Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 86603 mal)
Teddy
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Antwort #100 - 28. März 2011 um 15:09
 
Montag, 28.03.2011

Entwarnung  Smiley

Der Ta kam am Freitag abend doch noch. Hat sich das Bein gründlich angesehen. Sehnen OK. Nochmal Huf abgedrückt. An beiden Trachtenecken leichte Reaktion. Beim Gehen geradeaus deutlich besser. Lahmen, aber kein Humpeln mehr. Auch im Trab nicht deutlich stärker. Dann Beugeprobe des Fessel- und der Hufgelenke. Deutliche Verschlechterung. Er sagte, eindeutig Stützbeinlahmheit, nicht Hangbeinlahmheit (Schulter). Daß sie so schlecht kreuzen kann, könnte daher kommen, daß dabei der Huf bzw. die Gelenke in Schrägstellung kommen und seitlicher Zug ausgeübt wird. Dies könnte vermehrt Schmerzen verursachen. Wahrscheinlich hat sie sich übelst vertreten und sämtliche Hufgelenke haben was abbekommen.

So schön es für sie ist, auf dem Ganztagspaddock in der gemischten Gruppe zu sein. Aber das Risiko für Verletzungen ist da doch einfach größer. Sie ist noch immer die Rangniedrigste und muß sich immer wieder mit dem Frust  der anderen auseinandersetzen bzw. davor flüchten.

Sie soll weiterhin noch auf das abgetrennte Paddockstück, 20 Minuten Führen pro Tag und bekommt als Entzündungshemmer Quadrisol statt Phenylbutazon. Nach 5 Tagen sollte sie lahmfrei sein. Schauen wir mal Zwinkernd.

Sie hatte am nächsten Tag schon Durchfall, obwohl sie dies Präparat besser verträgt. Und frißt auch gleich ihr Krippenfutter nicht mehr auf, sodaß ich die Rübenschnitzel ganz weggelassen habe samt dem Soja. Schade das alles, sie ist so gut bemuskelt zur Zeit. Dafür lief sie schon um Klassen besser. War sogar richtig munter  Augenrollen.

Gestern lief sie auf gerader Strecke schon richtig gut. OK, mit Schmerzmittel. In der Wendung immer noch steif und kreuzt hinter dem anderen Bein.

Aber OK. Das scheint dann soweit nicht dramatisch zu sein. Jetzt gehen wir mal eine Weile zu Fuß und dann wird sich das mit der Zeit wieder geben, denke ich.

LG
Maria
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #101 - 15. April 2011 um 16:45
 
Freitag, 15.04.2011

Nun ja, 1tens kommt es anders, 2tens als man denkt...
Leider!

Nachdem das Quadrisol abgebaut war, genau eine Woche nach Beginn, lahmte Jerziba wieder deutlich und es war deutlich Puls auf dem Bein. Ta war am nächsten Tag mittags im Stall und meinte, da muß sie sich wohl nochmal vertreten haben. Sie nickte nur minimal im Trab und nicht bei jedem Schritt, nur gelegentlich. Aber zu 90 % wäre es OK. Aber es war deutlich besser als am Abend. Diesmal gabs 3 Tage Metacam. Danach sollte sie damit durch sein. Bewegung wieder zurück auf 20 Minuten. Wir waren schon bei 45.

Sie lief mit dem Metacam gleich wieder locker und entspannt. Nach 4 Tagen war abends der FEsselkopf deutlich angelaufen und unterhalb des Karpalgelenkes ca. 10 cm nach unten verlaufend in der Rinne zwischen den Sehnen eine weiche Schwellung. Kein Puls. Am nächsten morgen war das Bein normal sagte meine Freundin. Am Abend sah es aus wie am abend zuvor. Ich ließ sie unterwegs kurz neben mir traben. Sie schien manchmal minimal zu ticken. Aber das kann auch vom Bewegungsablauf so ausgesehen haben. Schwer zu beurteilen. Am nächsten morgen war sie stocklahm beim Führen zum Paddock über den Reitplatzboden. Ta kam mittags. Als ich sie reinholte lahmte sie auch auf dem harten Boden im Schritt und das gehen fiel ihr schwer. Ta fühlte die Sehen ab und in der Mitte zwischen Karpalgelenk und Fesselgelenk reagierte sie sehr heftig bei Druck auf dem Fesselträger. Ich hatte da nach dem 2ten erneuten Lahmen schon mal im Stand etwas gedrückt udn meinte eine minimale Empfindlichkeit zu spüren. Aber ich bin kein Ta, um das Beurteilen zu können. Das ist für Jerziba jetzt nicht so wirklich gut, sagte ich und er bestätigte dies. Sie bekam eine Spritze und einen Verband, denn durch die Schwellung wäre der Ultraschall nicht optimal beurteilbar. Und sie hat Boxenhaft. Samstag früh klären wir telefonisch, ob an dem Tag noch der Ultraschall gemacht wird, oder vielleicht doch erst Montag. Gestern abend stand sie in der Stallgasse und schonte das Bein. Sie belastet es auch im Stand nur eingeschränkt. Als ich kam, lag sie in der Box und schlief noch lange. Sah danach müde aus. Der Kreislauf geht ohne Bewegung natürlich runter.

Ich frage mich, woher diese Sehnenprobleme plötzlich kommen. Ihre Beine waren immer absolut belastbar. Ob das Cushinggeschehen dafür verantwortlich ist? Trotz der Behandlung? Im Vorfeld hatte sie ja eine Weile Fesselringbandprobleme. Die traten aber nie wieder auf.

Für Jerziba wäre ein Sehnenschaden der absolute GAU. Denn sie braucht den Aufenthalt und die Bewegung an der Luft wegen ihrer Pollenallergie, welche gerade jetzt ihre Blütezeit hat. Bei Asthma und vermehrter Schleimbildung ist das genau das Gegenteil von dem was sie braucht.

Jerziba tut mir unendlich leid. Ihr Leben ist eh schon eingeschränkt im Vergleich zu einem gesunden Pferd und dann noch ein solcher Einschnitt. Sie ist so ein freundliches nettes Pferd. Sowas hat sie nicht verdient. Sie ist doch eh schon ihr ganzes Leben immer wieder krank gewesen. Und gerade nach dem langen Winter im Winterschlaf ist sie jetzt munter und gehfreudig. Den Winter über hätte das weniger ausgemacht, als den Sommer eingeschränkt verbringen zu müssen. Zum Winter hin gehts dann vielleicht gerade wieder. Bisher hat sie geduldig mitgemacht, wenn sie auch immer wieder zeigte, daß sie ein "normales" Pferdeleben auf der Weide vermißt. Über Monate muß sie wahrscheinlich täglich inhalieren. Vorausgesetzt, das reicht überhaupt aus, um die Lunge halbwegs frei zu bekommen. Dazu ewig lange Boxenhaft, denn auf dem kleinen Paddock turnt sie auch ab und an rum, wenn die anderen Herden reinlaufen. Das Risiko ist da einfach zu hoch. Wir wissen daher nicht, ob sie diese lange Zeit physisch und psychisch überstehen kann und ich mache mir Gedanken, ob ich ihr dies überhaupt zumuten kann. Denn sie kennt den Ausgang nicht und weiß nicht, daß diese Zeit irgendwann vielleicht ein Gutes? Ende hat. Ich weiß nicht, ob sie damit klar kommt. Sie quängelt so schon gerne rum, wenn sie nicht genug Freiheit bekommt. Ich mach mir echt große Sorgen. Abgesehen von dem Zeitaufriß und der finanziellen Seite, das auf mich zukommt. Das wird echter Streß.

