Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Entscheidungshilfen: Ein Rehepferd übernehmen???? (Gelesen: 29865 mal)
Clara3
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I Love my Horse


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Antwort #20 - 13. August 2008 um 20:58
 
Ich würde nicht wieder ein Rehepferd übernehmen. Ich habe diesem Pferd viel zu verdanken, ich bereue meine damalige Entscheidung zwar nicht, trotzdem ist ein Rehepferd sehr problematisch.
Man unterschätzt diese Krankheit mit ihren Auslösern und teilweise untypischen Verläufen. Ich war 3 Jahre lang glücklich und dachte, ich bin mit dem richtigen Futtermanagment auf der sicheren Seite.
Dann 2 neue Reheschübe, obwohl Pony nur auf Sand stand. Ich hatte unterschätzt, daß Rehe im Endefffekt eine Stoffwechselkrankheit ist, d.h. als nächstes kam das massive Allergieproblem, das wir durch tägliches Inhalieren versucht haben in den Griff zukriegen. Das ging erstmal gut, trotzdem, danach lose Kniebänder, die in der Klinik geblistert wurden, hat aber nur 6 Monate angehalten, trotz sehr vorsichtigem Reiten. Seit Mitte Mai habe ich beschlossen, daß die Stute nicht mehr geritten wird, seither haben wir keinen Tierarzt mehr gebraucht. Sie bekommt jeden Tag ihr Thyrox-Tabeltten (gegen Schilddrüsenunterfunktion = Ursache der Reheschübe) und sie ist glücklich, da sie nachts auf die überständige Weide darf. Ich kann mir das leisten da wir Selbstversorger sind und ich habe eine junges Pferd, das ich reite.
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mambo
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648xx, Germany
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Antwort #21 - 13. August 2008 um 21:28
 
off topic

hallo clara!
wie habt ihr die schilddrüsenunterfunktion bei eurem pferd festgestellt? ich war in diesem punkt mal ziemlich rührig und habe von allen seiten gesagt bekommen, dass es derzeit keine aussagekräftigen tests bei pferden gibt.
daraufhin haben wir inabsprache mit der behandelnden TA damals beschlossen, es  mit dem Thyroxin zu  versuchen. leider bekam unser pferd ca 8 wospäter einen reheschub. und es bestand die möglichkeit, dassthyroxin eine mögliche ursache dafür  war.
aber ich bleibe weiterhin interessiert daran, daher meine frage.
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mimimax2008




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Antwort #22 - 28. August 2008 um 21:02
 
Ich würde wieder ein Rehepferd übernehmen. Klar es ist viel arbeit ne menge TA besuche und auch einiges an Kosten.  Mein Wotan hat zum Glück nur Futterrehe. Er hatte bis jetzt insg 4 Süber die immer sofort vom VOrbesitzer behandelt worden sind. Ich habe ihm im  Schub bekommen und danke TA und hilfe von meiner FReundin, wo er derzeit steht, haben wir alles im Griff bekommen und er ist so dankbar was ich deutlich am verhalten merke.
Die weisse Linie war bei ihm auch verbreitert aber heute war der SChmied da und es ist deutlich zurückgegangen.

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Benji




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Antwort #23 - 11. September 2008 um 22:51
 
Ich hatte ja das Glück die Stute 6 Monate "ausprobieren" zu dürfen...gestern waren 5 Monate rum...heute bezahlt...trotz Rehebefund (vorher ) und Reheschub..bei uns...Nun nehmen wir das Thema ernster..und die Süße macht sich prima...Wir packen das schon...
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Faynah
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Antwort #24 - 12. Oktober 2008 um 22:57
 
Hey Queeny,

erstmal ein willkommenes Hallöchen Smiley und Hut ab, dass du dich dafür entschieden hast. Aber mich konnte auch nix davon abhalten die Pferde zu übernehmen, die ich jetzt habe und davon hat auch jedes so sein Wehwehchen. Wo die Liebe halt hinfällt  Laut lachend Ich wünsche dir alles Gute für dein Hotti und bei entsprechender Haltung und etwas Glück kann auch eine Rehepferd alt werden. Zumindest hoffe ich das mal, habe nämlich auch ein Rehlein.

