Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Hufrehe Tagebuch Stute "Seyga" (tragend) (Gelesen: 67622 mal)
Herbert
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02. November 2005 um 20:09
 
14.07.2005

Unsere Stute Seyga, Rasse Schweres Warmblut, tragend (seit Ende März) und Fohlen (geb. 18.2.2005)bei Fuss hat eine sehr starke Rehe. Die Rehe begann ca. Ende Mai. Die erste Zeit haben wir die Stute mit zahlreichen Medikamenten behandelt. Unter anderem Heparin als Blutverdünner, Paste zum Entzündungshemmen, ein Mittel zur Schmerzlinderung. Ausserdem ein Mittel welches dazu führt, dass die Stute säuft und uriniert. Damit soll auch einem Nierenproblem vorgebeugt werden, weil die Gifte aus dem Körper ausgeschieden werden müssen. Kurze Zeit gaben wir auch Penecelin und ich denke das brachte spürbaren Erfolg.
Am 18.6.2005 erhielt die Stute in Abstimmung mit Tierarzt und Klinik einen speziellen Rehebeschlag. Dabei wurde das Eisen hinten mit einer Brücke aus Lochblech zugeschweißt. Darunter wurde beim Aufnageln Silikon gemacht. Das Lochblech reicht fast über den ganzen Strahl. Ausserdem wurde vorne an der Zehe vorm Aufnageln noch Horn weggeraspelt, so dass das Gewicht von der Zehe auf die Trachten verlagert wurde.
Seit dem 4.7.2005 haben wir die Medikamente reduziert. Es gibt nur noch ein entzündungshemmendes Mittel, welches wir seit heute durch Traumeel ersetzen, und Sedalinpaste.

7.7.2005:
Gestern haben wir einen Keil aus Styrodur (ist so eine Art festes Styropor) unter die Trachten geklebt. Dabei blieb das Hufeisen dran. Der Keil stellt den Huf hinten ca. 40 mm höher und läuft nach vorne zur Zehe fast auf null aus. Die Keile habe ich selbst zurecht geschnippelt. Dann werden sie mit "Panzerband" angeklebt. Das ist ein ziemlich reissfestes und gut klebendes Gewebeklebeband. Haben die Tierärzte. Gibt es aber auch im Baumarkt. Es hat der Stute offensichtlich schnell Entlastung gebracht. Eben war ich kurz zuhause. Meine Stute stand das erste Mal seit Tagen im Paddock vor Ihrer Box. Ein kleiner Erfolg!
Mein Tierarzt hatte den Tipp von der Tierklinik. Ist hier bei uns in Sachsen wohl ganz neu mit dem Styrodurkeil.
Leider wissen wir immer noch nicht, woher die Rehe kam und warum sie so lange dauert. Von der Weide kann es eigentlich nicht sein. Wir haben eh nicht viel und die anderen die drauf waren, haben rein gar nichts. Ansonsten wird alles Futter ebenfalls von mir selbst kontrolliert. Futterrehe schließe ich eigentlich aus. Belastet wurde das Pferd auch nicht. Die Stute habe ich erst seit letztem Jahr. Der Vorbesitzer (hier ist nix zu erfahren) hat zuerst mit der Stute in 4 Jahren 4 Fohlen gezogen. Dann 3 Jahre nicht in der Zucht eingesetzt und dann zu einem verhältnismäßig günstigen Preis verkauft, weil sie ihm nur Hengstfohlen gebracht hat. Mein Tierarzt ist der Ansicht, dass dies wahrscheinlich nicht die erste Rehe war. Aber das sind alles Spekulationen. Man könnte allerdings überlegen, ob es mit der Trächitgkeit zu tun hat. Als die Stute im vergangenen Jahr gedeckt war, hatte sie um die gleiche Zeit ebenfalls Probleme. Das habe ich aber damals nicht als Rehe gesehen, sondern dachte es wäre ein Nagel beim Beschlag daneben gegangen. War auch nach zwei Wochen wieder weg und bei weitem nicht so schlimm, wie jetzt. Könnte eine Hormonumstellung während der Trächtigkeit die Ursache sein?
8.7.2005
Meine Stute verhält sich heute genauso wie gestern nachmittag. Sie hat Heu gefressen, war auch schon mal im Paddock und momentan hat sie sich wieder hingelegt. Ist vielleicht auch gut, wenn sie durch Liegen die Beine ausruht. Gestern habe ich sie ein bisschen massiert. Der Rücken zwischen Widerrist und Kruppe ist rechts und links der Wirbelsäule meist hart angespannt. Nur wenn sie das Fohlen saufen lässt und die Beine einseitig öffnet oder wenn sie liegt gibt es dort Entspannung. Heute nachmittag werde ich den Bereich zusätzlich mit Tensolvet einreiben. Ausserdem werde ich die Keile erneuern und dabei etwas verbreitern, damit sie noch sicherer belasten kann.

