Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung - Erklärung (Gelesen: 25889 mal)
Spookey
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10. November 2005 um 21:49
 
Hufbeinrotation, Wandrotation, Hufbeinsenkung
- wie war das doch gleich?



Da sehr oft Unklarheit herrscht bzw. Begriffe verwechselt werden, wenn es darum geht, ob es durch die Rehe im Huf zu Schäden kam, habe ich hier ein paar Skizzen zur Veranschaulichung gezeichnet. Hufrehe lässt sich in kein Schema pressen, dazu ist die Krankheit zu komplex. Trotzdem, bzw. gerade deswegen, habe ich mich dafür entschieden, die Skizzen möglichst einfach zu halten. In der Realität wird man selten so klar voneinander getrennte Formen finden, trotzdem ist es wohl etwas einfacher, z.B. die Röntgenbilder des eigenen Pferdes einzuschätzen, wenn man die einzelnen möglichen Schädigungen kennt.

Ich bin kein Tierarzt oder Hufschmied, sondern "nur" Pferdebesitzer. Ich kann also nur weitergeben, was ich im Laufe der letzten Jahre aus Neugierde heraus durch Bücher, viele Diskussionen im Internet, das Gespräch mit Hufbearbeitern der unterschiedlichsten Richtungen sowie last but not least durch die Pferde in meinem direkten Umfeld gelernt habe. Es kann gut sein, dass es bei bestimmten Punkten verschiedene Interpretationsmöglichkeiten gibt.

Gliederung:

1. Der gesunde Huf
2. Die Rotation
2.1 Die Hufbeinrotation
2.2 Die Wandrotation
3. Die Hufbeinsenkung
4. Mischformen
5. Wie wird eine Rotation gemessen?
6. Wie wird eine Hufbeinsenkung gemessen?
7. Warum steht nach einer Rehe oft das Hufbein so steil, bzw. warum kommt es einem so vor, als würde der Huf so steil nachwachsen?


---


1. Der gesunde Huf

Beim gesunden, gut und regelmäßig bearbeiteten Huf sind Hufwand (braun) und Hufbein (gelb) parallel zueinander. Außerdem liegen das Hufbein und die Knochen darüber (Kronbein und Fesselbein) auf einer Linie. Das Hufbein hat ausreichend Platz zur Sohle, d.h. die Sohle ist ausreichend dick (kann aber je nach Pferd variieren). Die weiße Linie (rot) ist schmal und von oben bis unten in etwa gleich breit. Von der Sohle her erkennt man sie nur als schmalen Streifen.

Anzumerken ist hier noch, dass bei der "Huforthopädie nach Biernat" das, was sonst allgemein als "weiße Linie" bezeichnet wird, "Blättchenschicht" bzw. "Hufbeinträger" genannt wird. Es kommt dadurch gelegentlich zu Missverständnissen bei Diskussionen. Bei Biernat ist die "weiße Linie" die ganz feine dünne Linie zwischen der Blättchenschicht und dem Sohlenhorn. Ich werde hier jedoch bei der herkömmlichen Bezeichnung bleiben, da das vielen so ein Begriff ist.

...

---

2. Die Rotation

Bei einer keilförmigen Zusammenhangstrennung zwischen Hufbein und Zehenwand spricht man von einer Rotation. In den meisten Büchern für Pferdebesitzer über Hufe/Hufkrankheiten wird nicht weiter oder wenn, dann eher unklar darauf eingegangen, was da nun genau rotiert, landläufig setzt man eine Rotation automatisch mit einer Hufbeinrotation gleich, also einer Lageveränderung des Hufbeins selber.* Dagegen spricht jedoch, dass in sehr vielen Fällen die Huf-Fessel-Achse überhaupt nicht gebrochen ist, sondern die Wand nun flacher steht als vorher, während das Hufbein seine Position nicht oder kaum verändert hat (sieht man auf sehr vielen Röntgenbildern). Angeregt durch Biernat, der in der Öffentlichkeit so weit ich weiß als Erster so vehement auf diese Tatsache hingewiesen hat**, wurde für dieses Phänomen in diversen Diskussionen der Begriff "Wandrotation" immer gebräuchlicher (eben als Gegensatz zur Hufbeinrotation), da er gut umschreibt, was genau passiert. In der veterinärmedizinischen Fachliteratur scheint jeder - sofern das Thema überhaupt aufgeriffen wird - einen anderen Begriff zu verwenden***. Ein auch unter Pferdebesitzern gebräuchlicher und durch die Huforthopädie nach Biernat sehr populär gewordener Begriff ist "weggehebelte (Zehen-/Horn-)Wand".
Eine Wandrotation kommt nicht nur bei Rehe, sondern auch bei vernachlässigten Hufen gesunder Pferde sehr oft vor. Bei Rehe sieht man sehr häufig auch Mischformen beider Rotations-Typen (vgl. "Mischformen" weiter unten im Text).

Natürlich könnte man sagen, dass es ja im Grunde egal ist, wie die Rotation nun zustande kam, bzw. was für eine Rotation das nun ist. Wichtig sei der Grad der Rotation. Auf der anderen Seite ist das Ergebnis aber schon jeweils ein anderes. Während bei einer Hufbeinrotation das Hufbein sehr viel steiler steht als vorher und auch der Abstand der Hufbeinspitze zum Boden dadurch abgenommen hat, hat man bei einer Wandrotation eine gewisse Toleranz zum Boden, außerdem wächst das neu nachwachsende Horn im Idealfall sofort im korrekten Winkel nach, während bei einer Hufbeinrotation die Gefahr besteht, dass der gesamte Huf zu steil wird. Die Unterscheidung soll jedoch nicht zur Folge haben, dass man eine Wandrotation unterschätzt! Jede Rotation ist für den Huf denkbar schlecht, raubt ihm seine Stabilität und sollte daher so gut wie irgend möglich beseitigt werden.

Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass bei der Hufbearbeitung nach Strasser immer dann von einer "Rotation" gesprochen wird, wenn das Hufbein steiler steht als Kron-/Fesselbein und das Hufbein unten nicht bodenparallel ist. Dabei können Hufbeinrücken und Zehenwand durchaus parallel sein, z.B. bei Hufen mit eher langen Trachten. Die bodenparallele Lage des Hufbeines wird recht kontrovers diskutiert, in der herkömmlichen Hufbearbeitung wird diese nicht für nötig gehalten bzw. eher abgelehnt und ist daher vor allem bei der Strasserschen Hufbearbeitung zu finden.
Wenn Hufbeinrücken und Zehenwand sich keilförmig voneinander entfernt haben - also entsprechend Hufbein- und Wandrotation bei den übrigen Hufbearbeitern - spricht man bei Strasser von einer "Separation".