Ich hoffe sehr, daß beim Schallen kein allzu großer Schaden entdeckt wird. Obwohl ich Schlimmes befürchte, so wie sie lahmt. Aber sie gehört auch zu den Pferden, die zwar nicht jammern, aber Schmerz sehr früh und deutlich anzeigen.

Traurige Grüße
Maria
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #102 - 29. April 2011 um 18:45
 
Freitag, 29.04.2011

Beim Schallen des Beines wurde nichts gefunden  Durchgedreht. Überbleibsel der Sehnenscheidenentzündung von 2005 und den Fesselringbandentzündungen. Aber dies unauffällig und OK. Sehnen ansonsten völlig OK. Sie bekam einen neuen Verband, der 2 Tage drauf bleiben sollte. Und durfte 20 Min gehen auf Straße.

Als ich dann den Verband abnahm, sah ich gleich, daß das Bein wieder dicker war. Innerhalb kurzer Zeit lief es an und am nächsten Morgen war es prall wie ein Ballon. Dazu durfte ich es nicht berühren, die Haut war geschwollen und dick, beim Gehen lahmte sie Griesgrämig. Ich wartete einen Tag ab und rief den Ta, als es sich nicht änderte.

Wir hatten so eine Entzündung schon mal wegen eines Verbandes während der Fesselringbandentzündung. Unter dem Verband wird die Haut feucht und damit kommt sie nicht klar. Ta sagte, er versteht es nicht wirklich. In dem Verband war ein Antihistamin, welches sowas verhindern sollte. Aber als Allergiker kann sie halt auch dagegen allergisch sein. Kann man nicht ausschließen. Nun sollte Perkutin Paste aufgetragen werden und nach 3 Tagen sollte es OK sein. Es war nach 5 Tagen annähernd OK.

Dazu kam durch das anhaltende warme trockene Wetter der extreme Pollenflug und Jerziba reagierte ziemlich mit Asthma. Ich entschied daher, daß sie nun komplett im Stall blieb, auch nicht an den Anbinder gestellt wurde im Hof. Denn dort blühte alles was konnte und es flogen Wolken von Pollen durch die Luft. Alles war gelb, einschließlich der Nüstern von Jerziba. Menschlichen Allergikern wird ja auch empfohlen, im Haus zu bleiben. Die Tä, welche selber Erfahrung mit einem Allergiker hat, gab mir noch Salbutamol zum Inhalieren, zusätzlich zum Cortison. Das war die Lösung. Es wirkt innerhalb von Sekunden. Die Lunge ist frei und der Schleim kann abfließen. Durch den Regen ist die Luft wieder freier von Pollen und sie atmet nun wieder frei und ohne Inhalieren.

Zwar hatte sie jetzt vom Stehen angelaufene Beine, aber das war eher das kleinste Übel. Die allergische Reaktion ließ etwas nach, das Bein wurde wieder dünn. Wir laufen inzwischen 30 Minuten, insgesamt 10 Tage lang. Dann sehe ich weiter, ob sie wieder auf den kleinen Paddock alleine kann. Auf dem Rückweg gehen wir an einer kleinen Wiese vorbei. Dort darf sie 5-10 Minuten grasen. Dadurch hat sie eine Motivation und Freude.
Dank der Frequenzbehandlung von Simba ist sie super entspannt, klagt nicht, ist ruhig in der Box, macht mittags ein Schläfchen, frißt gut und vor allem, sie ruft nicht, wenn ich komme. Da sie das macht, wenn sie unzufrieden ist, weiß ich, daß es für sie OK ist.

Da wir nur Straße gehen können und sie zu wenig Bewegung hat, schont sie wieder mal rechts hinten seit einigen Tagen. Da ist der Energiefluß gestört. Dies läßt sich aber mit einer Akupunkturbehandlung schnell lösen.
Durch das chinesische Kraut Rehmannia 14 sind ihre Cushingsymptome wieder deutlich weniger geworden. Über den Winter pinkelte sie wieder mehr, war etwas zu ruhig, und die Augengruben waren nicht so ganz trocken. Die Augengruben sind jetzt völlig trocken und das Pinkeln hat deutlich nachgelassen. Sie verwertet das Futter besser, sodaß ich die Müsli Ration kürzen konnte. Dadurch nimmt sie weniger Fett auf, was ja auch besser ist.

Jetzt müssen wir nur den Übergang auf den Paddock wieder schaffen und dann hoffe ich, daß das Bein endlich Ruhe gibt  Augenrollen.

Liebe Grüße von
Maria
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Antwort #103 - 09. Juni 2011 um 18:34
 
Donnerstag, 09.06.2011

Irgendwie ist das mal wieder nicht unser Jahr...

Das Bein wurde zwar besser, sie lahmte nicht mehr. Aber es war nicht klar. Immer noch leicht angelaufen. Nach zwei absolut asthmafreien Wochen begann das Gras zu blühen und Jerziba reagierte natürlich wieder. Allerdings ohne Husten, Schnupfen, sondern nur mit Asthma, was aber auch unschön war. Sie lief mir trotzdem unterwegs fast davon. Mein eigener Aua Fuß quietschte ganz schön bei dem Tempo, daß sie vorlegte, um an Gras zu kommen. Seltsamerweise scheint sie das Asthma auszublenden. Mit Husten ärgert es sie schon, ohne scheint sie es zu ignorieren.

Sieben Wochen nach dem Beginn des Lahmens und dem letzten Hufschmied Termin war wieder Hufbeschlag fällig und leider konnte ich nicht dabei sein. Aber es kam die Info: es war doch ein Hufabszeß! Allerdings nicht wie von Jerziba anfangs angezeigt, an der Eckstrebe außen, sondern an der Zehe innen vorn. Direkt in der weißen Linie. Möglicherweise war es Bluterguß, der ja auch sehr schmerzhaft ist und der hat sich irgendwann entzündet. Schmied meinte, der Abszeß wäre erst maximal eine Woche alt und war schon schön reif. Das
Bein war zwei Tage später völlig klar, vier Tage später wieder leicht angelaufen und wechselt jetzt mit dem Wetter, mit der Tendenz zum klaren.
Kosten für das Projekt: runde 800 Teuronen. Wobei die einzige gesicherte Diagnose der Hufabszeß ist! Und mein Auto quietscht und heizt nicht mehr...

Eine Woche habe ich ihr noch Einzelpaddock gegeben, dann durfte sie geführt zu der Gruppe auf den Paddock und da sich nichts Auffallendes tat, ein Woche später ganz normal freilaufend mit raus.

Die Atmung wurde wieder besser. Seit Wochen kein Husten. Doch dann fing sie letzte Woche an zu husten und viel klarer Schleim kam aus den Nüstern. Vermutlich hatte sie sich doch mit einen Infekt angesteckt. Ich gab ihr Engystol und sie mußte wieder öfter Cortison inhalieren. Inzwischen ist es deutlich besser. Aber wetterabhängig. Am Dienstag war es mega trocken, aber feuchte Luft und der Weizen nebenan blühte. Sofort war sie wieder asthmatisch und hustete. Gestern nach einem Tag Regen null Probleme. Ich hoffe, daß nun bald mal alles abgeblüht hat und die Pollen weg bleiben.

