Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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@ Seyga (Gelesen: 127465 mal)
Silvia Gremmler
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04. November 2005 um 22:52
 
Hallo Herbert,
wie alt ist deine Stute?
Anscheinend hat Seyga öfter diese Probleme in der Vergangenheit gehabt!
Es ist schlecht,wenn man den Vorbesitzer nicht ausfindig machen kann!
Habe ich es richtig verstanden,daß du Seyga's Fohlen Hafer fütterst??
Warum?Wenn ja,was soll das bringen?
Lg,
Silvia
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In Gedenken an Gipsy Dancer 14.04.1981- 14.09.2005
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Antwort #1 - 04. November 2005 um 22:55
 
Hallo Herbert
Willkommen im Forum....

wir hatten ja schon kontakt..und ich denke mal wir sehen was die Blutbilder bringen!!

Kann es sein das die Stute Probleme mit dem Beschlag hat....habt ihr vielleicht mal dran gedacht ohne und nur mit dem Styrodur?

Stellst du das Blutbild bitte im Forum ein damit man sich ein Bild dazu machen kann??
lg
Petra
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Herbert
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Antwort #2 - 04. November 2005 um 22:56
 
Antworten auf Eure Fragen: Den Vorbesitzer kenne ich. Fragen bringt mir dort nichts. Bei mir hatte die Stute nur eine Rehe bis jetzt. Der Beschlag ist runter und nur noch Keile drauf (Ich dachte, ich hätte das im Tagebuch zuletzt geschrieben). Wieso das Fohlen Hafer bekommt? Na, weil es den braucht zum Leben und Wachsen. Bislang hat die Aufzucht mit bodenständigem Futter bei der Rasse bestens funktioniert: Heu, Hafer, Weide, Futterrüben, Leinsamenschrot und ein gutes Mineralfutter. Der Kleine wird am 18. Juli bereits 5 Monate alt und ist bestens entwickelt. Ich überlege schon ihn abzusetzen um die Stute zu entlasten. Aber dann hätte sie seelischen Stress und den wollte ich ihr in der momentanen Situation ersparen. Das Fohlen geht mit einer anderen Stute und deren Fohlen in den Auslauf zum Spielen. Dann läßt er sich nicht an seiner Mutter aus. Da habe ich momentan keine Sorgen. Moderne Futter, wie z.B. Fohlenstarter werden sicher in vielen Fällen notwendig sein, aber hier brauchen wir ihn nicht. Zuviel kann manchmal auch zu viel sein und in allem pelletiertem Zeug sieht man nicht mehr, wie es vorher aussah. Für die Stute stelle ich momentan durch die Anregung von Petra mit bestesfutter.de etwas zusammen. Ob ich das Blutbild reinstellen kann, müssen wir abwarten. Mal sehen, ob meine Möglichkeiten dafür ausreichen. Gruß an alle, Herbert!
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Pony
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Antwort #3 - 04. November 2005 um 22:56
 
Hi

ich denke wir sollten uns auch eher Gedanken um die Stute machen als um das Fohlen.....

mit dem Blutbild du kannst es mir auch Faxen wenn du magst..oder Jumanji von bestes-Futter

Sag mal Herbert habt ihr Röntgenbilder von den Hufen??
lg
Petra


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Buldog




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Antwort #4 - 04. November 2005 um 22:58
 
Hallo Herbert

endlich ma ein Mamm mehr hier [ auch wenn es kein erfreuliches kennenlernen ist]

DAs mit den Keilen haben wir bei meinem Pferd auch gemacht.Doch so radikal mit 4 cm wurden die nicht angebracht
da waren es nur 2 cm und das hatte eine super wirkung.
Ich kann Dir nur den Tip geben die Keile nicht länger als 7-10 tage drauf zu lassen.Dein Hotti wird Dir auch wenn es nun gut läuft Lahm gehn wenn die Keile wieder unten sind da sich ja die beugensehne mit den Keilen verkürzen tut
und es ihm dann ziemlich weh tun wird ohne wieder zu laufen und bei 4 cm iss das ein ganz schöner schlag.
Ich habe meinen langsam wieder an das gefühl ohne keile gewöhnt jeden tag 5 mm weg genommen von den Keilen bis er wieder auf null wahr und trotz allem ist er noch eine woche stocklahm gegangen.die Sehen muß sich ja erst wieder weiten.
Überleg sie vielleicht nicht ganz steil zu stellen.

