Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
  Willkommen Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche Dir einfach das Forum aus, das Dich am meisten interessiert.

Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
Das Notfall Telefon betreut Sarotti (Christina Staab) Tel.: 09373-99180
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrierenPN an Administrator Rechtliche Hinweise  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken
Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ? (Gelesen: 7231 mal)
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
05. Dezember 2005 um 21:41
 
Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose wirksam



Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Jetzt ab April sind Zecken wieder aktiv. Sie können verschiedene Infektionserreger auf den Menschen übertragen. Hierbei stellt die Lyme-Borreliose, die am häufigsten übertragene Krankheit dar. Sie wird durch eine Gruppe von bakteriellen Erregern, den Borrelien verursacht.

Übersicht

Neue Antibiotikaklassen wirksam
Klinische Diagnostik der Lyme-Borreliose ist oftmals schwierig
"Tarnkappe" der Borrelien erst kürzlich gelüftet
Originalpublikationen:
Hierzulande sind etwa fünf bis 35 Prozent der Zecken mit Borrelien befallen. "In Deutschland geht man von etwa 60.000 Neuerkrankungen im Jahr aus", erklärt Privatdozent Dr. Peter Kraiczy, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Mikrobiologie am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dabei führt nur etwa jeder 100 Zeckenstich zu einer Infektion mit Krankheitssymptomen.

Neue Antibiotikaklassen wirksam hoch

"Grundsätzlich muss jede Lyme-Borreliose antibiotisch therapiert werden. Je früher therapiert wird desto sicherer werden Spätfolgen vermieden", führt Kraiczy weiter aus. In Studien konnte die Arbeitsgruppe um Privatdozent Dr. Klaus-Peter Hunfeld erstmals zeigen, dass neben Tetracyclinen und ß-Lactamen auch moderne Chinolone und neu entwickelte Antibiotikaklassen wie die Ketolide in vitro gegen Borrelien wirksam sind. Diese Antibiotika sind Kandidaten für weiterführende klinische Therapiestudien. Wie Dr. Hunfeld zusammen mit Wissenschaftlern aus Slowenien nachweisen konnte, sind solche Untersuchungen deshalb von großer Bedeutung, weil Borrelien bisher eingesetzte Therapien durchaus überleben können.

Klinische Diagnostik der Lyme-Borreliose ist oftmals schwierig hoch

Die Symptomatik der Lyme-Borreliose ist ausgesprochen vielschichtig. Aus diesem Grund ist die Diagnose schwierig. Nach einer Infektion kommt es in der Regel zu Hautreaktionen, die oft von selbst wieder verschwinden. Daneben können allerdings auch eine Reihe schwererer Symptome auftreten, die neben der Haut vor allem das Nervensystem und die Gelenke betreffen. "Normalerweise gelangen die Borrelien erst nach längerem Blutsaugen mit dem Speichel der Zecke in den menschlichen Körper. Wenn eine Zecke vor Ablauf innerhalb von 24 bis 48 Stunden entfernt wird, ist eine Infektion eher unwahrscheinlich", so der Mikrobiologe.

"Tarnkappe" der Borrelien erst kürzlich gelüftet hoch

Bereits im Jahr 2000 hatten Mitarbeiter des Institutes für Medizinische Mikrobiologie in Zusammenarbeit mit deutschen Forschern herausgefunden, dass manche Borrelien-Stämme der Immunabwehr entgehen, indem sie sich selbst als menschliche Zellen tarnen. Gemeinsam mit Kollegen in Heidelberg, Jena und Oxford kam Institutsleiter Professor Dr. Volker Brade mit seinem Team jetzt noch ein ganzes Stück weiter. Es gelang die Struktur eines Proteins zu entschlüsseln, das für diese "Tarnung" zuständig ist. Es sitzt auf der Oberfläche der Borrelien und bindet ein menschliches Eiweiß (Faktor H), dass normalerweise körpereigene Zellen vor einem Angriff der Immunabwehr schützt. So ist der Erreger nicht mehr als körperfremd zu erkennen. Neuere Behandlungsstrategien könnten darauf zielen, diese Tarnkappe unwirksam zu machen, d.h. die Bindung von Faktor H an das jetzt identifizierte Borrelienprotein zu verhindern.