Dann habe ich auch wieder mal den Sattel drauf gelegt, und bin neben dem Laufen eine Strecke geritten. Ca. 20 Min. Schritt. Und wir freuten uns, daß es nun wieder langsam Abwechslung im täglichen Einheitsbrei geben würde. Doch das war zu früh gefreut.

Am Freitag letzter Woche hatte sie hinten rechts einen dick angeschwollenen Hufabdruck auf dem Röhrbein und über Sehnen. Zwei offene, blutige Wunden, wobei an einer noch ein Hautlappen klebte. Denn mußte ich mühsam lösen, was Jerziba zu zweimaligem Keilen veranlasste. Die Wunden versorgte ich mit Braunovidon und tagsüber bekommt sie eine Bandage drauf, wegen des Staubes draußen. Die Schwellungen behandele ich mit Heparin-Gel. Die Wunden sind sauber, nicht entzündet, die Schwellung geht beim Bewegen zurück. Sie lahmt nicht, geht aber zu Beginn etwas staksig. Das Ganze scheitn sehr schmerzhaft zu sein.  Da ich nicht weiß, ob die Sehnen was abbekommen haben, bzw. ob durch das Ödem die Sehnenfasern unter Wasser stehen und dadurch weniger belastbar sind, gehen wir also weiter täglich eine Stunde im Rennschritt.

Sie hat super schön abgehaart. Sehr schönes glattes, glänzendes Fell. Wobei ich meine, daß das Abhaaren bei geschorenem Fell deutlich schneller geht. Das Fell ist im Vergleich zum letzten Jahr wieder auffallend kurz und auch das geschorene Fell war kaum nachgewachsen. Im letzten Jahr mußte ich alle drei Wochen scheren. Bisher haben wir erst einmal im April geschoren. Ich nehme an, daß hier das Rehmannia wieder seine Wirkung gegen das Cushing zeigt.

Sie verwertet das Futter weiterhin sehr gut. Rübenschnitzel und Soja habe ich auch weggelassen. Sie tut zu wenig und setzt dadurch Fett an. Ist gut im Futter, aber die Kruppe ist eckig. Da fehlt Trab und Galopp bzw. Reiten überhaupt.

Ich weiß, ich kann froh sein, daß ihr nichts Ernstes fehlt. Aber es ist gerade darum auch frustig, nichts weiter tun zu können, als zu Fuß rumzueiern. Das ist auch Jerziba langsam zu öde, denn sie möchte endlich wieder laufen.

LG
Maria  Smiley

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          Aug. 2016 = 48,
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          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #104 - 10. Juni 2011 um 16:12
 
Freitag, 10.06.2011

Gestern abend war Jerziba richtig gut drauf. Atmung war völlig frei nach dem Regen. Sie hat also nur noch Probleme wegen der blöden Pollen. Leider kann man die nicht abstellen und auch die Behandlung mit Cortison bringt keinen dauerhaften Erfolg, weil die Pollen ständig da sind und die Allergie am Leben halten. Das ist frustrierend. Aber wir werden damit leben müssen. Ich frage mich auch, warum Cortison so megateuer sein muß  Ärgerlich. Weil es so oft benötigt wird? Verdient die Pharmaindustrie doch richtig Geld dran.

Dafür kam mir aus dem Wunde mit Hautlappen drüber ganz neu Eiter entgegen gelaufen  Ärgerlich. Auf der Wunde klebten immer noch Haare und der Hautlappen ist zu ca. 3/4 noch durchblutet. Das konnte man nun gestern gut erkennen. Das der also von alleine abfällt, ist unwahrscheinlich, solange da Blut drin fließt. Wenn er denn so verheilt, dann steht er immer ab und kann zu weiteren Verletzungen führen. Also Ta angerufen und gefragt, was nun. Muß er sich ansehen. War heute mittag da. Hat die Wunde gereinigt und zugeklappt und Verband drum. Abwarten, daß es doch irgendwann noch anwächst, der trockene Teil fällt ab. Ich war nicht dabei, weil arbeiten, bekomme aber noch einen Rückruf. Mich beruhigt das jetzt erstmal, denn ich hab wegen sowas schon üble Entzündungen gesehen bzw. gehabt und Einschuß und das kostet dann richtig Geld. Trotzdem werde ich jetzt wieder belächelt, daß ich wegen so einem Kleinkram gleich den Ta hole. Muß ja richtig Geld über haben. Hab ich nicht und gerade deshalb möchte ich, daß es gleich richtig abheilt, um Folgekosten zu sparen.

LG
Maria
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Antwort #105 - 20. Juni 2011 um 17:32
 
Montag, 20.06.2011

Die Wunde war die ganze Zeit unter Verband. Seit gestern ist sie trocken. Deshalb Verband ab, damit Luft dran kommt. Das Bein ist seit einer guten Woche aber klar. Schaun wir mal, inweit das Ganze anwächst.

Gestern nachmittag regnete es und Jerziba atmete danach völlig frei. Ich bin ins Gelände geritten, bei Sturmwind und sie sah sowas von fröhlich und und frech aus. Wollte von sich aus einen Umweg gehen. Ging fleißig und flott vorwärts. Bin zwischendurch ein Stück gelaufen, weil ich sie nicht gleich überfordern wollte. Auch im Trab ging sie schön raumgreifend und gut gelaunt. Sie war danach super fröhlich  Durchgedreht. Endlich mal normales Pferd sein können. Das war auch für mich super entspannend.

Ich wünsche uns öfter mal Regen, damit die Luft sauber bleibt. Ein Bekannter hat auch schon seit Monaten heftig mit Allergie zu kämpfen. Also sind überall so deutliche Reaktionen in diesem Jahr.

Das Fell war dann wieder zu warm geworden und ich habe  sie geschoren und eine superschöne Designerdecke auf dem Rücken stehen gelassen  Zwinkernd. Habe schon eine Bestellung. Foto kommt.

LG
Maria

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          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #106 - 24. Juni 2011 um 18:03
 
Freitag, 24.06.2010

So, hier ist das versprochene Foto mit der schicken Designerdecke  Zwinkernd:


...


Bin diese Woche 3mal geritten und 1mal hab ich longiert. Das war ihr dann doch etwas zu viel Arbeit. Sie war dann entsprechend weniger fleißig auf dem Weg vom Stall weg. Der Rückweg entsprechend flott. Am Mittwoch abend war sie leider in einen heftigen Gewitterschauer auf dem Paddock gekommen und trocknete im Stall dann wohl nur langsam ab, obwohl sie 20 Min in der Abschwitzdecke stand zum Wasser aufsaugen. Gestern ging sie dann ziemlich verspannt im Rücken unter dem Sattel. Mal schauen, wie wir das bei dem Wetter wieder locker kriegen  Ärgerlich.
Dafür hat sie kein Asthma und atmet frei.

LG
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Antwort #107 - 14. Juli 2011 um 18:11
 
14.07.2011

Dies Tagebuch kann öffentlich bleiben.

Der verkühlte Rücken war am nächsten Tag noch etwas fest, doch danach war alles wieder locker.
Die Verletzungen am Bein hinten sind fast abgeheilt. Nur der Hautlappen ist noch verschorft. Der Vorderhuf ist nach dem gefundenen Hufabszeß wieder ohne Befund. Die Hufe sind insgesamt Top. Es gab ein großes Lob von der Huftechnikerin.
Die Atmung ist jetzt besser, nur selten minimal asthmatisch. Es fliegen weniger Pollen und es regnet öfter. Dafür bildet sich durch die sehr feuchte Luft eher mal Schleim.
Am Sonntag war sie topfit und wir waren lange im Gelände, wo sie recht schnell war. Seit Montag ist hier sehr hohe Luftffeuchtigkeit und sie ist ruhiger, dafür konnten wir an der Longe gut was tun, denn der Boden war noch feucht vom Regen. Ganz langsam wachsen auch wieder ein bißchen mehr Muskeln an der Hinterhand.

