Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Jerziba's Cushing Geschichte (Gelesen: 74224 mal)
Teddy
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Wolfsburg, Niedersachsen, Germany
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02. Januar 2007 um 17:47
 
Hier habe ich den Werdegang von Jerziba's Cushing Erkrankung aufgeschrieben.  Es ist etwas ausführlich geworden, aber ich wollte nichts unbeachtet lassen, was vielleicht für den einen oder anderen wichtig sein könnte.

Jerziba: , Araberstute, geboren 27.02.1991, 1,49 m, kompakter Typ.

Ihre Symptome:
Einmal Hufrehe,  zu fett, zu dickes und zu langes Fell, schweratmig/Kurzatmig, schwitzt schnell, ermüdet extrem schnell, pinkelt sehr viel, etwas Kotwasser, viel zu nasse Äppel, Mauke, Husten (zuletzt Verschleimung nicht auf der Lunge, sondern in den Neben/Stirnhöhlen), später Lethargie.

Ermittelte Werte:
ACTH: über 800 (Norm: bis 50)
Glukosetoleranztest: negativ
Insulinresistenz: negativ
Mangan: unterer Normbereich
TR 3+4: oberer Normbereich
Fruktosamin: oberer Normbereich
Borreliose: negativ

Hufrehe: Rotation 11°

Fotos vom akuten Zustand habe ich keine. Aktuell sieht sie aus wie ein schlanker Araber mir etwas zuviel Bauch und dickem Puschelfell, das aber glänzt und glatt ist. Alle Fettpolster sind weg. Röntgenaufnahmen von den Hufen könnte ich einscannen. Die Zehenachse ist nicht gebrochen, kaum Senkung, die Hufwand ist mehr nach vorne weggedriftet.

Vorgeschichte:
Seit 16.01.1996 bei mir. Schon immer war sie wetterfühlig und bei Tiefdruckwetterlagen sowie Hitze schlapp und kurztatmig. Meistens besserte sich das bei Bewegung an der Longe, manchmal aber nicht. Die Symptome sind wie bei einem Menschen mit niedrigem Blutdruck. Dazu scheint sie häufig Kopfschmerzen zu haben. Die Augen sind dann klein und glasig und sie zeigt ein Schmerzgesicht. Ist dann sehr still und ruhig, bewegt sich nicht gern. Manchmal wird es durch dosierte Bewegung besser.

Im Winter 2003 bekam sie plötzlich Husten, der sich mit Pausen über den Sommer hinzog und im folgenden Winter zu einer schweren, trockenen (vermutlich wegen der vielen Schleimlöser) Bronchitis mit Atemnot wurde. Nach erfolgreicher Behandlung bekam die Stute Koliken und ich ließ sie von einer Heilpraktikerin wieder aufbauen. Danach ging es ihr gut, sie wurde auch belastbarer, die Kreislaufprobleme wurden schwächer.

Im Sommer 2004 schien sie im Sommer etwas dunkler im Fell zu sein und es erschien weniger dünn und kurz. Ich schob es auf das Wetter.

Im Frühjahr 2005 bemerkte ich ebenfalls, daß sie etwas längeres und dichteres Sommerfell schob, als sonst. Da sie normal extrem kurzes Sommerfell hatte, in einem ganz hellen goldbraun, fiel das auf, aber es war maximal doppelt so lang und immer noch kurz und glatt. Sonst war sie gut drauf und belastbar. Gelegentlich hustete sie, bekam dann einige Akupunkturbehandlungen und danach war das wieder OK. Allerdings kam das Husten immer mal wieder.

Im Sommer 2005 ritten wir öfter über Stoppelfelder. Die Stute war allerdings immer sehr schnell kurzatmig. Außerdem ging sie sehr ungern über steinige Wege. Ich schob es auf Lustlosigkeit. Wunderte mich aber.

Im September 2005 verletzte sie sich auf der Weide am linken Vorderbein. Der Ta diagnostizierte Sehnenscheidenentzündung und riet, die Stute ohne Belastung nur auf der Weide laufen zu lassen. Zu der Zeit bemerkte ich auch, daß die Stute offensichtlich ungewöhnliche Fettansammlungen hatte. Besonders um das Euter herum und den Darmausgang. Der quoll regelrecht nach außen. Sie hatte einen sehr dicken Hals bekommen mit einer starken Rundung. Ich dachte auch hier erst an Fett, doch das Gewebe fühlte sich sehr fest an. Einen dicken Bauch hatte sie eigentlich immer schon. Ansonsten sei sie sehr gut und erstaunlich gleichmässig bemuskelt, sagte mein Vet-Chiro, bei der Kontrolle.

Im November 2005 trat sie sich wieder an dasselbe Bein. Ultraschall ergab eine Prellung und Entzündung am Fesselringband. Sie bekam einen Verband mit Enelbin Paste, der täglich erneuert werden mußte. Nach 7 Tagen wurde er entfernt. Leider hatte die Haut sich unter dem Verband entzündet, nässte und das Fell ging fast völlig aus. Das Bein war sehr dick angelaufen. Die Haut heilte äußerlich fast ab, aber es kamen immer wieder neue kleine entzündete Stellen und die Schwellung blieb. Der Ta verordnete 4 Tage Naquadem. Danach war das Bein ca. 3 Tage lang dünn und schwoll dann wieder an. Jetzt bekam sie zusätzlich an den hinteren Fesseln Mauke und die Beine schwollen ebenfalls dick an. Dies wurde äußerlich mit einem Antibiotikum behandelt, weil nichts anders anschlug. Diese Mauke war sehr langelebig, wollte trotz bereits trockener Witterung einfach nicht verschwinden. Ich vermutete nun schon, daß ein tieferliegendes Problem die Ursachesein müßte.

Außerdem begann sie wieder zu husten. Wurde zunächst mit Schleimlöser und als es besser war, mit flüssigen Hustenkräutern behandelt. Doch der Husten kam immer wieder. Dann bekam sie ein Antibiotikum. Es wurde besser und wieder verschlechterte es sich. Daraufhin testete der Ta erst aus, welches Ab wirken würde und dies bekam sie dann. Da die Stute immer schon empfindlich mit der Verdauung reagiert hatte, gab ich ihr in der Zeit anfangs Heilerde und später gekochten Leinsamen mit wenig Kleie. Die Verdauung überstand das scheinbar halbwegs unbeschadet, es gab keine Koliken, aber es kamen häufig einige Spritzer Kotwasser. Das hatten wir im Winter davor auch schon gehabt und ich schob es auf das viele Stroh, daß sie fraß, da es immer Strohäppel waren, die damit in Verbindung standen. Der Husten kam jedoch immer wieder. Jetzt ließ ich die Stute von der Heilprakterin durchchecken und behandeln. Doch wirklich besser wurde alles nur sehr, sehr langsam und zog sich über den ganzen Sommer 2006 hin.

Im Winter 2006 begann sie schon Ende Januar mit dem Fellwechsel und das Sommerfell war deutlich dichter und länger. Wir erwarteten deshalb einen kühlen Sommer und ich war erstaunt, daß sie sich bei den tatsächlichen Temperaturen so dickes Fell zugelegt hatte und es auch behielt.

Cushinggeschichte:
Da ich wegen des späten Frühjahres etwas ängstlich in Bezug auf Rehe war, ließ ich die Stute sehr, sehr vorsichtig angrasen. Mitte Mai kamen die Pferde auf die Sommerweide und ich holte meine Stute noch 14 Tage lang nachts in den Stall. Die Verdauung war OK.  Ab 1. Juni ließ ich sie ganz draußen. Mitte Juni verletzte sie sich wieder erneut am selben Fesselringband und mußte im Stall bwz. Paddock bleiben. Der Ta spritzte Hyaluronsäure in die Schwellung am Fesselringband. Sie durfte geführt werden, aber nicht geritten oder longiert. Tagsüber war sie mit zwei Wallachen auf dem Paddock und nachmittags 3-4 Stunden auf der kleinen Hausweide. Ende Juni war es sehr heiß. Wenn ich abends mit der Stute spazieren ging, war sie sehr schlapp. Sie schwitzte oft sehr mit dem dicken Fell. Stand teilweise abends verschwitzt in der Box. Da die Hausweide wegen des fehlenden Regens kaum nach wuchs, ließ ich sie unterwegs immer noch eine halbe Stunde grasen.

Als ich wieder anfangen durfte, sie zu arbeiten, vergaß ich einmal abends die Gamaschen an den Vorderbeinen und am nächsten Abend waren die Beine dick angelaufen durch die Hitze. Ich bewegte und kühlte sofort und ließ mir von meiner THP etwas zum Entsäuern geben. Die Schwellung ging schnell zurück. Eine Woche später, am Donnerstag, bemerkte ich abends auf einem unserer Spaziergänge, daß die Stute auf der Straße stärker fühlig ging, als vorher. Da sie jedoch ohnehin auf der Straße schon immer etwas klammer geht, machte ich mir zunächst keine Gedanken. Schob es auf die Hitze und darauf, daß sie schlapp war. Am nächsten Tag wollte sie auf dem kürzesten Weg zum Stall zurück, ohne zu grasen. Ließ sich aber sofort überreden, weiterzugehen. Am Samstag, es war extrem heiß, das gleiche, doch ich mußte sie schon etwas energischer überreden. Auf weichem Boden dagegen ging sie unauffällig. Ich begann mir Gedanken zu machen. War allerdings sehr im Streß, da ich mich seit Monaten täglich stundenlang um das Pferd kümmern mußte, damit es genug Bewegung bekam.

