus der Herde genommen haben wegen ständigem Mobbing. Man sieht auch, daß die Beule eher rund ist. Das würde also passen. Zudem verändert sie sich doch nicht, wie ich vermutet hatte. Das lag eher am langen Winterfell.

Im November fiel mir eines Tages auf, daß sie in der Biegung nach rechts mit dem Kopf schlug. Habe dann nochmal Physiotherapie machen lassen. Die Physiotherapeutin war aber überrascht, wie gut es ihr wieder geht. Gerechnet hatte damit auch keiner mehr. So richtig gut war es mit dem Kopf danach aber noch nicht. Im Januar fing ich wieder mit Akupunktur an. Diese Tä macht auch Chiropraktik. Sie fand, daß das Zungenbein blockiert war und schief und der erste Halswirbel saß schief. Das Zungenbein konnte sie sofort lösen, der Halswirbel benötigte 3 Behandlungen. In Kombination mit Akupunktur lief sie danach beser. Durch intensives Biegen wurde sie immer gelöster und geht heute wieder problemlos in Rechtsbiegung.
Mit den wärmeren Temperaturen geht sie auch flüssig und locker, schön über den Rücken. Selten mal ist ein Tag dabei, wo das Bein etwas hakt. Seit wir den Reitplatz wieder nutzen können, statt der kleineren Halle, hat sie auch wieder große Freude am Bewegen entwickelt und vor allem am Rennen. Mal rennt sie Runde um Runde, mal bockt sie und läßt die Sau raus. Da denk ich manchmal, sie sieht aus wie 6 und nicht wie 25.  Durchgedreht Cool Zwinkernd

Dann kamen die Pollen und sie hatte plötzlich angelaufene Beine, Kotwasser und Durchfall, der auch auf Stullmisan und Echinacea comp. nicht wirklich wie gewohnt reagierte. Auch nieste sie viel Wasser ab. Ich wartete nicht lange und ließ erneut Akupunktur machne. Am morgen während der Behandlung kam noch Kotwasser und die Beine waren dick.  Am Abend kein Kotwasser mehr und die Beine waren trocken. Auch die Atmung war freier. Sie spricht so deutlich an auf Akupunktur. Das ist sowas von genial. Bisher ist alles wie es sein soll. Sie bekommt nun noch chinesische Kräuter für den Stoffwechsel und erhielt eine zweite Akupunktur gestern. Und nun hoffen wir, daß es alles wieder weiter rund läuft. Der Sattel und das Zubehör sind schon geputzt und ich longiere jetzt mit Longiergurt, nur damit sie sich an den Druck wieder gewöhnt. Mit Gurt hat sie es ja nicht so. Und dann werd ich sehen, was sie zum Sattel und wieder mal Reiten sagt  Zwinkernd.


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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #135 - 03. Juni 2016 um 15:42
 
03.06.2016

Ca. 14 Tage nach der letzten Akupunkturbehandlung fing sie wieder an, Matschhaufen und nasse Äppel zu produzieren und auch etwas Kotwasser. Die Beine liefen ebenfalls wieder an und sie begann mehr zu pieseln.  hä?
Ich habe abgewartet, ob es eine kurzfristige Reaktion auf die Akupunktur und die neuen chinesischen Kräuter sein könnte. Doch es blieb dabei. Auf Anraten meiner Freundin ließ ich dann mal die Handvoll Weizenstroh weg. Innerhalb von 3 Tagen war das Kotwasser weg und die Äppel wurden trockener. Ohne weitere Unterstützung ist das bis jetzt so geblieben. Die Beine sind wieder klar und die Box ist trocken. Die TCVM Tä riet vor Jahren schon das Weizenstroh mal wegzulassen. Damals sahen wir keine Veränderung. Wenn man sieht, wie oft bis zur Ernte Weizen auf dem Feld vergiftet wird, wundert es mich nicht wirklich, daß empfindliche Tiere darauf reagieren. Menschen wahrscheinlich auch... Aktuell hat sie bei Wechsel zu sehr nassem und schwülem Wetter mal einen Matschhaufen, aber das wars dann auch.

Atmungstechnisch ist sie im Moment ziemlich gut drauf, eher selten mal, daß sie etwas gepreßt atmet. Nur einmal bisher konnte ich Giemen hören. Gelegentlich kommt Schleim aus der Nase, der sie aber nicht behindert. Dagegen gibts dann mal Echinacea comp.