Das geschorene Fell wächst langsamer, als im letzten Jahr. Und der ungeschorene Teil ist deutlich kürzer. Ich werde ab jetzt wieder einmal im Jahr das Rehmannia geben, denn dadurch werden die Cushing Symptome eindeutig reduziert.

Mit Grasen bin ich sehr vorsichtig. Trotzdem es nur 15 Minuten sind, sind die Augengruben nicht trocken. Aber es sind leichte Gruben erkennbar.

LG
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Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #108 - 22. August 2011 um 18:30
 
22.08.2011

Nichts Neues an der Front.
Je nach Wetter reiten wir oder gehen zu Fuß oder es wird longiert. Die Atmung ist öfter noch immer nicht ganz frei. Aber wir können doch einiges mehr tun. Dadurch verbraucht sie deutlich mehr Energie und ich habe das Futter um Rübenschnitzel und mehr Revital erhöht. Trotzdem hat sie abgenommen und sieht wieder recht dünn aus. Doch eigentlich geht es ihr damit immer besser. Sie ist belastbarer und hat wieder richtige Augengruben. Muskeln sind auch da. Ober auf der Kruppe ist sie etwas eckig. Aber geht noch und Ober- und Unterschenkel sind gut bemuskelt. Rückenmuskeln sind auch OK. Der Mähnenkamm und die Fettpolster hinter dem Schulterblatt sind deutlich reduziert. Sieht so aus, als ob sie besser ohne Fett, aber eben dünn durchs Leben gehen sollte.

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Antwort #109 - 08. September 2011 um 18:18
 
08.09.2011
Dies Wetter ist zeitweise belastend für Jerziba. Diese drastischen Wetterwechsel stressen sie doch. Es fehlt ihr dann etwas an Kraft, sie geht langsamer. Zusätzlich ist ja das Tageslicht deutlich weniger geworden. Und diese extrem feuchtschwüle Luft belastet die Atmung. Dazu pinkelt sie zur Zeit deutlich mehr und zeitweise hustet sie bzw. niest Wasser ab und ist auch leider wieder etwas verschleimt. So anhaltend feuchte Luft kann sie nicht gut ab.

Ansonsten schmeckt das Futter, ihre Augengruben sind fast völlig trocken, trotz 20 Minuten Grasen.
Die Umstellung auf den Winter ist aber schon ziemlich belastend, gerade für Cushingpferde.

Ich habe sie noch einmal zum Teil (Hals, Brust, Vorderbeine, Bauch) geschoren, weil das Fell schon sehr nachgewachsen war. Das hilft ihr schon etwas, wenn es ihr nicht so warm wird, in der Sonne. Und bei kälterem Wetter ist sie doch genug geschützt. Aber bisher zeigt sie sonst weiter keine Cushingsymptome. Verdauung ist auch gut.

Die Verletzungen am Hinterbein sind abgeheilt. Nur ein dicker Knubbel ist noch da, wo der Hautlappen nachträglich angewachsen ist.

LG
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Antwort #110 - 18. Oktober 2011 um 15:10
 
18.10.2011

Keine besonderen Vorkommnisse, zum Glück.

Atmung ohne Pollen ist OK. Das Wetter scheint ihr aber deutlich zu schaffen zu machen. Immer wieder gibt es Tage, an denen sie sich vor der Arbeit zu drücken versucht und einen auf schlapp macht. Allerdings höre ich das auch von gesunden Pferden. Dazu kommt, daß Training auf dem Platz oder in der Halle ohnehin ihre Motivation nicht erhöht. Sie schnauft immer mal demonstrativ und ich brauche eine Menge Lob und Leckerli (der Masse wegen Kaninchenleckerli) , um sie so weit zu motivieren, daß sie etwas Fleiß zeigt und mitmacht.
Im Gelände dagegen geht sie fleißig und interessiert vorwärts. Die Euphorie jedoch, welche sie im letzten Sommer zeigte, hatten wir dies Jahr so nicht. Sie ist insgesamt ruhiger, ausgeglichener. Nicht mal einen Tag am Rumheizen und dann wieder am Kriechen. Sie geht eher gleichbleibend entspannt, ohne Streß zu machen, ich muß sie schon mal treiben, damit sie sich richtig trägt. Aber dafür hält sie viel länger durch. Sie braucht wenige bis keine Pausen und hat auch nach einer Stunde noch genügend Kraftreserven, weil sie sich nicht schon am Anfang verausgabt. Endlich können wir wieder, ohne groß zu überlegen, die großen Runden reiten, was sie ja lange nicht mehr geschafft hat.

Sie hat wieder ein wenig zugenommen. Frißt gut. Die Verdauung war den ganzen Sommer über bestens. Kaum Kotwasser, kein Durchfall. Demnächst muß der Zahnarzt mal wieder ran. Die Schneidezähne werden zu lang. Das Fell glänzt sehr schön. Im Fellwechsel fällt mir aber jetzt auf, daß sie an den Beinen großflächig dicke Schuppen produziert. Das dauert eine ganze Zeit und hört dann wieder auf.

Ein bißchen beunruhigt mich, daß sie so ruhig ist, ihr Temperament nicht so zeigt, oft schlecht gelaunt oder mißmutig wirkt. Allerdings ist sie in den letzten Jahren im Herbst meistens eher ruhig gewesen. Ich gebe ihr wieder ihre Bachblütenmischung, damit sich ihre Stimmung wieder aufhellt. Denn eigentlich scheint es ihr gut zu gehen, es funktioniert alles. Auch pinkelt sie wieder normal. Hustet nicht. Augengruben und Beine sind trocken. Ende Februar wird sie auch schon 21. Wie schnell ist bloß die Zeit verflogen. Sie war doch gerade erst 10... Und schon 5 Jahre bekommt sie Pergolid.
Aufgefallen ist mir: als sie begann das Cushing Syndrom zu entwickeln, begannen sich am Widerrist die kurzen Mähnenhaare extrem zu kräuseln. so ca. eine Handbreit den Mähnenkamm entlang. Seit einigen Monaten merke ich, daß sie sie sich wieder glätten. Im Moment sind sie fast glatt.

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Antwort #111 - 11. November 2011 um 17:48
 
11.11.2011

Weiterhin nichts Besonderes los bei uns.

Zwischendurch hatte Jerziba mal wieder ein paar Tage Husten und es kam Schleim aus den Nüstern. Dies war aber nach wenigen tagen vorbei. Ich denke, sie hatte einen leichten Infekt. Jetzt ist die Atmung frei, kein Husten und kaum Schleim zu hören.

Dann fand ich vor ca. 3 Wochen mittig zwischen den Ganaschen einen kleinen runden Knoten, ca. 5mm groß. Könnte ein Lymphknoten sein. Ein paar Tage vorher war da eine schorfige Stelle. So ein gelblicher Schorf wie nach einem Insektenstich. Als ich an dem Schorf zog, ging das Fell mit ab. Die Stelle war naß, aber nicht blutig. Heilte aber schnell ab. Es blieb noch eine verdickte Stelle in der Haut. Vielleicht ein Infekt durch einen Insektenstich? Ta soll sich das heute mal ansehen, wenn er die Antihistaminspritze gibt. Der Knoten hat sich seitdem nicht verändert.

