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Antikörpernachweis (Serologie) (Gelesen: 1081 mal)
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Antikörpernachweis (Serologie)
22. Februar 2006 um 12:03
 
Der Nachweis von Antikörpern im Blut zeigt, dass das Immunsystem sich mit Borrelien auseinandergesetzt hat.
Ob ein Patient auch erkrankt ist, kann der Bluttest nicht zeigen. Dafür müssen zusätzlich die typischen Krankheitssymptome vorhanden sein. Da die Erkrankung aber sehr viel gestaltig sein kann, kann diese Entscheidung manchmal sehr schwierig sein. Man kann grundsätzlich zwei Typen von Antikörper nachweisen:
Antikörper vom IgM-Typ zeigen die frühe Infektion (meist Stadium I oderaber symptomlos)
während Antikörper vom IgG-Typ die späte Infektion(Stadium II + III) oder eine länger zurückliegende Infektion, welche komplettausgeheilt sein kann, anzeigen.
Bei den Antikörpernachweisen gibt es die einfacheren Suchtests, wie z.B.der sog. ELISA-Test und die komplizierteren Bestätigungstests wie der Immuno-Blot oder Western-Blot-Test welche einem die Sicherheit geben,dass der Test nicht falsch-positiv war. Dass heißt, um eine aktuelle oder aber durchgemachte Borrelieninfektion festzustellen, sollte man bei einem positiven Suchtest einen Bestätigungstest veranlassen, damit man wirklich sicher sein kann, dass tatsächlich Anti-Borrelienantikörper nachgewiesen worden sind. Die Höhe des Antikörpernachweises (Titer) ist für die Diagnose von nur geringem Wert.
Neben dem Antikörpernachweis im Blut kann man nach Antikörpern im Nervenwasser (Liquor) suchen, welche bei einer Beteiligung des Zentral-Nervensystems nachweisbar sind.
Erregernachweis
Die Tatsache, dass der Nachweis von Antikörpern gegen Borrelien nicht automatisch auch bedeutet, dass der Patient eine Borreliose hat, ist ein häufiges diagnostisches Problem. Deswegen kann es sinnvoll sein zu versuchen den Erreger direkt und nicht nur die Antikörper nachzuweisen.Dafür kann man Gewebeproben aus der Haut, Blut, Gelenkflüssigkeit, Urin oder auch Nervenwasser benutzen. Leider gelingt die Anzucht der Borrelien nur selten. Größere Chancen bestehen in dem Nachweis von genetischem Material der DNS von Borrelien mit Hilfe der sogenannten PCR-Technik. Da diese Methode jedoch teuer und relativ aufwendig ist, kann sie nur inbestimmten Fällen angewendet werden. Der Nachweis von Borrelien-DNS beweist jedoch eine weiter bestehende Infektion.
Therapie
Eine nachgewiesene Infektion (d.h. neben einem positiven Antikörpernachweis im Such- und Bestätigungstest auch passendeSymptomatik oder aber direkt nachgewiesener Erreger) sollte mit Antibiotika behandelt werden. Dabei entscheidet die Art der Infektion darüber ob zunächst ein Therapieversuch mit als Tabletten eingenommenen Antibiotika gemacht werden kann oder aber ob gleich Antibiotika über die Vene gegebenwerden müssen.
Die Wirkung der Antibiotikatherapie tritt häufig erst sehr spät nach einigen Wochen oder sogar Monaten ein. D.h. nach einer Antibiotikatherapie sollte zunächst der Verlauf abgewartet werden. Eine Kontrolle der Antikörpertiter im Blut nach der Behandlung gibt einem zumindest bei Stadium II + III der Erkrankung keine Informationen über den Behandlungserfolg und wird daher nicht empfohlen.Bei dem Versagen der Behandlung welche bei i.v.-Therapie selten ist, kann die Therapie noch einmal wiederholt werden. Es wurde auch überverlängerte Antibiotikagaben über Monate und höher Dosen der Antibiotikaberichtet. Der Stellenwert dieser Behandlung ist jedoch noch nicht gesichert.

Prognose
Meist verläuft die Erkrankung gutartig. Chronische Verläufe sind jedoch möglich. Wie häufig diese sind ist jedoch noch nicht ganz geklärt. Die größte Chance diese zu verhindern liegt in der frühzeitigen Antibiotikatherapie.
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