Wir züchten die Rasse Schweres Warmblut. Laut meinem Tierarzt ist hier die Hufrehe bei seinen Patienten eher selten gewesen, insbesondere wenn ein Fohlen bei Fuss ist. Bei unserer Rasse ist die Auswahl an Besamungshengsten sehr eingeschränkt. Es ist also üblich, zur Deckstation zu Fahren und die Stute dort zu lassen. Stress habe ich in dem Zusammenhang gerade bei dieser Stute gar nicht bemerkt.
Natürlich wurde das Futter auf die Milchleistung angepasst. Mehr Quetschhafer, dazu Weizenkleie, Leinsamenschrot und auch etwas Sojaschrot. Wenn ein paar Stunden auf Koppel dazu kamen, dann wurde alles reduziert.
Klar ist mir allerdings, dass alles im Zusammenspiel eine gewisse Anfälligkeit hervorrufen kann.
Der Hinweis von Jina zu Wurmkur oder Impfung erscheint hier sehr wichtig. Wir impfen den ganzen Bestand generell im Mai und November gegen Pferdeinfluenza und Herpes. Nach Bedarf dabei auch Tetanus, allerdings im entsprechenden Abstand von 2 Jahren nach Grundimmunisierung. Die Impfungen waren am 24. Mai und die Wurmkur etwas danach. Das passt voll ins Bild. Das mit der Bedeckung weniger, weil es schon Ende März/Anfang April war. Unklar ist mir allerdings, warum der Reheschub so lange anhält. Hafer usw. haben wir schon seit min. 3 Wochen abgesetzt.
9.7.2005
Antwort im Forum:
hat Deine Stute vor der Rehe eine Kombiimpfung mit Tetanus bekommen? Wenn ja, so sag mir bitte das Präparat. Meine Nicki steht auch mit einem Rehepony zusammen, was die Rehe nach einer Kombiimpfung Husten/Tetanus bekommen hat. - Definitiv, der TA hat es nicht abgestritten, dass es davon kommen konnte. Vielleicht hast Du dann ja noch ein Indiz.

11.7.2005
Gestern haben wir die Styrodur-Keile erneuert. Gleichzeit habe ich an jedem Huf rechts und links vorne einen der Nägel vom Hufeisen gezogen.
9.7.2005 füttern wir Mineralfutter mit hohem Calcium und hohem Biotin-Anteil, ausserdem morgens und abends zwei Handvoll Leinsamenschrot. Heu wird dauernd hingelegt, auch so dass die Stute im Liegen fressen kann, wenn sie möchte. Wenn Sie lange liegt, dann wird Wasser aus dem Eimer angeboten.
Es ist wieder eine Verbesserung eingetreten. Seyga hat immer noch große Probleme ein paar Schritte zu machen, aber sie ist aktiver, steht mehr auf und nimmt wieder mehr am Geschehen im Umfeld teil.

12.7.2005
Mir ist immer noch unklar, warum es zu der Rehe kam. Im Pferdepass haben wir am 24.5.2005 die Impfung mit Resequin NN Plus eingetragen, keine Tetanusimpfung. Stress war für die Stute in dieser Zeit eigentlich lange vorbei. Das Fohlen war über 3 Monate alt. Sie war bereits über 2 Monate wieder tragend. Sie stand nur mit einer anderen Stute und deren Fohlen zusammen, die sie schon lange kennt. Ca. 1 Woche später haben wir eine Wurmkur gemacht. Das ist eigentlich normal.
Am rechten vorderen Huf haben die Problem angefangen. Leider habe ich dazu kein Datum notiert. Ich habe Zweifel, dass es an der Impfung oder der Wurmkur gelegen hat. Aber andere Gründe finde ich auch keine.
Die Stute stand auch heute morgen wieder und machte mir einen guten Eindruck. Schritte fallen ihr unverändert schwer.
Ausserdem hatte ich den Eindruck, dass sie ein klein wenig angeschwitzt war. Das kann aber auch vom Liegen im Stall sein. Es ist ja auch sehr warm. Vielleicht aber auch durch das weitere Reduzieren der Medikamente. Ausserdem Traumeel erhält sie jetzt nur noch morgens und abends etwas Sedalinpaste.

