Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Tagebuch von Hoss, Shetland-Pony, 17 Jahre alt (Gelesen: 10459 mal)
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21. Oktober 2006 um 05:38
 
Hallo ihr Lieben, 

lese seit ein paar Tagen eifrig in eurem Forum, da mein kleiner Gartenzwerg (Shetland-Pony, 1,02 m groß, 17 Jahre alt, wiegt ca. 200 kg, hatte vor 3 Jahren einen Rehe-Schub gehabt) ist nicht in Ordnung ist . 

Wie äußert sich das: 
• Er geht auf den beiden Vorderbeinen nicht klar, läuft auf den Trachten und hat einen Wendeschmerz. War ein schleichender Prozess über ca. 6 Wochen (dort war er beim Schmied gewesen, Hufe vielleicht zu kurz, oder ist es nur Zufall??), welcher in der letzten Woche eben sehr schlimm geworden ist, dass selbst die Hufschuhe, die ich ihm angezogen hatte, nicht mehr ausgereicht haben. Puls hat er nicht und er liegt auch nicht. Habe das Gefühl, als wenn er sich auch etwas einlaufen würde. Vor 3 Jahren hatte er Eisen vorne bekommen gehabt, die ich aber im letzten Sommer habe abnehmen lassen, weil die Hufe von der Substanz schlecht geworden waren und die Eisen andauernd locker waren. Da er damit auch keine Probleme hatte und der Besuch beim Schmied ein wahrer Albtraum für ihn ( und für alle beteiligten Personen) ist, haben wir es dann dabei auch belassen
• Er ist seit ca. 2 Wochen eigentlich nicht mehr richtig zu arbeiten (Longenarbeit, Zirzensik, Fahrradfahren und einmal die Woche wird er geritten), weil er schnell am Pumpen und Schwitzen ist. Habe dieses zuerst auf die wieder angestiegenen Temperaturen  zurückgeführt.
•  Er hat seit ein paar Wochen schon ein sehr dickes Fell bekommen hat und etwas muckelig aussieht. Da es aber nachts ja kälter geworden war, ist dieses ein möglicher Grund für mich gewesen. Muss dazu auch sagen, er sieht immer vom Fell her schrecklich aus, wenn er im Fellwechsel ist, ausgeblichen und er braucht immer lange, bis er sich von seinem „alten“ Fell getrennt hat. 

Den Sommer über läuft er mit drei anderen Rehegefährten in einem Offenstall mit großem Sandauslauf und kommt tagsüber so ca. 3 Stunden auf eine seit Monaten kurze (gestresste) Wiese. Morgens und abends bekommen sie Heu gefüttert, Stroh leider gar nicht. Einmal am Tag bekommt er noch zu dem Heu ein wenig Ismo-PlusM (Kräuterfutter) und Rheno (Diätfutter für Rehepferde), beides von der Firma Kräuterwiese Wichert, gefüttert. Ach ja, einen Schwups Sojaöl bekommt er auch. Was sich allerdings in den letzten Wochen verändert hat ist, er bekommt Äpfel und Birnen, weil bei uns sehr viele Obstbäume rumstehen. Zwischenzeitlich habe ich gelesen, dass dieses nicht okay ist und habe das auch nachgelassen. Blöderweise hatte man den letzten Heu-Rundballen so dicht an die Fressständer gestellt, dass die Pferde dort ankamen und sich mindestens eine Nacht daran ausgetobt haben. Natürlich war es auch kein altes Heu mehr, wie die anderen vorher, sondern frisches aus diesem Jahr.

