Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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@ Mari & Winnetou (Gelesen: 39411 mal)
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Benjamin


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21. November 2006 um 21:41
 

Hi Mari,

tut mir leid, dass die Hufrehe Euch nicht verschont hat.
Was bekommt er denn nun zu fressen?
Habt ihr mal einen Cushing-Test gemacht? (wg. Rehe im September)

LG Anne
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Antwort #1 - 22. November 2006 um 19:14
 
Hallo Mari!

Also, das würde mich jetzt auch interessieren, mit dem Cushing-Test.
Weil dieses Schwitzen ist schon irgendwie verdächtig.
Manchmal ist es wohl auch so, daß sich das EMS in ECS entwickelt. (Das war wohl bei unserer alten Stute leider auch so.)

Ich drücke Euch jedenfalls ganz fest die Daumen, daß es Winnetou hoffentlich bald wieder besser geht.

Ganz liebe Grüße

Claudia    Zwinkernd
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Mari
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Antwort #2 - 22. November 2006 um 20:20
 
Hi und danke für die lieben Worte.
Nein wir haben noch keinen Cushing Test gemacht. Der TA meinte, dass es sowieso ziemlich sicher ist, dass er EMS oder ECM hat und wir, egal was es ist, eine Diät halten müssen.

Zu fressen bekommt er noch die Speedy Beets und Heu. Alles andere ist von seinem Speiseplan gestrichen. Leider halten sich immer noch nicht alle daran, glaube ich. Aber ich kann nicht mehr machen als es allen immer wieder zu sagen und ein großes Schild vor die Box zu hängen.

Aber er ist erstaunlich gut gelaunt, das freut mich total  Laut lachend). Stimmt es eigentlich, dass das Pferd ab der Diagnose nur noch ca. 5 Jahre zu leben hat? Dann ist bei uns im Januar/Februar schon ein Jahr um  weinend. Und bei dem Pony, das Anfang diesen Jahres eingeschläfert wurde, kamen die 5 Jahre ziemlich genau hin.
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Benjamin


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Antwort #3 - 23. November 2006 um 18:20
 
oh je...
bei Cushing (=ECS) muss man nicht nur Diät halten,
sondern auch unbedingt mit Pergolidmesilat behandeln.
DAS steigert dann ganz erheblich die Lebenserwartung  Traurig

Zur Lebenserwartung bei ECS und EMS hier eine Übersetzung der britisch-autraslichen Forscherin McGowan (2005)
"Insulin, mittags beprobt, hat eine Aussagekraft von 90% „Sensitivität“ und „Spezifität“ für die Vorhersage des Überlebens der nächsten 2 Jahre: Pferde mit einem Insulin-Spiegel < 62 µU/ml überleben demnach wahrscheinlicher, als Pferde mit Werten > 188 µU/ml (McGowan et al. 2004). Nach Erfahrungen des Autors sollte für eine gute Prognose der Insulin-Werte langfristig unter 100 µU/ml liegen.
In jedem Fall muss das ECS lebenslang behandelt werden. Die medikamentöse Therapie kann das Fortschreiten der Krankheit nicht vollständig stoppen, aber klinische Symptome lindern und die Lebensqualität der Tiere verbessern. Nicht alle Pferde sprechen auf eine Therapie an, aber die meisten Pferde können noch viele schöne Jahre haben."

Holt den Test auf Cushing mal dringend nach..
Und kontrolliert die Insulinwerte !!
manchmal reicht schon der Fruktangehalt im Heu, um diese aus dem Ruder laufen zu lassen (s. Tagebuch von Simbas Angel)

LG Anne
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Antwort #4 - 23. November 2006 um 18:38
 
Da kann ich mich Asci nur absolut anschließen!!!

Ich würde auch dringendst auf ECS untersuchen lassen und dann (wenn positiv) unbedingt sofort mit Pergolid beginnen!

Und bei EMS geht es ja nicht nur um Diät, sondern um eine Futterumstellung auf kohlehydratarme Fütterung. Und da ist es einfach (meiner Meinung nach) unerläßlich das Heu zu waschen.
(Ich weiß, daß ich damit keine große Freude auslöse. Aber meine Erfahrungen diesbezüglich gehen eben in diese Richtung.)