Grüßle Bulli
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araaba




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Antwort #5 - 04. November 2005 um 22:58
 
falls das die gleichen "styro-keile" sind, die mein pferdchen bekommen hat:

keine sorge - die sind erst mal superdick - aber während der belastung "drücken" sie sich zusammen und als wir sie nach +/- 7 tagen abgenommen haben - bzw lianna sie weggeschabbelt hatte (auf dem sand das klebeband täglich durchgescheuert) waren die keile "platt wie flunder"

diese keile hatte mir auch hanno pilartz empfohlen - kennen sehr sehr wenige TA's in deutschland - sind aber wirklich klasse !!! :p

alles gute und liebe grüße

Andrea
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Herbert
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Antwort #6 - 04. November 2005 um 22:59
 
Ich habe die Keile bislang ca. alle 3 Tage erneuert, eben weil sie sich so zusammendrücken. Die 40mm reduzieren sich auf ca. 20mm. Wie schwer sind denn Eure Pferde? Das spielt dabei ja auch eine wichtige Rolle. Unsere Schweren-Warmblüter haben um die 650kg. Ich denke Seyga wird zur Zeit noch um die 600kg haben.
Seit heute bekommt sie morgens und abend 2 Esslöffel Kaliumchlorid und 1 Esslöffel ASS. Das Kaliumchlorid ist wohl bitter. Seyga ist nicht begeistert und mit Wasser verdünnt in der Spritze läßt sie sich das wohl nicht mehr geben. Hat einer eine Idee dazu? Hafer zum Untermischen kann ich keinen geben. Auf Hufrehefutter von bestesfutter.de warte ich noch.
Gruß
Herbert
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Jina




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Antwort #7 - 04. November 2005 um 23:00
 
Hallo Herbert

wir kennen uns ja schon! Smiley

Was ich dir empfehlen kann, wegen der schlechten Vergangenheit deine Stute ist Kinesiologie. Den es kann schäden in der Vergangenheit wieder reparieren und somit in wiederholen (wie es bei meiner Stute der Fall war) verhindern.

Ausserdem kannst du das Futter oder die Medikamente abfragen ob diese schädlich, gut, zu wenig oder zu hoch dosiert sind.

Jina
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Antwort #8 - 04. November 2005 um 23:00
 
Guten morgen
nimm Apfelmus und etwas Wasser dann das Pulver da rein mischen mit spritze
aufziehen und ab ins Maul ..ich mach das so mit dem Antibiotika!!
Es gibt so schöne große spritzen in der Apotheke!!
lg
Petra

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araaba




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Antwort #9 - 04. November 2005 um 23:01
 
... am besten geht das mit sogenannten "Blasen-Spritzen", die sind wirklich gigantisch groß - aber halt für apfelmus und dergleichen prima ...

Viel Erfolg Andrea
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Antwort #10 - 04. November 2005 um 23:02
 
Kaliumchlorid ich verstehe nicht was das bringen soll??
hat die Stute Durchfall??
zu hohen Blutdruck oder Herz Probleme??

Kalium ist gegenspieler zu natrium+

vorsicht bei herz erkrankungen es schwemmt wasser aus
und elektrolyte!!!
Ob das so gut ist denn sie hat doch schon wieder ein fohlen im Bauch!!


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Herbert
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Antwort #11 - 04. November 2005 um 23:03
 
Kaliumchlorid kam aufgrund einer Abstimmung meines Tierarztes mit der Klinik zustande (kam auch der Tipp mit den Keilen her). Es erweitert die Gefäße, gerade im Huf und es hat was mit Natrium (Salz) zu tun. Wenn ich das als Laie richtig verstanden habe, hilft es dem Abbau von Natrium. Mein Tierarzt vermutete anhand des Blutbildes, dass die Stute oft säuft, was wir auch bestätigen konnten. Die Blutdrucksenkende Wirkung von Kaliumchlorid steht wohl nicht ganz so sehr im Vordergrund.
Annette schickt heute das Futter und gleich ein paar Rübenschnitzel dazu für das Pulver unterzumischen.
Sie meinte, ich könnte es auch mit Möhrensaft aus dem Aldi mischen oder mit ein bisschen gutem Pflanzenöl. Das mit dem Apfelmus ist auch ein guter Tipp. Hoffentlich ist da nicht zuviel Zucker drin.
Kineolosogie finde ich aus eigener Erfahrung super und kann nur bestätigen was Du schreibst. Bei mir selbst haben wir das auch so herausgefunden und daraufhin mit Erfolg Dinge geändert. Aber ich habe hier keinen, der das mit Pferden macht.
Gruß
Herbert
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Antwort #12 - 04. November 2005 um 23:04
 
Herbert
wieviel trinkt die Stute...wievie Pinkelt sie??