Zurzeit habe ich ihn halt in der Stroh-Box stehen (leider Mutterseelen alleine*schnief*)  und stelle ihn morgens vor der Arbeit mit meinem Großen in die Halle, damit er sich etwas bewegen kann, und abends auf ein kleinen Auslauf, wobei ich ihm Pampers um die Hufe wickle, damit diese etwas gepolstert sind. Am Freitag was ich beim Tierheilpraktiker gewesen, der per Bio-Resonanztest festgestellt hat, dass sein Mineralhaushalt nicht in Ordnung ist. Nun bekommt er 3 Mittel, eines für die Nebenrindenniere, etwas für den Manganhaushalt und Calcium. Die Namen habe ich jetzt nicht parat und auch nicht welche Potenz das jetzt ist. Eigentlich müsste er laut Plan dringend Entwurmt werden, wovon der Tierheilpraktiker aber abgeraten hat, weil der Test nicht auf Würmer hingewiesen hat und um ihn nicht unnötig damit zu belasten. 
Seine Lahmheit ist seit Freitag etwas weniger geworden.
Jetzt bin ich immer am Grübeln, ist es Rehe, oder „nur“ eine Huflederhautentzündung? Ist es vielleicht das Chusing Syndrom, weil er auch eine Speckkragen und Fettstellen vor den Hinterläufen hat. Füttere ich ihn richtig, abgesehen jetzt mal von dem Fehler mit dem Obst. Darf ich ihm Mash geben, weil ich mir aufgefallen ist, das sein Kot heute Morgen sehr strohig aussieht und auch etwas mehr sein könnte (er ist aber im allgemeinen kein großer Strohfresser), kann ich diese Rübenschnitzel füttern, von denen ich hier schon gelesen habe. Warum hat er jetzt damit Probleme und die letzten Jahre nicht mehr? Fragen über Fragen, und je mehr ich im Internet lese, um so mehr kommen dazu.


Mittlerweile sind einige Wochen ins Land gegangen. Es wurde nach langem hin und her wurde Blut abgenommen, um einen ACTH-Test durchzuführen und den Insulinwert zu bestimmen. Leider habe ich nicht das genaue Ergebnis vorliegen, habe dieses von dem TA bis jetzt nicht bekommen. Aber TA meinte, dass der eine Wert 3-fach und der andere Wert 4-fach erhöht sei. Gut, an der Diagnose besteht für mich kein Zweifel mehr, besonders seit dem ich erfahren habe, dass Augen- und Nasenausfluss zum Krankheitsbild gehören. Dieses hat er nämlich schon seit längerem. 
Habe mich nach einem TA hier in der Gegend umgehört, der Erfahrung mit Cushing hat und war auch erfolgreich. Bekomme jetzt von der Tierärztin Pergolid zugeschickt und in 3-4 Wochen wollen wir noch mal eine Blutuntersuchung durchführen.

Heute hat er seine erste Dosis Pergolid bekommen, 0,25 Gramm. Hoffe, dass es ihm mit dem Pergolid wieder besser gehen wird, er kommt sehr schnell aus der Puste und wenn ich so zurückblicke, hat er sich in den letzten Monaten sehr in seinem Verhalten verändert, er ist so ruhig geworden. Zurzeit gehen wir jeden Tag mit ihm Spazieren, damit er etwas Bewegung bekommt.

Seinen Speisezettel habe ich stark eingeschränkt. Er bekommt nur noch Heu, kein Obst und keine Wurzeln mehr, ebenso kein Öl und Kräuter-/Rehefutter mehr. Habe zwischenzeitlich Speedi Beets und Speedi Balance besorgt.


Ich hoffe wirklich, dass es wieder aufwärts geht, weil er ein sehr tolles, super intelligentes, freundliches, kumpelhaftes und ehrliches Pony ist, einfach zum Liebhaben.

Heike
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Antwort #1 - 22. Oktober 2006 um 12:58
 
Mir ist gestern aufgefallen, dass mein Gartenzwerg nicht mehr so schwitzt, oder sich wärmer anfühlt, als seine Kumpels.  *michfreu* Smiley



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Antwort #2 - 27. Oktober 2006 um 15:46
 
Ich habe endlich das Ergebnis der Blutuntersuchung:

ACTH     116pg/ml    Referenzbereich      - 40
Insulin   160 uU/ml  Referenzbereich  10 - 42

Bis jetzt sind keine Nebenwirkung des Pergolids aufgetreten. Die Dosis beträgt zurzeit 0,375 mg. Es geht ihm soweit ganz gut, gehen jeden Tag mit ihm spazieren. Hoss ist allerdings der Meinung, dass Gras, auf dem er geht, eignet sich eher zum Fressen und lief mit angezogener Handbremse. *gg* Abgenommen hat er, die Fettansammlung vor der Hinterbeinen ist deutlich kleiner geworden. An die Speedi Beets hat er sich zwischenzeitlich gewöhnt und das Speedi Balance rühre ich mit etwas warmen Wasser an, um es ihm anschließend per großer Spritze ins Maul zu "füttern". Das klappt ganz gut.  Werde ihm die nächsten Tage einen Streifenschnitt verpassen, da es ihm beim Spazierengehen doch recht warm wird, weil er nun, nachdem wir das Thema, Gras ist nicht nur zum Fressen da, erledigt haben, ein gutes Tempo vorlegt. Was mir aufgefallen ist, er ist schreckhafter geworden, bzw. fürchtet sich sehr schnell. Okay, das hat er früher auch sehr schnell getan, vielleicht muss man sich jetzt auch erst wieder daran gewöhnen.