(*vgl. Anke Rüsbüldt, "Hufrehe", S. 30: A. Rüsbüldt spricht davon, wie Rotationen entstehen, und dass der Zug der Beugesehne die Hufbeinspitze in Richtung Sohle drehen lässt. Dann sagt sie: "Betrachtet man Röntgenbilder, muss man feststellen, dass diese Betrachtung auch schon wieder stark vereinfacht ist, denn "in echt"
dreht sich nicht das Hufbein in der Hornkapsel, sondern die Hornkapsel um das Hufbein. Das ist insofern nicht dasselbe, als "in echt" das Hufbein seine Position zu den anderen Knochen der Zehe unverändert beibehält
. Im Folgenden wird dennoch weiter von der Drehung des Hufbeines gesprochen." Im Text geht sie dann auch nur noch auf Rotationen ein, bei denen das Hufbein in Richtung Sohle rotiert, widerspricht sich also ein Stück weit selbst.)

(**vgl. Biernat/Rasch: "Der Weg zum gesunden Huf" S.97/98, 101-106, außerdem Zitat von J. Biernat aus dem DHG-Forum vom 21.8.03:"Die vet.-Medizin spricht von einer Hufbeinrotation nach hinten/unten,
ich gehe von einer Hornwandrotation nach vorne/oben aus
resp. rotiert die Hornkapsel immer in Richtung ihrer stärksten Hebel, also je nach der ursprünglichen Hufsituation auch nach vorne/seitlich/oben.")

(***vgl. z.B. P.F. Knezevic: " Orthopädie bei Huf- und Klauentieren", Uni Wien 1993, S. 241 Publikation von Budras/Bragulla/Mülling/Reese (FU Berlin), im Zusammenhang mit Hufbeinsenkungen: "Bei der
wahren Hufbeinrotation (rotatio vera) ist die Zehenachse (bei Seitenansicht auf dem Röntgenbild klar erkennbar) gebrochen
und die Einkerbung am proximalen Rand der Hufkapsel ist nur mäßig tief. Dagegen ist sie bei der
scheinbaren Hufbeinrotation (rotatio spuria), die bei ungebrochener Zehenachse tatsächlich eine "Hufkapseldrehung" ist
(Eustace, 1990), deutlich tiefer. Die rotatio spuria kann mit einem Hebebaum (oder einer Wippe) verglichen werden, dessen Abstützvorrichtung (Drehpunkt) an der Kron-Wandgrenze liegt. Bei diesem Vergleich entfernt sich der Kraftarm (Wandsegment) distal zunehmend vom Hufbein und erreicht an der Hufbeinspitze die größte Distanz.")


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2.1 Die Hufbeinrotation

Bei einer Hufbeinrotation (wird gelegentlich auch "Abrotation genannt") dreht sich die Hufbeinspitze in Richtung Boden. Es kommt zu einer keilförmigen Zusammenhangstrennung zwischen Zehenwand und Hufbeinrücken, die weiße Linie wird auseinandergezogen. Es kann auch ein Hohlraum entstehen, der mit Entzündungssekret gefüllt ist. Das Verhängnisvolle ist, dass man diese Verbreiterung/den Keil an der Sohle nicht unbedingt sehen kann. Die Sohle ist ja nunmal da und hat eine gewisse Ausdehnung auch in Richtung Zehenwand. Wenn das Hufbein sich zur Sohle hin dreht (also quasi in Richtung Strahlspitze), dann sind die Hufbeinspitze, aber auch die dabei entstehende keilförmige Verbreiterung noch immer ÜBER dem Sohlenhorn. Man kann also nicht von der an der Sohle sichtbaren Verbreiterung der weißen Linie auf das Ausmaß einer Hufbeinrotation schließen. Wenn z.B. dazu noch eine leichte Wandrotation kommt, durch die die weiße Linie ein wenig verbreitert ist, darf man sich nicht alleine an dieser Verbreiterung orientieren und daraus auf einen leichten Reheschub ohne größere Schäden schließen. Deshalb sind Röntgenbilder auch so wichtig!.
Bei starken Hufbeinrotationen kann sich das Sohlenhorn nach unten wölben, weil die Hufbeinspitze von oben dagegendrückt bzw. aufliegt. Im schlimmsten Fall bricht die Hufbeinspitze durch das Sohlenhorn durch ("Hufbeindurchbruch").

Hufbeinrotation: Hufbein, Kronbein und Fesselbein sind nicht mehr auf einer Linie, sondern das Hufbein steht steiler als die übrigen Knochen. Zehenwand und Hufbeinrücken haben sich keilförmig voneinander entfernt, der Abstand der Hufbeinspitze zum Boden hat sich verringert.


Randbemerkung: Ist die Huf-Fesselachse gebrochen, d.h. das Hufbein steht steiler als die übrigen Knochen, Hufbein und Zehenwand sind aber nach wie vor parallel, die weiße Linie nicht verbreitert und noch reichlich Sohle unter der Hufbeinspitze vorhanden, so kann diese Stellung des Hufbeins angeboren sein ("Flexion", auch z.B. bei Bockhufen und Sehnenstelzfuß, bärentatziger Stellung...), auf eine Rehe in der Vergangenheit hinweisen oder aber durch die Hufform selber zustandekommen (zu lange Trachten bzw. Keilbeschlag). Nicht immer macht es Sinn, einen anatomisch bedingt zu steil stehenden Huf flacher stellen zu wollen, etwa um die Hufbeinspitze zu entlasten, da Sehnen und Bänder sich an diese Hufstellung gewöhnt haben. Bei einem Sehnenstelzfuß, bei dem in der Regel ein Vorderhuf normal und der andere deutlich zu steil steht, kann ein erzwungenes Flacherstellen des steilen Sehnenstelzfußes z.B. sogar überhaupt erst zu einer Rotation zwischen Hufbein und Zehenwand führen, da die Sehnen hinten verkürzt sind und der Huf so gar nicht mehr flacher stehen kann (wie bei Menschen, die ausschließlich Stöckelschuhe tragen). Das Pferd belastet den Huf dann vorne sehr viel mehr, die gekürzten Trachten schweben quasi in der Luft. Wenn es dann durch die Fehlbelastung im Zehenbereich zu einer Rotation gekommen ist, das Pferd lahmt und ein Röntgenbild gemacht wird, heißt es nicht selten, das Pferd hätte Rehe.
Ähnlich kann es bei der Bockhufkorrektur sein. Deshalb ist es auch so wichtig, solche Fehlstellungen schon beim Fohlen zu korrigieren, so lange alles noch im Wachstum und flexibel ist.