Liebe Grüße und viel Spass hier im Forum.
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Jeremy
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Antwort #25 - 23. November 2008 um 22:27
 
Ich kann mich Faynah nur anschließen.
Habe ebenfalls erst vor drei Wochen ein Rehepony übernommen.
Ich habe das Pony aus einer nicht Rehe gerechten Haltung geholt. Die alte Besitzerin hatte schon mit dem Gedanken gespielt, ihn zum Schlachter zu geben  Ärgerlich

Wünsche euch ebenfalls viel Glück und gutes Gelingen.
Rehe sind schließlich kein hoffnungsloser Fall. Dies beweist ja das Forum Smiley
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rahja
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Antwort #26 - 09. Dezember 2008 um 17:37
 
Nachdem was ich mit Rahja damals durchgemacht habe war ich mir sicher das ich NIE wieder so ein "Problempferd" haben wollte.
Als meine Freundin dann vor 2 Jahren Lissy anschleppte  bin ich innerlich zusammengezuckt und habe gedacht "Oh, Nein, wieso ausgerechnet ein Rehepferd? Ich wußte was auf mich zukommen würde und hatte vor allem Angst ob Lissy und wir es wirklich schaffen.

Ich muß mich meinen Vorrednerinnen anschließen besonders wichtig ist der lange Atem in finanzieller und nervlicher Hinsicht. Ich hatte ganz vergessen wie teuer und aufwendig die Behandlungen sind. Alleine der Spezial-Beschlag. Abgesehen von den Kosten sollte man sich im Klaren darüber sein, das ständig das Damokles-Schwert über einem schwebt und das besonders die Haltung einem zu schaffen macht (mir zumindest). Ich weiß nie genau wo die Grenze für den täglichen Weidegang ist. Ich bin mir sehr bewußt darüber, das zumindest bei Lissy ein Reheschub mit einer weiteren Absenkung ihr Todesurteil sein könnte. Und der Gedanke das ich die Situation vielleicht falsch einschätze und sie mit den Folgen leben muß macht mir schon zu schaffen.
Auf der anderen Seite blüht das Pferd auf, ist lebensfroh und scheint ihr Leben zu genießen. Dafür lohnt sich der Aufwand und das was sie uns gibt, ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Jeder der sich ein Rehepferd anschafft, sollte sich sehr genau mit dem Thema auseinandersetzen. Ich finde es sehr schwierig eine Entscheidung zu treffen ob man ein Rehepferd nimmt oder nicht. Auf der einen Seite stellt sich die Frage kann ich einem Rehepferd gerecht werden, es ist schon schwierig einem gesunden Pferd gerecht zu werden. Auf der anderen Seite haben die Pferde eine Chance verdient, denn häufig hat der Mensch seine Finger im Spiel gehabt.
Ich habe großes Glück meine beiden alten Tanten sind reitbar und es geht ihnen gut (wie es mit Hufrehe eben möglich ist). Auch wenn sie nicht reitbar wären, wäre es nicht schlimm solange sie sich nicht quälen bzw. leiden. Es käme mir nicht in den Sinn mich von ihnen zu trennen.
Die Frage ist ja auch immer was will ich von und mit dem Pferd.
Auf jeden Fall ist ein Rehepferd deutlich anspruchsvoller in der Pflege und kostenintensiver wenn jemand meint ein Schnäppchen zu machen dann ist demjenigen nicht bewußt was Hufrehe bedeutet oder er will es nicht zur Kenntnis nehmen.
Ich bereue es jedenfalls nicht, das meine Freundin (gegen meinen Willen  Traurig) Lissy angeschleppt hat und ich jetzt stolze Besitzerin von 2 Rehepferden bin.
Ich persönlich würde nach jetzigem Kenntnisstand jederzeit wieder ein Rehepferd übernehmen
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mady
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Antwort #27 - 26. August 2010 um 11:02
 