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Antwort #3 - 29. Oktober 2006 um 16:49
 
War vorhin bei Hoss gewesen und habe einen riesen Schrecken bekommen. Hebe das eine Vorderbein an und will den Huf auskratzen.... das hängt der komplette Strahl runter, einfach abgegangen, nur noch hinten am Ballen etwas fest. So was habe ich noch nie gesehen und bei dem anderen Vorderbein ebenso!! Okay, darunter kann man den neuen Strahl sehen, er ist auch nicht lahm, geht auf weichem Untergrund recht gut und der Hufschmied meinte, ich bräuchte mir keine Sorgen machen, aber wohl ist mir nicht dabei. Da es an einer Stelle des frischen Strahl ein wenig blutig war, habe ich ihn reingeholt und er muss die Nacht in der Box verbringen. Habe jetzt Angst davor, dass da vielleicht noch etwas nach kommt, sich vieleicht noch etwas anderes löst. Hat einer von euch schon mal so was gehabt?
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Antwort #4 - 05. Dezember 2006 um 22:05
 
Zwischenzeitlich ist etwas Zeit ins Land gegangen...

meinem kleinen Gartenzwerg geht es gut  Smiley *aufholzklopf*

Nach der Sache mit dem Strahl musste er zwar wieder viel Zeit in der Box verbringen, weil der Strahl erst nachwachsen und aushärten musste. Das hat er gut überstanden. Da er aber mit seinem dicken Fell in der Box und während der Bewegung sehr geschwitzt hat , habe ich ihn komplett geschoren. Beim Scheren habe ich erst so richtig bemerkt, wie dick sein Fell war ... am Ende kamen zwei Schubkarren dabei raus und ein schlankes Pony. *gg* Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, weil es Hoss hinterher wirklich gut ging/geht, auch wenn es blöde Bemerkungen wegen einem eingedeckten Shetty gegeben hat und es nicht so einfach war eine Decke für ihn zu finden.
Den Offenstall mussten wir für die eigentlichen Bewohner über den Winter räumen, deswegen steht er jetzt nachts in der Box und tagsüber auf einem kleineren Sandauslauf, zusammen mit seiner Frau. Bewegt wird er täglich und wenn es nur ein Spaziergang ist.
Er bekommt täglich 2,5 - 3 kg ungewaschenes Heu, etwas SpeediBeets und Speedi Balance. Habe jetzt noch Cat´s Claw besorgt. Dazu darf er noch jeden Tag für eine halbe Stunde auf eine magere Weide. Die Tagesdosis Pergolid beträgt 0,375 mg.

Letzte Woche habe ich zur Kontrolle Blut untersuchen lassen und das Ergebnis ist sehr erfreulich:
Insulin 61,7 uU/ml  Referenzbereich  11 - 105
ACTH  27,5 pg/ml   

Werde jetzt erstmal so weiterverfahren und im nächsten Jahr die Werte noch mal kontrollieren lassen.
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Antwort #5 - 26. Februar 2007 um 07:49
 
Hier ein neuer Zwischenbericht von meinem kleinen Gartenzwerg:

Soweit ich es beurteilen kann, geht es ihm gut.  Smiley
Von dem Reheschub ist so nichts mehr zu merken, da sind wir wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen. Was die Chusing Symptone angeht, er hat immer noch die tränenden Augen und ab und zu läuft auch die Nase. Sein Speckhals ist weicher geworden und die Beulen über den Augen sind nicht mehr zu sehen.