Ich wünsche Euch alles, alles Gute.

Liebe Grüße

Claudia    Zwinkernd
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Mari
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Antwort #5 - 24. November 2006 um 18:42
 
Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt, aber Winnetou hat diese komplette Futterumstellung schon lange hinter sich. Ich schreibe aber "Diät", weil das Wort einfach kürzer ist. Er bekommt nur noch Speedi Beets und Heu, sonst gar nichts. Das Heu wird übrigens schon seit 10 Jahren gewaschen, denn er hat eine Heustauballergie.

Das Pony, das eingeschläfert wurde, hat auch Pergolid bekommen, aber außer enormer Erleichterung des Geldbeutels war keine Wirkung zu erkennen.

Abgesehen davon kann Pergolid auch gefährlich werden. Da der Sommer dieses Jahr so heiß war, haben sie im Fernsehen bei irgendeinem Gesundheitsmagazin gesagt, dass Parkinsonpatienten, die Pergolid nehmen, extrem aufpassen müssen mit der Hitze. Denn unter Pergolid kann der Körper sich nicht mehr so gut runterkühlen und es besteht die Gefahr der Überhitzung. Ich habe jetzt leider keine Quelle dafür, aber ich war im Sommer unheimlich froh, dass er kein Pergolid bekommt.

Liebe Grüße

Mari
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Antwort #6 - 24. November 2006 um 18:50
 
Zitat:
Das Pony, das eingeschläfert wurde, hat auch Pergolid bekommen, aber außer enormer Erleichterung des Geldbeutels war keine Wirkung zu erkennen.

Abgesehen davon kann Pergolid auch gefährlich werden. Da der Sommer dieses Jahr so heiß war, haben sie im Fernsehen bei irgendeinem Gesundheitsmagazin gesagt, dass Parkinsonpatienten, die Pergolid nehmen, extrem aufpassen müssen mit der Hitze. Denn unter Pergolid kann der Körper sich nicht mehr so gut runterkühlen und es besteht die Gefahr der Überhitzung. Ich habe jetzt leider keine Quelle dafür, aber ich war im Sommer unheimlich froh, dass er kein Pergolid bekommt.

Liebe Grüße

Mari


Hallo Mari
dann wid das Pony wohl noch andere Probleme gehabt haben...EMS...Hufbearbeitung oder gar falsch dosiert mit Pergolid???

und zu dem Sommer
dieses Jahr haben auch gesunde Pferde da Probleme gehabt..nicht nur die kranken...meine kamen ´Tagsüber meistens rein weil es einfach unerträglich war

und zu den Kosten
also ein Pferd mit Pergolid behandelt kostet nicht soviel wie ein Pferd was dann ständig einen TA benötigt

lg
Petra
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Benjamin


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Antwort #7 - 24. November 2006 um 19:55
 
Menschen bekommen im Verhältnis zum Körpergewicht wesentlich mehr Pergolid als Pferde !!

Für mein Pony gebe ich nun ca. 20 Euro im Monat für Pergolid aus. Tierarzt kommt seitdem nicht mehr regelmäßig, sondern nur noch zum Impfen! Außerdem hat mein Cushing-Pony seitdem keine Hufrehe (= keine Schmerzen !!) mehr gehabt. Glücklicherweise ist er nicht insulinresistent. Er ist nun 25 Jahre und war auch im Sommer putzmunter - dank Pergolid!!

Falls Winnetou Cushing hat, ist das Pergolid seine einzige Chance. Vertu sie nicht, sonst tut es Dir womöglich leid, wenn es zu spät ist.. Nur sehr wenige Pferde reagieren nicht positiv auf das Medikament. Aber man kann doch einen solchen Versuch nicht von vornherein unterlassen, oder?