Als ich sie am nächsten Abend, Sonntag, (02.07.2006) aus dem Stall holte, ging sie sehr steif und klamm. Ich ging mit ihr in die Halle. Da lief sie etwas kurz, aber sie trabte. Im Stehen allerdings entlastete sie laufend abwechselnd die Vorderbeine. Im Stall am Putzplatz tat sie das nicht. Da stand sie völlig normal, auch ohne die Vorderbeine nach vorn zu stellen zum Entlasten. Ich rief dann den Ta an. Die Stute bekam einen Rehegips mit höhergestellten Trachten, Equipalazone und Heparin gespritzt. Heparin spritzte ich dann weitere 3 Tage und Equi. sollte sie 8 Tage bekommen. Doch bereits am nächsten Tag hatte sie matschige Äppel und viel Kotwasser und auf meinen Wunsch stellten wir um auf Vetprofen. Dies bekam ihr besser, doch die Verdauung war gestört. Die Stute durfte täglich die paar Meter auf den Reitplatz gehen und dort ein paar Meter gehen und eine Weile draußen sein. An Futter bekam sie viel Heu, 4 kleine Äpfel und 4-6 kleine Möhren. Dazu 9 ml Kerabol (Biotin), Ginko Biloba und einen großen Arm voll angetrockneter Berennnesseln. Sie lief bald besser und beide Ta (Gemeinschaftspraxis) meinten, das war nur eine leichte Rehe. Ihr Fell wurde wunderbar glänzend und sie sie sah gut aus. Nach 11 Tagen bekam die Stute einen Rehebeschlag mit zurückgesetztem Abrollpunkt (NBS) und verbreiterter vorderer Tragfläche zum Schutz der Hufbeinspitze. Damit lief sie bald wieder recht gut, aber etwas kurz in der Vorhand. Die Eisen waren ihr zu schwer. Sie durfte wieder mit auf den Paddock und nach ca. 14 Tagen begann ich auf Anraten des Ta wieder mit 10 Minuten Angrasen. Ich arbeitete bald täglich ein wenig in der Halle mit ihr auf dem Hufschlag auf geraden Linen, um ihren Gang wieder zu verbessern und ihr die Angst vor den Schmerzen zu nehmen. Sie sollte vor allem wieder lernen, das Gewicht nach hinten zu verlagern um die Vorhand zu entlasten und die Schonhaltung aufzugeben. Da der Paddock durch die Trockenheit sehr hart war, bewegte ich sie sonst vorwiegend auf weichem Boden. Sie erholte sich jedoch insgesamt nicht so gut, wie ich erhofft hatte. Sie pinkelte noch immer sehr viel, ihre Box war sehr naß, ihre Verdauung war immer noch matschig und mit Kotwasser. Ich ließ sie mit Reiki behandeln. Das half ihrem Bewegungsablauf, aber sie nahm anfangs sehr ab dabei.

Dann fand ich eine andere THP, die sich für die Probleme intensiv interessierte. Die Stute wurde mit Bioresonanz durchgecheckt und harmonisiert. Sie hatte starke Störungen im Verdauungsbereich und am Herz. Am nächsten Tag nach der Behandlung war die Stute seit Januar 2006 das erste mal wieder rossig und sehr heftig. Danach rosste sie regelmässig auch Ende September und Ende Oktober. Ende November und Ende Dezember habe ich wieder keine Rosse bemerkt. Die Stute lebte auf. Sie bekam verschiedene Mittel für den Darm und dauerhaft eines für das Herz. Sie wurde langsam leistungsfähiger. Die Verdauung wurde langsam trockener. Ich begann, sie wieder vorsichtig in der Halle zu reiten. Das ging sogar bald schon recht schön, die Stute machte willig mit. Da sie sich aber häufig mit den Eisen streifte und kleine Verletzungen an den Fesseln hatte, nahm der Huftechniker die Eisen ab. Er meinte, der Huf wäre normal runtergewachsen. Die weiße Linie nur minimal verbreitert, eine sehr kleine Rille im Huf, sie könnte jetzt ohne Eisen gehen. Ich begann wieder mehr zu reiten. Zunächst in der Halle und bei kühlem Wetter auch mal ein Stück im Gelände. Die Stute war begeistert. Auf Grasboden oder einem abgeernteten Rübenfeld mußte sie unbedingt galoppieren. Doch nach kurzer Zeit merkte ich, daß die Hufe wieder fühliger wurden, daß die vordere Wand ziemlich schräg nachwuchs, die Rille wuchs tiefer raus und die Sohle wurde voller, die Wölbung im Huf verschwand immer mehr. Sie ging insgesamt wieder fühliger. Nach 4 Wochen rief ich den Ta an und der riet mir, ACTH prüfen zu lassen, da bei Rehe mit so unklaren Folgen häufig Cushing im Spiel sei. Das Ergebnis war laut Ta beschissen: ACTH über 800. Normwert bis 50. Er meinte, das bekämen wir mit Pergolid aber wieder in den Griff. Die Stute sähe ja überhaupt nicht danach aus und wäre ja sonst relativ gut drauf, die Symptome eher undeutlich. Ohne die Rehe wäre er nie darauf gekommen. Ich denke, die heilpraktischen Behandlungen haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, daß der Stoffwechsel immer wieder optimiert wurde. Sonst wäre sie mit einem so hohen Wert nicht so lange in der relativ guten Verfassung geblieben.

Zusätzlich wurden die Hufe geröngt. Es fand sich eine Rotation von 11 Grad. Der Ta meinte, das wäre grenzwertig, aber in den Griff zu bekommen. Das Gute ist, die Zehenachse ist nicht verändert, die Hufwand ist nach außen gedriftet. Die Sohle ist noch dick genug. Der Huftechniker ist völlig optimistisch. Sie hat jetzt wieder einen NBS AluminiumBeschlag, mit einem Hohlraum unter der Hufbeinspitze, um diese vor Druck zu schützen. Damit lief sie sofort besser. Nach wenigen Tagen tobte sie beim Reinholen vom Paddock auf dem Reitplatz herum. Ihre Stimmung besserte sich deutlich. Sie geht nicht mehr fühlig, aber oft noch etwas stumpf. Dies könnte aber bleiben, laut Schmied. Das käme bei Rehepferden häufiger vor. Er sagte, ich sollte sie auf jeden Fall ruhig reiten. Mein Bauchgefühl sagte aber, das sollte ich lieber lassen, solange sie nicht fit und belastbar ist.

Pergolid bekommt sie seit Mitte November 2006. Wegen ihrer empfindlichen Verdauung hatte ich mich auf eine längere Eingewöhnungszeit eingestellt. Vor Beginn der Behandlung hatte meine Heilpraktikerin sie nochmal gut eingestellt. Sie war wach, munter, lebhaft. Hatte keine Atemprobleme und ging gut vorwärts. Am Tag nach der ersten Pergolid Gabe von 0,125 mg war sie extrem müde, lethargisch, schlapp, kurzatmig, wollte kaum gehen. Bekam wieder richtig Durchfall. Sie brauchte mit Hilfe meiner HP 4 Wochen, um so munter zu sein, wie vor der Pergolid Gabe. Ich erhöhte auf 0,250 mg. Am nächsten Tag hing sie sofort wieder durch. Diesmal brauchte sie 3 Wochen. Erhöhung auf 0,375. Wieder Verschlechterung, doch leichter und sie benötigte nur 14 Tage Pause. Seit 24.12.06. bekommt 0,5 mg Pergolid. Sie war nach 3 Tagen wieder wacher und gestern super hellwach und bei der Bodenarbeit kaum zu bändigen. Allerdings war sie nach der Sylvesternacht auch ziemlich aufgedreht, da alle Pferde im Stall verrückt gespielt hatten. Trotz Licht an und ständiger Anwesenheit der Stallbesitzer. Aber der Stall war von einer Truppe Jugendlicher massiv beschossen worden.

Die Verdauung hatte sich dank der HP in den letzten beiden Wochen sehr gebessert. Durchfall war weg, die Äppel oft noch sehr feucht bis naß. Kotwasser unverändert einige Spritzer. Leider hatte sie an Neujahr massiv Durchfall wegen der nächtlichen Aufregung. Ich denke aber, das war temporär.

Da ich wegen der Fütterung unsicher war, habe ich sie auch noch auf EMS und IR testen lassen. Dazu mußte sie einen Tag beim Ta verbringen. Beides ist negativ. Mangan im unteren Normbereich, TR3+4 und Fruktosamin im oberen Normbereich. Borreliose negativ.
An Futter bekommt sie jetzt:
3mal täglich Heu, 1 Kg Möhren und 3 Äpfel (auf 3mal aufgeteilt), 420 ml Pre Alpin Heucobs, 530 ml Marstall Vito, 60 ml Marstall Fortissimo, 1 Meßlöffel Dr. Schaette Kieselgur,
1 Eßlöffel CDVet Kräuterhefe, Eßlöffel Stullmisan, dies beides gegen die Durchfallerscheinungen, 
2 mal pro Woche Mash aus einer Tasse Kleie und 80 gr. Leinsamen, selbst gekocht, mal 1 Stück trockenes Brot, 2-4 mal pro Woche lasse ich sie 10-30 Minuten grasen, je nachdem wie das Wetter ist.

Kurz nachdem ich auf 0,5 mg Pergolid erhöht hatte, fraß sie häufig ihr Heu nicht auf. Ich schob es auf schlechtere Heuqualität. Als ein neuer Ballen abgefangen wurde, fraß sie wieder alles Heu. Nach 3 Tagen ließ sie wieder etwas liegen. Allerdings frißt sie derzeit ihr ganzes Stroh auf. Ich bemerkte aber, daß auch andere Pferde bevorzugt erst das Stroh fraßen. Ansonsten frißt sie alles mit gutem Apetit, was man ihr vorsetzt. Nur mit den Heucobs mäkelt sie oft rum.