Wie sieht es aus mit dem Fellwechsel??
Hat sie vielleicht etwas längeres Haar??
das sind nur kleinigkeiten ...überlege bitte...alles was dir so zu der Stute einfällt jede auch noch so kleine Änderung.....
Die Rehe wann trat sie auf...nachdem sie beim Hengst war..hatte sie viel Streß????
ich weiß ich bohre aber nur so kann ich mir den Kopf zerbrechen
lg
Petra
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Antwort #13 - 04. November 2005 um 23:04
 
noch was wie alt ist die Stute???
hast du bestimmt schon wo geschrieben aber...
lg
Petra
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Antwort #14 - 04. November 2005 um 23:04
 
Nachgeburtsverhaltung
Die Nachgeburt der Stute geht in der Regel innerhalb von drei Stunden post partum vollständig ab. Mit dem Abreißen der Nabelschnur bei der Geburt wird die Blutversorgung der Plazenta gestoppt. Dadurch verkleinert sich die Plazenta und löst sich, unterstützt durch die Wehentätigkeit, vom Endometrium.

Bei 2-10 % aller Fohlengeburten kommt es zu einer Nachgeburtsverhaltung. Die Ursache dafür ist bislang ungeklärt. Vermutlich spielt aber eine Störung der hormonell gesteuerten Reifung der Mikrokotyledonen dabei eine Rolle. Bei Stuten mit Nachgeburtsverhaltung konnte ein deutlich erniedrigter Serum-Kalziumwert und eine verringerte Anzahl Mastzellen im Endometrium während des Puerperiums gefunden. In der Regel bleibt die Nachgeburt im nicht graviden Uterushorn hängen.

Bei Schwergeburten u.ä. kommt es zu Entzündungen in der Gebärmutterschleimhaut. Durch die damit einhergehenden Ödeme wird die Loslösung der Mikrokotyledonen behindert und es kommt vermehrt zu Nachgeburtsverhaltungen.

Häufig kommt es bei Nachgeburtsverhaltung zu einer bakteriellen Kontamination, die frühzeitig behandelt werden sollte, um ein explosionsartiges Vermehren der Bakterien und die Autolyse des Gewebes zu verhindern. Außerdem sollte die Nachgeburt oberhalb des Sprunggelenkes verknotet werden, damit die Stute nicht drauftritt.

Entwickelt sich daraus eine Metritis, kann es durch das Eindringen der Keime in den Blutkreislauf zu einer Septikämie, einem endotoxämischen Schock oder zur Laminitis kommen. Das vollständige Abgehen der Nachgeburt sollte daher stets sorgfältig kontrolliert werden.

Die manuelle Abnahme der Nachgeburt ist bei der Stute nicht zu empfehlen, da die Gefahr besteht, dass die Nachgeburt reißt und Reste im Uterus verbleiben. Das nekrotisierende Gewebe bietet dann ein ideales Medium für Infektionen. Zusätzlich kann es durch unangebrachten Zug zur Einstülpung des Uterushornes oder gar zum Uterusprolaps kommen (siehe Teil I).

Selbst wenn die Nachgeburt vollständig entfernt werden konnte, sind Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut möglich, die Entzündungen und Infektionen nach sich ziehen können. Ist die Nachgeburt allerdings trotz antibiotischer Behandlung nach mehreren Tagen immer noch nicht abgegangen, kann ein leichter Zug an der mittlerweile autolytisch zersetzten Nachgeburt erfolgreich sein.