Originalpublikationen: hoch

Hunfeld KP, Ruzic-Sabljic E, Norris DE, Kraiczy P, Strle F.:
In vitro susceptibility testing of Borrelia burgdorferi sensu lato isolates cultured from patients with erythema migrans before and after antimicrobial chemotherapy.
Antimicrob. Agents Chemother. 2005
Vol 49, No 4, p. 1294-1301.
Frank S. Cordes, Pietro Rovesi, Peter Kraiczy, Markus M. Simon, Volker Brade, Oliver Jahraus, Russel Wallis, Christine Skerka, Peter F. Zipfel, Reinhard Wallich and Susan M. Lea:
A novel fold for the factor H-binding protein BbCRASP-1 of Borrelia burgdorferi.
Nature Structural & Molecular Biology, 2005
Vol 12, No. 3, p. 276-277.

(Artikel vom 02.05.2005)




Quelle:
http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/wissenschaft/45_borrelien.html

Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #1 - 05. Dezember 2005 um 21:42
 
Wahl des Antibiotikums bei Erregernachweis
Für viele Erreger ist die Antibiotika-Empfindlichkeit „vorhersehbar“. Bei Kenntnis des Erregers kann bereits vor Austestung die kalkulierte Therapie entsprechend eingeleitet werden. Andererseits sind in vitro manche Erreger gegen viele Antibiotika empfindlich, von denen nur wenige „optimal“ für die Therapie sind. Die nachfolgende Tabelle enthält erregerbezogene Therapie-Vorschläge.

http://www.augen.med.uni-giessen.de/diagnostik/wahl_antibiotikums.html
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #2 - 05. Dezember 2005 um 21:43
 
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #3 - 05. Dezember 2005 um 21:44
 
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #4 - 05. Dezember 2005 um 21:45
 
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #5 - 05. Dezember 2005 um 21:45
 
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Cobactan® 2,5% ad us. vet., Injektionssuspension
Antwort #6 - 12. Oktober 2006 um 09:53
 
Cobactan® 2,5% ad us. vet., Injektionssuspension

Antibiotikum für Rinder, Milchkühe, Kälber, Schweine und Ferkel

Zusammensetzung
-   Wirkstoff: Cefquinomum (ut Cefquinomi sulfas) 25 mg 
-   Hilfsstoffe: Excip. ad susp. pro 1 ml
-   galenische Form: ölige Suspension

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe (CliniPharm)
Cefquinom

Eigenschaften / Wirkungen
Cobactan® 2.5% enthält das Breitspektrum-Antibiotikum Cefquinom, ein Cephalosporin der 4. Generation, welches die Zellwandsynthese der Bakterien hemmt. Es wirkt bakterizid und zeichnet sich durch sein breites therapeutisches Spektrum, die hohe Penetration der Zellwand und die hohe Stabilität gegenüber Penicillinase und β-Lactamase aus.
Das Wirkungsspektrum umfasst in vitro die wichtigsten gramnegativen und grampositiven Erreger einschliesslich Escherichia coli, Citrobacter spp., Klebsiella spp., Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida, Proteus spp., Salmonella spp., Serratia marcescens, Histophilus somni, Arcanobacterium pyogenes, Bacillus spp., Corynebacterium spp, Staphylococcus spp., Streptococcus spp., Bacteroides spp., Clostridium spp., Fusobacterium spp., Prevotella spp., Actinobacillus spp. und Erysipelothrix rhusiopathiae.
Cefquinom ist nicht wirksam gegen Mycoplosma hyopneumoniae und Bordetella bronchiseptica.
Für die belegten Indikationen relevante Bakterien wurden zwischen 1999 und 2002 von Rindern und Schweinen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Grossbritannien isoliert. Von mehr als 350 Isolaten waren 97.7% empfindlich auf Cefquinom mit MIC zwischen < 0.004 &#956;g/ml und 2.0 &#956;g/ml.
Studien mit Labornagern haben keine Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit oder teratogenes Potential gezeigt. Es gibt keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität bei Rindern und Schweinen.