An der Fütterung haben wir nichts verändert, es gibt immer noch die Speedy Beets und den Balancer, wobei er ersteres mal mit mehr und mal mit weniger Freude frißt. Den Balancer (per Spritze ins Maul) mag er gar nicht. Mir ist aufgefallen, dass er wohl ein bißchen Probleme mit dem Äppeln hat, die sind teilweise doch etwas fest, bzw. die Verdauung etwas träge ist. Gibt es da etwas, was ich trotz der Diabetis füttern kann, damit es etwas besser flutscht?

Das Pergolid verstecken wir immer in kleinen Wurzelstücken, seine Dosis liegt immer noch bei ca. 0,375mg. Im Januar ist er dann angefangen an den Wurzelstücken rumzumäkeln und hat sie teilweise wieder ausgespuckt. Nun teile ich die Tablettenstücke in so kleine Teilchen, dass er sie kaum noch merkt. Da ich in einem hier eingestellten Fachartikel gelesen hatte, dass es wohl besser ist, die Pergoliddosis aufzuteilen, bekommt er jetzt morgens und abends das Pergolid. Mag sein, dass es Einbildung ist, aber ich habe das Gefühl, als wenn er damit besser klar kommt. Er kommt mir wacher vor.

Mache mir zurzeit sehr viel Gedanken darüber, ob ich ihm vielleicht unnötigerweise zuviel Pergolid gebe. Die Chusing-Symptome, die er vorher auffällig hatte, waren eben die tränenden Augen und die laufende Nase, was er ja jetzt auch immer noch habt. Die Probleme beim Fellwechsel kamen hinzu und waren sehr deutlich zu sehen. Da er ja nun geschoren ist, kann ich nicht  beurteilen, ob es da eine Verbesserung gegeben hat. Die Diabetis haben haben wir ganz gut im Griff. Darum interessiert es mich wirklich sehr, wie hoch die Tagesdosis ist, die andere Shetty bekommen.

Viele Grüße
Heike
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Antwort #6 - 25. März 2007 um 20:35
 
Hier ein neuer Zwischenstand von meinem Pony Hoss. Er ist zurzeit wirklich super gut drauf.  Smiley Bin vorhin mit ihm eine Runde am Fahrrad gefahren und der hat ein Tempo vorgelegt. *uff* Es ist wirklich eine Freude ihn so zu sehen.  Smiley

Vorletzte Woche war er beim Schmied gewesen und da ich einen freien Tag gehabt hatte, konnte ich den Schmied persönlich sprechen. Hoss hatte letztes Jahr vorne gelahmt gehabt, aber hinten ist die weiße Linie ebenfalls breiter. Das hat mich schon betroffen gemacht. Aber er läuft ohne Probleme, als wenn nichts gewesen wäre. *aufholzklopf*.
Beim Zahnarzt war er auch gewesen. *gg* Seine Zähne sind in einem super Zustand.

An der Fütterung und der Dosierung des Pergolids habe ich nichts verändert. Nächsten Monat werde ich noch mal Blut abnehmen lassen. Heute gab es das erste Mal tagsüber heute aus dem Heunetz. Viel hat er nicht daraus gegessen, muss sich wohl erst noch daran gewöhnen.

Habe es endlich geschafft Bilder von Hoss rauszusuchen, bzw. neue Bilder zu knipsen:

Zuerst ein Bild aus dem Sommer 2005

http://img236.imageshack.us/img236/9984/hosssommer2005fe5.jpg

Dann Mai 2006
http://img265.imageshack.us/img265/2702/hossmai2006yx5.jpg

http://img265.imageshack.us/img265/4814/hossmai20061fh5.jpg

Aktuell

http://img265.imageshack.us/img265/7936/hossmaerz2007cr9.jpg
http://img265.imageshack.us/img265/7909/hossmaerz12007ry5.jpg
http://img265.imageshack.us/img265/3862/hossmaerz22007xg0.jpg


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Antwort #7 - 14. August 2007 um 12:08
 
Seit meinen letzten Eintrag sind ein paar Monate vergangen, in denen wir ein paar sehr nervenaufreibende Tage mit ihm verbracht haben, aber auch sehr schöne Tage. Will kurz darüber berichten:

