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Entwurmung & Co. (Gelesen: 30584 mal)
Elia
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30. Oktober 2005 um 14:28
 
Hallo Pony,
falls es nicht hier reinpasst, bitte verschieben.

http://de.merial.com/equine/disease/index.asp

http://de.merial.com/equine/vet.asp

LG
Elia
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Pony
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Antwort #1 - 30. Oktober 2005 um 14:29
 
Bandwürmer

...

Spulwurm

...

Dasselfliegenlarve

...

Bandwurmglied

...

Pfriemenschwanz

...

Palisadenwürmer

...

und

...
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Pony
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Langelsheim, Niedersachsen, Germany
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Antwort #2 - 30. Oktober 2005 um 14:29
 
Aufgrund ihres artspezifischen Entwicklungszyklus können Endoparasiten verschiedene innere Organe schädigen (Blutgefäße, Lunge, Leber, Magen-Darmtrakt). Hierbei kann es von leichten Irritationen bis zu schweren Organschädigungen kommen, die sogar mit dem Tod des Pferdes enden können. Dass bei Verwurmung von Pferden die Gefahr einer Kolik steigt, braucht nicht erläutert zu werden.

Äußerlich sind Anzeichen eines Endoparasitenbefalles meist nur geringfügig oder gar nicht zu erkennen. Es kann durchaus bereits zu einem gefährlichen Befall eines Pferdes gekommen sein, obwohl es äußerlich gesund erscheint......

mehr dazu siehe unten den Link
------------------------------------
Als sehr Effektiv hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

April/Mai:

behandeln gegen Rundwürmer

Juni/Juli:

behandeln gegen Rundwürmer + Bandwürmer (Kombi)

August/September:

behandeln gegen Rundwürmer

Oktober/November:

behandeln gegen Rundwürmer + Bandwürmer + Magendasseln (Kombi)

Eventuell kann im Januar eine weitere Entwurmung sinnvoll sein.

mehr dazu
http://equivetinfo.de/html/wurminfektionen.html
mit Genehmigung des Betreibers von "equivetinfo"
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mambo
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Antwort #3 - 30. Oktober 2005 um 14:34
 
boah, sind die dinger groß. die kann man doch gar nicht übersehen, oder?

du entwurmst 4 x im jahr?
schreibst du auch, mit welchen mitteln?
wenn ich mich nicht irre, entwurmen wir 3 x. jetzt steht equimax an. allerdings wollen wir warten, bis es etwas kühler wird, damit nicht pferde nicht noch gegen die hitze mit dem winterfell kämpfen müssen. und dann 1 - 2 tage vorher und 1 tag danach mash füttern.
bisher haben unsere pferde nie probleme gezweigt. mal sehen, wie es diesmal ist.
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Pony
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Antwort #4 - 31. Oktober 2005 um 08:52
 
Der Befall durch Wurmparasiten ist für unsere Pferde eine schlimme Sache. Die Belastung des Pferdeorganismus durch Parasiten macht sich anfangs in einem schlechterwerdenden Allgemeinzustand und in einer nachlassender Leistungsbereitschaft bemerkbar. Je nach Grad und Dauer der Verwurmung kann es zu einer Dauerschädigung von inneren Organen, sowie Koliken bis hin zum Darmverschluß kommen. Starke Verwurmungen enden mitunter tödlich.


Im Verhältnis von Nebenwirkungen der Wurmkuren zu den teilweise schweren Folgeschäden durch wandernde Wurmlarven und tödlichen Koliken wäre es leichtfertig Pferde nicht häufig genug zu entwurmen. Aber was ist häufig genug und mit welcher Dosierung mit welchen Mitteln zu welcher Zeit?

Weiter unten findet sich ein Entwurmungsschema, wann welche Wurmkuren gegeben werden sollten und unsere Erfahrungen mit der beschriebenen Vorgehensweise.
Außerdem findet sich dort der ultimative Tipp zum Überzeugen von Wurmkurmuffeln. Am Ende des Artikels folgen wichtige Hinweise zur Dosierung der Mittel.