Ein ähnliches Problem kann man außerdem bekommen, wenn ein Rehepferd lange Zeit die Trachten erhöht hatte. Auch hier kann es zu einer Sehnenverkürzung kommen (siehe Abschnitt 7).

Eine im Vergleich zum Hufbein flache Stellung der Fessel kann bei weich gefesselten Pferden auf dem Röntgenbild auch dadurch zustandekommen, dass das Pferd bei der Aufnahme das Bein voll belastet und in der Fessel etwas durchtritt (normalerweise hebt man das gegenüberliegende Bein bei der Aufnahme ja hoch). So ein Bild sieht man hier (sehr weich gefesselt und hohe Trachten, aber noch normale Winkelung der Zehenwand (nicht zu steil). Hufbein und Wand völlig parallel, trotzdem Huf-Fessel-Achse gebrochen).
Man muss eine vermeintliche Hufbeinrotation auf dem Röntgenbild also genau anschauen und immer den Zusammenhang mit allen weiteren Symptomen bzw. Problemen, die das Pferd hat, sehen, um das richtig einschätzen zu können.

... Hufbeinrotation

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2.2 Die Wandrotation

Bei der Wandrotation (wird gelegentlich auch "Aufrotation" genannt, weil sich die Wand nach vorne-oben verbiegt, ebenso "Kapseldrehung", "Hornrotation" usw.) hebelt es durch die Zerstörungen im Huf (Zusammenhangstrennung) die Zehenwand nach vorne weg.
Das Hufbein verändert seine Position nicht (immer noch auf einer Linie mit Kronbein und Fesselbein), es kommt aber wie bei einer Hufbeinrotation zu einer keilförmigen Verbreiterung der weißen Linie.
Wandrotationen findet man sehr oft im Zehenbereich, sie können aber genausogut eine Seitenwand betreffen (speziell bei Bearbeitungsfehlern bei ungleich belasteten Hufen).
Da das Hufbein seine Position bei dieser Art der Rotation nicht verändert hat, ist der Abstand zum Boden gleich geblieben. Durch die geschädigte Aufhängung kann es jedoch jederzeit zu weiteren Schädigungen des Hufes (Hufbeinrotation, Hufbeinsenkung) kommen.


Diese Art der Rotation findet man sehr häufig. Wenn man sich Röntgenbilder anschaut, so sind sehr oft Hufbein, Kronbein und Fesselbein nach wie vor auf einer Linie, selbst wenn der Tierarzt davon spricht, dass das Hufbein rotiert sei.*

Eine Wandrotation kann auch durch
schlechte oder zu seltene Hufbearbeitung
( z.B. zu lange Zehe) entstehen, wobei es sich in diesem Fall in der Regel um ein mechanisches Problem über einen längeren Zeitraum (Hebelkräfte führen auf Dauer zu Zerreißungen) und nicht wie bei einer Rehe um ein akut entzündliches (Zerstörung der Verbindung Hufbein-Wandhorn durch die Rehe, erst dann wirken die Hebelkräfte und lassen die Wand rotieren) handelt. Wenn eine Wandrotation durch eine schlechte Hufform länger besteht und das Pferd die Hufe weiter belastet, kann das durch den Dauerreiz im schlimmsten Fall jedoch ebenfalls zu einer Rehe führen, und sehr häufig kommt es zu schmerzhaften Lederhautreizungen oder -entzündungen (so einen Fall kann man hier sehen - durch falsche Hufbearbeitung kam es zu einer sehr langwierigen Lederhautentzündung, der TA sprach von Belastungsrehe).
Bei reinen Bearbeitungfehlern sind meiner Erfahrung nach die Ringe und Rillen im Huf, die sich bilden, wenn der Huf steiler nachwächst, von der Zehe bis zu den Trachten mehr oder weniger parallel zum Kronrand. Bei einem Rehehuf sind sie meist divergierend, d.h. sie sind an den Trachten weiter auseinander als an der Zehe.
Anscheinend kann man auch anhand der Struktur der verbreiterten weißen Linie erkennen, ob es eine Rehe ist oder nicht. Ich habe den Unterschied aber selber noch nie auf einem Foto oder in natura gesehen, kann dazu also nichts Genaues sagen. Man sieht wohl am Blättchenhorn, ob die Zerreißungen über längere Zeit (Bearbeitungfehler) oder sehr schnell (Rehe) entstanden sind.
Einblutungen in die weiße Linie kann es in beiden Fällen geben, diese sind also nicht automatisch ein Rehesymptom (wohl aber ein Zeichen für besorgniserregenede Hufzustände). (Hier ein Beispiel dazu: Umformungshuf nach Barhufumstellung, weiße Linie verbreitert und mit Einblutungen, Einblutung unterm Hufbein, jedoch KEINE Hufrehe! Hier der gleiche Huf von der Seite - man sieht deutlich, wie es oben steiler nachwächst, während es die bereits stark beraspelte Wand unten weggehebelt hat. Hier der gleiche Huf heute.)

Bei einem
Rehehuf
entsteht im Bereich der Zerreißung häufig zähes Narbenhorn ("Narbenkeil"), das die Wand daran hindert, wieder in ihrer gesunden, normalen Form nachzuwachsen. Hilft man da nicht durch entsprechende Hufbearbeitung nach, entsteht der rehetypische
"Knollenhuf"
bzw.
"Schnabelhuf"
.

(* Wer das Buch "Hufkurs für Reiter" von Armin Kasper besitzt, kann das auf S. 180 (Kapitel "Chronische Hufrehe") ebenfalls feststellen - dort ist beim linken Bild bei einer ungebrochenen Huf-Fessel-Achse von "Hufbeinrotation" die Rede, ebenso beim Bild rechts, bei dem das Hufbein sogar flacher steht als die Fessel selbst und mit 50° eine ganz normale, wenn nicht sogar für den Fesselstand eher flache Winkelung aufweist.)

... Wandrotation

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3. Die Hufbeinsenkung

Bei einer Hufbeinsenkung rutscht das Hufbein senkrecht nach unten in Richtung Sohle, der Abstand zum Boden verringert sich. Hufwand und Hufbein bleiben erstmal parallel, die weiße Linie verbreitert sich durch die Positionsveränderung des Hufbeins jedoch, und dies nicht nur im Zehenbereich, sondern rundrum. Ähnlich wie bei einer Hufbeinrotation kann es aber sein, dass der Schaden von außen erstmal nicht abschätzbar ist, da das Sohlenhorn noch unter der Zusammenhangstrennung liegt und diese verdeckt (d.h. wenn man sich den aufgehobenen Huf anschaut, muss die weiße Linie gar nicht so breit sein, obwohl eine massive Senkung vorliegt).