Das warme Wetter hatte ihr nochmal deutlich zu schaffen gemacht. Sie war sehr schlapp und beim Reiten im Gelände mußte ich viel treiben. Zwar ging sie dann, war aber danach eine Weile ziemlich müde. Andererseits erholte sie sich auch schnell wieder. Die niedrigen Temperaturen verträgt sie deutlich besser. Der Nebel hat ihr atemtechnisch nichts ausgemacht. Aber sie hat immer noch etwas fehlende Leistungsbereitschaft. Mit viel energischem Antreiben und viel Lob meinerseits wird sie dann irgendwann doch noch wach und dann dreht sie wieder auf und rennt und an kontrolliertes Training ist nicht zu denken. Aber ich bin im Moment schon froh, daß sie dann aufdreht. Das zeigt immerhin, daß Leben drin ist  Zwinkernd.

Ihre Laune hat sich wieder grundlegend normalisiert, seit sie die Bachblüten bekommt. Ich gebe ihr sie daher über den Winter weiter, wie früher auch schon. Das dunkle Wetter drückt ihr aufs Gemüt.


Ein paar Fotos habe ich noch:

Das war im Mai, kurz nachdem ich ihr den Sommerhaarschnitt verpaßt hatte  Durchgedreht

...



Dies war dann das erste Mal frisch nach der Winterfrisur

...



Hier war das Fell schon wieder gewachsen und in der Sonne hatte sie es aufgestellt und sah ganz puschelig aus. Wegen der Wärme habe ich es dann einige Tage später nochmal geschoren. Da das Winterfell schon lang und dicht ist, hat sie nun eine schöne braune Winterdecke aus Fell.

...



Das war am letzten Sonnenwochenende am Schluß unseres langen Ausrittes

...

Was mir auf den Fotos auffällt, ist, daß ihr Bauch deutlich flacher geworden ist.

Liebe Grüße
Maria
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Antwort #112 - 16. Dezember 2011 um 18:23
 
Freitag, 16.12.2011

Eigentlich gehts Jerziba gut. Eigentlich. Was mir nicht gefällt, ist, daß sie seit einiger Zeit so müde und schlapp bzw. schlaff ist. Und klar, ich mache mir mal wieder Sorgen  unentschlossen.

Sie frißt gut, Verdauung ist gut, hat kein Kotwasser, keine Matschäppel, Beine und Augengruben sind trocken, sie hat kaum Fett am Körper, Mähnenkamm hat wenig Fett, dafür überall gut Muskeln, sie hustet sehr selten, hat kein Asthma, aber gute Laune Dank der Bachblüten. Also eigentlich alles im grünen Bereich.

Aber sie läßt oft den Kopf hängen, hat dann kleine Augen, sieht müde aus und beim Reiten oder an der Longe muß ich sie energisch antreiben. Wenn sie sich warmgelaufen hat und er Kreislauf anläuft, gehts dann meist besser. Sie pumpt nicht, aber schnauft anfangs angestrengt durch, wenn sie stehenbleiben darf. Auch das läßt zwar bald nach. Sie geht auch gleich wieder weiter, aber kriecht im Schneckentempo. Sie ist dabei extrem entspannt und losgelassen, macht dabei lange Schritte, läßt sich aber auch versammeln und immer kurze Reprisen intensiv arbeiten. Aber meistens ohne echten eigenen Vorwärtsdrang. Ich muß schon oft sehr energisch werden. Dabei zeigt sie ein gut gelauntes Gesicht und sieht noch wach aus. Zeigt auch oft den Willen etwas zu tun, aber es fehlt dann die Kraft. Gestern wollte sie immer wieder traben, aber bitte eine Runde auf Tempo und lang gestreckt.
Dazu kommt leider, daß wir neuen Hallenboden haben, der sehr tief und fluffig war. Da konnte kein Pferd drin gehen. Inzwischen wurde etwas Sand wieder herausgefahren. Aber der Boden verfestigt sich einfach nicht. Jerziba kann auf dem Hufschlag, wo sich der Unterboden mit dem Sand vermischt hat und dadurch fester ist, einigermaßen gehen. Aber findet außerhalb vom Hufschlag schlecht Grund im Sand und läuft wie in tiefem Matschboden. Das strengt ein müdes Pferd natürlich noch mehr an. Auch der Reitplatz hat schweren Boden, wenn er naß ist. Am besten ging sie auf dem alten Hallenboden, unter dem noch Späne war und der schön federte. Leider war der stellenweise schon sehr fest und wurde darum ausgetauscht. Keine Ahnung, ob der neue noch mal fester wird. Das heißt, sie hat da schon keine Chance, mal zu rennen oder Gehwillen zu zeigen, da es ihr einfach zu schwer fällt.

Daß sie auf dem Platz oder in der Halle Lustlosigkeit zeigt, ist auch nicht ungewöhnlich. Da hat sie eher nicht viel Lust zu Gymnastikarbeit. Aber auch im Gelände muß ich sie sehr treiben. OK. Ich verlange im Moment auch jetzt´etwas mehr von ihr. Sie soll immer über den Rücken und in Selbsthaltung gehen. Ich reite eine volle Stunde ohne Pause und abzusteigen, weil sie das aushält. Das strengt schon etwas mehr an, als nur vorwärts zu gehen. Aber es ist so von Anfang an kein Power drin im Pferd. Selbst, wenn wir zu Fuß gehen, geht sie still neben mir her, in normalem Tempo zwar, aber nicht wie gewohnt ein bißchen frech und guckig oder nervig.
Sie ist zu oft zu ruhig, zu still und sieht zu müde aus. Dafür, daß die Atmung bestens ist für Ihr Asthmaproblem, erscheint es ungewöhnlich.
Wir hatten das in anderen Wintern ja auch schon, sagt das Tagebuch. Aber es ist jetzt doch wieder ungewohnt. Ich hoffe sehr, es ist nur das Wetter, daß ja schon etwas ungewöhnlich ist, diesen Herbst.

Der Ta hat sich den geschwollenen Lymphknoten dann doch nicht angesehen, da meine Freundin vergessen hatte, es ihm zu sagen. Ich habe daraufhin 4mal Echinacea Comp. gespritzt und bereits nach der zweiten Spritze war er deutlich kleiner und nun ist er wieder so gut wie weg, bzw. nicht fühlbar. Hab ich die Ta Kosten dafür gespart und doch ein optimales Ergebnis. Seitdem sind auch die Atemwege gut drauf. Ich lasse sie vorbeugend zweimal pro Woche mit Cortison und Salbutamol inhalieren und geben ihr täglich abends 2 Hübe (halbe Dosis)  Equipulmin. Das ist optimal und sie kann dadurch immer frei atmen und ich kann sie ohne Bedenken auf die Atmung arbeiten. Atemtechnisch ging es ihr sehr lange nicht so gut.

LG
Maria

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Antwort #113 - 07. Februar 2012 um 18:33
 
Dienstag, 07.02.2012

Jerziba ist wieder besser drauf, nicht mehr so müde. Das kalte trockene Wetter macht munter. Geht bei unseren Wanderungen besser vorwärts, sieht wacher aus, nicht mehr so verschlafen. An der Longe rennt sie schon mal. Macht  meist gut mit, wenns nicht zu oft ist. Allerdings möchte sie viel gelobt werden, viel belohnt werden und neben all der Arbeit und Pflege auch viel Zuwendung.