Pharmakokinetik
Bei Rindern wird die maximale Serumkonzentration von ca. 2 &#956;g/ml 1.5 - 2 Stunden nach intramuskulärer Injektion einer Dosis von 1 mg/kg erreicht. Cefquinom hat eine relativ kurze Halbwertszeit im Plasma (2.5 h), wird zu < 5 % an Plasmaproteine gebunden und unverändert über den Urin ausgeschieden. Bei oraler Verabreichung erfolgt keine Resorption.
Bei Schweinen und Ferkeln wird bei einer Dosis von 2 mg/kg die maximale Serumkonzentration von ca. 5 &#956;g/ml 15 bis 60 Minuten nach intramuskulärer Injektion erreicht. Die Halbwertszeit im Plasma beträgt durchschnittlich ca. 9 Stunden.
Wegen der geringen Bindung an Plasmaproteine verteilt sich Cefquinom schnell im Gewebe und dringt bei Schweinen gut in Liquor und synoviale Räume ein. Die Konzentrationsprofile in Synovia und Plasma sind vergleichbar. Die 12 Stunden nach Verabreichung im Liquor erreichten Konzentrationen sind ähnlich hoch wie jene im Plasma.

Indikationen
Zur Behandlung bakterieller Infektionen bei Rindern und Schweinen, die durch Cefquinom-empfindliche grampositive und gramnegative Mikroorganismen hervorgerufen werden.

Rinder, Kühe und Kälber
-   Bakterielle Infektionen der Lunge und der Atemwege hervorgerufen durch Pasteurella multocida und Mannheimia haemolytica
-   Infektionen der Klauen: Panaritium, Dermatitis digitalis, Ballenfäule, akute interdigitale Necrobacillose
-   Mastitis acuta gravis mit gestörtem Allgemeinbefinden, verursacht durch E. coli
-   E. coli Septikämie des Kalbes

Schweine
-   Zur Behandlung bakterieller Infektionen der Lunge und Atemwege verursacht durch Pasteurella multocida, Haemophilus parasuis, Actinobacillus pleuropneumoniae, Streptococcus suis und andere Cefquinomempfindliche Erreger.
-   Zur Behandlung des Metritis-Mastitis-Agalaktie Syndroms (MMA) unter Beteiligung von E. coli, Staphylococcus spp., Streptococcus spp. und anderen Cefquinomempfindlichen Erregern

Ferkel
-   Zur Reduktion der Mortalität bei Meningitis, hervorgerufen durch Streptococcus suis
-   Zur Behandlung von Arthritis hervorgerufen durch Streptococcus spp., E. coli und andere Cefquinom-empfindliche Erreger
-   Zur Behandlung von Epidermitis exsudativa "Ferkelruss, Pechräude" (milde oder mittelgradige Läsionen) hervorgerufen durch Staphylococcus hyicus

Dosierung / Anwendung
Zur intramuskulären Injektion

Rind:
Indikation:
-   bakterielle Infektionen der Atemwege hervorgerufen durch Pasteurella multocida und Mannheimia haemolytica
-   Panaritium, Dermatitis digitalis, Ballenfäule, akute interdigitale Necrobacillose
Dosierung:
1 mg Cefquinom / kg KGW (2 ml / 50 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 3 - 5 aufeinander folgenden Tagen

Indikation:
-   Mastitis acuta gravis: akute E. coli Mastitis mit gestörtem Allgemeinbefinden
Dosierung:
1 mg Cefquinom / kg KGW (2 ml / 50 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

Kalb
Indikation:
-   E. coli Septikämie
Dosierung:
2 mg Cefquinom / kg KGW (4 ml / 50 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 3 - 5 aufeinander folgenden Tagen

Schwein
Indikation:
-   bakterielle Infektion der Atemwege
Dosierung:
2 mg Cefquinom / kg KGW (2 ml / 25 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen


Indikation:
-   MMA
Dosierung:
2 mg Cefquinom / kg KGW (2 ml / 25 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

Ferkel
Indikation:
-   Meningitis
-   Arthritis
-   Epidermitis
Dosierung:
2 mg Cefquinom / kg KGW (2 ml / 25 kg KGW)
Dauer der Anwendung:
einmal täglich an 5 aufeinander folgenden Tagen

Alle Behandlungen sollten als intramuskuläre Injektion verabreicht werden. Es ist ratsam, die zweite und folgende Injektionen an einer anderen Stelle zu verabreichen, Nacken oder Halsregion sind zu bevorzugen. Um die korrekte Dosierung zu gewährleisten sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Anwendungshinweis
Bei Mastitis acuta gravis mit gestörtem Allgemeinbefinden ist besonders zu empfehlen, die intramammäre Behandlung mit Cobactan® LC ad us. vet., Salbe in Injektoren und die parenterale antibiotische Therapie mit Cobactan® 2.5% zu kombinieren.

Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen:
Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine und andere &#946;-Laktam-Antibiotika. Nicht an Tiere verabreichen mit einem Körpergewicht unter 1.25 kg.

Vorsichtsmassnahmen:
Das Präparat enthält kein antimikrobielles Konservierungsmittel. Gummistopfen vor jeder Entnahme desinfizieren. Nur trockene, sterile Nadeln und Spritzen verwenden.
Um die erforderliche Dosis zu verabreichen sind Spritzen mit geeigneter Graduierung zu verwenden. Dies ist besonders wichtig bei Verabreichung von kleinen Volumina, z.B. bei der Behandlung von Ferkeln. Der Gummistopfen kann bis zu 25 Mal sicher durchstochen werden. Zur Behandlung von Ferkeln sollte die 50 ml Flasche verwendet werden.
Bei dar Behandlung von Tiergruppen ist eine Auslasskanüle (z.B. "Mini Spike") empfehlenswert.

Unerwünschte Wirkungen

Die Verwendung des Präparates kann lokale Gewebereaktionen hervorrufen, die aber innerhalb von 15 Tage nach der letzten Verabreichung ausheilen.

Absetzfristen
Rind
Essbare Gewebe   5 Tage
Milch   1 Tag

Schwein
essbare Gewebe   3 Tage

Wechselwirkungen
Kreuzresistenzen mit anderen Cephalosporinen können vorkommen.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #7 - 12. Oktober 2006 um 09:55
 
Cobactan bei Pferden
[06.12.2004]

Das Antibiotikum Cefquinom ist unter dem Handelsnamen Cobactan in der Nutztierpraxis seit Jahren im Einsatz. Eine Umfrage unter Tierärzten ergab, dass das Medikament auch bei Pferden eine gute Wirksamkeit hat.

Derzeit ist Cobactan (2,5 Prozent) zur Behandlung bakterieller Infektionen bei Rind und Schwein zugelassen. Die Firmen Klifovet und Intervet haben in 96 deutschen Tierarztpraxen mit einem Fragebogen untersucht, inwieweit und mit welchem Erfolg Cobactan auch bei anderen Tierarten zum Einsatz kommt.

Beim Pferd wurde Cobactan hauptsächlich als Mittel zweiter Wahl nach Versagen anderer Antibiotika und in der Regel ohne Resistenztest angewendet. Die Indikationen waren Atemwegserkrankungen, Septikämien, Huferkrankungen sowie weitere entzündliche Prozesse. Als Erreger wurden Staphylococcus aureus, Peptostreptococcus spp., Escherichia coli und andere nachgewiesen. Die meisten Kollegen wählten für das Pferd eine deutlich höhere Dosierung als bei den Nutztieren empfohlen. Der Mittelwert der Dosierung lag bei 2,9 mg Cefquinom/kg KGW i.m. Die Therapiedauer betrug in den meisten Fällen drei bis fünf Tage, zum Teil auch über fünf Tage. Der Therapieerfolg wurde in mehr als 90 Prozent der Angaben als gut und sehr gut beurteilt.

Quelle:
B. Lohr, B. Brunner und K. Hellmann:
Praxisrelevante Ergebnisse einer Umfrage zum Einsatz von Cobactan 2,5 Prozent bei Tieren (Pferd).
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
lindaglinda
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Das Pferd ist Dein Spiegel.Es
schmeichelt Dir nie.


Beiträge: 1275
Geschlecht: female
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #8 - 12. Oktober 2006 um 10:12
 
moin pony,

das neue cobactan, das für pferde zugelassen ist, erfaßt noch 18 erreger mehr (wenn ich mich nicht irre!) und es heißt

cobactan 4,5%

lg linda
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Pony
Themenstarter Themenstarter
Administrator
WEBMASTER
*****
Offline




Beiträge: 1904

Langelsheim, Niedersachsen, Germany
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #9 - 12. Oktober 2006 um 10:27
 
Zusammensetzung
Flasche mit Pulver
-   Wirkstoff: Cefquinomum (ut Cefquinomi sulfas) 4.5 g pro vitro

Flasche mit Solvens
-   Hilfsstoffe: Conserv.: Alcohol benzylicus 0.96 g, Dinatrii phosphas dihydricus; Aqua ad iniect. ad 100 ml
-   galenische Form: Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung


Die rekonstituierte Injektionslösung enthält 45 mg Cefquinome pro ml.