Durch das Pergolid habe ich diese Verbesserungen nach ca. 4 Wochen bemerkt:

Die Stute ist wacher, die Lethargie langsam gewichen, sie frißt nicht mehr die ganze Einstreu auf, (bis auf die letzten Tage wieder. Aber es gibt auch gerade super schönes Stroh und die anderen fressen es auch) der Bauch ist nicht mehr so dick, sie pinkelt etwas weniger, schwitzt nicht mehr, die Kreislaufprobleme sind deutlich besser geworden, sie kann ohne Atemprobleme arbeiten, ermüdet nicht mehr so schnell, der Husten allerdings lebt immer wieder auf. Dann hustet sie 3-4 Tage und es kommt Schleim aus den Nüstern. Danach hört es langsam wieder auf. An manchen Tagen hustet sie dann gar nicht, dann wieder ohne Schleim einige Male. Aber das seh ich jetzt nicht mehr so eng, da es nicht schlimmer wird und auch mit Homöopathie gut zu kontrollieren ist.

Insgesamt bin ich zur Zeit optimistisch, daß wir eine Chance haben, die Rehefolgen und die Cushing Symptome in den Griff zu bekommen. Ich hoffe nur, daß sich das Freßverhalten mit dem Heu nicht verschlechtert, wenn ich die Pergolid Dosis weiter erhöhe, da die Stute zwar nicht mager, aber doch sehr rippig ist. Sie sieht sehr schlank aus, hat aber noch gut Muskeln und immer noch einen runden Bauch. Ich werde deshalb diesmal wieder etwas länger warten, bis ich erhöhe.

Zur Zeit arbeite ich sie an der Longe und mache Bodenarbeit. Das beides kombiniert über ca. 35 Minuten mit An- und Abwärmen an ca. 4-5 Tagen die Woche. Bislang nur im Schritt und ruhigen Trab. Einige Male wollte sie in der letzten Zeit auch mal galoppieren, weil sie sich so gut gefühlt hat. Ich habe ihr 2 Runden auf jeder Hand erlaubt. Sie hat vor Freude rumgebockt.  Zweimal in der Woche hat sie Pause und geht nur auf den Paddock. Am Wochenende gehen wir meistens 1-1,5 Stunden zu Fuß ins Gelände. Danach arbeite ich sie dann noch kurz im Trab in der Halle. Alles, um die Durchblutung zu erhalten. Unsicher bin ich allerdings, was das Training angeht. Der Huftechniker sagt, ich soll reiten, damit sie wieder Muskeln aufbaut. Mein Gefühl sagt, mir ein schlappes Pferd zu reiten bringt nichts, da es zu wenig Kraft hat und damit vorlastig geht und die Hufe mehr belastet. In den letzten Tagen sah es so aus, als ob sie wieder mehr Kraft hat. Ich bin mir nicht sicher, was ich mit ihr tun kann, in Bezug auf die Hufrehe mit der Rotation. Immer gradeauslaufen findet die Stute stinklangweilig und zickt dann rum. Sie will dann schon anspruchsvoller arbeiten, also auch volten, seitengänge und wendungen auf der hinterhand. Anhalten, rückwärts und tempowechsel sowie leichtes versammeln halte ich eher für unbedenklich. Aber was kann ich ihr wirklich erlauben? Bei der Bodenarbeit ist das sicher auch noch wenig belastend. Ich halte die Volten sehr groß, Seitengänge gelegentlich und nur für einige Schritte, aber wie soll ich beim Reiten vorgehen? Jetzt, wo es ihr besser geht, langweilt sie sich schon wieder bei der Bodenarbeit. Ich habe sie deshalb auch shcon mal über Stangen traben lassen oder durch die Dualgasse. Aber ich merkte, es fordert sie zu wenig. Müssen wir da jetzt durch, bis die Hufe völlig runter gewachsen sind oder soll ich mich auf den Huftechniker verlassen und wieder anfangen zu Reiten? Natürlich erstmal nur in der Halle. Unser Gelände hat ziemlich steinige und feste Wege.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, beantworte Fragen aber gerne. (Kann schon mal ein paar Tage dauern, da ich nicht immer Zeit habe, in das Forum zu gehen. Ansonsten gerne per PM) Mein Wissen zu dem Problem habe ich größtenteils hier aus dem Forum und sonst aus dem WWW. Der Rest ist erlebt und ich habe zwei guteTä und eine klasse THP, die sich gegenseitig akzeptieren.

Danke an alle, die mit Ihrem Wissen dazu beitragen, daß anderen schnellstmöglich geholfen werden kann!

Liebe Grüße
Maria
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #1 - 05. Januar 2007 um 17:15
 
Donnerstag 4.1.2007

Jerziba ist noch immer hektisch in der Box durch die Sylvesterknallerei. Das muß übelst gewesen sein und ich überlege, ob ich nächsten Sylvester mit ihr zu den Weiden hinunter gehe, damit sie weit weg ist vom Dorf und ich bei ihr bin.

Ansonsten ist sie aber wach und zickt mit anderen Pferden rum. Die Box ist patschnaß, sie hat alles Stroh weggefressen, ca. ein Drittel der drei Heuportionen ist in der Box überall verteilt. Sie stürzt sich aber sofort auf den Heuballen in der Stallgasse und sucht nach den besten Gräsern. Viele der anderen Pferde ferssen ihr Heu auch nicht völlig auf, aber doch mehr. Bekommen allerdings auch nur zwei Portionen. Sie hat immer noch überwiegend Durchfall und sieht jetzt sehr dünn aus. Schultern und Hüftknochen stehen deutlich hervor, Flanken sind eingefallen, Oberschenkel haben Muskelmasse verloren, der Schweifansatz ist deutlich abgegrenzt, die Kruppe eingefallen.
Bei der Bodenarbeit in der Halle ist sie einigermaßen willig, aber es fehlt an Energie. Sie läßt sich hängen und eiert so dahin.

Ich habe in den letzten 2 Tagen das Müslifutter ( Marstall Vito, niederglykämisch, ohne Getreide, ohne Melasse) von 0,5 kg auf 0,8 kg erhöht. Werde aber nochmal auf 0,6 kg runtergehen und langsamer erhöhen, da ich nicht weiß, ob 0,3 aufeinmal zuviel sind. Außerdem habe ich nach Rücksprache mit meiner THP gestern abend 3 Eßl. Stullmisan gegeben und dann weiterhin 2 Eßl. Sollte das bis Montag keinerlei Verbesserung ergeben, wird sie kommen und die Stute behandeln, weil es zu einer massiven Störung gekommen sein kann. Ich habe sie nach der Hallenarbeit noch 15 Minuten Gras fressen lassen, um sie psychisch zu stützen. Das Gras ist zwar kurz, aber sieht sehr grün und saftig aus. Sie hat sich richtig gierig draufgestürzt und war zum ersten Mal böse, als ich sagte, es reicht. Leider frißt sie keine eingewichten Heucobs. Trocken nimmt sie sie nicht gern, aber wenn, dann kaut sie sehr langsam und bedächtig. Ich gebe ihr abends eine halbe Dose davon, 420 ml. Manchmal sammle ich sie wieder raus wenn ich den Stall verlasse, da ich sie nur davon fressen lasse, wenn ich das überwachen kann. Frische Rüben frißt sie fast nie, selten mal, wenn sie lange genug in der Krippe liegt. Ich habe deshalb wenig Hoffnung, daß sie eingeweichte Rüschnis frißt. Sie nimmt auch keine nasses Heu. Da ist sie eigen. Alles matschige lehnt sie ab. Unter das Müsli kann ich allerdings fast alles sonst mischen. Und Mash mit wenig Wasser nimmt sie gern, wenns nicht zu oft und zuviel ist.

Ich finde es sehr schwierig, das richtige Futter zu finden, je mehr ich darüber lese. Irgendwo steht, keine Luzerne, kein Leinsamen, keine Weizenkleie und Pferde brauchen überhaupt kein Zusatzfutter. Und an andere Stelle wird wieder Luzerne empfohlen und Leinsamen als nützlich eingestuft und kleine Mengen Kleie als unbedenklich. Ebenso Fett. Ist Öl nun gut oder nicht gut? Jerziba hatte im Sommer etwas erhöhte Tryglizeride. Ist Öl dann schädlich oder nicht? Ich würde gern etwas Öl geben, da sie damit auch etwas Energie aufnehmen würde. Aber ich habe es bisher nicht gewagt. Ich glaube nicht, daß wir mit Heu und Stroh als alleiniges Futter über den Winter kommen, so, wie sie jetzt schon aussieht.

Ich wußte bisher auch nicht, wie schwierig die Haltung eines Rehepferdes sein kann. Ich kenne noch drei Rehepferde, allerdings ist nicht bekannt, ob sie weitere Erkrankungen haben. Alle werden geritten und normal ernährt und sehen gut genährt aus. Das Pony bekommt auch Getreidemüsli und ist eigentlich zu fett, der Trakehner bekommt Hafer. Diese beiden werden viel geritten. Und meine macht ewig Probleme. Ich mache mir echt Sorgen, wie wir den Winter überstehen sollen, falls es noch kalt werden sollte. Denn dann wird sie noch mehr abnehmen, wenn ich es nicht schaffe, ihr mehr Energie zuzuführen.

Viele Grüße
Maria

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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #2 - 09. Januar 2007 um 13:16
 
Dienstag 9.1.07

Jerziba geht wieder besser, zum Göück. War wohl doch der Sylvesterstreß schuld. Ich hab mir schon Sorgen gemacht, daß ihr Zustand sich trotz Pergolid verschlechtern könnte. Die Verdauung beruhigt sich langsam. Es sind wieder Äppel zu sehen, kein Kotwasser, aber dafür noch meist zu nass. Sie bekommt weiter 2 Eßl. Stullmisan  und noch eine Woche Rescue Tropfen.