Es ist wichtig das immer der gesamte Bestand gleichzeitig entwurmt wird.
Geschieht dies nicht, infizieren sich die gerade frisch entwurmten Pferde sofort wieder an den noch nicht entwurmten. Der Erfolg der Wurmkur ist dann äußerst fragwürdig.

Sollten trotz Wurmkur Symthome wie Leistungs- oder Gewichtsverlust am Pferd auffallen, so sollte man zur Sicherheit wegen der teilweise vorhandenen Resistenzen eine Kotprobe labortechnisch durch den Tierarzt untersuchen lassen und ggf. bei Verdacht auf Bandwürmer eine Blutprobe machen.

Wenn man die gemeinsame, regelmäßige Wurmkur bei seinen Miteinstallern nicht durchsetzen kann, sollte man überlegen, noch häufiger zu entwurmen als unten angegeben. Auch hier verschafft eine Kotprobe die notwendige Kenntnis über den Grad des Wurmbefalls.

Allgemeines:
Durch den Wurmkreislauf wie er hier abgebildet ist, wird deutlich das eine eine ein gutes Weidemanagement den Infektionsdruck stark beeinflusst.



-eine gute Weidehygene ist die halbe Miete!
-Kot absammeln
-Geilstellen ausmähen
-Eine Zufütterung der Pferde auf kontaminiertem Boden vermeiden (evtl. Futterraufe bzw. -trog benutzen).
-Permanente Tränken (z.B. fest installierte Tränken auf der Weide) regelmäßig reinigen.
-keinen Pferdemist auf die Weiden ausbringen oder diesen zumindest heiß verrotten
-wenn möglich Besatzdichte anpassen (für ganzjährig ganztägigen Auslauf sind 5000 m² zu rechnen!
-bei schweren Pferden darauf achten, dass Sie ihrem Gewicht entsprechende Dosis bekommen. -Unterdosierung ist die häufigste Ursache für Resistenzen!
-Die Eier der Magendasseln, die am Haarkleid anhaften, regelmäßig entfernen, um eine orale -Aufnahme zu vermindern.

Wirkstoffe in Wurmkuren
Das Wissen, dass man die Wurmkuren wechseln soll, ist mittlerweile Allgemeingut. Welche Wirkstoffe in welchen Produkten stecken ist meist gänzlich unbekannt. Daher hier eine Liste aller uns bekannten Wirkstoffe die zugehörigen Marken mit den sofern bekannt Herstellerfirmen, in denen sie enthalten sind.

Die folgende Liste ist sicher nicht vollständig. Wenn Ihr noch weitere Marken / Wirkstoffkombinationen kennt, schickt uns eine Mail wir werden unsere Aufstellung umgehend ergänzen!



1.Benzimidazole (Wirkstoffgruppe):
Benzimidazole mit den Wirkstoffen Fenbendazol, Febandel und Mebendazol haben eine gute Verträglichkeit und das Nebenwirkungspotenzial ist verschwindend gering. Es sind in hohem Maß Resistenzen bei Strongyliden bekannt (teilweise wird in der Literatur von 40 -50% gesprochen)!