Das Hufbein liegt auf der Sohle auf, diese verliert nach und nach ihre Wölbung/Bodenfreiheit und kann sich sogar nach außen wölben. Im schlimmsten Fall bricht das Hufbein durch die Sohle. Man sieht auf dem Bild auch gut, warum man sagt, man könne eine Senkung an der Lage des Kronbeines im Vergleich zum Kronrand erkennen: Auf dem rechten Bild ist das Kronbein deutlich nach unten abgesunken. Man kann beim Pferd bei einer Senkung an dieser Stelle auch meist eine Art Kuhle/Einbuchtung fühlen.

... Hufbeinsenkung

---

4. Mischformen

Wenn es im Huf durch eine Rehe zu so massiven Zerstörungen gekommen ist, kann man sich vorstellen, dass das Hufbein und auch die Wand generell nur noch schlecht Halt finden. Aus diesem Grund findet man meistens Mischformen der o.g. "Schäden". Also rotiert z.B. erst das Hufbein, und in der Folge sinkt es auch noch ab. Oder das Hufbein sinkt ab, rotiert dabei, und in der Folge hebelt es die Wand weg. Einer massiv weggehebelten Wand kann eine Hufbeinsenkung folgen... Häufig kommt es nach dem ersten Schub so auch später noch zu Folgeschäden (Nachrotationen bzw. -senkungen), sei es durch eine zu große Schädigung, zu frühe oder falsche Belastung oder fehlende Hufkorrektur/Unterstützung.

Bevor Hufbein und Wand nicht von oben bis unten wieder fest miteinander verbunden sind, sollte ein Rehehuf daher nicht mehr als unbedingt nötig belastet werden. Wird das Pferd vorher wieder geritten, kann das mit etwas Glück zwar gutgehen, das Risiko, dass es zu einer neuen Schädigung kommt, ist jedoch sehr hoch.


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5. Wie wird eine Rotation gemessen?

Bei einer Rotation wird gemessen, wie weit sich Wand und Hufbein voneinander entfernt haben. Da diese Distanz keilförmig ist, wird diese in Grad angegeben. Im Prinzip macht man jeweils eine Linie entlang des Hufbeins und entlang der Zehenwand (macht allerdings nur Sinn, so lange die Zehenwand nicht von außen beraspelt wurde, sonst verfälscht es die Gradzahl!).

Dort, wo die Linien sich schneiden, ist der Scheitelpunkt. Dann misst man den Winkel (siehe auch hier).

Auf der Skizze unten wäre es also eine Wandrotation von ca. 12°, das Hufbein selber ist wenn, dann nur ganz wenig rotiert (ist immer noch mehr oder weniger auf einer Linie mit Kronbein und Fesselbein).

Wenn man nun aber bedenkt, dass es ja Wand- und Hufbeinrotationen sowie Mischformen von beiden gibt und bei der Grad-Zahl da nicht wirklich unterschieden wird, so sieht man, dass der Wert auch ein Stück weit als recht relativ zu betrachten ist. Ich habe auch schon gesehen, dass Tierärzte die Linien anders ansetzen, außerdem hängt es auch von der Wandform ab, die bei vielen Pferden schon vor der Rehe nicht wirklich gut war (zu lange Zehe, Umformungshufe...), und auch davon, wie das Pferd den Huf bei der Röntgenaufnahme belastet.

Ich würde es daher z.B. auch nie an der Gradzahl festmachen, die ein TA sagt, ob der Huf nun wieder in Form gebracht werden kann oder nicht (oft hört man ja, bis sounsoviel Grad heilbar und drüber nicht).

...

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6. Wie wird eine Hufbeinsenkung gemessen?

Bei einer Hufbeinsenkung misst man, wie sich der Abstand zum Boden verändert hat (in Millimetern). Gelegentlich orientiert man sich auch an der Lage des Kronbeins im Verhältnis zum Kronrand, also ob das Kronbein nach unten abgesunken ist oder nicht. Wenn man keine Vergleichsbilder von vor der Rehe hat, weiß man jedoch nicht, wie das Hufbein vorher lag, sondern kann nur vermuten, dass es seiner aktuellen Position nach irgendwann abgesunken sein muss. Meist erkennt man eine "neue" Senkung an entsprechenden Veränderungen am Wandhorn, bei vorangegangener Rotation oder auch bei chronischen Rehehufen ist die Wand jedoch oft sowieso so dermaßen verformt, dass man eine spätere Absenkung unter Umständen übersehen kann (mal abgesehen davon, dass so ein Pferd vermutlich sehr schlecht laufen wird, aber das tun viele Rehepferde ja sowieso). Weitere mögliche Indizien sind eine sehr flache oder gar nach unten gewölbte Sohle sowie die Verbreiterung der weißen Linie. Ist eine Senkung schon länger her, befindet sich auch häufig gelbliches, gummiartiges Narbenhorn in der weißen Linie. Ebenfalls kann bei Röntgenbildern eine ungewöhnlich große Distanz zwischen der Zehenwand und dem Hufbein bei gleichzeitig tiefer Lage des Hufbeins ("dünne Sohle") auf eine Senkung hinweisen.

Misst man Röntgenbilder aus, muss man berücksichtigen, dass diese den Huf nicht 1:1 abbilden, sondern diesen meist leicht vergrößert zeigen. Wenn man also genaue Millimeterangaben haben möchte, muss man einen Gegenstand mitröntgen, bei dem man weiß, wie groß er in Wirklichkeit ist (also z.B. einen Nagel, mit dem man die Zehenwand markiert). So kann man dann das Verhältnis Huf - Röntgenbild ausrechnen.

...

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7. Warum steht nach einer Rehe oft das Hufbein so steil, bzw. warum kommt es einem so vor, als würde der Huf so steil nachwachsen?

Bei einer Hufbeinrotation kann es natürlich sein, dass die Wand wieder geschlossen zum Hufbein nachwächst und sich an dessen nun steilerer Lage orientiert.

Sehr häufig ist es jedoch so, dass durch die Rehe die Trachten extrem schnell wachsen. Oft erhöht man die Hufe auch mit Keilen, bzw. man lässt die Trachten extra lang wachsen (oder traut sich nicht, sie zu kürzen).

Dadurch steht dann das Hufbein natürlich auch steiler, es kann auf einem Röntgenbild auf den ersten Blick sogar aussehen wie eine neue Hufbeinrotation.

Wächst die Zehenwand nun geschlossen zum Hufbein runter, kann der Huf in der Tat sehr steil aussehen. Auch ist der Druck durch den Boden auf die Hufbeinspitze recht groß, was dem Pferd Schmerzen bereiten kann. Häufig findet man an der Hufbeinspitze von Rehepferden auch sogenannte "Hutkrempen", d.h. die Hufbeinspitze ist nach vorne oder oben umgebogen. Dies erhöht die Empfindlichkeit zusätzlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Trachten nach einem Reheschub ganz vorsichtig (!) wieder auf eine normale Länge zu bringen.