Wir waren am Wochenende wandern im Gelände. Samstag atmete sie noch kurz mit riesen Nüstern und war schnell schlapp und müde. Sonntag war sie munterer, wacher, lebhaft, aber ruhig, doch ziehen wie am Samstag mußte ich sie nicht mehr.

Gestern abend hab ich in der Halle an der Longe mit ihr gearbeitet. Sie war erst sehr ruhig, etwas lustlos. Dann ausgebunden ging sie sofort fleißig und nach einigen Trabverstärkungen begann sie dann die Sau rauszulassen. Bockte und keilte und rannte. Anfangs hab ich sie laufen lassen. Sie wurde immer schneller, typisch Araber eben, drehte immer mehr auf, rutschte einige Male. Ich habe sie dann mehrmals gegen die Bande stoppen müssen, bis sie hochzufrieden stehenblieb.  War aber klar, daß das ncoh nciht alles war. Mehrere Versuche sie wieder ruhig zu kriegen scheiterten am Rumrasen.  Ich hab sie dann an der langen Longe über die ganze Halle gehen lassen, bis sie genug hatte. Draußen ist alles matschig, da toben sie nicht. Sie brauchte das sicher mal. Hatten wir ja ewig nicht. Sie pumpte danach nicht, atmete tief und gleichmässig, schwitzte am Hals wenig, unter dem Gurt und an den Innenseiten der Hinterbeine. Ich denke, das ist OK so. Sie bekommt immer noch 0,5 mg Pergolid, weil ich wegen der schlechten Verfassung nicht erhöhen wollte. Sie ist eh immer danach erst ein paar Tage schlechter drauf und dann weiß ich nicht, woher das nun kommt. Ich werde noch eine Woche mindestens dabei bleiben, bis sie wieder stabil ist. Man sieht aber in jedem Fall schon eine deutliche Verbesserung dadurch.

Leider hat sie noch etwas abgenommen, obwohl ich ja die Müsliration erhöht hatte. Habe jetzt Mal die Heucobs mit wenig Fenchel-Anis-Kümmeltee eingeweicht. Pfefferminztee scheint mir wegen der homöopatischen Medikamente unangebracht. Erst guckte sie mißtrauisch. Doch dann hat sie es genommen. Gestern hat sie schon regelrecht drauf gewartet und alles begeistert aufgeschleckt.  Damit hätte ich nie gerechnet. Aber das riecht auch total lecker. Ich könnte mir jetzt gut vorstellen, daß sie auch Rüschnis mit Tee aufgeweicht nehmen würde. Ich werde mal sehen, ob ich eine Probe bekommen kann.

Viele Grüße
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #3 - 22. Januar 2007 um 13:53
 
Montag 22.01.07

Hallo zusammen,

die letzten Wochen hatte sich erst nicht viel verändert. Sie war meistens etwas müde und schlapp. Manchmal wurde sie beim Bewegen warm und wurde munterer. Aber so richtig fit war sie nicht. Dann hatte sie einen Tag, da ging es es wiederr mal richtig schlecht. Sie war extrem kurzatmig, hatte kleine trübe Augen und zeigte ein Schmerzgesicht.  Vermutlich Kopfschmerzen, da sie normal lief.

Am Mittwoch letzter Woche war sie plötzlich ganz wach. Rief ganz laut und ungeduldig, als ich kam. In der Halle bei der Bodenarbeit und an der Longe war sie ganz eifrig und ging schön locker und hatte genug Kraft für einen Galopp. Natürlich mußte sie ein bißchen durchziehen. Atmung wird wieder besser. Husten läßt auch nach. Hatte Engystol gegeben 2 Tage lang. Allerdings fraßen die Pferde seit einigen Tagen wieder ihr Heu nicht richtig und Jerziba hatte noch reichlich liegen. Allerdings hatte sie die Stengel leigengelassen. Das blattreiche Heu hatte sie genommen.

Am Donnerstag war sie genauso wach, trotz des extremen Wetters. Da ich kein Risiko eingehen wollte, ließ ich sie im Stall, wo sie sich begeistert über das Futter her machte. Heu lag noch reichlich. Sie sah sehr eingefallen aus am Bauch.

Am Freitag war sie in der Halle erst etwas träge, doch dann wurde sie wach und bockte ein bißchen rum im Galopp. Verspannte sich aber vor Aufregung und ging Kreuzgalopp. Verdauung wird immer besser. Fast überwiegend Äppel  Durchgedreht. Sie sah aber sehr dün  aus. Habe die Tä angerufen. Wir haben für Montag einen Termin zum Blutabnehmen vereinbart. gemacht werden soll großes Blutbild und wichtige Mineral- bzw. Spurenelementestatus. Sie meinte, wenn die Triglyzeride wieder normal sein sollten (waren erhöht auf 80) , dann könnte ich etwas Öl zufüttern.

Samstag war sei richtig gut drauf. An der Longe fleißig, aufmerksam, arbeitete genau, kein Schlampen und im Galopp jede Hand zwei Runden eifnach perfekt. Losgelassen, rund, gut durchgesprungen. Atmung gut, pumt leicht danach, kommt aber schnell wieder runter. Kein Husten, nur beim Wälzen kurz. Es gibt einen neuen Heuballen. Alle fressen mit Appetit. Habe Hartog Luzerne geholt. Sie bekommt 2 Handvoll.

Sonntag großer Spaziergang über knapp 2 Stunden. Sie geht fleißig, nicht zu schnell, aber auch nicht träge. Atmung OK. Sie geht mühelos, federnd und raumgreifend über den steinigen Boden dank der Alus.  Hustet ledier wieder viel, aber kurz und aus der Kehle. Später kommt wenig weißlicher Schleim. Kein Rasseln in den oberen Atemwegen zu hören. Sie läßt unterwegs einen großen Kuhfladen fallen  Schockiert/Erstaunt. In der Box sind auch Matschhaufen. Meine Freundin meint, vom Wetter, andere Pferde hätten da auch reagiert. Erhöhe Stullmisan auf 3 Eßlöffel.

Heute morgen, Montag, sie hat ihr Heu gefressen, Bauch sieht gefüllt aus. Tä kommt, leider die Kollegin, kennt uns noch nicht. Nimmt das Blut ab. Sie findet, daß Jerzibas Futterzustand noch geht. Die Kruppe ist noch "gut gefüllt". Fell ist glatt und glänzend, Augen wach, lebhaft. Sie meint, Futterplan ist OK. Ölfütterung würde sie weglassen, das könnte den Durchfall verstärken. Was denn nun? Einer sagt so, der andere anders? Sie würde eher die Heucobs und das Müsli vorsichtig erhöhen, wenn nötig. Aber erstmal so weitermachen. Pergolid erhöhe ich die nächsten Tage auf 0,625 mg, wenn sie weiter so munter bleibt. Es sind wieder Äppel im Mist. Habe frischen Nachschub an Stullmisan bekommen. Sie frißt ihre Heucobs nicht auf, will raus. Ich bringe sie zum Paddock. Im Moment sieht es gut aus. Hoffentlich hält es mal eine Weile *aufholzklopf*


Viele Grüße
Maria
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #4 - 24. Januar 2007 um 12:19
 
Hallo,

eigentlich dachte ich gestern, daß Jerziba bei dem Wetter, Hochdruck, Sonne, kalt, gut drauf sein würde. Leider können unsere Pferde nicht auf den Paddock, da alles vereist und holperig gefroren ist.  Sie ging in der Halle wie eine Schnecke und ich mußte sie ständig antreiben. Sie pumpte schon nach einer Runde gehen im Schritt, als ob sie umfallen wollte.  Ich habe unerbittlich weiter gemacht, obwohl ich nie genau weiß, ob das jetzt gut oder schlecht ist und immer daran bin, mir Vorwürfe zu machen, daß ich zuviel verlange. Aber ich dachte mir, leichte Bewegung an der Hand kann doch nicht schlecht sein. Nach 15 Minuten wurde es leicht besser mit der Atmung. Doch in den Pausen stand sie da mit kleinen trüben Augen. Ich ließ sie traben und da wurde sie endlich warm und wacher.  Schließlich galoppierte sie von sich aus einige Runden. Zwar ganz übel verspannt und hektisch, aber immerhin. Sie pumpte danach sehr, aber erholte sich immer wieder ziemlich schnell. Sie schwitzte nicht wie früher immer. Danach packte sie einen Appelhaufen hin, der vom Feinsten war. Fest und glänzend. Hatten wir seit Monaten nicht. Ob die Luzerne dazu beiträgt, die sie jetzt bekommt?  Sie sieht auch wieder etwas runder aus, seit sie ihr Heu wieder frißt. Wenn sie nur nicht immer so kurztatmig und schlapp wäre. Sie hüstelte öfter aus der Kehle heraus und in der Nase blubberte Schleim. Es kam aber nur eine dünne Spur weißlicher Schleim. Ich habe daraufhin das Pergolid auf 0,625 mg erhöht. Bisher ging es ihr noch am Besten bei 0,375. Aber das ist sicher viel zu wenig, bei dem hohen ACTH Wert. Heute nachmittag bekomme ich hoffentlich das Ergebnis des Blutbildes.

Viele Grüße
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
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Antwort #5 - 25. Januar 2007 um 13:58
 
Hallo,

nachdem ich Jerziba vorgestern abend  die Pergoliddosis auf 0,6125 erhöht hatte, war ich doch etwas überrascht, wie gut sie das diesmal weggesteckt hat. In der Stallgasse stand sie noch mit hängendem Kopf und sah wie etwas "sediert" aus. Doch in der Bewegung war sie besser drauf, als am Abend vorher. Sie atmete etwas besser und ich mußte sie weniger treiben. Nur galoppieren wollte sie nicht so recht.  Aber mußte ja auch nicht sein. Husten war weniger, es kam kaum Schleim, das Blubbern in der Nase war auch wieder fast weg. Wir sind dann noch eine Runde durchs Dorf gegangen für den Kopf und dann wollte sie eigentlich nur noch ans Futter Zwinkernd. Ihre Äppel waren durchweg perfekt: fest, glatt und glänzend, kein Kotwasser. Solche Äppel hatten wir seit Monaten nicht. Ich füttere weiter 3 Handvoll Luzerne, weil ich das Gefühl habe, daß ihr das bekommt. Denn seitdem sind die Äppel so schön normal.