Nach einer Schwergeburt oder auch schon nach einem leichten Auszug wird zur Prophylaxe von Nachgeburtsverhalten folgendes empfohlen:

Oxytocin (10 –20 i.u.)
Dehnen der fötalen Membranen mittels Infusion

Zum Dehnen werden unmittelbar nach dem Auszug 12 –15 l handwarme Flüssigkeit (sterile Kochsalzlösung oder Wasser) mit einer Nasenschlundsonde in die Chorioallantois infundiert. Durch die Dehnung der endometrialen Krypten und einer endogenen Oxytocinausschüttung kommt es dann zu einer Austreibung der Nachgeburt.

In einfachen Fällen ist meistens die Gabe von Oxytocin (10 –20 i.u.) alle 2 Stunden als Therapie ausreichend. Es empfiehlt sich, mit einer niedrigen Dosis anzufangen, da manche Stuten mit heftigen Koliksymptomen reagieren können. Die Sensibilität der Stute auf Oxytocin nimmt nach der Geburt aber stetig ab, sodass die Dosis entsprechend erhöht werden kann.
Außerdem sollte der Kalziumspiegel regelmäßig kontrolliert und evtl. reguliert werden.

Ist die Nachgeburt nach 6-8 Stunden nicht abgegangen, ist eine systemische Behandlung mit einem Breitbandantibiotikum angezeigt. Das gilt auch bei einem nur unvollständigem Abgang der Nachgeburt.

Bei Stuten, bei denen post partum Fieber, Inappetenz oder Anzeichen von Hufrehe zu beobachten sind, liegt der Verdacht von im Uterus verbliebenen Nachgeburtsresten nahe.
Eine intensive Therapie ist angezeigt mit

Breitspektrumantibiose
NSAID
Tetanusprophylaxe
Evtl. Infusionen
Uterusspülungen mit steriler Kochsalzlösung oder einer schwachen desinfizierenden Lösung
Bei der Uterusspülung ist Vorsicht angezeigt, da es dabei sehr leicht zur Perforation der Uteruswand kommen kann. Eine Spülung sollte solange durchgeführt werden, bis die austretende Flüssigkeit klar ist.

Ebenfalls umstritten ist auch die intrauterine Antibiose bei der Stute. Diskutiert wird hier eine Hemmung des Immunsystems und eine Irritation des Endometriums durch die Medikamente.
Bei einer intrauterinen Antibiotikaapplikation sollte das Medikament in viel Flüssigkeit (2-3l) aufgelöst werden, um eine ausreichende Verteilung zu garantieren. Zu den empfohlen Wirkstoffen gehören

Amikazin
Polymixin B
Ampicillin
Oxytetracyclin
Gentamicin

Septische Metritis
Bleiben Reste der Nachgeburt im Uterus zurück, entwickelt sich schnell eine septische Metritis. Die Stute wird apathisch, hat erhöhte Körpertemperatur, erhöhte Herzfrequenz und stark gefüllte Kapillaren. Häufig entwickeln die Stuten aufgrund der Endotoxinausschüttung eine Hufrehe. Die Milchproduktion geht zurück. Der Uterus ist schlaff, dünnwandig und mit einer großen Menge Flüssigkeit gefüllt. Vaginaler Ausfluss ist jedoch nicht immer vorhanden.

Therapie

Tägliche Uterusspülungen mit steriler Kochsalzlösung oder Wasser. Die Spülung sollte so lange erfolgen, bis klare Flüssigkeit zurückgewonnen wird. Der Rückstand sollte auf Gewebeteile und Nachgeburtsreste untersucht werden.
Systemische Breitbandantibiose (Penicillin und Gentamicin). Gentamicin ist insbesondere für die Bekämpfung coliformer Keime notwendig, die bei der Endotoxinbildung und der Laminitis ein große Rolle spielen.
Flunixin meglumine (z.B. Resprixin® ) als Entzündungshemmer und Schmerzmittel
Zur Behandlung der Laminitis eignen sich Heparin, Vasodilatoren und Phenylbutazon (2-4 mg/kgKGW). Tiefe, weiche Einstreu und eine Erhöhung unter dem Kronbein bringen zusätzliche Entlastung.
Oxytocin und leichte Bewegung fördern die Involution des Uterus.