14.7.2005
Gestern haben wir die Hufeisen runter und dann direkt auf den Huf die Styrodurkeile gemacht.
In Absprache mit der Klinik wurde die Hufwand im Bereich der Zehenspitze schräg abgeraspelt (im Prinzip paralell zum abgesenkten Hufbein).
Anschließend waren alle Klatschnass geschwitzt vor Anstrengung, auch die Stute, die abwechselnd auf nur einem Vorderbein stehen musste.
Jetzt liegt sie fast nur. Hat sie ganz schon mitgenommen.
Trotzdem machte sie mir heute früh keinen verschlechterten Eindruck.
Wir haben Hoffnung, dass die Maßnahme eine gute Wirkung zeigt, wenn sich alles ein bisschen beruhigt hat.
Immerhin sind jetzt auch keine Hufnägel mehr da, die vielleicht auch Druck machen.
Wenn das Blutbild da ist, dann sehen wir weiter.
Momentan bekommt sie Sedalin und Traumeel. Als Futter Heu und Wasser soviel sie will.
Bilder konnten wir wegen Kameradefekt keine machen. Sollte einer Fragen wegen der Keile haben, dann kann er mich anmailen:
herbert-eibel@eibel-gmbh.de
Das Fohlen ist bestens entwickelt und wird morgens und abends separat mit Hafer gefüttert.


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Herbert
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Antwort #1 - 02. November 2005 um 20:10
 
15.7.2005
Der Teil der Blutanalyse, den mein Tierarzt selbst machen kann, haben wir eben besprochen. Eigentlich sieht es gar nicht so schlecht aus. Die weißen Blutkörperchen sind leicht erhöht und eine Entzündung ist angezeigt, aber auch nicht übermäßig. Allerdings meint der Tierarzt, dass es klar und man das nicht unterschätzen soll, weil wir ja dafür auch mit Medikamenten behandelt haben.
Ausserdem wurden die Medikamente umgestellt. Wir geben jetzt nur noch Kaliumchlorid (blutdrucksenkend/gefäßerweiternd) und ASS (blutverdünnend/schmerzlinderd) und den Rest Traumeel noch 3 Tage.
Kaliumchlorid und ASS sind in pulverform. Das ASS lässt sich leicht mit Wasser verdünnen und mit einer Spritze ins Maul geben. Beim Kaliumchlorid ist das problematischer. Die Menge ist höher und es vermischt sich nicht so toll mit Wasser.
Der Zustand der Stute hat sich gehalten und nicht mehr verschlechtert.

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Antwort #2 - 02. November 2005 um 20:10
 
18.7.2005
Dank der Tipps funtkioniert die Eingabe des Kaliumchlorid und ASS mit Apfelmus und großer Spritze jetzt recht gut. Sonstige Medikamente erhält Seyga nicht mehr. Die Keile haben wir heute abgenommen. So kann auch mal Luft an den Huf. Alles zusammen betrachtet bin ich zufrieden. Die Hufe sind lange nicht mehr warm. Seyga kann schlecht laufen, aber sie bekommt ja auch ausser ASS kein Schmerzmittel. Sie frißt eifrig ihr Heu. Eben hat sie auch schon mal interessiert aus der Box nach draussen geguckt.
Der Doc war heute früh da. Ausser dem Blutbild hat er einiges mehr analysieren lassen. Ein ziemlich umfassende Sache. Demzufolge sind sämtliche Werte okay, ausser einem leichten Magnesiummangel. Das werden wir, da wir wieder Mineralfutter füttern, sicher schnell in den Griff bekommen. Er sagt, dass nach der Analyse alle inneren Werte (Organe....) in Ordnung sind. In dem Zusammenhang ist er sich auch sicher, dass Cushing definitiv nicht in Frage kommt. Den Borrliose-Test hat er noch nicht zurück. Muss aber auch bald kommen.
Heute muss noch das Spezialfutter für Hufrehe-Pferde kommen. Da wird sie bestimmt drüber herfallen.
Einen guten Appetit hat sie immer.
Wir haben alle ein gutes Gefühl.
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Antwort #3 - 02. November 2005 um 20:11
 
18.07.2005

Blutbild aber nur die Werte die nicht okay sind

CK 265 erlaubt bis 200

LDH 615 erlaubt bis 400

Magnesium 0,61 erlaubt 0,7-0,9

WBC 13,8 erlaubt 6,0 - 12,0

HGB 12,0 erlaubt 15,0-19,0

HCT 36,7 erlaubt 40,8 - 55,0

MCH 16,4 erlaubt 17,0-23,0

MPV 13,0 erlaubt 6,7-11,1

LYM 9,5 erlaubt 15,0-30,0

GRA 87,7 erlaubt 60,0-79,0

GRA 12,2 erlaubt 1,2-6,8
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Antwort #4 - 02. November 2005 um 20:12
 