LG
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Antwort #6 - 26. Januar 2007 um 18:27
 
Hallo zusammen,

ich habe hier jetzt mal das Blutbild von Jerziba eingestellt:

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1134084909/0#13

Wir haben heute Schnee, es ist wärmer geworden und als ich heute vormittag im Stall war, hatte Jerziba große Nüstern und sah etwas müde aus. Ich denke, der Wetterumschwung wird sie schlapp machen. Die Äppel sahen alle gut aus.
Gestern abend war sie noch ziemlich gut drauf. Ich konnte sie sogar ausgebunden longieren und sie war fleißig. Es fehlte nur mehr Kraft. Sie strengte sich ziemlich an und atmete kräftig. Aber pumpte dabei wenig.  Auf unserer kleinen Runde durchs Dorf ging sie locker und war sehr lebhaft bzw. schreckhaft Smiley. Was bei ihr ein gutes Zeichen ist  Zwinkernd

Bin nur mal gespannt, wie sie bei dem Schnee mit den Eisen klar kommt. Hufgrip haben wir ja drunter, aber sonst sind die Dinger glatt, da der Huftechniker noch keine Widiastifte einbringen wollte.

Verschneite Grüße
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Antwort #7 - 29. Januar 2007 um 18:27
 
Montag 29.01.2007

Trotz des heftigen Wetterumschwungs der letzten Tage war Jerziba erstaunlich gut drauf. Am Freitag abend konnte ich sie ausgebunden longieren und sie sie ging fleißig, trug sich schön und galoppierte sogar. Das alles ohne große Atemprobleme. Am Samstag machten wir zwei einen flotten Spaziergang über 1,5 Stunden und mein Pferd war sehr lebhaft, wach und sogar wieder etwas frech  Durchgedreht. Wir sind viel dabei getrabt. Danach allerdings schien sie müde zu sein und döste am Anbinder und sah sehr entspannt und fröhlich aus. Sonntag war der Boden etwas aufgetaut und sie konnte auf den Paddock. Da es ziemlich regnete, waren alle Pferde froh, als wir sie wieder reinholten. Jerziba trabte dann in der Halle neben mir mit eifrigem Gesicht und mit normaler Atmung. Das Gehen im Schnee ging auch mit den Eisen nahezu problemlos.

Wie es aussieht, scheint das Pergolid ja endlich etwas zu bewirken. Ich denke mal, daß es bisher eher weniger Wirkung gezeigt hat, könnte an dem Durchfall gelegen haben. Möglicherweise konnte sie dadurch nicht genug Wirkstoff aufnehmen. Ich selbst hatte dies Problem auch schon mal.

Nachdem sie die Pergolidtablette bisher ohne zu Murren in Apfel oder Möhre eifrig gefressen hat, spuckte sie gestern plötzlich, als ich ihr das Apfelstück gegeben hatte. Keine Ahnung, ob sie es noch gefressen hatte, ob ob es im Stroh gelandet ist. Bisher habe ich es meistens im Anschluß an das Krippenfutter gegeben.  Mal sehen, ob das einmalig war oder ob sie plötzlich gemerkt hat, daß da was drin ist. Dann muß ich mir eine andere Strategie überlegen.

Schönen Abend
Maria



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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #8 - 30. Januar 2007 um 14:18
 
Dienstag 30.01.2007

Gestern abend war Jerziba ziemlich ruhig. Beim Bewegen in der Halle atmete sie stärker. Ich hab sie trotzdem gefordert und sie hat auch mitgemacht. Ist sogar einige Runden willig galoppiert und hat zweimal durchgezogen und rumgebockt. Danach war sie ziemlich still in der Stallgasse.  Äppel etwas nasser. Sie sieht aus, als ob sie leicht zugenommen hätte, wirkt nicht mehr ganz so kantig. Frißt gut ihr Heu und hat auch brav den Apfel mit der Tablette gefressen. Ich hatte ihr vorher noch eine Handvoll Luzernehäcksel gegeben. Da merkte sie nichts von Tabletten dazwischen  Smiley

Ich hatte bisher noch etwas Wichtiges vergessen zu erwähnen. Jerziba hatte seit Januar 2006 nicht mehr gerosst. Nachdem sie im August mit Bioresonanz behandelt worden war, rosste sie sofort am nächsten Tag heftig und das eine gute Woche lang. Danach noch 2mal abgeschwächter und seitdem hatte sie keine Rosse mehr. Das ist etwa die Zeit, seit sie Pergolid bekommt. Am Samstag nun plötzlich war sie wieder deutlich rossig. Sie bekommt ja seit einigen Wochen ihre Heucobs mit einem Anishaltigen Tee aufgeweicht. Anis ist rossefördernd, habe ich gerade gelesen. Weiß aber nicht, ob diese Teebeutel genügend Wirkung zeigen können. Wäre ja vielleicht mal interessant zu wissen, ob andere Cushing-Stuten auch nicht rossig werden. Es könnte ja sein, daß es ihr durch die Pergolidbehandlung   insgesamt besser geht und sich die Rosse dadurch wieder einstellt. Hat das noch wer beobachtet?

LG
Maria
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          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #9 - 02. Februar 2007 um 14:45
 
Freitag 02.02.2007

Die letzten Tage war Jerziba nicht so gut drauf. Sie war ziemlich ruhig und auch kurzatmig und viel bewegen wollte sie sich eher nicht. Gestern abend war die THP da und als ich zum Stall kam, hielt Jerziba den Kopf aus dem Fenster, obwohl sie noch reichlich Heu hatte und sonst lieber frißt, als aus dem Fenster zu sehen. Ihre Nüstern waren weit geöffnet, sie sah schlecht aus  und sie atmete sehr schnell, und mit Bauchatmung und sah in den Flanken eingefallen aus. Man konnte eine Rinne am Bauch sehen. Als sie mich sah, wurde sie hektisch und wollte sie sofort aus der Box. Es war gerade mal wieder laut und hektisch im Stall. Später dachte ich, das war eher ein Hilfeschrei von ihr. Die THP war total erschrocken, als sie Jerziba sah und sagte, das muß sofort behandelt werden, das ist ein schwerer Asthmaanfall. Wenn das so aussieht, würde sie in jedem Fall einen Arzt oder THP kommen lassen. Nun hat Jerziba seit ihrer Jugend immer wieder diese wetterabhängigen Probleme mit Kurzatmigkeit und ich habe dieverse Tä und THP befragt und man sagte mir immer, manche Tiere seien eben empfindlicher als andere. Niemand sagte etwas von möglichem Asthma. Deshalb kenne ich das Bild und war nur traurig, daß es wieder mal so ein schlechter Tag für sie war. Obwohl ich manchmal, wenn es mal so shclimm war, dachte, das sieht aus wie Asthma. Als sie vor Jahren die schwere Bronchitits hatte, sah das ähnlich aus. Sie war so kurzatmig, daß sie kaum gehen konnte. Die Bronchien waren trocken entzündet und krampften, allerdings ständig bei verstärkter Bewegung. Nachdem ich den Ta gewechselt hatte, war das schnell wieder vorbei und es ging ihr nach der Aufbaubehandlung durch eine THP wieder gut. OK, in den allermeisten Fällen wird die Kurzatmigkeit durch Bewegung sehr deutlich besser, sodaß ich immer von Kreislaufproblemen ausgegangen bin und ich denke, das war auch so. So starke Atemprobleme hat sie eigentlich nicht oft. Lange Zeit hatte sie es gar nicht durch THP Behandlungen. Erst seit Winter 2006 ist es mir wieder verstärkt aufgefallen, daß sie oft sehr kurzatmig ist. Vor allem im Sommer, durch die Hitze. Allerdings selten so wie gestern, daß sie so leidend aussah.

Die THP hat sie abgehört. In Lunge, Bronchien und Trachea kein Schleim zu hören. Danach hustete Jerziba einige Male und dann nicht wieder. Sie bekam Atropinum comp. gespritzt und eine APM, die sie sehr zu genießen schien, und nach 10 Minuten wurde die Atmung ruhiger und tiefer, das Pumpen ließ nach, Jerziba wurde wieder wacher und sah zufrieden aus. Es unglaublich, wie sehr und wie schnell sich ihr Zustand und ihr Ausdruck in relativ kurzer Zeit änderten. Als die THP fertig war, drehte Jerziba ihren Kopf und sah sie lange an und hielt ihre Nase zum Kraulen hin.

Nach weiteren 30 Minuten zappelte da ein Pferd in der Stallgasse, daß total ungeduldig und mit großen Augen und freudigem Gesciht darauf wartete, spazieren gehen zu dürfen. Denn das wußte sie schon, daß wir heute rausgehen würden und nicht in die Halle. Sie atmete immer noch mit großen Nüstern, aber normal tief, so wie sonst auch, wenn sie leichte Kreislaufprobleme hat, ohne zu Pumpen und dann ging es im Rennschritt durch das Dorf und überall mußte gerochen und geguckt werden. Sie war hellwach und aufgeregt.

