Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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McGowan 2005: Testverfahren zur Diagnose des ECS (Gelesen: 6857 mal)
asci72
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Benjamin


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07. März 2006 um 17:43
 
Diagnose und Behandlung des Equinen Cushing Syndroms
Diagnosis and treatment of equine cushings syndrome, Catherine Mc Gowan (The Veterinarian Feb 21-25, 2005), Royal College of Veterinary Surgeons, Großbritannien & Queensland University, Australien

vorweg die Erklärung zu Sensitivität und Spezifität der Testverfahren:

“Sensitivität“:
Fähigkeit eines diagnostischen Tests, Tiere MIT einer fraglichen Erkrankung als KRANKE zu erkennen; ist definiert als Quotient aus der Anzahl mit positivem Testergebnis unter den Kranken und der Gesamtzahl der Kranken. Bei hoher Sensitivität ist also die Rate der „Echten positiven Ergebnisse“ sehr hoch.

"Spezifität":
Fähigkeit eines diagnostischen Tests, Tiere OHNE eine fragliche Erkrankung als NICHTKRANKE zu erkennen; ist definiert als Quotient aus der Anzahl mit negativem Testergebnis unter den Nichtkranken und der Gesamtzahl der Nichtkranken. Bei hoher Spezifität ist also die Rate der „Echten negativen Ergebnisse“ sehr hoch.

Textauszug zu Testverfahren zur Diagnose und zur Behandlung von ECS (freie Übersetzung von mir):



DIAGNOSE

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von endokrinologischen Test, basale und dynamische. Die basalen Tests kommen mit einer einzelnen Blutprobe aus und sind wegen ihrer Einfachheit und geringen Kosten beliebt. Leider sind diese Tests jedoch nur gering „sensitiv“ und „spezifisch“. Dynamische Tests haben eine viel größere diagnostische „Sensitivität“ und „Spezifität“. Statt einzelne Basalwerte zu messen, evaluieren sie hormonelle Rückkopplungsmechanismen.


1.      BASAL TESTS

Basal Plasma ACTH Konzentration
Dies ist die beste Option der Basaltests. Sehr „sensitiv“ (> 90 %), obwohl Daten über seine „Spezifität“ begrenzt sind. Pferde mit Werten über 50 pg/ml haben sehr wahrscheinlich ECS. Der Nachteil des ACTH besteht darin, dass es sehr labil ist und schnell gekühlt werden muss. Es darf nicht in Glasröhrchen aufbewahrt werden, da ACTH ins Glas absorbiert wird. Es muss daher ein Plastik Behälter verwendet werden. Das Blut wird in einem EDTA „Vacutainer“ gesammelt, und muss innerhalb einer Stunde zentrifugiert und eisgekühlt werden. Eine genaue Absprache mit dem Labor ist sehr wichtig.

Blutglukose-Konzentration

ECS-Pferde haben ein hohes Risiko für die Entwicklung einer sekundären Insulinresistenz und Hyperglykämie. Dies kommt jedoch nicht bei allen ECS-Pferden vor, so dass die „Sensitivität“ gering ist.

Urin Corticoid : Creatinin Ratio (UCCR)
Allgemein höher bei ECS-Pferden, aber geringe „Sensitivität“ und „Spezifität“ und daher für eine Diagnose nicht zu empfehlen.

Insulin
Die Basal Serum Insulin Konzentration ist sehr „sensitiv“ für die ECS-Diagnose (> 90 %), jedoch wenig „spezifisch“. Es kann daher für die ECS-Diagnose nicht empfohlen werden. Bei insulinresistenten Ponys können Falsch Positive Ergebnisse auftreten, besonders wenn diese übergewichtig sind.

Basal Serum Cortisol Konzentration

Keine diagnostische Aussagekraft über ECS. Die Werte können bei ECS-Pferden gering, normal oder erhöht sein. ECS-Pferden verlieren zwar den „normalen“ Tagesrhythmus, trotzdem variieren die Serum Cortisol Werte generell so stark, dass auch eine mehrfache Messung zu verschiedenen Tageszeiten keinen Aufschluss über ECS bringen kann.