Produktname-------Hersteller--------Wirkstoff

Telmin--------------Janssen------------Mebendazol

Panacur-----------Hoechst AG---------Fenbendazol

Equiworm F-------Sectolin (NL)--------Fenbendazol

Rintal-------------Bayer AG-----------Febantel

Bayverm---------Bayer UK Ltd.-------Febantel

Anthelcide--------Pfizer-----------Oxibendazol

Equitac---------Pfizer--------------Oxibendazol

Equidin----------Vetoquinol-------Oxibendazol

Lincoln---------Battle---------------Oxibendazol

Safe Guard Paste


2. Pyrantel:
Pyrantelembonat wird fast nicht im Darm resorbiert, es bleibt zu 95% dort liegen. Es wirkt dort, aber auch nur dort, direkt auf die “Würmer”. Da es fast nicht in den Blutkreislauf gelangt, besteht kein nenneswertes Risko. Pyrantel kann sogar um ein mehrfaches überdosiert werden (Zur Bekämpfung von Bandwürmern hat dieses Mittel sogar die offizielle Zulassung zur doppelten Dosierung - siehe Hippotwin) ohne das eine Schadwirkung entsteht. Auch gegen diesem Wirkstoff gibt es Resistenzen.

Produktname--------Hersteller-----------Wirkstoff

Banminth P----------Pfizer---------------Pyrantel

Pyratape------------Pfizer--------------Pyrantel

Strongid Caramel---Pfizer-----------Pyrantel

Strongid P----------Pfizer (NL)------Pyrantel

Jernadex----------Virbac--------------Pyrantel

Hippotwin--------Riemser--------Pyrantel für 1200 kg LM

Equiworm-P-----Sectolin (NL)--------Pyrantel


3. Ivermectine (Gruppe makrozyklischen Laktone):
Der Wirkstoff sorgt für eine Abtötung der Parasiten durch sogenannte schlaffe Lähmung. Er verteilt sich zwar im ganzen Körper, ist aber biologisch hoch verträglich. Dies ist eine gewüschte Wirkung um auch die frei im Körper wandernden “Würmer” abzutöten. Außerdem ist dieses Mittel geeignet die Larven der Dasselfliegen zu bekämpfen.

Produktname------Hersteller-------Wirkstoff

Equalan-----------Merial Animal-------Ivermectin

Furexel----------Janssen-----------Ivermectin

Ivomec P--------MSD Agvet ----------Ivermectin

Panomec---------Merial Animal---------Ivermectin

Equell-------------Pfizer-------------Ivermectin

Zimecterin---------Merial----------Ivermectin

Eraquell------Virbac Switzerland AG----Ivermectin

Paramectin----Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH (IDT) ---Ivermectin

Equimectrin-------Merial (USA)--------Ivermectin

Noromectin-------Norbrook (IRL) ------Ivermectin

Sivermec---------Sectolin (NL)-----------Ivermectin


4.Moxidectin (Gruppe makrozyklischen Laktone):

Die Wirkungsweise entspricht der des Ivermectin, aber die Wirkdauer ist durch eine verzögerte Freisetzung aus dem Fettgewebe länger. Dies längere Wirkspektrum soll dazu führen, dass drei Entwurmungen pro Jahr ausreichen. Das Produkt ist relativ neu auf dem Markt, und hat noch keine sehr große Verbreitung gefunden. Da es zur Zeit intensiv bei den Tierärzten beworben wird und mit relativ ( zu Ivomec) niedrigen Preisen in den Markt gedrückt wird (teilweise unter 15 €) wird sich dies sicher bald ändern.

Produktname---------Hersteller------------Wirkstoff

Equest---------Fort Dodge-------------Moxidectin


5. Doramectin (Gruppe makrozyklischen Laktone):

Die Wirkungsweise und das Wirkungsspektrum entspricht ebenfalls der des Ivermectins, jedoch ist der Wirkstoff für Pferde zur Zeit (Stand 04.2004) noch nicht zugelassen. Da die Herstellerfirma Pfizer bereits ein Ivermectinprodukt auf dem Markt hat, ist es fraglich ob eine Zulassung angestrebt wird. In einer Dissertation der FU Berlin 2001 von Katrin Schumann wird dem Produkt bei subkutaner Anwendung eine sehr gute Verträglichkeit bescheinigt.