20.7.2005
Alles ist unverändert. Seyga kann immer noch nicht richtig laufen und stakst in der Box herum oder legt sich hin.
Allerdings frißt sie nach wie vor mit Appetit ihr Heu und säuft normal. Man merkt deutlich die Eingabe vom ASS und Kaliumclorid morgens und abends. Einige Zeit danach steht sie mehr, wahrscheinlich nimmt das ASS doch viel vom Schmerz. Ich überlege die Eingabe auf dreimal am Tage zu verteilen. Die Keile haben wir nochmal erneuert. Anfang nächster Woche ist geplant einen Beschlag zu machen, der die Zehe entlastet. Mit der Klinik hatten wir schon Rücksprache. Morgen früh kommt auch der Doc wieder vorbei.
Das Futter ist leider immer noch nicht eingetroffen. Hoffentlich kommt es heute noch. Seyga hält sich zwar wacker und wir füttern das Fohlen zu, aber sie muss eine Stärkung erhalten.

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Antwort #5 - 02. November 2005 um 20:12
 
20.07.2005

Ich kopiere hier mal die Erklärung von Petra zu den Blutwerten hin. Leider sagt mir das trotzdem nicht viel:

Erklärungsversuch des Blutbildes:
CK 265 - erlaubt bis 200

Herzenzyme: GOT, CK, LDH bei Schädigung dieser Zellen werden die Enzyme freigesetzt und können dann im Blutserum vermehrt nachgewiesen werden, einer der so genannten Musekwerte.

LDH 615 erlaubt bis 400

Herzenzyme: GOT, CK, LDH, bei Schädigung dieser Zellen werden die Enzyme freigesetzt und können dann im Blutserum vermehrt nachgewiesen werden, einer der so genannten Musekwerte.

Magnesium 0,61 erlaubt 0,7-0,9

Einer der so genannten Musekwerte, Knochenaufbau, Zähne, Aktivierung vieler Enzyme

WBC 13,8 erlaubt 6,0 - 12,0
Erhöht bei: physiologisch bei Jungtier, langer Streß (Ktz), Infektionskrankheiten in der Heilphase, chron.-, virale Infektionskrankheiten, lymphatische Leukämie

HGB 12,0 erlaubt 15,0-19,0

Das Hämoglobin (Hb) oder der rote Blutfarbstoff ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und hat vor allem die Aufgabe, Sauerstoff in der Lunge zu binden und in die kleinen Blutgefäße zu transportieren.

HCT 36,7 erlaubt 40,8 - 55,0
Der Hämatokrit bezeichnet den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes und ist ein Maß für die Zähigkeit des Blutes. Blut ist etwa viermal dickflüssiger als Wasser. Steigt der Hämatokrit, nimmt also die Zähigkeit des Blutes zu.

MCH 16,4 erlaubt 17,0-23,0
Repräsentiert den Hämoglobin-Gehalt des Einzel-Erythrozyten.

MPV 13,0 erlaubt 6,7-11,1
such ich noch

LYM 9,5 erlaubt 15,0-30,0

Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind die eigentlichen Abwehrzellen des menschlichen Körpers. Lymphozyten sind die kleinsten weißen Blutkörperchen. Sie machen 25 bis 40 Prozent der Leukozyten aus.

GRA 87,7 erlaubt 60,0-79,0

GRA 12,2 erlaubt 1,2-6,8
such ich noch


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Antwort #6 - 02. November 2005 um 20:13
 
20.7.2005 abends
Gute Nachrichten!
1. Als ich heimkam berichteten meine Leute, dass Seyga das erste Mal nach 2 Wochen wieder aus der Box in Auslauf gegangen ist. Sie hat ihr Fohlen gerufen. Es war zum Spielen bei der anderen Stute mit Fohlen. Sie haben es saufen lassen. Danach hat sie sich etwas in den Sand gelegt. Herrlich!
2. Das "bestesfutter.de" ist endlich da. Wellness hat sie sofort gefressen. Mit Alfalfa habe ich eben eine halbe Stunde aus dem Eimer mit Hand gefüttert und konnte sie übereden es zu fressen. Aber das wird schon. (Leinsamenschrot drunter gemischt, den mag sie)
3. Der Doc rief an. Das Ergebnis des Borreliose-Test ist gekommen. Keine Borrliose!
Gott sei dank!!!!
------------------------------
Dann habe ich mit dem Doc wegen cushing diskutiert. Er meint, man müßte dann an dem Leberwert etwas erkennen. Der wäre aber okay. Aber er ist auch interessiert alle Möglichkeiten zu checken. Von einem Dexametason-Test ist er nicht begeistert. Da müßte man Cortison verabreichen und das wäre problematisch bei Rehe. Ausserdem ist die Stute tragend. Dann sprachen wir von dem ACTH-Test (hoffentlich richtig geschrieben). Hier muss die Probe offensichtlich zum Labor in kurzer Zeit gekühlt geliefert werden und das ist an unserem Standort nicht ganz so einfach.
Morgen sprechen wir uns genauer ab.