Das Thema passt ja zu uns  Smiley

Ich habe es getan! Ich hätte es aber nicht getan, wenn das Shetty nicht schon mal uns gewesen wäre.
Ich hatte das Gefühl, daß ich es ihr schuldig war, denn ich hatte sie verkauft. Sonst wäre es viell. nicht passier, denn bei uns kam sie nur max. 2 Std. auf Wiese, da ich immer schon Angst vor Rehe hatte und sowas eigentl. nie mit machen wollte.
Ich habe sie erst 2 Wochen zurück und seit dem sie wieder hier ist hab ich nur Stress und schlafe kaum. Geheult wegen dem Stress hab ich auch schon oft genug, aber ich möchte es einfach schaffen.
Es wird aber jeden Tag besser mit der Organisation und dann kommt denke ich die Rutine rein und der Stress ist weg  Zwinkernd
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Maeuschen
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Antwort #28 - 22. Februar 2011 um 07:21
 
Ich habe mein Pferd auch für 1€ bekommen. Da hatten sie aber noch keine Rehe, sondern ist nur schon etwas älter gewesen.
Sie hat im letzten Jahr Rehe bekommen. Ich hab ihr die Chance gegeben wieder fit zu werden, da TA und Schmied sehr zuversichtlich sind.
Sie wird zwar sicher nie wieder so unbeschwert leben können wir vorher, sprich 24h Weide wirds nicht mehr geben. Ich denke ich habe eine gute Lösung gefunden sie auf Sand zu stellen mit Sichtkontakt, ab und an in große HErde und ab und an ein anderes Pferd auf ihrem Paddock.
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+ 29.03.2012
 
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Maeuschen
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Antwort #29 - 22. Februar 2011 um 07:22
 
Aber ganz bewusst so ein Tier zu übernehmen, NEIN.
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+ 29.03.2012
 
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Gänseblümchen
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Antwort #30 - 01. März 2011 um 21:05
 
Mein erstes Pony habe ich mit einer Nachgeburtsrehe übernommen - ein ganz armes Ding vom Reiterhof. Ich habe dieses Pony geliebt - es war dort mein Pflegepony. Von daher war mir die Krankheit egal.

Ein fremdes Pferd bewußt mit Rehe kaufen?
Nein - nie!
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Hufrehe Tagebuch Davina

Fragen zum Tagebuch



Pony ist Rentnerin mit Mini-Job aufgrund von Verletzung am Hinterbein
Futter: Heu im Offenstall mit einem anderen Pferd zusammen - abends ad lib. - morgens bis frühen Nachmittag mit Fressi - Pony frisst aber von alleine nicht ständig; Salzleckstein

"Arbeit": z.Zt. 7 x Woche zwischen 20 Minuten Schrittarbeit und 1,5 Stunde Spazierausritt - auch mal 30 Minuten Bahnarbeit Schritt/Trab/Seitengänge und kleiner Ausritt in allen Gangarten

Verletzung am Hinterbein seit einigen Monaten ohne sichtbaren Befund

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spirit
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Ponypower forever


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Antwort #31 - 18. Mai 2011 um 01:06
 
Ganz bewußt ein fremdes Pferd mit Hufrehe kaufen?? Nein!!
Ich selbst habe ein Hufrehepony. Ich wußte aber vorher nicht das er Rehe hatte. Er wurde mir als Rehefrei verkauft.
Als dann ein knappes dreivierteljahr später der erste leichte Schub kam und mein Hufschmied dann meinte er hätte eine leichte chronische Rehe nahmen wir den Kampf auf.
Wir hatten bis jetzt insgesamt 4 Schübe auf 3jahre verteilt. Davon 1 richtig heftiger auf allen 4 Hufen und 3 sehr leichte.
Zuerst dachten wir an Futterrehe,doch es gab nie einen eindeutigen Auslöser dafür.
Das Thema Cushing drängte sich immer mehr auf, doch der erste test war Negativ. Der zweite dann eher dunkelgrau verdächtig,doch meine TÄ wiegelte ab.
Erst eine zweite meinung bescherte mir dann das Rezept fürs Pergolid und damit ging es Miro immer besser. Er blühte regelrecht auf.
das Pergolid bekommt er jetzt seit Anfang Dezember 2009 und seitdem geht es ihm richtig super.
Rehefrei sind wir jetzt seit knapp 3 Jahren.
Aber fragt mich nicht was es mich Zeit, Geld, Nerven und Tränen gekostet hat.
Aber für meinen Kleinen habe ich es verdammt gerne getan und würde es immerwieder tun, bis zum Schluß.
Genauso bei meinem Großen.  Smiley
Ich weiß seit der Zeit auch das ich mich in Sachen rehehufe voll udn ganz auf unseren Hufschmied verlassen kann, genauso wie auf meine TÄ.
Und natürlich nicht zu vergessen dieses Forum hier, in dem ich Nächtelang alles durchstöbert habe,um mich zu informieren, und dessen User mir immer mit Rat und, soweit es ging, auch Tat zur Seite standen.  Kuss
An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz dickes Dankeschön dafür.  Kuss
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LG Dani
Hufrehetagebuch Miro

