Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Heparin (Gelesen: 6053 mal)
Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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08. März 2006 um 16:05
 
ich möchte hier mal eure Meinung erfahren...ich hab ja gefunden gehabt das es abzuwägen ist ob man Heparin bei EMS und ECS geben sollte dazu habe ich folgendes gefunden

Heparine sind therapeutisch eingesetzte Substanzen zur (Blut-)Gerinnungshemmung. Chemisch gesehen handelt es sich um Polysaccharide, bestehend aus einer variablen Anzahl von Aminozuckern mit einem Molekulargewicht zwischen 4.000 und 40.000 (Häufigkeitsgipfel etwa 15.000). Heparin wird nicht aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert und muss deshalb parenteral appliziert werden.

Die gerinnungshemmende Wirkung beruht darauf, dass im Blut Antithrombin III zirkuliert, ein Enzym, das aktivierte Gerinnungsfaktoren hemmt. Heparin bindet nun an Antithrombin III, was die von diesem katalysierte Reaktion etwa 1000fach schneller ablaufen lässt.

Neben den unfraktionierten Heparinen werden auch noch niedermolekulare, fraktionierte Heparine angewendet, die kürzere Ketten aufweisen (Molekulargewicht um 5.000) und die sich in der Wirkung insofern unterscheiden, welche Gerinnungsfaktoren sie hemmen.

Heparin wird angewandt zur Prophylaxe und Therapie von Thrombosen. Seine Dosis wird nicht in Gramm angegeben, sondern in Internationalen Einheiten (IE): 1.000 IE vermögen 1l Schafs- oder Rinderblut bei 37 °C eine Stunde lang ungerinnbar zu machen.

Als unerwünschte Nebenwirkungen treten auf:

überschießende Blutungsneigung (Antidot in diesem Fall Protamin)
erhöhtes Plasma-Kalium
erhöhte Leber-Enzyme (GOT,GPT,GGT)
wesentlich seltener heparininduzierte Thrombozytopenie Typ I und II.

Wirkungsmechanismus
Sowohl NMH als auch UFH wirken über Antithrombin III (AT III) und beschleunigen die Inaktivierung von aktivierten Gerinnungsfaktoren um das 1000fache. NMH inaktiviert vornehmlich den Prothrombinasekomplex, bestehend aus aktiviertem Faktor X (Stuart Prower Faktor), aktiviertem Faktor V (Proakzelerin), Calciumionen und Phospholipiden. UFH inaktiviert neben dem Prothrombinasekomplex auch den aktivierten Faktor II = Thrombin. Insofern erklärt sich die schneller gerinnungshemmende Wirkung von UFH gegenüber NMH. Des Weiteren werden die Faktoren IX (Antihämophilie Faktor B bzw Christmas Faktor), XI (Rosenthal Faktor), XII (Hagemann Faktor) und Kallikrein inaktiviert.


Pharmakokinetik
Heparin wird intravenös oder subkutan verabreicht. Bei subkutaner Gabe von UFH resultiert eine 30%ige Bioverfügbarkeit. Bei intravenöser Applikation kommt es initial zu einer schnellen Elimination von 40% des injizierten UFH (schnell ablaufender Sättigungsprozess -> aufgrund der vielen negativen Ladungen bindet UFH am Endothel und an Makrophagen sowie an Plasmaproteine) mit einer Halbwertszeit von 5-15 Minuten, welche dann in eine langsamere Elimination mit einer HWZ von 60-90 Minuten (renale Elimination über glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion). Erst wenn alle Bindungsstellen abgesättigt sind, wird die Dosis-Wirkungs-Beziehung linear und der therapeutisch wirksame Spiegel erreicht. UFH ist nicht plazentagängig und tritt nicht in die Muttermilch ein -> kann somit in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden.

NMH weisen eine geringere Affinität zu Plasmaproteinen, vaskulären Matrixproteinen, Makrophagen, Thrombozyten und Endothelzellen auf. Daraus erklärt sich eine bessere Bioverfügbarkeit, die längere Halbwertszeit und die ausschließlich renale Clearance der NMH. Nach subkutaner Injektion ergibt sich eine 90%+ Bioverfügbarkeit. NMH ist nicht plazentagängig, ein Übertritt in die Muttermilch ist nicht bekannt.

Indikationen
UFH ist u.a. indiziert:

Prophylaxe peri- und postoperativer Thrombosen
Therapie der tiefen Venenthrombose und der Lungenembolie
Therapie arterieller Embolien
Antikoagulans bei extrakorporaler Zirkulation (z. B. Dialyse)
unter besonderen Gesichtspunkten:
zur Therapie der DIC (=disseminierte intravasale Coagulation)
zur Begleittherapie der Thrombolyse
zur Therapie des akuten Myokardinfarktes
NMH ist u.a. angezeigt:

zur peri- und postoperativen Prophylaxe von venösen Thrombosen
Therapie der tiefen Venenthrombose
Therapie der nicht massiven Lungenembolie
Thromboseprophylaxe bei instabiler Angina Pectoris
Antikoagulans bei der Hämodialyse
Anmerkung: in Deutschland besteht für viele NMH noch keine Zulassung für jede dieser Indikationen.

Kontraindikationen
Eine kritische Nutzen/Risiko-Analyse und sorgfältige laboranalytische Überwachung des Patienten sind notwendig. Der Begriff "Kontraindikation" ist in diesem Rahmen relativ zu sehen.

therapierefraktäre Hypertonie und Retinopathie
Leber- und Nierenerkrankungen mit eingeschränkter Funktion, akute Pankreatitis
schwere Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
fortgeschrittenes Malignom
fortgeschrittenes Alter (mit erhöhter Morbidität)

hochdosiert:

bestehende oder drohende innere Blutungen
Punktion an Arterien und parenchymatösen Organen, intramuskuläre Injektionen
frische Operationen (Abhängig von Dauer und Art des Eingriffs)
bakterielle Endokarditis
Mitralklappenfehler mit Vorhofflimmern

Unerwünschte Wirkungen
Blutungsgefahr (wie bei allen Antikoagulantien)
das Blutungsrisiko ist sorgfältig abzuwägen. Es ist bei NMH nicht wesentlich geringer als bei UFH
->Gabe des Antidots Protamin (basisches argininreiches Protein vom Lachs - ein Polykation -> bindet somit an das Polyanion Heparin, UFH und NMH
Osteoporose und Spontanfrakturen nach längerer Behandlung (bei NMH seltener)
für die Fortsetzung der antikoagulatorischen Therapie sind Cumarine in Erwägung zu ziehen
in seltenen Fällen reversibler Haarausfall, und allergische Reaktionen:
Urticaria, Rhinitis, Tränenfluß, Fieber, Bronchospasmus und Blutdruckabfall
Heparin-induzierte Thrombozytopenie HIT (=durch Heparin hervorgerufener Blutplättchenmangel)


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Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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Antwort #1 - 08. März 2006 um 17:03
 
Nutzen/Risikoabwägung bei  IR und EMS

Heparin hat einen positiven Einfluß auf die Triglyceride

http://www.smw.ch/docs/archive/1999/129-35-130-99.html


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Nina
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Antwort #2 - 23. August 2010 um 19:40
 
Mhm, wovon sollte man den Einsatz denn nun abhängig machen?
Bin bisher immer davon ausgegangen, dass man mit Heparin auf der sicheren Seite ist nur bin ich mir da jetzt nicht mehr so sicher ....
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