Auf der linken Skizze ist die Hufwand wieder parallel zum Hufbein nachgewachsen, aber das Hufbein steht durch den Trachtenkeil relativ steil. Da Rehehufe sehr häufig ziemlich empfindlich bleiben, kann das dem Pferd sehr unangenehm werden (nicht vorgeschädigte Pferde haben damit weniger Probleme - man erhöht die Trachten ja auch bei Sehnenschäden etc.).

Auf dem rechten Bild wurden die Trachten gekürzt, die Zehenknochen sind wieder auf einer Linie, der Winkel der Zehenwand passt zum Fesselstand (natürlich stellt man das ganz langsam um, nicht abrupt auf einmal!). Nicht immer lässt sich dieses Ideal wieder erreichen, man muss es auch davon abhängig machen, wie das Pferd läuft. Manche Pferde laufen auch sehr schlecht, wenn man die Trachten kürzt. Man muss sich mit viel Fingerspitzengefühl an die für das Pferd beste Hufform herantasten. Auch muss man abwägen, ob durch das Kürzen der Trachten - gerade wenn sie über lange Zeit hoch waren - der Zug auf die (durch das lange Höherstellen der Hufe meist mehr oder weniger verkürzte) tiefe Beugesehne (die hinten am Hufbein ansetzt) nicht zu groß wird. Dies könnte bei einer noch nicht so guten Anbindung des Hufbeins an die Hornkapsel zu einer Hufbeinrotation führen (wobei sich hier die Experten streiten, wie groß das Risiko tatsächlich ist).
Wichtig ist in jedem Fall, dass es hier kein "Schema X" gibt, und ein guter Hufbearbeiter immer so entscheiden wird, wie es genau für dieses Pferd passt, und nicht, wie sein Lehrbuch es ihm vorschreibt. Das ist natürlich nicht immer einfach, da jeder Versuch auch scheitern kann, aber was ist bei Rehe schon sicher! Das fängt bei der Diskussion über den Auslöser an, geht über die richtige Tierarztbehandlung und endet bei der Hufkorrektur. Man kann sich nur so gut wie möglich informieren, sich auf die Suche nach guten Experten (TA, THP, Hufbearbeiter...) machen und dann hoffen, dass alles gut geht...

...


Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen!

LG Anne

(Aktualisiert am 22.3.07)
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Benjamin


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Antwort #1 - 10. November 2005 um 21:56
 
wow spookey, das hast du aber schön anschaulich gemacht !!!
mich würde mal interessieren, ob es irgendwelche Faustzahlen gibt hinsichtlich des Grades der Rotation,
ab welchem Winkel Pferde z.B. als unheilbar / unreitbar gelten, ab wann ein Durchbruch naht usw. ??
hast du auch was drüber?
lg, Anne
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Antwort #2 - 10. November 2005 um 22:02
 
Hallo Anne,

ich weiß, da gibt es Angaben, ich hab sie aber nicht mehr im Kopf. Ich müsste daheim mal in meinen Büchern nachsehen.

Ich selber halte das aber eh für Unsinn, da es nicht unbedingt davon abhängt, wie groß eine Rotation ist, sondern davon, wie gut der Huf auf gute Bearbeitung bzw. das Pferd auf korrekte Rehebehandlung anspricht. So lange das Horn gut nachwächst und sich die Wand langsam wieder fest mit dem Hufbein verbindet, ist eine Heilung meiner Meinung nach theoretisch immer möglich. Die andere Seite ist natürlich die, wie sehr das Pferd leidet bzw. was man ihm zumuten kann und will. Wichtig ist auch, wie lange die Entzündung im Huf war, denn damit gutes Horn nachwachsen kann, darf das Gewebe nicht zu sehr geschädigt worden sein.
Dann hängt es auch von der Rehe selber ab - manchmal bricht das Hufbein nach 2 Tagen durch, und man steht hilflos daneben. Da hat man dann keine Zeit zu reagieren. Auch spielt es natürlich eine Rolle, ob es Folgeschübe gibt, wie es dem Pferd generell geht, wie der Stoffwechsel funktioniert. Und ob man kompetente Hilfe durch TA und Hufbearbeiter bekommt. Denn gerade durch falsche Hufbearbeitung entstehen ja diese typischen Rehehufe.

Das alles entscheidet, ob eine Rotation rückgängig zu machen ist, und nicht die Gradzahl. Wobei ein stark geschädigter Huf natürlich viel länger braucht, um sich zu erholen. Aber möglich ist es eigentlich fast immer.

Mit Senkungen habe ich selber keine Erfahrungen. Aber auch hier denke ich, dass das ziemlich unberechenbar ist. Manche haben nach Jahren ihr Ex-Rehepferd röntgen lassen, weil es ein wenig fühlig ging, und dabei kam raus, dass das Hufbein fast schon am Boden ist. Manchmal kann es aber auch innerhalb kürzester Zeit extrem absinken und durchbrechen. Wie das mit der Heilung bei einer Senkung ist, habe ichmir mal von Agrajag erklären lassen. Durch gute Hufbearbeitung ist es wohl möglich, den Huf entsprechend zu unterstützen, aber in erster Linie setzt man wohl auf die Selbstheilungskräfte des Pferdes...

Ob ein Rehepferd nacheiner Rotation wieder belastbar ist, würde ich davon abhängig machen, ob Hufbein und Hufwand wieder parallel sind (vorher würde ich es nicht belasten). Dann ist der Huf schon mal wieder relativ stabil (so lange keine neue Rehe kommt natürlich). Dann hängt es davon ab, wie das Pferd läuft. Viele Pferde bleiben empfindlich, oft kommt es ja auch zu Veränderungen am Hufbein (Hutkrempe etc.), die druckempfindlich sind. Bei einer Senkung würde ich schauen, ob das stabil bleibt, aber ein Pferd mit extremer Senkung würde ich sicherheitshalber wohl eher nicht mehr reiten. Wobei aber auch das relativ ist - Pferde haben auch schon von Natur aus unterschiedlich dicke Sohlen.

Aber man kann ja auch einiges ausprobieren, um dem Pferd zu helfen, z.B. Hufschuhe, oder auch Beschlag. Wobei ich ein barhuf stark fühliges Rehepferd nicht beschlagen wüde, nur um es dann voll reiten zu können.