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behandel Dein Pferd wie einen Partner, dann wird es Dich auch als Partner akzeptieren
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Jacky.x
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Antwort #32 - 18. Oktober 2011 um 15:03
 
Hallo Leute,

auch ich habe meine Stute 20 Jahre, erst Anfang dieses Jahres übernommen. Ich wusste das sie schon mal Rehe hatte.

Habe aber null Plan gehabt. Schockiert/Erstaunt  Letztes Jahr im März habe ich sie angefangen zu reiten als totaler Anfänger.

Sie ist ein tolles Pferd, es war Liebe auf den ersten Blick/Ritt.
Dann zum Jahresende war ihr Schicksal erstmal ungewiss und da ich damit nicht Leben konnte ist es jetzt meine.

Obwohl sie so schwer krank ist bereue ich nichts (EMS und ECS).
Ich würde jedoch jedem Raten einen EMS ECS Test zu machen.
Jetzt ist sie krank...sehr krank, ich glaube natürlich dran das wir es schaffen. Aber ohne Freunde am Stall und meinen lieben Lebensgefährten und ohne dieses Forum wäre ich aufgeschmissen.

Bei aller Tierliebe Rehe ja...sollten aber auch schon Grunderkrankungen da sein. Klares NEIN!!!

Sprich ich finde alleine kann einer so etwas garnicht schaffen. Es ist zwar dem Pferd ggü. gut gemeint, man kann dann aber auch selber dran zugrunde gehen.

Nach dem schlimmen Befund (EMS / Cushing) ist meine größte Sorge wie halte ich sie weiterhin.
Vorallem muss es auch lebenswert für sie sein.

Wir haben Gott sei Dank schon eine Lösung.

Aber das ist glaube ich das schwerste daran ein Pferd zu halten was nie wieder auf die Wiese darf, dennoch in Gesellschaft sein will und nicht in der Box verrotten soll.


LG Jackyhttp://www.uploadmyfile.de/bild.php/5996,055MLK9M.jpg

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liselottchen
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Antwort #33 - 23. Mai 2013 um 00:38
 
So, das ist ein Thread, der mich sehr anspricht, aber auch beschäftigt. Unsere lotte ist schon 14 Jahr bei uns, aber wir können uns nicht so lieb, wie viel von euch um sie kümmern. unser Sohn kam chronisch krank zur Welt, das hat viel verändert, Maßstäbe verschoben. Wir wissen ,dass wir für Lotte nicht genug Zeit und Geld haben, aber niemand wollte sie übernehmen, was ja auch klar ist.
Heute, bei strömenden Regen und 5 Grad, hat es dann aber genau unser Sohn auf den Punkt gebracht: man macht es wegen der Liebe!
Ich weiß, dass wir uns viele der guten Diagnosen und Therapien nicht leisten können werden, falls Lotte wirklich ECS hat, aber mich hat das sehr berührt heute. keine Antwort, viele fragen...
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Lotte ist jetzt 25 Jahre alt. Sie hat Cushing und bekommt eine halbe Tablette Prascend. Sie wird geritten und lebt im Offenstall und Paddocktrail in kleiner Gruppe.