Kürzlich war unsere TCVM Ärtzin da und hat sie im Rahmen ihrer Ausbildung zum Chiro zweimal durchgecheckt und fand, daß Jerziba etwas weniger beweglich ist in der Lende (ist aber bekannt), aber sonst keine Blockaden oder Verspannungen aufweist und erstaunlich losgelassen ist, im Vergleich zu ihren anderen Testkandidaten. Für ein Pferd mit Kissing Spines ein sehr gutes Ergebnis. Sie bekam noch ein paar Stellen gelasert. Akupunkturtechnisch waren die bekannten Stellen wie Leber, Niere, Milz unauffällig. Das erste Mal seit Jahren. Danach ließ das Tränen der Augen sehr deutlich nach. Ein Behandlungspotential ist demnach doch vorhanden und so bekommt Jerziba Ende dieser Woche ihre erste Akupunkturbehandlung in der neuen Saison.

Eine Frequenzbehandlung durch Simba haben wir ebenfalls wieder durchgeführt. Ergebnisse dazu kann ich noch nicht sagen, da Jerziba immer eine Weile braucht, bis sie das umgesetzt hat. Aber da sie besser drauf ist, scheint es gut zu laufen.

Ansonsten bekommt sie noch eine Weile Echinacea comp., um das Immunsystem zu stärken. Später soll sie das mit Eigenblut zusammen bekommen. Ich will in diesem Jahr mal Eigenblutspritzen versuchen, nachdem die leichtere Variante nach Imhäuser schon gut getan hat. Da sollte sie den stärkeren Reiz der Spritzen locker wegstecken können.

Atemtechnisch ist sie gut drauf. Kein Asthma, kaum Husten, kein Schleim. Zweimal pro Woche inhalieren mit Cortison und Salbutamol und abends 2 Hübe Equipulmin.


Durch die Kälte nimmt sie gerade ziemlich ab. Ist aber eingedeckt. Und das nicht geschorene Fell, daß unter der Decke rausschaut, ist stellenweise extrem lang. Besonders an den Hinterbeinen sieht sie aus wie ein Mammut. Obwohl man vom Cushing eigentlich nichts groß bemerkt, wird das Fell doch scheinbar immer länger. Schon seltsam. Ich gebe ihr daher mal Mönchspfeffer in homöopathischer Form als Agnus castus Dxx. Mal sehen, ob wir damit etwas verändern. Außerdem bekommt sie jetzt gegen das Cushing wieder das chinesische Rehmannia 14, daß ihr immer sehr hilfreich war.

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Antwort #114 - 27. März 2012 um 18:03
 
27.03.2012

So, und mal wieder ein Update von uns.

Jerziba hatte nun 3mal Akupunktur. Da die Tä keine Störfelder gefunden hat  Cool, wurde einfach das akupunktiert, was am meisten gefordert ist. Niere, Leber, Lunge. Beim 2ten Mal war sie erst total griffig und zickig. An dem Tag reagierte sie ein wenig am Leberpunkt. Nachdem die Nadel drin steckte, war sie sofort ruhig und entspannt. Tä meinte, daß jetzt ihr wahrer Typ wieder zum Vorschein kommt. Durch die Cushing Symptome war sie zum Milztyp mutiert. Nun kommt der ursprüngliche Typ wieder hervor und das ist der dominante Lebertyp  Augenrollen. Dominant war sie schon immer gerne bzw. jetzt wieder  Augenrollen.

Weiterhin hat unsere Tä auf dem Ausbildungsweg zur Chiropraktikerin Jerziba 3mal zum Üben benutzt. Sie fand keine Blockaden. Beim 2. Mal war Jerziba etwas fester am 2. und 3. Lendenwirbel. Beim 3. Mal war das wieder weg.

Das Rhemannia hat ihr sehr gut getan. Die Entscheidung, es vor der Akupunktur zu geben  war sehr positiv.

Auch die Frequenzbehandlung hat offensichtlich was gebracht. Sie ist wach und munter, ein bißchen frech. Hat neulich eine Stute angedroht, die kurz mit auf dem Reitplatz stand, als noch Frost war.

An der Longe macht sie sehr schön mit, ist meistens sehr motiviert, wenn sie denn ihren Kreislauf hochgefahren hat. Bis auf die Kreislaufwettertage, an denen das nicht so klappt. Zum Ende hin wird sie dann immer schneller und läßt das Rennpferd raushängen  Cool. Beim Reiten fehlt es irgendwie noch etwas an Energie bzw. Ausdauer. Denn da variiert die Leistungsbereitschaft noch deutlich. Allerdings steht am Ende des Weges auch nicht das Grasen als Belohnung an. Und da ist sie sehr genau  Zwinkernd. Und auf dem Platz ist es ihr eh langweilig. Evtl. hänge ich noch eine weitere Frequenzbehandlung dran.

Da es ihr leicht zu warm wurde, beim Arbeiten, habe ich sie nun teilgeschoren, so daß sie nun wieder mit ihrer Fellübergangsdecke da steht. Sie sah währenddessen richtig zufrieden und froh aus. Endlich runter mir dem dicken Pelz. Obwohl es ja der noch spät geschorene Teil war, der nicht mehr so ganz lang nachgewachsen war, waren es gefühlte 2 Kilo, die da runter kamen. Der Mistboy war bis zum Anschlag voll  Laut lachend

Beim letzten Mal Abhören vor der Aku konnte die Tä kaum was hören auf der Lunge. Links wie ein gesundes Pferd, rechts leicht rauher Ton. Sie hustet sehr selten, Atmung ist frei, kein Asthma, kein Schleim, nicht mal Wasser kommt aus den Nüstern. Atemfrequenz an dem Tag coole 14! Bisher reagiert sie noch nicht bis kaum Pollen, obwohl Haselnuß und Erle voll blühen. Nur am Samstag war nicht so ihr Tag. Da hustete sie vermehrt. Dies war gestern jedoch wieder vorbei. Durch die Wärme atmete sie etwas kürzer.

Sie bekommt zur Zeit wieder eine Sammlung an Schüsslersalzen. Dreimal hatte sie auch eine Eigenblutspritze. Ansonsten genieße ich noch die allergiefreie Zeit  Cool.