Produktname--------Hersteller-----------Wirkstoff

Dectomax----------Pfizer----------Doramectin


6. Organophosphor Ester-Trichlorfon:
Diese Wurmkur ist relativ gefährlich und birgt höheres Nebenwirkungspotenzial (nur auf besondere Empfehlung des Tierarztes)

Produktname---------Hersteller-----------Wirkstoff

Rintal plus---------Bayer AG----Metrifonat+Mebendazol

Telmin plus----Janssen---------Metrifonat+Mebendazol


7. Praziquantel:
Praziquantel ist ein bei Schafen sehr erprobtes Mittel das Anfang 2002 auch in Deutschland für Pferde zugelassen wurde. Dieser Wirkstoff ist optimal gegen Bandwürmer (Anoplocephala).
Bandwürmer leben am Verbindungsstück zwischen Blinddarm und Dünndarm . Dort können sie Verstopfungen verursachen, die wiederum zu Koliken führen. Sie brauchen als Zwischenwirt eine im Gras lebende Milbe, um ihren Lebenszyklus fortzusetzen.
Wird in einem Bestand ein Bandwurmbefall bei einem Pferd eindeutig diagnostiziert, ist die Wahrscheinlichkeit das der gesamte Bestand kontaminiert ist enorm groß. Es sollte daher dann der gesamte Bestand gegen Bandwürmer entwurmt werden. Auch sind weitere Entwurmungen gegen Bandwürmer im Laufe der nächsten Jahre einzuplanen, da noch kontaminierte Zwischenwirte auf der Weide zu vermuten sind.
Mehr Info über dieses Mittel findet man in einer Studie mit dem Titel “Bandwürmer beim Pferd und ihre Bekämpfung mit Droncit Pferdepaste” (Heine, J., Bayer AG, Geschäftsbereich Tiergesundheit, 51358 Leverkusen; Barutzki, D., Tierärztliches Labor, 79111 Freiburg; Seen , T., Tierärztliche Praxis, 35463 Fernwald)

Produktname------Hersteller-----------Wirkstoff

Droncit ----------Bayer AG-------------Praziquantel

Equimax --------Virbac-----------Praziquantel+Ivermectin


Droncit ist speziell nur gegen Bandwürmer. Der Dosierer für ein 600 kg Pferd enthält 600,3 mg Praziquantel.
Equimax wirkt als Kombinationspräparat auch gegen alle anderen Wurmarten inkl. Dasselfliegen. Der Dosierer für ein 600 kg Pferd enthält 900,726 mg Praziquantel.

Reihenfolge der Wurmkuren über das Jahr (bei geschlossenen Beständen):
Die Wirkstoffkombinationen werden am Anfang der Entwurmungsperiode (1 Jahr) festgelegt und innerhalb dieser Zeit nicht gewechselt.

Wenn die Wurmkuren gegeben werden, ist die Box immer 72 Stunden nach Gabe der Wurmkur komplett zu entmisten. Wer besonders gründlich sein will, kann sie auch noch desinfizieren (ist in regelmäßigen Abständen ohnehin nicht verkehrt). Mit dieser Entmistungsaktion soll verhindert werden, dass die Pferde über das alte, kontaminierte Stroh wieder Wurmeier bzw. Larven aufnehmen.

Das Entwurmungsschema beginnt Anfang April einige Zeit vor dem Weideauftrieb, damit die Pferde möglichst wurmfrei sind, wenn sie auf die Weide kommen (Wirkstoff 1 oder 2).

Wiederholung (bei normaler Besatzdichte) nach 12 Wochen mit dem gleichen Wirkstoff.

Den Jahresabschluß bilden die Dassellarven. Die Behandlung erfolgt Anfang Oktober, wenn die Fliegen aufgrund der kalten Witterung weg sind und eine Wiederholung zwischen Jahreswechsel und Ende Januar (um die letzten geschlüpften Dasseln zu erwischen) mit Wirkstoff 3, oder 4 (ggf. in Kombination mit Wirkstoff 6 wenn gegen Bandwürmer entwurmt werden soll).
Eine Entwurmung im Winter muss dann bis zum nächsten Weideauftrieb nicht erfolgen.