Vulva Hämatome
Hämatome in der Scheidenwand und den Schamlippen sind nach Geburten weit verbreitet. Die meisten verheilen ohne Komplikationen. Eine Diät mit Weizenkleie und Öl wirkt dabei unterstützend. Um einer evtl. Infektion vorzubeugen, ist die Verabreichung eines Breitbandantibiotikums angezeigt. Auch das Durchführen einer Tetanusprophylaxe empfiehlt sich.
Hat sich das Hämatom nach 7-10 Tagen nicht organisiert, kann eine Drainage gelegt werden.
Differentialdiagnostisch ist eine vorgelagerte oder vorgefallene Blase auszuschließen.

Rektovaginale Fisteln und Damm-Verletzungen
Bei Geburten von sehr großen Fohlen oder bei Schwergeburten kommt es regelmäßig zu Verletzungen der Perianalgegend. Verletzungen ersten (Vestibulum und Scheidenschleimhaut) und zweiten Grades (tiefe Gewebe und Dammrisse) können sofort oder nach entsprechender Granulation des Wundgewebes chirurgisch versorgt werden.
Auf jeden Fall ist eine Antibiose, die Gabe eines nicht steroidalen Entzündungshemmers (NSAID) und eine Tetanusprophylaxe angezeigt. Eine Diät mit Weizenkleie und Öl vermindern zusätzlich den Druck beim Kotabsatz.

Durch Haltungsfehler des Fohlens im Geburtskanal und starkes Pressen der Stute kann ein Vorderhuf des Fohlens das Scheidendach durchstoßen. Gelingt es, den Huf zurück zu ziehen, kann dennoch eine rektovaginale Fistel entstehen. Andernfalls werden der gesamte Perianalbereich und der Sphinkter ani zerstört (Verletzungen dritten Grades). Eine Scheidenplastik sollte nicht eher als 4 –6 Wochen nach der Geburt durchgeführt werden.

Scheidenverletzungen
Bei primiparen Stuten und Schwergeburten mit unsachgemäßem Auszug kommt es häufig zu Scheidenverletzungen. Glücklicherweise liegen diese meist retroperitoneal. Sie können aber trotzdem zu gefährlichen Vaginitiden, Fibrosen oder Abzessen führen.
Die Blutungen sind entsprechend zu versorgt. Außerdem sollte auch hier eine Tetanusprophylaxe durchgeführt und ein Antibiotikum sowie ein NSAID gegeben werden.

Hernien
Hernien im Bauchraum stellen ein großes Problem dar, da dann Darmteile vorfallen können. In diesem Fall müssen die vorgefallenen Organe gründlich gereinigt und die Hernie chirurgisch verschlossen werden. Zwar kommt es meist nicht zu einer Primärheilung, aber ein erneuter Vorfall wird verhindert und die Hernie kann sekundär ausheilen.

Ein Niederlegen der Stute sollte für einige Tage verhindert werden, da dabei der intraabdominale Druck erhöht wird und es zu einem Rückfall kommen kann. Kolikerscheinung deuten auf eine erneute Darmverlagerung hin.Eine Peritonitis kann durch Entnahme von Peritonealflüssigkeit diagnostiziert werden (siehe Teil 1).

Puerparalstörungen mit Beteiligung der Blase
Durch ihre enge Verbindung zum Genitaltrakt ist die Blase auch von Problemen im Puerperium betroffen. Es kann zu

Blasenvorfall,
Blasenausstülpung oder
Blasenrupturen
kommen.
Bei penetrierenden Verletzung der Scheidenwand kann die Blase in die Scheide vorfallen. Durch die sich mit Urin füllende, ausdehnende Blase wird die Scheidenhernie schnell größer.
Therapie
Die Blase sollte am sedierten und epidural anästhesierten Pferd (Ausschalten der Bauchpresse)gereinigt und vorsichtig zurück in die Bauchhöhle zurück gedrückt werden. Die Scheidenwandhernie sollte chirurgisch versorgt werden.

Auch durch den großlumigen Harnleiter kann die Blase durch starkes Pressen vorgestülpt werden. Die Blasenschleimhaut tritt dabei aus der Scheide und Urin tropft ab.
Oft kann die Blase unter einer Epiduralanästhesie reponiert werden. Eine Blasenspülung verhindert Entzündungen und hilft bei der vollständigen Reposition der Blase.

Gelegentlich kommt es durch den hohen intraabdominalen Druck während der Geburt zu Blasenrupturen. Klinische Symptome treten erst verzögert auf. Die Stuten werden apathisch und urinieren nicht. Im Blutserum finden sich erhöhte Kalium- und erniedrigte Natrium- und Chloridwerte. In der Perinealflüssigkeit sind erhöhte Harnstoff- und Kreatinwerte messbar.
Eine chirurgische Versorgung des Risses ist notwendig.