Traurige Grüsse
Anne

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annili




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Antwort #8 - 24. November 2006 um 21:32
 
Liebe Mari,
auch ich möcht dir nahelegen dein Pferd auf Cushing zu testen und im daraufhin auch zu behandeln.
Ich kenne Jemanden der sein Pferd absolut nicht behandeln wollte, weil  ihm Pergolid zu teuer erschien -das arme Pferd hatte zum Schluß einen ACTH-Wert von  900 und ist elendlich eingegangen.
Wenn man sein Pferd liebt sollte man ihm dieses Leid ersparen.
liebe Grüße
Anja
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Mari
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Antwort #9 - 24. November 2006 um 22:01
 
Ich habe ja keine Angst davor, dass Winnetou irgendwelche Nebenwirkungen davon bekommt. Ich habe nur leider die Hoffnung aufgegeben, dass es viel bringt. Bei dem anderen Pony hat es, wie gesagt, nichts gebracht. Und ich habe zwei verschiedene Tierärzte gefragt, die es beide für unnötig halten Winnetou Pergolid zu geben (auch der, der das Pony behandelt hat).

Glaubt mir, ich wäre echt die Letzte, die ihr Pferd leiden lassen würde weinend. Aber es ist nunmal schwer hier im Internet viele Ratschläge zu Medikamenten anzunehmen, wenn zwei TÄ sagen, dass es (noch) nicht nötig sei. Und was soll ich da machen? Ihn zwingen mir das Pergolid zu geben, kann ich schließlich auch nicht machen.

Das mit der Futterumstellung hat ja den ganzen Sommer über super geklappt. Ich glaube der hohe Zuckerwert liegt daran, dass die Stallsaison wieder begonnen hat und es jetzt viel einfacher für die Leute ist alle Pferde mit verschiedenen Leckerchen vollzustopfen.

Darüber hinaus ist Geld auch ein kleines Problem. Ich habe im September eine Ausbildung angefangen und muss jetzt eine Wohnung bezahlen. Es ist sowieso schon relativ knapp, aber wenn er das Pergolid wirklich brauchen würde, würde ich es irgendwie versuchen zusammen zu kratzen  unentschlossen.

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Antwort #10 - 25. November 2006 um 08:55
 
Oh Mann, Mari!

Hast Du denn mal ein bißchen durch die Tagebücher gelesen? Weißt du wieviele von uns sich gegen die Meinung ihres TA die Tests erkämpft haben und dann, nach der Diagnose, mit Pergolid erkennen konnten, daß es ihren Pferden nun wesentlich besser geht?

Wir wollen Dir das Pergolid wirklich nicht aufzwingen  Zwinkernd, aber unsere Erfahrungen sind allesamt eindeutig: wenn ein Pferd an Cushing leidet, dann ist die Behandlung mit Pergolid die einzige Chance für das Pferd nicht ein qualvolles Siechtum zu führen.

Und zu dem Pferd, welches eingeschläfert werden mußte. Leider gibt es einige (wenige) Pferde die nich auf das Pergolid reagieren. Die einen vertragen es schlichtweg nicht, oder aber das Problem, was das ECS verursacht, kommt aus der Nebennierenrinde und nicht aus der Hypophyse - da greift das Pergolid leider nicht.

Sei mir bitte nicht böse, daß ich jetzt nochmal was in diese Richtung geschrieben habe, aber weißt Du, wir hatten selber eine Stute die jahrelang Reheschübe hatte. TÄ fanden die Ursache nicht, wir wußten von ECS so gut wie nichts (mal den Namen gehört, aber sonst nichts) und als es nach ca. 6 Jahren immer wiederkehrender Reheschübe endlich einen TA gab, der die Diagnose Cushing stellte und wir (wieder Wochen später) mit Pergolid anfingen zu behandeln war es einfach schon zu spät. Die Stute reagierte nicht mehr auf das Pergolid (nicht mal auf 2mg/Tag) und letztendlich mußten wir sie vor 2 Jahren einschläfern lassen (ca. 7 Monate nach der Diagnose)....  weinend   -   So eine Geschichte würde ich gerne jedem Menschen und vor allem jedem Pferd ersparen, darum bin ich so erpicht auf Testung und Behandlung.