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Antwort #115 - 23. Mai 2012 um 16:07
 
23.05.2012

inzwischen hatten wir die Zahnärztin zur Behandlung. Sie fand im Unterkiefer beidseitig jeweils eingeklemmte Futterreste zwischen zwei Backenzähnen, welche schon eine Entzündung des Zahnfleisches hervorgerufen hatten. Daß dies zu starken Schmerzen führen kann, weiß sicher jeder, der das schon mal hatte. Mir war manchmal schon aufgefallen, daß Jerziba einen Mundgeruch hatte. Aber zu selten, um der Sache nachzugehen. Die Zahnzwischenräume wurden aufgefräst, damit sich kein neues Futter einklemmen kann und die Zahnfleischtaschen abheilen können.
Kurz nach der Behandlung war der Lymphknoten zwischen den Ganaschen wieder angeschollen. Da wußte ich, woher das im Herbst schon gekommen war. Tä und Hufschmied bestätigten mir, daß diese Entzündung den Körper sehr beinträchtigen kann. Ich vermutete, daß Jerzibas unerklärliche Trägkeit damit in Zusammenhang stehen könnte. Ich behandelte wieder mit Echinacea Compositum und ziemlich schnell ging die Schwellung zurück.
Nachdem nun auch noch die Weidesaison eingeläutet wurde und Jerziba wieder grasen darf, ist sie hellwach und rennt im Gelände, um möglichst schnell an die erlaubten Graspausenplätze zu gelangen. Wenn es ihr nicht schnell genug geht, regt sie sich auch schon mal richtig auf. Bei einem 2 Std Ausritt am letzten Feiertag konnte es ihr gar nicht schnell genug gehen. Auf dem Reitplatz an der Longe ist sie nach wie vor sehr entspannt, macht gut mit, aber läßt sich schon auch treiben.
Sie hustete wenig bis gar nicht. Gerade die letzten 2 Wochen aber etwas mehr, da die Gräser blühen. Asthma hatten wir in diesem Jahr erst 5 mal und auch eher leicht.

Futterzustand ist gut, sehr schlank, aber genug Muskeln, kaum Fett. Selbst die letzte Fettreserve am Mähnenkamm ist fast weg. Die Box ist trocken, Verdauung top.  Und ganz neu, die Augengruben sind wieder völlig trocken. Ich könnte mir vorstellen, daß dazu das Agnus Castus beigetragen hat. Vielleicht aber auch nur die wiederholte Gabe des Rehmannia 14.
Das Fell habe ich am Wochenende mal wieder geschoren, weil die Winterfelldecke noch zu groß war. Wäre aber sonst noch nicht nötig gewesen.
Insgesamt ist sie wieder so fit, wie im Sommer vor 2 Jahren und ich hoffe sehr, daß es noch lange so bleibt.

LG
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #116 - 18. Juli 2012 um 14:54
 
18.07.2012

Im Großen und Ganzen ist alles wie gehabt. Seit 2 Wochen hustet Jerziba mal wieder vermehrt, in der Lunge hört man mehr Schleim. Wohl durch das nasse Wetter kann sie die Feuchtigkeit schlechter loswerden. Dies verstopft dann auch mal die kleinen Atemwege, sodaß in den letzten Tagen einige Male etwas Giemen zu hören war und sie über den Bauch geatmet hat. Mit Inhalieren geht das schnell wieder weg. Wetterbericht sagte aber Gräserpollenbelastung an. Das ist halt ihr Schwachpunkt. Ich dachte, damit sind wir im Juli durch. Sie ist auch sehr dünn geworden im Haarwechsel, besonders an der Hinterhand, sodaß ich das Kraftfutter noch erhöhen mußte. Dadurch, daß wir viel gemacht haben, Reiten und Longieren, brauchte sie wohl mehr Energie, als sie bekam. Inzwischen hält sie das Gewicht bzw. nimmt auch mal etwas zu.
Was mir auffällt, ist, daß sie seit einiger Zeit vermehrt stolpert. Einige Male so übel, daß ich dachte, wir stürzen. Am Sonntag war meine Freundin dabei und sagte, das sah echt fies aus. Jerziba ist mir dem Huf nach hinten umgeknickt. Der Kronsaum und um das Krongelenk herum ist es seitdem leicht schwammig. Sie lahmt aber nicht und geht raumgreifend und locker. Nach 30 Min Gehen ist es eigentlich normal trocken. Ich habe Arnica gegeben und pappe Heparin Gel drauf und habe noch Traumeel Ampullen bestellt zum Spritzen. Und nun hoffe ich nur, daß sie sich nicht ernsthaft verletzt hat. Das brauche ich ich diesem Katastrophenjahr nicht auch noch. Habe mir Hufe und Bewegungsablauf dann genauer angesehen. Ich finde die Zehe viel zu lang und den Huf zu flach. Bei Vorziehen des Hufes bleibt sie mit der Spitze hängen, da sie eine extrem flache Bewegung hat und auch nicht dran denkt, den Huf höher zu heben, wenn das Horn nachwächst. Ohne Eisen hat sie sich die Spitze immer komplett gerade abgelaufen. Mit Beschlag geht das natürlich nicht mehr so gut. Das war schon immer so. Bisher hat der Schmied das berücksichtigt. Aber seit einiger Zeit macht das die Kollegin, die mitfährt und die muß ich damit anscheinend erst noch instruieren. Denn so ist Reiten echt gefährlich. Immer wieder was Neues und ich mach mir auch immer wieder einen Kopp drum.
Ansonsten sieht sie gut aus, alles ist trocken, Fell glänzt, ist dies Jahr auch wesentlich kürzer, als im letzten Jahr, da war es extrem lang, und wächst auch langsamer nach, nach dem Scheren. Habe erst 3mal geschoren seit März. Die aktuelle Therapie scheint gut zu wirken.

Zur Zeit ist sie aber weniger fit, das Wetter macht ihr wieder mal zu schaffen. Sie zeigt dann schon mal wieder Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen und ist schlapp. Aber das haben Menschen zur Zeit ja auch.

LG
Maria
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Antwort #117 - 31. Juli 2012 um 17:38
 
01.08.2012

So, beide Hufschmiede waren sofort hochmotiviert dran an dem Thema Stolpern. Durch den nassen Boden sind die Hufe extrem stark gewachsen. Und weiterhin schiebt dann die Zehe (gemäß EX-Rehehuf) stärker. Möglicherweise auch wegen der Trachtenfußung, die beim Rehehuf selten wieder weg geht. Die Hufe wurden extrem gekürzt, stärker als sonst in der letzten Zeit,  besonders im Zehenbereich soweit wie möglich, damit sie schneller vom Boden kommt mit dem Huf. Dazu bekam sie einen NBS Beschlag, diesmal aus Stahl, da der kostengünstiger ist und sich weniger schnell abläuft bzw. ein zweites Mal genutzt werden kann und damit die zusätzlichen Kosten minimiert. Mein Einwand, daß ihr der beim ersten Versuch damals nach der Rehe schon zu schwer war, wurde entkräftet mit dem Hinweis: nun warte doch erstmal ab. Der Beschlag soll keine Dauerlösung sein, sondern wird dann je nach Jahreszeit und Hufwachstum gewechselt mit dem normalen Aluminiumbeschlag.

Und tatsächlich, diesmal hat sie anscheinend doch kein Problem mit dem schwereren Stahlbeschlag. Sie läuft wie mit Siebenmeilenstiefeln, macht Riesenschritte, daß ich kaum nachkomme und hat es mega eilig  Durchgedreht. Ich gehe jetzt die dritte Woche mit ihr zu Fuß. Der Kronrand scheint wieder normal trocken zu sein. Keine Schwellung mehr. Sie hat kein Problem mit dem Huf bisher. Zum Wochenende fange ich dann mal mit Bodenarbeit an.