2.      Dynamische Endokrine Testverfahren (Funktionstests)

Low Dose Dexamethason-Supressionstest (DST)

Der Dexamethason-Supressionstest hat die höchste „Sensitivität“ und „Spezifität“ für die Diagnose des ECS und ist daher DER Test der Wahl.
Ziel dieses Testes ist es, eine Fehlfunktion bei der Suppression (Unterdrückung) von Cortisol aufzudecken, nachdem dem Pferd Dexamethason verabreicht wurde. Der Argumentation zu Folge werden die ACTH-Produktion und die davon abhängige Cortisol-Produktion kranker Pferde nicht durch ein negatives Feedback beeinflusst. Da die Pars Intermedia (Mittellappen der Hirnanhangdrüse) nicht durch negatives Feedback beeinflusst wird, zeigen kranke Pferde keine Suppression (Unterdrückung) des Cortisols nach der Verabreichung des Dexamethason.
Wenn die Proben mit 20 Stunden Abstand (möglich: 18 - 24 Stunden) genommen werden, erreicht der Test eine Genauigkeit von 100% „Sensitivität“ und „Spezifität“.
Der DST wird von der Tageszeit nicht beeinflusst, aber es bietet sich an, ihn über Nacht laufen zu lassen. Cortisol ist relativ stabil, so dass die Proben als „ganzes Blut“ eingeschickt werden können, bei Hitze gekühlt.
Ablauf:
Dem Pferd wird zunächst eine Blutprobe abgenommen (für die Bestimmung des Ausgangswertes) und dann Glucocorticid (40 Mikrogramm Dexamethason pro kg Körpergewicht) intramuskulär verabreicht. Eine zweite Blutprobe wird 18 bis 24 Stunden später abgenommen.
Normale Pferde zeigen eine Suppression der Cortisolwerte, ECS-Pferde zeigen eine fehlende Reaktion auf diese Zufuhr, also keine Supression der Cortisolwerte.
[Die Werte werden hier in nmol/l angegeben und unterscheiden sich damit von deutschen Laborergebnissen.] Es gibt eine Grauzone von Pferden, die schwierig zu interpretieren sind (Suppression zwischen 20 und 40 nmol/l). Pferde mit hohen Basalwerten zeigen weniger Suppression, d.h. sie gelten schon ab 40 nmol/l als „normal“, obwohl die Werte eines gesunden Pferdes unter 20 nmol/l liegen sollten. Im Zweifelsfall sollte der Test wiederholt werden oder ein ACTH-Test zur Bestätigung gemacht werden.

ACTH-Stimulationstest
Dient zum Nachweis einer abnormalen Funktion der Nebenniere, und ist daher nicht relevant für die Diagnose von ECS (welches in der Regel von der Hirnanhangdrüse ausgeht). Obwohl einige ECS-Pferde eine adrenale Hyperplasie und eine übertriebene Reaktion auf ACTH zeigen, unterscheidet dieser Test nicht verlässlich zwischen normalen und kranken Pferden.

Thyrotropin Releasing Hormon (TRH) - Stimulationstest
Dieser Test wurde in Großbritannien vielfach verwendet, weil die Meinung vorherrschte, dieser Test sei „sicherer“ als der DST. Nach Erfahrungen der Autorin C. McGowan hat dieser Test aber sowohl eine geringe „Sensitivität“ als auch „Spezifität“. Es gibt Falsch Positive Ergebnisse besonders bei Pferden mit anfänglich erhöhten Plasma Cortisolwerten und bei Pferden, die aus anderen Gründen krank sind. Pharmazeutisches TRH ist in Australien teuer und der Test hat einen geringen diagnostischen Wert, so dass es wenig Gründe für seine Verwendung gibt.