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Antwort #7 - 02. November 2005 um 20:13
 
26.07.2005

22.7.2005
Durch einen Tipp wurde ich auf Dr.Assmann aufmerksam. Mein Doc hat mit ihm telefoniert. Ein sehr interessantes Telefonat, dass neue Eindrücke brachte. Dr.Assmann hat eigene Ansichten und steht Methoden anderer Kollegen im Zusammenhang mit Hufrehe, die z.B. auch hier im Forum disktutiert werden sehr kritisch gegenüber. Aber mein Doc schätzt ihn als kompetenten Fachmann ein.
Von den Styrodurkeilen hält Dr. Assmann gar nichts, auch nicht von Rehe-Beschlägen. Er stellt seit Jahren die Trachten mit einem Gipsverband hoch. Einfach aber offensichtlich wirkungsvoll. Ich bleibe jedoch vorerst bei den Styordurkeilen, weil ich die Trachtenhochstellung und Zehenentlastung durch entsprechendes Schneiden des Keils ebenfalls zu erreichen glaube.
Ansonsten hat Dr.Assmann hilfreiche Tipps im Zusammenhang mit den Tests für Cushing gegeben. Den Dex-Test werden wir nicht machen. Zumindest nicht jetzt. Die Gefahr für die Trächtigkeit und einen erneuten Reheschub kann auch Dr.Assmann nicht ausschliessen und das riskieren wir also momentan nicht.
Momentan überlegen wir die Möglichkeiten für den ACTH-Test. Mein Doc hat die Symptome von Seyga mit Dr.Assmann besprochen. Demnach die Tendenz zu sagen: kein Cushing. Aber wir würden schon gerne sicher sein und durch einen Test cushing ausschliessen können.

24.7.2005 abends
Seyga hat sich an das neue Zusatzfutter von bestes-futter.de gewöhnt. Heute stand sie das erste Mal seit 2 Monaten am Futtertrog und hat direkt gewartet, dass ich ihr etwas gebe. Juchu!!!!!!!!!!!!!
Sie erhält jetzt:
Heu soviel sie will,
1 kg Alfalfa, 1 kg Welnness, 200-300gr. Leinsamenschrot, Mineralfutter und 250gr. Pflanzenöl.

25.7.2005
Der Doc brachte heute ein Päckchen mit getränkten Tüchern. Damit wird der Kronrandbereich einmassiert. Es soll dem Wachstum und der Neubildung des Hufs erheblich helfen.
Ausserdem haben wir festgestellt, dass Seyga tatsächlich noch ihre Frucht trägt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, was die Gute durchgemacht hat.

26.7.2005
Mein Doc meinte heute früh, die Stute würde sich langsam erholen. Ihr Fell glänzt; vielleicht wegen des Leinsamenschrots. Sie frißt mit Appetit. Von bestes-futter.de habe ich Schnitzel ohne Melasse zum Einweichen erhalten. Die schmecken Seyga so gut, dass sie sogar durch die große Box zum Trob stakste um erneut zu fressen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Annette für die gute Beratung.
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Antwort #8 - 02. November 2005 um 20:14
 
1. August 2005
Wir sind alle der Meinung, dass Seyga bereits wieder ein klein wenig zugenommen hat. Sie geht täglich mindestens einmal, meist zweimal raus ins Paddock und legt sich in den Schatten eines Baumes. Von dort sieht sie die anderen Pferde und kann auch ihr Fohlen beim Spielen mit einem anderen Fohlen im angrenzenden Auslauf beobachten. Manchmal wird zum Milchgeben gewiehert und dann lassen wir den Kleinen (mittlerweile schon ein ganz schön Großer) kurz dazu. Über Nacht ist er auch bei seiner Mutter. Diese Woche soll er bei uns auf dem Hof gebrannt werden. Dann können wir ihn, wenn es erforderlich wird, absetzen. Ende August ist er ein halbes Jahr alt.
Das Laufen geht immer noch nur in sehr staksigem Schritt. Aber sonst siehts gut aus. Seyga hat glänzendes kurzes Fell und einen wirklich guten Appetit. Momentan lasse ich sie weiter auf den Keilen laufen. Heute kommt mein Hufschmied wegen anderer Beschläge und bei der Gelegenheit werden wir uns beraten.
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Antwort #9 - 02. November 2005 um 20:14
 