Liebe Grüße

Claudia    unentschlossen
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Antwort #11 - 17. November 2008 um 11:44
 
Hallo Mari,

ich hab Deinen Eintrag mal an das EMS-Tagebuch angehängt. Hier ist der Link dazu:

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1148926882

Warum es nun nicht oben erscheint trotz neuem Datum, kann ich nicht sagen *fragendzuPonyschaue*
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Antwort #12 - 17. November 2008 um 11:51
 
weil es verschoben und angehängt wurde
hab Mari aber schon ihre Links per mail geschickt.

lg
Petra

man bist du heute schnell  Schockiert/Erstaunt
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Mari
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Antwort #13 - 17. November 2008 um 11:54
 
Wow, danke schön  Smiley. Sogar die alten Threads sind ja noch da.
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Antwort #14 - 17. November 2008 um 11:57
 
Was soll das denn heißen???? *entrüstetschau* Ich bin immer schnell. Und vor allem bin ich inzwischen sicher, wenn es ums verschieben und splicen geht *freu, freu*
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Antwort #15 - 17. November 2008 um 12:01
 
bei dem was du beschreibst würde ich mal den ACTH Wert bestimmen lassen und mal in richtung Cushing forschen das haben wir dir 2006 schon angeraten...
hast du da was in der Richtung gemacht??
Schade denn das wären ja 2 Jahre verschenkt

siehe hier

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1130675357

Mögliche Symptome des Equinen Cushing Syndrom

Die Symptome sind im Einzelfall sehr unterschiedlich.
Sie werden oft irrtümlich für Alterserscheinungen gehalten.
Bitte immer an Cushing denken, wenn 2-3 Faktoren aufeinander treffen.
Das jüngste nachgewiesene Cushing-Pferd war erst 3 Jahre alt.
Die Krankheit tritt aber mit zunehmendem Alter gehäuft auf.

Fell
-      häufig dickes langes Winterfell (Hirsutismus)
-      häufig verzögerter Fellwechsel
-      übermäßige Haarfettung, Schuppenbildung (Seborrhoe)
-      Anfälligkeit für Parasiten im Fell, Scheuern ohne Parasiten, bakterielle Hautentzündungen, Mauke, Pilze
-      teilweise Löckchenbildung v.a. beim Schwitzen
-      Pigmentveränderungen / Aufhellung
-      Haarausfall in Einzelfällen (Alopezie)
-      allgemein schlechte Haut (Papierhaut u.ä.)
-      evtl. Berührungsempfindlichkeit der Haut

Futterverwertung
-      übermäßiger Durst (Polydipsie) mit häufigem Wasserlassen (Polyurie)
-      Adipositas, Fettleibigkeit ODER: Abmagerung (auch bei hohen Futtergaben)
-      Insulinrestistenz / Diabetes mellitus
-      regelmäßig „supraorbitale, subkutane“ abgrenzbare Fettpolster
     (Mähnenkamm, Schulter, über den Augen, Nieren, Schweifansatz, Präputium), „Stammfettsucht“
-      teils übersteigerter Appetit (Polyphagie = krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme infolge des
     Fehlens eines Sättigungsgefühls)
-      Futterverweigerung bei verstärkter Magensäureproduktion und abnehmender Schutzschicht der
     Magenschleimhaut, Gefahr von Magengeschwüren
-      Regelmäßig Muskelrückbildung vor allem am Rücken (Senkrücken, Muskelathropie)
-      Hängebauch / Weidebauch
-      Durchfälle / Kotwasser

Hufe & Bewegungsapparat
-      Häufig Hufrehe (auch zu untypischen Jahreszeiten, z.B. Herbst/Winter),
teils heftige Schübe und nicht ansprechend auf reine Hufrehebehandlung,
teils „schleichende“ oder leichte Schübe, chronisch wiederkehrend
-      Hufabzesse
-      Durchtrittigkeit / weiche Bänder
-      Sehnenentzündungen, Gelenksentzündungen
-      Knochenprobleme, Osteoporose (durch Proteinabbau und Mobilisation von Calcium aus dem Skelett)
-      Strahlfäule