Fohlen sollten ab dem 10. Lebenstag alle 3 Wochen bis zum 6. Lebensmonat entwurmt werden. Danach sollte alle 6-8 Wochen im darauffolgendem Halbjahr eine Entwurmung stattfinden.

Mutterstuten sollten aufgrund der Zwergfadenwürmer, die sich im Euter befinden und mit der Milch übertragen werden (galaktogen), nicht in den im letzten Monat vor der Geburt entwurmt werden, da es dadurch zu einer erhöhten Ausscheidung kommt. Empfehlenswert ist daher bis zu 6 Wochen vor der Geburt eine Entwurmung vorzunehmen.


Bei wechselnden Beständen empfiehlt sich eine viertägige Quarantäne für die Neuzugänge verbunden mit einer Wurmkur (Wirkstoff Ivermecin oder Moxidectin bei Gefahr von Bandwurmbefall kombiniert mit Praziquantel). Den Mist der Quarantänezeit komplett aus der Box entfernen!(s.o.)

Unsere persönlichen Erfahrungen mit dem oben beschriebenen Wurmschema
Oktober 2003 haben wir mit unserm Stall an einer Studie teilgenommen, in der Resistenzen gegen Strongyliden untersucht wurden. Der Zeitpunkt wurde so gewählt, dass die Untersuchung direkt vor der nächsten planmäßigen Entwurmung erfolgte (Worstcase- Betrachtung). Im Rahmen dieser Studie wurde die Stärke des Wurmbefalls bei allen 24 zu dieser Zeit eingestallten Pferden untersucht:
Bei 11 Pferden waren überhaupt keine Wurmeier nachweisbar!
Bei 6 Pferden lag die Anzahl der gefundenen Wurmeier unter der Schwelle von 150 Eier/100g Kot. Dies ist der Wert, bei dem Tierärzte eine Entwurmung empfehlen.
Bei 7 Pferden lag die Anzahl der gefundenen Wurmeier höher als 150 Eier/ 100 g Kot.
Der Bestandsdurchschnitt lag bei 262 Eier/ 100 g Kot und damit unter der Schwelle bei der eine Bestandsentwurmung empfohlen wird.

Sieben der verwurmten Pferde ließen sich einer Offenstallgruppe zuordnen. Hier war auffällig, dass das mit Abstand am stärksten verwurmte Pferd unser Distanzpferd Pamina war. Pamina war in der vor der Untersuchung liegenden Tuniersaison regelmäßig Distanzritte gegangen. Dabei war sie immer auf andern Weiden unterwegs gewesen und hat wahrscheinlich auf diesem Weg die Infektion in den Offenstall eingeschleppt.

Unsere Schlussfolgerung aus den Ergebnissen ist daher, dass wir künftig stark infektionsgefährdete Pferde (Tuniere, Wanderritte, Distanzritte) in Absprache mit den Besitzern öfter entwurmen. (6-8 Wochenabstand)

Nach der ersten Untersuchung wurden alle Pferde turnusmäßig mit Ivermectin entwurmt. Zwei Wochen nach der Wurmkurgabe wurden die verwurmten Pferden erneut auf Würmer untersucht. Es wurden keinerlei Hinweise auf einen Wurmbefall gefunden.
Im Abstand von einer weiteren Woche wurde die Untersuchung wiederholt. Auch diesmal waren die Kotproben wurmfrei.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass in unserem Bestand keine Resistenzen gegen Ivamectine bestehen. In wieweit von unserem Bestand auf alle anderen Bestände gschlossen werden kann ist unklar, da die gesamten Untersuchungsergebnise erst in 2005 veröffentlicht werden.