Puerperalstörungen mit Beteiligung der Darms
Durch die starke Bauchpresse kann es zum Vorfall von Darmteilen kommen:
Typ 1: Rektumschleimhaut tritt aus dem Sphinkter ani hervor
Typ 2: die gesamte Ampulle tritt aus dem Sphinkter ani hervor
Typ 3: das gesamte Rektum fällt vor, mit Einstülpungen des peritonealen Rektum bzw. Colon
Typ 4: ganze Darmteile von mehreren Metern treten ausgestülpt aus dem Sphinkter ani heraus

Die Therapie von Typ 1–3 konzentriert sich auf die Verminderung der Bauchpresse, z.B. durch epidurale Anästhesie, um die vorgefallenen Organe möglichst schnell reponieren zu können. Komplikationen treten durch Durchblutungsstörungen und Verletzungen der Darmteile auf. Evtl. ist eine Tabaksbeutelnaht der Scham angezeigt, um ein Rezidiv zu verhindern. Diätetische Maßnahmen zur Koterweichung entlasten hier das Rektum.

Typ 4-Vorfälle haben eine schlechte Prognose und sind nur chirurgisch zu therapieren.

Weitere post partale Gesundheitsstörung können durch trächtigkeits- und geburtsbedingte innere Verletzungen des Darms auftreten. Quetschungen, Einstülpungen, Drehungen und Risse von Darmteilen führen mehr oder weniger schnell zum Tod der Stute.

Milchfieber
Ein bei Pferden sehr selten auftretendes Problem ist das Milchfieber. Es wird vor allem bei Kaltblütern mit hoher Milchleistung beschrieben. Symptome sind ähnlich wie bei Tetanus Unruhe, Zittern und klonische, zunehmend tonische Krämpfe.
Als Therapie eignet eine Kalzium–Glukose Infusion.

http://www.vetion.de/taspezial/detail.cfm?aktuell_id=6047
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Antwort #15 - 04. November 2005 um 23:05
 
Seyga ist 13 Jahre alt und pinkelt so wie säuft. Den Rest hatte ich schon geschrieben (siehe Tagebuch). Wir müssen aufpassen nicht zu weit vom Problem weg zu diskutieren. Es hat mit Geburt, Nachgeburt und Bedeckung eigentlich nichts zu tun. Das Fohlen war schon reichlich 3 Monate alt, als es los ging. Wir warten den Western blot ab. Dann ist dieses Thema auch klar. Es bleibt dann eigentlich nur der Zusammenhang mit Resequin plus Impfung und Wurmkur im Zusammenhang mit einer Instabilität aufgrund leichter Futterveränderung, obwohl es nicht an einem Tage zusammen gemacht wurde. Wenn trotz allem einen anderen Grund haben sollte, ist der nicht nachvollziehbar.
Ich habe momentan das Gefühl, dass wir auf dem Wege der langsamen Besserung sind.
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Antwort #16 - 04. November 2005 um 23:06
 
gut dann bleiben noch die fragen

Wie sieht es aus mit dem Fellwechsel??
Hat sie vielleicht etwas längeres Haar??
das sind nur kleinigkeiten ...überlege bitte...alles was dir so zu der Stute einfällt jede auch noch so kleine Änderung.....

lg
Petra
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Antwort #17 - 05. November 2005 um 08:21
 
:? Ich überlege ständig. Das kannst Du mir wirklich glauben. Nein, kein unnormales Fell. Normaler Fellwechsel auf kurzes Sommerfell.
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Antwort #18 - 05. November 2005 um 08:22
 
wielange ist das mit dem trinken und pinkeln??
kann da vielleicht doch cushing hinter stecken...muß ja nicht sein mit dem Fell!!!

lg
Petra
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Antwort #19 - 05. November 2005 um 08:23
 
Mein Tierarzt hatte cushing schon und schließt es in diesem Fall aus. Soviel trinkt sie nun auch wieder nicht. Wie bereits geschrieben hatte sie ein Medikament dafür bekommen. Der Körper muss das abbauen, damit Leber und Nieren keinen Schaden nehmen.
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