Anfang Mai konnte Hoss mit seinen Rehegefährten den frei gewordenen Offenstall beziehen. Leider kam er mit dem Boden, es waren zwischenzeitlich Rasengittersteine verlegt worden, und den kleinen Kieselsteinen nicht zurecht. Die ersten 4 Wochen ging es noch, dann ging er doch sehr klam und ich hatte schon Angst, dass er eine Belastungsrehe bekommen würde. Hab ihn dann für 14 Tage komplett in die Box gestellt und nur in der Halle bewegt. Nach den 14 Tagen lief er dann wieder besser und wir wollten es versuchen ihn wenigstens tagsüber wieder in den Offenstall zu stellen, was aber nicht ging. Um Hoss aber etwas mehr zu bieten, als nur in der Box zu stehen, hatte ich mich dazu durchgerungen gehabt, ihn wieder beschlagen zu lassen. Hoss mag es nicht, wenn die Nägel eingeschlagen werden und macht einen riesen Aufstand dabei. Nun hat er seit Anfang Juli vorne Eisen und läuft super damit. Ein völlig anderes Pony. Da ich bemerkt hatte, dass ihm die Box eigentlich ganz gut tat, er machte einfach einen frischeren Eindruck, ist er jetzt nur noch tagsüber draußen.
Der Fellwechsel ist erst im Juni angefangen und das Sommerfell sieht einfach super aus. Er glänzt wie ein Speckaal und die Haarlänge geht auch. Sind zwar etwas länger, aber ich muss ihn nicht scheren.  
Im letzten Monat habe ich den ACTH-Wert und den Insulinwert überprüfen lassen. Der ACTH-Wert lag bei 28 und der Insulinwert war zu niedrig. Der niedrige Insulinwert kann laut Tierärtzin daran liegen, dass sie das Blut nicht korrekt aufbereitet hat.
Mittlerweile sind sämtliche Fettplacken verschwunden und er ist sehr schlank.. Ja, eigentlich schon mager, man kann die Rippen mehr als deutlich sehen. Nun bin ich am überlegen, was ich an der Fütterung ändern könnte. Er bekommt nur Heu, SpeddyBeets und den Balancer gefüttert. Auf die Weide kommt er gar nicht.

Viele Grüße
Heike


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Antwort #8 - 26. März 2008 um 12:46
 
Hallo,

mittlerweile hat sich bei uns eine gewisse Routine eingestellt, was den Umgang mit der Krankheit von Hoss betrifft. Hoss geht es soweit ich es beurteilen kann gut. Eine Veränderung ist mir vor ein paar Wochen aufgefallen, seine Augen tränen nicht mehr. Was sich als dauerhaft herausgestellt hat, ist das schlechte Wachstum seiner Hufe. Vorne ist er immer noch beschlagen und eigentlich müsste er hinten auch Eisen bekommen. Da Hoss beim Schmied, bzw. beim Aufnageln der Eisen zum Berserker wird, ist das zu gefährlich.

Er bekommt weiterhin 0,75 mg Pergolid am Tag aufgeteilt auf 2 Portionen. Nachdem die Arznei zuerst in einem Wurzelstück versteckt wurde, mussten wir vor ein paar Wochen auf Apfelstücke umsteigen, weil er die Wurzeln verweigert hat. Jetzt nimmt er die Arznei wieder ohne Probleme.
Gras ist für ihn tabu. Zuerst hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen gehabt, er hat sich aber damit abgefunden.
Zweimal täglich bekommt er ca. 2kg ungewaschenes Heu gefüttert. Abends bekommt er zusätzlich noch zwei Tassen Speedy Beets (noch nicht aufgeweicht), 1 Tasse FinialFinsh und einen Eßlöffel Balancer.  Alles Produkte von BestesFutter. Mit seiner Figur bin ich sehr zufrieden.
Zum Winter habe ich ihn wieder komplett geschoren gehabt. Das Fell/Haare was anschließend noch nachgewachsen ist, weil ich ihn sehr früh geschoren habe, ist allerdings sehr borstig. Am Hals, also dort wo keine Decke ist, ist das Fell aber in Ordnung.

Ansonsten kann ich eigentlich nur sagen, dass wir mit ihm nicht anders umgehen, als wie mit einem gesundem Pony in seinem Alter und ich hoffe, es ihm trotz seiner Krankheit weiterhin so gut geht wie bisher. 