Kombinierter DST / TRH-Stimulationstest
Dieser kombinierte Test wurde entwickelt, um die „Sensitivität“ des TRH-Stimulationstest zu steigern. Dazu wird das Serum Cortisol vor der Verabreichung von TRH durch die Gabe von Dexamethason unterdrückt. Während nur eine Studie über die Verwendung dieses Testes veröffentlicht wurde, hat die Autorin diesen Test für Forschungszwecke vielfach eingesetzt. Interessanterweise - trotz des geringen diagnostischen Wertes des TRH-Stimulationstestes – erscheint der kombinierte test deutlich zwischen „normalen“ und ECS-Pferden zu unterscheiden. ECS-Pferde zeigten durchweg einen Anstieg der Cortisolwerte als Antwort auf das TRH, und ebenso eine fehlende Suppression des Cortisols nach dem Dexamethason.
Dadurch, dass hier zwei Ergebnisse vorliegen, ist dieser Test leichter zu interpretieren, als bei einem alleinigen DST, obwohl der Anstieg hinsichtlich „Sensitivität“ und „Spezifität“ wahrscheinlich gering ist. Nachteile liegen im zusätzlichen Aufwand für Zeit und Kosten.
Ablauf:
Abnahme einer Blutprobe (Basalwert). Intramuskuläre Injektion von Dexamethason. Abnahme einer Blutprobe 3 Stunden später. Injektion von 1 mg TRH. Weitere Blutproben nach 30 Minuten und 22-24 Stunden.
ECS-Pferde zeigen eine anfängliche Suppression des Cortisols 3 Stunden nach dem Dexamethason, gefolgt von einem Anstieg nach der Gabe des TRH. Dadurch sind die Serum Cortisol Konzentrationen 30 Minuten nach der TRH-Gabe wieder auf der Höhe des Ausgangswertes oder darüber. Auch 22-24 Stunden nach dem Dexamethason ist keine Suppression erfolgt.


Risiken endokrinologischer Test

Nach Meinung der Autorin gibt es wenig Zweifel, dass exessive, andauernde Gaben von Corticosteroiden Hufrehe verursachen kann, besonders bei vorbelasteten Pferden. Dennoch ist das Risiko bei einem Dexamethason-Suppressionstest minimal, und die Vorteile überwiegen die Risiken. Die verabreichte Dosis ist gering, weniger als die Hälfte einer einzelnen therapeutischen Dosis. Es wurden keine nachteiligen Wirkungen bei endokrinologischen Tests berichtet. Studien über die Verabreichung von Dexamethason an 121 Pferde (davon 66 mit ECS) kamen zu dem Schluss, dass die Verabreichung von Dexamethason gefahrlos ist (Dybdal et al. 1994).
[…]

Tabelle: Diagnose des ECS – Zusammenstellung der Möglichkeiten incl. Aussagekraft
[Testverfahren][SENSITIVITÄT][SPEZIFITÄT][Durchführung?]

DST                     ++++                     ++++                  einfach, 2 Termine
ACTH (Basal)               +++                     +++                  aufwändige Proben
Kombi DST/TRH         ++++                     ++++                  2 Termine, 4 Proben
Symptome               ++                     ++                  einfach
UCCR                     +++                     ++                  Urinsammlung notwendig
Insulin (Basal)               +++                     ++                  einfach
Glukose              ++                     +++                  einfach
TRH-Stimulation         ++                     ++                  mittel, 3 Proben in 1 Std.
ACTH Stimulation         ++                     ++                  einfach, 2 Proben in 2 Std.

++++         nahezu 100 %
+++           80-90% sicher
++                  50-80% sicher




BEHANDLUNG / MANAGEMENT DES ECS

[…] Neben der medikamentösen Behandlung des ECS müssen Hufrehe, Sekundärinfektionen und Parasitenbefall versorgt werden, das Fell muss geschoren werden, die Zähne müssen sorgfältig kontrolliert werden, und die Ernährung muss angepasst werden. Alte Pferde mit ECS leiden häufig an Peridontitis (eitrige Zahnfleischentzündung), so dass neben der Zahnbehandlung auch Betäubung, Schmerzmittel und Entzündungshemmer angebracht sein können.