Heute  morgen sah ich nach ihr. Sie atmete schon wieder sehr kurz und schnell. Fraß aber gut und sah nicht leidend aus.
Sie frißt übrigens tatsächlich Rüschnis mit Hagebuttentee aufgeweicht. Das schmeckt sicher schön fruchtig. Mit Tees aromatisiert nimmt sie doch so einiges, was sie sonst nicht fressen würde. Mal sehen, wie lange. Verdauung ist OK.

Ich werde mir jetzt diese Ampullen hinlegen, für solche Fälle. Geschockt hat mich aber doch die Tatsache, daß es ihr so schlecht ging. Gehören Asthmaanfälle eigentlich auch zum Krankheitsbild bei Cushing? Oder sollte sie die Veranlagung schon gehabt haben und das wird durch die Krankheit verstärkt? Irgendwie mache ich mir jetzt darüber Gedanken, was daraus werden soll. Wie geht sie damit um? Kann sie damit umgehen? Manchmal habe ich Angst, daß sie es doch nicht mehr schafft, wieder fit zu werden. Wieso hat niemand vorher etwas gemerkt, daß sie so krank ist? Die THP sagte, weil ich es durch die ganzen Behandlungen aufgefangen habe.

Schönes Wochenende
Maria
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #10 - 05. Februar 2007 um 18:14
 
Montag 05.02.2007

Am Freitag abend war Jerziba wieder wach und munter und lebhaft. Sie war etwas kurzatmig, aber das ist sie ja sehr oft in letzter Zeit. Sie pumpte aber nicht und sah fröhlich aus.  Das blieb so über das ganze Wochenende. Wegen der APM sollte sie sich nur frei bewegen  können und nichts tun. Ich hab sie an die Leine genommen und sie wollte Grasen gehen. Das hab ich ihr am Samstag und Sonntag für je 20 Minuten gegönnt.  Ansonsten war sie nicht gierig nach Futter (außer auf Gras) und auch die Box ist trockener geworden. Sie steht auf Späne und bekommt zusätzlich Stroh darüber. Ein halber Späneballen reicht jetzt für 4 Tage. Sonst maximal 3 Tage, auch schon mal 2 Tage zu schlechten Zeiten.

Allerdings hatte sie ab Samstag abend etwas Durchfall. Am Sonntag waren schon wieder Äppel dazwischen.  Sie bekommt seit einigen Tagen eine große Handvoll Rüschnis (lockerfeucht, nicht nass,  sind das ca. 1 ltr). Kann es sein, daß sie sich erst daran gewöhnen muß und daß ich mit weniger hätte anfüttern müssen?  Oder ob der Asthmaanfall Streß für sie war und dadurch zu Durchfall führt? Ihr Darm scheint da ziemlich empfindlich zu reagieren im Moment.

LG
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #11 - 15. Februar 2007 um 18:42
 
Donnerstag 15.02.2007

Die vergangene Woche war Jerziba nicht so gut drauf.  Hatte ständig große Nüstern und atmete kürzer. Beim Bewegen in der Halle ging sie müde und lustlos. OK, bei dem Wetter macht das auch alles weniger Spaß. Und Halle ist eh nicht so ihr Ding. Die Atmung war gar nicht so schlecht, aber sie machte nicht wirklich mit. Am Wochenende hatten wir Ostwind und das ist eigentlich immer ihr Wetter. Trotz Regen und Nässe war sie gut gelaunt und wir sind an beiden Tagen durch den Wald marschiert. Mein Pferd hatte es mächtig eilig, die Atmung war fast normal, ich mußte mich ganz schön ranhalten, um ihr Tempo zu halten Smiley. Ich habe mich so gefreut und ich wünschte uns so, daß es ihr öfter so gut geht.

Am Montag war wieder Süd-Westwind und ganz klar war sie wieder müde und schlapp. Solange sie im Stall war, nicht so. Da sah sie munter aus und war frech, atmete aber zu schnell und mit dem Bauch. In der Halle ging sie lange ziemlich lustlos und kam nicht so recht in Gang.

Am Dienstag atmete sie sehr über den Bauch und sah trübe aus. Ich habe ihr s.c. Atropinum comp. gespritzt und sie wollte bald wieder in ihre Box.

Gestern war die Atmung wieder besser. Und ich hab nicht ganz verstanden, warum sie so gammelig durch die Halle schlich, da sie acuh bei Bewegung nicht schlechter atmete, wie die Woche davor. Mit viel Lob, Leckerli und Antreiben konnte ich sie etwas in Bewegung halten. Doch ihr Gesicht sah trübe aus und ich hatte wieder mal das Gefühl, das eigentlich alles umsonst ist, daß sie keine Lust mehr hat. Nach ca. 20 Minuten wurde sie dann plötzlich wacher und explodierte ohne Vorwarnung. Sie galoppierte und rannte und bockte. Als sie nach ungewöhnlichen 4 Runden am Stück stehenblieb, Kopf hoch, Schweif hoch, strahlendes Gesicht, war sie wieder der feurige Araber wie in früheren Zeiten. Klar, sie pumpte ganz schön, aber das schien sie nicht zu stören. Sie rannte noch  weitere Runden und bockte und weil sie jetzt so wach war und fit schien, habe ich sie danach noch eine Weile traben lassen.  Sie überstand das locker, die Atmung kam immer ziemlich schnell  wieder runter. Danach stand sie dann in der Stallgasse und schlief mit tief hängendem Kopf, während ich die Box mistete. Sie sah dabei zufrieden und fröhlich aus.

Sie hustete am Donnerstag wieder vermehrt und in der Nase hörte man Schleim rasseln. Ich habe ihr Sinusitis Hewert gegeben über 2 Tage. Danach war der Husten fast weg. So ganz locker leicht aus der Kehle noch ein bißchen und es floß etwas sehr dünner grauer Schleim aus den Nüstern. Seitdem hat sie nicht mehr gehustet. Das hilft immer sofort bei ihr. Aufgefallen ist mir noch, daß die Atemprobleme nicht  mit dem Husten zusammen hängen, sondern ganz eindeutig mit dem Kreislauf, wie ich am Wochenende  wieder mal gesehen habe. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, ob ihre Bronchien entzündet oder zugeschwollen sein könnten.  Durch dosiertes Bewegen bessert sich das in den meisten Fällen.
Seltsam ist auch, daß offensichtlich die Äppel bei Kreislaufproblemen sofort nasser sind. Dies wurde mir aber auch bei einem gesunden Pferd  berichtet. Diese Stute hatte ebenfalls die letzten Tage verstärkte Atmung und war sehr triebig. Das Wetter scheint doch sehr belastend zu sein und vielleicht ist es auch viel Streß und  macht sich über den Darm bemerkbar. Hat das noch jemand beobachtet?

Ansonsten frißt sie gut, schwitzt nicht, auch nicht bei Anstrengung, die Box ist derzeit ziemlich  trocken. Sie hat einen neuen Alubeschlag bekommen und läuft nach wie vor gut. Erstaunlich auch, wie gut sie mit dem Beschalg im Schnee gehen kann. Selbst an rutschigen Stellen war das kaum ein Problem. Ihr Rücken ist so locker wie noch nie und sie kann so schön über den Rücken gehen, wenn sie genug Kraft hat. Dann macht es ihr sogar
Spaß, anspruchsvolle Gymnastik zu betreiben. Leider kommt es im Moment nicht allzu oft vor. Sie hat zu oft diese Kreislaufpropbleme. Wir haben sooooo an den Rückenproblemen gearbeitet und jetzt, wo sie es könnte, fehlt ihr die Kraft.  Sie haart noch nicht, obwohl andere Pferde schon reichlich Fell abwerfen und hat sogar etwas zugenommen. Sieht nicht mehr so eckig aus. Allerdings schien es mir gestern, als ob das noch leicht sichtbare Fettdepot am Mähnenkamm  etwas mehr geworden wäre. Das muß ich beobachten.  Ich vermute mal, die Fettdepots sollte sie nicht wieder auffüllen, oder? Dann müßte ich sie eher dünn halten. Oder schaden leichte Fettdepots nicht?
Zur Zeit bekommt sie 0,625 mg Pergolid und ich glaube, sie braucht immer die 4 Wochen, bevor ich weiter steigern kann. Denn dann hat sie genug Zeit sich daran zu gewöhnen. Die kürzeren Abstände im Dezember sind ihr eher nicht so gut bekommen.

LG
Maria
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Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Antwort #12 - 19. Februar 2007 um 14:51
 
Montag 19.02.2007

Die letzten beiden Tage hatten wir Ostwind und Jerziba war wie erwartet gut drauf.  Sie atmete zwar wie immer in letzter Zeit etwas schneller, aber war gut gelaunt und lebhaft. Wir sind an beiden Tagen 1,5 Std. spazieren gegangen und Jerziba hielt gut das Tempo. Sie war nicht übereifrig, aber wir kamen sogar ohne Pausen gut voran. Ihre Atmung änderte sich dabei nicht, allerdings schnaufte sie manchmal und hustete einige Male.  Sie war wach und neugierig und wollte einige Male traben. Allerdings kam sie dabei dann bald etwas aus der Puste. Aber wenn sie so bleiben würde, könnte ich sicher auch mal wieder an kleinere Ausritte denken. Natürlich wollte sie ewig grasen. Ich habe ihr 3 mal eine Minute erlaubt. Nur so fürs Gemüt.  Sie hats nicht verstanden, nachdem ich es ihr lang und breit erklärt hatte, aber immerhin akzeptiert  Augenrollen


Allerdings hatte sie ab Samstag wieder vermehrt matschige Äppel abgesetzt. Sonntag sah die Box ziemlich  nass aus.  Also hat sie auch ohne Kreislaufprobleme Verdauungsprobleme. Bleibt eigentlich nur noch der Wetterumschwung als Ursache oder sonstiger Streß im Stall oder auf dem Paddock.

Sie haart noch nicht, obwohl die anderen Pferde zum Teil schon heftig abhaaren. Schwitzt aber auch nicht. Futterzustand ist gut.