In der Cavallo ist gerade ein Artikel über das Thema, wieviel Reiten ist gut fürs Pferd? Nach dem Lesen war mir einiges klarer. Ich habe Jerziba überforder  Schockiert/Erstauntt. Weil ich dachte, sie hat kein Asthma und es geht ihr ja gut, dann kann sie auch was tun. Aber ihre Energie reicht nicht für 5 Tage intensives Arbeiten. Seit ich nur mit ihr spazieren gehe, hat sie deutlich zugenommen, sie ist sehr wach und munter, hat super gute Laune und freut sich wenn ich komme. Ich werde in Zukunft wieder auf sie hören, wenn sie sagt, sie kann nicht mehr. Sie gehört zu den Pferden, die weiter machen, wenn ich es verlange, weil sie weiß, daß ich das gerne hätte und sie will gefallen und mich nicht verärgern. Und dabei geht sie über ihre Kräfte, zeigt es aber nicht. Sie ist nun mal schwer krank und ihre Energie ist einfach begrenzt. Wenn ein Pferd soviel Kraftfutter bekommt und abnimmt, dann muß ich mir halt Gedanken machen. Jetzt ist es mir klar geworden und damit kann ich aber leben, denn ich möchte, daß sie gerne mitmacht und Spaß am Reiten bzw. Training hat.
Ansonsten geht es ihr gut. Die stärkeren Atemprobleme lagen daran, daß ich die Antihistaminspritze glatt vergessen hatte. Es ging ihr eben zu gut  Zwinkernd. Klar, sie wirkt bei ihr oft nur genau 28 Tage. so bekam sie die Spritze erst 5 Tage später. Am Abend nach der Spritze war sie wieder voll OK und die Atmung unauffällig und so ist es bisher geblieben.

Vor der vergangenen Woche mit den heißen Temperaturen bekam sie plötzlich etwas Kotwasser und setzte einige Matschhaufen bis Kuhfladen ab. Das zog sich dann die ganzen heißen Tage hin. Zusätzlich hatte sie vorher einige Tage angelaufene Beine. Keine Ahnung, wieso. Es wurde nichts geändert. Ich gab ihr ab dem zweiten Tag, als ich sah, das reguliert sich nicht von allein, Heilerde, mit diesmal leider ungewohnt mässigem Erfolg. Also bekam sie noch Basenpulver dazu. Daraufhin ließ es nach und die Äppel waren nach einer Woche wieder völlig Ok, die Beine komplett trocken. 

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          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #118 - 31. Juli 2012 um 17:45
 
Gerade noch eingefallen: die Verdauungsprobleme traten etwa zeitgleich damit auf, daß ich mit Prascend angefangen hatte, weil meine Original Pergolide Tabl. zu Ende waren.

Ob das die Ursache dafür war, weiß ich natürlich nicht. Aber schon komisch, daß es genau zu dem Zeitpunkt anfing. Beim Start des Pergolide hatte sie ja auch lange und massiv Probleme mit der Verdauung gehabt.
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Antwort #119 - 04. September 2012 um 18:43
 
Dienstag, 04.09.2012

Mit dem neuen Hufbeschlag ist Jerziba grundsätzlich deutlich flotter und leichtfüßiger unterwegs. Sie kommt einfach besser vom Boden weg, die Hufe  rollen viel schneller ab. Allerdings an den Tagen, an denen das Wetter sie belastet, neigt sie wie gehabt zum Stoplpern. Jedoch deutlich weniger dramatisch. Es ist mehr ein leichtes Stocken beim Abfußen, da sie mit der Zehenspitze dann schon mal an einem Grasbüschelchen hängenbleibt. Das Ganze aus Aluminium wäre dann wohl der absolute Hit an Leichtigkeit. Kann ich mir aber nicht mehr leisten. Jerziba kostet so schon ein kleines Vermögen jeden Monat.
Ansonsten scheint es ihr gut zu gehen. "Scheint" deshalb, weil sie einerseits gut aussieht, das Fell glänzt, kein Fett, trockene Augengruben, frißt meistens gut, geht an der Hand gut vorwärts, sieht auch wach aus dann, Beine sind trocken, Verdauung ist wieder OK, rossig wird sie auch. Sie hustet im Moment wenig bis nicht und hat kein Asthma, bis auf sehr seltene Ausnahmen. Auf der Lunge hört man weniger rauhen Ton als im letzten Sommer. Je nach Luftfeuchtigkeit aber schon mal etwas dünnen Schleim, der kurz abgehustet bzw. abgeschluckt wird.
Auch an der Longe und beim Reiten im Gelände hat sie gute Tage, da dreht sie auf und zeigt Temperament. Aber sie reagiert oft deutlich auf das Wetter bzw. auf etwas, was ich nicht weiß.  Seit einiger Zeit atmet sie schnell, kurz, aber über den Bauch. Besonders fällt es auf, wenn sie vom Paddock in den Stall kommt. Da schwitzt sie dann auch öfter ein wenig zwischen den Hinterbeinen, abhängig von der Außentemperatur. Beim Reiten oder Longieren draußen schwitzt sie dagegen kaum bis wenig oder gar nicht. Aber speziell während der ersten 10-15 Min hört man sie öfter immer mal durch die Nase schnaufen. Wenn sie sich warm gelaufen hat, läßt es oft nach und sie kommt dann ins Rennen. Atmet dann kurz etwas schnell und über den Bauch, das läßt aber meistens schnell nach. Nur das schnellere Atmen geht nicht ganz weg, aber es wird bei Bewegung bsser. Also Kreislauf? Ich gebe ihr daher wieder mal Cralonin.
Und sie wirkt oft so, als ob ihr einfach die Kraft fehlt. Da ist oft irgendwie nicht so richtig Power im Pferd, wie ich das von früher her von einem Araber gewohnt bin. Klar, so energiegeladen wie ein gesunder Araber ist sie schon lange nicht mehr. Aber nach der Behandlung durch Günter war da doch einiges mehr.
Mir ist jetzt auch aufgefallen, daß sie abnimmt, wenn ich sie 4 mal pro Woche reite und longiere. Das scheint sie doch ziemlich zu belasten, auch wenn sie es nicht so zeigt (vielleicht reagiere ich auch zu wenig darauf) oder wie die letzte Woche von selber gerne rennt. Sie weigert sich aber nciht zu gehen, bzw. wenn es nicht geht, bleibt sie stehen und fordert mcih auf, abzusteigen. Mit den neuen Eisen hatte ich das aber nicht mehr. Scheint sie demnach wohl zu entlasten.
Sie frißt meistens gut, bis auf einige Tage, an denen es ihr offensichtlich zu warm war oder der Kreislauf zu belastet oder was auch immer. Da ließ sie schon mal Heu oder Kraftfutter liegen. Dann nimmt sie natürlich erst recht ab. Und das geht im Moment sehr schnell. Andererseits ist ihr Bauch gut gefüllt, da sie ja irgendwo ihre Energie herziehen muß. Mir scheint auhc, daß die Bemuskelung schon deutlich besser war und der Bauch scheint auch mehr zu hängen.
Ich persönlich finde, sie könnte etwas mehr auf den Rippen haben. Sie sieht so eckig und dünn aus. Aber mir wurde auch schon gesagt, daß Jerziba ja so proper aussieht, hat doch einen dicken Bauch und sieht gar nicht dünn aus. Findet ihr auch, daß sie gut genährt aussieht oder gar zu dick ist? Sehe ich das falsch? Man selber sieht das ja oft nicht so richtig aus der Nähe. Ich lasse sie zur Zeit auch oft 20-35 Minuten grasen, da es ihr das Liebste ist und sie es gut verträgt, da ihre Augengruben nicht wie sonst darauf reagieren und sich füllen.

Hier gibt es mal neue Fotos. (Daß sie hier zum Teil so einen leicht negativen Gesichtsausdruck zeigt, liegt daran, daß sie fotografieren haßt. Davor und danach sah sie ganz anders aus  Augenrollen

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Und die Augengruben:
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