Oktober 2004 nach zwei Telmin Wurmkuren haben wir erneut an einer Studie teilgenommen. Wieder lag der Bestandsdurchschnitt unter der Bestandsentwurmung-Schwelle. Dies ist um so erstaunlicher als in schlecht gemangten Beständen die Resistenzen gegen den in Telmin enthaltenen Wirstoff Mebendazol so groß sind, dass mit dieser Wurmkur keinerlei Wirkung mehr zu erzielen ist.

Fazit: Mit dem von uns aufgestellen Entwurmungsplan lassen sich die Magen- und Darmparasiten wirksam eindämmen!

Der widerspenstigen Zähmung
Bei standhaften Wurmkurverweigeren sollte man die Gabe der Wurmkur nicht mit Gewalt betreiben. Viel besser ist es, dem Pferd die Wurmkur so schmackhaft zu machen, dass es geradezu darum bettelt.

Wir verwenden zu diesem Zweck eine alte Wurmkurspritze, die wir eine Woche vor dem großen Tag beginnend mit Apfelmus aufziehen. Dieses wurde bisher von allen unserern Pferden nach anfänglichen Zögern geradezu gierig aufgenommen. Will das Pferd gar nichts von der Apfelmusspritze wissen, hilft es das Maul zu benetzen.
Die Spitze der Wurmkurspritze wird dann auch in das Apfelmus eingetaucht um den WK- Geruch zu überdecken. Um nach der “ekeligen” Wurmkur nicht wieder eine Abwehrrektion zu provozieren, ist es wichtig auch nach der WK noch ein zwei Tage Apfelmus in Spritzen zu füttern.

Dosierung von Wurmkuren
Wurmkuren sind in der Regel auf ein Pferdegewicht von 600 kg ausgelegt (die WK Equest sogar nur auf 550kg). Laut einem Betreiber von mobilen Pferdewaagen wogen aber von 10514 gewogenen Warmblütern 4444 (42,27Prozent) über 600 Kg! Die Entstehung von Resistenzen aufgrund von Unterdosierungen war so fast unvermeidlich.
In gemischten Beständen wie z.B. unserem Pensionsstall ist es durch geschicktes Verteilen der Reste von leichten Pferden möglich, den schweren Pferden die notwendige Wirkstoffmenge zukommen zu lassen. Zur Ermittlung des Pferdegewichts bieten sich mehrere Wege an die wir im Rahmen unserer Futterrationsberechnung beschreiben.
Wenn, aus welchen Gründen auch immer, ein Teil der WK wieder ausgespuckt wird, sollte unbedingt nachdosiert werden. Die ausgespuckte Menge wird oft unterschätzt und die Wirksamkeit der Wurmkur ist durch die Unterdosierung nicht mehr gegeben.
Eine Gefahr durch Überdosierung besteht nicht, da die Wurmkuren bis zur doppelten Dosis ohne Nebenwirkung vertragen werden (siehe Beipackzettel)


Schlussbemerkung
Es ist ein guter Erfolg, wenn die Pferde parsitenarm werden. Völlige Parasitenfreiheit ist unter Praxisbedingungen leider nicht zu erreichen.

P.S.: Auf unserer Linkseite zum Thema Medizin / Gesundheit findet Ihr einen interessanten holländischen Versandhandel!

Alle Angaben werden auf der Grundlage besten Wissens und Gewissens weitergegeben.
Diese Seite dient lediglich zur persönlichen Information, eine Haftung wird ausgeschlossen.
Im Verdachtsfall zur Diagnose und / oder Therapie immer einen Tierarzt zu Rate ziehen!