Für die medikamentöse Behandlung gibt es zwei Mittel:
1.      Dopamin-Antagonisten (Pergolid, Bromocriptin) und
2.      Cortisol-Inhibitoren (Trilostan, in Australien nicht erhältlich)
Cyproheptadin, ein Serontonin-Antagonist, wurde ebenfalls verwendet, aber war wenig effizient und die Begründung für seine Verwendung ist unklar. Urspürnlich wurde als billigere Option als Pergolid verwendet. Da dies preislich heute nicht mehr so ist, gibt es kaum noch Gründe für die Verwendung von Cyproheptadin.

Dopamin-Antagonisten (Pergolid)

Pergolid wird am häufigsten verwendet. Über Bromocriptin gibt es kaum Daten, es soll jedoch oral kaum absorbiert werden. Beides sind ursprünglich Medikamente für Menschen mit Parkinson. Donaldson (et al. 2002) berichtet, dass die Pergolid-Behandlung nach 2 Monaten in 85% der Fälle die Plasma-ACTH-Konzentration senkt und die von Besitzer wahrgenommenen äußerlichen / klinischen Symptome verbessert.
Am effektivsten ist die geringe Dosis Pergolid (0,002 mg / kg Körpergewicht / Tag), also 1 mg auf 500 kg Pferd. Die Autorin empfiehlt, mit dieser Dosis zu beginnen und nach einigen Wochen die äußerliche Verbesserung der Symptome zu überprüfen. Sollte die Verbesserung geringer ausfallen als erwartet, so kann die Dosis wöchentlich um 250 Mikrogramm angehoben werden, so lange, bis eine deutliche Verbesserung zu sehen ist.
Es wurden bislang Dosen bis zu 0,01 mg / kg verwendet, obwohl dann Nebenwirkungen wie Anorexie und Depressionen oft beobachtet werden. Sollte man dies beobachten, so sollte die Dosis langsam wieder gesenkt („ausgeschlichen“) werden, bis man die optimale Dosis gefunden hat. Man sollte bedenken, dass die geringe Dosis von 0,002 mg / kg die MINDESTDOSIS ist. Versuche, an Dosis und am Geld und zu sparen, können zu einem Misserfolg der Therapie führen!! Einige Pferde wurden langfristig auch mit einer noch geringeren Dosis behandelt. Eine Reduzierung sollte allerdings sorgfältig beobachtet werden.

Cortisol-Inhibitoren (Trilostan)

Trilostan verbesserte bei 20 Pferden die Testergebnisse (Kombinierter TRH und DST) und die klinischen Symptome. Lethargie, Polyurie und Polydipsie verbesserten sich. In 81 % verbesserte sich die Hufrehe. Es gab keine Nebenwirkungen. Die Dosis beträgt 1 mg / kg Körpergewicht / Tag und sollte nachmittags oder abends gegeben werden.




Kontrolle der Therapie und Prognose


Während für die Diagnose dynamische Tests angebracht sind, sind Basaltests nützlich für die Therapiekontrolle. Eine Umkehr bei einem DST sollte nicht erwartet werden, da keine Behandlung des ECS tatsächlich die Pathologie umkehren kann. Selbst Pergolid, welches das endogene Dopamin steigern und die Hemmung der Pars Intermedia wiederherstellen sollte, wird letztlich doch in zu geringer Dosis verabreicht, um die Überproduktion der Pars Intermedia tatsächlich zu verhindern. Dies ist umso mehr der Fall, wenn es sich um fortgeschrittene Fälle handelt, oder um solche mit Ausbildung eines Adenoms.
Klinische Anzeichen zu beobachten ist äußerst wichtig. Der Body Condition Score, das Verhalten, Lahmheiten, Häufigkeit der Reheschübe und Wasseraufnahme lassen sich beobachten. Pergolid in der Mindestdosis kann manchmal den normalen Fellwechsel nicht wieder herstellen, noch weniger Trilostan. Trotzdem scheinen beide Behandlungsmöglichkeiten die Fell-Qualität zu verbessern.
Glukose variiert stark während 24 h, so dass Testergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Insulin kann als Indikator für die Prognose und die Therapiekontrolle nützlich sein, schwankt aber ebenso im Tagesverlauf. Insulin und Glukose werden beide von Bewegung und Nahrung beeinflusst, so dass sie für eine Therapiekontrolle immer zur gleichen Tageszeit entnommen werden sollten. Die Blutproben sollten frühestens 4 Stunden nach Bewegung oder Fütterung genommen werden.
Insulin, mittags beprobt, hat eine Aussagekraft von 90% „Sensitivität“ und „Spezifität“ für die Vorhersage des Überlebens der nächsten 2 Jahre. Pferde mit einem Insulin-Spiegel < 62 µU/ml überleben demnach wahrscheinlicher, als Pferde mit Werten > 188 µU/ml (McGowan et al. 2004). Nach Erfahrungen des Autors sollte für eine gute Prognose der Insulin-Werte langfristig unter 100 µU/ml liegen.
In jedem Fall muss das ECS lebenslang behandelt werden. Die medikamentöse Therapie kann das Fortschreiten der Krankheit nicht vollständig stoppen, aber klinische Symptome lindern und die Lebensqualität der Tiere verbessern. Nicht alle Pferde sprechen auf eine Therapie an, aber die meisten Pferde können noch viele schöne Jahre haben.
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Benjamin