Grüßle, Spookey
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Benjamin


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Antwort #3 - 10. November 2005 um 22:02
 
Hi Spookey!
danke für die ausführliche Antwort!
habe ich das richtig entnommen, dass über heilungsprozess und korrekte hufbearbeitung die rotation rückgängig gemacht werden kann? ich gebe zu, mich mit diesen rotationsgeschichten nie so richtig befasst zu haben, mein benjamin ist nie an den hufen geröngt worden, und die schwere Rehe liegt zudem ja schon 11 Jahre zurück..
was mich persönlich im Moment mehr beschäftigt, ist folgendes:
Hab schon häufiger gesehen, dass rehevorgeschädigte Pferde mit zunehmendem Alter mehr und mehr klamm oder fühlig laufen, ohne dass ein wirklicher Reheschub vorliegt. Auch mein Pony eiert gerade so ein bischen rum. Ein guter TA meinte mal zu mir, dass Rehehufe auch einfach "in sich" arbeiten, und das wohl verstärkt im Alter. hast du eine konkrete Vorstellung, was da passiert?
sorry, jetzt hast du dir schon soviel mühe mit den bildern gegeben, und zum dank wirst du noch so belagert Zwinkernd
lg, Anne
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Antwort #4 - 10. November 2005 um 22:08
 
Hallo Anne,

also bei einer Senkung und einer Hufbeinrotation gehört ein sehr guter Schmied/Hufpfleger und viel Glück dazu, um das wieder ganz weg zu kriegen, ich habe mir aber sagen lassen, dass es wohl möglich ist.

Eine Wandrotation bekommt man meist ganz gut wieder weg, WENN die Rehe selber im Griff ist (also keine Entzündung mehr), die Hufe entsprechend bearbeitet werden und das Pferd geschont wird. Vorausgesetzt natürlich, es wird noch gesundes Horn produziert und der Stoffwechsel spinnt nicht völlig.
Ich habe jetzt schon mehrere Rehepferde erlebt, die eine Wandrotation hatten und heute wieder normale Hufe haben.

Das mit den Problemen im Alter kann ich mir schon vorstellen, da ja alles etwas nachlässt. Ich sehe das ja schon bei meiner (Nicht-Rehe-)Stute. Wenn ich nicht höllisch aufpasse, hebeln die Wände in alle erdenklichen Richtungen weg, und auch sie hat eine recht dünne Sohle (da ich keine alten Vergleichsbilder habe, weiß ich nicht, ob das Hufbein früher weiter oben saß).
Auch bei Samira beobachte ich, dass sie deutlich empfindlicher ist als früher. Besonders Wetterwechsel von feucht auf trocken machen ihr ziemlich Mühe (weil die Sohle dann noch weich ist, der Boden aber schon hart).
Man muss halt versuchen, die Hufbearbeitung so gut wie möglich zu gestalten - bei Samira klappt das halbwegs (seit letztem Sommer keine Veränderung am Hufbein), aber eben: sie ist schon etwas empfindlicher als vor der letzten Rehe!

Grüßle, Spookey
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Antwort #5 - 11. Mai 2006 um 09:57
 
Zitat:
ich weiß, da gibt es Angaben, ich hab sie aber nicht mehr im Kopf. Ich müsste daheim mal in meinen Büchern nachsehen.

...da es nicht unbedingt davon abhängt, wie groß eine Rotation ist, sondern davon, wie gut der Huf auf gute Bearbeitung bzw. das Pferd auf korrekte Rehebehandlung anspricht. So lange das Horn gut nachwächst und sich die Wand langsam wieder fest mit dem Hufbein verbindet, ist eine Heilung meiner Meinung nach theoretisch immer möglich....


...Wie das mit der Heilung bei einer Senkung ist


Man kann Hubeinabsenkung/rotation heilen?? Unser Schmied sagte uns WENN das Hufbein gesenkt ist, ist das so und man kann es nicht mehr ändern...?!?

oder habe ich jetzt was falsch verstanden? Wie sieht die genaue unterztützung aus?

Viele Grüße
Fiona
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Silvia Gremmler
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Antwort #6 - 11. Mai 2006 um 11:49
 
Hi Fiona,
man kann eine Rotation nicht heilen,weil es sich um eine
Veränderung/Verlagerung des Hufbeins handelt.Die Stellung des Knochens hat sich ja verändert!Es muß versuchen werden,daß es nicht zu einer weiteren Verlagerung des Hufbeins kommt!
Der HS oder HO gleicht den Huf mit raspeln der neuen Lagerung des Hufbeins an!
Hoffentlich war das so richtig beschrieben!! Schockiert/Erstaunt
Lg,
Silvia
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taps
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Antwort #7 - 11. Mai 2006 um 12:53
 
in diesem punkt streiten sich die gelehrten wohl noch.
uns sagte ein teil, das sich weder rotation, noch senkung zurückbilden würden, der andere teil entsprach dem, was spookey schrieb.
dazu kommt noch, das man ja in der regel kiene hufbilder hat, wie der huf vor der rehe ausgesehen hat, sodaß der 100%ige vergleich eh hinkt!

wir jedenfalls hatten glück. der TA war extrem erstaunt. es hat sich alles sehr gut entwickelt. ich denke, vieles liegt wirklich an der korrekten bearbeitung, den kurzen intervallen, und natürlich der richtigen haltung ( bewegung und füterung ), bis das pferd wieder komplett durch ist. bei uns ist jetzt 1 jahr vorbei. wir denken, bis sich alles wieder soweit normalisiert hat, vergehen locker 1 1/2 jahre.
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Gruß&&Taps
 
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Spookey
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Antwort #8 - 11. Mai 2006 um 13:20
 
Hallo Fiona,

wenn sich das Hufbein in der Lage verändert hat (und nicht "nur" die Hornkapsel, was sehr häufig der Fall ist), dann ist es sicher nicht gerade einfach, da was dran ändern zu wollen, aber es ist auch nicht unmöglich. Ich habe mir selber z.B. nie so recht vorstellen können, dass eine Hufbeinsenkung wieder besser wird - immerhin steht auf dem senkrecht und rundrum nach unten abgesunkenen Hufbein ein schweres Pferd, wie also soll das Hufbein "von selber" wieder nach oben kommen...Allerdings habe ich mir von Agrajag (einem sehr reheerfahrenen Hufschmied) sagen lassen, dass es selbst hier immer wieder Fälle gibt, bei denen sich der Huf regeneriert, also sogar eine Senkung wieder weniger wird.
Das lässt sich durch gute und zum jeweiligen Problem genau passende Hufbearbeitung unterstützen, oft hängt das aber auch von den Selbstheilungskräften des Hufes ab. Und natürlich auch vom Schweregrad der Senkung.