mit freundlicher Genehmigung
www.hof-waldmann.de

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Nicki
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Antwort #5 - 28. November 2006 um 21:22
 
ich hab am Samstag abend meine Pferde mit Equimax entwurmt, gestern Abend hatte Nicki eine Kolik mit starkem Durchfall, total verspannter Maulpartie und völlig trockenen Schleimhäuten. TA hat einige Mittel gespritzt, inzwischem geht es ihr wieder besser, allerdings hat Sie jetzt überall starke Ödeme, besonders an Kopf und Vorderbeinen. 
Dass die Ödeme eine Reaktion auf die gespritzten Mittel sind, hält mein TA eher für unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. 
Bisher hat Nicki die Wurmkuren immer problemlos vertragen und hatte auch noch nie eine Kolik. 
Starke Verwurmung ist eher unwahrscheinlich, Nicki war ja das ganze Jahr nicht auf der Weide, Stall und Auslauf wird 2x täglich, Koppel 1x täglich Mist abgesammelt. 
Auch meine 9-jährige Welsh-Stute zeigte heute morgen leichte Koliksymptome, war auch heute abend noch schlapp und frisst nur lustlos, alle anderen waren unauffällig. 
Hoffentlich kommt dann nicht auch noch ein Reheschub nach.
Falls das denn wirklich von der WK kommt, hätte ich es evt. durch getrennte Gabe der Bandwurmkur vermeiden können?
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Pony
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Antwort #6 - 29. November 2006 um 00:41
 
Nicki
im moment gibt es viele Pferde die unerklärliche Koliken haben!!
Ich denke es liegt auch  mit am Wetter
Mit der wurmkur ist nicht so toll gelaufen...einige Pferde reagieren nach der Hufrehe mit einer Wurmkur mit einem neuen Schub achte bitte gut auf dein Pferd


lg
Petra
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SabineW
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Antwort #7 - 29. November 2006 um 10:09
 
Ich entwurme meine Pferde immer erst nach dem ersten richtigen Frost, das haben mir zwei TA geraten und so halte ich es jetzt schon seit Jahren und bin immer gut damit gefahren. Ich verwende jetzt auch Equimax da es die auch für 700kg gibt kann ich die sehr gut dosieren
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SabineW  
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Pony
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Antwort #8 - 16. Januar 2007 um 08:22
 
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Suleika
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Antwort #9 - 02. April 2007 um 15:58
 
Habe diesen Beitrag zum Glück erst heute gefunden. Gaeta wurde Anfang Dezember, also 1 Monat nach Klinikentlassung und letzten Samstag noch einmal mit Ivomec entwurmt. Keinerlei Nebenwirkungen. Als ich das hier las, wurde mir - wieder einmal -schlecht. Bei ihr scheint es aber gut zu klappen.
2x Ivomec auf Anraten des TA, wegen des milden Winters.

LG, Katja
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Hufrehe Tagebuch Gaeta

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in Gedenken an Suleika † 29.06.2008


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freak69
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Antwort #10 - 08. April 2007 um 17:17
 
Also meine Pferdchen wurden seit Jahren nicht mehr chemisch entwurmt. Eigentlich bin ich nur durch mein Rehepferd darauf gekommen. Auch wenn es sehr viele nicht hören möchten der Zusammenhang zwischen Wurmkur und Reheschub ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Ich mache ca. 4-6 mal im Jahr eine Kotuntersuchung, wenn Parasiten festegestellt werden entwurme ich, alldings nicht chemisch. Nach der Wurmkur wird wiederum eine Kotuntersuchung gemacht. Mir ist zwar bewußt das sich nicht alle Parasiten in der Kotprobe erwischen lassen aber ich fahre mit der Methode sehr gut.
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mambo
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Antwort #11 - 25. Februar 2008 um 08:28
 
@freak 69

wie entwurmst du deine tiere denn genau? wäre nett,  wenn du das mal ausführlich schreibst!
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Pony
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Antwort #12 - 25. Februar 2008 um 08:56
 
Hi Mambo

schau mal hier das ist freak ihre Seite denke da findest du die Infos

http://www.hsh-tiergesundheit.de/

lg
Petra
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mambo
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Antwort #13 - 25. Februar 2008 um 09:03
 
danke für den link!
das ist ja eine geschäfts-hp.