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Antwort #1 - 07. März 2006 um 18:23
 
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Antwort #2 - 07. März 2006 um 18:26
 

*krise*

erst bin ich zu doof, ne tabelle hinzukriegen.
und nun geht der link nicht *heul*

hilfe??
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Benjamin


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Antwort #3 - 07. März 2006 um 19:07
 
möchte abschliessend vor allem noch einmal darauf hinweisen, das der TRH-Stimulatiinstest hier nur mit einer Aussagekraft von 50-80% eingestuft wird !!!


Die Aussage eines deutschen Labors, die Genauigkeit läge bei 99 %, würde ich persönlich darauf zurückführen, dass im Labor vor allem Proben von Pferden untersucht werden, bei denen Cushing äußerlich bereits eindeutig ist und die nur noch zur Absicherung der Diagnose getestet werden.
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Antwort #4 - 08. März 2006 um 09:23
 
Bei deinem Link ist ein Leerzeichen zu viel drin, deswegen geht der nicht Zwinkernd Bis zu dem Leerzeichen kann man auch noch auf den Link draufklicken, ab dem Leerzeichen wird er nur als normaler Text dargestellt.

http://www.laminitisresearch.org/downloads/chrispollitt_McGowan%20-%20Clinical%2...


LG Steffi
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Benjamin


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Antwort #5 - 08. März 2006 um 13:39
 

Hi Steffi,

die Leerstelle ging beim Editieren irgendwie nicht wegzulöschen (da war dann nämlich keine)  ???

Vielen dank jedenfalls !!  Smiley
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Benjamin


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Antwort #6 - 05. September 2006 um 15:02
 
Journal of Veterinary Internal Medicine

Volume 20 (2006) | Issue 4 | Article: pp. 987–993 |

DOI: 10.1892/0891-6640(2006)20[987:EOTCDT]2.0.CO;2
J Vet Intern Med 2006;20:987–993
Evaluation of the Combined Dexamethasone Suppression/Thyrotropin-Releasing Hormone Stimulation Test for Detection of Pars Intermedia Pituitary Adenomas in Horses

Nicholas Frank, Frank M. Andrews, Carla S. Sommardahl, Hugo Eiler, Barton W. Rohrbach, and Robert L. Donnell

Background: A combined dexamethasone (DEX) suppression/thyrotropin-releasing hormone (TRH) test (DEX/TRH test) has been developed to evaluate horses for presence of a pars intermedia pituitary adenoma (PIPA), but to the authors' knowledge, the accuracy of this test has not been previously determined.

Hypothesis: The sensitivity and specificity of the DEX/TRH test can be determined by comparing test results with histopathologic examination findings.

Animals: Age of 42 horses of various breeds ranged from 2 to 33 years.