Fachinformationen Wirkstoffe / Inhaltsstoffe (CliniPharm)
Cefquinom

Eigenschaften / Wirkungen
Cobactan® IV 4,5% enthält das Breitspektrum-Antibiotikum Cefquinom ein Cephalosporin der 4. Generation, welches die Zellwandsynthese der Bakterien hemmt. Es wirkt bakterizid und zeichnet sich durch sein breites therapeutisches Spektrum, die hohe Penetration der Zellwand und die hohe Stabilität gegenübe-Lactamasen aus.
Das Wirkungsspektrum umfasst in vitro die wichtigsten grampositiven und gramnegativen Krankheitserreger wie Escherichia coli, Citrobacter spp., Klebsiella spp., Pasteurella spp., Proteus spp., Salmonella spp., Serratia marcescens, Arcanobacterium pyogenes, Mannheimia haemolytica, Corynebacterium spp., Staphylococcus aureus, Koagulase-negative Staphylokokken, Streptococcus dysgalactiae, Streptococcus agalactiae, Streptococcus uberis, Streptococcus bovis, Streptococcus equi subsp. equi, Streptococcus equi subsp. zooepidemicus, Clostridium perfringens und Actinobacillus equuli.
Im Zeitraum zwischen 1999 und 2004 wurden in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Ungarn und den Niederlanden 316 aus Pferden isolierte Bakterienstämme gesammelt.
98.7% der wichtigsten für Pferde pathogene Erreger erwiesen sich als Cefquinom-empfindlich. Die minimalen Hemmkonzentrationen (MIC) betrugen für diese empfindlichen Stämme < 0.008 bis 2 µg/ml.

Pharmakokinetik
Bei Pferden werden nach intramuskulärer Injektion einer Dosis von 1 mg/kg Körpergewicht maximale Serumkonzentrationen von etwa 2.5 µg/ml innerhalb von 1 Stunde erreicht. Die Halbwertzeit von Cefquinom beträgt 2 Stunden, es wird zu < 5% an Protein gebunden. Die Bioverfügbarkeit nach intramuskulärer Injektion ist annähernd 100%.

Indikationen
-   Zur Behandlung schwerer bakterieller Infektionen mit hohem Septikämie-Risiko bei Fohlen, hervorgerufen durch Streptococcus equi subsp. zooepidemicus, Actinobacillus equuli, E. coli, Klebsiella pneumoniae, Staphylococcus aureus oder Clostridium perfringens
-   Zur Behandlung bakterieller Infektionen des Respirationstraktes bei Pferden, hervorgerufen durch Streptococcus equi subsp. zooepidemicus, Streptococcus equi subsp. equi, Actinobocillus equuli oder E. Coli.


Dosierung / Anwendung
Fohlen
Anwendungsgebiet
schwere bakterielle Infektionen mit hohem Septikämie-Risiko hervorgerufen durch Streptococcus equi subsp. zooepidemicus, Actinobacillus equuli, E. coli, Klebsiella pneumoniae, Staphylococcus aureus oder Clostridium perfringens.


Dosierung
1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht (1 ml der rekonstituierten Injektionslösung pro 45 kg Körpergewicht)


Behandlungsdauer
Zweimal täglich an 6 bis 14 aufeinander folgenden Tagen



Pferd
Anwendungsgebiet
bakterielle Infektionen des Respirationstrakts hervorgerufen durch Streptococcus equi subsp. zooepidemicus, Streptococcus equi subsp. equi, Actinobacillus equuli oder E. coli.


Dosierung
1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht (1 ml der rekonstituierten Injektionslösung pro 45 kg Körpergewicht)


Behandlungsdauer
Einmal täglich an 5 bis 10 aufeinander folgenden Tagen


Die Behandlung kann intravenös oder intramuskulär erfolgen. Es empfiehlt sich, alle Injektionen an verschiedenen Körperstellen vorzunehmen. Für Fohlen wird empfohlen, während der ersten 3 Tage intravenös, danach intramuskulär zu behandeln. Um eine exakte Dosierung zu gewährleisten und Unterdosierungen zu vermeiden, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.


Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporin- oder andere &#946;-Laktam-Antibiotika anwenden.
Für das Pferd liegen keine reproduktionstoxikologischen Daten oder Hinweise auf reproduktionstoxische Effekte vor. Experimentelle Untersuchungen bei Ratten ergeben keine teratogenen, fetotoxischen oder maternaltoxischen Effekte.