Viele Grüße
Heike
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Antwort #9 - 09. Oktober 2009 um 17:03
 
Hallo,

seit meinem letzten Eintrag ist sehr viel Zeit vergangen. Lag auch daran, dass ich nicht viel neues von Hoss berichten kann. Er ist nun 20 Jahre alt... also schon 3 Jahre unter Pergolid und es geht im soweit ganz gut. Die Hinterhand ist etwas steif geworden, müsste daran mehr arbeiten.
Bei der Pergoliddosis 0,375 ist geblieben, verteilt auf 2 Portionen. Hoss war mir im Winter doch etwas sehr zu dünn geworden und habe den Mut gefasst gehabt, seine Heuration zu erhöhen, ihn eine Tasse Gräserpellets, 40 ml Öl und ein paar Wurzeln am Tag zu füttern. Als er dann zugenommen hatte, war ich immer etwas in Sorge, dass es vielleicht zuviel des Guten war und habe in mir meiner ewigen Drückerei am Mähnenkamm mehr als einmal genervt. *gg* Nun habe ich die Blutwerte kontrollieren lassen und siehe da, die sind laut Tierärtzin gut. ACTH 28,7 und Insulin 44,6

Hoffe das es so weitergeht und ich noch ein paar schöne Jahre mit Hoss habe.  Smiley

Viele Grüße
Heike
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Antwort #10 - 16. Juli 2010 um 11:46
 
Hallo,

nach meinem letzten Eintrag ging es Hoss stetig schlechter. Die vermeintliche Steifigkeit in der Hinterhand wurde immer schlimmer und an manchen Tagen wusste ich gar nicht, auf welchem Bein er humpelt.  Griesgrämig Hinzu kam noch, dass Hoss immer schlechter Luft bekam. Oberhalb der Nasenlöcher (beim Mensch würde ich sagen es ist der Nasenrücken)  bildete sich auf jeder Seite ein Schwellung.  Griesgrämig Hoss ging es wirklich nicht gut, obwohl nach den Blutwerten ja alles in Ordnung sein sollte. Habe dann meinen Tierheilpraktiker eingeschaltet und über Monate hinweg Hoss behandelt. Das Pergolid hat er weiterhin bekommen. Und heute geht es Hoss wieder gut.  Smiley Die Schwellungen sind weg, er macht keine Taktfehler mehr und hat Spaß am Leben (hoffe ich zumindestens). Zurzeit steht er Tag und Nacht im Offenstall und kommt ganz gut damit zurecht. Gras gibt es gar nicht und abgesehen von Zuckerrübenschnitzel/Heu muss er von Luft und Liebe leben.

Viele Grüße
Heike

PS. Vermutlich hat ein Sohn von Hoss jetzt auch Cushing. Griesgrämig
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Antwort #11 - 29. Oktober 2010 um 21:37
 
Heute habe ich keine gute Nachricht.  Traurig Hoss hat ein Reheschub... zumindestens denke ich das, weil er ohne Eisen ohne rechts beim Auftreten totale Schmerzen hat und der Hufschmied heute sagte, dass sich das Hufbei gesenkt hat... Hatte schon sowas befürchtet. Anfang September war Hoss eine Zeitlang trotz Eisen vorne rechts lahm gewesen, was wir aber mithilfe eines Heilpraktikers wieder in den Griff bekommen hatten. Hatte mich letzte Woche erst darüber gefreut, wie gut Hoss wieder lief... und nun hatte er am Montag das Eisen verloren und nach einem Tag wieder er wieder klamm... Wieso hat er wieder einen Reheschub bekommen? Er kommt nicht auf Gras und hat nur Heu zu fressen gekriegt (Vielleicht zuviel)? War echt zufrieden mit ihm gewesen und nun das.  Traurig Bin am überlegen, ob ich die Pergoliddosis von 0,375 auf 0,5 erhöhe. Was meint ihr? Hossi hatte den letzten Wochen etwas weniger Bewegung gehabt, weil ich mich um meine kranke Mutter kümmern musste. Ob das schon zuviel war? Stehe auch etwas neben mir und weiß nicht so recht, was ich tun soll.  Traurig

Viele Grüße
Heike
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Antwort #12 - 03. November 2010 um 08:38
 
