Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Babesiose (Gelesen: 2792 mal)
Eddi




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05. Dezember 2005 um 22:00
 
Übersetzung von:
Quelle: http://library.vetmed.fu-berlin.de/diss-abstracts/92368.html
Abstrakt:

Um die Stärke und die Häufigkeit von Babesia equi und Babesia caballi Infektionen in
der Gegend von Sao Paulo, Brasilien festzustellen, wurden 63 Stuten und ihre Fohlen sowie 14 andere Pferde untersucht.
Die Stuten und ihre Fohlen wurden aus 7 Herden (Nr. 1 – Nr. 7) ausgewählt, die geographisch
zwischen 23°30“ und 22°53“ südlich und zwischen 46°48“ und 48°22“ westlich (472 m bis 715 m über dem Meeresspiegel).
In diesen Gegenden fällt die Temperatur gelegentlich unter 0° Celsius.
Sie Seren der Pferde wurden mit einem indirekten immunoflorescent (?) Antikörpertest (IFAT) untersucht.
Der Test wurde mit Antigenen aus in vitro Kulturen aus USDA Strängen (USDA B.equi-AG,
USDA B.caballi-AG) sowie aus brasilianischen Isolationen (BR B. equi-Ag, BR B. caballi-
AG) verifiziert..
Die Spezifität des Testes, wie durch die Untersuchung von Serena us 92 nicht infizierten
Pferden festgestellt, war 100ø/0 für USDA B. equi-Ag, USDA B. caballi-Ag und BR B. equi-Ag, 97% für BR B. caballi-Ag.
Die Empfindlichkeit des IFAT wie festgestellt durch die Untersuchung von 80 Seren von 18 Pferden, die experimentell mit B. equi oder B. caballi (entweder USDA Strang oder BR Isolat) infiziert wurden, ergab, dass nur eins der Seren eine negative Reaktion (Infektion mit USDA B. caballi, IFAT mit USDAB. caballi-Ag) zeigte.
Betreffend B. equi Infektionen war der IFAT 100% präzise (beide Stränge beide Antigene), für die B. caballi Infektionen ergaben sich zwischen 98% bis 100% Präzision (100 % für BRisolate und USDA-Ag, 99 % für USDA Strang und USDA-Ag, 98 ø/. für USDA Strang und BR-Ag, 98% für BR Isolat und BR-Ag).
Die positiven und negativen vorhersehbaren Werte, die durch das Testen der Seren von 63
Stuten entnommen wurden, war in allen Fällen 100%, außer für den IFAT mit BR Ag mit
einem positiven vorhersehbaren Wert von 99%.
Die positiven und negativen vorhersehbaren Werte, die durch das Testen der Seren von 50
Fohlen entnommen wurden, war in allen Fällen 100%.
Für B. caballi Infektionen wurden die negativen vorhersehbaren Werte wegen der Häufigkeit von 100% nicht kalkuliert,
Ein Vergleich zwischen dem homologen System (gleicher Strang oder Isolat für Infektion
und IFAT Antigen) und dem heterologen System (verschiedener Strang oder Isolat für Infektion und IFAT Antigen) ergab, dass die Antikörper titers der Ponies, die experimentell
mit B equi infiziert worden waren, in dem homologen System signifikant höher waren
(USDA-Ag: p = 0.0077; BR-Ag: p = 0.0212
Bei den Ponies, die mit B. caballi infiziert waren, waren die Antibody titers in dem homologen System mit dem BR isolat höher (p =0.001), aber nicht mit dem USDA Strang.
Die generelle Häufigkeit von babesia Infektionen (B. equi or B. caballi) unter den Stuten, die
Mit dem IFAT gefunden wurden, war 90,4% (57/63; USDA-Ag) und entsprechend 92% (58163; BR-Ag).
Die Häufigkeit von B. equi war 49,2% (31163; USDA-Ag) und entsprechend 50,8% (32/63; BR-Ag), die Häufigkeit von B. caballi war 79,4% (50/63; USDA-Ag) und entsprechend
82,5 ø/0 (52163; BR-Ag).
Die Häufigkeit von babesia Infektionen in Herden Nr. 5 und Nr. 6 war 100% in Kontrast zu
Herde Nr. 1, in der die Häufigkeit nur 29% (9131) (p < 0,001) betrug.
Unter den Pferden in Herde Nr. 1, die keinen Kontakt zu Kühen hatte, gab es keinen Befall mit Boophilus microplus.
Herden Nr. 5 und Nr. 6 wurden zum Grasen mit Kühen herausgestellt.
Hier waren die Pferde mit Boophilus microplus infiziert.
Um den Vorfall der babesia Infektionen festzustellen, wurden 50 Fohlen monatlich von Geburt an untersucht.
B. equi Infektionen wurden zu 36% (18/50, beide Antigene) innerhalb der ersten 12 Monate festgestellt, B. caballi Infektionen wurden jedoch zu 100% (50/50, beide Antigene) festgestellt.
22 von 50 Fohlen hatten vererbte Antikörper gegen B. equi und 36 Fohlen hatten vererbte Antikörper gegen B. caballi.
Diese Antikörper bestanden 1 bis 5 Monate (B. equi) und entsprechend 1 bis 4 Monate (B. caballi)
Bei 4 (B. equi) und entsprechend 7 (B. caballi) Fohlen, blieben die Antikörper während des
Ersten Lebensjahres erhalten. (Infektionen vor Abbau der vererbten Antikörper).
Abkömlinge von D. nitens Stuten (Herde 1) übertrugen B. caballi auf ein Pony.
Sporokinetes (?) von B. caballi wurden bei 30 aus 73 Zecken-Stuten in hemolymph (?), Eileiter oder Eiern gefunden (transovarialtransmission = Übertragung per Eileiter (?))