Bei einer Hufbeinrotation ist es ähnlich, allerdings habe ich hier schon häufiger Röntgenbilder gesehen, bei denen sich die Rotation zurückgebildet hatte.
Bei einer Hufbeinrotation kippt ja die Hufbeinspitze vorne nach unten. Wie Silvia schreibt, versucht man hier zuerst einmal, die Hufe so zu bearbeiten, dass Hufbeinrücken und Zehenwand langsam wieder parallel zueinander stehen und schwächt dadurch die Hebelwirkung der Zehenwand, die sonst immer wieder dafür sorgt, dass es wieder zu einer keilförmigen Zusammenhangstrennung kommt bzw. diese bestehen bleibt.
Bei einer "richtigen" Hufbeinrotation würde dann theoretisch die Zehenwand nach der Korrektur steiler sein als vor der Rehe, weil das Hufbein ja nun steiler steht (da es rotiert ist). Ich habe aber auch schon Fälle auf Bildern gesehen, wo die Hufstellung mit der Zeit wieder etwas flacher wurde (ohne dass es die Zehenwand weggehebelt hat) oder das Hufbein von der Stellung her schon langsam wieder flacher stand, während der Huf noch nachgewachsen ist. Aber auch hier hängt es natürlich davon ab, wie massiv die Rotation ist, ob man die Rotation hat stoppen können und wie das Horn nachwächst. Bei manchen Pferden wächst das Horn sehr schnell schön nach, so dass die Hufe bald wieder stabil werden, und bei anderen kommt nur minderwertiges Horn. Das weiß man vorher leider nie...
Und es hängt natürlich auch davon ab, wie schnell man reagiert und mit der Behandlung/Korrektur anfängt.

Man muss auch schauen, ob es wirklich eine Hufbeinrotation ist, oder nicht doch eher eine Zehenwandrotation mit langen Trachten. Oft ist es ja auch so, dass Rehepferde ein wahnsinniges Trachtenwachstum haben und schon alleine deshalb sehr steil stehen. Oder man hat sie sogar künstlich steil gestellt (Keile). Dann steht das Hufbein natürlich auch steiler als es der Fesselstand ist. Dann macht es oft Sinn, das Pferd längerfristig wieder etwas flacher zu stellen.
Wenn diese Stellung länger so bestehen blieb, kann es aber sein, dass die Beugesehne sich dem angepasst und sich entsprechend verkürzt hat. Dann kann man später natürlich nicht einfach in einem Rutsch die Trachten wieder kürzen, denn es könnte dann so ein Zug entstehen, dass es die Verbindung Hufbein-Zehenwand wieder löst und es zu einer neuen Rotation kommt (die tiefe Beugesehen setzt hinten am Hufbein an).
Da muss man dann ganz langsam vorgehen und schauen, wie weit man überhaupt gehen darf.

Grundsätzlich hängt es also von verschiedenen Faktoren ab, wie man eine Hufbeinsenkung/-rotation einschätzen kann - zur Prognose kann man allerdings trotzdem oft nicht sooo viel sagen. Wenn der Reheschub im Griff ist und es zu keinen weiteren Schäden mehr im Huf kommt, besteht sicher immer Hoffnung auf Besserung. Man kann viel durch gute Hufbearbeitung erreichen bzw. durch schlechte verbocken (gleiches gilt für Belastung/Haltung/Untergrund). Aber manchmal ist man trotzdem auch ziemlich hilflos der Eigendynamik, die manche Rehehufe entwickeln, ausgeliefert. Da kann man so gut es geht versuchen, was zu verbessern, aber ansonsten muss man hoffen und beten, dass die Hufe von sich aus besser werden. Bzw. andersrum geht es eben mitunter auch besser aus, als man je zu hoffen gewagt hat.

Dass Schmiede und Tierärzte oft sagen "einmal Rehehuf, immer Rehehuf - Rotation und Senkung gehen nie mehr weg" ist nicht selten. Ich habe den Eindruck, dass man lange Zeit auch gar nicht wirklich versucht hat, das überhaupt ändern zu wollen. Reheponys bekommt man durch Beschlag auch oft mit grausligen Hufen wieder zum Laufen, und große Pferde mit Rehe, die durch das höhere Körpergewicht mehr Probleme haben als Ponys, hat man viel eher eingeschläfert als heute (habe ich mir jetzt schon von einigen erzählen lassen). So brauchte man sich auch nicht so viele Gedanken machen, was man denn noch probieren könnte. Heute sind die Pferdebesitzer viel eher bereit, Zeit und Geld in ihr krankes Pferd zu investieren, sie hinterfragen auch viel mehr. Und noch längst nicht jeder TA/Schmied hat sich darauf eingestellt und sich entsprechend informiert, was für Möglichkeiten es überhaupt gibt. Da sagt es sich schnell mal: "Da kann man nix machen!"...

LG Spookey
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Karisa
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Antwort #9 - 10. Oktober 2007 um 15:51
 
Hallo!

Ich habe eine Frage.
Was ist der Unterschied zwischen Hufrotation und Hufbeinrotation?
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Spookey
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Antwort #10 - 11. Oktober 2007 um 12:50
 
Hallo Karisa,

bei Rotationen weiß man ja meistens nicht so recht, ob sich da nun wirklich das Hufbein nach unten-hinten gedreht hat oder ob es die Hornkapsel nach vorne-oben weggedrückt hat. In beiden Fällen kommt es zu einer keilförmigen Trennung zwischen Hufbein und Wandhorn (=Rotation). Normalerweise ist es ja so, dass Huf-, Kron- und Fesselbein auf einer Linie sind, und bei einer Hufbeinrotation dreht sich das Hufbein dann nach unten-hinten, dadurch ist dann ein Knick in der Achse. Aber das kann z.B. auf einem Röntgenbild auch so aussehen, wenn die Trachten sehr stark gewachsen sind (hat man ja meistens bei Rehe) oder das Pferd einen Hufschutz mit Keilen hat. Deshalb kann man da nicht immer so wirklich danach gehen. Meistens hat man aber eh eine Mischform, denn wenn im Huf erstmal eine Trennung da ist, dann kann es jederzeit Wände nach außen weghebeln oder das Hufbein kann sich weiter drehen oder absinken, weil ja der (Zusammen-)Halt fehlt.

"Hufrotation" würde ich jetzt so deuten, dass es das Horn nach vorne-oben wegrotiert hat, während das Hufbein seine Position beibehalten hat. Kommt aber auch auf den Zusammenhang an, und wer das gesagt hat. Vielleicht war auch "Hufbeinrotation" gemeint und es wurde einfach unklar ausgedrückt.