8.August 2005
Wir haben noch keine neuen Beschläge gemacht. Seyga kann noch nicht auf einem Vorderbein alleine stehen. Mein Tierarzt ist im Urlaub. Deshalb werde ich noch mit einem Rehebeschlag ein bisschen warten und heute nochmals neue Keile kleben. Seit einer Woche haben wir weder eine Verbesserung, noch eine Verschlechterung.
Es ist doch eine langwierige Sache.
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Antwort #10 - 02. November 2005 um 20:14
 
10. August 2005
Nach dem Telefonat zwischen Dr.Assmann und meinem Doc war geplant die restliche Menge an ASS und Kaliumchlorid aufzubrauchen und dann nichts mehr zu geben. Deshalb habe ich statt morgens und abends nur noch einmal am Tage und eben die halbe Tagesmenge gegeben um nicht abrupt aufzuhören. Seyga hat das offensichtlich nicht gefallen. Wir hatten den Eindruck, dass sie wieder abnimmt. Deshalb wurde ASS nachgekauft und seit 2 Tagen wieder die vorherige Menge gegeben. Es ist eindeutig, dass sie das ASS als Schmerzmittel braucht. Was mir nicht gefällt ist der rechte Vorderhuf. Beim Wechseln der Keile war hier zu erkennen, dass das Hufbein von innen drückt.
Seit dem 25.7.2005 massieren wir mit den feuchten Tüchlein den Kronrand. Das scheint offenbar zu wirken. Der eingefallene Kronrand ist nicht mehr zu fühlen. Das sieht wieder normal aus. Offensichtlich setzt wirklich verstärktes Wachstums des Hufs von oben dadurch ein.

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Antwort #11 - 02. November 2005 um 20:14
 
11.08.2005

Hier die Info zu den feuchten Tüchern:
Hippo Veyxin 680 Hufbalsam-Pads
Eingesiegeltes Spezialvlies - in Hufbalsamlösung (Isopropyl-Alkohol, o-Kresol, Kaliumiodid-Lösung) getränkt - zur aktiven kontrollierten Reizdesinfektion und Förderung des Hufwachstums.
Anwendung:
Täglich mit dem Vlies den Kronenrand bestreichen und leicht einmassieren.
Erklärung:
Beim Kontakt mit der Haut wird eine angenehm wärmende, leicht hyberämisierende Hautreaktion ausgelöst. Aufgetragen auf den Kronrand führt dies zu einer kontrollierten Gewebereaktion und so zur Anregung von gezieltem, bis zu 50 % gesteigertem physiologischem Hornwachstum.
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Antwort #12 - 02. November 2005 um 20:15
 
22. August 2005
Der Ratschlag von Jumanji scheint zu wirken. Wir füttern jetzt Sojaschrot dazu und es sieht so aus, als ob Seyga zugenommen hat.
Am 19. August haben wir dem schlimmen rechten Huf einen Rehebeschlag gemacht (ist hier beschrieben und wurde von unserer Klinik so vorgegeben, Eisen hinten mit Steg, nur hinten im Trachtenbereich genagelt, Silikon drunter und ein Kunststoffkeil von 5 mm, der die Trachten höher stellt). Das ganze war so eine Tortur, dass wir keine Zeit hatten, Bilder zu machen. Dabei konnten wir auch sehen, dass sich das Hufbein sehr weit abgesenkt hat. Die Sohle ist nur noch dünn und das ist eigentlich alles altes Gewebe.
An beiden Hufen ist direkt unterhalb des Kronsaums jetzt ein deutlicher Absatz sichtbar geworden. Ich schätze, dass es 6-7 mm zum alten Huf zurück springt. Allerdings sieht das irgendwie gut aus und könnte das neue Hufwachstum sein. Wir hoffen, dass es nicht der Anfang vom Ausschuhen ist.
Durch die Umstellung von den Keilen auf diesen Beschlag schmerzt jetzt natürlich die Sehne enorm und Seyga belastet den Fuss höchstens um kleine Schritte zu machen, wenn sie im Paddock ins Freie geht und sich hinlegt. Ansonsten entlastet sie das Bein dauernd, indem sie es immer leicht winkelt.
Wir warten jetzt, bis sie das rechte Bein belastet, damit wir das linke Bein auch machen können.
Die Angst ist gross, dass das Hufbein an der Sohle durchkommt. Dann müssten wir sie erlösen.
Bleibt die Hoffnung, dass es nicht geschieht und wir auf lange Sicht eine Besserung erzielen.
Die Schmerzen lindern wir durch ASS.
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Antwort #13 - 02. November 2005 um 20:15
 