zu dem contra-wurm hatte ich im netz nicht gar so viele positive anmerkungen gefunden. hatten wir hier im forum ja auch schon thematisch behandelt.

abrotanum ist bekannt. das cina kannte ich nun noch gar nicht.
werde mal in ruhe dort weiterlesen Zwinkernd
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freak69
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Antwort #14 - 25. Februar 2008 um 18:13
 
hallo ist eine kombinierte Seite auf der einen Seite Geschäftlich, wobei das eigentlich mein Hobby ist was zwar immer mehr arbeit macht, aber ich versuche auf der seite auch viele allgemeine Info`s zu geben.
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mandra




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Antwort #15 - 25. Februar 2008 um 19:51
 
Mir wird ganz schlecht!!!!

Ich habe Sunny  am Mittwoch entwurmt und heute geht sie wieder zackig. Rehe ist gestoppt sagt der TA.  Arthrose wurde diagnostiziert...
Jetzt dachte ich es ist ein Arthrose Schub, wegen dem Wetter . Aber es könnte ja auch die Wurmkur sein.
Kennt jemand einen guten THP im Westerwald oder Kreis AK ???
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Antwort #16 - 15. August 2010 um 14:20
 
Gibt es gesicherte Erkenntnisse zu einer Beziehung zwischen Wurmkur und Hufrehe? Kann man trotz Hufrehe alle Wurmkuren ohne Bedenken geben?
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Isi
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Antwort #17 - 11. Oktober 2010 um 00:57
 
Wann kann man einem Pferd wieder eine Wurmkur geben (akute Hufrehe seit mehreren Monaten)?
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Fragen zum Tagebuch


Nach wie vor finde ich keine Worte... und noch immer will ich es einfach nicht wahr haben, dass Du nicht mehr da bist, mein geliebter Engel. Wir können Dir nur danken und froh sein, um jeden Tag, den wir mit Dir verleben und von Dir lernen durften. Ich freue mich schon auf den Moment, an dem wir wieder vereint sein werden, um dann wild und frei über die Felder und Wiesen zu galoppieren. Wir vermissen Dich so sehr!!!
 
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Maedchen
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Antwort #18 - 11. Oktober 2010 um 17:52
 
Wenn der akute Schub vorbei ist, sprich, das Pferd ist stabil, kann entwurmt werden.
Wann war denn die letzte Wurmkur? Besteht ein Verdacht auf Verwurmung?

LG
Renate
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Antwort #19 - 11. Oktober 2010 um 23:00
 
Maedchen schrieb am 11. Oktober 2010 um 17:52:
Wenn der akute Schub vorbei ist, sprich, das Pferd ist stabil, kann entwurmt werden.
Wann war denn die letzte Wurmkur? Besteht ein Verdacht auf Verwurmung?

LG
Renate


Die letzte Entwurmung war im November 2009. Habe danach 3 mal Kotproben untersuchen lassen die alle negativ auf Würmer waren, daher habe ich dieses Jahr noch nicht entwurmt. Eines meiner Pferd ist Headshaker (nicht das Rehepferd), daher bin ich vorsichtig mit Entwumungen.
Ob jetzt Würmer da sind weiß ich nicht. Muss ich nochmal untersuchen lassen. Aber andererseits denke ich das ich doch schon mind. 1 x im Jahr entwurmen sollte.
Der Reheschub hat etwa im April 2010 begonnen (sehr leicht), dann im Juli sehr stark. Pferd hat noch Boxenruhe.
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Nach wie vor finde ich keine Worte... und noch immer will ich es einfach nicht wahr haben, dass Du nicht mehr da bist, mein geliebter Engel. Wir können Dir nur danken und froh sein, um jeden Tag, den wir mit Dir verleben und von Dir lernen durften. Ich freue mich schon auf den Moment, an dem wir wieder vereint sein werden, um dann wild und frei über die Felder und Wiesen zu galoppieren. Wir vermissen Dich so sehr!!!
 
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