LG Anne
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Karisa
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Antwort #11 - 11. Oktober 2007 um 13:12
 
[quote author=Spookey link=1131655605/25#27 date=1192099656]Hallo Karisa,

bei Rotationen weiß man ja meistens nicht so recht, ob sich da nun wirklich das Hufbein nach unten-hinten gedreht hat oder ob es die Hornkapsel nach vorne-oben weggedrückt hat. In beiden Fällen kommt es zu einer keilförmigen Trennung zwischen Hufbein und Wandhorn (=Rotation). Normalerweise ist es ja so, dass Huf-, Kron- und Fesselbein auf einer Linie sind, und bei einer Hufbeinrotation dreht sich das Hufbein dann nach unten-hinten, dadurch ist dann ein Knick in der Achse. Aber das kann z.B. auf einem Röntgenbild auch so aussehen, wenn die Trachten sehr stark gewachsen sind (hat man ja meistens bei Rehe) oder das Pferd einen Hufschutz mit Keilen hat. Deshalb kann man da nicht immer so wirklich danach gehen. Meistens hat man aber eh eine Mischform, denn wenn im Huf erstmal eine Trennung da ist, dann kann es jederzeit Wände nach außen weghebeln oder das Hufbein kann sich weiter drehen oder absinken, weil ja der (Zusammen-)Halt fehlt.


Hallo Anne!

Mein Tierarzt hat gesagt dass mein Pferd eine 3-5 Gradige Hufrotation hat, und dass ein Pferd damit schon laufen kann. Leider ist das für mich eine Info mit der ich nicht wirklich was anfangen kann.
Was heißt er kann noch laufen? Ist er belastbar, kann man reiten, longieren usw.? unentschlossen
Blutbild wird aber noch ausgewertet.
Und es steht noch ein Gespräch aus, da werde ich ihn schon noch löchern müssen.
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Teddy
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Versuch macht klug...


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Antwort #12 - 12. Oktober 2007 um 14:30
 
Hallo Karisa,

Jerziba hatte eine Senkung/Rotation von 11° rechts vorne, links geringfügig weniger. Ein halbes Jahr später, ca. 11 Monate nach der Rehe, waren es rechts noch ca. 6°, links etwa 2-3°. Beschlagen war sie mit NBS ALu, womit sie schnell wieder normal laufen konnte.
Leider ist rechts die Sohle noch sehr voll und sie kann daher nicht barfuß gehen. Sie hat jetzt einen normalen Alu beschlag (St.Croix)  und läuft damit wesentlich besser, als vor der Rehe, da sie da schon lange sehr fühlig ging. Sie hat noch immer Wachstumswellen im Horn, aber ihr Stoffwechsel ist auch noch stark belastet durch das Cushing. Ich reite sie jetzt seit Mai langsam gesteigert und heute eigentlich normal im Gelände in allen Gangarten und gymnastisierend Schritt und Trab auf dem Platz. Für gesetzten Galopp fehlt ihr noch die Kraft. Da sie wegen des Cushing nicht voll fit ist, nehme ich Rücksicht auf ihre Leistungsfähigkeit. Die Hufe sind dabei ohne Befund. Mein Huftechniker ist sich sicher, daß er die Rotation im rechten Huf noch weiter zurückbilden kann. Man sieht schon jetzt am Huf, daß er gut 15 Monate nach der Rehe noch steiler von oben herunterwächst, als im ersten Ansatz. Die weiße Linie links ist 2mm breit, rechts noch 4mm. Leider ist das Horn noch nicht so stabil wie vorher. Ich benutze zur Zeit Keralit und desinfiziere das Horn unter dem Huf so weit ich komme mit Wasserstoffperoxid, da die weiße Linie im Bereich der Nagellöcher schnell gammelt.

Es ist viel die Frage, wie gut die Hufbearbeitung ist und wie konsequent man damit umgeht. Mein Ta und mein Huftechniker waren von Anfang an überzeugt, daß wir das gemeinsam wieder hinkriegen.

LG
Maria
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
Diskussion


Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Öfter  bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe. Wetterbedingt Matschkot und minimal Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45 Minuten spazieren in ihrem Tempo bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Geht gut vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH  Aug. 2017 = 63
          Aug. 2017 = 53
          Aug. 2016 = 48,
          Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
          Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
Satt Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 1 l Rübenschnitzel, 1,5 l Heucobs, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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Ayra
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Antwort #13 - 03. August 2010 um 14:12
 
Toller Beitrag, Spookey, auch nach fast 5 Jahren noch sehr hilfreich!
Danke Dir dafür!! Smiley
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Beste Grüße
Suse
Tagebuch
 
fragen zum Tagebuch

Aktueller Gesundheitszustand:
Shetty, gutes Fell, immer noch lockige Mähne,

das Pony wird gearbeitet: läuft nun wieder gerne und fleissig vor der Kutsche

ACTH Wert im Oktober 2009 von 124 darauf hin 0,5 mg- wg, des Schubs auf 0,75 mg gesteigert - ACTH-Test 9,04 (20 - 50 Laboklin) guter Zustand
bei 0,5 mg - ACTH-Wert 23,5 (TiHo Hannover >50 ) aber trotzdem noch Symptome, seit Mitte Oktober auf 0,625mg mit Besserung der Symptome, Mitte Dez. auf 0,6825 mg, dann auf 0,75 mg - Ergebnis> kühle Hufe, lustiges Pony, die Locken werden weniger... aktuell 1 mg mit einem ACTH-Wert von 16, seit 7/2012 1,25 mg, seit 4/2013 wieder auf 1 mg gesenkt, seit 6/2013 auf 0,75 mg

Fütterung: 4-5 kg altes Heu am Tag,  125 gr. Heucobs mit Chromhefe, Kräutern,  Vit E, Hagebutten 


...
Homepage Suse Becker  
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Luna
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Luna


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Antwort #14 - 21. September 2010 um 08:25
 
Dieser Beitrag hat alles nochmal viel durchsichtiger für mich gemacht. Vielen lieben Dank für diese ganzen Informationen!
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Hufrehe Tagebuch Luna

Fragen zum Tagebuch


Aktueller Gesundheitszustand: Luna ist vorne links lahm, läuft aber mit gepolstertem Hufverband recht zufrieden!

Fütterung: Getauchtes Heu und melassefreie Rübenschnitzel!

das Pferd wird gearbeitet: Luna wurde vor dem Schub voll gearbeitet, zur Zeit steht sie auf dem Paddock und bewegt sich leider mehr als sie sollte!
 
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Handicap-Tiere
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Hufreheforum.de


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Antwort #15 - 13. Februar 2015 um 19:39
 
Hallo,

Leider sieht man die Bilder zu den Erklärungen nicht mehr  Traurig
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EMS Tagebuch Valentino
   
Fragen zu Valentino

ECS Tagebuch Krümmel
   
Fragen zu Krümmel

Aktueller Gesundheitszustand Krümmel:
Es geht im momentan gut, er ist Herdenchef und hat 24Std Heu.. Smiley

Prascend :  1 mg



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