Methods: Plasma cortisol concentration was measured before and 24 hours after IV administration of 40 µg of DEX/kg of body weight, and before and 30 minutes after IV administration of 1 mg of TRH that had been given 3 hours after the injection of DEX. Results of the DEX/TRH test were considered positive if either the plasma cortisol concentration exceeded 10 ng/mL 24 hours after DEX administration, or if the change in plasma cortisol concentration 30 minutes after injection of TRH was &#8805;66% above the 3-hour baseline. Diagnosis of PIPA was determined by histologic examination of the pituitary gland.

Results: PIPA was detected in 17 of 42 (40%) horses. The DEX/TRH test had sensitivity, specificity, positive predictive value, and negative (NPV) predictive value of 88, 76, 71, and 90%, respectively.

Conclusions and Clinical Importance: The combined DEX/TRH test was more sensitive than either of its component tests and had a high NPV, but was not as specific as the TRH component alone (92%). The DEX/TRH test should be used to screen older horses for PIPA.

Key words: Equine Cushing's disease, Hirsutism, Hyperadrenocorticism, Pituitary hyperplasia

Received: October 4, 2005; Revised: December 16, 2005; Accepted: February 15, 2006

http://www.jvetintmed.org/perlserv/?request=get-abstract&doi=10.1892%2F0891-6640...



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Antwort #7 - 05. September 2006 um 15:19
 
Comparison of the dexamethasone-suppressed corticotropin-releasing hormone test and low-dose dexamethasone suppression test in the diagnosis of Cushing's syndrome

Author(s): Martin NM, Dhillo WS, Banerjee A, Abdulali A, Jayasena CN, Donaldson M, Todd JF, Meeran K

JOURNAL OF CLINICAL ENDOCRINOLOGY AND METABOLISM 91 (7): 2582-2586 JUL 2006

Abstract: Context: The low-dose dexamethasone suppression test (LDDST) is widely used in confirming a diagnosis of Cushing's syndrome. CRH administration at the end of an LDDST has been reported to improve the diagnostic accuracy of this test.
Objective: Our objective was to assess whether CRH administration after a standard LDDST (LDDST-CRH test) improves diagnostic accuracy in Cushing's syndrome.
Design, Setting, and Participants: Thirty-six individuals with a clinical suspicion of Cushing's syndrome each completed a standard LDDST and an LDDST-CRH test at Hammersmith Hospitals NHS Trust, London. The LDDST involved administration of 0.5 mg oral dexamethasone given 6-hourly for 48 h. Serum cortisol was measured 6 h after the last dose of dexamethasone, with a value of 50 nmol/liter or below excluding Cushing's syndrome. Immediately after this, the LDDST-CRH test commenced with administration of a ninth dose of 0.5 mg dexamethasone. Exactly 2 h later, 100 mu g human-sequence CRH was administered. Serum cortisol was measured 15 min after the CRH injection, with a value of less than 38 nmol/liter also excluding Cushing's syndrome.
Main Outcome Measure: Diagnosis or exclusion of Cushing's syndrome was the main outcome measure.
Results: Twelve subjects were diagnosed with Cushing's syndrome ( eight Cushing's disease and four primary adrenal). The sensitivity of the LDDST in diagnosing Cushing's syndrome was 100%, with a specificity of 88%. In contrast, although the sensitivity of the LDDST-CRH test was also 100%, specificity was reduced at 67%. These results give a positive predictive value of 80% for the LDDST and 60% for the LDDST-CRH test. Conclusion: This small study suggests that the addition of CRH to the LDDST does not improve the diagnostic accuracy of the standard LDDST in Cushing's syndrome.
KeyWords Plus: DISEASE; STATES; CLEARANCE
Addresses: Meeran K (reprint author), Hammersmith Hosp, Imperial Coll, Fac Med, Dept Endocrinol, London, W12 0NN England
Hammersmith Hosp, Imperial Coll, Fac Med, Dept Endocrinol, London, W12 0NN England
E-mail Addresses: k.meeran@imperial.ac.uk
Publisher: ENDOCRINE SOC, 8401 CONNECTICUT AVE, SUITE 900, CHEVY CHASE, MD 20815-5817 USA
Subject Category: ENDOCRINOLOGY & METABOLISM
IDS Number: 060ZI
ISSN: 0021-972X

http://apps.isiknowledge.com/WoS/CIW.cgi?SID=Z4@J9kklJIo3aaN1c@a&Func=Abstract&d...
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Antwort #8 - 05. September 2006 um 15:22
 
Is POMC measurement useful in the diagnosis of Cushing's disease?