Vorsichtsmassnahmen
Cobactan® IV 4,5% ad us. vet. soll nur nach bakteriologischer Sicherung der Diagnose und Sensitivitätsprüfungen der beteiligten Erreger sowie bei Vorliegen von Resistenzen gegenüber anderen Antibiotika angewandt werden. Der Einsatz von Cobactan® IV 4,5% ad us. vet. sollte aus Gründen einer möglichen Resistenzentwicklung nicht bei geringfügigen Infektionen erfolgen.
Gummistopfen der rekonstituierten Lösung vor jeder Entnahme desinfizieren. Nur trockene, sterile Nadeln und Spritzen verwenden. Der Stopfen kann ohne Beeinträchtigung bis zu 20mal durchstochen werden.
Um das erforderliche Dosierungsvolumen exakt verabreichen zu können, ist eine Spritze mit entsprechend feiner Graduierung zu verwenden.


Unerwünschte Wirkungen
VetVigilance: Pharmacovigilance/Vaccinovigilance-Meldung erstatten
In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cephalosporine auftreten.
Überdosierungen von 6 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Pferden wurden gut vertragen.


Absetzfristen
Essbare Gewebe: 4 Tage

Wechselwirkungen
Keine bekannt

Sonstige Hinweise
Zur Herstellung der Injektionslösung den gesamten Inhalt des Lösungsmittelbehältnisses in die Injektionsflasche mit dem Pulver überführen und vor Gebrauch gut schütteln.
Kein anderes Lösungsmittel ausser dem mitgelieferten verwenden!
Aufbewahrung bei Raumtemperatur (15 - 25°C).
Rekonstituierte lnjektionslösung kann 10 Tage im Kühlschrank (2 - 8°C) aufbewahrt werden.
Personen mit bekannter Penicillin- und Cephalosporin-Überempfindlichkeit sollten den Umgang mit dem Arzneimittel meiden. Bei Auftreten allergischer Reaktionen einen Arzt konsultieren.
Medikament, ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
asci72
User ab 1000 Beiträgen
*
Offline


Benjamin


Beiträge: 4569
Geschlecht: female
Zeige den Link zu diesem Beitrag Re: Neue Antibiotika sind gegen Lyme-Borreliose ?
Antwort #10 - 24. September 2007 um 17:59
 
Antibiotic treatment of experimentally Borrelia burgdorferi-infected ponies. |

Chang, Yung-Fu | Professor | New Life Sciences Initiative profile | Population Medicine & Diagnostic Sciences profile
Divers, Thomas J. | Section Chief of Large Animal Medicine | Clinical Sciences profile
McDonough, Sean P. | Associate Professor | Biomedical Sciences profile
Torres, Alfonso | Associate Dean for Veterinary Public Policy
Chang, Yung-Fu; Ku, Yu-We; Chang, Chao-Fu; Chang, Ching-Dong; McDonough, Sean P; Divers, Thomas; Pough, Margaret; Torres, Alfonso |
Vet Microbiol. 2005; 107(3-4): 285-94

The objective of this study is to determine whether doxycycline, ceftiofur or tetracycline could be effectively used to treat equine Lyme disease. Ponies experimentally infected with Borrelia burgdorferi by tick exposure were treated with doxycycline, ceftiofur or tetracycline for 4 weeks (28 days). Doxycyline and ceftiofur treatment were inconsistent in eliminating persistent infection in this experimental model. However, tetracycline treatment seems to eliminate persistent infection. Although serum antibody levels to B. burgdorferi in all ponies declined gradually after antibiotic treatment, three out of four ponies treated with doxycline and two out of four ponies treated with ceftiofur, serum KELA titers were raised again 3 month after treatment was discontinued. Five months after antibiotic treatment, tissues aseptically collected at necropsy from ponies with increased antibody levels after antibiotic treatment also showed culture positive to B. burgdorferi in various post-mortem tissues. However, all four-tetracycline treatment ponies showed a negative antibody level and culture negative from post-mortem tissues. Untreated infected ponies maintained high KELA titers throughout the study and were tissue culture positive.

http://vivo.cornell.edu/entity?home=1&id=14864
Zum Seitenanfang
  
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Thema versenden Drucken