Hufrehe Tagebuch

Fragen zum Tagebuch
 
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Dagur
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Antwort #34 - 09. Juni 2013 um 13:59
 
Mir geht es ähnlich wie spirit. Ich habe vor zwei Jahren meinen Isi übernommen - mit ehemaligem Leberschaden, aber ansonsten "krankheitsfrei". Im Sommer letzten Jahres hatten wir dann eine positive ECS-Diagnose, Einstellung auf Prascend, soweit kein Problem. Einen Monat später kam dann der erste Reheschub, der nach zwei Wochen aber so gut wie vorbei war. In diesem Jahr haben wir nicht so viel Glück - wir kämpfen aktuell seit fast 11 Wochen gegen die Rehe. Ständige Röntgenkontrollen, eingipsen, diverse Entzündungshemmer, Rehebeschlag - ich denke, dass man die Kosten auf gar keinen Fall unterschätzen darf! Um Fakten zu nennen: teilweise liegen wir bei 1000 - 1500€ im Monat, da sollte sich doch jeder gut überlegen, ob er die finanziellen Möglichkeiten hat, sein Pferd bestmöglich zu unterstützen!!!
Der zweite wesentliche Punkt ist meiner Meinung nach die psychische Belastung. Ein Rehepferd benötigt so viel mehr Zeit, als ein gesundes Pferd... Ich habe das Glück, mit meinem Pony nahezu auf demselben Hof zu wohnen; anders wäre es für mich auch nicht möglich, Dag so zu halten, wie es für ihn gut ist. Konkret heißt das für mich momentan vor der Arbeit zum ersten mal zu füttern und 30min die Beine zu kühlen. Der Tag endet mit dem letzten Kühlen und der letzten Fütterung zwischen 23 und 24 Uhr. Dazu kommen die ständigen Überlegungen, auf welchem Paddock er stehen kann, um die Pferde zu sehen, die inzwischen rund um die Uhr auf der Wiese sind. Besitzer zu überreden, ihr Pferd wenigstens für einige Stunden in die Box zu stellen, damit Dag nicht alleine sein muss (ist inzwischen nämlich nicht mehr möglich). Zu organisieren, wie die Pferde reingeholt werden. Boxen zu misten, weil die anderen ja nur wegen meinem mit rein gehen. Und neben allem immer wieder die Angst, dass er es trotz allem nicht schaffen könnte, weil die Pulsation einfach nicht aus den Hufen gehen will...

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich niemals ein FREMDES Rehepferd übernehmen würde. Ich würde auch niemandem dazu raten - es sei denn, er hat viel Erfahrung, viel Zeit und viel Geld und möglichst einen eigenen Hof mit optimalen Bedingungen. Etwas anderes ist es, wenn man das Pferd bereits kennt und eine Beziehung besteht - dann würde ich alles auf mich nehmen, mit dem Wissen, was es bedeutet. Und abgeben würde ich ein Rehepferd niemals - wer da ist, bleibt!!!
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"Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln."

Astrid Lindgren
 
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Jacky.x
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Schwelm, Nordrhein-Westfalen, Germany
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Antwort #35 - 20. Juli 2013 um 05:13
 
Hallo ihr Lieben,

im Oktober 2011 habe ich hier zuletzt mein Statement abgegeben. Meiner Maus geht es Gott sei Dank gut und ich bereue ihre Übernahme immer noch nicht. Mittlerweile haben sich durch das ECS und EMS auch noch ihre Zähne verschlechtert, einige mussten gezogen werden. Diese Begleitkrankheit EOTRH (Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis) ist ebenfalls nicht heilbar und wird uns jetzt bis an ihr Lebensende begleiten. Mandy bekommt mittlerweile 1 1/2 Tablette Prascent und ab und an etwas für ihre Zähne.

Ich liebe sie, sie ist voll reitbar (Freizeit / Gelände) und macht mir viel Spaß.
Trotzdem kann ich nur jedem Raten denkt bei der Übernahme eines Rehepferdes an die Kosten. Entweder für ein Haus sparen oder ein Rehepferd finanzieren  Smiley Durchgedreht und in der kleinen Wohnung 50 qm Wohnung bleiben  Zwinkernd Smiley Zwinkerndso ist das eben wenn man in ein süßes Pony verliebt ist.

Lg Jacky
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