LG Eddi
Herzlichen Dank an Andrea H.-W. für die Übersetzung!
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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Antwort #1 - 14. Oktober 2006 um 14:56
 
Babesiose "Hundemalaria" - Infektionsrisiko steigt im Herbst!
[04.10.2006]

Im letzten Jahr waren in Deutschland über 1500 Hunde mit dem Erreger der Babesiose infiziert. In diesem Herbst ist mit einem weiteren Anstieg der Infektion, die auch als Hundemalaria bezeichnet wird, zu rechnen. Diese gefährliche Krankheit wird in immer mehr Regionen durch die Auwaldzecke auf ungeschützte Hunde übertragen. Unbehandelt kann sie tödlich verlaufen.

Infektionsrisiko im Herbst größer als im Frühjahr
Infizierte Zecken, die die Erreger (Babesia canis) der "Hundemalaria" übertragen, sind nicht nur im südlichen Ausland sondern mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Ihre Ausbreitung erfolgt sehr rasch und nimmt noch weiter zu. Anders als beim heimischen Holzbock , der sich nur während seiner Blutmahlzeit bei einem infizierten Tier z.B. mit Borrelien anstecken kann, werden die Erreger der Babesiose von den Auwaldzecken auch an ihre Nachkommen übertragen. Das heißt, wenn eine infizierte Auwaldzecke bis zu 3000 Eier legt, dann sind auch alle Zecken, die sich hieraus entwickeln, mit den Erregern der Babesiose infiziert. Hierin liegt das Ausbreitungsrisiko. Deshalb ist es wichtig, den Hund nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Spätsommer und Herbst präventiv vor Zecken zu schützen. Hierauf weist die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (Fachgruppe in der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft) in ihrer Aktion "Herbstzecken" ausdrücklich hin.

Die "Hundemalaria" ist eine der menschlichen Malaria ähnliche Infektionskrankheit. Sie wird in Deutschland durch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen. Der Erreger dieser Krankheit ist ein Parasit (Babesia canis), der die roten Blutkörperchen des Hundes zerstört. Fieber, Blutarmut (Anämie) und Gelbsucht sind die Folge. Unbehandelt kann der Hund nach wenigen Tagen sterben.

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asci72
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Benjamin


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Antwort #2 - 20. August 2007 um 23:12
 
Hematology and some blood chemical parameters as a function of tick-borne disease (TBD) signs in horses
G. Rubinoa, A.M. Citoa, R. Lacinioa, G. Bramanteb, A. Carolic, E. Pieragostinib, F. Petazzia
Journal of Equine veterinasy science, Volume 26, Issue 10, Pages 475-480 (October 2006)

Abstract
"Two statements provide the context within which this investigation was carried out: (i) Apulia is an enzootic region for tick-borne diseases (TBD); (ii) the principles of enzootic stability and the study of resilient/resistant breeds are among the tools for future pest control strategies. Thus, a trial protocol was established to check the amount of variation in hematologic and biochemical parameters serving as a function of TBD signs in resilient horses. Blood samples were collected from 109 horses belonging to the Apulian native Murgese breed. Hematologic and biochemical parameters were screened and microscopic search for the parasites in the red cells was performed. Differences in clinical manifestations and hematological and biochemical responses were recorded. The following disease classification was used: infection-free horses (class 0), infected horses (presence of Theileria equi and/or Babesia spp in the red cells) without clinical signs (class 1), and horses suffering from clinical disease (class 2). Seventy-one horses (65.1%) showed no TBD signs;
hemoparasites were found in 38 horses
(34.9%),
of which only five
(4.6%)
showed clinical signs
. A significant decreasing trend was shown from class 0 to class 2, where animals with clinical signs presented highly reduced values of some relevant blood parameters. The similarity of the blood values of class 0 and 1 animals is the most striking result of this work and calls for more extensive, detailed research into the mechanisms through which infected horses with no clinical signs of disease can cope with."

Von 109 untersuchten Pferden waren bei 38 Pferden Theileria oder Babesia in den roten Blutkörperchen nachweisbar.
Nur 5 Pferde zeigen klinische Anzeichen der Erkrankung.

http://www.j-evs.com/article/PIIS0737080606004515/abstract


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