23.8.2005
Unser Doc ist aus dem Urlaub zurück. Er hat Seyga 2 Wochen nicht gesehen und meint, dass sie sich mit Ausnahme des rechten Vorderbeins verbessert hat. Dort sieht er auch das Problem vornehmlich in der Sehne, da die Tracht nicht mehr so hochgestellt ist, als es zuvor beim Keil der Fall war. Das wird sich hoffentlich mit der Zeit geben. Ansonsten befürchtet er eine hohle Wand usw.. Aber mehr als Abwarten kann man da wohl erst mal nicht. Dann haben wir den Borreliose-Test diskutiert. Der Begriff Westernblot war ihm nicht so geläufig. Deswegen haben wir wahrscheinlich den etwas unsichereren Test gemacht. Das mit den Banden...... hat er ihm Gegensatz zu mir offensichtlich jetzt verstanden. Er meinte, dass sei ein Immun-Test und das wäre sinnvoll. Er hat Blut genommen und veranlasst den Test sofort. Desweiteren wird er unsere Möglichkeiten des ACTH-Tests mit dem Labor abstimmen. Die Blutprobe muss in einem bestimmten Zustand in kurzer Zeit zum Labor, was wohl nicht ganz einfach ist, wenn ich das so richtig verstanden habe.
Also: Als Optimist sage ich, es könnte schlechter stehen. Hoffen wir weiter!
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Antwort #14 - 02. November 2005 um 20:15
 
26.8.2005
Als ich heute morgen 5.45 Uhr aus dem Küchenfenster schaute, gab es Grund zur Freude:
Alle Pferde waren draussen in den Paddocks. Auch SEYGA. Sie war auf dem Weg zu ihrem Lieblingsplatz unter der Eiche. Wir hatten frisches Wetter, strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Vielleicht hat es sie so früh rausgelockt. In den letzten Tagen ging sie frühestens um halb neun raus. Futter hatte ich gestern schon reichlich für sie hingelegt, so dass sie heute früh erst leer gefressen haben dürfte und Heu war sogar noch da. Den vorderen rechten Huf schont sie nach wie vor sehr. Aber sonst geht es jetzt eindeutig besser.
Ich bin sicher, dass es der Sojaschrot ist, der bei Seyga so gut ankommt. Sie wirkt im Ganzen lebhafter.
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Antwort #15 - 02. November 2005 um 20:15
 
26.08.2005

Der rechte Huf macht uns momentan noch grosse Sorgen. Mit ihm fing es auch an. Vielleicht war da doch was gewesen.
Wir können uns erinnern, dass wir aus dem Huf beim Auskratzen mal eine kleine Scherbe raus geholt hatten. Die war allerdings nicht fest eingetreten.
Aber vielleicht hat sie doch für eine Druckstelle gesorgt. Vielleicht eine kleine Entzündung im Huf. Dazu die Impfung und die Wurmkur. Alles zusammen bei etwas Instabilität. Wer weiss das schon?
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Antwort #16 - 02. November 2005 um 20:16
 
31.8.2005
Seyga geht es unverändert immer ein bisschen besser. Der rechte Vorderhuf wird immer noch geschont, aber ab und an beim Drehen schon etwas belastet.
Zwischenzeitlich ist das Ergebnis vom Immunoblot da. Es ist kurios. Das Ergebnis ist erst mal positiv. Würde heißen, dass Seyga einen Zeckenbiss hatte und in der Folge Borreliose. Aber die Werte sind nicht hoch genug. Insbesondere wohl die Immunflorezenz. Damit sagte das Labor mit dem mein Doc arbeitet:
Das Pferd hatte Kontakt mit Borrelien, hat aber keine Borreliose und die ist bislang beim Pferd bislang sowieso nicht nachgewiesen worden.
Daraufhin haben wir diskutiert, dass wir Leute die davon ausgehen, dass ein Pferd keine Borreliose haben kann auch gar nicht erst fragen brauchen. Ich habe gegenüber meinem Doc die Meinung vertreten, dass ich hier aus dem Forum von Borreliose-Fällen bei Pferden Kenntnis habe und wir deshalb der hiesigen Empfehlung folgen sollten und uns an das Zecklab, Frau Dr. Liebisch, in Hannover wenden. Immerhin geben die auch Ratschläge zum Thema. Dort gibt es eine kostenpflichtige Beratungshotline usw.. Gesagt, getan! Zu unserer Überraschung bekamen wir dort die gleiche Antwort:
Der Zeckenbiss kann die Hufrehe nicht ausgelöst haben. Dafür sind die Werte zu niedrig. Es gab bislang nur 2 Fälle in Amerika, bei denen Borreliose bei Pferden vermutet wurde, dann aber nicht nachgewiesen werden konnte.
VOLLKOMMEN VERWIRREND FÜR EINEN LAIEN !!!
Wie dem auch sei. Wir wissen also immer noch nicht, was bei Seyga die starke Hufrehe ausgelöst hat.
Morgen wollen wir den rechten Vorderhuf röntgen.
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Antwort #17 - 02. November 2005 um 20:16
 