Zwischenzeitlich sind ein paar Tage vergangen. Hoss läuft mit dem Eisen unter dem Huf auf festen Boden (wo halt nichts unter dem Huf kleben bleibt) ganz gut. Die Hufsohle ist wieder trockener geworden und somit auch nicht mehr so druckempfindlich. Geblutet hat es aus der Wunde, die sich in der Sohle befindet, nach dem Schmiedbesuch nicht mehr. Zurzeit stelle ich ihn tagsüber mit einem Hufverband(Windel) auf das Paddock und anschließend geht es in die Box. Glücklicherweise hat er so keine große Schmerzen, was mich ein wenig beruhigt. Das Pergolid habe ich erhöht. Eine Erklärung, warum es zu diesem Reheschub gekommen ist, habe ich eigentlich nicht. Er kommt nicht auf Gras, an der Heuration hatte sich auch nichts getan ... evtl. war es wirklich die mangelende Bewegung und der ein oder andere Apfel zu viel. Leider ist man ja nicht die ganze Zeit bei dem Tier und kann nicht beobachten, wer da füttert. Werde die Tage den ACTH-Wert bestimmen lassen. Hmm... wenn dieses blöde Eisen bloß nicht abgegangen wäre. Innerhalb von 2 Tagen ist es so schlimm geworden. Vorher lief er wieder richtig gut, hat seine Späßchen an der Longe gemacht, im Freilauf in der Halle durch die Gegend gepest und war richtig wieder Pony gewesen.  weinend 

Viele Grüße
Heike
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Antwort #13 - 03. März 2011 um 14:32
 
Hoss geht es zurzeit gut.  Smiley Habe die Dosis von 0,25 mg auf 0,5 mg erhöht und mir ist aufgefallen, dass sich das Fettpolster am Hals verringert hat.
Ein Problemherd sind die Hufe, die wachsen nicht so richtig.   Griesgrämig Dieses bereitet mir schon Kummer, da der Schmied auf dem rechten Vorderhuf kein neues Eisen nageln könnte. Zurzeit hält das Eisen noch ... Habt ihr ein Tipp was ich Hoss geben könnte, damit die Hufe besser werden/wachsen?

Gruß
Heike
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Antwort #14 - 10. November 2011 um 17:07
 
Hoss hat die vergangenen Monate gut überstanden. Habe ihn weiterhin tagsüber auf einem Sandpaddock stehen und nachts in der Box. Dieses bekommt ihn gut.
Hoss war allerdings die letzten Monate immer viel zu dünn gewesen und hatte auch noch kein Fell  nachgeschoben gehabt (hatte ihn im Dezember des letzten Jahres geschoren gehabt hatte). Da er  sehr wählerisch ist, was das Futter angeht, habe ich angefangen ihm etwas Mash zu geben, am Anfang mit etwas Öl. Nun hat er etwas zugenommen und sieht sehr gut  aus. . Mag ihn gar  nicht scheren.

Gruß Heike
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Antwort #15 - 12. Juni 2012 um 16:34
 
Hass ist nun mittlerweile 23 Jahre alt, also bekommt nun schon seit 6 Jahren Prascend, bzw Pergolid. An der Dosis musste ich nicht weiter drehen, an den Haltungsbedingungen habe ich ebenfalls nichts verändert. hoss ist anfällig für Husten und Schnotten geworden, darum sehe ich bei kalten und nassen Wetter zu, dass er eine Decke aufgelegt bekommt.  Ab und zu hat er Bauchdrücken. Ansonsten können wir unter den Bedingungen nicht klagen.
Grüße Heike
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Antwort #16 - 08. August 2014 um 10:50
 
Hallo,
Hoss  hat das stolze Alter von 25 Jahren erreicht.  Smiley
An der Dosierung des Medikaments wurde nichts verändert, ebenso an dem Futter und der Haltung von Hoss. Ihm geht es soweit ganz gut.
Nun ist mir in den letzten Woche aufgefallen, dass Hoss im Trab mal mehr mal weniger mit dem Kopf nickt.  Ich weiß, dass er im Galopp auf der einen Seite nicht gut untertritt und denke, dass sich dieses Problem nun auch auf den Trab durchschlägt.
So, nun meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass eine Nebenwirkung von Prasend sein kann, dass es zu Lähmungen in den hinteren Beinen kommen kann. Stimmt das, oder habe ich mir diese Nebenwirkung nur eingebildet?

Viele Grüße Heike
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