Da sie aber gut drauf war und einigermaßen stabil ist, habe ich jetzt nach 4 Wochen Pergolid auf 0,750 mg erhöht. 

LG
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          Aug. 2016 = 48,
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Pergolid 1 mg.

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Antwort #13 - 26. Februar 2007 um 18:54
 
Montag 26.02.2007

Am vergangenen Dienstag abend hab ich mich ziemlich erschrocken, als ich Jerziba sah. Sie sah aus, als ob sie von Sonntag auf Dienstag 50 kg zugenommen hätte. Irgendwie schwammig, die Beine leicht angelaufen, das Fettdepot am Mähnenkamm dicker. Ich habe sofort das Zusatzfutter drastisch reduziert auf einige Möhren und eine Handvoll Müsli, damit sie das Mineralfutter und die Hefe frißt. Nach 2 Tagen sah sie wieder normal schlank aus und hält den Zustand. Seit der APM Behandlung hatte sie kontinuierlich zugenommen und kommt offensichtlich jetzt wieder mit weniger Futter aus. Wenn sie gut bewegt wird, gebe ich ihr noch eine Handvoll Speedys, ansonsten frißt sie fleißig ihr Heu. Komisch, daß sich die Fettdepots bei Futterüberangebot auch gleich wieder auffüllen. Leider ist der Bauch nach wie vor zu dick. Sie matschte viel mit Wasser rum und die Box war wieder nasser.
Sie bekommt jetzt seit einer Woche 0,75 mg Pergolid. Die ersten Tage war sie träger und etwas schlapp. Die Atmung unverändert.  Leider hat sie immer wieder sehr nasse Äppel oder einige Matschhaufen. Das wechselt  aber oft über den Tag hinweg, sodaß fast normale Haufen und matschige zu finden sind.  Sie matscht weniger mit Wasser rum und war die letzten 3 Tage gut gelaunt und fröhlich. Die Atmung war ab Freitag gut, 20 Atemzüge/Minute ist für sie gut. Auch in der Bewegung wurde das zwar erst stärker, aber dann nach einiger Zeit besser.

Am Samstag haben wir sie geführt auf einen Ausritt über gut 1,5 Stunden mitgenommen. Sie war nicht glücklich, daß sie hinterher laufen mußte, da ich das Pferd meiner Freundin ritt, hielt aber gut mit, war danach etwas müde, aber zufrieden. Die Atmung war danach ruhiger als vorher. Sonntag hatten wir Regen und ich versuchte herauszufinden, wozu sie aufgelegt wäre. Ich war überrascht, als ich das Gefühl bekam, sie würde mich gerne reiten lassen. Ich zeigte ihr sicherheitshalber vorher den Sattel, doch sie sah zufrieden und fröhlich aus. Ich bin dann in der Halle geritten. Sie ging ziemlich langsam, verlangte viele Pausen und es schien sie anzustrengen bzw. sie wollte sich nicht anstrengen, denn die Atmung war OK. Genau konnte ich das nicht so feststellen. Große Runden wollte sie auch nicht gehen, nur im Schritt ein bißchen was Anspruchsvolles. Sie weiß, daß ich das gerne mag. Sie ging die ganze Zeit rund in Selbsthaltung(Western geritten) und ich merkte, wie gut ihr das ständige Bodentraining bisher doch getan hat. Fast, als ob ich nie aufgehört hätte zu reiten  Durchgedreht.  Ich saß ca. 25 Min auf dem Pferd mit ca. 10 Min Pausen im Stehen. Dann sagte sie, es reicht.  Sie war fröhlich, Atmung immer noch OK. Sie hatte ja nicht viel getan.
Es war schön, sie mal wieder geritten zu haben, und doch wehmütig bei dem Gedanken, ob sie je wieder fit genug zum Reiten wird oder ob es das erstmal wieder war.

LG
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
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Antwort #14 - 09. März 2007 um 18:47
 
Freitag 09.03.2007

Es war nicht das letzte Mal  Durchgedreht. Jerziba war die letzte Woche relativ stabil. Die Atemprobleme besserten sich jeweils bei Bewegung. Die Verdauung: Äppel, mal nass, mal trocken. Am Sonntag hab ich den Sattel drauf getan und bin mit ihr aus dem Dorf raus gelaufen. Es war sehr warm in der Sonne und sie schnaufte ein bißchen. Ich bin dann trotzdem geritten. Sie war erst etwas unlustig und träge. Wir sind ein kleines Stückchen getrabt und dann bin ich wieder abgestiegen und wir sind weiter marschiert. Jerziba machte hinter mir gehend ein Nickerchen im Gehen. Das kann sie gut, regeneriert dabei sehr gut. Dann im Wald bin ich wieder aufgestiegen und sie war sofort da, hellwach, dann angetrabt, fleißig über den Rücken. Ein Stück nur, es fehlt die Kraft. Sie ging fleißig und vergnügt, es machte ihr Spaß. Die Atmung blieb gut. Dann bin ich weiter mit ihr zu fuß zurück gegangen. Sie schnaufte manchmal ein bißchen, aber war gut drauf. Ich habe mich so gefreut. Wir waren wieder ein Team. Hoffentlich bleibt es so!

Dann habe ich Pergolid auf 0,875 mg erhöht. Wie erwartet war sie am nächsten Tag ziemlich daneben.  doch schon am Mittwoch ging es ihr viel besser und gestern war die Atmung wieder gut, sodaß ich sie wieder gesattelt habe und 20 Min. in der Halle geritten bin. Sie war vorher schon vom Paddock über den Reitplatz getobt und war fröhlich und frech. Wollte aber nicht vorwärts gehen. Luft war wahrscheinlich schon raus. Sie ging sehr langsam, schnaufte immer mal, aber brauchte wenig Pausen und war wach. Atmung war voll OK. Danach stand sie zufrieden und nachdenkend am Anbinder.

Wenn sie so weitermacht werde ich das Pergolid bald auf die Zieldosis von 1 mg  erhöhen können und dann schauen wir mal, wie sich das weiter entwickelt. Ich will dann in 4 Wochen ACTH und die auffälligen Blutwerte nochmal kontrollieren lassen.

Jerziba bekommt das Pergolid jetzt seit November. Ich habe seitdem sehr langsam gesteigert, teilweise nach 4 Wochen, aber nie unter 2 Wochen, weil sie meist erneut ziemlich mit Durchfall, Kotwasser, Lethargie, Müdigkeit und Atemproblemen reagierte. Da ich selber Medikamente nehmen muß, die massiv in den Hormonstoffwechsel eingreifen, weiß ich, wie schlecht man sich nach einer Dosisteigerung fühlen kann. Ich habe nach der ersten Dosis auch 6 Wochen gebraucht, um mich normal zu fühlen. Deshalb habe ich Jerziba ebenfalls aus dem Bauchgefühl heraus diese recht lange Gewöhungszeit gegeben, weil ich ihn bei dem hochsensiblen Pferd langfristig für erfolgversprechender halte. Denn das Problem, das ich sehe, ist, daß die Nebenwirkungen den Nutzen eines Medikamentes leicht überlagern können. Und dann nützt auch die volle Dosis gegen die Krankheit nichts. Hat man ja leider sehr oft bei Chemotherapie. So mancher Krebspatient würde ohne die Chemo noch länger leben.

An Futter gebe ich ihr noch zusätzlich 2 Handvoll Speedy Beet mit 2 Beuteln Anis/Fenchel/Kümmeltee aufgegossen. Mir scheint, daß die Verdauung besser ist, wenn sie den bekommt. Sie hat die Fettdepots wieder etwas abgebaut und hält ihr Gewicht jetzt.

Die Hufe wachsen schnell nach. Das Horn über dem Rehering kommt viel schmaler herunterund ich hoffe, es ist damit auch wieder fest mit dem Hufbein verbunden. Es ist aber seltsamerweise nicht völlig glatt, sondern hat auch ein paar leichte Wellen um den Huf herum. Sie läuft gut und mit dem Alubeschlag völlig unempfindlich.
Vielleicht kriege ich es hin, mal ein paar Fotos zu schießen.

LG
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

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Antwort #15 - 10. April 2007 um 15:08
 
Dienstag, 10.04.2007

Jerziba bekommt jetzt seit 4 Wochen 1 mg Pergolid und es geht ihr den Umständen entsprechend gut.
Die Kurzatmigkeit hat weiter nachgelassen. Oft ist die Atmung normal, sonst etwas schnellere Atemfrequenz. Wenn ich sie dann bewege und der Kreislauf in Gang kommt, wird die Atmung und die Belastbarkeit besser. Probleme hat sie noch bei stärkeren Wetterwechseln.  Dann kommt sie auch schon mal etwas ins Pumpen. Ist dabei aber wach und jammert nicht. Beim Reiten ist sie belastbarer geworden. Am Sonntag waren wir im Gelände und ich konnte eine gute halbe Stunde (2x 15 min) reiten, auch Trab und ein kurzer Galopp, das wollte sie unbeding, ohne daß Jerziba eine große Verschnaufpause gebraucht hätte. Lediglich zum mal tief Luftholen blieb sie stehen beim Traben. Am Montag war sie etwas kurzatmig, das Wetter wechselte. Aber ich konnte sie in der Halle 20 Minuten Gymnastik im Schritt reiten. Sie geht dann allerdings sehr langsam und läßt sich auch nicht aus der Ruhe bringen. Zur Zeit reite ich maximal 2 mal die Woche bis 30 min. um die Hufe noch zu schonen. Das lose Hufhorn von der Rehe bricht jetzt auf den letzten Zentimetern leicht weg. Noch zwei Beschläge und der Huf dürfte fast völlig einmal nachgewachsen sein. Auf dem Weg vom Paddock zum Stall tobt sie nun schon mal eine Weile auf dem Reitplatz rum und läßt die Sau raus.  Sie wehrt sich wieder gegen höherstehende Pferde, wenn sie ihr Druck machen wollen.