Author(s): Milosevic D, Preissner CM, Erickson D, Singh RJ, Grebe SK

CLINICAL CHEMISTRY 52 (6): A94-A95 C49 Suppl. S, JUN 2006

Addresses: Mayo Clin & Mayo Fdn, Rochester, MN 55905 USA
Publisher: AMER ASSOC CLINICAL CHEMISTRY, 2101 L STREET NW, SUITE 202, WASHINGTON, DC 20037-1526 USA
Subject Category: MEDICAL LABORATORY TECHNOLOGY
IDS Number: 048CT
ISSN: 0009-9147

http://apps.isiknowledge.com/WoS/CIW.cgi?SID=Z4@J9kklJIo3aaN1c@a&Func=Abstract&d...

finde ich auch sehr spannend, komme leider nicht dran  unentschlossen
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Antwort #9 - 25. Januar 2007 um 20:49
 
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=982616201&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filen...

Aus der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Zentrums für Innere Medizin des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Martin Henning Ganssauge 2006 - Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Medizin
Bedeutung des kombinierten Dexamethason-CRH-Tests für die Diagnostik des Cushing-Syndroms
- Eine retrospektive Studie -




Interessant für diejenigen Fälle, bei denen das Cushing möglicherweise nicht von der Hypophyse ausgeht bzw. die übliche Behandlung mit Dopaminagonisten (Pergolid) nicht anschlägt.


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Antwort #10 - 23. April 2007 um 21:23
 
"–  Beim M. Cushing (= zentraler Cushing) sind die basalen Konzentrationen von ACTH und Cortisol erhöht und ACTH durch Corticotropin Releasing Hormon (CRH) gesteigert stimulierbar...
– Beim Cushing Syndrom, das durch ein Nebennieren-Adenom oder –Carcinom verursacht wird, ist Cortisol basal zwar auch erhöht, ACTH aber basal und nach CRH Gabe unterdrückt...
– Beim ektopen Cushing-Syndrom ist ACTH meist deutlich bis extrem stark erhöht, Cortisol ebenfalls erhöht, das Ansprechen im CRH Test jedoch variabel..."

http://www.akh-consilium.at/daten/cushing_syndrom.htm
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Antwort #11 - 27. April 2007 um 00:47
 

Endocrine Reviews 19 (5): 647-672
The Diagnosis and Differential Diagnosis of Cushing’s Syndrome and Pseudo-Cushing’s States
John Newell-Price1, Peter Trainer, Michael Besser and Ashley Grossman
Department of Endocrinology, St. Bartholomew’s Hospital, West Smithfield, London, EC1A 7BE, United Kingdom
http://edrv.endojournals.org/cgi/content/abstract/19/5/647

European Journal of Endocrinology, Vol 155, Issue suppl_1, 93-98
Copyright © 2006 by Society of the European Journal of Endocrinology
The role of corticotrophin-releasing hormone in the diagnosis of Cushing’s syndrome
C J Peters, H L Storr, A B Grossman and M O Savage
Department of Endocrinology, Barts and The London School of Medicine and Dentistry, Queen Mary University of London, London EC1M 6BQH, UK
http://www.eje-online.org/cgi/content/abstract/155/suppl_1/S93

The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism Vol. 91, No. 10 3746-3753
CLINICAL REVIEW
Cushing’s Syndrome: Important Issues in Diagnosis and Management
James W. Findling and Hershel Raff
Endocrine-Diabetes Center (J.W.F.) and Endocrine Research Laboratory (H.R.), St. Luke’s Medical Center, Milwaukee, Wisconsin 53215; and Department of Medicine (J.W.F., H.R.), Medical College of Wisconsin, Milwaukee, Wisconsin 53226
http://jcem.endojournals.org/cgi/content/abstract/91/10/3746
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