1.9.2005
Heute früh haben wir den Huf geröngt. Am Nachmittag werden wir die Aufnahmen ansehen und auswerten.
Der Tierarzt hatte Seyga ein paar Tage nicht gesehen und war sehr positiv angetan. Ihr Futterzustand sei besser. Ausser dem rechten Vorderbein belastet sie alle anderen fast normal. Das linke Vorderbein haben wir immer noch nicht beschlagen.
Da an Seygas Paddock eine Eiche steht, die jetzt immer Eicheln verliert, ist sie heute in einen anderen grossen Laufstall umgezogen. Hier sind die Verhältnisse ähnlich. Am Rand des Paddocks steht hier eine Weide, die Schaden spendet.
Seyga erhält immer noch morgens und abends ASS. Ich gebe etwas mehr Sojaschrot und dafür etwas weniger Pflanzenöl. Auserdem Alfalfa, Wellness, Speddy beets, Mineralfutter und Leinsamen.
Seyga hat ihrem Fohlen in den letzten Tagen deutlich gezeigt, dass sie allmäöhlich keine Milch mehr geben will. Wir hatten den kleinen zuletzt nur noch morgens mal an die Milchbar gelassen. Ab heute setzen wir ihn ganz ab. Er kann seine Mutter immer noch sehen, macht sich aber nicht viel daraus, weil er mit der anderen Stute und deren Fohlen täglich zusammen ist.
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Antwort #18 - 02. November 2005 um 20:16
 
2.9.5
Die Röntgenbilder zeigen die hohle Wand und die Hufbeinabsenkung mit der wir gerechnet hatten. Trotzdem sieht es nicht ganz so dramatisch aus, wie befürchtet (Man fühlt immerhin die Hufbeinspitze an der Sohle). Das Hufbein selbst sieht ausser der Absenkung normal aus und von oben wächst der Tragerand auch entsprechend nach.
Was allerdings Anlass zur Sorge gibt, sind die Hufknorpel des rechten Vorderhufs. Es sieht nach anfänglicher Verknöcherung aus. Um den äusseren Hufknorpel kann man eine Entzündung erkennen. Eine Fraktur ist nicht zu sehen. Wenn man am Knorpel von aussen drückt, reagiert Seyga allerdings nicht merklich darauf. Die Bilder werden heute in die Klinik geschickt und am Montag wird telefonisch beraten, ob der Beschlag so bleiben kann.
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Antwort #19 - 02. November 2005 um 20:17
 
7.9.2005
Seyga hat den neuen Laufstall jetzt akzeptiert und geht auch wieder raus ins Paddock. Der Laufstall ist hat nur senkrechte Stangen und keine Holzwände. Sie nimmt dadurch offensichtlich wieder mehr Kontakt zu den Kollegen nebenan auf, die über Nacht rein kommen. Das Bein wird immer ein bisschen mehr belastet und Appetitt hat sie auch. Heute früh war sie schon auf den Beinen als ich in den Stall kam. Der Wallach nebenan war so interessant, dass man sich durch die Stäbe am Bekrabbeln war. Das hatten wir bei Seyga lange nicht mehr gehabt.
Das Röntgenbild wurde auch diskutiert. Man ist der Auffassung, dass die Entzündung am Hufknorpel mit allem in Verbindung steht. Die Klinik gab den Rat, die Zehenspitze abzuraspeln und alles freizulegen um dann mit Jod usw. desinfizieren zu können. So würde man die Entzündung schneller bekämpfen können. Ich bin da noch skeptisch und werde das nochmal mit meinem Hufschmied beraten. Da ich jetzt ein paar Tage nicht da bin, würde ich das sowieso solange aufschieben müssen.
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