Die Verdauung ist zur Zeit völlig normal. Die Box relativ trocken. Sie frißt nur noch wenig Stroh, kommt mit 3 Portionen Heu, 3 Handvoll Rübenschnitzel und 1 kg Möhren aus. Ist dabei sehr schlank, fast dünn. THP meint, sie sollte lieber etwas rippig sein, da sie dann keine Fettdepots hat.

Die Atemwege sind noch etwas zu empfindlich.  Eine leichte Infektion ist Dank THP am Abklingen. Sie wird noch weiter mit Akkupunktur behandelt.

Das Winterfell verliert sie nur langsam. Aber sie schwitzt nicht, auch beim Reiten nur noch unter dem Gurt.

Jerziba hat sich gut an das Pergolid gewöhnt, auch wenn es sehr lange gedauert hat. Wie man aber wieder sieht, sollte man nicht zu früh aufgeben (ich hattedoch so einige Durchhänger...). Ich hoffe, daß sich ihr Zustand noch weiter verbessert. Ihre Laune ist bestens.

LG
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ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
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Antwort #16 - 20. April 2007 um 16:28
 
Freitag 20.04.2007

Jerziba gehts weiterhin gut. Die sehr warmen Tage hat sie sich bestens  gefühlt. Den Wechsel nach kalt fand sie nicht so klasse. Hat wieder etwas große Nüstern gehabt und die Laune war nicht so gut. Aber wenn bei Bewegung der Kreislauf in Gang kommt, wird das schnell besser.

Der Husten hat nachgelassen. Mal gar nicht, dann wieder ein Anfall mit 5mal  husten aus der Kehle und irgendwann kommt ganz wenig zäher hellgrauer Schleim aus den Nüstern. Heute bekommt sie wieder Akkupunktur.

Die Verdauung ist bestens. Ganz normale Äppel. Die Box ist trocken.
Sie frißt sehr gut. Bekommt 3mal reichlich Heu und 1 Liter (aufgeweicht) Rübenschnitzel. Doch seit ich das Zusatzfutter größtenteils weggelassen hatte, weil sie das Wunschgewicht hatte,  nimmt sie wieder ab. Ist jetzt wieder sehr dünn. Stallbesitzerin meinte, Jerziba sieht schlecht aus.  Also kommt sie mit Heu alleine einfach nicht aus. Habe jetzt Luzernecobs (Derby Quattro) geholt und werde auch das Müsli wieder erhöhen. Grasen lasse ich ich sie zur Zeit maximal 20 Minuten ca. 3mal die Woche, da ich einfach Angst habe, das könnte nach hinten losgehen. Sie kommt damit aber klar, auch wenn sie immer wieder bettelt.

Das Tränen des linken Auges hat nachgelassen. Nur das Winterfell ist noch immer drauf. Sie haart zu langsam. Da sie an den warmen Tagen auf dem Paddock in der Sonne geschwitzt hat (Hals unter der Mähne, Brust, Gurtlage, zwischen Hinterbeinen) habe ich den Hals seitlich und unten und Brust geschoren.  Das ist das erste Mal, daß sie so schlecht abhaart. Bisher klappte das immer noch normal. Nur das Sommerfell war länger und dichter als normal.

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Antwort #17 - 23. April 2007 um 14:44
 
23.04.2007

Am Samstag war Jerziba sehr gut drauf. Wir sind eine große Runde zusammen gelaufen und wir waren sehr flott unterwegs. Als sie Pferde auf einer Weide sah, wollte sie unbedingt hin und wieherte und war ganz aufgeregt. Am Sonntag bemerkte ich dann, daß sie rossig war. Das ist seit Monaten das erste Mal wieder. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen. Sie schnaufte am Sonntag etwas. Ich habe sie trotzdem gesattelt und in der Halle geritten. Sie ging sehr langsam und lustlos und ich habe ihr viel Zeit im Schritt gelassen. Nach 20 Minuten habe ich sie etwas gefordert und dann wurde sie wach und motiviert und trabte fleißig einige Runden. Der Kreislauf war in Gang gekommen und die Atmung war dann ganz normal. Geschwitzt hatte sie kaum. Sie haart jetzt etwas stärker.

Die THP meint, daß das Abnehmen auch mit der Behandlung und natürlich dem Haarwechsel zusammen hängt. Durch die Behandlung wird der Stoffwechsel sehr aktiviert und das führt zu besserer Verbrennung. Wenn die Behandlungen durch sind, normalisiert sich das wieder.

Die Luzernecobs frißt Jerziba nur ungern in aufgeweichtem Zustand. Ich gebe sie ihr daher trocken aus der Hand. Auch die Rübenschnitzel mag sie jetzt sehr ungern. Läßt viel liegen.  Sie würde viel lieber Gras fressen...

Normalerweise sind bei uns Stuten und Wallache getrennt auf dem Paddock oder der Weide. Da es unter den Stuten aber einige unverträgliche gibt und wegen des Angrasens beide Stutengruppen zusammen rausgehen, habe ich Jerziba jetzt zu den Wallachen gestellt. Das sind alles ganz nette und hier hat sie es ruhiger und weniger Streß. Gleich beim ersten Mal hatte sie zwei Verehrer, die beschützt haben und die tragende Ponystute leistete ihr auch Gesellschaft. Das bessert gleich ihre Stimmung und hilft ihr hoffentlich darüber weg, den anderen beim Grasen zusehen zu müssen. Da muß sie erstmal wieder mit fertig werden.

LG
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Antwort #18 - 26. April 2007 um 14:41
 
Donnerstag 26.04.2007

Anscheinend geht es Jerziba jetzt gleich wieder zu gut. Die Stallbesitzer haben sich am Wochenende noch einen Wallach gekauft.  Der ging erstmal mit den Wallachen zum Kennenlernen eine Stunde auf die Weide und heute morgen mit auf den Paddock. Erst war alles friedlich, doch dann hat Jerziba plötzlich aufgedreht und ist auf ihn losgegangen und wollte nach ihm beißen.  Er ist geflüchtet und sie hat ihn über den ganzen Paddock gejagt. Da dieser wegen des Lehmbodens sehr hart ist und zudem stellenweise sehr holperig getrocknet ist, wurde Jerziba dann erstmal auf den Nachbarpaddock verbannt, da es für ihre Hufe ja auch nicht gerade förderlich ist, da so rumzutoben, ohne darauf zu achten, wo sie hintritt. Die Pferde gehen Mitte Mai auf die Sommerweide und wenn Jerziba sich nicht beruhigt, muß sie bis dahin alleine auf dem Nachbarpaddock stehen.

Dies Pferd ist unglaublich. Vor nicht allzu langer Zeit wollte sie noch fast sterben und jetzt will sie anderen ans Leben.  Sie war gerade seit Monaten wieder mal rossig und ist damit durch. Vielleicht sind Stuten danach ja etwas zickiger?

LG
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Antwort #19 - 11. Mai 2007 um 18:21
 
Freitag, 11.05.2007

Jerziba hat den doch heftigen Wetterwechsel erstaunlich gut mitgemacht. Am Donnerstag sah ich, daß beide Hinterbeine etwas angelaufen waren. Nach einem langen Spaziergang, bei dem sie keine Atemprobleme hatte und fleißig mit ging, waren die Beine wieder normal. Also Kreislauf etwas lahm. Das Gleiche am Samstag und Sonntag. Das rechte Bein erschien mir am Sonntag etwas dicker. Am Momtag war es völlig angelaufen, vom Kronrand bis zum Sprunggelenk prall. Das linke Bein erschien dünner als am Tag davor. Ich dachte, das kann ja kaum vom Kreislauf kommen, befragte meine THP und habe Jerziba dann eine halbe Stunde in der Halle geführt und etwas traben lassen. Sie ging sehr träge und sah müde aus. Also noch etwas wetterfühlig. Ansonsten ging sie sehr losgelassen, eher schon schlaff. Ich habe dann 2x täglich Dolobene draufgetan und am Donnerstag war das Bein dann sehr deutlich schlanker. Mittags kam die Ta und machte Röntgenaufnahmen der Hufe vorn und nahm Blut ab zur ACTH Kontrolle. Sie meinte, ich sollte das Bein so weiterbehandeln. Das sähe schon wieder gut aus.

Nachmittags bekam ich den Befund der Röntgenaufnahmen: die Rotation ist deutlich zurückgegangen. Die Rehe wurde ja am 2. Juli 2006 diagnostiziert. Im Oktober begann sie wieder so steif zu gehen. Die Röntgenaufnahme zeigte eine Rotation von 11°. Nun, jetzt sind es links noch 2-3° und rechts geringfügig mehr. Ich vermute, daß sie rechts im Herbst doch nochmal einen leichten Reheschub hatte, denn der rechte Huf zeigt über den fast rausgewachsenen Reheringen noch einen leichten Ring. Die Ta war sehr zufrieden und ich hab mich echt gefreut. Gleich meinen Huftechniker angerufen und gelobt! Er sagte, daß ich selbst ja den größten Anteil an dem Erfolg habe, weil ich so konsequent alle notwendigen Maßnahmen durchgezogen habe und mir dazu im Internet (in diesem Forum! Das ist ein Lob von ihm an das Forum!) immer die neuesten Infos geholt habe. Er sagt, besser als 2° werden wir das wahrscheinlich nicht schaffen, aber das wäre doch Spitze.

So, und Fotos hab ich auch endlich:

Die Fotos kommen nicht, muß ich noch ein bißchen probieren. Hat doch schon mal geklappt...
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
Diskussion


Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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