Nach den Eisheiligen habe ich dann komplett geschoren. Bis dahin hatte ich den Rücken noch lang gelassen, um der Kruppenmuskulatur noch etwas Schutz zu geben. Leider zeigen sich in dem langen Fell jetzt immer mehr dicke fettige Schuppen, das Fell läßt sich dort büchelweise auszupfen, was ich auch getan habe. Nach dem Scheren war dies vorbei und das neue Fell schnell nachgewachsen. Jetzt sieht sie wieder metallisch glänzend schick aus und sie hat wieder oft den frech-lustigen Gesichtsausdruck, der sie jugendlich und übermütig aussehen läßt und man sieht noch kaum ein weißes Haar. Meine Alte  Kuss

Am Himmerfahrtsfeiertag habe ich sie longiert und dann den Sattel aufgelegt. Sie sah sehr zufrieden und fröhlich aus, lächelte und wollte gleich hinten vom Hof zu den Weiden gehen und natürlich grasen. Wir blieben aber 5 Minuten auf dem Reitplatz und sie lief kraftvoll untertretend und tragend und federnd in der Hinterhand und schön über den Rücken. Man spürte nichts davon, daß sie dort so eine schwere Verletzung gehabt hat. Sie bot von sich aus Bahnfiguren an.

Am letzten Sonntag habe ich sie dann wieder gesattelt, wobei sie noch immer gut gelaunt war und sehr angeregt. Sie wußte es, heute gehts raus. Wir ritten in Gesellschaft aus, das heißt, ich lief die ersten 15 Minuten und stieg dann auf. Sie ging sofort sehr zügig vorwärts, ganz anders als an der Hand und hatte es eilig.  Durchgedreht Ging dabei wieder sehr schön über den Rücken und mit lockerer aktiver Hinterhand. Es war so, als ob ich nie 2 lange Jahre Pause gemacht hätte. Cool  Sie reagierte auf alle Hilfen so fein wie gewohnt und konnte die Lektionen wie täglich geübt. Es ist überaus faszinierend, was Pferde für ein gutes Gedächtnis haben. Nach 15 Minuten lief ich weiter und auf dem Rückweg stieg ich nochmal für ca. 8 Minuten auf, dann meinte sie, ich sollte nun absteigen und sie grasen lassen. Sie war danach fit und munter und verdrückte später mit großem Appetit ihr Heu.
Am Dienstag an der Longe war das Bein etwas hakelig und sie insgesamt eher lustlos. Das extrem feuchte, schwüle, gewittrige Regenwetter ist für alte Verletzungen halt nichts. Meine Arthrose macht auch Schmerzen. Gestern war sie aber eifrig zu Fuß unterwegs um zu grasen. Wenn das Wetter nicht zu belastend ist, werden wir am Sonntag wieder ausreiten. Niemand hätte je gedacht, daß dies alte Tier jemals wieder reitbar werden würde. Aber Jerziba ist das beste Beispiel dafür, daß gezielte Behandlung sowie Beharrlichkeit und Geduld sich langfristig auszahlt  Cool
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #136 - 16. Juni 2016 um 14:07
 
16.06.2016

Hier kommen nun erste Fotos.

Mai 2015
...

Kruppe und Rücken mit zurückgebildeter Muskulatur.
...

Die Beule am Hals auf der Mähnenseite
...
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Antwort #137 - 16. Juni 2016 um 14:10
 
Weiter gehts mit

Mai 2015
nochmal die Beule am Hals
...

Gesamtbild
...

Fotos machen ist sowas von öde  Augenrollen
...

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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #138 - 16. Juni 2016 um 14:15
 
Und nun Oktober 2015 nach 14 Physiotherapiebehandlungen und 2mal Akupunktur

...

Langsame Verbesserung

...


Rechts Kruppe, mitten in der tiefsten Stelle war die Trittverletzung
...

...

Auch die Beule nun schon wesentlich flacher
...
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #139 - 16. Juni 2016 um 14:25
 
Und nun aktuell

2016

Anfang April, mein Stinki  Kuss,   frisch geschoren und endlich wieder mit Muskeln   Durchgedreht
...

Ende April
...


...

Die Beule
...


Hallloo, können wir jetzt endlich aufhören und raus gehen?!?!?!?!  Laut lachend Zwinkernd

...
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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