Bewegung & Kreislauf
-      Muskelzittern
-      zentralnervale Ausfallerscheinungen, ataktischer Gang
-      Krämpfe, auch epilepsieartig
-      „in-die-Knie-gehen“ = plötzlicher, kurzdauernder Verlust der für die Körperhaltung notwendigen
     Muskelspannung (Tonusverlust), diese „Kataplexie“ ist auch Symptom einer Narkolepsie ohne
     Bewusstseinsverlust, kann Sekunden oder Minuten dauern, auch durch Emotionen verursacht
     (Einkicken bei Erschrecken u.ä.)
-      Ohnmachten (Synkopen)

Infektionsanfälligkeit
-      häufige und hartnäckige Infekte , z.B. Nasennebenhöhlen (Sinusitis, auch mit eitrigem
     Nasenausfluß), Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Zahnfleischentzündung (Parodontitis),
     Blasenentzündung (Zystitis), Atemwege/Pneumonie, Hautentzündungen
-      Verzögerte Wundheilung
-      Geschwüre im Maul

Innere Organe u.a.
-      Gestörter Wasser- und Elektrolythaushalt (Niere)
-      Herz-Kreislaufprobleme bis hin zum Umfallen
-      gelegentlich Tachypnie (gesteigerte Atemfrequenz)
     bzw. Hypoxämie (erniedrigter Sauerstoffgehalt im Blut)
-      gelegentlich Myokardschäden / Tachykardie (Herzfrequenz zu schnell)
-      seltener auch massive Stoffwechselentgleisungen mit kreuzverschlagähnlichen Symptomen
-      schlechte Leberwerte (Heptopathie)
-      Blindheit (sehr selten)

Sonstige Hormonelle Veränderungen
-      seltsames Schwitzen ohne ersichtlichen Grund (Hyperhidrosis)
-      Bei Stuten: verändertes Rosseverhalten, Scheinträchtigkeit, Milchproduktion, Unfruchtbarkeit, Infektionen
     [bei Stuten PCO = Polycystische Ovarien ausschliessen, verursacht ebenfalls Hirsutismus]
-      Lethargie, Apathie, Trägheit, "Depressionen", abnorme Schläfrigkeit (Somnolenz),
     andere Verhaltensänderungen (z.B. Unterwürfigkeit)
-      Ständiger oder sporadischer Tränenfluss
-      evtl. Schilddrüsenfehlfunktionen [verursachen auch Hirsutismus]


lg
Petra
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Antwort #16 - 17. November 2008 um 12:15
 
Ich weiß, das Blöde ist aber, dass mein TA alles für total übertrieben hält. Er meinte Winnetou sieht total gesund aus, ein Cushingkrankes Pferd sähe anders aus. Wir sollen mit der Diät so weitermachen und von Zeit zu Zeit das Blut kontrollieren lassen.
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Antwort #17 - 17. November 2008 um 12:22
 
was soll man jetzt dazu noch schreiben  Traurig
dein TA ist ein Dienstleister und wenn du für 50 Euro eine Bestimmung des ACTH Wertes haben willst dann hat er das zu machen egal was er dazu meint und denkt

diese Art von TA gibt es hier zu genüge im Forum, und bei wie vielen Pferde der Test dann doch positiv war kann man schon garnicht mehr zählen...

es liegt an dir was du da draus machst
viel Glück
lg
Petra
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Antwort #18 - 17. November 2008 um 12:30
 
Ich werde ihn noch einmal darauf ansprechen und diesmal energischer. Du hast schon Recht, er hat das zu machen.
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Antwort #19 - 17. November 2008 um 12:41
 
Mari schrieb am 17. November 2008 um 12:15:
Er meinte Winnetou sieht total gesund aus, ein Cushingkrankes Pferd sähe anders aus.


Cushing schleicht sich allmählich an, meiner sah mit 19 auch noch gut aus.. Mit 24 sah er so unglaublich räudig aus dass wir dann endlich eine Diagnose bekamen (beim 4. TA in einer Klinik..), so weit hätte es nicht kommen müssen!

Es muss nicht sein, dass deiner (jetzt schon) nachweisbares Cushing hat, aber im passenden Alter ist er und EMS und Cushing sind eng verwandt. Ohne ACTH-Wert kann man da nur spekulieren, auch der TA. Ich würde da lieber nichts versäumen.

Viel Erfolg,
LG Anne
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